- Fünf der sechs Fahrer stehen bereits fest
- Champion der französischen GT4-Meisterschaft wechselt in die ADAC GT4 Germany
| British Racing Green bei den drei Aston Martin Vantage GT4 von Dörr Motorsport (Urheber Grafik: Berzerk Design) |
| British Racing Green bei den drei Aston Martin Vantage GT4 von Dörr Motorsport (Urheber Grafik: Berzerk Design) |
| Neue Farben: So sieht der Look des ersten Land-Audi für 2022 aus Foto: ADAC-Motorsport |
Nach dem Titel-Triple in diesem Jahr rüstet die Meistermannschaft Montaplast by Land-Motorsport in der Deutschen GT-Meisterschaft für 2022 auf: Im kommenden Jahr nimmt der Rennstall aus dem Westerwald die Titelverteidigung mit gleich drei Audi R8 LMS evo II in Angriff. Mit Neuzugang Tim Zimmermann (25/Lochau), dem Sieger der Pirelli Junior Wertung 2020, steht auch bereits der erste Fahrer von Land-Motorsport für die Deutsche GT-Meisterschaft fest. Das Team veröffentlichte seine Pläne exklusiv in der Onlineshow PS on Air – Der Ravenol ADAC GT Masters-Talk. Die Int. Deutsche GT-Meisterschaft startet vom 22.–24. April 2022 in der Motorsport Arena Oschersleben in die neue Saison.
„Uns war wichtig, das Paket für kommende Saison so früh wie möglich zu schnüren“, sagt Teammanager Christian Land. „Damit haben alle Beteiligten mehr Planungssicherheit und wir können uns noch mehr auf die Vorbereitungen konzentrieren. Dazu gehört unter anderem auch, dass wir unser Team mit weiteren Mechanikern aufstocken. Die Erweiterung des Engagements auf drei Autos muss gut strukturiert sein. Mit Tim haben wir schon mal einen richtig starken Neuzugang.
Montaplast by Land-Motorsport gehört zu den erfolgreichsten Teams im ADAC GT Masters. 2021 gewann die Mannschaft aus Niederdreisbach mit Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (32/Düsseldorf) die Deutsche GT-Meisterschaft und holte auch die Titel in der Junior- und Team-Wertung. Bereits 2016 hatte Land das Triple geschafft.
Tim Zimmermann startet seit 2020 im ADAC GT Masters und gewann auf Anhieb die Pirelli-Junior-Wertung für Nachwuchsfahrer. In der kommenden Saison tritt der ehemalige Förderpilot der ADAC Stiftung Sport nach zwei Jahren mit Lamborghini erstmals im Audi an. „Es ist für mich eine Ehre, für das diesjährige Meisterteam zu fahren“, so der 25-Jährige. „Land-Motorsport hat schon oft bewiesen, dass es ein absolutes Topteam ist. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit. Ich bin auch schon auf die Unterschiede zwischen dem Audi und dem Lamborghini gespannt, den ich zuletzt gefahren bin. Ich kann es nicht erwarten, Anfang 2022 die ersten Testfahrten im R8 zu absolvieren.“
Wer an der Seite von Zimmermann antritt und welche Fahrer die weiteren beiden Fahrzeuge pilotieren werden, wird in Kürze bekannt gegeben. Zuvor steht laut Christian Land noch eine andere Sache auf der Agenda: „Es geht für uns und die ganze Mannschaft in die wohlverdiente Weihnachtspause. Die hat sich unsere Crew nach dieser erfolgreichen, aber auch arbeitsintensiven Saison mehr als verdient.“
| Das Team Allied-Racing debütiert 2022 in der Deutschen GT-Meisterschaft (Fahrzeug im Design der GT World Challenge) Foto: ADAC-Motorsport |
Ein weiterer Neuzugang in der Deutschen GT-Meisterschaft: Das Team Allied-Racing steigt 2022 in das ADAC GT Masters ein und wird einen Porsche 911 GT3 R einsetzen. Bisher sorgte Allied-Racing vor allem in der ADAC GT4 Germany für Aufsehen, in der die Oberbayern 2020 sowohl die Fahrer- als auch die Teamwertung gewannen. Neben der Deutschen GT-Meisterschaft wird sich Allied mit vier neuen Porsche 718 Cayman GT4 auch weiter in der ADAC GT4 Germany engagieren. Durch ein weiteres Programm im Porsche Carrera Cup Deutschland nutzt Allied Racing die attraktive Plattform des ADAC GT Masters in seiner ganzen Vielfalt und setzt in drei Serien insgesamt sieben Porsche-Rennfahrzeuge ein.
„In dieser Saison haben wir in der GT World Series ein Lehrjahr absolviert. Das ist abgeschlossen und nun wollen wir im ADAC GT Masters angreifen“, sagt Teamchef Jan Kasperlik (42/Huglfing). „Wir freuen uns auf diese neue Herausforderung und wollen gleich im ersten Jahr ganz vorne mitfahren.“
Als erster Fahrer für die Deutsche GT-Meisterschaft steht Nachwuchspilot Joel Sturm (20) fest. Der Pilot aus Brühl wird seit 2020 von Allied-Racing gefördert und gewann seitdem mit der Mannschaft Rennen in der ADAC GT4 Germany und der GT4 European Series. 2021 absolvierte Sturm zudem erste Einsätze im GT3-Porsche des Rennstalls. „Joel war für mich in diesem Jahr der wohl schnellste GT4-Pilot in Europa“, ist Kasperlik überzeugt. „Daher folgt jetzt der Aufstieg in das ADAC GT Masters, das für ihn als jungen deutschen Fahrer und seine Partner die ideale Rennserie ist. Wir wollen mit Joel um den Titel in der Pirelli-Junior-Wertung kämpfen.“
Sturm freut sich auf die neue Herausforderung: „Das ist der nächste Schritt in meiner Karriere. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich drauf. Ich bin den 911 GT3 R schon gefahren, das Auto hat deutlich mehr Abtrieb, stärkere Bremsen und natürlich mehr Leistung als der GT4-Cayman. Wir haben hochgesteckte Ziele und wollen mindestens in die Top 5 fahren. Dank der ADAC GT4 Germany bin ich sehr gut vorbereitet: Ich kenne schon alle Strecken und das harte Racing war eine sehr gute Schule für das ADAC GT Masters.“
Rennstall weiterhin in der ADAC GT4 Germany
Neben der Deutschen GT-Meisterschaft startet das Team Allied-Racing 2022 erneut in der ADAC GT4 Germany. Dort zählt der Rennstall zu den erfolgreichsten der vergangenen Jahre. 2020 gewann Kasperlik mit Nicolaj Møller Madsen (28/DK) die Fahrer-Wertung, im selben Jahr holte der Rennstall auch den Team-Titel. In der abgelaufenen Saison sicherte sich das Team mit Tom Kieffer (46) und Christian Kosch (44) die Trophy-Wertung. Die beiden Luxemburger treten auch in der kommenden Saison für das Team Allied-Racing an und pilotieren einen der vier neuen Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport, die die Mannschaft einsetzen will. Mit dem 16 Jahre alten Vincent Andronaco aus Hamburg steht ein dritter Fahrer für die ADAC GT4 Germany fest. Der ehemalige Meister im ADAC Kart Masters ist Mitglied der Allied Racing Junior Academy und wurde in diesem Jahr auf seinen GT4-Einstieg vorbereitet.
Mit dem Porsche Carrera Cup Deutschland engagieren sich die Süddeutschen zudem in einer dritten Rennserie auf der ADAC GT Masters-Plattform. Mit dem Dänen Bastian Buus (18) steht dort der erste Pilot der beiden Cup-Elfer ebenfalls schon fest.
| Zwei Porsche mit #92 und #94: SSR Performance in der DTM 2022 © SSR |
Porsche wird zum permanenten Starter in der DTM 2022! Das Münchner Team SSR Performance hat für die kommende Saison zwei Porsche 911.2 GT3 R in die Traditionsserie eingeschrieben. Die Entscheidung zum Engagement in der DTM ist auch eine Folge des starken Gaststarts von SSR Performance auf dem Nürburgring, dem allerersten Start eines Porsche in der DTM-Geschichte, bei dem Michael Ammermüller unter anderem mit einem Startplatz in der zweiten Reihe das Potenzial des 911-er aufzeigen konnte. Die Fahrer der beiden Porsche, die mit den Startnummern 92 und 94 antreten werden, wird SSR Performance zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.
Stefan Schlund, Geschäftsführer der SSR Performance GmbH, freut sich, ein fertiges Paket für die DTM-Saison 2022 präsentieren zu können: „Der Einstieg in die DTM ist für unsere junge Firma von hoher Bedeutung. Umso wichtiger war es für uns, ein schlagkräftiges Line-up mit zwei Fahrzeugen an den Start zu bekommen. Ich denke, die nächsten Wochen und Monate werden sehr spannend. Uns erwartet noch viel Arbeit bis zum Saisonstart in Portimão, jedoch mögen wir Herausforderungen.“
Bei der DTM-Organisation ITR freut man sich über die Einschreibung von SSR Performance: „Die Einschreibungen der Teams für die DTM 2022 entwickeln sich überaus erfreulich. Wir sind auf einem guten Weg, dass wir im kommenden Jahr eine noch spannendere Saison erleben werden“, erklärt ITR-Geschäftsführer Benedikt Böhme. „Porsche ist eine legendäre Sportwagen-Marke, SSR Performance glänzt bereits als junges Team mit bemerkenswerten Titeln – gemeinsam steigern sie den Wettbewerbs-Level der DTM und die Attraktivität für die Fans.“
Auch für SSR-Teammanager Mario Schuhbauer ist die Bekanntgabe des DTM-Engagement von SSR Performance, einem exklusiven Automobil-Unternehmen rund um Sportwagen und Oldtimer aller Marken mit Sitz in München, ein Meilenstein. „Für unser junges Unternehmen ist der Einstieg in die hochklassige DTM ein logischer Schritt, mit dem wir uns neuen Herausforderungen stellen und an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen möchten.“
Beim vielbeachteten Gaststart im August auf dem Nürburgring war Porsche neben Ferrari, Lamborghini, McLaren sowie Audi, BMW und Mercedes-AMG die siebte Marke im Starterfeld. So viele verschiedene Marken waren zuletzt in den Achtzigern in der DTM am Start gewesen. „Porsche in der DTM – was das bedeutet, haben wir schon beim Gaststart in der Eifel gespürt. Von Porsche geht eine große Faszination aus. Und SSR Performance hat sich in kürzester Zeit unter den stärksten GT-Teams etabliert. Das verdient großen Respekt und legt die Messlatte für die DTM 2022 für alle noch höher“, so Frederic Elsner, Director Event & Operations der ITR.
Mindestens acht Rennwochenenden mit jeweils zwei Rennen über 50 Minuten und eine Runde stehen im Kalender der DTM 2022. Erstmals findet der Saisonauftakt vom 29. April bis 1. Mai im portugiesischen Portimão statt. Weitere Stationen sind der DEKRA Lausitzring Turn 1, Imola in Italien, der Norisring in Nürnberg, der Nürburgring, Spa-Francorchamps in Belgien und der Red Bull Ring in Österreich, ehe vom 7. bis 9. Oktober der Hockenheimring Schauplatz des DTM-Finales 2022 ist. Eintrittskarten für die Rennen zur DM 2022 gibt es bereits im DTM-Ticket-Shop (tickets.dtm.com) und über die DTM-Ticket-Hotline (01806 991166), aktuell mit lukrativen Weihnachtspaketen.
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| Der Texaner Alex Papadopulos startet im Mercedes-AMG des belgischen Teams SRT in der DTM Trophy 2022 © SRT |
Ein belgisches Team und ein amerikanischer Fahrer mit griechischen Wurzeln – die DTM Trophy erhält internationalen Zuwachs. Das Selleslagh Racing Team, kurz SRT, aus Berlare, zwischen Antwerpen und Gent gelegen, steigt mit einem Mercedes-AMG in das Nachwuchsleistungszentrum der DTM-Plattform ein. Pilotiert wird der seriennahe GT-Sportwagen vom 22 Jahre alten US-Amerikaner Alexandre Papadopulos. Der Einsatz eines zweiten Mercedes-AMG ist in Planung.
„Wenn man sich als Fahrer weiterentwickeln will, muss man einfach nach Europa“, sagt der aus Houston im US-Bundesstaat Texas stammende Alex Papadopulos. „Wichtig ist für mich, allein ein Auto fahren zu können, ohne Kompromisse eingehen zu müssen. Daher ist die DTM Trophy die logische Option. Die DTM verfolge ich schon lange. Es ist wirklich cool, als Fahrer über die DTM Trophy auf diese Plattform einsteigen zu können.“ Papadopulos, der während der Saison in Griechenland, dem Geburtsland seines Vaters, leben will, ergänzt: „Alle Rennstrecken sind für mich neu. Unser Ziel ist, vor Saisonbeginn möglichst viel zu testen. Jedenfalls freue ich mich auf diese tolle Herausforderung.“ Papadopulos wechselte vom Clubsport in die IMSA Michelin Pilot Challenge, dem Unterbau der amerikanischen IMSA-Sportwagenmeisterschaft. 2021 bestritt der Texaner bereits erste GT-Rennen mit SRT in Europa.
Das Selleslagh Racing Team wurde schon Ende der Siebzigerjahren gegründet und startete zunächst im belgischen Breitensport. Nach einer zehnjährigen Pause kehrte SRT 1996 in die Belcar-Serie zurück, in der das Team 1997 den Titel einfuhr. Schließlich begann nach der Jahrtausendwende für das Team eine erfolgreiche Zeit im GT-Rennsport mit zwei Siegen beim 24-Stunden-Rennen von Zolder, einem weiteren Belcar-Titel und internationalen Einsätzen in der FIA GT1-Europa- und Weltmeisterschaft. Viele namhafte Fahrer gingen bereits für SRT an den Start, darunter der ehemalige Formel-1-Fahrer Mika Salo sowie die ehemaligen DTM-Piloten Jeroen Bleekemolen, Oliver Gavin und Marcel Fässler. Seit 2018 setzt SRT, das von Vater Patrick und Sohn Niels Selleslagh geleitet wird, auf Mercedes-AMG.
„Grundsätzlich gilt für uns, dass wir dort unsere Autos einsetzen, wo unsere Fahrer fahren wollen. Schließlich sind sie unsere Kunden. Bei Alex Papadopulos ist es so, dass er in der DTM Trophy fahren will, weil man sich in dieser Serie das Auto nicht mit einem anderen Fahrer teilen muss“, so Patrick Selleslagh. „Auch für uns als Team ist diese Serie sehr attraktiv. Ich habe seit Jahren einen sehr intensiven Kontakt zu Nico Verdonck, der ja in den vergangenen beiden Jahren auch erfolgreich in der DTM Trophy gefahren ist. Daher habe ich die Serie auch verfolgt. Unser Ziel ist es, neben dem Mercedes-AMG für Alex ein zweites Auto an den Start zu bringen, da der Einsatz von zwei Autos logistisch und wirtschaftlich mehr Sinn macht.“
„Die DTM Trophy geht 2022 erst in ihre dritte Saison und hat sich in kürzester Zeit als Serie, in der Top-Talente starkes Racing bieten, etabliert. Umso mehr freut es uns, dass unser Nachwuchsleistungszentrum auf der DTM-Plattform mehr und mehr internationale Beachtung findet“, betont Frederic Elsner, Director Event & Operations der DTM-Organisation ITR. „Das Selleslagh Racing Team aus Belgien bringt große Erfahrung aus dem GT-Rennsport mit, dazu ein junges, amerikanisches Talent mit griechischen Wurzeln und mit einem deutschen Rennwagen – das ist ein wirklich internationales und starkes Paket.“
Die DTM Trophy trägt 2022 sieben Rennwochenenden mit je zwei 30-minütigen Sprintrennen am Samstag und Sonntag aus. Auftakt zur DTM Trophy ist vom 20. bis 22. Mai 2022 auf dem DEKRA Lausitzring Turn 1.