Dienstag, 14. Dezember 2021

Team Allied-Racing steigt 2022 mit Porsche in die Deutsche GT-Meisterschaft ein

  •  Team setzt im ADAC GT Masters einen Porsche 911 GT3 R ein
  •  Erster Fahrer für das ADAC GT Masters steht bereits fest
  •  Rennstall startet weiterhin in ADAC GT4 Germany und dem Porsche Carrera Cup

Das Team Allied-Racing debütiert 2022 in der Deutschen GT-Meisterschaft
(Fahrzeug im Design der GT World Challenge)
Foto: ADAC-Motorsport

Ein weiterer Neuzugang in der Deutschen GT-Meisterschaft: Das Team Allied-Racing steigt 2022 in das ADAC GT Masters ein und wird einen Porsche 911 GT3 R einsetzen. Bisher sorgte Allied-Racing vor allem in der ADAC GT4 Germany für Aufsehen, in der die Oberbayern 2020 sowohl die Fahrer- als auch die Teamwertung gewannen. Neben der Deutschen GT-Meisterschaft wird sich Allied mit vier neuen Porsche 718 Cayman GT4 auch weiter in der ADAC GT4 Germany engagieren. Durch ein weiteres Programm im Porsche Carrera Cup Deutschland nutzt Allied Racing die attraktive Plattform des ADAC GT Masters in seiner ganzen Vielfalt und setzt in drei Serien insgesamt sieben Porsche-Rennfahrzeuge ein.

„In dieser Saison haben wir in der GT World Series ein Lehrjahr absolviert. Das ist abgeschlossen und nun wollen wir im ADAC GT Masters angreifen“, sagt Teamchef Jan Kasperlik (42/Huglfing). „Wir freuen uns auf diese neue Herausforderung und wollen gleich im ersten Jahr ganz vorne mitfahren.“

Als erster Fahrer für die Deutsche GT-Meisterschaft steht Nachwuchspilot Joel Sturm (20) fest. Der Pilot aus Brühl wird seit 2020 von Allied-Racing gefördert und gewann seitdem mit der Mannschaft Rennen in der ADAC GT4 Germany und der GT4 European Series. 2021 absolvierte Sturm zudem erste Einsätze im GT3-Porsche des Rennstalls. „Joel war für mich in diesem Jahr der wohl schnellste GT4-Pilot in Europa“, ist Kasperlik überzeugt. „Daher folgt jetzt der Aufstieg in das ADAC GT Masters, das für ihn als jungen deutschen Fahrer und seine Partner die ideale Rennserie ist. Wir wollen mit Joel um den Titel in der Pirelli-Junior-Wertung kämpfen.“

Sturm freut sich auf die neue Herausforderung: „Das ist der nächste Schritt in meiner Karriere. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich drauf. Ich bin den 911 GT3 R schon gefahren, das Auto hat deutlich mehr Abtrieb, stärkere Bremsen und natürlich mehr Leistung als der GT4-Cayman. Wir haben hochgesteckte Ziele und wollen mindestens in die Top 5 fahren. Dank der ADAC GT4 Germany bin ich sehr gut vorbereitet: Ich kenne schon alle Strecken und das harte Racing war eine sehr gute Schule für das ADAC GT Masters.“

Rennstall weiterhin in der ADAC GT4 Germany

Neben der Deutschen GT-Meisterschaft startet das Team Allied-Racing 2022 erneut in der ADAC GT4 Germany. Dort zählt der Rennstall zu den erfolgreichsten der vergangenen Jahre. 2020 gewann Kasperlik mit Nicolaj Møller Madsen (28/DK) die Fahrer-Wertung, im selben Jahr holte der Rennstall auch den Team-Titel. In der abgelaufenen Saison sicherte sich das Team mit Tom Kieffer (46) und Christian Kosch (44) die Trophy-Wertung. Die beiden Luxemburger treten auch in der kommenden Saison für das Team Allied-Racing an und pilotieren einen der vier neuen Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport, die die Mannschaft einsetzen will. Mit dem 16 Jahre alten Vincent Andronaco aus Hamburg steht ein dritter Fahrer für die ADAC GT4 Germany fest. Der ehemalige Meister im ADAC Kart Masters ist Mitglied der Allied Racing Junior Academy und wurde in diesem Jahr auf seinen GT4-Einstieg vorbereitet.

Mit dem Porsche Carrera Cup Deutschland engagieren sich die Süddeutschen zudem in einer dritten Rennserie auf der ADAC GT Masters-Plattform. Mit dem Dänen Bastian Buus (18) steht dort der erste Pilot der beiden Cup-Elfer ebenfalls schon fest.

Donnerstag, 9. Dezember 2021

Spektakulärer Neuzugang für die DTM 2022

 SSR Performance bestreitet mit zwei Porsche die komplette Saison

  •     Entscheidung für den DTM-Einstieg nach starkem Gastspiel am Nürburgring
  •     SSR-Teamchef Stefan Schlund: „Wir mögen Herausforderungen!“
  •     Startnummern 92 und 94 gehen an das Porsche-Team

Zwei Porsche mit #92 und #94: SSR Performance in der DTM 2022 © SSR

Porsche wird zum permanenten Starter in der DTM 2022! Das Münchner Team SSR Performance hat für die kommende Saison zwei Porsche 911.2 GT3 R in die Traditionsserie eingeschrieben. Die Entscheidung zum Engagement in der DTM ist auch eine Folge des starken Gaststarts von SSR Performance auf dem Nürburgring, dem allerersten Start eines Porsche in der DTM-Geschichte, bei dem Michael Ammermüller unter anderem mit einem Startplatz in der zweiten Reihe das Potenzial des 911-er aufzeigen konnte. Die Fahrer der beiden Porsche, die mit den Startnummern 92 und 94 antreten werden, wird SSR Performance zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.

Stefan Schlund, Geschäftsführer der SSR Performance GmbH, freut sich, ein fertiges Paket für die DTM-Saison 2022 präsentieren zu können: „Der Einstieg in die DTM ist für unsere junge Firma von hoher Bedeutung. Umso wichtiger war es für uns, ein schlagkräftiges Line-up mit zwei Fahrzeugen an den Start zu bekommen. Ich denke, die nächsten Wochen und Monate werden sehr spannend. Uns erwartet noch viel Arbeit bis zum Saisonstart in Portimão, jedoch mögen wir Herausforderungen.“

Bei der DTM-Organisation ITR freut man sich über die Einschreibung von SSR Performance: „Die Einschreibungen der Teams für die DTM 2022 entwickeln sich überaus erfreulich. Wir sind auf einem guten Weg, dass wir im kommenden Jahr eine noch spannendere Saison erleben werden“, erklärt ITR-Geschäftsführer Benedikt Böhme. „Porsche ist eine legendäre Sportwagen-Marke, SSR Performance glänzt bereits als junges Team mit bemerkenswerten Titeln – gemeinsam steigern sie den Wettbewerbs-Level der DTM und die Attraktivität für die Fans.“

Auch für SSR-Teammanager Mario Schuhbauer ist die Bekanntgabe des DTM-Engagement von SSR Performance, einem exklusiven Automobil-Unternehmen rund um Sportwagen und Oldtimer aller Marken mit Sitz in München, ein Meilenstein. „Für unser junges Unternehmen ist der Einstieg in die hochklassige DTM ein logischer Schritt, mit dem wir uns neuen Herausforderungen stellen und an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen möchten.“

Beim vielbeachteten Gaststart im August auf dem Nürburgring war Porsche neben Ferrari, Lamborghini, McLaren sowie Audi, BMW und Mercedes-AMG die siebte Marke im Starterfeld. So viele verschiedene Marken waren zuletzt in den Achtzigern in der DTM am Start gewesen. „Porsche in der DTM – was das bedeutet, haben wir schon beim Gaststart in der Eifel gespürt. Von Porsche geht eine große Faszination aus. Und SSR Performance hat sich in kürzester Zeit unter den stärksten GT-Teams etabliert. Das verdient großen Respekt und legt die Messlatte für die DTM 2022 für alle noch höher“, so Frederic Elsner, Director Event & Operations der ITR.

Mindestens acht Rennwochenenden mit jeweils zwei Rennen über 50 Minuten und eine Runde stehen im Kalender der DTM 2022. Erstmals findet der Saisonauftakt vom 29. April bis 1. Mai im portugiesischen Portimão statt. Weitere Stationen sind der DEKRA Lausitzring Turn 1, Imola in Italien, der Norisring in Nürnberg, der Nürburgring, Spa-Francorchamps in Belgien und der Red Bull Ring in Österreich, ehe vom 7. bis 9. Oktober der Hockenheimring Schauplatz des DTM-Finales 2022 ist. Eintrittskarten für die Rennen zur DM 2022 gibt es bereits im DTM-Ticket-Shop (tickets.dtm.com) und über die DTM-Ticket-Hotline (01806 991166), aktuell mit lukrativen Weihnachtspaketen.


Samstag, 4. Dezember 2021

Belgisches Mercedes-Team SRT steigt mit US-Amerikaner Alexandre Papadopulos in die DTM Trophy ein

  • Selleslagh Racing Team mit großer Erfahrung aus dem GT-Rennsport
  • Einsatz eines zweiten Mercedes-AMG in der Nachwuchsserie in Planung
  • ehemalige DTM-Fahrer wie Fässler, Gavin und Bleekemolen fuhren bereits für SRT
  • Papadopulos will keine Kompromisse: „Daher ist die DTM Trophy die logische Option.“

Der Texaner Alex Papadopulos startet im Mercedes-AMG des belgischen Teams SRT
in der DTM Trophy 2022 © SRT

Ein belgisches Team und ein amerikanischer Fahrer mit griechischen Wurzeln – die DTM Trophy erhält internationalen Zuwachs. Das Selleslagh Racing Team, kurz SRT, aus Berlare, zwischen Antwerpen und Gent gelegen, steigt mit einem Mercedes-AMG in das Nachwuchsleistungszentrum der DTM-Plattform ein. Pilotiert wird der seriennahe GT-Sportwagen vom 22 Jahre alten US-Amerikaner Alexandre Papadopulos. Der Einsatz eines zweiten Mercedes-AMG ist in Planung.

„Wenn man sich als Fahrer weiterentwickeln will, muss man einfach nach Europa“, sagt der aus Houston im US-Bundesstaat Texas stammende Alex Papadopulos. „Wichtig ist für mich, allein ein Auto fahren zu können, ohne Kompromisse eingehen zu müssen. Daher ist die DTM Trophy die logische Option. Die DTM verfolge ich schon lange. Es ist wirklich cool, als Fahrer über die DTM Trophy auf diese Plattform einsteigen zu können.“ Papadopulos, der während der Saison in Griechenland, dem Geburtsland seines Vaters, leben will, ergänzt: „Alle Rennstrecken sind für mich neu. Unser Ziel ist, vor Saisonbeginn möglichst viel zu testen. Jedenfalls freue ich mich auf diese tolle Herausforderung.“ Papadopulos wechselte vom Clubsport in die IMSA Michelin Pilot Challenge, dem Unterbau der amerikanischen IMSA-Sportwagenmeisterschaft. 2021 bestritt der Texaner bereits erste GT-Rennen mit SRT in Europa.

Das Selleslagh Racing Team wurde schon Ende der Siebzigerjahren gegründet und startete zunächst im belgischen Breitensport. Nach einer zehnjährigen Pause kehrte SRT 1996 in die Belcar-Serie zurück, in der das Team 1997 den Titel einfuhr. Schließlich begann nach der Jahrtausendwende für das Team eine erfolgreiche Zeit im GT-Rennsport mit zwei Siegen beim 24-Stunden-Rennen von Zolder, einem weiteren Belcar-Titel und internationalen Einsätzen in der FIA GT1-Europa- und Weltmeisterschaft. Viele namhafte Fahrer gingen bereits für SRT an den Start, darunter der ehemalige Formel-1-Fahrer Mika Salo sowie die ehemaligen DTM-Piloten Jeroen Bleekemolen, Oliver Gavin und Marcel Fässler. Seit 2018 setzt SRT, das von Vater Patrick und Sohn Niels Selleslagh geleitet wird, auf Mercedes-AMG.

„Grundsätzlich gilt für uns, dass wir dort unsere Autos einsetzen, wo unsere Fahrer fahren wollen. Schließlich sind sie unsere Kunden. Bei Alex Papadopulos ist es so, dass er in der DTM Trophy fahren will, weil man sich in dieser Serie das Auto nicht mit einem anderen Fahrer teilen muss“, so Patrick Selleslagh. „Auch für uns als Team ist diese Serie sehr attraktiv. Ich habe seit Jahren einen sehr intensiven Kontakt zu Nico Verdonck, der ja in den vergangenen beiden Jahren auch erfolgreich in der DTM Trophy gefahren ist. Daher habe ich die Serie auch verfolgt. Unser Ziel ist es, neben dem Mercedes-AMG für Alex ein zweites Auto an den Start zu bringen, da der Einsatz von zwei Autos logistisch und wirtschaftlich mehr Sinn macht.“

„Die DTM Trophy geht 2022 erst in ihre dritte Saison und hat sich in kürzester Zeit als Serie, in der Top-Talente starkes Racing bieten, etabliert. Umso mehr freut es uns, dass unser Nachwuchsleistungszentrum auf der DTM-Plattform mehr und mehr internationale Beachtung findet“, betont Frederic Elsner, Director Event & Operations der DTM-Organisation ITR. „Das Selleslagh Racing Team aus Belgien bringt große Erfahrung aus dem GT-Rennsport mit, dazu ein junges, amerikanisches Talent mit griechischen Wurzeln und mit einem deutschen Rennwagen – das ist ein wirklich internationales und starkes Paket.“

Die DTM Trophy trägt 2022 sieben Rennwochenenden mit je zwei 30-minütigen Sprintrennen am Samstag und Sonntag aus. Auftakt zur DTM Trophy ist vom 20. bis 22. Mai 2022 auf dem DEKRA Lausitzring Turn 1.


Freitag, 26. November 2021

Premiere in der DTM Trophy: Mücke Motorsport steigt mit zwei Mercedes-AMG ein

  •  Peter Mücke sieht DTM Trophy als idealen Aufstieg von Formel 4 in den GT-Sport
  •  DNA der DTM mit einem Fahrer je Auto: kompromisslose Entwicklung für junge Fahrer
  •  Sieben Rennwochenenden stehen 2022 im Kalender der Nachwuchsserie DTM Trophy

Peter Mücke, Teamchef Mücke Motorsport © Mücke Motorsport

Prominenter Zuwachs für die DTM Trophy: Mücke Motorsport wird in der Saison 2022 in der Nachwuchsserie auf der DTM-Plattform zwei Mercedes-AMG an den Start bringen. Mit den seriennahen GT-Sportwagen schlägt das Team um Peter Mücke, das für seine erfolgreiche Nachwuchsförderung bekannt ist, einen neuen Weg ein, um junge Talente aus der Formel 4 in den GT-Sport einzuführen und für den Aufstieg in die DTM vorzubereiten.

„Die DTM Trophy ist der ideale Einstieg in den GT-Rennsport“, sagt Teamchef Peter Mücke, der die Fahrerbesetzung zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben wird. „Dabei profitieren junge Fahrer vor allem von der DNA der DTM Trophy, nämlich einem Fahrer je Auto, wie in der DTM. Das ist ein sehr wichtiger Punkt, denn so kann sich ein Fahrer deutlich schneller und geradliniger entwickeln, ohne Kompromisse mit einem zweiten Fahrer eingehen zu müssen. Und als Team können wir uns auf einen Fahrer konzentrieren und besser auf seine Bedürfnisse reagieren.“ Für Peter Mücke, einst erfolgreicher Rennfahrer, bevor er 1998 Mücke Motorsport gründete, der aber auch mit 75 Jahren gerne noch gemeinsam mit seinem Sohn und ehemaligen DTM-Piloten Stefan in der DTM Classic antritt, ist mit Blick auf die Team-Philosophie klar: „Unser Engagement in der DTM Trophy werden wir auf DTM-Niveau betreiben.“

Sein in Berlin-Altglienicke ansässiges Team fuhr bereits von 2005 bis 2016 mit Mercedes in der DTM und kehrte in der vergangenen Saison in die Traditionsserie zurück. Auf dem Norisring erzielte Maximilian Buhk im Mücke-Mercedes mit innovativer Space-Drive-Technologie von Schaeffler-Paravan als Dritter die beste Saison-Platzierung. Dass Mücke auch in der DTM Trophy auf Mercedes-AMG setzt, ist demzufolge nur logisch.

Neben der DTM setzt Peter Mücke seit der Teamgründung auf die Nachwuchsförderung in diversen Formel-Klassen. Formel-1-Piloten wie Sebastian Vettel, Robert Kubica, Christian Klien, Markus Winkelhock und Sébastien Buemi waren mit Mücke erfolgreich. Aufgrund der enorm steigenden Kosten in den Formel-Rennserien sieht Peter Mücke die DTM Trophy als exzellente Alternative. „Die DTM Trophy ist eine vielversprechende Antwort auf die Frage vieler Fahrer, wo sie in Zukunft fahren sollen. Der Schritt in die DTM Trophy ist naheliegend, denn am Ende landen 90 Prozent der Formel-Fahrer ohnehin im GT-Rennsport. Die DTM Trophy ist auf der professionellen DTM-Plattform der perfekte Unterbau für den Aufstieg in hochkarätige GT-Meisterschaften wie die DTM. Und mit der Verpflichtung von Scot Elkins als neuem Renndirektor für die DTM und auch für die DTM Trophy ist die Nachwuchsserie auch sportlich perfekt aufgestellt.“

Als Director Event & Operations der DTM-Organisation ITR freut sich auch Frederic Elsner über den Zuwachs in der Nachwuchsserie: „Peter Mücke mit all seinen Erfolgen und Erfahrungen kennt die Wege und Ziele der Nachwuchsförderung wie kaum ein anderer. Dass er dabei künftig auf die DTM Trophy als Einstieg in den GT-Rennsport setzt, ist ein sehr gutes Signal und stärkt auch unsere Talent-Philosophie, mit der wir die DTM Trophy 2020 erfolgreich eingeführt haben.“

Die DTM Trophy startet 2022 in ihre dritte Saison. Auf der professionellen Bühne der DTM trägt die Nachwuchsserie sieben Rennwochenenden mit je zwei 30-minütigen Sprintrennen am Samstag und Sonntag aus. Auftakt zur DTM Trophy 2022 ist vom 20. bis 22. Mai auf dem DEKRA Lausitzring Turn 1. Nach Stationen im italienischen Imola, Norisring, Nürburgring, Spa-Francorchamps und Red Bull Ring findet vom 7. bis 9. Oktober das Finale auf dem Hockenheimring statt.


Scot Elkins wird neuer Renndirektor der DTM und DTM Trophy

  •     die DTM hört künftig auf das Kommando eines US-Amerikaners
  •     51-Jähriger aus Indianapolis ab kommender Saison in DTM und Formel E tätig
  •     International anerkannter Experte mit Erfahrung aus IMSA, Formel E und Formel 1

Neuer Renndirektor der DTM: Scot Elkins © DTM

Die Weltklassepiloten der DTM und Nachwuchspiloten der DTM Trophy hören künftig auf das Kommando von Scot Elkins. Der 51 Jahre alte US-Amerikaner, der unweit des legendären Indianapolis Motor Speedway aufgewachsen ist, übernimmt in der DTM-Saison 2022 die Funktion des Renndirektors. Elkins folgt damit auf Niels Wittich, der sich einer neuen Herausforderung stellen wird.

Elkins bringt viele Jahre Erfahrung im Motorsport mit, unter anderem als stellvertretender Renndirektor der Formel 1, der Formel 2 und der Formel 3. Aktuell ist er Renndirektor der ABB FIA Formula E World Championship, diese Tätigkeit wird er ab der Saison 2022 auch in der DTM ausüben. Der Amerikaner führt eine 15-köpfige Delegation des Automobilclub von Deutschland an. Der AvD fungiert auch im kommenden Jahr als Sportorganisator der DTM, DTM Trophy, DTM Classic und weiterer Rahmenrennserien der DTM-Plattform. Elkins selbst übernimmt die Verantwortung sowohl für die DTM als auch für das Nachwuchsleistungszentrum DTM Trophy. Bei Kalender-Überschneidungen mit der Formel E wird ihn Oliver Grodowski als Renndirektor vertreten, was nach aktuellem Stand bei den Rennen in Portimão (Portugal) sowie am Norisring nötig sein wird. Elkins und Grodowski vertreten eine gemeinsame Philosophie und sind bereits jetzt in enger Abstimmung. Als Stellvertreter steht Christian Vormann in beiden Rennserien zur Seite.

Scot Elkins: „Die DTM-Plattform bietet einzigartiges Racing mit nur einem Fahrer pro Auto und dem Start in DTM-Formation. Ich denke, ich bringe einen etwas anderen Ansatz durch meine Erfahrungen aus den USA mit, hoffe aber, dass sich dadurch nur wenig ändert und die Entscheidungen fair und konsistent bleiben. Für mich geht es im Rennsport vor allem um Menschen, deshalb freue ich mich darauf, im DTM-Umfeld neue Kollegen, Fahrer und Teams kennenzulernen.“

„Wir freuen uns sehr, mit Scot Elkins einen äußerst erfahrenen und auf internationalem Parkett anerkannten Renndirektor für die kommende Saison vorstellen zu können“, sagt Lutz Leif Linden, Generalsekretär des AvD. „Mit der ersten Saison in der DTM bin ich sehr zufrieden. Niels Wittich möchte ich herzlich für seinen Einsatz und die gute Zusammenarbeit danken. Seine hohe Kompetenz steht außer Frage und wir freuen uns, wenn sich unsere Wege wieder kreuzen. Stellvertretend für das Team des AvD wünsche ich Niels viel Erfolg für seine neuen, höchst spannenden Aufgaben bei der FIA.“

Elkins, der mit seiner Familie im kalifornischen Los Angeles lebt, bringt umfassende Fähigkeiten und Erfahrungen in den Bereichen operatives Management, strategische Planung und Team-Führung mit, die ihm als Renndirektor der DTM zugutekommen werden. „Scot Elkins strahlt eine unglaubliche Präsenz aus und zeigt enorm großes Engagement bereits bei der Vorbereitung der neuen Saison. Mit seiner ganzen Erfahrung wird er die DTM und die DTM Trophy bereichern und prägen. Davon sind wir überzeugt. Für die international wachsende Plattform ist Scot Elkins die richtige Neuverpflichtung. Und auch mit Blick in die Zukunft sind wir uns sicher, dass er mit all seiner Expertise im elektrifizierten Motorsport eine Bereicherung für die weitere Entwicklung der DTM Electric ist“, sagt Frederic Elsner, Director Event & Operations der DTM-Organisation ITR. Bereits in der vergangenen Woche hatte Scot Elkins bei der Überarbeitung des DTM- und DTM Trophy-Reglements für die Saison 2022 seine Expertise eingebracht.

„Man spürt, dass Scot Elkins für die DTM-Plattform regelrecht brennt. Sein Support ist schon jetzt bemerkenswert. Aufgrund des Zeitunterschieds fand unser Reglement-Workshop für ihn mitten in der Nacht statt, und trotzdem war er hellwach und mit vollem Elan beim Thema und beim Team,“ ergänzt Frederic Elsner. Scot Elkins wird auch bei den Testfahrten vom 4. bis 6. April in Hockenheim und am 26./27. April in Portimão vor Ort sein. Dort startet die DTM vom 29. April bis 1. Mai 2022 in ihre 35. Saison.