Sonntag, 14. November 2021

DTM-Meisterteam von Hubert Haupt startet das Projekt Titelverteidigung

  • Mercedes-AMG Team HRT mit mindestens zwei Fahrzeugen in der DTM 2022
  • DTM Young Driver Test: HRT testet vier Nachwuchsfahrer aus dem Formel-Sport
  • David Schumacher überzeugt bei ersten Testfahrten: „Schon an das Auto gewöhnt.“

Mit dem Mercedes-AMG Team HRT zum DTM-Champion 20221: Maximilian Götz (GER) © DTM

Start für das Projekt Titelverteidigung. Das Mercedes-AMG Team HRT, der Rennstall von DTM-Champion Maximilian Götz, hat sich als eines der ersten Teams für die DTM 2022 eingeschrieben. Mindestens zwei Mercedes-AMG will der am Nürburgring ansässige Rennstall des Münchners Hubert Haupt an den Start bringen. Während die Fahrerfrage vorerst noch offen bleibt, gab HRT am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche vier Nachwuchsfahrern die Gelegenheit, einen DTM Rennwagen zu testen, darunter auch David Schumacher, Sohn des ehemaligen Formel-1- und DTM-Piloten Ralf Schumacher.

Beim DTM-Young-Driver-Test von Mercedes-AMG auf dem Grand-Prix-Kurs Paul Ricard in Le Castellet in Südfrankreich steuerten neben David Schumacher, der in der abgelaufenen Saison der FIA-Formel-3-Meisterschaft seinen ersten Sieg einfuhr, auch die deutschen Formel-2-Piloten David Beckmann und Lirim Zendeli sowie der britische Formel-2-Fahrer Jake Hughes den Mercedes. „Es liegen zwei ereignisreiche und produktive Testtage hinter uns. Die vier Piloten haben uns generell sehr beeindruckt, und es ist schön zu sehen, dass es solche Talente gibt, die sich für unsere Programme interessieren“, stellte Ulrich Fritz, Geschäftsführer des Haupt Racing Teams, den vier jungen Fahrern ein gutes Zeugnis aus.

Auch David Schumacher war nach seinem Test im GT-Rennwagen der DTM zufrieden: „Ich habe sehr gute Eindrücke bekommen, wie sich das Auto anfühlt und verhält. Es hat richtig Spaß gemacht“, so der 20-Jährige. „Ich habe sehr viel gelernt, vor allem der Long-run hat sehr viel gebracht. Ich persönlich habe mich schon ein wenig an das Auto gewöhnt. Insgesamt bin ich sehr zufrieden.“

Das Haupt Racing Team war erst im Sommer 2020 von Unternehmer und Rennfahrer Hubert Haupt gegründet worden. „Aktuell bereiten wir uns sehr konzentriert auf den Saisonstart 2022 vor“, erklärt Ulrich Fritz. Bei der Fortsetzung des DTM-Programms in der Saison 2022 hat das Team die erfolgreiche Titelverteidigung fest im Visier.

In der DTM 2021 steuerten der Deutsche Maximilian Götz und Vincent Abril, der in der DTM unter monegassischer Lizenz antritt, die beiden Mercedes-AMG von HRT. Am Nürburgring und in Hockenheim feierte Teambesitzer Hubert Haupt mit einem dritten Auto ein Comeback in der DTM, nachdem er bereits 1991 und 1992 als Audi-Werksfahrer sowie 2001 mit Opel in der Traditionsserie am Start gewesen war. Während der 26-jährige Vincent Abril mit 34 Punkten die Saison als 14. beendete, erkämpfte „Maxi“ Götz drei Siege sowie sechs weitere Podiumsplatzierungen und insgesamt 230 Punkte. Bei seinem Heimspiel auf dem Norisring krönte sich der 35 Jahre alte Uffenheimer zum DTM-Champion 2021, und bescherte HRT damit den ersten großen Titelgewinn.


Freitag, 12. November 2021

Drei Titel in einer Saison: Erfolgsjahr für Montaplast by Land-Motorsport

  •  Rennstall gewinnt mit Ricardo Feller und Christopher Mies Fahrertitel
  •  Zweiter Teamtitel nach 2016
  •  Feller siegt auch in Pirelli-Junior-Wertung

Montaplast by Land-Motorsport gewinnt zum zweiten Mal nach 2016 die Teammeisterschaft
Foto: ADAC-Motorsport
 

Besser geht es nicht: Montaplast by Land-Motorsport ist das Erfolgsteam der Deutschen GT-Meisterschaft 2021 und schaffte wie 2016 das Triple. Der Rennstall gewann beim Saisonfinale auf dem Nürburgring nicht nur mit Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (32/Düsseldorf) den Fahrertitel, sondern auch die Team-Meisterschaft und mit Feller zudem die Pirelli-Junior-Wertung für Nachwuchsfahrer. „Es ist schwer, dieses Wochenende in Worte zu fassen“, sagte Teammanager Christian Land. „Ich bin unfassbar stolz auf die gesamte Crew. Wir waren ein eingeschworenes Team, das das ganze Jahr an einem Strang gezogen hat. Was uns heute zum zweiten Mal gelungen ist, ist unglaublich. Danke an alle Beteiligten, die das möglich gemacht haben.“

Gegründet wurde Land-Motorsport 1995 von Ex-Rennfahrer Wolfgang Land. Über viele Jahre machte sich das Team vor allem in Porsche-Markenpokalen und bei Einsätzen auf der Nürburgring-Nordschleife einen Namen. 2016 begann für Land eine neue Ära: Das Team startete seine Zusammenarbeit mit Audi und feierte einen sensationellen Einstieg in das ADAC GT Masters: Genau wie in dieser Saison gewann das Team drei Titel: Mit Christopher Mies und Connor De Phillippi den Fahrertitel sowie die Team- und die Junior-Wertung. Auch in den Folgejahren war Land eines der Topteams der Rennserie. So verpassten 2019 Sheldon und Kelvin van der Linde den Fahrertitel lediglich um einen Punkt. Auch international trat Land in dieser Zeit bei vielen Events an. So startete das Team von 2017 bis 2019 in der nordamerikanischen IMSA-Serie und holte dort unter anderem einen Klassensieg beim „Petit Le Mans“-Rennen. Audi belohnte die Leistungen mit werksunterstützten Einsätzen vor allem beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, wo Land 2017 den Gesamtsieg einfuhr. Nun legte das Team auch im ADAC GT Masters mit dem zweiten Dreifachtriumph noch einmal nach. Insgesamt drei Mal standen Land-Fahrer in dieser Saison in der Deutschen GT-Meisterschaft ganz oben auf dem Podium und holten zwei weitere Podestplätze.

Eine wichtige Rolle spielte bei Land im ADAC GT Masters von Anfang an die Förderung von jungen Talenten. Dies spiegelte sich auch im diesjährigen Aufgebot wider: Neben dem Fahrzeug für Mies und Feller setzte Land noch ein weiteren Audi R8 LMS ein. Auch hier bestand das Fahrerduo aus einem Nachwuchstalent und einem erfahrenen Audi-Sport-Fahrer. Pilotiert wurde er von ADAC GT4-Aufsteiger Luca-Sandro Trefz (19/Wüstenrot) und Ex-Meister Christopher Haase (34/Kulmbach). „Wir wollen junge und schnelle Fahrer fördern, das ist bei uns schon immer ein wichtiger Faktor“, sagt Christian Land. „Ich denke, dass wir da einen ganz guten Job machen. Dabei ist uns wichtig, dass sie bei einem Auto auch technische Funktionsweisen verstehen. Denn wenn sie nach oben wollen, müssen sie das wissen.“ Feller ist nach Connor De Phillippi (2016), Sheldon van der Linde (2018) und Max Hofer (2019) bereits der vierte Land-Pilot, der die Pirelli-Junior-Wertung gewinnt.

Rund 25 Mitarbeiter sind an den ADAC GT Masters-Wochenenden für den Rennstall aus Niederdreisbach im Westerwald im Einsatz. Für Christian Land spielt dabei der Teamgedanke eine entscheidende Rolle: „Wir wollen professionell arbeiten, aber trotzdem darf Menschlichkeit und das Familiäre nicht fehlen. Jeder, der im Team ist, muss sich auf die Rennstrecke und die Kollegen freuen. Und das merkte man in diesem Jahr extrem. Jeder schätzt jeden, jeder springt für den anderen ein, wenn er Hilfe braucht. Das ist wirklich toll mit anzusehen und das gibt es im Fahrerlager selten.“

Teamchef Wolfgang Land lobte nach dem Titelgewinn: „Dieser Erfolg unterstreicht die unglaubliche Mannschaftsleistung. „Jeder einzelne unserer Crew – vom Catering-Personal über unsere Mechaniker und Ingenieure bis hin zu unseren Partnern – hat einen großen Anteil daran. Dafür möchte ich meinen tiefsten Dank aussprechen.“

Donnerstag, 11. November 2021

Michael Schrey/Gabriele Piana neue Meister

 Aston Martin triumphiert auch am Sonntag

  •     Hugo Sasse und Mike David Ortmann mit Doppelsieg auf dem Nürburgring
  •     Michael Schrey/Gabriele Piana sichern sich mit Platz 20 den Titel
  •     Zakspeed gewinnt die Team-Meisterschaft

Meisterduo Gabriele Piana  (l.) und Michael Schrey
Foto: ADAC-Motorsport


Reifenpoker um den Titel und packende Duelle um den Rennsieg: Das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring bot allerbesten Sport und eine spannende Titelentscheidung. Michael Schrey (38/Wallenhorst) und Gabriele Piana (35/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) kamen im BMW M4 GT4 auf Platz 20 ins Ziel, konnten sich jedoch über den Titel in der Fahrer-Meisterschaft freuen. „Das ist der größte Triumph in meiner Karriere. Michael und ich haben die ganze Saison wirklich hart gearbeitet. Mich freut es vor allem für unser Team Hofor Racing by Bonk Motorsport. Auch sie haben diesen Titel verdient“, jubelte Piana bei der Meisterfeier. Der Sieg im letzten Rennen ging wie bereits am Samstag an Hugo Sasse (17/Aschersleben) und Mike David Ortmann (22/Ahrensfelde, beide Prosport Racing) im Aston Martin Vantage GT4. Rang zwei ging an das Porsche 718 Cayman-Duo Nicolaj Møller Madsen (28/DNK) und Lukas Schreier (26/Leipzig, beide W&S Motorsport) vor deren Markenkollegen Joel Sturm (19/Brühl) und Paul-Aurel König (17/Hameln, beide Team Allied-Racing).

Das Rennen begann turbulent. Der von Pole-Position gestartete Jan Philipp Springob (20/Köln, T3 Motorsport) behauptete im Audi R8 LMS GT4 nach dem Start zunächst die Führung. Eine überzeugende erste Runde lieferte Michael Schrey im BMW. Von Startplatz 14 fuhr er bis auf die sechste Position nach vorne. Dann wurde eine Safety-Car-Phase ausgerufen, um den Mercedes-AMG GT4 von Robin Falkenbach (19/Niederkassel, Leipert Motorsport) zu bergen. Nach dem Restart gab es im Vorderfeld zahlreiche Positionswechsel. Einige Fahrzeuge, wie Pole-Setter Springob, Schrey und auch der in der Tabelle zweitplatzierte Théo Nouet (19/FRA, Team Zakspeed) im Mercedes-AMG hatten auf Regenreifen gesetzt, was sich im Nachhinein bei abtrocknender Strecke jedoch als Fehlentscheidung herausstellte.

Springob fiel dadurch bis auf Position 17 zurück, die Titelkontrahenten Schrey und Nouet wurden auf den Regen-Pneus bis auf die Positionen 21 und 22 durchgereicht und wurden sogar von der Spitze überrundet. Jan Marschalkowski (18/Inning), der beim Boxenstopp von Nouet übernommen hatte und Pianas Teamkollege Michael Schrey wechselten schließlich noch auf Slicks, kamen aber nicht mehr über die Plätze 19 und 20 hinaus. So konnten die Verfolger Marschalkowski/Nouet das BMW-Duo Piana/Schrey, die seit dem Saisonstart an der Tabellenspitze lagen, in der Punktewertung nicht mehr abfangen. Nouet durfte sich dennoch freuen, da er den Titel in der Junior-Wertung sicherstellte. Zakspeed gewann die Team-Wertung.

Dank der richtigen Reifenwahl übernahm der von Platz zwei gestartete Vorjahreschampion Møller Madsen im Porsche die Führung von Polesetter Springob. Ihm folgte Ortmann im Aston Martin dicht auf den Fersen, der fiel aber kurz vor dem Fahrerwechsel hinter Porsche-Pilot Sturm auf Platz drei zurück. „Ich habe versucht, vorne mitzufahren, was mir gelungen ist. Zum Ende meines Stints wollte ich für Hugo noch ein wenig die Reifen schonen, damit er später nochmals angreifen kann. Das hat super geklappt“, beschrieb Ortmann seine erste Rennhälfte.

Lukas Schreier übernahm beim Fahrerwechsel den führenden Porsche von Møller Madsen, musste dann aber die Spitze an den Porsche von Sturm und König abgeben, die mit einem gut getimten Boxenstopp die Spitze eroberten. Die letzten zehn Rennminuten waren geprägt von einem spektakulären Dreikampf zwischen König, Schreier und Hugo Sasse. Sasse setzte sich mit gekonnten Überholmanövern an die Spitze und fuhr zum Sieg mit letztendlich 1,634 Sekunden Vorsprung. Auch Schreier überflügelte König noch und schnappte sich den zweiten Platz. „Ich habe frühzeitig gemerkt, dass wir im zweiten Stint eine super Pace hatten. Mike hat perfekt die Reifen für mich geschont. Das war am Ende der Schlüssel zum Erfolg. Ich konnte meine Kontrahenten ein- und überholen und so haben wir den Sieg gefeiert“, so Sasse, der auch die Junior-Wertung für sich entschied.

Platz vier ging an Moritz Wiskirchen (19/Euskirchen) und Phil Hill (19/Mülheim an der Ruhr, beide Team Allied-Racing) in einem weiteren Porsche vor Andreas Wirth (36/Waghäusel) und Phil Dörr (20/Butzbach, beide Dörr Motorsport). Die Aston Martin-Teamkollegen Ben Dörr (16/Butzbach) und Nico Hantke (17/Hürth, beide Dörr Motorsport) belegten Platz sechs vor den Porsche-Paarungen Pavel Lefterov (23/BUL) und Stefan Bostandjiev (17/BUL, beide Overdrive Racing) sowie Jacob Riegel (17/Hünxe) und Dennis Richter (26/Essen, beide Team Speed Monkeys). Christopher Rink (33/Frankfurt) und Philipp Stahlschmidt (28/München, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW sowie Lorenz Stegmann (18/Faid) und Robert Heger (27/Essen, beide Van Berghe) im Porsche komplettierten die Top Zehn. Mit Platz zwölf gewannen Tom Kieffer (46/LUX) und Christian Kosch (44/LUX, beide Team Allied-Racing) in einem weiteren Porsche die Trophy-Wertung und sicherten sich auch den Trophy-Titel nach dem siebten Sieg in Folge.

Stimmen der Meister:

Gabriele Piana – Meister der ADAC GT4 Germany 2021: 

„Uns war klar, dass Slicks die richtige Entscheidung gewesen wären. Aber wir wollten dasselbe machen wie der Zakspeed-Mercedes-AMG und auf Nummer sicher gehen. Nach rund zehn Minuten im Rennen war die Meisterschaft entschieden. Wir wurden vor dem Boxenstopp sogar beide überrundet. Jetzt ist die Freude natürlich unbeschreiblich. Nach zwei zweiten Plätzen 2019 und 2020 jetzt endlich den Titel in der ADAC GT4 Germany zu holen, ist grandios.“

Michael Schrey – Meister der ADAC GT4 Germany 2021: 

„Die Reifenwahl war die beste Fehlentscheidung meines Lebens. Wir haben sie getroffen, weil Théo Nouet sie auch getroffen hatte. Letztendlich haben wir uns um Platz 20 duelliert. Da war das Rennen und die Titelentscheidung gelaufen. Ich bin von den Emotionen noch immer überwältigt. In den ersten Minuten konnte ich mich noch gar nicht freuen, da so viel von mir abgefallen ist. Jetzt sind wir einfach nur noch glücklich.“

Montag, 8. November 2021

Aufregender Saisonabschluss für Mercedes-AMG Motorsport beim ADAC GT Masters auf dem Nürburgring

Foto: Jens Hawrda

Maro Engel und Luca Stolz (beide GER) haben sich beim Saisonfinale des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring Platz drei in der Fahrerwertung der hart umkämpften Rennserie gesichert. Gleichzeitig fuhren die beiden Piloten Platz vier in der Teamwertung für das Mercedes-AMG Team Toksport WRT ein. Ihre Markenkollegen Maximilian Buhk (GER) und Raffaele Marciello (ITA) beendeten die Saison auf Platz vier in der Fahrerwertung – gleichbedeutend mit Position fünf für das MANN-FILTER Team LANDGRAF - HTP/WWR. Jules Gounon (FRA) und Igor Walilko (POL) erreichten sowohl im Fahrer- als auch im Teamklassement Gesamtposition sechs, Walilko durfte zudem Platz drei in der Junior-Wertung feiern. Am Ende einer spannenden Saison stehen für die Mercedes-AMG Motorsport Kundenteams insgesamt drei Gesamtsiege und neun weitere Podiumserfolge zu Buche.

  •     Rennen 1: P4 für Mercedes-AMG Team Toksport WRT #22, 
  •     P5 für MANN-FILTER Team LANDGRAF - HTP/WWR #70
  •     Rennen 2: P6 für Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing #13
  •     Platz drei in der Fahrerwertung für Maro Engel und Luca Stolz
  •     GT4 Germany: Teamtitel für Team Zakspeed, Junior-Meisterschaft für Theo Nouet


Am Sonntagmorgen hüllte typisches Eifelwetter die Kurzanbindung der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings in dichten Nebel, sodass das Qualifying für das entscheidende Rennen der GT-Masters-Saison um knapp zwei Stunden verschoben werden musste. Zudem wurde die Session von 20 auf 30 Minuten verlängert. So hatten die Teams die Möglichkeit, sich auf die schwierigen Streckenbedingungen einzustellen. Maro Engel sicherte dem Mercedes-AMG Team Toksport WRT #22 Startposition sieben für das Rennen, Maximilian Buhk stellte die #70 vom MANN-FILTER Team LANDGRAF - HTP/WWR auf P17. Jules Gounon beendete das Qualifying für das Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing #13 auf P21, das Schwesterfahrzeug mit der Nummer 20 ging von P25 ins Rennen.

Wie so oft in der aktuellen Saison begann auch das zweite und entscheidende Rennen des finalen GT-Masters-Wochenendes auf dem Nürburgring turbulent: Mehrere Konkurrenten kollidierten direkt nach dem Start miteinander, sodass das Rennen bereits in der zweiten Runde unterbrochen werden musste und erst nach einer längeren Pause fortgesetzt werden konnte. Die Mercedes-AMG GT3 im Feld konnten jedoch von der unübersichtlichen Situation profitieren: Startfahrer Maro Engel in der #22 vom Mercedes-AMG Team Toksport WRT machte fünf Plätze gut und setzte das Rennen von P3 aus fort. Maximilian Buhk (#70) fuhr von P18 auf P10, Jules Gounon (#13) überholte in der Startphase sogar 13 Konkurrenten und reihte sich auf P9 ein. Auch Constantin Schöll im Zakspeed-Schwesterfahrzeug mit der #20 verbesserte sich um sechs Plätze auf P19.

Aufgrund der einsetzenden Dämmerung wurde die Renndauer um 15 Minuten verkürzt, bevor das Rennen mit fliegendem Start fortgesetzt wurde. Kurz nach Wiederbeginn eroberte Engel P2, erhielt dann allerdings eine Durchfahrtsstrafe: Die Rennleitung hatte ihn als Verantwortlichen für eine weitere Kollision ausgemacht. Damit waren die Titelträume vom Mercedes-AMG Team Toksport WRT beendet, im späteren Verlauf des Rennens stellte die Mannschaft aus Quiddelbach ihr Fahrzeug in der Box ab.

Bestplatzierter Mercedes-AMG GT3 war nun das Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing #13: Startfahrer Jules Gounon übergab auf P5 liegend sein Fahrzeug an Igor Walilko. Raffaele Marciello übernahm die #70 von Maximilian Buhk auf P10 und verlor keine Zeit, weiter nach vorne zu fahren. Wenige Runden später hatte der Italiener sechs Plätze gutgemacht und sich damit vor seinem Markenkollegen Walilko eingereiht, der auf P7 zurückfiel. Einige Minuten vor Rennende kam es allerdings zu einer Berührung zwischen Marciello und einem Konkurrenten. Dabei wurde sein Mercedes-AMG GT3 #70 so beschädig, das er seine fulminante Fahrt nicht fortführen könnte. Igor Walilko überquerte nach einem starken Stint als Sechster die Ziellinie, die #20 kam auf P18 ins Ziel.

Rennen 1: Platz vier und fünf für Mercedes-AMG Motorsport

Im Qualifying am Samstagmorgen hatte Luca Stolz die Pole Position für das erste Rennen des Wochenendes nur knapp verpasst: Mit weniger als einer Zehntelsekunde Rückstand auf den Zeitschnellsten platzierte er seinen Mercedes-AMG GT3 #22 auf Startplatz zwei. Raffaele Marciello gelang in seiner #70 die fünftbeste Runde, die beiden Zakspeed-Fahrzeuge landeten auf Position 16 (#13) und 19 (#20).

Nach zwei Einführungsrunden auf der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings kam es bereits in der ersten Kurve nach dem Start des Rennens zu – für einige Konkurrenten – folgenschweren Kontakten im Fahrerfeld. Luca Stolz, Startfahrer des Mercedes-AMG GT3 vom Mercedes-AMG Team Toksport WRT #22, konnte seine gute Ausgangsposition jedoch verteidigen, Raffaele Marciello (#70) machte sogar einen Platz gut. Gegensätzlich verlief die Startphase für die beiden Zakspeed-Fahrzeuge: Während Hendrik Still (#20) sich um ganze zehn Positionen verbessern konnte und sich auf P9 einreihte, fiel Igor Walilko in der #13 auf P23 zurück.

Anschließend beruhigte sich das Renngeschehen etwas, dennoch kam es immer wieder zu ausgedehnten und hart umkämpften Duellen zwischen einzelnen Fahrzeugen. So lieferte sich Stolz einen packenden Zweikampf mit einem Konkurrenten um Platz zwei, den er dank fehlerfreier Leistung behaupten konnte. Dies änderte sich kurz nach der Öffnung des Boxenfensters nach 25 Rennminuten: Stolz wurde während seiner In-Lap von einem Konkurrenten, der seinen Stopp bereits absolviert hatte, touchiert und verlor wertvolle Sekunden. Dadurch gelang es zwei Fahrzeugen, sich vor den Mercedes-AMG GT3 #22 zu setzen, während Stolz an seinen Teamkollegen Maro Engel übergab.

In der zweiten Rennhälfte setzten Engel und der direkt hinter ihm fahrende Maximilian Buhk, Schlussfahrer vom MANN-FILTER Team LANDGRAF - HTP/WWR #70, alles daran, auf die Führenden aufzuschließen. Nach 41 Rennrunden mussten sich die beiden Piloten nach starker Leistung jedoch mit P4 und P5 zufriedengeben. In der Mitte des Feldes verteidigte Constantin Schöll, der die #20 vom Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing von Hendrik Still übernommen hatte, seine neunte Position lange Zeit erfolgreich gegen gleich mehrere Konkurrenten, die ihn stark unter Druck setzten. Als Schöll schließlich ein kleiner Fahrfehler unterlief, fand er sich auf P15 wieder. Währenddessen gelang es Jules Gounon, Schlussfahrer des Zakspeed-Schwesterfahrzeuges mit der #13, einige Positionen nach vorne zu fahren: Er beendete das Rennen auf P19.

Erfolgreiche Saison der Mercedes-AMG Motorsport Teams

Das ADAC GT Masters hatte mit einem Gesamtsieg für das MANN-FILTER Team LANDGRAF - HTP/WWR #70 in der Motorsport Arena Oschersleben im ersten Saisonrennen vielversprechend begonnen. Die nächsten beiden Podiumsplatzierungen für Mercedes-AMG Motorsport gab es mit zwei zweiten Plätzen auf dem Circuit Zandvoort am dritten Rennwochenende. Richtig in Fahrt kamen die Mercedes-AMG GT3 schließlich auf dem DEKRA Lausitzring, der vierten Station im Kalender der Serie : In einem aufregenden Rennen fuhren das Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing #13, die #22 vom Mercedes-AMG Team Toksport WRT und das MANN-FILTER Team LANDGRAF - HTP/WWR #70 einen Dreifachsieg für die Performance-und Sportwagenmarke aus Affalterbach heraus. Insgesamt holten die Kundenteams an sieben Rennwochenenden drei Gesamtsiege sowie neun weitere Podiumsplatzierungen.

GT4 Germany: Doppelter Meisterschaftserfolg für Team Zakspeed

Auch in der GT4 Germany, die im Rahmenprogramm des ADAC GT Masters ihr letztes Rennwochenende absolvierte, sind die letzten Entscheidungen gefallen: Das Team Zakspeed, das die Saison mit zwei Mercedes-AMG GT4 bestritt, krönte sich auf dem Nürburgring zum Meister in der Teamwertung. Theo Nouet (FRA) sicherte sich zudem den Junior-Titel und beendete die Saison zusammen mit seinem Teamkollegen Jan Marschalkowski (GER) auf P2 des Fahrerklassements.

Ricardo Feller und Christopher Mies sind die Deutschen GT-Meister 2021

  •  Porsche-Duo Ammermüller/Jaminet gewinnt Finalrennen
  •  Fahrer- und Teamtitel für Montaplast by Land-Motorsport
  •  Ricardo Feller siegt auch in Pirelli-Junior-Wertung
  •  Audi-Fahrer Florian Spengler gewinnt Pirelli-Trophy-Wertung

Ricardo Feller und Christopher Mies gewinnen die Deutsche GT-Meisterschaft
Foto: ADAC-Motorsport

Großes Finale, viel Drama und eine Zitterpartie zum Titel, doch am Ende hat es gereicht: Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (32/Düsseldorf, beide Montaplast by Land-Motorsport) sicherten sich im Finalrennen auf dem Nürburgring die Deutsche GT-Meisterschaft. Titelverteidiger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster) und Porsche-Werkspilot Mathieu Jaminet (27/F, beide SSR Performance) holten im letzten Rennen das Maximum heraus und fuhren zum vierten Saisonsieg, doch am Ende reichte Platz zehn für Feller und Mies, um den Titel mit knappen vier Punkten Vorsprung zu gewinnen. Für Mies war es der zweite Meistertitel nach 2016, für Feller der erste überhaupt. Platz zwei ging an Marco Holzer (33/Bobingen) und Joel Eriksson (23/S, beide Küs Team Bernhard) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R vor den Lamborghini-Piloten Rolf Ineichen (43/CH) und Franck Perera (37/F, beide GRT Grasser Racing Team). „Es ist ein Megagefühl, dass es geklappt hat“, so der Champion Christopher Mies. „Das Rennen war reiner Nervenkitzel. Es war von Anfang an brutal eng, aber es hat am Ende gereicht. Es war sehr emotional heute.“

Keyfacts, Nürburgring, Nürburg, Saisonrennen 14 von 14

Streckenlänge: 3,629 Meter
Wetter: 7 Grad, bewölkt
Pole-Position: Klaus Bachler (Precote Herberth Motorsport, Porsche 911 GT3 R), 1.35,470
Sieger: Mathieu Jaminet/Michael Ammermüller (SSR Performance, Porsche 911 GT3 R)
Schnellste Rennrunde: Mathieu Jaminet/Michael Ammermüller

Spannung im Titeldreikampf

Feller und Mies gingen mit einem soliden Punktepolster in das Finalrennen, doch das schmolz schnell dahin. Denn während das Audi-Duo im hart umkämpften Mittelfeld nur magere Punkte erwarten konnte, eroberten ihre Titelrivalen nacheinander die Führung im Rennen. Zuerst schnappten sich die vor dem Rennen auf Gesamtplatz zwei liegenden Luca Stolz (26/Brachbach, Mercedes-AMG Team Toksport WRT) Platz eins. Doch von der Führung bis zum Platzen der Titelträume war der Weg nur kurz: Engel bekam eine Durchfahrtsstrafe nach einer Kollision in der Startrunde auferlegt, die Strafe warf das Mercedes-AMG-Duo aus den Punkterängen und der Meisterschaftsentscheidung. Dank einer geschickten Strategie mit einem frühen Boxenstopp übernahmen anschließend Ammermüller und Jaminet die Führung und dominierten das Rennen auf dem Weg zu ihrem vierten Saisonsieg. Mies und Feller kamen nach zahlreichen Kämpfen im Verfolgerfeld, nachdem sie zwischenzeitlich sogar aus den Top Ten gefallen waren, schließlich als Zehnte ins Ziel – was zum Titelgewinn reichte. Dank dieser Platzierung holten sie nicht nur den Titel in der Fahrer-Wertung, sondern sicherten ihrem Rennstall Montaplast by Land-Motorsport auch die zweite Teammeisterschaft nach 2016. Feller gewann außerdem die Pirelli-Junior-Wertung für Nachwuchsfahrer.

Porsche holt Doppelsieg

Auch hinter den Siegern Jaminet und Ammermüller zeigte das ADAC GT Masters im letzten Saisonrennen nochmals besten Sport. Marco Holzer und Joel Eriksson setzten sich im Kampf um Platz zwei durch und kamen mit nur 0,3 Sekunden Vorsprung vor den Lamborghini-Fahrern Ineichen und Perera ins Ziel. Vierte wurden ihre Teamkollegen Mirko Bortolotti (31/I) und Marco Mapelli (34/I, beide GRT Grasser Racing Team). Jusuf Owega (19/Köln) und Patric Niederhauser (30/CH) holten beim Heimrennen ihres Teams Phoenix Racing Platz fünf vor dem Mercedes-AMG von Igor Waliłko (24/PL) und Jules Gounon (26/F, beide Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing), die von Startplatz 21 eine starke Aufholjagd zeigten.

Klaus Bachler (30/A) und Simona De Silvestro (33/CH, beide Precote Herberth Motorsport) mussten sich nach der Pole-Position und anfänglicher Führung des Österreichers mit Rang sieben begnügen. Achte wurden im Abschiedsrennen des BMW M6 GT3 die Werksfahrer Jesse Krohn (31/FIN) und Nick Yelloly (30/GB, beide Schubert Motorsport) vor den Lamborghini-Junioren Maximilian Paul (21/Dresden) und Luca Ghiotto (26/I, beide T3 Motorsport), die knapp vor den neuen Meistern Neunte wurden.

In der Pirelli-Trophy-Wertung sicherte sich erstmals Audi-Pilot Florian Spengler (33/Ellwangen, Car Collection Motorsport) den Titel. Dem Schwaben reichte im Rennen der zweite Klassenrang zur endgültigen Meisterschaftsentscheidung.

Stimmen der Meister

Ricardo Feller: 

„Es fühlt sich gerade alles ziemlich perfekt an, ich habe schon vor einigen Jahren in der ADAC Formel 4 immer von diesem Moment geträumt. Heute den Fahrer-, Team- und Juniortitel zu holen ist einfach unfassbar. Im Rennen heute musste ich mich gegen meine Natur zurücknehmen, der Kampf um den Juniortitel wurde uns aber auch nicht geschenkt. Das Duell gegen Kim am Ende war hart, aber fair und hat natürlich Spaß gemacht. Das ist wirklich ein grandioser Tag.“

Christopher Mies:

„Das war ein sehr emotionales Rennen, wir haben uns das Leben noch mal selber schwer gemacht und ich bin froh, dass es am Ende alles geklappt hat. Heute Abend wird auf jeden Fall gefeiert! Es fühlt sich gut an, dass wir gewonnen haben. Ich bin unheimlich froh, mit Land-Motorsport meinen zweiten Titel eingefahren zu haben und bewundere auch die Entwicklung von Ricardo in den letzten Jahren. Das ist heute ein ganz besonderer Moment für mich.“

Stimmen der Rennsieger

Mathieu Jaminet: 

„Das Ziel im Rennen war klar, wir haben versucht, so hart zu pushen, wie wir können. Mit Michael haben wir dann einen Undercut versucht, da wir im Verkehr steckten. Das hat geklappt. Wir hatten heute eine gute Pace und ein gutes Auto und sind so zum Sieg gefahren. Auch wenn es nicht ganz für den Meistertitel gereicht hat, sind wir insgesamt sehr glücklich. Land-Motorsport hat diese Saison den Titel verdient, sie haben wirklich wenige Fehler gemacht.“

Michael Ammermüller: 

„Es war sehr kühl und damit schwierig, die Reifen auf Temperatur zu bekommen. Ich hatte Angst, dass mich in Turn 1 jemand von hinten abräumt. Ich bin aber zum Glück sehr gut durchgekommen und habe dann sehr stark gepusht, um den Rennsieg zu holen. Im Titelkampf haben wir bis zum Schluss mitgefiebert, denn es ist ja noch mal ganz knapp geworden. Wir freuen uns aber natürlich auch über den Vizetitel.“