Freitag, 23. Juli 2021

DTM donnert am Lausitzring mit 250km/h durch die Mutkurve

  • Turn 1: echte Herausforderung für Fahrer, atemberaubendes Highlight für Fans
  • DTM 2021: zweites Rennwochenende, erstmals in Deutschland, erstmals mit Zuschauern
  • Nach spektakulärem Auftakt in Monza: Audi-Pilot Kelvin van der Linde als Spitzenreiter
  • Heimspiel für zwei DTM-Teams: Mücke Motorsport aus Berlin, T3 Motorsport aus Dresden
  • Live aus der Lausitz: weltweit in über 60 Ländern, SAT.1 im deutschsprachigen Raum

Zweikampf: M.Wittmann (GER, BMW, Walkenhorst M.) und P.Ellis (SUI, Mercedes-AMG, Team WINWARD)
 © DTM

Vollgas oder leicht lupfen? Die 300 Meter lange und überhöhte erste Kurve am DEKRA Lausitzring stellt Fahrerinnen und Fahrer der DTM 2021 hart auf die Probe, nein, auf die Mutprobe! Wenn die DTM-Rennwagen von Audi, BMW, Mercedes-AMG sowie Ferrari und Lamborghini am zweiten Rennwochenende (23. bis 25. Juli) in Zweier-Formation Rad an Rad in die beiden Rennen starten, werden die 19 Weltklassepiloten mit etwa Tempo 250 durch die erste Kurve donnern, den sogenannten Turn 1 des Triovals in der Lausitz. Was für die Fahrer eine echte Herausforderung ist, wird für die Zuschauer zum atemberaubenden Highlight. Zum ersten Mal seit dem letztjährigen Gastspiel auf dem Nürburgring kann die DTM wieder Fans auf den Tribünen begrüßen. Entsprechend groß ist die Begeisterung bei den Fahrern, den Teams und den Organisatoren der ITR. Tickets gibt es unter Berücksichtigung eines Hygieneschutzkonzeptes im Vorverkauf unter tickets.DTM.com und der DTM-Ticket-Hotline 01806 991166. Eine Tageskasse am Lausitzring gibt es nicht.

Der heiße Ritt durch die Mutkurve, die neue Variante wurde am Dienstag vom Automobil-Weltverband FIA final genehmigt, dazu die Rückkehr der Fans an die Strecke, nah dran am Geschehen – nach dem spektakulären Auftakt im italienischen Monza könnten die Voraussetzungen für eine ebenso spektakuläre Deutschland-Premiere der DTM besser kaum sein, inklusive der hochsommerlichen Wettervorhersage mit Temperaturen knapp an der 30-Grad-Marke.

Erstmals wird die Traditionsrennserie mit GT-Rennwagen ausgetragen, die auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Monza ein wahres Feuerwerk abbrannten. Heiße Duelle in der Hitze Italiens waren in beiden Rennen an der Tagesordnung, nicht nur um den Sieg, sondern um jeden Meisterschaftspunkt wurde erbittert gekämpft. Fesselnde, rundenlange Positionskämpfe und sensationelle Überholmanöver waren die Folge. Im ersten Saisonrennen am Samstag sorgte der erst 19-jährige Neuseeländer Liam Lawson im Red Bull Ferrari für die erste große Überraschung. Er siegte vor den beiden Mercedes-AMG des Monegassen Vincent Abril und des Deutschen Maximilian Götz (beide Team HRT). Am Sonntag schlug dann Audi zurück, der Südafrikaner Kelvin van der Linde (ABT Sportsline) bejubelte seinen ersten DTM-Sieg. Audi-Markenkollege und Vizemeister Nico Müller (SUI, Team Rosberg) wurde Zweiter, der Österreicher Lucas Auer im Mercedes-AMG (Team WINWARD) Dritter.

Und am Lausitzring, Deutschlands jüngster Rennstrecke, zwischen Berlin und Dresden gelegen? Auf dem 4,562 Kilometer langen Kurs, einer Mischung aus Teilen des Triovals und Kurvenpassagen im Infield, werden die Karten neu gemischt. Die Strecke hat einen völlig anderen Charakter als Monza – und natürlich Turn 1!

Alles eine Frage der Linie: Die Fahrer sind gefordert

Turn 1 bietet mehr weit mehr als nur eine schnelle Linie. Das macht es spannend und abwechslungsreich. Vielleicht werden die DTM-Asse tatsächlich auch zu zweit oder sogar zu dritt nebeneinander durch diese leichte Steilkurve donnern. „Three wide“ nennen das die Amerikaner, die ihre zahlreichen Steilkurven lieben. Der Neigungswinkel von Turn 1 findet sich in den USA beispielsweise auf dem NASCAR-Kurs von Homestead südlich von Miami wieder. Andere US-Steilkurven sind noch viel steiler, da fährt das Auto mit Vollgas fast von alleine durch. Nicht so in Turn 1 am Lausitzring, der seit 2017 im Besitz von DTM-Partner DEKRA ist. In Turn 1 machen die Fahrerinnen und Fahrer den Unterschied, garantiert. In Turn 1 müssen sich die Weltklassepiloten beweisen, ganz gleich ob die Formel-1-erfahrenen Alex Albon (THA) im Ferrari und Timo Glock (GER) im BMW, DTM-Routiniers wie Nico Müller (SUI, Audi) oder Marco Wittmann (GER, BMW), GT-Asse wie Maximilian Götz (GER) oder Maximilian Buhk (GER), beide im Mercedes-AMG, oder DTM-Rookies wie Esteban Muth (BEL, Lamborghini) und der Inder Arjun Maini (Mercedes-AMG) oder die beiden Frauen im Feld: Sophia Flörsch (GER, Audi) und Esmee Hawkey (GBR).

Glaubt man den BMW-Fahrern, haben sie neben dem Red Bull Ring am Lausitzring die besten Chancen auf einen Sieg. Im Vorjahr holte Lucas Auer – damals noch im BMW – in der Lausitz einen der BMW-Siege. Glock, Wittmann und Sheldon van der Linde (RSA) setzen jedenfalls alles daran, einen etwaigen BMW-Vorteil zu nutzen. Alle anderen werden dagegenhalten. Den Fans, speziell denen aus Richtung Berlin oder Dresden, würde ein Heimsieg sicher gefallen. Dafür könnte Maximilian Buhk sorgen, der für Peter Mücke und sein Mercedes-AMG Team Mücke Motorsport fährt, oder Esteban Muth im Lamborghini von T3 Motorsport um Teamchef Jens Feucht. Nach der beachtlichen Performance in Monza wären auch die ersten Punkte für die junge Britin Esmee Hawkey im T3-Lamborghini denkbar, vielleicht schafft dies aber auch Sophia Flörsch (GER) im ABT-Audi.

Die Antworten liefern zwei packende DTM-Rennen, die am Samstag und Sonntag jeweils um 13:30 Uhr gestartet und live in über 60 Ländern sowie in Deutschland in SAT.1 (ab 13:00 Uhr) übertragen werden. Alle Trainingssessions und Qualifyings der DTM sind im Streaming-Portal DTM Grid (grid.dtm.com) zu sehen, auch alle Rennen der DTM-Plattform: die Nachwuchsserie DTM Trophy, erstmals auch die Tourenwagen Legenden im Rahmen der neugeschaffenen DTM Classic, dazu die Premiere des BMW M2 Cups sowie der Auftritt der Ferrari Club Deutschland Racing Series sorgen für feinsten Motorsport von früh bis spät.

Donnerstag, 22. Juli 2021

Deutschland gegen England: Prestigeduell auch in der DTM Trophy

  • Neuauflage auf dem DEKRA Lausitzring: Unentschieden nach Siegen beim Auftakt
  • Spitzenreiter William Tregurtha über Turn 1: „Es wird schnell, sehr schnell“
  • Live vom Lausitzring: SPORT1 und DTM Grid zeigen beide Rennen

Michael Schrey (GER), Hofor Racing by Bonk M., BMW © DTM

Bei der Fußball-Europameisterschaft hat England jüngst die Deutschen im Achtelfinale nach Hause geschickt. Das Prestigeduell setzt sich auch in der DTM Trophy fort. Vor dem zweiten Rennwochenende (23. bis 25. Juli) der Nachwuchsrennserie steht es nach Siegen 1:1, als Tabellenführer geht aber ein Brite auf dem DEKRA Lausitzring an den Start: William Tregurtha. Der 21-Jährige aus Bedford ist überzeugt: „Es wird schnell, sehr schnell“. Schließlich fährt die DTM Trophy, genau wie die DTM selbst und alle Rahmenserien auch, die geänderte Streckenführung inklusive Turn 1 – der 300 Meter langen, überhöhten ersten Kurve. Tregurtha freut sich noch aus einem weiteren Grund auf das Wochenende in der Lausitz, denn endlich sind wieder Zuschauer auf den Tribünen zugelassen.

William Tregurtha war erst unmittelbar vor dem Auftakt in Monza von der CV Performance Group aus Niederzissen als Fahrer bestätigt worden. Zur Überraschung vieler eroberte er mit dem Mercedes-AMG einen Sieg, einen zweiten Platz und eine Pole-Position. „Für mich war das eigentlich keine so große Überraschung, denn wir waren extrem gut vorbereitet“, so der junge Engländer, der bereits bei den Testfahrten in der Lausitz gut abschnitt. „Das Team kommt zwar aus dem Kartsport und ist neu im Autorennsport, doch mein Renningenieur und mein Chefmechaniker verfügen über sehr große Erfahrung mit diesen GT-Sportwagen.“ Eine gute Vorbereitung ist für William Tregurtha das A und O. „Ich lege großen Wert auf eine optimale Vorbereitung, vor allem mit Sim-Racing und Onboard-Videos. Ich bin schon auf dem Lausitzring gefahren und mag diese Strecke, stand dort auch schon auf dem Podium“, so Tregurtha, der bezüglich Turn 1 ergänzt: „Ich liebe Ovals, schaue mir auch viele NASCAR-Rennen an. Man muss schon vorsichtig sein, denn wenn man in der Mauer landet, kann das Wochenende sehr schnell vorbei sein.“ Der Brite ist ein Rookie in der DTM Trophy, aber bereits vollauf begeistert: „Es ist seit sechs Jahren das erste Mal, dass ich ein Auto ganz für mich alleine habe. Das ist einfach nur schön. Zudem lerne ich neue Rennstrecken kennen und kann mir hautnah die DTM anschauen – das ist klasse.“

Sophie Hofmann (GER), Heide-Motorsport, Audi © DTM

Heimspiel für Sophie Hofmann: Die Audi-Pilotin fiebert den ersten Runden durch Turn 1 entgegen

Während William Tregurtha wieder auf Sieg fahren will und zumindest Podiumsplätze im Visier hat, waren es in Monza Michael Schrey (GER, Hofor Racing by Bonk Motorsport) und sein BMW-Markenkollege Ben Green (GBR, FK Performance Motorsport), die sich die Siege teilten. Tregurtha oder Green, der beste Junior der Saison 2020, oder Schrey oder Aston-Martin-Fahrer Tim Heinemann (GER, PROsport Racing) – ein Vierkampf auf Augenhöhe. Titelverteidiger Heinemann hatte im Sonntagsrennen zwar als Erster die Ziellinie gekreuzt, wurde nach einer Zeitstrafe jedoch nur als Dritter gewertet.

Auf dem Lausitzring hatte Moritz Löhner (GER) bereits bei den Testfahrten seine Visitenkarte abgegeben, in Monza überzeugte der Sim-Racer und Gewinner der DTM Esports Championship powered by MediaMarkt sogar im BMW von FK Performance Motorsport mit Platz drei im ersten Rennen. In der Meisterschaft ist er Vierter (19 Zähler) hinter Tregurtha (40), Schrey (37) und Green (25).

Der Lausitzring, der in der Variante mit der überhöhten ersten Kurve eine Rundenlänge von 4,562 Kilometer misst, bedeutet für Sophie Hofmann ein Heimspiel. Die 23-Jährige, die einen Audi von Heide-Motorsport steuert, ist in der sächsischen Töpferstadt Waldenburg zu Hause. „Ich freue mich auf den Lausitzring. Durch die Nähe werden einige Sponsorenpartner und Freunde kommen, um mich zu unterstützen“, erzählt Sophie Hofmann, die im Sonntagsrennen in Monza ihre Fahrerkolleginnen Stéphane Kox (NED, Ring-Racing, Toyota) und Laura Kraihamer (AUT, True Racing by Reiter Engineering, KTM) hinter sich lassen konnte. „Ich bin sehr gespannt auf das erste Training am Freitagmorgen, wenn wir erstmals Turn 1 fahren. Das wird eine neue Erfahrung, denn bei den Testfahrten sind wir ja eine andere Streckenvariante gefahren.“

Bei den Saisonrennen drei und vier, die am Samstag und Sonntag jeweils um 15:10 Uhr starten und live in SPORT1 und über die Streaming-Plattform DTM Grid übertragen werden, werden 22 seriennahe GT-Sportwagen von sieben verschiedenen Marken an den Start gehen.


Dienstag, 20. Juli 2021

Die IDM rockt am Wochenende das Schleizer Dreieck

Foto: Jens Hawrda

Wenn die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) vom 23. bis 25. Juli 2021 auf dem Schleizer Dreieck gastiert, trifft hochkarätiger Rennsport auf enthusiastische Fans. Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie vor anderthalb Jahren lassen die Behörden aufgrund der niedrigen Inzidenzzahlen eine Veranstaltung ohne Begrenzung zu. Die Zuschauer haben auch freien Zugang zum Fahrerlager  und auf der großen Wiese darf gezeltet werden darf. Auf der einzigen Naturrennstrecke in Deutschland wird die Uhr zurückgestellt auf alte Zeiten – mit der Hoffnung, dass die Zukunft anders aussieht und COVID-19 keine Chance mehr hat.

„Wir hoffen, die Nachricht, dass alles wie bei der letzten Veranstaltung 2019 ablaufen wird, macht schnell die Runde“, sagt IDM-Serienmanager Normann Broy von der Motor Presse Stuttgart. „Das offene Fahrerlager und der direkte Kontakt mit den Fahrern machen das Rennwochenende in Schleiz noch deutlich attraktiver. Gerade die IDM ist dafür bekannt, den Zuschauern auch die Nähe zu den Piloten zu ermöglichen. Für uns wäre es natürlich auch erfreulich, wenn die Fans wie in der Vergangenheit von dem Angebot Gebrauch machen.“

Auf dem Schleizer Dreieck starten die IDM-Klassen Superbike 1000, Supersport 600, Supersport 300 und Sidecar. Umrahmt werden sie von Cups, in denen der Nachwuchs wie auch erfahrene Pilotinnen und Piloten um Punkte kämpfen. Besonders im Rampenlicht dürften die Lokalmatadoren Julian Puffe (Superbike 1000), Philipp Stich (Superstock 600) und Micky Winkler (Supersport 300) stehen. Die drei Schleizer gehören in ihrem „grünen Wohnzimmer“ jeweils in ihren Kategorien zu den Podiumskandidaten.

Ein mit Spannung erwartetes Wiedersehen gibt es mit Markus Reiterberger. Der dreifache IDM Superbike 1000-Champion greift mit einer BMW auf seiner Lieblingsstrecke ins Geschehen der Königsklasse ein und wird bis auf Assen alle weiteren Meisterschaftsläufe 2021 bestreiten. Der Bayer ist der Rundenrekordhalter auf dem Schleizer Dreieck.

Noch eine weitere, gute Nachricht: Die Eintrittspreise bleiben unverändert. Am Samstag kostet der Eintritt 19,00 Euro, am Sonntag 25,00 Euro. Das Wochenendticket liegt bei 35,00 Euro. Alle Tickets beinhalten den Zugang zum Fahrerlager. Für Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre ist der Eintritt frei.

Finale Freigabe: FIA gibt grünes Licht für Turn 1 am Lausitzring

  • Geänderte Streckenführung mit überhöhter Kurve genehmigt
  • Ex-DTM-Champion Mike Rockenfeller: Anspruchsvoller als Daytona
  • Jeroen Bleekemolen erinnert sich an 2003: Eine mega Erfahrung
  • Und Action! DTM-Rennwagen vom 23. bis 25. Juli am DEKRA Lausitzring

DEKRA Lausitzring: Dicht an dicht in Zweier-Reihen zum Start und dann mit Vollgas in Turn 1 © DTM

Mit Vollgas durch die erste Kurve: Die DTM fährt am kommenden Wochenende auf dem DEKRA Lausitzring wie angekündigt durch den 300 Meter langen und überhöhten Turn 1. Die finale Freigabe für die geänderte Streckenführung durch den Automobil-Weltverband FIA erfolgte nach einer Besichtigung vor Ort am Dienstagmorgen. Audi-Pilot Mike Rockenfeller (GER, ABT Sportsline): „Die Windschattenspiele werden am Lausitzring sehr wichtig sein, und das wird auch für viel Rennaction sorgen. Ich freue mich darauf.“ Freuen können sich auch die Zuschauer, die beim zweiten DTM-Rennwochenende endlich wieder zugelassen sind.

Rockenfeller, der DTM-Champion von 2013, ist überzeugt: „Turn 1 am Lausitzring ist anspruchsvoller als Daytona.“ Dazu erklärt der dienstälteste DTM-Fahrer: „In Daytona ist der Neigungswinkel steiler, deshalb geht die Steilkurve mit Vollgas, ganz gleich auf welcher Linie. Am Lausitzring muss man sich hingegen genau positionieren, ein bisschen zirkeln.“ Statt am Ende der Start-Ziel-Geraden enorm abzubremsen und nach links ins Infield einzubiegen, bleiben die Weltklassepiloten der DTM 2021 auf dem Gas, werden allenfalls leicht lupfen. „Ich denke, damit wird die Durchschnittsgeschwindigkeit im ersten Sektor von 130 auf etwa 250 km/h ansteigen“, mutmaßt der amtierende Vizemeister Nico Müller (Team Rosberg, Audi).

Die Sachverständigen-Organisation DEKRA, in deren Besitz sich die Anlage seit 2017 befindet, hat die Vorbereitungen abgeschlossen. So wurden vor allem beide Durchlässe zur angebundenen Hochgeschwindigkeits- und Prüfstrecke mit Betonelementen abgesichert, zudem die Boxenmauer verlängert und die sogenannte erste Safety-Car-Linie verlegt. Die finale Abnahme der geänderten Streckenführung erfolgte am Dienstagvormittag durch Niels Wittich, Rennstrecken-Inspekteur der FIA. „Da die überhöhten Kurven des Triovals schon charakteristisch für den DEKRA Lausitzring sind, freuen wir uns sehr, dass sich die DTM zum diesjährigen Rennen auf unserer Strecke für diese sehr spannende Variante des Kurses entschieden hat“, so Uwe Burckhardt, Leiter Test und Event am DEKRA Lausitzring. Darüber hinaus hat sich die DTM das Streckenlayout mit der Steilkurve exklusiv für drei Jahre sichern lassen.

Leuchtende Augen bekommt Jeroen Bleekemolen, wenn er sich an 2003 erinnert. Damals fuhr die DTM in den Trainingssessions am Freitag durch die überhöhte Kurve. „Turn 1 zu fahren war mega! Fast Vollgas, nur ganz wenig lupfen – ich fand es großartig“, sprudelt es Bleekemolen heraus, der damals Opel-Werksfahrer war und heute als einer der vielbeschäftigsten und vielseitigsten Rennfahrer gilt, gerade auch in den USA, wo Steilkurven auf vielen Strecken zu finden sind. „Es war so schnell und dann überhöht, das war eine echt neue Erfahrung“, erinnert sich Bleekemolen. „Es ist schön, mal wieder etwas anderes zu haben. Für die Action auf der Strecke ist das super.“

Nach dem spektakulären Auftakt in Monza ist der Lausitzring, zwischen Berlin und Dresden gelegen, die zweite Station der DTM 2021 und die erste in Deutschland. Beide Rennen am Samstag und Sonntag (Start jeweils um 13:30 Uhr) werden in Deutschland in SAT.1 und weltweit in über 60 Ländern live übertragen.


Mittwoch, 14. Juli 2021

Das Nürburgring-Doppel: Truck-GP und IDM Superbike 1000 lockt mit Spezialpreisen

Copyright: Motorpresse Stuttgart GmbH & Co. KG

Motorsport ohne Fans ist wie die Eifel ohne den Nürburgring. Wenn am 17. und 18. Juli 2021 die 35. Auflage des ADAC Truck-Grand-Prix gemeinsam mit der IDM Superbike 1000 auf dem Ring startet, sind auch Zuschauer wieder herzlich willkommen. Da es im Gesamtprogramm noch Einschränkungen gibt, wurden die Eintrittspreise für den Mega-Event mit Trucks und Motorrädern fast halbiert.  

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat den Nürburgring erst kürzlich als Modellprojekt für Veranstaltungen mit Zuschauern im Freien benannt. Das vom Nürburgring entwickelte kontaktlose Hygienekonzept für Zuschauer ermöglicht das sichere Live-Erlebnis auf den geöffneten Tribünen. Dieses Konzept greift auch am dritten Juli-Wochenende.

Im Mittelpunkt des sportlichen Teils stehen auf dem Nürburgring die Läufe zur FIA-Europameisterschaft. 20 Trucks mit bis zu 1500 PS fahren um Punkte. Ein Highlight im Programm sind die zwei Meisterschaftsläufe der IDM Superbike 1000. Es handelt sich um die Königsklasse in Deutschlands höchster Straßenrennsportserie. Die Motorräder haben über 200 PS und Fahrer aus ganz Europa kämpfen um den Titel. Die Leistungsdichte ist enorm und die Meisterschaft in der dieser Saison so offen wie schon lange nicht mehr. Vor den beiden Läufen beim ADAC-Truck-Grand-Prix führt der Schweizer Dominic Schmitter auf Yamaha vor dem Franzosen Valentin Debise auf Kawasaki. Dahinter lauern mit Bastien Mackels (BEL) und Vladimir Leonov (RUS) zwei erfahrene Yamaha-Piloten auf ihre Chance. Dahinter folgt der IDM-Supersport 600-Meister Luca Grünwald (Waldkraiburg) als schnellster BMW-Pilot. Für sein GP-erfahrenes Team Kiefer Racing aus Bad Kreuznach ist der Start auf dem Nürburgring das Heimspiel. Zu den Top Sieben der IDM-Königsklasse gehört außerdem der Italiener Alex Polita auf der Honda.

Allein zehn Fahrer kommen für Rennsiege in Frage. Der erste IDM-Lauf findet am Samstag, 17:05 Uhr, statt. Der zweite beginnt am Sonntag, 14:20 Uhr. „Nach der erfolgreichen Premiere in der Saison 2019 gehen die IDM Superbikes nun zum zweiten Mal im Rahmen des Truck-Grand-Prix an den Start, worüber wir uns als Promoter sehr freuen“, so Bert Brandenburg Leiter Events und Veranstaltungen bei der Motor Presse Stuttgart

Das Country-Festival und ein offenes Fahrerlager wird es dieses Jahr aus Corona-Gründen  nicht geben. Aufgrund des gekürzten Rahmenprogramms wurden die Ticketpreise aber um rund 50 Prozent reduziert. Die Eintrittskarten kosten nun zwischen 20,00 und 45,00 Euro. Alle Tickets werden personalisiert, sitzplatzgenau vergeben und sind ausschließlich online im Ticketshop unter www.nuerburgring.de erhältlich.