Sonntag, 20. Juni 2021

Ben Green gewinnt den Auftakt zur DTM Trophy in Monza im BMW

  • Greens Landsmann William Tregurtha Zweiter beim Einstand in die Nachwuchsserie
  • DTM Esports Champion Moritz Löhner beim Debüt im realen Motorsport auf dem Podium
  • Sonntag, 15:00 Uhr: Zweites Rennen in Monza – live in SPORT1 und auf grid.dtm.com

Dreikampf: Green, Löhner, Tregurtha © DTM

Start-Ziel-Sieg für Ben Green: Der britische BMW-Pilot aus dem Team FK Performance Motorsport hat den ersten Lauf zur DTM Trophy in Monza gewonnen. Für den besten Junior des Vorjahres war es der zweite Sieg in der Nachwuchsserie der DTM-Plattform. Den Doppelsieg für Großbritannien komplettierte William Tregurtha im Mercedes-AMG (CV Performance Group). Für Tregurtha und das Team aus Niederzissen war es ein fast perfektes Debüt in der DTM Trophy. Das Podium komplettierte Moritz Löhner (GER), der amtierende Titelträger im DTM Esports Championship powered by MediaMarkt. Im BMW von FK Performance Motorsport war es für Löhner das erste Rennen im realen Motorsport, das er sogleich unter den drei Bestplatzierten abschloss.

Ben Green nahm den ersten Saisonlauf der DTM Trophy in Monza von der Pole-Position in Angriff. Schon im Qualifying am Samstagvormittag hatte sich Green gegen Löhner und Tregurtha durchgesetzt. Beim Start konnte Green seine Startposition verteidigen und setzte sich vor seinem Teamkollegen Löhner an die Spitze des Feldes. Beide konnten sich in der Startrunde vom restlichen Feld lösen.

In den folgenden Runden schloss Tregurtha zum BMW-Duo auf, auch Löhner rückte näher an Green heran. Nach sechs Rennrunden überholte Tregurtha Löhner und übernahm die zweite Position. Weiter hinten im Feld absolvierte Lucas Mauron im Audi von Heide-Motorsport eine vehemente Aufholjagd. Der Schweizer musste nach einem Vergehen im Qualifying vom Ende des Feldes starten und pflügte mit teilweise spektakulären Aktionen nach vorne. Doch ungefähr zur Rennhalbzeit war die Reise für den Audi vorbei, als Mauron sich bereits auf die elfte Position vorgekämpft hatte. Durch einen Reifenschaden wurde das Fahrzeug stark beschädigt und verteilte viele Teile auf die Strecke. Zeitgleich blieb Stéphane Kox im Toyota von Ring-Racing mit einem technischen Defekt auf der Strecke stehen. Um die beiden Fahrzeuge zu bergen, wurde das Rennen mit dem Safety-Car neutralisiert.

Erst sechs Minuten vor der Zielflagge wurde das Rennen wieder freigegeben. Green behauptete die Spitze, doch dahinter wurde es noch einmal spannend. Moritz Löhner überrumpelte den Briten Tregurtha beim Restart und übernahm die zweite Position, doch im vorletzten Umlauf startete Tregurtha einen erfolgreichen Angriff auf den Simracer und holte sich die zweite Position zurück.

Das zweite Rennen zur Nachwuchsserie DTM Trophy wird am Sonntag erneut um 15:10 Uhr gestartet. SPORT1 überträgt das Rennen ab 15:00 Uhr live. Auch im DTM-Streaming-Portal DTM Grid (grid.dtm.com) ist das Rennen weltweit live zu sehen.



Samstag, 19. Juni 2021

Ferrari triumphiert beim DTM-Einstand auf der Hausstrecke

  • Mit 19 Jahren: Liam Lawson jüngster DTM-Sieger aller Zeiten
  • Mercedes-AMG Team HRT komplettiert mit Abril und Götz das Podium
  • Abwechslungsreiches Rennen zur Premiere der DTM 2021
  • Esmee Hawkey behält im Frauen-Duell knapp die Oberhand über Sophia Flörsch
  • Nächste Hitzeschlacht folgt am Sonntag, wie immer ab 13:30 Uhr

Jüngster DTM-Sieger aller Zeiten: Liam Lawson
Foto: dtm.com

Liam Lawson ist der jüngste DTM-Sieger aller Zeiten. Der 19-Jährige aus Neuseeland bescherte im Samstagrennen Ferrari und seinem Team AF Corse einen brillanten Einstieg in die Traditionsrennserie – und das auf der Hausstrecke in Monza vor den Toren Mailands. Zur DTM-Rückkehr komplettierte Mercedes-AMG mit Vincent Abril (MON) und Maximilian Götz (GER), beide aus dem Team von Hubert Haupt (HRT), das Podium. Vierter wurde Formel-1-Pilot Alex Albon (THA), der im AlphaTauri-Ferrari von Startplatz 14 eine fulminante Aufholjagd zeigte. Die DTM startete mit einem abwechslungsreichen Rennen in die Saison 2021, in der erstmals GT-Sportwagen zum Einsatz kommen. Zumindest das Auftaktrennen machte deutlich, dass sich die DTM-Routiniers gegen die GT-Spezialisten vorerst noch schwer tun. Bester DTM-Stammfahrer war der amtierende Vizemeister Nico Müller (SUI) im Audi von Team Rosberg auf Rang acht.

„Ich bin sehr glücklich über den Ausgang des Rennens“, berichtete Liam Lawson, der erste Neuseeländer auf dem DTM-Podium. „Mein Start war sehr gut, ich konnte gleich Boden gut machen, der Boxenstopp war perfekt und die Pace bis zum Schluss sehr gut.“ Die Entscheidung fiel, als Vincent Abril nach dem Pflichtboxenstopp fast auf gleicher Höhe mit Lawson zurück auf die Strecke kehrte. Mit noch kalten Reifen konnte sich Abril nicht wehren und musste den Red Bull-Ferrari von Lawson ziehen lassen. „Bei den Boxenstopps war AF Corse etwas schneller als wir. Das müssen wir genau analysieren, wo wir die Zeit verloren haben“, äußerten die HRT-Fahrer Abril und Götz unisono. Lawsons Boxenstopp war mit rennentscheidend.

Im spektakulären Indy-Start, bei dem die Rennwagen in Zweierreihen dichtgestaffelt auf die Startlinie zufahren, ging das DTM-Starterfeld auf die Jagd um den ersten Sieg im nächsten Kapitel der DTM-Geschichte, dem ersten mit GT-Rennwagen. Vincent Abril nutzte seine Pole-Position und führte das Rennen bis zu seinem Pflichtboxenstopp an.

Sieger: Liam Lawson (NZL), Ferrari, Red Bull AF Corse © DTM

Bei sommerlichen Temperaturen um die 30 Grad entwickelten sich im Feld einige hitzige Scharmützel. Den ersten Kontakt gab es zwischen Timo Glock (GER/BMW/ROWE Racing) und Dev Gore (USA/Audi/Team Rosberg). Für den Amerikaner bedeutete dies das frühe Aus, für Glock die erste Zeitstrafe der Saison. Auch Daniel Juncadella (ESP/Mercedes-AMG/Team GruppeM) konnte eine Berührung mit Müllers Audi nicht vermeiden. Der Vizemeister drehte sich spektakulär, Juncadella kassierte ebenfalls eine kurze Zeitstrafe. Der erste Ausfall im Rennen betraf den Schweizer Philip Ellis (Team WINWARD), der mit seinem Mercedes-AMG an vierter Stelle in der zweiten Runde ausrollte. Auch sein Teamkollege Lucas Auer (AUT) hatte kein Glück. Nach einem Problem beim Reifenwechsel fiel er weit zurück.

Das vielbeachtete Duell der beiden Rennfahrerinnen im Feld, die ersten seit 2012, ging zugunsten von Esmee Hawkey aus. Die 23-jährige Britin ließ im Lamborghini (T3 Motorsport) Sophia Flörsch (GER) im Audi (ABT Sportsline) knapp hinter sich. Hawkey hatte zu Beginn des Rennens bis zu ihrem frühen Boxenstopp zeitweise auf dem beachtlichen elften Platz gelegen, Flörsch fuhr aufgrund ihres späten Pflichtstopps zwischenzeitlich sogar auf Platz drei.

Die erste Pole-Position der Saison ging an Vincent Abril. Am Samstagvormittag hetzte der Monegasse den Mercedes-AMG des Teams HRT als Schnellster um den Grand-Prix im Königlichen Park von Monza. Mercedes-AMG besetzte sogar die ersten vier Startplätze. Hinter Abril reihten sich Daniel Juncadella (ESP/Team GruppeM), Lucas Auer (AUT/Team WINWARD) und Maximilian Götz (GER/Team HRT) ein. Als bester Nicht-Mercedes-Fahrer überraschte der 19-jährige Belgier Esteban Muth im Lamborghini als Fünfter.

Auf dem Hochgeschwindigkeitkurs von Monza geht die DTM am Sonntag in die zweite Runde. Das Rennen wird wie immer um 13:30 Uhr gestartet und in über 60 Ländern sowie in SAT.1 (ab 13:00 Uhr) live übertragen. Die DTM-eigene OTT Plattformgrid.DTM.com streamt das Rennen live.


Erste Pole der neuen DTM geht an Vincent Abril

Mercedes-AMG Team HRT Kollegen Vincent Abril (l.) und Maximilian Götz
Foto: dtm.com

Vincent Abril (MON, Mercedes-AMG, Team HRT) startete beim ersten Rennen der DTM-Saison in Monza von der Pole-Position. Mit seiner Zeit von 1:46,488 Minuten sicherte sich der DTM-Neuling im ersten Qualifying am Samstagvormittag den besten Startplatz. Ihm folgten seine Markenkollegen Daniel Juncadella (ESP, Team GruppeM), Lucas Auer (AUT, Team WINWARD) und Maximilian Götz (DEU, Team HRT) auf den Plätzen zwei bis vier. Schnellster Nicht-Mercedes-Fahrer war der erst 19 Jahre junge Belgier Esteban Muth (Lamborghini, T3 Motorsport) auf Rang fünf.

Nach den ersten Versuchen lagen bereits vier Mercedes-Fahrer vorne: Vincent Abril hatte mit einer Zeit von 1:46,488 Minuten die vorläufige Pole-Position inne, gefolgt von Lucas Auer, Maximilian Götz und Philip Ellis (SUI, Team WINWARD), sowie alle mit Mercedes. Dahinter auf Rang fünf Liam Lawson (NZL) im AF-Corse-Ferrari, Kelvin van der Linde (RSA, Audi, ABT Sportsline) war mit der sechsten Zeit der vorläufigen schnellsten Audi-Fahrer. Bis zu Arjun Maini (IND, Mercedes-AMG, Team Getspeed) auf Platz elf lagen die gefahrenen Zeiten innerhalb von einer Sekunde.

In der zweiten Hälfte des Trainings geht nicht alle Fahrer ein Mal auf der Strecke. Den größten Sprung macht Daniel Juncadella, der bei den ersten Versuchen noch keine gezeitete Runde absolviert hat. Zunächst fuhr er auf Platz drei, dann verbesserte er sich um eine weitere Position und beendete so das Zeittraining als Zweiter, nur 0,072 Sekunden hinter Abril. Die Monegasse geht als erster Pole-Sitter der DTM 2021 in die Statistik ein. Hinter Abril und Juncadella folgen die Mercedes-Fahrer Lucas Auer und Maximilian Götz.

"Ich will nicht lügen, aber das fühlt sich verdammt gut an", sprudelte es aus Vincent Abril heraus. "Es war immer mein Traum Teil dieser Meisterschaft zu sein und nun stehe ich bei meinem ersten Rennen auf der Pole-Position ... Ich kann es kaum realisieren. Wenn man für AMG und für Hubert Haupt fährt, wird erwartet dabei zu sein. Ich habe heute alles auf höchstem Niveau umgesetzt und ich freue mich sehr für das Team. Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen, das sie in mir gesetzt hat und so ist es der beste zurück Wegzahlen."

Neuerinsteiger Esteban Muth fuhr im Lamborghini auf Platz 5, vor Philip Ellis, dem Schnellsten des Freitags. Liam Lawson, Nico Müller (SUI, Audi, Team Rosberg) und Kelvin van der Linde und Maximilian Buhk (DEU, Mercedes-AMG, Team Mücke) komplett die Top Ten. Esmee Hawkey, die britische Teamkollegin von Esteban Muth beim T3-Team, fuhr im Lamborghini auf Startplatz 13.

Quelle: dtm.com


Donnerstag, 17. Juni 2021

Mit Vollgas in die DTM-Saison: Premiere der GT-Rennwagen in Monza

  •  Ein Fahrer, ein Rennauto, keine Kompromisse – die einzigartige DNA der DTM lebt
  •  Vollgas bis zur Ziellinie: packende Duelle der 19 Weltklassepiloten aus zwölf Nationen
  •  Ferrari und Lamborghini  am Start, Mercedes-AMG kehrt zurück, dazu Audi  und BMW
  •  Wollen sich in den Punktekampf einmischen: Sophia Flörsch und Esmee Hawkey
  •  Live aus Monza: weltweit in über 60 Ländern, SAT.1 im deutschsprachigen Raum

DTM 2021: Premiere der GT-Rennwagen © DTM 

Monza ist ein Motorsport-Mythos. Auf dieser 1922 eröffneten Rennstrecke vor den Toren Mailands beginnt die DTM das nächste Kapitel ihrer langen Geschichte: Erstmals wird die DTM mit spektakulären GT-Rennwagen ausgetragen, pilotiert von Weltklassepiloten aus zwölf Nationen. Zudem ist es der erste Auftritt der DTM auf dem Hochgeschwindigkeitskurs nördlich von Mailand. Ob Rennfahrer oder Teamchefs, die Vorfreude aber auch Anspannung auf diese elektrisierende Premiere ist überall spürbar. Doch trotz mancher Änderung, die DTM ist immer noch die DTM, wie sie die Fans seit 1984 kennen und schätzen: Ein Fahrer je Rennauto – das ist die DNA der DTM, eben pures Racing, ohne Kompromisse. Unverändert gibt es das Spektakel an jedem der acht Rennwochenenden gleich im Doppelpack, je ein Rennen am Samstag und am Sonntag, wie immer mit Start zur gewohnten Zeit um 13:30 Uhr.

In über 60 Ländern auf allen fünf Kontinenten wird die DTM 2021 live übertragen. Die Rennserie mit ihren starken deutschen Wurzeln ist rund um den Globus zum Markenartikel für faszinierenden Rennsport „made in Germany“ geworden. Bereits im vierten Jahr überträgt SAT.1 jeweils ab 13:00 Uhr die DTM-Rennen live im deutschsprachigen Raum. Zudem sind auch alle Trainings und Rennen im Webportal ran.de sowie über das DTM-eigene OTT-Portal DTM Grid (grid.dtm.com) zu sehen. So kommen die DTM-Fans weltweit voll auf ihre Kosten, ganz gleich, ob am Fernsehgerät oder via Smartphone. Das ist umso bedeutender, da in Monza noch keine Zuschauer zugelassen sind.

Ferrari mit Heimspiel zum Einstieg – Mercedes als erfolgreichste DTM-Marke kehrt zurück

Ferrari, einer der klangvollsten Namen im Motorsport, mischt erstmals in der DTM mit. Mit Lamborghini reiht sich ein zweiter italienischer Sportwagen-Hersteller in die DTM-Startaufstellung ein, und im Laufe der Saison kommt noch McLaren mit einigen Gaststarts hinzu. Auf der anderen Seite kehrt Mercedes-AMG, die erfolgreichste Marke der DTM-Geschichte, in die Serie zurück, aus der sie 2018 mit dem Titelgewinn ausgestiegen war. Im Vorjahr waren Audi und BMW in der DTM mit Class-1-Tourenwagen noch unter sich, jetzt sehen sie sich stärkster Konkurrenz gegenüber. Sechs Marken regelmäßig in der DTM – das gab es zuletzt vor rund 30 Jahren. Ganz gleich, welches Konzept, ob Front- oder Mittelmotor, Turbo oder Sauger, acht oder zehn Zylinder, es gibt gleich mehrere markante Merkmale, die DTM-Rennwagen des Jahrgangs 2021 optisch und akustisch zu unterscheiden. Dazu tragen nicht zuletzt auch die farbenfrohen „Outfits“ der Rennwagen bei.

DTM-Routiniers versus GT3-Spezialisten – Brüder-Duell und Frauen-Power

Am Volant dieser bis zu 600 PS starken Boliden sitzen in Monza 19 Vollgas-Virtuosen. Alex Albon (THA) und Timo Glock (GER) mit Formel-1-Background, Mike Rockenfeller (GER) und Marco Wittmann (GER) als ehemalige DTM-Champions, DTM-Routiniers wie Nico Müller (SUI), Lucas Auer (AUT) und Daniel Juncadella (ESP) sowie GT-Spezialisten wie Maximilian Götz (GER), Vincent Abril (MON) oder Philip Ellis (SUI). DTM-Rookies gibt es einige, wie beispielsweise Kelvin van der Linde (RSA), während sein Bruder Sheldon bereits über DTM-Erfahrung verfügt – ein Bruderduell, das für zusätzliche Würze sorgt.

Im Fokus steht auch das Duell der beiden Rennfahrerinnen. Sophia Flörsch (GER), die im Audi von ABT Sportsline antritt, will nicht alleine den Männern die Punkte streitig machen. Das will auch Esmee Hawkey, die junge Britin im Lamborghini von T3 Motorsport. Während Timo Glock mit 39 Jahren der Älteste ist und Rockenfeller der Fahrer mit den meisten DTM-Starts ist, mischt sich Red Bull-Jungstar Liam Lawson (NZL) als jüngster Teilnehmer ins erlesene Feld. Der erfolgreiche Formel-2-Pilot ist gerade einmal 19 Jahre jung, wie auch der Belgier Esteban Muth.

Es gibt einen neuen DTM-Champion – Dreimaliger Titelträger René Rast wechselt ans Mikrofon

Definitiv wird es 2021 einen neuen DTM-Champion geben. Titelverteidiger René Rast konzentriert sich aktuell auf andere Aufgaben als Audi-Werksfahrer, wird aber als SAT.1-Experte neben den ehemaligen Titelträgern Timo Scheider und Martin Tomczyk zum Einsatz kommen. Das ist die große Chance für Vizemeister Nico Müller im Rosberg-Audi, doch auch er weiß, dass der Kreis der Titelaspiranten in der neuen Saison ungemein groß ist. Kein Wunder, dass sich die Fahrer mit Favoritentipps schwer tun.

Auf dem 5,793 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitskurs von Monza müssen Fahrer und Teams ihre Karten endlich auf den Tisch legen. Jegliches Taktieren wie bei den offiziellen Testfahrten in Hockenheim und auf dem Lausitzring ist vorbei. Vor allem die Bremsen könnten auf dem renommierten Kurs zum Schlüsselfaktor werden, denn vor jeder Schikane wird Runde für Runde aus Topspeed hart heruntergebremst. Dazu kommen die vorgesagten Temperaturen von bis zu 34 Grad, die der Technik und den Fahrern im heißen Cockpit Einiges abverlangen werden. Neu ist in diesem Jahr die wissenschaftlich erarbeitete Fahrzeugeinstufung, die mit Spannung erwartet wird. Ebenso neu sind die Rennreifen von Michelin.

Neben der DTM als Top-Event sind beim Auftakt im Königlichen Park von Monza auch die Nachwuchsserie DTM Trophy mit 22 seriennahen GT-Sportwagen, der Porsche Carrera Cup Deutschland sowie der Lotus Cup Europe am Start.

Leistungskurs DTM Trophy: Vollgas für den Aufstieg in die DTM

  • Jagd nach dem Titel beginnt am Wochenende in Italien
  • Dem Meister winkt DTM-Testfahrt
  • Buntgemischt: 23 Fahrzeuge, elf Nationen, sieben Marken
  • Sophie Hofmann, Stéphane Kox, Laura Kraihamer – Männer am liebsten im Rückspiegel
  • Live aus Monza: SPORT1 und DTM Grid zeigen beide Rennen

Laura Kraihamer (AUT) KTM, True Racing my Reiter E. © DTM

Monza wird zum Stelldichein der Vollgas-Talente. In Italien beginnt am Wochenende (18.-20. Juni) für die Nachwuchsfahrer aus der DTM Trophy die Jagd auf den Titel. Dabei haben sie vor allem ein Ziel: den Aufstieg in die erste Liga, die DTM. Schließlich trägt die DTM Trophy alle Rennen auf der hochkarätigen DTM-Plattform aus. Auch die  DTM-Teamchefs, ihre Scouts und auch die Hersteller werden die Serie genau beäugen, analysieren und schauen, wer sich dabei für höhere Aufgaben empfiehlt.

23 GT-Sportwagen, sieben verschiedene Marken, Fahrer aus elf Nationen – das ist der Leistungskurs 2021 der DTM Trophy. Dem  „DTM Trophy Champion 2021“ winkt eine Fahrkarte nach oben, eine DTM-Testfahrt. Die DTM Trophy bietet den Talenten noch mehr, um ihr Potenzial zu präsentieren: SPORT1 zeigt die beiden Auftaktrennen der DTM Trophy am Samstag und Sonntag jeweils live ab 15:00 Uhr im Free-TV mit Kommentator Peter Kohl. Dazu gibt es Highlights von der DTM und der DTM Trophy im „AvD Motor & Sport Magazin“ am Sonntag live ab 21:45 Uhr auf SPORT1. Zudem sind alle Trainings, Qualifyings und Rennen im Streamingportal DTM Grid (grid.dtm.com) rund um den Globus live zu sehen.

Nach der erfolgreichen Premiere der DTM Trophy, dem logischen Unterbau der Traditionsrennserie, sind in der neuen Saison seriennahe Sportwagen von nunmehr sieben verschiedenen Herstellern eingeschrieben: BMW ist am stärksten vertreten, dazu gesellen sich Audi, KTM, Mercedes-AMG, Porsche und Toyota sowie erstmals Aston Martin. „Wir sind absolut stolz, dass wir schon in der zweiten Saison der DTM Trophy einen Zuwachs zu verzeichnen haben und ein so internationales Fahrerfeld präsentieren können. Nicht zuletzt auch wegen der TV-Übertragungen durch SPORT1 ist die Serie sehr attraktiv für ambitionierte Fahrer“, so Frederic Elsner, Director Event & Operations der DTM-Organisation ITR. Die DTM Trophy findet an insgesamt sieben Rennwochenenden – eines mehr als im Vorjahr – statt.

DTM Esports-Champion Moritz Löhner: Reale Rennpremiere im BMW

Als Moritz Löhner (GER) bei den offiziellen Testfahrten auf dem Lausitzring im Mai seinen Hauptgewinn für den Titel im DTM Esports Championship powered by MediaMarkt einlöste, nämlich Testfahrten in der DTM Trophy, sprach der Münchner noch von seinem großen Kindheitstraum. Jetzt geht sein Traum weiter, denn der 22-Jährige debütiert in Monza in einem BMW von FK Performance Motorsport, als Teamkollege des letztjährigen Junioren-Champs Ben Green (GBR) und des Schweizers Yann Zimmer. Mit von der Partie ist auch wieder Tim Heinemann, der erste Titelträger der DTM Trophy. Mit der Startnummer eins steuert Heinemann einen Aston Martin von PROsport Racing. Sein Ziel: Titelverteidigung. „Monza ist eine Rennstrecke mit einem klangvollen Namen, doch die Strecke kenne ich nur vom Simulator“, so Heinemann. „Nach meiner Einschätzung ist die Konkurrenz allerdings stärker geworden.“ Das sieht Nico Verdonck ähnlich:„Das Fahrerfeld ist schwer einzuschätzen, es gibt einige neue Gesichter. Monza wird einen ersten Fingerzeig über die Kräfteverhältnisse geben“, sagt der erfahrene Toyota-Pilot aus Belgien.

Zu den neuen Gesichtern zählt auch seine Teamkollegin bei Ring-Racing, Stéphane Kox. Die Niederländerin kehrt nach erfolgreich abgeschlossenem Jura-Studium in den Motorsport zurück. „Sie wird etwas Zeit brauchen und ist dann auch für eine Überraschung gut“, ist Verdonck überzeugt. Mit Stéphane Kox, Sophie Hofmann im Audi von Heide-Motorsport und Laura Kraihamer im KTM von True Racing by Reiter Engineering wollen gleich drei Rennfahrerinnen die männliche Konkurrenz am liebsten nur im Rückspiegel sehen. „Ich freue mich irre aufs Wochenende“, so Kraihamer. „Monza ist eine mega Strecke und das Fahrerfeld ist unfassbar stark. Ich erwarte ein heißes Wochenende, nicht nur wegen intensiver Temperaturen.“

Unverändert ist auch das Format der DTM Trophy, das der DNA der DTM folgt: ein Fahrer, ein Auto - also Racing pur, ohne Kompromisse. Jeweils am Samstag und am Sonntag gibt es ein Qualifying und ein Rennen über 30 Minuten plus eine Runde (jeweils live ab 15:00 Uhr). Und unverändert rollen die GT-Sportwagen der DTM Trophy auf Reifen von Hankook.