Montag, 7. Juni 2021

Saisonstart der DTM in Italien

  •     Performance und Spannung stehen im Vordergrund
  •     Renndauer bei der Premiere auf dem Hochgeschwindigkeitskurs: 50 Minuten
  •     Auftakt zur DTM 2021 vom 18. bis 20. Juni im Königlichen Park von Monza

Foto: Hoch Zwei

Die DTM setzt beim Start in die neue Saison vom 18. bis 20. Juni in Italien auf pure Rennaction. Dabei stehen gleich zwei Premieren im Vordergrund: Es ist das erste Rennwochenende mit dem geänderten Reglement für GT-Rennwagen, und es ist die Premiere auf dem Hochgeschwindigkeitskurs im Königlichen Park von Monza. Für den Auftakt hat die DTM-Organisation ITR die Dauer der beiden Rennen – am Samstag und Sonntag jeweils ab 13:30 Uhr (live in SAT.1) – auf jeweils 50 Minuten festgelegt. Hintergrund dieser proaktiven Maßnahme ist ein erhöhter rechnerischer Kraftstoffverbrauch auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke. Die übliche Dauer eines DTM-Rennens beträgt 55 Minuten plus eine Runde

„Die DTM 2021 steht für leistungsstarke GT-Rennwagen, für einen offenen Schlagabtausch der Weltklasse-Piloten und für spektakuläre Rennen. Das hat Priorität“, sagt Frederic Elsner, Director Event & Operations der ITR GmbH. „Deshalb gehen wir auf Nummer Sicher und haben in Anbetracht des geänderten Reglements und der Premiere auf dieser einzigartigen Highspeed-Strecke die Renndauer angepasst.“

Das traditionsreiche Autodromo Nazionale Monza, vor den Toren von Mailand gelegen, ist die 40. Rennstrecke in der langjährigen Geschichte der Rennserie, auf der die DTM an den Start geht. Der 5,792 Kilometer lange Grand-Prix-Kurs zeichnet sich vor allem durch seine Hochgeschwindigkeitspassagen aus. GT-Rennwagen, wie sie in der DTM von Audi, BMW und Mercedes sowie Ferrari, Lamborghini und McLaren zum Einsatz kommen, erreichen in Monza eine Durchschnittsgeschwindigkeit von nahe 200 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 280 km/h. 

Freitag, 4. Juni 2021

IDM in Most findet mit Zuschauern statt

Foto: Jens Hawrda

Die Fans der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) können die Stars und Bikes der Serie endlich wieder live erleben. Nach über einem Jahr der Abstinenz sind bei der IDM-Runde im tschechischen Most wieder Zuschauer erlaubt. Vom 11. bis 13. Juni 2021 starten dort die Königsklasse IDM Superbike 1000, IDM Supersport 600, IDM Supersport 300 und die IDM Sidecar. Umrahmt wird das Programm von diversen Cups, in denen sich Nachwuchstalente und fortgeschrittene Rennfahrer messen.

„Wir dürfen täglich bis zu 1.000 Zuschauer in Most begrüßen“, ist IDM-Serienmanager Normann Broy über die ersten, gravierenden Lockerungen während der Corona-Pandemie erleichtert. „Gefüllte Tribünen sind für alle Seiten ein Gewinn und das ist ein Anfang. Die Zuschauer können endlich wieder live dabei sein und liefern den Fahrern eine ganz andere Atmosphäre. An dieser Stelle möchte ich mich im Namen des ganzen IDM-Teams bei allen Fans bedanken, die unserer Serie auch während der Zeit treu geblieben sind, in der keine öffentlichen Events möglich waren. Wir hoffen, dass sich die Türen jetzt dauerhaft und immer weiter öffnen, wenn die geforderten Hygienemaßnahmen eingehalten werden.“

Der Eintrittspreis für die Trainings und Rennen am Samstag beträgt 15,00 Euro, für den Rennsonntag 20,00 Euro. Das Wochenendticket kostet 30,00 Euro. Wer seine Eintrittskarte im Vorverkauf über die Homepage www.autodrom-most.cz erwirbt, kann jeweils 5,00 Euro sparen. Der Vorverkauf beginnt am 3. Juni 2021. Parkplätze stehen für alle Anreisenden für 6,50/Tag zur Verfügung.

Die Hygienemaßnahmen können anreisende Fans und Interessierte unter www.idm.de einsehen. 

Donnerstag, 3. Juni 2021

Neuer BMW M4 GT3 steht in den Starlöchern

Der neue BMW M4 GT3
Foto: BMW-Motorsport

Vorhang auf für den BMW M4 GT3 in seinem neuen BMW M Motorsport Design: Im Vorfeld zu den 24 Stunden auf dem Nürburgring (GER) präsentiert sich das neue GT-Flaggschiff aus dem Hause BMW in neuen Farben und läutet damit die finale Testphase ein. Das erste Rennen wird der BMW M4 GT3 am 26. Juni beim vierten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) absolvieren. Der Kaufpreis für das Fahrzeug, das gegenüber seinem Vorgänger vor allem in den Bereichen Fahrbarkeit, Kosteneffizienz und Handhabung wesentliche Verbesserungen bietet, wird bei 415.000 Euro netto liegen. 

„Die Entwicklungsarbeit am BMW M4 GT3 ist nun auf der Zielgeraden, und das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ist die perfekte Bühne, um das Fahrzeug in seinem BMW M Motorsport Design vorzustellen und damit den Endspurt bis zu den ersten Renneinsätzen einzuläuten“, sagt Markus Flasch, Geschäftsführer der BMW M GmbH. „Der neue BMW M4 Competition (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 10,2 – 9,9 l/100 km gemäß WLTP, 10,2 l/100 km gemäß NEFZ; CO2-Emissionen kombiniert: 233 – 227 g/km gemäß WLTP, 234 g/km gemäß NEFZ). bietet die perfekte Basis für den BMW M4 GT3, dessen Motor von Anfang an für den Gebrauch auf der Rennstrecke konzipiert war. Dies unterstreicht, wie bei der BMW M GmbH stets die Straßen- und Rennfahrzeugentwicklung Hand in Hand gehen. Das neue Fahrzeug bietet State-of-the-Art-Technologie, auch dank unserer Technologiepartner. Sie gehören zu den Besten in ihrem jeweiligen Bereich, und wir freuen uns sehr, dass sie uns in der Entwicklung des BMW M4 GT3 mit ihrem speziellen Know-how und mit ihren Komponenten unterstützen. Das ist die perfekte Basis für ein erfolgreiches neues Rennfahrzeug.“

BMW M4 GT3
Foto: BMW-Motorsport

Seit Anfang 2020 hat der BMW M4 GT3 viele Stadien der Entwicklung durchlaufen. Diese begann virtuell mit CAD- und CFD-Simulationen, setzte sich fort mit dem Einsatz des Motors auf dem Prüfstand, dem Bau der Testkarosse und der Arbeit im Windkanal. Ein Meilenstein war der Rollout am 18. Juli 2020. Es folgten zahlreiche Testfahrten auf unterschiedlichen Rennstrecken, bei denen viele verschiedene BMW Werksfahrer ihren wertvollen Beitrag leisteten. Im Dezember 2020 stellte Philipp Eng (AUT) im Rahmen des BMW SIM Live Events das gemeinsam mit FANATEC entwickelte Lenkrad des BMW M4 GT3 vor. Es ist das weltweit erste, das ohne Modifikationen sowohl im realen Rennfahrzeug als auch im Simulator verwendet werden kann.

2021 ging die Testarbeit in Monteblanco (ESP), Almeria (ESP) und auf der Nürburgring-Nordschleife (GER) weiter. Aktuell stehen bereits mehr als 14.000 Testkilometer – das entspricht mehr als 70 Stunden Streckenzeit – zu Buche. Über deren Distanz haben die BMW M Motorsport Ingenieure auf dem Weg zur optimalen Rennreife intensiv an Fahrbarkeit und Zuverlässigkeit gearbeitet. Das Ziel: eine signifikante Reduzierung der Laufzeitkosten und des Wartungsaufwandes im Vergleich zum Vorgängermodell. Im Anschluss an die Präsentation und die Rennpremiere im Juni stehen sowohl weitere Test- als auch Renneinsätze auf dem Programm, bevor der BMW M4 GT3 an die ersten Kunden ausgeliefert wird, die damit 2022 weltweit an den Start gehen werden.

Die größten Fortschritte im Vergleich zum BMW M6 GT3 bietet dessen Nachfolger vor allem in drei Bereichen: Fahrbarkeit, Kosteneffizienz und Handhabung. Fahrverhalten und Cockpitausstattung des BMW M4 GT3 sind auch für Amateur-Fahrer angenehmer, das Fahrzeug hat weniger Reifenverschleiß und bietet mehr Konstanz. Deutlich geringere Laufzeitkosten und längere Wartungsintervalle für Motor und Getriebe sind entscheidende wirtschaftliche Faktoren. Die Handhabung wird unter anderem dadurch wesentlich erleichtert, dass viele Grundeinstellungen direkt am Lenkrad vorgenommen werden können, ohne einen externen Laptop anschließen zu müssen.

Der Kaufpreis des BMW M4 GT3 beginnt bei 415.000 Euro netto, liegt damit 4.000 Euro unter dem Preis des Vorgängers BMW M6 GT3 und auf dem Niveau der Wettbewerber. Optional ab Werk gegen Aufpreis erhältlich ist das „Competition Paket“. Darin enthalten sind nützliche, speziell für den Einsatz im Langstreckenbetrieb integrierte und getestete optionale Umfänge. Als spezielles Extra bietet das Paket einen exklusiven Trainingstag im werkseigenen BMW M4 GT3 Simulator.

Mittwoch, 2. Juni 2021

Fans dürfen beim ADAC GT Masters am Red Bull Ring auf die Tribünen

  •  Bis zu 3.000 Fans pro Tag können ADAC GT Masters live erleben
  •  Zugang für getestete, geimpfte und genesene Fans
  •  Erstmals in diesem Jahr dürfen Fans an den Red Bull Ring

Am Red Bull Ring können bis zu 3.000 Fans pro Tag das ADAC GT Masters live erleben
Foto: ADAC-Motorsport

„Servus Fans“ lautet es beim zweiten Lauf der Deutschen GT-Meisterschaft vom 11. bis 13. Juni auf dem Red Bull Ring in Österreich. Beim Gastspiel in der Steiermark können Fans die Rennen mit den rund 30 Supersportwagen des ADAC GT Masters wieder an der Rennstrecke erleben. Unter Berücksichtigung eines vom Red Bull Ring gemeinsam mit dem ADAC GT Masters erstellten und behördlich genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes dürfen beim zweiten Saisonwochenende maximal 3.000 Fans pro Tag die Rennen live auf den Tribünen erleben.

Beim Highspeed-Festival in den Alpen werden die Haupttribüne sowie die Tribünen „Steiermark“ und „Red Bull“ für Besucher geöffnet sein. Fans können ihre Tickets online unter adac.de/motorsport sitzplatzgenau buchen, der Online-Vorverkauf ist noch bis zum 10. Juni geöffnet. Für alle Zuschauer gelten in Österreich die seit dem 19. Mai eingeführten 3G-Regeln: „Geimpft, Getestet, Genesen“. Voraussetzungen für den Zutritt zum Rennstreckengelände sind ein negativer Antigen-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, oder ein negativer PCR-Test, der maximal 72 Stunden vorher durchgeführt worden ist, eine überstandene Covid-19-Infektion oder eine Corona-Impfung. Weitere Informationen zum Infektionsschutzkonzept, den 3G-Regeln und zum Zutritt gibt es online unter  adac-motorsport.de/adac-gt-masters/faq-ticketing. Der Zugang zum Fahrerlager ist noch nicht wieder möglich.

Die Fans dürfen sich am Red Bull Ring auf packende Motorsportaction freuen: Neben der Deutschen GT-Meisterschaft, dem ADAC GT Masters, starten dort auch die ADAC GT4 Germany, die ADAC Formel 4, die ADAC TCR Germany und der Porsche Carrera Cup Deutschland. Zuschauer, die aus Deutschland eine Reise zum zweiten Lauf des ADAC GT Masters planen, finden stets aktualisierte Informationen zur Einreise und Aufenthalt in Österreich unter adac.de/news/oesterreich-urlaub-corona/.

Dienstag, 25. Mai 2021

IDM Saisonstart mit Wetterkapriolen sorgt für brisante Rennen und Überraschungen

Die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) hätte nicht spannender beginnen können. Der Saisonauftakt in Deutschlands höchster Serie auf zwei Rädern geriet zur Achterbahn der Gefühle. Ständig wechselndes Wetter machte vielen Teams und Fahrern einen Strich durch die Rechnung, sorgte aber auch für neue Sieger.

In der IDM Superbike 100 ging es eng zu
Foto: Dino Eisele


 IDM Superbike 1000

Die IDM Superbike 1000, in der die Motorradmarken BMW, Honda, Kawasaki und Yamaha ums Image kämpfen, begann mit einem Wet-Race über 18 Runden. Das heißt: Das Rennen der über 200 PS starken Motorräder wird selbst bei einem Wetterumschwung nicht abgebrochen, um die Reifen zu wechseln. Florian Alt (Wilbers-BMW-Racing) entschied sich auf der Pole Position für Regenreifen. Damit traf er die gleiche Wahl wie zwei Drittel des Feldes.

Marc Moser (Bonovo Action by MGM Racing), der im freien Training dominiert hatte, riskierte auf der zweiten Startposition alles und setzte komplett auf profillose Slicks. Und dann gab es Fahrer, die ihre Räder vorne und hinten unterschiedlich ausrüsten ließen, unter anderem der Schweizer Dominic Schmitter (Hess Racing), der Belgier Bastien Mackels (SWPN) und Alessandro Polita (HRP-Honda) aus Italien. Polita war sich nicht ganz sicher, ob das funktionieren würde, aber den Versuch war es wert, um von der neunten Startposition nach vorn zu kommen.

Zuerst schien die Entscheidung ein Fehler zu sein, im Verlauf des Rennens erwies sie sich als goldrichtig. Auf der trockener werdenden Strecke kamen die Fahrer mit Slicks immer besser in Fahrt, während Polesetter Alt aus den Top Ten rutschte. Dafür hatte sich Moser an die Spitze des Feldes gesetzt und am Ende war ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen: „Ich habe auch noch einmal richtig gepusht, denn ich wollte, dass der Vorsprung reicht, falls es wieder anfängt zu regnen.“ Zweiter wurde Dominic Schmitter vor Bastien Mackels. Yamaha feierte damit einen dreifachen Erfolg mit Fahrern, die aus drei Ländern kommen: aus Deutschland, der Schweiz und Belgien.

Julian Puffe brachte als Vierter im neuen Superbike-Team GERT56 die erste BMW ins Ziel. Alex Polita, der einzige Honda-Pilot im Feld, wurde Fünfter. Die beste Kawasaki steuerte Valentin Debise. Der Franzose kam als Achter an. Die IDM Superbike 1000 hätte nicht spannender beginnen können.

Das zweite IDM Superbike 1000-Rennen brachte eine Wende in der Königsklasse. Der zweifache Meister Ilya Mikhalchik siegte überlegen auf der neuen BMW M 1000 RR des Teams EGS-alpha-Van Zon-BMW. Gleichzeitig übernahm er die Tabellenführung. Luca Grünwald (Kiefer Racing Team) wurde Zweiter vor Vladimir Leonov (Hertrampf MO Yamaha Racing). Bis es zu diesem Ergebnis kam, dauerte es nicht zuletzt wegen der Startaufstellung nach dem Reverse-Verfahren bis zur letzten Kurve in der letzten Runde.

Mikhalchik war schon im Ziel, als es 8,5 Sekunden hinter ihm endgültig zur Sache ging. Grünwald schnappte sich den Russen komplett im Drift in der letzten Kurve. Die IDM Superbike 1000-Premiere des ehemaligen WM-Teams von Jochen Kiefer war damit geglückt. „In der Schikane auf der anderen Seite war Vladimir schneller als ich und dann sind mir noch ein paar Fehler passiert. Mir blieb also nur die letzte Schikane, um vorbeizukommen“, berichtete Grünwald. Die Gesamtwertung in der IDM Superbike 1000 führt nach den zwei Rennen in Oschersleben Mikhalchik (34 Punkte) vor Schmitter (31), Mackels (29), Leonov (26) und Moser (25) an.

Foto Dino Eisele

IDM Supersport 600

In der IDM Supersport 600 gab es einen Doppelsieg für Valentin Debise (Kawasaki Weber-Motos Racing). Er fährt auch in der IDM Superbike 1000 und gehört dort zu den Favoriten, doch der Franzose ist ein echter Vielfahrer und hat sich auch in der mittleren Hubraumklasse angemeldet. Mit Erfolg. Im ersten Rennen wurde der Nieselregen immer stärker. Die Rennleitung brach den Lauf ab. Der Zieleinlauf nach der achten Runde kam in die Wertung. Auf einen Neustart wurde wegen der anhaltenden unklaren Wettersituation verzichtet. Zum bis dahin dominierenden Debise gesellten sich der bayrische Yamaha-Pilot Patrick Hobelsberger (Bonovo Action by MGM) und Marcel Brenner (Hess Racing) aus der Schweiz aufs Podium.

Debise war auch im zweiten Rennen der Supersportler eine Klasse für sich. Es musste in zwei Teilen ausgetragen werden, denn wegen des erneut schlechten Wetters war eine Unterbrechung unumgänglich. Der zweite Start erfolgte nach der Aufstellung des Zieleinlaufs vor dem Abbruch. Debise baute seinen Vorsprung als Führender auf über 21 Sekunden aus. Mit seiner Verpflichtung haben sich das Team aus der Schweiz und der unterstützende Importeur aus Deutschland einen Goldfisch an Land gezogen.

Rob Hartog, der als Zweitplatzierter des Rennens auch den zweiten Platz in der Tabelle eroberte, war einfach nur glücklich über den Podiumserfolg. Sein 20-jähriger Teamkollege Dino Iozzo aus Südafrika wurde Dritter. Für Teammanager Rob Vennegoor war das ein voller Erfolg. „Wir sind neu in der IDM Supersport 600 und kennen die Motorräder auch noch nicht so gut.“ Er rechnet aber auch im Trockenen mit Top5-Plätzen seiner Piloten. In der Gesamtwertung führt Debise (50 Punkte) vor Hartog (31) und Hobelsberger (26).

Im innerhalb der IDM Supersport 600 ausgetragenen Superstock 600-Cup, der separat gewertet wird und in dem weniger an den Motorrädern geschraubt werden darf, ist der  Luxemburger Noah Lequeux (Yamaha) der Spitzenreiter.

Kurz nach dem Start der Supertsport 300
Foto: Dino Eisele


 IDM Supersport 300

Der Mann der Stunde im ersten Rennen der IDM Supersport 300 hieß Marvin Siebdrath (Team Füsport – RT Motorsports by SKM-Kawasaki). Der 17-jährige Kawasaki-Pilot lieferte sich bis zum Schluss einen spannenden Fight mit  Titelverteidiger Lennox Lehmann (Freudenberg KTM WorldSSP Team), der den Sieg nur um knappe 0,079 sec verpasste. Dritter wurde Klassen-Neuzugang Twan Smits (Apreco) auf Yamaha. Der zu Beginn führende Dirk Geiger (Freudenberg KTM WorldSSP Team) konnte nicht lange an der Spitze mithalten. Der 18-jährige Mannheimer wurde im Fahrerfeld durchgereicht und landete am Ende auf Rang 12. „Wir hatten das Problem mit der Elektronik bereits am Freitag in den freien Trainings, konnten es aber für die Qualifyings beheben. Aus uns noch nicht geklärten Gründen ist es dann leider mitten im Rennen wieder aufgetreten“, erklärte Teamchef  Carsten Freudenberg nach dem Rennen. Toni Erhard (Roto-Store BRT), Meister von 2018, musste nach einem Sturz im ersten Renndrittel frühzeitig aufgeben. Die  Wetterbedingungen waren auch hier alles andere als Friede, Freude, Sonnenschein gewesen. Stattdessen hielten Wind, wechselnde Verhältnisse und eine zu 60 Prozent trockene Strecke schwierige Bedingungen für die Fahrer bereit.

Mit einem Fotofinish endete das zweite Rennen in der Nachwuchsklasse. Der 15-jährige Lennox Lehmann (Freudenberg KTM WorldSSP) darf sich jetzt nicht nur Meister von 2020, sondern auch Rennsieger nennen. Der Dresdner stand heute erstmals auf dem obersten Treppchen und setzte sich mit 45 Zählern an die Spitze der Gesamtwertung. „Nach meinem Meistertitel nun auch einen Sieg in der Tasche zu haben, ist schon etwas ganz Besonderes für mich“, freute er sich. Auch das Rennen entwickelte sich für ihn überraschend anders als anfangs gedacht. „Mein Teamkollege Dirk Geiger und ich hatten uns schnell vom Feld abgesetzt. Ich dachte, die anderen Fahrer würden nicht mehr an uns herankommen. Ein paar Runden später waren sie plötzlich direkt hinter mir und ich wusste: Ich muss jetzt so schnell wie möglich nach vorn.“ Geiger sicherte sich mit dem zweiten Platz 20 Meisterschaftspunkte und ist damit Fünfter in der Gesamtwertung. Direkt hinter Lehmann rangieren Auftaktsieger Marvin Siebdrath (38 Punkte) und Luca de Vleeschauwer (29). Der 18-jährige vom Team Füsport – RT Motorsports by SKM – Kawasaki wurde im zweiten Lauf Dritter.  

„Die erste Veranstaltung ist im Kasten. Wir haben extrem spannende Rennen erlebt. Die Ergebnisse versprechen eine aufregende Meisterschaft mit viel Abwechslung“, zieht IDM-Serienmanager Normann Broy ein Fazit. „Trotz der ständig wechselnden Wetterlage gab es keine schweren Unfälle. Das ist für uns sehr wichtig. Die Sicherheit der Fahrer muss gewährleistet sein. Natürlich haben uns die Zuschauer gefehlt, die wegen der Corona-Bestimmungen nicht vor Ort sein durften. Wir denken und hoffen aber, dass sich das bald ändern wird. Im Moment sind wir guter Dinge.“ Das Promoter- und Organisationsteam der IDM setzte in Oschersleben alle Hebel in Bewegung, um den Event durchführen zu können. Umrahmt wurde es vom Northern Talent Cup, dem Twin Cup sowie dem Pro Superstock Cup. Die Rennen wurden per Livestream übertragen.