Montag, 12. April 2021

Ex-Meister Jules Gounon kehrt mit Zakspeed in das ADAC GT Masters zurück

  •  Champion von 2017 startet für Traditionsteam
  •  Hendrik Still/Constantin Schöll pilotieren zweiten Mercedes-AMG GT3 Evo
  •  Starkes Line-up in ADAC GT4 Germany


Foto: Jens Hawrda

Das Comeback des Champions: Das Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing hat als Speerspitze für das ADAC GT Masters den ehemaligen Meister Jules Gounon (26/F) verpflichtet. Mit Hendrik Still (33/Kempenich) und Constantin Schöll (22/A) hat der Rennstall aus der Eifel in der neuesten Folge von PS on Air – Der Ravenol ADAC GT Masters-Talk auch die Piloten des zweiten Mercedes-AMG GT3 Evo für die Deutsche GT-Meisterschaft bestätigt. In der ADAC GT4 Germany setzt Zakspeed ebenfalls zwei Fahrzeuge ein, die von schlagkräftigen Duos pilotiert werden. Das ADAC GT Masters startet vom 14.–16. Mai in Oschersleben in die neue Saison. Alle Rennen werden live und in voller Länge vom neuen TV-Partner NITRO übertragen.

Mercedes-AMG-Werksfahrer Gounon kehrt damit erstmals seit seinem Titelgewinn 2017 in die Deutsche GT-Meisterschaft zurück, in der er bisher sechs Rennsiege und drei Pole-Positions geholt hat. „Ich bin sehr glücklich, wieder im ADAC GT Masters antreten zu dürfen“, sagt Gounon. „Die Serie liegt mir einfach am Herzen, denn hier habe ich meinen Durchbruch als GT-Pilot geschafft. Dass ich mit einem legendären Team wie Zakspeed zurückkehren kann, ist großartig. Ich freue mich sehr auf die Saison.“ Der Teamkollege des Franzosen wird später bekannt gegeben.

Fest stehen dagegen die Piloten des zweiten Mercedes-AMG GT3 Evo. Hendrik Still, der im Vorjahr bereits erste Einsätze im ADAC GT Masters mit den Eiflern absolvierte, teilt sich das Auto mit Neuzugang Constantin Schöll. Der Österreicher geht in seine zweite Saison in der Deutschen GT-Meisterschaft.

Geschäftsführer Philipp Zakowski ist für die neue Saison optimistisch: „Wir wollen natürlich um vordere Plätze kämpfen. Es ist toll, dass uns Mercedes-AMG mit Jules Gounon einen so starken Fahrer zur Verfügung gestellt hat. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm. Hendrik Still hat uns bei seinen Einsätzen 2020 überzeugt. Mit Constantin Schöll hat er einen jungen und talentierten Teamkollegen an seiner Seite.“

Zakspeed startet seit 2014 fest im ADAC GT Masters und gewann 2015 die Fahrerwertung. Im vergangenen November gewann die Mannschaft aus Niederzissen auf dem Lausitzring das Sonntagsrennen.

Vielversprechendes Aufgebot in der ADAC GT4 Germany

In der ADAC GT4 Germany baut das Team Zakspeed sein Engagement aus und setzt erstmals zwei Mercedes-AMG GT4 ein. Das erste Fahrzeug steuern Jan Marschalkowski (18/Inning), 2020 mit Zakspeed Sieger der Pirelli-Junior-Wertung, und GT4-Europameister Théo Nouet (18/F). Im Schwesterauto übernehmen Robert Haub (31/USA) und Gabriela Jilkova (26/CZ) das Steuer. Der in Düsseldorf lebende Deutsch-Amerikaner und die Tschechin gewannen Anfang des Jahres die GT Winter Series.

„Auch in der ADAC GT4 Germany haben wir zwei stark besetzte Autos“, sagt Philipp Zakowski. „Jan und Théo sind zwei große Talente. Mit ihnen wollen wir in diesem Jahr um den Titel kämpfen. Robert und Gabriela haben bei ihren ersten GT4-Einsätzen im Winter einen tollen Job gemacht. Auch mit ihnen rechnen wir uns gute Chancen aus.“

Team Joos Sportwagentechnik startklar für Premierensaison im ADAC GT Masters

  •  Rennstall setzt einen Porsche 911 GT3 R ein
  •  Marco Holzer und Johannes Stengel als Fahrer
  •  Schwaben absolvierten bereits 2020 erste Gaststarts

Der Porsche wird von Marco Holzer und Johannes Stengel pilotiert
Foto: Siegerdesigns


Das Starterfeld des ADAC GT Masters wird um einen weiteren Porsche 911 GT3 R verstärkt: Das Team Joos Sportwagentechnik setzt in seiner ersten Saison in der Deutschen GT-Meisterschaft auf das Meisterauto des Vorjahres. Als Piloten hat die Mannschaft aus Balingen GT-Routinier Marco Holzer (32/Höchst) und Serienneuling Johannes Stengel (25/Stadtlohn) verpflichtet. Das ADAC GT Masters startet vom 14.–16. Mai in Oschersleben in die neue Saison. Alle Rennen werden live und in voller Länge vom neuen TV-Partner NITRO übertragen.

2020 trat das Team Joos Sportwagentechnik auf dem Nürburgring und in Hockenheim an, um als Gaststarter erste Erfahrungen im ADAC GT Masters zu sammeln. Dabei sprangen zwei zwölfte Plätze heraus. Nun stehen erstmals alle 14 Saisonrennen auf dem Programm. „Wir können unsere erste komplette Saison im ADAC GT Masters kaum erwarten“, sagt Teamchef Michael Joos. „Wir haben schon bei unseren Gaststarts festgestellt, wie hart umkämpft die Serie ist. Wir freuen uns auf diese Herausforderung. Mit Marco und Johannes haben wir eine vielversprechende Fahrerpaarung. Wir wollen möglichst viele Punkte sammeln und das eine oder andere Highlight setzen.“

Mit Marco Holzer hat das Team für seine Premierensaison einen erfahrenen GT-Piloten in seinen Reihen. Der 32-Jährige kennt den Porsche 911 GT3 R bereits aus verschiedenen Rennserien. Im ADAC GT Masters trat der Bayer 2016, 2019 und 2020 an. „Dies wird meine erste komplette Saison im ADAC GT Masters. Ich freue mich sehr darauf, in der vielleicht stärksten GT3-Serie antreten zu können. Ich kenne das Joos-Team schon aus der vergangenen Saison vom Gaststart in Hockenheim. Johannes ist ein junger und schneller Teamkollege, dem ich mit meiner Erfahrung zur Verfügung stehen werde. Wir tauschen uns schon jetzt regelmäßig aus. Wir wollen uns im Lauf der Saison steigern und gute Ergebnisse einfahren.“

Für Partner Johannes Stengel ist der GT3-Sport Neuland. Zuletzt startete er in einem Cup-Porsche auf der Nürburgring-Nordschleife und holte einen Klassensieg beim ADAC Total 24h-Rennen. Sein bisher einziges GT3-Rennen bestritt er zu Jahresbeginn in einem Audi R8 LMS in Dubai. „Der Wechsel in das ADAC GT Masters ist ein unglaublicher Schritt für mich“, sagt der Student aus dem Münsterland, der in der Pirelli-Junior-Wertung punkteberechtigt ist. „Ich habe den Porsche 911 GT3 R im vergangenen Jahr schon ein wenig getestet und weiß daher, wie er sich anfühlt. Es ist toll, mit der Joos-Mannschaft in familiärer Atmosphäre etwas Neues aufzubauen. Mit Marco habe ich einen super Teamkollegen, von dem ich sicher viel lernen kann. Auch wenn es ein Sprung ins kalte Wasser ist, könnte ich mir keine bessere Umgebung für meinen Aufstieg in das ADAC GT Masters vorstellen.“

Freitag, 9. April 2021

Zwei BMW-Werksfahrer für Schubert Motorsport im ADAC GT Masters

  •  Nick Yelloly und Jesse Krohn als Fahrerduo
  •  Schubert erweitert Engagement mit dem BMW M4 GT4 auch auf die ADAC GT4 Germany

Schubert Motorsport setzt im ADAC GT Masters auf zwei BMW-Werksfahrer
Foto: ADAC-Motorsport


Starkes Fahrerduo bei Schubert Motorsport: Das Team aus Oschersleben tritt in der Deutschen GT-Meisterschaft mit den BMW-Werkspiloten Nick Yelloly (30/GB) und Jesse Krohn (30/FIN) an. Schubert Motorsport ist eine der erfolgreichsten Mannschaften der Rennserie und setzt einen BMW M6 GT3 ein. Erstmals startet das Team in dieser Saison auch in der ADAC GT4 Germany. Mit Marcel Lenerz (23/Bad Hersfeld) steht dort der erste Fahrer fest. Das ADAC GT Masters bestreitet vom 14.–16. Mai in Oschersleben seinen Saisonauftakt. Alle Rennen werden live und in voller Länge vom neuen TV-Partner NITRO übertragen.

Britisch-finnisches Werksfahrerduo im ADAC GT Masters

Mit Yelloly und Krohn setzt Schubert Motorsport auf zwei erfahrene GT-Piloten. Yelloly feierte zahlreiche Erfolge in Porsche-Markenpokalen und ist seit 2019 BMW-Werksfahrer. Im vergangenen Jahr bestritt er seine erste Saison im ADAC GT Masters, feierte auf dem Red Bull Ring seinen ersten Sieg und gewann auch das ADAC Total 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Seit 2015 ist er außerdem als Formel-1-Entwicklungsfahrer für Aston Martin sowie die Vorgänger-Teams Force India und Racing Point aktiv.

Für Teamkollege Krohn bedeutet das Engagement die Rückkehr in das ADAC GT Masters. Der Finne gehört seit 2018 zum Kader der BMW-Werksfahrer und trat zuletzt vor allem in den USA an, wo ihm unter anderem 2020 ein Klassensieg bei den 24 Stunden von Daytona gelang. Im ADAC GT Masters war Krohn erstmals 2015 für Schubert Motorsport im Einsatz, zuletzt sprang er in der vergangenen Saison auf dem Sachsenring ein.

„Wir freuen uns sehr über die Bekanntgabe einer solch starken Fahrerpaarung für das ADAC GT Masters“, sagt Teamchef André Schubert, dessen Team mit elf Siegen das dritterfolgreichste in der Geschichte des ADAC GT Masters ist. „In der vergangenen Saison haben wir mit dem BMW M6 GT3 ausgezeichnete Fortschritte gemacht. Mit Nick und Jesse haben wir zwei herausragende Piloten von BMW Motorsport an Bord, die uns weiter voranbringen werden. Beide haben schon im Vorjahr maßgeblichen Anteil an den Erfolgen des Teams gehabt. Ich bin überzeugt, dass wir mit dieser Kombination die richtige Wahl getroffen haben.“

Talentförderung in der ADAC GT4 Germany

Schubert Motorsport steigt in dieser Saison erstmals auch in die ADAC GT4 Germany ein. Dort setzen die Oscherslebener einen BMW M4 GT4 ein. Das Ziel: Nachwuchstalente im hauseigenen Junior-Programm für den GT3-Sport auszubilden. Als erster Fahrer steht Marcel Lenerz fest. Der Hesse wechselte nach einer erfolgreichen Laufbahn im Kartsport, in der er 2013 unter anderem einen Titelgewinn im ADAC Kart Masters feierte, in den Automobilsport. Nach ersten Langstreckeneinsätzen im BMW M4 GT4 wird er diesen nun erstmals bei Sprintrennen pilotieren.

„Wir sind sehr froh, unseren Einstieg in die ADAC GT4 Germany bekanntzugeben“, sagt André Schubert. „Die Serie hat sich in den vergangenen Jahren als feste Größe im nationalen Motorsport etabliert und ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, junge Fahrer zu fördern. Mit Marcel haben wir einen sehr talentierten Neuzugang im Team, von dem wir uns viel versprechen. Uns steht eine spannende Saison bevor.“ Die Bekanntgabe des zweiten Fahrers für die ADAC GT4 Germany erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

T3 Motorsport verdoppelt Engagement in der ADAC GT4 Germany

  •  Zwei Audi R8 LMS GT4 für das Team aus Dresden
  •  Jan Philipp Springob und Oliver Mayer kehren zurück in die ADAC GT4 Germany
  •  Mayer startet erstmals gemeinsam mit seinem Sohn Lukas

Die beiden Audi R8 LMS GT4 von T3 Motorsport für die ADAC GT4 Germany
Urheber: T3 Motorsport

Doppelter Einsatz von T3 Motorsport in der ADAC GT4 Germany. Der Rennstall aus Sachsen weitet sein Programm in der Saison 2021 weiter aus und startet mit zwei Audi R8 LMS GT4. „Mit zwei Fahrzeugen haben wir mehr Daten zur Verfügung, was uns natürlich beim Herausarbeiten der Abstimmung hilft. Die ADAC GT4 Germany ist eine hoch interessante Serie mit spannenden und spektakulären Rennen. Wir hatten 2020 einen starken Einstand und konnten dreimal auf das Podium fahren. Darauf wollen wir nun aufbauen. Wir finden, dass die ADAC GT4 Germany das perfekte Sprungbrett in den GT3-Sport ist. Das gilt vor allem für junge Piloten, die sich noch entwickeln wollen“, erklärt Teammanager Jens Feucht, dessen Rennstall 2021 auch wieder im ADAC GT Masters unterwegs sein wird und dort drei Lamborghini Huracán GT3 Evo aufbietet.

Die vier Piloten für den Einsatz in der ADAC GT4 Germany stehen bei T3 Motorsport bereits fest. Einen Audi teilen sich Jan Philipp Springob (20/Olpe) und John Paul Southern (19/USA). Springob startete schon 2019 in der ADAC GT4 Germany. „Die ADAC GT4 Germany ist im Hinblick auf die Zukunft die sinnvollste Variante, die man derzeit einschlagen kann – insbesondere mit Blick auf den GT3-Sport“, so Springob. „Mit T3 Motorsport habe ich mich für ein Team entschieden, das auch im ADAC GT Masters startet. Somit kann ich mich ideal auf das ADAC GT Masters vorbereiten. Ich lerne beispielsweise die Abläufe, was den nächsten Schritt um einiges einfacher macht.“

Springobs Engagement in der ADAC GT4 Germany 2019 verlief vielversprechend und erfolgreich. Er beendete die Saison auf Platz drei in der Junior-Wertung. „Es ist auf jeden Fall das Ziel, in diesem Jahr die Junior-Wertung zu gewinnen“, ist Springob hoch motiviert. „In der Gesamtwertung wollen wir in die Top Drei kommen.“ Sein amerikanischer Teamkollege Southern ist neu in der Serie. Er startete zuletzt in der Trans Am Series und der Formula Regional Americas. „Ich freue mich sehr auf die neue Saison in der ADAC GT4 Germany“, meint Southern. „Es ist meine erste Saison in Übersee. Somit ist alles in Deutschland neu für mich. Aber Racing ist Racing und T3 Motorsport hat ein großartiges Paket für die Saison zusammengestellt. Ich erwarte also nur das Beste.“

Auch im zweiten Audi von T3 Motorsport sitzt ein ADAC GT4 Germany-Rückkehrer. Dabei handelt es sich um Oliver Mayer (63/Ingolstadt), der 2019 mit starken fahrerischen Leistungen die Trophy-Wertung der ADAC GT4 Germany gewann. „In meiner Karriere war ich immer schon in ADAC Serien unterwegs und fühle mich in diesem Umfeld sehr wohl“, so Mayer, der in den Jahren 1993 bis 1995 beispielsweise im ADAC GT Cup unterwegs war und auch schon 39 Rennen im ADAC GT Masters absolviert hat. „In der ADAC GT4 Germany gefällt mir vor allem Kameradschaft im Fahrerlager.“

Oliver Mayer teilt sich das Cockpit mit seinem 25-jährigen Sohn Lukas. Dieser hat schon mit acht Jahren sein erstes Motocross-Rennen absolviert, 2021 bestreitet er nun auch sein erstes Rennen auf vier Rädern. „Lukas hat erst im vergangenen Jahr seine Rennlizenz gemacht“, erläutert Mayer. „Ich möchte ihn in dieser Saison ein wenig in den Motorsport einarbeiten. Aber darüber hinaus wollen wir natürlich auch gemeinsam Spaß haben.“

Zur Vorbereitung auf die Saison 2021 hat T3 Motorsport bereits erste Testfahrten in der Motorsport Arena Oschersleben unternommen. „Die Fahrer waren mit den Tagen sehr zufrieden“, freut sich Teammanager Feucht. „Kurz vor dem offiziellen ADAC-Test werden wir nochmals in Oschersleben unterwegs sein. Dabei wollen wir unsere Performance noch weiter verbessern. Somit schauen wir einer erfolgreichen Saison in der ADAC GT4 Germany entgegen.“

Zweiter DTM-Testtag in Hockenheim: Lucas Auer glänzt mit später Bestzeit

  •  Gerhard Berger zählt seinen Landsmann zu den Meisterschaftsfavoriten
  •  Mercedes erneut vorn, gefolgt von Audi, Ferrari und BMW
  •  Zweiter offizieller DTM-Test vom 04. bis 06. Mai auf dem DEKRA Lausitzring

Liam Lawson (Ferrari, Red Bull AF Corse) © DTM


Zweite Bestzeit für Mercedes: Bei guten Witterungsbedingungen gab die DTM am zweiten Tag des offiziellen Tests in Hockenheim Vollgas. Dabei erzielte der Österreicher Lucas Auer im Mercedes-AMG GT3 von Neueinsteiger Mercedes-AMG Team Winward kurz vor Testende die Bestzeit. Mit 1:36,153 Minuten auf dem badischen Grand-Prix-Kurs verwies der fünfmalige DTM-Sieger seinen monegassischen Markenkollegen Vincent Abril (Mercedes-AMG Team HRT, 1:36,173) nur um zwei Hundertstelsekunden auf Rang zwei. Die drittbeste Zeit erzielte der spanische DTM-Rückkehrer Daniel Juncadella (Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team GruppeM) mit 1:36,251. Als bester Audi-Pilot kam Mike Rockenfeller (GER, ABT Sportsline) mit 1:36,670 auf Rang sieben. Als Neunter betrug der Rückstand von Alex Albon (THA, AF Corse, 1:37,012) im Alpha Tauri-Ferrari weniger als eine Sekunde. Mit 1:37,190 markierte der zweimalige Champion Marco Wittmann (GER, Walkenhorst Motorsport) erneut die beste BMW-Zeit. Insgesamt gingen 18 Fahrer von zehn Teams an beiden Testtagen auf die Strecke.

„Eigentlich nehme ich ja Druck von ihm, doch ich denke, in dieser Saison gehört Lucas zum Kreis der Meisterschaftsfavoriten“, hatte Gerhard Berger noch am Mittag in einer digitalen Pressekonferenz gesagt. Prompt ließ sein Neffe Taten folgen. „Ich denke, gerade der heutige Nachmittag gibt schon ein recht repräsentatives Bild ab“, urteilt der Österreicher mit Blick auf seine Tagesbestzeit. „Ich habe viel gelernt über den Mercedes-AMG GT3, der für mich in vielen Bereichen noch neu ist. Da kommt sicherlich noch einiges bis zum Saisonauftakt.“

Hubert Haupt schreibt DTM-Geschichte: vor 30 Jahren als Fahrer, jetzt als Teambesitzer

Seine ersten Erfahrungen in der DTM sammelte an den beiden Testtagen Alex Albon (THA) im Alpha Tauri-Ferrari (AF Corse). „Nach der Formel 1 zählt die DTM zu den Top-Serien, das Level der Fahrer ist extrem hoch“, stellte der Formel-1-Test- und Reserve-Fahrer von Red Bull Racing fest.

Auch am zweiten Tag hinterließ Sophia Flörsch im Audi R8 LMS von ABT Sportsline einen guten Eindruck. Sie nutzte die enge Zusammenarbeit mit ihren Teamkollegen Mike Rockenfeller (GER) und Kelvin van der Linde (RSA), um Erfahrungen zu sammeln und sich weiter zu steigern. „Kelvin ist ein GT3-Experte, Mike hat sehr viel DTM-Erfahrung – davon kann ich nur profitieren, um so schnell zu werden wie die beiden“, so die 20-Jährige.

Vor 30 Jahren war er als junger Audi-Pilot in der DTM am Start, vor 20 Jahren mit Opel, und nun ist er als Teambesitzer zurückgekehrt: der Münchner Hubert Haupt. „Die DTM ist sehr lebendig! Das macht mich happy. Mit dem Einstieg meines Teams geht für mich ein Traum in Erfüllung“, so Haupt, der mit einem Mercedes-AMG GT3 seines HRT-Teams bei mindestens einem DTM-Rennen selbst wieder ins Lenkrad greifen will.

SAT.1, ZDF und Sport1 begleiteten die DTM-Testfahrten in Hockenheim mit eigenen Kamerateams und Reportern. Darüber hinaus lag der Fokus der TV-Produktion auf den neuen Teams und Fahrern, so dass TV-Sender beispielsweise in Neuseeland (Liam Lawson) und Südafrika (das Brüderpaar Sheldon und Kelvin van der Linde) mit Material des DTM-Vermarkters ITR bedient wurden. Die acht Rennwochenenden der DTM werden im deutschsprachigen Raum von SAT.1 und in über 50 Ländern live übertragen.

Zur weiteren Saisonvorbereitung treffen die Teams vom 04. bis 06. Mai beim zweiten offiziellen DTM-Test auf dem DEKRA Lausitzring erneut aufeinander. Die 35. Saison der DTM beginnt vom 18. bis 20. Juni im Königlichen Park von Monza in Italien.


DTM-Test  Hockenheim Tag 2 Top-10-Ergebnis:


1. Lucas Auer (AUT) Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team Winward, 1:36,153 Minuten
2. Vincent Abril (FRA) Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team HRT, 1:36,173
3. Daniel Juncadella (ESP) Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team GruppeM, 1:36,251
4. Philip Ellis (SUI) Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team Winward, 1:36,351
5. Maximilian Götz (GER) Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team HRT, 1:36,375
6. Arjun Maini (IND) Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team GetSpeed, 1:36,555
7. Mike Rockenfeller (GER) Audi R8 LMS, ABT Sportsline, 1:36,670
8. Maximilian Buhk (GER) Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team Mücke, 1:36,780
9. Alex Albon (THA) Ferrari 488 GT3, Alpha Tauri AF Corse, 1:37,012
10. Liam Lawson (NZL) Ferrari 488 GT3, Red Bull AF Corse, 1:37,184