Donnerstag, 17. September 2020

ADAC GT4 Germany in Hockenheim noch stärker besetzt

  •  Gaststart für Porsche von Burgmann Racing und dritten McLaren von Dörr Motorsport
  •  Tabellenführer von Allied-Racing wollen beim zweiten Rennwochenende erneut siegen
  •  Beide Rennen live auf SPORT1 im Free-TV sowie online im Livestream

Foto: Jens Hawrda


Die ADAC GT4 Germany steht vor ihrer zweiten Saisonstation 2020. Auf dem Hockenheimring darf sich die Serie am kommenden Wochenende (18. bis 20. September) im Rahmen des ADAC GT Masters über weiteren Teilnehmerzuwachs freuen. Burgmann Racing setzt unter der Bewerbung "Porsche Zentrum 5 Seen Motorsport" einen Porsche 718 Cayman GT4 ein, dazu stockt Dörr Motorsport sein Kontingent auf drei McLaren auf. SPORT1 zeigt wieder beide Läufe im Free-TV. Außerdem sind die Rennen online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.
 
Als Tabellenführer reist das Porsche-Duo Jan Kasperlik (41/Huglfing) und Nicolaj Møller Madsen (27/DNK, beide Team Allied-Racing) ins badische Motodrom. "Wir haben bereits am Nürburgring gezeigt, dass der Porsche 2020 sehr wettbewerbsfähig ist", erklärt Kasperlik, der mit Møller Madsen in der Eifel einen Laufsieg und ein weiteres Podiumsergebnis erzielte. "Wir gehen natürlich mit ähnlichen Erwartungen nach Hockenheim. Wir kennen die Strecke sehr gut, da wir dort recht oft getestet haben. Es wird wichtig sein, ein Set-up zu finden, dass nicht nur in Sektor eins und zwei sondern auch im Motodrom gut funktioniert. Insgesamt schätze ich auch BMW und Mercedes-AMG am Wochenende stark ein. Wir fahren voll auf Sieg und wollen zeigen, was wir können. Unser Ziel ist 2020 ganz klar der Meistertitel in der ADAC GT4 Germany."
 
Neben den insgesamt drei Porsche vom Team Allied-Racing und jeweils einem weiteren vom Küs Team75 Bernhard und vom DLV-Team Schütz Motorsport schraubt Burgmann Racing das Porsche-Kontingent in Hockenheim auf sechs 718 Cayman GT4 hoch. Das Fahrzeug startet unter der Nennung des Porsche Zentrum 5 Seen Motorsport aus Gilching-Argelsried. Am Steuer sitzen Dominik Schraml (33/Altenstadt) und Dennis Richter (24/Essen), der Sohn der 2001 tödlich verunglückten Nürburgring-Legende Uli Richter.
 
Ebenfalls neu am Hockenheimring mit dabei ist ein dritter McLaren 570S vom Team Dörr Motorsport. Dieses Fahrzeug ist mit Steer-by-Wire-Technologie ausgestattet und verzichtet somit auf eine herkömmliche Lenksäule. Im Cockpit teilen sich die ehemaligen ADAC GT Masters-Fahrer Christer Jöns (33/Ingelheim) und Christopher Dreyspring (22/Nürnberg) die Arbeit. "Der Start in der ADAC GT4 Germany ist jetzt der nächste logische Schritt", erklärt Robin Dörr, dessen Team bereits Erfahrung mit der neuen Technik gesammelt hat. "Mit Christer Jöns konnten wir einen extrem professionellen und routinierten Fahrer für dieses Projekt gewinnen. Er begleitet uns mittlerweile seit mehr als einem Jahr und hat schon 2019 in der ADAC GT4 Germany ein Podium eingefahren - und das bei seinem Debüt mit uns. Wir wollen vorne mitmischen."
 
Marvin Dienst (23/Lampertheim, DLV-Team Schütz Motorsport) ist auf dem Hockenheimring wieder im doppelten Einsatz. Als einziger Pilot im Feld tritt er sowohl im ADAC GT Masters als auch in der ADAC GT4 Germany an. "Ich habe mich mittlerweile an die Doppelbelastung gewöhnt und komme sehr gut zurecht. Natürlich brauche ich jeweils ein bis zwei Runden, um mich im GT3- bzw. GT4-Fahrzeug einzufinden", erklärt Dienst, der sich das Fahrzeug mit Marcus Suabo (51/Malsch) teilt. "Mein Ziel in der ADAC GT4 Germany ist es, Marcus fahrerisch weiterzuentwickeln. Dennoch möchte ich natürlich auch vorne mit dabei sein und hoffe auf die Pole-Position für das Rennen am Sonntag. Diesen Anspruch muss ich an mich persönlich stellen. In den beiden Läufen sollten Plätze in den Top Zehn auf jeden Fall drin sein. Ein Top-Fünf-Ergebnis wäre natürlich super." Auf den Mercedes-AMG GT4 setzen in Hockenheim auch noch Dupré Motorsport Engineering und das Mann-Filter Team HTP-Winward.
 
Hofor Racing by Bonk Motorsport, das Team AVIA Sorg Rennsport, das Team Lillestoff und MRS GT-Racing mit den Zwillingen Alesia Kreutzpointner und Jacqueline Kreutzpointner (beide 21/Töging am Inn) vertrauen auf den BMW M4 GT4. Hella Pagid - Racing One und T3-HRT-Motorsport starten auf dem Hockenheimring wieder mit einem Audi R8 LMS GT4. Dazu kommen noch jeweils ein KTM X-Bow GT4 (Evo) von RTR Projects und True Racing sowie die Ginetta G55 GT4 vom Team Piro Sports Caffè d´Italia.

Mittwoch, 16. September 2020

ADAC GT Masters in Hockenheim: 33 GT3-Sportwagen versprechen viel Spannung

  • Maro Engel und Luca Stolz (Mercedes-AMG) sind Tabellenführer
  • Titelverteidiger Kelvin van der Linde: "Erwarte viel Action"

Foto: ADAC-Motorsport

Packende Duelle, gute Überholmöglichkeiten und enge Zeitenabstände: Das ADAC GT Masters startet am kommenden Wochenende (18.-20. September) auf dem Hockenheimring zum dritten Rennwochenende des Jahres - einer Strecke, die für spannendes Racing bekannt ist. Dabei machen 32 Supersportwagen Jagd auf die Tabellenführer Luca Stolz (25/Brachbach) und Maro Engel (34/Monte Carlo, beide Toksport WRT) im Mercedes AMG GT3 Evo. Die beiden Rennen werden Samstag und Sonntag ab 13.00 Uhr live von SPORT1 übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Keyfacts, Hockenheimring, Hockenheim, Saisonrennen 5 und 6 von 14

Streckenlänge: 4.574 Meter
Layout: 17 Kurven (neun Rechts-, acht Linkskurven), im Uhrzeigersinn befahren
Sieger 2019, Rennen 1: Mirko Bortolotti/Christian Engelhart (Orange1 by GRT Grasser-Lamborghini Huracán GT3 Evo)
Sieger 2019, Rennen 2: Patric Niederhauser/Kelvin van der Linde (HCB-Rutronik Racing-Audi R8 LMS)
ADAC GT Masters auf dem Hockenheimring im TV: Übersicht über die TV-Sendezeiten im Anhang.
 
Die Favoriten

Vier Rennen, vier verschiedene Sieger: Das ADAC GT Masters ist abwechslungsreich in die aktuelle Saison gestartet. Dank eines Sieges und zweier weiterer Podestplätze führen die Mercedes-AMG-Piloten Luca Stolz und Maro Engel aktuell die Tabelle an. Dahinter folgen die Porsche-Duos Michael Ammermüller (34/Rotthalmünster)/Christian Engelhart (33/Starnberg, beide SSR Performance) und Robert Renauer (35/Vierkirchen)/Sven Müller (28/Bingen am Rhein, beide Precote Herberth Motorsport) sowie die Audi-Fahrer Charles Weerts (19/B) und Dries Vanthoor (22/B, beide Team WRT), die alle ebenfalls schon in dieser Saison triumphiert haben. Zu den Favoriten zählen auch die Titelverteidiger Patric Niederhauser (28/CH) und Kelvin van der Linde (24/ZA, beide Rutronik Racing). Auch sie setzen auf die Marke mit den vier Ringen, die mit insgesamt sieben Triumphen die erfolgreichste in Hockenheim ist. Niederhauser und van der Linde gewannen 2019 in Baden das Sonntagsrennen und sicherten sich dort vorzeitig den Fahrertitel des ADAC GT Masters.
 
Die Lokalmatadore

Mit Callaway Competition aus Leingarten - mit vier Siegen das erfolgreichste Team im ADAC GT Masters in Hockenheim -, Rutronik Racing aus Remchingen und dem DLV Team Schütz Motorsport aus Bobenheim-Roxheim haben gleich drei Rennställe ihren Sitz weniger als 100 Kilometer von der Rennstrecke entfernt. Auch zahlreiche Fahrer stammen aus der Region um das badische Motodrom. So kommt BMW-Werksfahrer Jens Klingmann (30/Tägerwilen, MRS GT-Racing) aus dem nahe gelegenen Heidelberg. Audi-Pilot Dennis Marschall (24) aus Eggenstein-Leopoldshafen hat genauso ein Heimspiel wie Mercedes-AMG-Pilot Marvin Dienst (23/Lampertheim, DLV-Schütz Motorsport). Eine kurze Anreise hat auch Markus Pommer (29) aus Neckarsulm, der mit der Corvette C7 GT3-R von Callaway Competition antritt.
 
Die Strecke

Der Hockenheimring ist für spannende, enge Rennverläufe im ADAC GT Masters bekannt. In der Vergangenheit haben dort bereits neun Hersteller gewonnen. Mit 4,574 Kilometern ist der Hockenheimring die längste Strecke im Kalender und bietet einen spannenden Mix aus langen Geraden, schnellen Kurven, Spitzkehren und dem engen, stadionähnlichen Motodrom. Das Rennwochenende findet ohne die Beteiligung von Zuschauern nach einem vom ADAC GT Masters entwickelten und behördlich genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzept statt. Neben dem ADAC GT Masters treten am Wochenende auch die ADAC GT4 Germany, die ADAC TCR Germany und die ADAC Formel 4 an.
 
ADAC GT Masters eSports Championship powered bei EnBW mobility+

Die ADAC GT Masters eSports Championship powered bei EnBW mobility+ startet am Samstag ab 18.30 Uhr auf dem virtuellen Hockenheimring zum dritten von acht Saisonrennen. Neben den 20 festen Teilnehmern treten erneut vier Gaststarter an. Insgesamt geht es in der Saison um ein Preisgeld von 80.000 Euro. Nach seinem Sieg beim zweiten Saisonrennen auf dem Nürburgring ist Nikodem Wisniewski vom eSports-Team des Formel-1-Rennstalls Williams aktueller Tabellenführer. Das Rennen wird im Livestream auf youtube.com/adac und auf adac.de/motorsport übertragen.
 
Stimmen vor dem Rennwochenende
 
Kelvin van der Linde (Rutronik Racing, Audi R8 LMS): 

"Es ist etwas Besonderes, am Wochenende nach Hockenheim zurückzukehren. Wir haben dort im vergangenen Jahr am Sonntag den Sieg geholt und den Titel eingefahren. Das sind natürlich schöne Erinnerungen. Patrick und ich sind voll motiviert und auf einem guten Weg - was unser Podium und die Pole-Position am Nürburgring unterstreichen. Das Team hat gezeigt, wie stark es ist. Wir haben immer noch gute Chancen den Titel zu verteidigen - das bleibt unser Ziel. Ich denke, wir haben auch für Hockenheim ein gutes Paket. Es ist das Heimrennen unseres Teams, weshalb wir dort oft testen. Die Fans können sich auf tolle Rennen freuen. Hockenheim ist bekannt für viel Action. Wir haben dort in den vergangenen Jahren mit das beste Racing im ADAC GT Masters und tolle Fights gesehen. Die Strecke bietet einige Überholmöglichkeiten. Teile des Kurses - vor allem im letzten Sektor - sind neu asphaltiert worden. Mal sehen, was das für Auswirkungen auf die neuen Reifen von Pirelli haben wird."
 
Markus Pommer (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R): 

"Hockenheim ist sowohl für mich als auch für Callaway Competition das Heimspiel. Deshalb können ich und einige Teammitglieder sogar zu Hause schlafen. Leider hatte ich in Hockenheim zuletzt viel Pech - vor allem vergangenes Jahr mit zwei unverschuldeten Unfällen in der ersten Runde war es sehr unglücklich. Daher kann es jetzt nur besser werden. Auch wenn Hockenheim die Hausstrecke von Callaway ist und wir die Strecke deshalb gut kennen, kann ich schwer einschätzen, wie stark wir in den Rennen sein werden. Denn wir sind 2019 keine Rennrunde gefahren und in diesem Jahr gibt es neue Reifen. Aber zuletzt auf dem Nürburgring lief es vor allem am Sonntag gut, daher bin ich zuversichtlich und kann das Rennwochenende vor der eigenen Haustür kaum erwarten."

Jonas Folger krönt packendes IDM-Wochenende in der Lausitz

 

Jonas Folger siegte auch am Lausitzring
Foto: MPS/Dino Eisele

Ex-MotoGP-Ass Jonas Folger behielt auch bei der dritten IDM-Veranstaltung der Saison 2020 eine weiße Weste. Der 27 Jahre alte Yamaha-Fahrer gewann am heutigen Sonntag beide Superbike-Rennen auf dem Lausitzring. Vor dem Finale vom 25. bis zum 27. September in Hockenheim fehlen dem Bayern nur noch sieben Punkte zum Meistertitel. Doch auch in den anderen IDM-Serien gab es spannende Entscheidungen. In gleich drei IDM-Serien wechselte die Spitze in der Meisterschaftswertung.

In der IDM Supersport 600 übernahm Luca Grünwald auf Kawasaki die Führung, allerdings nur mit drei Punkten vor dem zweifachen Lausitz-Rennsieger Martin Vugrinec auf Yamaha. Genauso knapp ist der Vorsprung von Paul Fröde (Honda) in der IDM Superstock 600 auf Jan-Ole Jähnig (Yamaha). In der IDM-Nachwuchsserie Supersport 300 eroberte Rick Dunnik auf Yamaha die Tabellenspitze.

In der Königsklasse IDM Superbike 1000 setzte sich Jonas Folger auf der Yamaha von Bonovo Action by MGM Racing erneut gegen den Titelverteidiger Ilya Mikhalchik auf der BMW des EGS-alpha-Van Zon-Teams durch. Folger konnte auch auf dem ihm zuvor unbekannten Lausitzring in beiden Rennen maximal punkten. „Die Strecke macht uns Fahrern schon richtig Arbeit“, schilderte er seine Eindrücke. Die Strecke in der Lausitz machte auch die Wahl einer richtigen Mischung der Pirelli-Reifen zur echten Herausforderung.

„Leider haben die weicheren Reifen nicht so gut funktioniert wie erhofft“, sagte Folger nach dem zweiten Rennen. Trotzdem fuhr er einen Vorsprung von 7,279 Sekunden heraus. Auch Ilya Mikhalchik haderte mit den Reifen. „Ich habe die harte Mischung gewählt, hatte aber nach der dritten Runde auf dem Vorderreifen zu wenig Grip“, so Mikhalchik. Hinter dem Spitzenduo fuhr  Wilbers-BMW-Pilot Florian Alt erneut zwei Podiumsplätze heraus und liegt in der Meisterschaft auf dem dritten Platz. Ihm folgt der Schweizer Dominic Schmitter, der zweitbesten Yamaha-Pilot im Superbike-Feld.

Stark präsentierte sich auf dem Lausitzring auch Langstrecken-Weltmeister Erwan Nigon. Der einzige Kawasaki-Pilot wurde im ersten Rennen Vierter. Im zweiten Lauf kämpfte der Franzose anfangs in der Spitzengruppe mit, musste sich aber am Ende mit dem sechsten Platz zufriedengeben. Bester Honda-Pilot im Feld mit Fahrern aus acht Nationen war der Italiener Alessandro Polita, der in der IDM-Zwischenwertung den siebten Platz belegt.

In der hart umkämpften IDM Supersport 600 feierte Martin Vugrinec auf Yamaha seine ersten beiden IDM-Siege. Der 21-jährige Yamaha-Fahrer gewann jeweils vor Luca Grünwald auf Kawasaki, der als fleißiger Punktesammler die Führung in der Meisterschaft übernahm. Titelverteidiger Max Enderlein auf Yamaha konnte im ersten Rennen nach einer Durchfahrtsstrafe als Vierzehnter nur zwei Punkte retten. In der Gesamtwertung warf ihn das Ergebnis auf den dritten Platz zurück.

Wie Enderlein so stammt auch Paul Fröde aus Hohenstein-Ernstthal. Mit seiner Honda übernahm er die Führung in der erstmals als IDM-Meisterschaft ausgetragenen Superstock 600-Klasse. Allerdings folgt ihm Jan-Ole Jähnig nach zwei Siegen auf den Fersen. Der Belgier Tom Kohnen konnte nach seinem Sturz im ersten Rennen die Rolle des Tabellen-Spitzenreiters nicht verteidigen.

Auch in der Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 präsentiert sich nach dem Lausitzring-Wochenende ein neuer Fahrer als Gesamt-Erster. Mit seinem ersten Saisonsieg übernahm der Holländer Rick Dunnik auf Yamaha die Führung in der Meisterschaft mit dem größten Starterfeld innerhalb der IDM. Bei der dritten Veranstaltung kämpften 37 Nachwuchsfahrerinnen und -fahrer um Platzierungen und Punkte. Dunnik hat vor dem Finale 15 Punkte Vorsprung auf den Belgier Luca de Vleeschauwer auf Kawasaki. Der Fahrer von RT Motorsports by SKM-Kawasaki konnte zwar in der Lausitz seinen ersten IDM-Sieg feiern, blieb aber im zweiten Rennen nach einem Sturz in der Startrunde als Siebzehnter punktelos.

In der IDM Sidecar konnten die Schweizer Markus Schlosser und Marcel Fries auf LCR-Yamaha mit einem Sieg ihre Führung in der Meisterschaft ausbauen. Im zweiten Rennen behaupteten sie sich vor dem Titelverteidiger und achtfachen Weltmeister Tim Reeves und dessen Beifahrer Kevin Rousseau auf Adolf RS Yamaha. Die 1000er-Klasse entschieden Mike Roscher und Anna Burkard auf LCR-BMW souverän für sich. Sie liegen in der Meisterschaft mit der Idealpunktzahl in Führung.

Mit zwei spannenden Rennen setzte der neue Northern Talent Cup seine Premierensaison fort. Zwar gewann der Belgier Lorenz Luciano und der Tscheche Jakub Goretzky jeweils ein Rennen. Aber mit seinen beiden zweiten Plätzen konnte der Deutsche Freddie Heinrich seine Führung im Nachwuchscup dennoch behaupten. Im Twin Cup dominierte Nicolai Kraft auf Suzuki ebenso das Wochenende wie der Österreicher Nico Thöni auf seiner BMW den Pro Superstock Cup für seriennahe 1000er-Motorräder.

In allen IDM-Meisterschaften sind vor dem Finale auf dem Hockenheimring die Titel-Entscheidungen offen. Die bislang äußerst spannende, infolge der Corona-Pandemie auf vier Veranstaltungen verkürzte Saison lässt ein packendes Finale erwarten. Wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie können auch am Hockenheimring keine Zuschauer zugelassen werden. Die IDM-Fans können auch die Finalrennen im kostenlosen IDM-Livestream verfolgen.

IDM-Finale: 25. bis 27. September 2020 auf dem Hockenheimring.

Dienstag, 15. September 2020

Zweiter Streich in einer Woche: erneuter DTM-Triumph von Robin Frijns

  •  Niederländer Robin Frijns verkürzt Abstand auf Tabellenführer Nico Müller
  •  Alle drei Audi-Werksteams auf dem Podium: Abt, Rosberg und Phoenix
  •  Assen-Sieger Sheldon van der Linde als bester BMW-Pilot Sechster

Robin Frijns holt zweiten Sieg am Nürburgring
Foto: dtm.com


Für Überraschungen ist die DTM immer gut: Audi-Pilot Robin Frijns (NED) feierte beim zweiten Rennen auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings unter strahlend blauem Himmel den zweiten DTM-Sieg seiner Karriere. Zweiter wurde Titelverteidiger René Rast (GER, Audi) vor Ex-Meister Mike Rockenfeller (GER, Audi), der zum ersten Mal in der aktuellen Saison einen Podiumsplatz erzielte. Mit Abt Sportsline, Team Rosberg und Phoenix Racing waren erstmals in dieser Saison alle drei Audi-Werksteams auf dem Podium vertreten.

Müller zunächst souverän, dann von technischen Problem gebremst

Dabei hatte zunächst alles nach einem weiteren Triumph von Markenkollege und Polesitter Nico Müller (SUI) ausgesehen, der das Samstagsrennen in überlegener Manier für sich entschieden und das ganze Wochenende dominiert hatte. Auch der Start verlief für den Schweizer ohne Probleme, Müller kam gut vom weg vom Startplatz eins und konnte die hinter ihm lauernde Konkurrenz in Person von Frijns und Rast auf Distanz halten. Das Blatt wendete sich, als Müller in Runde elf seinen Pflichtstopp absolvierte. Robin Frijns kam nur eine Runde später an die Box und brannte danach eine schnelle Runde nach der anderen in den Asphalt des erstmalig 5,148 Kilometer langen Grand-Prix-Kurses, der erstmals seit 2001 wieder bei einem DTM-Rennen befahren wurde und der allen Piloten viel Fahrspaß bescherte. Müller hingegen kämpfte zunehmend mit einem technischen Problem an seinem Audi RS 5 DTM und musste zunächst Frijns und schließlich noch drei weitere Markenkollegen passieren lasen. Der Meisterschaftsführenden blieb im Ziel nur der fünfte Rang.

Sheldon van der Linde bester BMW-Pilot

Aus dem BMW-Lager zeigte der Südafrikaner Sheldon van der Linde die beste Leistung. Der Sieger vom Sonntagsrennen in Assen vor einer Woche überquerte die Ziellinie als Sechster und war damit bester Pilot eines BMW M4 DTM. Die Markenkollegen Timo Glock (GER), Philipp Eng (AUT) und Jonathan Aberdein (RSA) hatten sich unterhaltsame Positionskämpfe im Mittelfeld geliefert, allerdings ohne zur Audi-dominierten Spitzengruppe aufschließen zu können.

Nach dem zehnten von 18 Saisonrennen führt Nico Müller mit 195 Punkten weiterhin souverän die Gesamtwertung an. Verfolger Frijns (176) verkürzt durch seinen zweiten DTM-Sieg den Abstand zu Müller auf 29 Zähler. René Rast (159 Punkte) ist Dritter vor Duval (85), Rockenfeller (79) und van der Linde (72). Weiter geht es in der DTM schon am kommenden Wochenende (18. bis 20. September), wiederum auf dem Nürburgring, dann aber auf der 3,6 Kilometer kurzen Sprintvariante.


Stimmen – 2. Rennen, Nürburgring Grand Prix


Robin Frijns (NED), Audi RS 5 DTM, Sieger
„Dieser Sieg fühlt sich schon anders an als mein erster DTM-Sieg vor einer Woche. In Assen habe ich bis zur Ziellinie um den Sieg gekämpft, heute hatte ich freie Fahrt, nachdem ich an Nico Müller vorbei war. Trotzdem habe ich meine Reifen geschont, denn ich wusste ja nicht, was in der Schlussphase noch passieren würde. Zu Beginn des Rennens konnte ich mit Nico gut mithalten, wir waren ungefähr gleich schnell. Nach dem Boxenstopp habe ich schnell gemerkt, dass Nico nicht mehr den normalen Topspeed hatte. Ich bin dann leicht vorbeigekommen. Unser Abt-Team macht nichts anders, aber an diesem Wochenende hatten Nico und ich offensichtlich einen Vorteil.“


René Rast (GER), Audi RS 5 DTM, 2. Platz
„Ich denke, wir haben im Samstagrennen und auch heute das Maximale herausgeholt. Leider habe ich heute einen kleinen Fehler gemacht und bin leicht ins Kiesbett geraten, aber das hat mich nicht den Sieg gekostet. Wir haben einen Schritt nach vorn gemacht, jedoch ist es schwer, sich an Nico Müller und auch Robin Frijns heran zu kämpfen. Sie haben beide ein starkes Paket und machen keine Fehler. Wenn wir wüssten, wo der Unterschiedlich tatsächlich liegt, würden wir es sofort ändern. Wenn es nicht so läuft, wie man es wünscht, verliert man etwas das Vertrauen, man zweifelt, man ändert Dinge, aber das ist nicht immer das Beste. Wenn alles glatt läuft, ist alles einfacher. Das kenne ich ja aus dem vergangenen Jahr.“


Mike Rockenfeller (GER), Audi RS 5 DTM, 3. Platz
„Natürlich freue ich mich über meine erste Podiumsplatzierung in diesem Jahr. Aber ich weiß auch, dass ich unter normalen Umständen nur Vierter oder Fünfter geworden wäre. Meine Jungs und meine Ingenieure arbeiten immer sehr hart, und so ist das Podium auch für sie eine Belohnung. Wir versuchen zu verstehen, woher der Abstand kommt. Daran arbeiten wir fortwährend. Nico Müller hatte heute ein Problem, er war auf den Geraden nicht mehr so schnell wie normal. Diese Chance zum Podium habe ich genutzt. “

Ergebnis – 2. Rennen, Nürburgring Grand Prix (Top-Ten)


01. Robin Frijns (NED), Audi RS 5 DTM, 31 Runden in 58.16,157 Minuten
02. René Rast (GER), Audi RS 5 DTM, + 4,281 Sek.
03. Mike Rockenfeller (GER), Audi RS 5 DTM, + 10,258 Sek.
04. Loïc Duval (FRA), Audi RS 5 DTM, + 12,573 Sek.
05. Nico Mueller (SUI), Audi RS 5 DTM, + 13,096 Sek.
06. Sheldon van der Linde (RSA), BMW M4 DTM, + 13,487
07. Jamie Green (GBR), Audi RS 5 DTM, + 16,741 Sek.
08. Jonathan Aberdein (RSA), BMW M4 DTM, + 17,697 Sek.
09. Marco Wittmann (GER), BMW M4 DTM, + 19,620 Sek.
10. Philipp Eng (AUT), BMW M4 DTM, + 28,909 Sek.

Schnellste Rennrunde: Robin Frijns (NED), Audi RS 5 DTM, 1.50,219 Min.
Pole-Position: Nico Müller (SUI), Audi RS 5 DTM, 1.46,958 Min.
Wetter: 24°C, sonnig
Strecke: 41°C, trocke

Zweites Rennen, zweiter Sieg: Heinemann dominiert die DTM Trophy auf dem Nürburgring

  •  Mercedes-Pilot Tim Heinemann mit Doppelsieg in der Eifel
  •  Österreicher Kofler holt zweiten Platz im KTM X-Bow
  •  Jan Kisiel holt Platz drei und ist neuer Zweiter der Gesamtwertung hinter Heinemann
Foto: dtm.com

Das war ein Sieg mit Ansage: Tim Heinemann (GER, Mercedes-AMG) vom Team HP Racing International hat auch das zweite Rennen der DTM Trophy auf der 5,148 km langen Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings gewonnen. Der 22-Jährige, der das gesamte Wochenende dominierte und sich auch am Sonntag die Pole Position gesichert hatte, fuhr einen ungefährdeten Sieg nach Hause. Das war bereits der vierte Triumph in Folge für den Meisterschaftsführenden. Auf Rang zwei folgte Routinier Reinhard Kofler (AUT, Teichmann Racing), der im KTM X-Bow von Rang zwei gestartet war und seine Position über das gesamte Rennen verteidigte. Der Pole Jan Kisiel (Mercedes-AMG, Leipert Motorsport), Dritter im Qualifying, komplettierte als Dritter das Podium.

Souveräner Start von Heinemann, Ben Tuck im Pech

Der rollende Start brachte keine Veränderung an der Spitze des Feldes, wenngleich ein beherzt fahrender Kofler bereits in Kurve eins versuchte, an Heinemann vorbeizuziehen: Doch der Mercedes-Pilot hatte die bessere Linie und verteidigte geschickt – keine Chance also für Kofler. Pech hatte der Brite Ben Tuck (BMW, Walkenhorst Motorsport), der aufgrund einer Entscheidung der Rennleistung nach einem zu harten Manöver gegen Jan Philipp Springob (GER, Mercedes-AMG, Superdrink by Bremotion) auf Platz 17 versetzt wurde. Im weiteren Rennverlauf arbeitete Tuck sich Schritt für Schritt wieder nach vorn, musste aber hinter Springob bleiben und sich letzten Endes mit Position 13 begnügen.

Für Spannung sorgte eine Safety-Car-Phase kurz vor Rennende aufgrund eines Trümmerteils auf der Strecke. Die letzte Runde wurde dann wieder im Renntempo gefahren. Doch auch hier bewies Heinemann ein weiteres Mal seine Klasse und ließ an der Spitze nichts anbrennen.

Nach dem sechsten von zwölf Saisonrennen, also zur Saison-"Halbzeit" der DTM Trophy, führt Heinemann die Wertung mit 150 Punkten weiterhin souverän an. Kisiel zog mit 84 Zählern an Tuck vorbei, der mit 77 Punkten neuer Dritter ist. Weiter geht es in der neu eingeführten DTM Trophy bereits am kommenden Wochenende (18. bis 20. September), erneut auf dem Nürburgring, dann jedoch auf der 3,6 Kilometer langen Sprintstrecke.