Freitag, 21. August 2020

Toyota startet mit dreimaligem Tourenwagen-Weltmeister López in der DTM Trophy

  • Starkes Starterfeld: 21 seriennahe GT-Sportwagen von sechs Automobil-Herstellern
  • Zweiter Saisonlauf am Lausitzring: Mercedes-Pilot Heinemann startet als Tabellenführer
  • Pures Racing: In beiden Sprintrennen zählt in erster Linie die Leistung der Fahrer

Josè Maria Lòpez startet im Toyota Supra in der DTM-Trophy
Foto: dtm.com

Der neu eingeführten DTM Trophy steht der erste Höhepunkt bevor: José María López, dreimaliger Gewinner der FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft, pilotiert beim zweiten Saisonlauf auf dem Lausitzring einen der beiden neuen Toyota Supra. Seriennahe GT-Sportwagen von sechs Automobil-Herstellern – Audi, BMW, KTM, Mercedes, Porsche und eben Toyota – bilden das hochkarätige Starterfeld, das bereits zum zweiten Auftritt auf 21 Fahrzeuge angewachsen ist. Als Tabellenführer startet Mercedes-Pilot Tim Heinemann (GER, HP Racing International) ins Wochenende, nachdem der 22-Jährige aus Fichtenberg beim Auftakt in Spa-Francorchamps zweimal Zweiter geworden war. Heinemann fand über das virtuelle Sim-Racing seinen Weg in den realen Motorsport und wird von DTM-Rekordmeister Bernd Schneider gefördert.

DTM Trophy: Professionelle Plattform für junge und ambitionierte Fahrer

Die DTM Trophy ist der neue Unterbau der seit 1984 erfolgreichen DTM, die mit ihren bis zu 640 PS starken Tourenwagen zu den hochkarätigsten Rennserien des internationalen Motorsports zählt. Das professionelle Umfeld der DTM bietet jungen und ambitionierten Rennfahrern eine ideale Plattform. Dabei ist das Rennformat praktisch identisch zur DTM: Jeweils ein Qualifying und ein Sprintrennen über 30 Minuten, jeweils am Samstag und Sonntag direkt im Anschluss an die DTM ausgetragen, rücken die Leistungen der Fahrer in den Vordergrund. Sie allein entscheiden über ihren Erfolg, denn anders als in den meisten GT-Rennserien gibt es in der DTM Trophy keinen Fahrer- und auch keinen Reifenwechsel. Das pure Racing liefert die Streaming-Plattform DTM Grid (grid.dtm.com) von jedem Qualifying und von jedem Rennen (jeweils ab 15:15 Uhr) auf den heimischen Bildschirm und aufs Smartphone, und zwar live und auf Abruf.

Gelungener Serien-Auftakt: Zwei Briten bescheren BMW zwei Siege

Der Premiere auf dem Formel-1-Kurs in Belgien bot auf Anhieb zwei spannende Rennen mit packenden Positionskämpfen und bestätigte damit die innovative und wissenschaftlich fundierte Anpassung der unterschiedlichen Fahrzeugkonzepte innerhalb einer für die DTM Trophy spezifischen „Balance of Performance“, kurz BoP. Als erster Sieger trug sich Ben Tuck ins Geschichtsbuch ein. Im BMW M4 von Walkenhorst Motorsport verwies der Brite Mercedes-Fahrer Tim Heinemann und seinen niederländischen Teamkollegen Max Koebolt auf die Plätze. Im Sonntagrennen behielt mit Ben Green ebenfalls ein britischer BMW-Pilot (FK Performance Motorsport) die Oberhand, mit Heinemann und Koebolt erneut auf den Plätzen zwei und drei.

Neben Toyota-Werksfahrer López auch KTM-Werkspilotin Kraihamer am Start

Vor einem Jahr verpasste José María López knapp den Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans, am vergangenen Wochenende verteidigte der Toyota-Werksfahrer mit einem Sieg im 6h-Rennen in Spa-Francorchamps die Führung in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Auf dem 4,570 Kilometer langen Lausitzring betritt der 37-jährige Argentinier bei den seriennahen GT-Sportwagen der DTM Trophy Neuland. Immerhin kennt der dreimalige Tourenwagen-Weltmeister den neuen Toyota aus dem Effeff, denn er war in die Entwicklung involviert und testete den japanischen Sportwagen bereits in Spa und auf der Nürburgring-Nordschleife in der Eifel. Beim Serien-Debüt steuert Heiko Hammel den zweiten neuen Toyota, eingesetzt von Ring-Racing mit Sitz in Boxberg unweit des Nürburgrings. Neben López geht auch KTM-Werksfahrerin Laura Kraihamer als Gaststarterin in der DTM Trophy ins Rennen. Die 29-jährige Österreicherin steuert einen X-Bow von Teichmann Racing.


Donnerstag, 20. August 2020

Rast und der Rest: Alle jagen Tabellenführer Nico Müller

  • Keine Verschnaufpause: DTM am Wochenende erneut auf dem Lausitzring (21.-23. August)
  • Nico Müller in absoluter Bestform, BMW gegen Audi in Schlagdistanz
  • DTM-Trophy: 21 GT-Sportwagen und Toyota-Debüt mit Ex-Weltmeister José-María Lopez  

Auch das zweite Rennwochenende am Lausitzring leider
wieder ein Geisterrennwochenende
Foto: dtm.com

Der Top-Favorit heißt Nico Müller: Der DTM-Vizemeister des Vorjahres hat vor dem dritten Saisonlauf der DTM (21.–23. August) bereits einen ansehnlichen Punktevorsprung. Doch nicht nur seine Audi-Markenkollegen René Rast (GER) und Robin Frijns (NED) jagen den Schweizer, auch BMW ist zurück auf dem Podium und greift allen voran mit Marco Wittmann (GER) und Sheldon van der Linde (RSA) an. Die DTM-Saison 2020 hat damit nach zwei Saisonläufen schon richtig Fahrt aufgenommen. Der erste Double-Header in der bewegten DTM-Geschichte seit 1984, also zwei Rennen innerhalb einer Woche an gleicher Stelle, lässt Teams und Fahrern keine Verschnaufpause. Nach dem Herzschlagfinale am Sonntag mit der spektakulären 0,089-Sekunden-Entscheidung um den Sieg könnten die Voraussetzungen für die Saisonrennen fünf und sechs auf dem Lausitzring kaum besser sein.

SAT.1 überträgt beide Rennen wie gewohnt live (Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr) im deutschsprachigen Raum. Die Streaming-Plattform DTM Grid (grid.dtm.com) bietet live und auf Abruf eine umfassende Berichterstattung zu den Qualifikationssessions, den Rennen der DTM Trophy und der GTC-Race sowie verschiedene Onboard-Perspektiven – direkt ins Wohnzimmer oder aufs Smartphone. Die Rennen am Lausitzring, südlich von Cottbus zwischen Berlin und Dresden gelegen, werden planmäßig ohne Zuschauer ausgetragen. Beim vierten Saisonlauf vom 04.–06. September im niederländischen Assen sind am Samstag und Sonntag nach aktuellem Stand jeweils bis zu 10.000 Zuschauer zugelassen. Tagestickets gibt es für 49 Euro im DTM-Ticketshop (tickets.dtm.com) und über die DTM-Tickethotline (+49 1806 386 386).

Vizemeister Nico Müller: drei Siege, 100 Punkte

Nico Müller liegt nach vier Rennen deutlich an der Spitze. Schon das Auftaktrennen am ersten August-Wochenende in Spa-Francorchamps hat der Schweizer souverän gewonnen. Im zweiten Rennen wurde er nur von Titelverteidiger René Rast geschlagen, bekam den Sieg aber am Grünen Tisch zugesprochen, weil sich der Deutsche als Führender einen unerlaubten Vorteil verschafft hatte. Am Lausitzring wiederum siegte Müller im ersten Durchgang, den zweiten Lauf entschied dann Rast mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,089 Sekunden für sich. Damit hat Nico Müller bereits 100 Punkte auf seinem DTM-Konto.

Gleich nach dem Rennen am Lausitzring eilte der 28-jährige Müller zurück nach Bern, wo seine Lebensgefährtin in diesen Tagen das erste gemeinsame Kind erwartet. Wer nun aber auf die alte Rennfahrer-Weisheit setzt, dass jedes Kind eine Zehntelsekunde langsamer macht, der könnte sich im Fall von Nico Müller irren. Hochkonzentriert und motiviert fokussiert sich der siebenmalige DTM-Sieger auf den Gewinn dieser Meisterschaft. 2019 hat er den prestigeträchtigen DTM-Titel im Schlussspurt noch verpasst, 2020 soll ihm das nicht mehr passieren.

Seine stärksten Gegner kommen aus dem eigenen Audi-Lager, wo er vor allem Titelverteidiger René Rast zu fürchten hat. Dieser war zwar nicht optimal in die neue Saison gestartet, sollte aber nie unterschätzt werden, wie sein Sieg am Sonntag zeigte. Mit 18 Siegen – genauso viele wie der Italiener Nicola Larini als Sechster der Bestenliste – ist der 33 Jahre alte Mindener der aktuell erfolgreichste Pilot im Feld. Angeführt wird die ewige Bestenliste von Bernd Schneider (43 Siege) und Klaus Ludwig (37).

In der aktuellen Tabelle der DTM 2020 liegt Rast mit 61 Zählern an zweiter Stelle, allerdings 39 Punkte hinter dem klar führenden Müller. Der Dritte Robin Frijns, ebenfalls in Diensten von Audi, kommt auf 58 Zähler. Der Niederländer konnte bisher drei von vier möglichen Pole-Positions erobern, diese aber noch nicht zu seinem ersten DTM-Sieg nutzen. Mit den Plätzen zwei und drei schaffte er es aber schon zweimal auf das Podium. Doch der 28-Jährige aus Maastricht ist scharf auf seinen ersten DTM-Sieg, und wenn es ihm nicht beim zweiten Auftritt an der Lausitz gelingt, dann am besten bei seinem Heimspiel am ersten September-Wochenende in Assen.

Viel Feind, viel Ehr – Prestigeduell Audi vs. BMW spitzt sich zu

Vorjahressieger Audi kann sich auf seinen Lorbeeren nicht ausruhen, denn BMW hat sich von der Enttäuschung in Spa schnell erholt. Der erst 21 Jahre alte Südafrikaner Sheldon van der Linde steuerte am vergangenen Samstag seinen BMW clever auf den zweiten Platz und setzte Nico Müller zeitweise stark unter Druck. Am Sonntag sorgte der zweimalige DTM-Champion Marco Wittmann als Dritter für einen Erfolg. Damit konnten die Münchner ihre insgesamt 300. Podiumsplatzierung in der DTM einfahren.

Für die Teams bedeuten die Double-Header des diesjährigen Rennkalenders jede Menge Stress. Mit Assen und zweimal Nürburgring folgt im September sogar ein Triple-Header, mit zweimal Zolder im Oktober ein weiterer Double-Header. Dabei bleiben nur Tage, um die bis zu 640 PS starken DTM-Boliden in ihre wesentlichen Bauteile zu zerlegen und mit größter Akribie wieder perfekt vorzubereiten. Keine Zeit für Lagerkoller, auch nicht für die Fahrer, die größtenteils gleich in der Lausitz geblieben sind. Neben dem obligatorischen Fitness-Programm tüfteln sie in detaillierten Analysen mit ihren Ingenieuren an der optimalen Fahrzeug-Abstimmung. Denn Lausitzring ist nicht gleich Lausitzring, auf den Sprintkurs folgt die Grand-Prix-Variante, also 4,570 statt 3,478 Kilometer pro Runde. Das bedeutet, dass 30 Prozent der Strecke wieder neu sind, vor allem aufgrund der längeren Gegengerade und einem längeren Abschnitt im Infield. Das Set-up vom vergangenen Wochenende passt also nicht zwingend auf den GP-Kurs mit seinen 13 Kurven. Mit bislang 25 Veranstaltungen gehört die Lausitz schon seit Jahren zum festen Bestandteil des DTM-Kalenders. Häufiger gastierte die DTM bislang nur bei den Klassikern in Hockenheim, auf dem Nürburgring und dem Norisring.

„Wild bunch“: Neue Fahrergeneration punktet in der DTM und bei den Fans

Nicht nur die Spitze sorgt für jede Menge Spannung, auch das Mittelfeld ist hart umkämpft, wie das kurzweilige Rennen am Sonntag zeigte. Dabei setzten den Werkspiloten von Audi und BMW auch die privaten Teams zu. Vor allem Ferdinand Habsburg sorgte mit Startplatz vier am Samstag für Aufsehen und fuhr mit dem Audi des belgischen WRT-Teams zweimal in die Punkteränge. Teamkollege Harrison Newey, Sohn des Formel-1-Topdesigners Adrian Newey, erzielte seinen ersten DTM-Punkt. Mit Anlaufschwierigkeiten kämpft dagegen Robert Kubica, der aus der Formel 1 in die DTM gewechselt ist. Das erging allerdings einigen anderen F1-Fahrer vor ihm genauso. Es bleibt also spannend, wann sich der BMW-Pilot aus Polen auch in der DTM erstmals durchsetzen kann.

Faszinierende Motorsport-Action liefern neben der DTM der Grand-Turismo-Cup (GTC-Race) und vor allem die DTM-Trophy. Der neugeschaffene Unterbau der DTM-Dachorganisation ITR präsentiert sich in der Lausitz mit einem Starterfeld aus 21 seriennahen GT-Sportwagen. Dabei sorgt das Debüt des neuen Toyota Supra für Aufsehen, mit dem die Japaner den dreimaligen Tourenwagen-Weltmeister José-María Lopez (ARG) ins Feld schicken. Sieger der Auftaktrennen in Spa waren die beiden britischen BMW-Piloten Ben Tuck und Ben Green, Tim Heinemann (Mercedes) geht als Tabellenführer an den Start.

Stimmen – Vorschau, Lausitzring Grand Prix

Marcel Mohaupt, Managing Direktor ITR GmbH

„Die DTM kommt jetzt in einen ungewohnten, schnellen und gnadenlosen Rhythmus mit vielen Rennen in kurzer Zeitspanne. Das fordert die Fahrer und ihre Teams heraus und erhöht den Druck. Ich hoffe auf genauso viel Spannung wie am Sonntag. Denn das war Motorsport, wie er mir und sicherlich auch den erfreulich vielen Zuschauern gefällt, mit einem Foto-Finish und vielen Positionskämpfen quer durchs Feld. Danach freuen wir uns alle auf Assen, wenn die Fans dann endlich wieder auf die Tribünen dürfen.“

Robin Frijns, Audi Sport Team Abt Sportsline

„Mir persönlich gefällt die lange Streckenvariante des Lausitzrings besser, da sie mehr Überholmöglichkeiten bietet. Anstelle von Kurve 6 des Sprintkurses geht es weiter geradeaus und nach der Schikane und der Linkskurve auf die Gegengerade – zwei zusätzliche Chancen also Positionen gut zu machen. Zudem könnte ich mir vorstellen, dass die Reifen nicht so stark abbauen werden wie auf der Sprintvariante, da sie auf den Geraden weniger beansprucht werden. Das sollte mir entgegenkommen. Daher hoffe ich, dass am Wochenende auch das Wetter mitspielt und ich erneut aufs Podium fahren kann.“

Timo Glock, BMW Team RMG

„Ich freue mich, dass es direkt weitergeht. Zwei Rennen direkt in Folge gibt es ja nicht so oft. Die kurze Zeit wollen wir nutzen, um weitere Verbesserungen fürs Wochenende umzusetzen. Der Fortschritt von Spa zum ersten Lausitzring-Wochenende war positiv, wir sind deutlich näher an Audi herangerückt. Aber wir haben noch viel Arbeit vor uns. Schon am Wochenende geht es jetzt wieder von vorne los.“

Robert Kubica, Orlen Team ART

„Die Woche zwischen den beiden Lausitz-Rennen ist sehr kurz, aber sehr wichtig. Das Team bleibt an der Strecke und arbeitet mit Unterstützung von BMW an Verbesserungen. Die längere Streckenvariante ist siebzig Prozent identisch zum vergangenen Wochenende, das ist ein Vorteil. Wir sind alle sehr fokussiert, um vor allem im Qualifying weiter nach vorne zu kommen. Dann sind auch die Chancen im Rennen größer. Es ist schade, dass bei diesem Rennen so nah an der Grenze zu meinem Heimatland Polen die Fans wegen der Corona-Pandemie unverändert zuhause bleiben müssen.“


Interview mit Audi-Pilot Robin Frijns

Robin Frijns: „Ich bin optimistisch, bald meinen ersten DTM-Sieg feiern zu können“

Robin Frijns
Foto: Audi Communications Motorsport / Malte Christians

Vor dem zweiten DTM-Rennwochenende in der Lausitz blickt der dreimalige Polesetter Robin Frijns auf den eng getakteten Saisonstart zurück. Zudem berichtet der Audi-DTM-Pilot von der Stimmung im Team Abt Sportsline und erzählt, wie er die wenigen freien Tage zu Hause verbringt.

Wie fühlst du dich nach deinem Rennmarathon in der DTM und in der Formel E in den vergangenen drei Wochen?
Ich fühle mich immer noch gut. Es war ziemlich anstrengend, vor allem mental, durch die Wechsel von dem einen Rennauto in das andere und zurück. Es fühlt sich immer erst mal ungewohnt an und es braucht ein paar Runden, um sich wieder mit dem jeweiligen Auto vertraut zu machen. Was körperliche Beschwerden angeht, hat sich mein linker Daumen nach den Formel-E-Rennen in Berlin etwas bemerkbar gemacht, weil wir viele Linkskurven zu fahren hatten. Das ist nur ein Beispiel für kleinere Probleme, die ganz normal sind, wenn man so viele Rennen fährt – fast jeden Tag.

Wie lief deine Vorbereitung auf die DTM-Events am Lausitzring mit so wenig Zeit zwischen den Rennen der beiden Serien?
Die Vorbereitung war aufgrund der kurzen Zeit dazwischen zwar nicht optimal. Aber das Team hat Rennwochenende wirklich sehr gut vorbereitet, auch ohne uns Fahrer. Nur so konnte ich zweimal auf Pole und erneut aufs Podium fahren. Vor dem Saisonauftakt in Spa haben wir zudem versucht, die enge Taktung vor den Lausitzring-Rennen durch eine intensivere Vorbereitung zu kompensieren.

Dein Teamkollege Nico (Müller) und du habt große Teile eurer Motorsportkarriere geteilt. Wie hat sich eure Beziehung über die Jahre entwickelt?
Das erste Mal sind wir uns 2012 begegnet, damals noch in der World Series by Renault. Wir haben aber nicht wirklich miteinander gesprochen, da wir für verschiedene Teams im Einsatz waren. Erst später, als wir beide im GT3-Programm für Audi Sport fuhren, haben wir uns bei den gemeinsamen Rennen richtig kennengelernt. Und seit wir in der DTM als Teamkollegen bei Abt Sportsline fahren, hat sich unser Verhältnis immer weiter verbessert. Vergangenes Jahr haben wir mit unseren Freundinnen sogar gemeinsam Urlaub gemacht. Es ist im Rennsport nicht immer einfach, zu seinem Teamkollegen sowohl professionell als auch privat ein gutes Verhältnis zu haben.

Glaubst du, dass es ein Schlüsselaspekt eures Erfolgs ist, dass ihr so gut miteinander auskommt?
Das ist schwer zu sagen. Es sind so viele Dinge, die perfekt ineinandergreifen müssen, damit sich Erfolge einstellen. Aber die Atmosphäre, die wir in unserem Team haben, insbesondere in den letzten zwei Jahren, war immer sehr gut. Wir ziehen alle an einem Strang und versuchen, uns gegenseitig zu unterstützen. Ich denke, es trägt sicherlich mit zum Erfolg bei und bringt uns als Team auf ein höheres Level.

Du konntest in dieser Saison drei von vier Pole-Positions erringen, wartest aber noch auf deinen ersten DTM-Sieg. Was fehlt aus deiner Sicht, um auf dem Podium ganz oben zu stehen?
Ehrlich gesagt ist es ein wenig seltsam, wie es dieses Jahr läuft. Denn in der Vergangenheit war das Qualifying nie meine Stärke. Ich habe mich immer mit gutem Speed in den Rennen zurückgekämpft. Doch gerade scheint das Gegenteil der Fall zu sein. Jetzt waren wir stark im Qualifying, aber in den Rennen nicht schnell genug. Ich glaube aber nicht, dass es uns das ganze Jahr über begleiten wird. Die ersten beiden Veranstaltungen waren eher Sonderfälle. In Spa hatten alle große Probleme mit dem Reifenverschleiß. Und der Lausitzring ist eine Strecke mit wenig Grip, womit ich mich schon immer schwergetan habe. Ich denke, auf anderen Strecken, wie Assen oder Zolder, die meinem Fahrstil eher entgegenkommen, wird es für mich auch in den Rennen und hoffentlich weiterhin im Qualifying gut laufen. Noch liegen sieben Rennwochenenden vor uns und ich bin optimistisch, schon bald meinen ersten DTM-Sieg feiern zu können.

Nach fast drei Wochen Renngeschehen verbringst du jetzt wieder etwas Zeit zu Hause. Wie wirst du versuchen dich zu erholen?
Ich bin Sonntagabend zu Hause angekommen und nun sehr froh, die nächsten drei Tage hier zu sein. Zu Hause versuche ich immer den Rennsport auszublenden, mich bestmöglich zu erholen und die kleinen Dinge zu genießen – etwa Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Außerdem versuche ich mein Schlafkonto wieder aufzufüllen. Während der Rennwochenenden hat jeder lange Arbeitstage und kurze Nächte. Die nächsten neun Wochen werden für mich weiterhin arbeitsintensiv sein, ohne ein freies Wochenende. Deshalb achte ich darauf, mir Auszeiten zu nehmen, wann immer es möglich ist.


Wie wichtig ist dir die Unterstützung durch deine Familie und Freunde während dieser intensiven Zeit?
Die gibt mir sehr viel. Nicht nur während der vielen Rennwochenenden, sondern jederzeit. Letzten Endes bin ich ein normaler Typ, der sich an einfachen Dinge im Leben erfreut. Zum Beispiel daran, in meinem Lieblingsrestaurant zu Mittag zu essen, ohne die ganze Zeit an die Arbeit zu denken. Ganz egal, ob mit meiner Familie, mit Freunden, oder mit meiner Freundin. Ich genieße es immer, sie um mich zu haben.

Deine Partnerin arbeitet ebenfalls bei Abt Sportsline. Hast du dadurch weniger Heimweh?
Es freut mich natürlich sehr, sie auch an der Rennstrecke in meiner Nähe zu haben. Doch obwohl wir für dasselbe Team und am selben Ort arbeiten, laufen wir uns gar nicht so oft über den Weg. Sie hat ihre Arbeit, ich meine und wir sind beide auf unsere Aufgaben an der Rennstrecke fokussiert. Es ist ein völlig anderes Umfeld. Allgemein bin ich sehr zufrieden damit, wie wir unser berufliches und privates Leben geregelt haben.

Bei deinem Facebook-Live-Interview am vergangenen Samstag hast du auch dein soziales Engagement angesprochen. Was motiviert dich, anderen Menschen Gutes zu tun?
Es ist großartig, helfen zu können. Ganz besonders, wenn es Kinder betrifft. Ich möchte später auch gerne eine eigene Familie haben. Für Eltern ist es das Wichtigste, ihre Kinder glücklich aufwachsen zu sehen. Ich habe großes Glück gehabt, das Leben führen zu können, von dem ich immer geträumt habe. Gleichzeitig weiß ich auch, dass nicht alle so viel Glück haben. Das macht einem klar, dass es im Leben Dinge gibt, die wichtiger sind als Motorsport.

Während des Interviews hast du auch deinen treuen Reisebegleiter vorgestellt. Was ist die Geschichte dahinter?
Vor einigen Jahren ist der Sohn eines Bekannten von mir schwer erkrankt. Ich wollte helfen und bin damals mit der Charity „Groot Hart“ in Kontakt gekommen, was so viel heißt wie „großes Herz“. Ich wusste, dass er ein Racing-Fan ist und habe ihn dann nach Zandvoort eingeladen, um mit mir als Beifahrer in einem Radical SR3 mitzufahren. Ich habe einfach versucht, ihm eine sorgenfreie Zeit zu bieten. Sechs Monate später ist er leider gestorben. Seitdem habe ich den Teddybären, den er mir geschenkt hat, immer mit auf Reisen zu den Rennwochenenden.

Wie blickst du auf das erste der beiden Rennwochenenden auf dem Lausitzring und die Duelle mit deinem Audi-DTM-Teamkollegen René Rast im Sonntagsrennen zurück?
Es war ein heißes Duell, keine Frage. Ich denke, es hätte für uns beide einfacher laufen können. Aber natürlich haben wir uns im Vorfeld keinen gemeinsamen Plan zurechtgelegt. Ich dachte, er würde mich wieder vorbeilassen, als ich später schneller war. Wir hatten noch keine Gelegenheit, uns auszutauschen, da wir nach dem Rennen noch viele Termine und Meetings hatten. Aber vielleicht bietet sich noch vor dem nächsten Rennen eine Gelegenheit.

Am kommenden Wochenende steht die längere Variante des Lausitzrings auf dem Programm. Wie unterscheidet sie sich von dem Sprintkurs?
Vom Setup her sind beide Strecken ähnlich. Aber wir müssen unsere Longruns verbessern. Allgemein ist der Lausitzring nicht meine Lieblingsstrecke, da der Kurs nur wenig Grip bietet und einem nur wenige Information vermittelt, was mit dem Auto gerade passiert. Mir gefällt die längere Streckenvariante besser, da sie zwei zusätzliche Geraden enthält und damit mehr Möglichkeiten zum Überholen bietet. Und Kurve sechs ist zum Glück anders. Auf dem Sprintkurs ist die Passage ziemlich uneben, was meinem Fahrstil nicht sehr entgegenkommt. Nun hat man mit der längeren Geraden nach Kurve fünf eine weitere gute Chance, Plätze gutzumachen. Zudem wird die Rundenanzahl und damit auch der Reifenverschließ etwas geringer sein. Während des Rennens durchfährt man dadurch weniger Kurven und die Reifen haben auf den Geraden etwas mehr Zeit abzukühlen sofern auch das Wetter mitspielt.

Was hast du dir für die Rennen vorgenommen?
Ich war ziemlich überrascht, dass wir am vergangenen Wochenende bei beiden Rennen von der Pole-Position aus starten konnten. Unser Ziel ist es, erneut konkurrenzfähig zu sein und weiter Meisterschaftspunkte zu sammeln. Wir hatten bereits Chancen zu gewinnen und ich denke, uns werden sich im Laufe der Saison noch weitere bieten. Hoffentlich bereits kommendes Wochenende.

DTM-Thriller: Rast und Müller überqueren Ziellinie nebeneinander

  •  Sonntagsrennen auf dem Lausitzring endet mit spektakulärem Fotofinish
  •  Audi-Piloten nur um 0,089 Sekunden getrennt
  •  Meister René Rast meldet sich zurück

Rast siegt knapp vor Müller (beide Audi)
Foto: Audi Communications Motorsport / Malte Christians


DTM-Thriller auf dem Lausitzring: Im spektakulären Sonntagsrennen fuhren Titelverteidiger René Rast vom Audi Sport Team Rosberg und Tabellenführer Nico Müller vom Audi Sport Team Abt Sportsline mit ihren Audi RS 5 DTM nebeneinander über die Ziellinie. 0,089 Sekunden trennten die beiden Audi-Piloten. Einen so knappen Zieleinlauf gab es in der DTM zuletzt vor 24 Jahren.

„Das Rennen war ziemlich unterhaltsam“, sagte René Rast, der für seinen ersten Saisonsieg hart kämpfen musste – vor allem gegen den Trainingsschnellsten Robin Frijns. Schon in der ersten Kurve nach dem Start gerieten die beiden Markenkollegen aneinander. „Ich musste in Kurve eins durchs die Wiese fahren, und auch danach war der Kampf mit Robin ziemlich hart. Wir sind früh an die Box gekommen, um auf einen Undercut von Robin und Marco (Wittmann) zu reagieren. Ich wusste, dass Nico am Ende mit den frischeren Reifen kommen würde. Unsere Strategie war gewagt und es wurde ziemlich eng. Zum Glück hat es ganz knapp gereicht.“

Nico Müller erwischte von Startplatz zwei keinen optimalen Start. „Es war mehr Grip da, als ich erwartet hatte“, sagte der Schweizer. „Als René und Robin vor mir etwas Rallycross gefahren sind, hatte ich kurz die Nase vorn. Aber ich kam in Kurve drei auf die Außenbahn. Dadurch kam auch noch Marco Wittmann vorbei und ich fiel auf Platz vier zurück. Danach war es harte Arbeit – aber wir haben das Rennen gut gemanagt.“

Nach einem langen ersten Stint kam Müller auf Platz sieben zurück auf die Strecke, machte dann jedoch schnell Position um Position gut und mit den frischeren Reifen schließlich Jagd auf Spitzenreiter René Rast. „Am Ende hat nur ein Drittel Wagenlänge zum Sieg gefehlt“, sagte Müller. „Gestern kam mir das Rennen ewig lang vor – heute habe ich gebetet, dass es eine Runde länger dauert.“

Müllers Teamkollege Robin Frijns startete im vierten DTM-Rennen des Jahres zum dritten Mal von der Pole-Position. „Damit habe ich vor Saisonbeginn nicht gerechnet“, sagte der Holländer. „Die Qualifying-Performance stimmt, der Reifenverschleiß im Rennen noch nicht ganz.“ Nach einem frühen Boxenstopp musste Frijns erst René Rast, dann Nico Müller und zwei Runden vor Rennende auch Marco Wittmann vorbeilassen.

Mike Rockenfeller vom Audi Sport Team Phoenix fuhr lange direkt hinter Nico Müller, kam nach seinem Boxenstopp aber in Verkehr. Vom zehnten Platz kämpfte sich „Rocky“ noch auf Platz fünf nach vorn. Teamkollege Loïc Duval hatte während des gesamten Rennens keinen Funkkontakt zu seinem Team und wurde nach harten Zweikämpfen Achter.

Ferdinand Habsburg holte nach seinem sechsten Platz am Vortag als Zehnter einen weiteren Punkt für das Kundenteam WRT Team Audi Sport. Der Österreicher beeindruckte am Sonntag mit Platz vier im Qualifying.

Jamie Green erlitt ein ähnliches Schicksal wie am Samstag Loïc Duval: Der Brite konnte nach harten Duellen plötzlich nicht mehr schalten und musste sein Auto abstellen.

„Spektakulärer kann ein Rennen kaum sein“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Es gab während des gesamten Rennens sehr harte Duelle und bis zur letzten Runde wusste man nicht, wer gewinnen würde. Es war zwischen René und Nico extrem eng. Ich freue mich, dass uns ein weiterer Doppelsieg gelungen ist und wir mit sechs Autos auf den ersten sechs Startplätzen auch im Qualifying eine extrem starke Leistung gezeigt haben. Man darf in der DTM einfach nie aufhören, sich zu verbessern. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Wochenende hier.“

Die DTM absolviert am Samstag und am Sonntag (22./23. August) zwei weitere Rennen auf dem Lausitzring – dann auf der etwas längeren Streckenvariante. Nico Müller führt die Fahrerwertung nach vier von 18 geplanten Rennen mit 100 Punkten vor René Rast (61) und Robin Frijns (58) an. In der Teamwertung liegt das Audi Sport Team Abt Sportsline mit 158 Punkten vor dem Audi Sport Team Rosberg (95) und dem Audi Sport Team Phoenix (58). In der Herstellermeisterschaft steht es zwischen Audi und BMW 283:107.

Mittwoch, 19. August 2020

Sieg für Mercedes-AMG-Duo Apothéloz/Trefz auf dem Nürburgring

  • Mit Mercedes-AMG, BMW und Porsche drei Marken auf dem Podium
  • Julien Apothéloz und Luca Trefz auch in der Junior-Wertung erfolgreich
  • Tom Kieffer und Christian Kosch gewinnen Trophy-Wertung
Die Sieger am Sonntag: Julien Apothéloz (li.) und Luca Trefz
Foto: ADAC-Motorsport

Wetterkapriolen im zweiten Rennen der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring. Nach einem Regenschauer in der Schlussphase gewinnen Julien Apothéloz (19/CHE) und Luca Trefz (18/Wüstenrot, beide Mann-Filter HTP-Winward Motorsport) im Mercedes-AMG GT4 das vorzeitig mit einer roten Flagge abgebrochene Sonntagsrennen. Rang zwei geht wie am Vortag an Michael Schrey (37/Wallenhorst) und Gabriele Piana (33/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW M4 GT4, die sich in einem engen Duell gegen die Samstagssieger Jan Kasperlik (41/Huglfing) und Nicolai Møller Madsen (27/DNK, beide Team Allied-Racing) im Porsche 718 Cayman GT4 durchsetzen. "Ich bin jetzt natürlich richtig glücklich. Es ist mein zweiter Sieg in der ADAC GT4 Germany", strahlte ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Trefz. "Wir gehen jetzt mit einem sehr guten Gefühl in das nächste Rennwochenende im September auf dem Hockenheimring."
 
In der ersten Rennhälfte bestimmte jedoch ein anderer Mercedes-AMG GT4 das Geschehen an der Spitze des 20 Sportwagen starken Feldes. Marvin Dienst (23/Lampertheim, DLV-Team Schütz Motorsport) war bereits von der Pole-Position aus gestartet und setzte sich schnell von der Konkurrenz ab. Nach drei Rennminuten musste jedoch schon das Safety-Car auf die Strecke, um die Ginetta G55 GT4 von Cedric Piro (22/Heusweiler, Team Piro Sports Caffè d´Italia) zu bergen, die in der ersten Kurve mit zwei Konkurrenten kollidiert war. Nach dem Re-Start baute Dienst seine Führung bis hin zum Boxenstopp auf knapp neun Sekunden aus. Diensts Teamkollege Marcus Suabo (51/Malsch) drehte sich dann in der ersten Runde nach dem Fahrerwechsel und fiel bis auf die elfte Position zurück. Das Duo beendete das Rennen schließlich auf Platz 14.
 
Die Führung erbte so Apothéloz, dessen Teamkollege Trefz bis zum Boxenstopp noch auf Rang vier lag. Das Mercedes-AMG-Duo profitierte dabei von einer kürzeren Boxenstoppstandzeit als die vor ihnen liegenden BMW von Gabriele Piana und der Porsche Møller Madsen, die aufgrund ihrer Erfolge vom Vortag länger stoppen mussten. "Ich wusste, dass die Beiden durch das Resultat vom Vortag länger in der Box stehen müssen. Somit bin ich etwas weniger Risiko eingegangen. Mit Köpfchen zu fahren, ist genau das Geheimnis der ADAC GT4 Germany", erklärte Trefz. Der gelbe Mercedes-AMG blieb bis zum vorzeitigen Rennende durch eine rote Flagge an der Spitze. Bei einem Regenschauer in der Schlussphase rutschte Patricija Stalidzane (18/München, Dörr Motorsport) im McLaren 570S GT4 in die Streckenbegrenzung, was eine weitere Safety-Car-Phase auslöste und aufgrund von Reparaturarbeiten an der Streckenbegrenzung einen vorzeitigen Rennabbruch erforderlich machte.
 
"Ich habe mich im Auto sehr wohl gefühlt und hatte den Vorsprung sogar noch vergrößert. In meinen zweiten Rennen in der ADAC GT4 Germany gleich den ersten Sieg zu feiern, ist unbeschreiblich schön", jubelte Sieger Apothéloz, der gemeinsam mit Trefz auch die Junior-Wertung gewann.
 
Platz vier ging an den Mercedes-AMG der Serien-Neueinsteiger Jacob Erlbacher (19/AUT) und Christoph Dupré (41/Schiffweiler, beide Dupré Motorsport Engineering) vor dem McLaren von Fred Martin-Dye (31/GBR) und Phil Dörr (19/Butzbach, beide Dörr Motorsport) sowie Florian Janits (22/AUT) und Reinhard Kofler (35/AUT, beide True Racing) im KTM X-Bow GT4 Evo. Siebter wurden Jan Marschalkowski (17/Inning) und Hendrik Still (33/Kempenich, beide Team AVIA Sorg Rennsport) im BMW. Dahinter folgten Tom Kieffer (45/LUX) und Christian Kosch (43/LUX, beide Team Allied-Racing) im Porsche, die wie am Vortag die Trophy-Wertung gewannen. Die beiden Porsche von Alexander Tauscher (18/Mitterfels) und Kim Berwanger (33/Brücken, beide Küs Team75 Bernhard) sowie Joel Sturm (18/Brühl) und Dennis Fetzer (19/Buseck,beide Team Allied-Racing) komplettierten die Top Zehn.
 
Durch die Ergebnisse auf dem Nürburgring reisen Michael Schrey und Gabriele Piana als Tabellenführer zum zweiten Rennwochenende der ADAC GT4 Germany, das vom 18. bis 20. September auf dem Hockenheimring ausgetragen wird.