Samstag, 1. August 2020

Harter Start für DIE BMW DTM-Teams in Spa-Francorchamps

Marco Wittmann (GER), BMW Team RMG, #11 Schaeffler BMW M4 DTM
Foto: BMW-Motorsport
Nach monatelangem Warten drehen sich die Räder in der DTM wieder. Die erste der neun Veranstaltungen der Saison 2020 findet an diesem Wochenende in Spa-Francorchamps statt. Der Saisonauftakt auf der legendären belgischen Rennstrecke war für die BMW DTM-Teams bisher nicht einfach. Im Samstagsrennen wurde Philipp Eng (AUT, ZF BMW M4 DTM) als bester BMW-Fahrer Sechster.

Bei heißen, sommerlichen Bedingungen erreichten Lucas Auer (AUT, BMW Bank M4 DTM), Timo Glock (GER, iQOO BMW M4 DTM) und Newcomer Jonathan Aberdein (RSA, CATL BMW M4 DTM) auf den Plätzen sieben, acht und zehn hinzugekommen das Ziel in den Punkten. Marco Wittmann (GER) verpasste die Top-Ten und wurde Elfter im Schaeffler BMW M4 DTM. Besonders Pech hatte Sheldon van der Linde (RSA, Shell BMW M4 DTM). Nachdem er sich am Morgen als bester BMW-Fahrer auf platzen ließ, musste er in den Auftaktphasen des Rennens mehrmals mit einem technischen Problem in die Startgruben zurückkehren. Er konnte das Rennen zumindest beenden und überquerte die Ziellinie aufdem 15. Platz. 

Reaktionen auf das 1. DTM-Rennen der Saison 2020 in Spa-Francorchamps:

Marco Wittmann:
"Das Ergebnis ist natürlich enttäuschend. Der erste Stint verlief gut und ich konnte mich an meinen BMW-Kollegen vorbeiarbeiten. Auch die Reifen fühlten sich gut an. Leider ging im zweiten Stint nichts richtig. So bald nach dem Rennen kann ich nicht sagen, woran das lag. Wir müssen analysieren, was passiert ist."

Timo Glock:
"Es ist schade, dass das Ergebnis nicht besser ist, da ich mich im Auto eigentlich gut gefühlt habe. Ich habe mich im ersten Stint wirklich um meine Reifen gekümmert und war vielleicht sogar ein bisschen zu konservativ. Auch der zweite Stint lief gut, bis ich Marco Wittmann überholte. Danach hatte ich plötzlich keinen Halt mehr an der Hinterachse. Wir müssen jetzt sehen, warum das so war."

Lucas Auer:
"Ich habe es sehr genossen, wieder in einem DTM-Auto und an einem Rennwochenende zu sein. Ich bin auch sehr zufrieden mit meiner Leistung. Nach zweiJähriger Pause und nur zwei Testtagen ist der Abschluss als zweitbester BMW-Fahrer ein gutes Ergebnis. Ich sehe auch, dass ich noch viel Luft nach oben habe."

Philipp Eng:
"Als sie die Tür am Gitter schlossen, war das gänsehautpur. In Momenten wie diesen weiß ich, warum ich schon immer Rennfahrer werden wollte. Wir haben das Rennen im Vorfeld gründlich besprochen und gut vorbereitet. Ich möchte auch Augusto Farfus danken, der während des Tests wertvolle Informationen über das Reifenmanagement erhalten hat. Ich habe meinen Rhythmus im Qualifying nicht ganz gefunden. Umso entschlossener waren wir, im Rennen gut zu fahren und uns gut zu begeben. Wir waren der beste BMW, aber ich möchte natürlich der Beste aus allen sein und BMW vorne sein. Wir haben noch ein bisschen Arbeit vor uns, aber wir werden es schaffen."

Jonathan Aberdein:
"Im Großen und Ganzen war es kein leichtes Rennen für einen der BMW Fahrer. Audi war heute in einer eigenen Liga. Für mich persönlich war das Rennen okay – nicht besonders ereignisreich. Ich konnte mich vor allem im zweiten Stint um meine Reifen kümmern. Am Ende habe ich es geschafft, einen Punkt auf dem zehnten Platz zu holen. Generell ist das kein schlechter Start, aber ich möchte mich natürlich weiter verbessern."


Sheldon van der Linde:
"Ich war sehr zufrieden mit meinem Qualifying. Ich glaube, ich habe das Maximum aus dem Auto herausgeholt. Mein Start war auch sehr gut, aber ich hatte plötzlich keinen Strom mehr, der Eau Rouge in Runde zwei verließ und musste in die Gruben kommen. Wir haben das Problem gelöst und zumindest wertvolle Erfahrungen mit den Reifen gesammelt. Das war das Beste, was wir uns von diesem Rennen erhoffen konnten."

Mercedes-Duo Stolz/Engel siegt beim spannenden Saisonauftakt

  • Toksport-Mercedes-AMG siegt 0,7 Sekunden vor SSR Performance-Porsche
  • Jannes Fittje holt Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung
  • Filip Salaquarda siegt in der Pirelli-Trophy-Klasse

Maro Engel (l.) und Luca Stolz, Toksport WRT
Foto: ADAC-Motorsport
Das ADAC GT Masters ist auf dem Lausitzring furios in die Saison 2020 gestartet. In einem abwechslungsreichen und von zahlreichen Führungswechseln geprägten Rennen sicherten sich nach 43 spannenden Runden Luca Stolz (25/Brachbach) und Maro Engel (34/Monte Carlo, beide Toksport WRT) den Sieg im Mercedes-AMG GT3 Evo. Nur 0,7 Sekunden dahinter fuhren die Porsche-Piloten Michael Ammermüller (34/Rotthalmünster) und Christian Engelhart (33/Starnberg, beide SSR Performance) auf Platz zwei, Dritte wurden Max Hofer (21/A) und Christopher Haase (32/Kulmbach, beide Montaplast by Land Motorsport) in einem Audi R8 LMS. „Endlich habe ich meinen ersten Sieg im ADAC GT Masters geholt“, freute sich Sieger Maro Engel. „Schön, dass es diesmal geklappt hat. Ein toller Start in die neue Saison!“

Turbulente erste Rennhälfte

Ereignisreich verlief auf dem Lausitzring der erste Teil des Auftaktrennens. Porsche-Fahrer Alfred Renauer (35/Jedenhofen, Precote Herberth Motorsport), von Rang vier losgefahren, übernahm dank eines starken Starts die Führung von Pole-Setter Luca Stolz. Renauer verteidigte anschließend bis zur achten Runde seine Spitzenposition gegen Stolz. Doch als Stolz in Kurve sechs einen Überholversuch startete, berührten sich der Porsche und der Mercedes-AMG. Stolz ging in Führung, doch Renauer drehte sich und fiel weit zurück. In den folgenden Runden baute Stolz seinen Vorsprung auf fast vier Sekunden aus. Ein anschließender Safety-Car-Einsatz nach einer Kollision, bei der der zweitplatzierte Robert Renauer (35/Vierkirchen, Precote Herberth Motorsport) im Porsche unverschuldet von Verfolger Markus Pommer (29/Neckarsulm, Callaway Competition) in der Corvette getroffen wurde, schob das Feld noch einmal zusammen. Beim Restart ging Klaus Bachler (29/A, Küs Team75 Bernhard) von zweiten Platz aus an Stolz vorbei in Führung und verteidigte diese bis zum Fahrerwechsel auf Simona De Silvestro.

Während der Boxenstoppphase eroberte Stolz’ Partner Maro Engel die Führung von De Silvestro zurück und behauptete an der Spitze. In der Schlussphase wurde es aber nochmals spannend: Nach einem Motoraussetzer in der ersten Kurve kam Verfolger Christian Engelhart im Porsche nochmals nahe, Engel schaffte es aber mit einem Vorsprung von 0,7 Sekunden über die Ziellinie und sicherte sich und seinem Team Toksport WRT den ersten Sieg im ADAC GT Masters, für Partner Stolz war es bereits der sechste.

De Silvestro und Bachler verloren dagegen ihre Chance auf einen Podestplatz, als ihr Porsche mit dem Audi von Kim-Luis Schramm (23/Meuspath) und Christopher Mies (31/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land Motorsport) kollidierte. Rang drei ging daher an den zweiten R8 LMS von Montaplast by Land Motorsport, der von Max Hofer (21/A) und Christopher Haase (32/Kulmbach) pilotiert wurde.

Die vierte Position ging mit Jannes Fittje (21/Langenhain) und David Jahn (29/Leipzig, beide Küs Team75 Bernhard) an einen weiteren Porsche 911 GT3 R. Fittje holte damit bei seinem Debüt im ADAC GT Masters gleich den Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung. Als beste Lamborghini-Fahrer kamen Albert Costa Balboa (30/E) und Franck Perera (36/F, beide GRT Grasser Racing Team) auf Platz fünf ins Ziel. Knapp dahinter folgten die Vorjahresmeister Patric Niederhauser (28/CH) und Kelvin van der Linde (24/ZA, beide Rutronik Racing) mit ihrem Audi auf Position sechs vor dem Mercedes-AMG von Indy Dontje (27/NL) und Maximilian Götz (34/Uffenheim, beide Mann-Filter-Team HTP-Winward).

Achte wurden Filip Salaquarda (36/CZ) und Frank Stippler (45/Bad Münstereifel, beide Team ISR). Salaquarda holte auch den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung. Rang neun ging an den Mercedes-AMG von Marvin Dienst (23/Lampertheim) und Philipp Frommenwiler (30/CH, beide Schütz Motorsport) vor Alfred Renauer und Partner Sebastian Asch (34/Ammerbuch), die nach der Kollision in der Frühphase des Rennens noch die Top Ten komplettierten.

Stimmen der Sieger:

Luca Stolz (Toksport WRT, Mercedes-AMG GT3 Evo): 
„Der Start verlief sehr turbulent. Ich habe einen Platz an den Porsche verloren, von dem ich überhaupt nicht weiß, wo er auf einmal herkam. Später hatte ich eine leichte Berührung mit dem Auto. Eigentlich muss er mich gesehen haben. Als ich dann in Führung lag, habe ich bis zur Safety-Car-Phase etwas Vorsprung herausgefahren. In freier Fahrt funktionierte das Auto echt gut. Doch als das Safety-Car dann draußen war, habe ich viel Pickup aufgesammelt. Deswegen ist der Porsche beim Restart dann auch an mir vorbeigezogen.“

Maro Engel (Toksport WRT, Mercedes-AMG GT3 Evo): 
„Nachdem ich das Auto übernommen habe, habe ich Vollgas gegeben. Denn es war sehr eng mit Simona De Silvestro, aber ich habe die Führung übernehmen können. Als ich vorn lag, habe ich versucht, das Auto sauber ins Ziel zu bringen. Doch kurz vor Schluss hatte ich noch mal einen Schreckmoment, als ich plötzlich Motoraussetzer hatte. Zum Glück ist danach das Auto wieder normal gelaufen. Und ich konnte den Sieg ins Ziel bringen.“

DTM: Ergebnis 1. Qualifying Spa

Top-Five 1. Qualifying Spa
Bild: dtm.com
Weitere Plazierungen vom 1. Qualifying:

 6.  Timo Glock, BMW
 7. Loec Duval, Audi
 8. Marco Wittmann, BMW
 9. Lucas Auer, BMW
10. Philipp Eng, BMW
11. Jamie Green, Audi
12. Fabio Scherer, Audi
13. Jonathan Aberdein, BMW
14. Robert Kubica, BMW
15. Harrison Newey, Audi

BMW fordert Audi zur Revanche: DTM startet in Spa-Francorchamps in die Saison

  • René Rast und Marco Wittmann auf der Jagd nach dem dritten Titel
  • SAT.1 und neue OTT-Plattform bringen die DTM live ins Wohnzimmer
  • Newcomer mit Formel-1-Verbindungen: Robert Kubica und Harrison Newey
Spa wartet auf die DTM-Stars
Foto: dtm.com

An diesem Wochenende (01./02. August) ist es endlich soweit: Die DTM startet in ihre 34. Saison. Jeweils um 13:30 Uhr gehen die Startampeln aus und 16 DTM Piloten aus acht Nationen steigen in ihren 640 PS starken Tourenwagen von Audi und BMW auf das Gaspedal. Zum verspäteten Auftakt könnte die Herausforderung nicht größer sein, denn der sieben Kilometer lange Kurs von Spa-Francorchamps gilt als eine der anspruchsvollsten Strecken der Motorsport-Welt. 

Für die Fans zuhause: Mit SAT.1 und neuer OTT-Plattform DTM Grid live dabei

Die belgischen Ardennen sind die erste von neun Stationen im komprimierten DTM-Kalender 2020, der bis zum traditionellen Finale in Hockenheim (06.–08. November) neben Assen (NED) gleich drei Doppel-Läufe an aufeinanderfolgenden Wochenenden vorsieht: auf dem Lausitzring, auf dem Nürburgring und im belgischen Zolder. Auf das spektakuläre Live-Erlebnis an der Strecke müssen die DTM-Fans wegen der Covid-19-Pandemie vorerst noch verzichten. Dafür übertragen SAT.1 sowie die neue Online-Plattform grid.dtm.com an beiden Renntagen jeweils live ab 13:00 Uhr. Zahlreiche unterschiedliche Kamera-Perspektiven sowie Live-Berichterstattung direkt aus dem Fahrerlager und der Boxengasse sorgen für ein packendes Hautnah-Feeling. 

Das Duell: Audi gegen BMW, Rast gegen Wittmann

Mit dem DTM-Start geht auch das Duell der beiden Premium-Hersteller Audi und BMW in die nächste Runde. Dabei haben die Münchner noch eine Rechnung offen: 2019, der ersten Saison nach Class-1-Reglement und mit hocheffizienten Zweiliter-Turbomotoren, haben die Ingolstädter klar den Ton angegeben. Audi feierte einen Dreifach-Triumph mit Titelgewinnen in der Fahrer-, Team- und Herstellerwertung. Jetzt setzt BMW zum Überholen an – mit dem Top-Piloten Marco Wittmann in einem BMW M4 DTM . Der 30-jährige Fürther konnte bereits zwei DTM Titel einfahren, jetzt hat er den dritten DTM Gesamtsieg im Visier. Ex-Fomel-1-Pilot Timo Glock, Philipp Eng (AUT), Sheldon van der Linde (RSA) sowie die beiden Neuzugänge Jonathan Aberdein (RSA) und Lucas Auer (AUT) komplettieren den hochkarätigen Werkskader von BMW.

Bei den Testfahrten sah es bereits ganz danach aus, dass es den Münchner Ingenieuren unter Sportchef Jens Marquardt gelungen ist, den BMW M4 DTM ordentlich auf Touren zu bringen. Im Rennen muss der Bolide nun beweisen, was in ihm steckt. Aber auch Audi hat sich auf den Siegerkränzen der letzten Saison nicht ausgeruht und weitere Komponenten an seinem RS 5 DTM verbessert. Sportchef Dieter Gass stellt sich auf einen harten Zweikampf mit der Münchner Konkurrenz ein und setzt dabei vor allem auf René Rast, den Shooting-Star der vergangenen drei DTM-Jahre: Zwei Titel und einmal Vize-Meister – das hat bisher noch kein anderer Fahrer in der langen DTM Historie geschafft. Sollte dem 30 Jahre alten Mindener tatsächlich der dritte Titel gelingen, würde er nach Gesamtsiegen mit der Tourenwagen-Legende Klaus Ludwig gleichziehen. Nur einer war mit fünf Titeln bisher noch erfolgreicher: Bernd Schneider. Aber auch die Konkurrenz im eigenen Lager ist für Rast eine Herausforderung mit dem Ex-Champion Mike Rockenfeller, Nico Müller (SUI), Jamie Green (GBR), Robin Frijns (NED) sowie Ex-Le-Mans-Sieger und Langstrecken-Weltmeister Loïc Duval (FRA).

Mit Verbindungen zur F1 in die DTM: Robert Kubica und Harrison Newey

Zusätzliche Spannung ist durch Robert Kubicas Wechsel von der Formel 1 in die DTM garantiert. Für den Polen, der 97 Grands Prix fuhr und einen gewann, bedeutet die DTM nach Formel 1 und Rallye-Weltmeisterschaft die dritte große Challenge. Der 35-Jährige steuert den einzigen Kunden-BMW im Orlen Team ART. Von Audi gehen drei Kundenfahrzeuge aus dem belgischen WRT Team Audi Sport ins Rennen, die von Ferdinand Habsburg (AUT), Fabio Scherer (CHE) sowie Harrison Newey (GBR), dem Sohn des F1-Star-Designers Adrian Newey, gesteuert werden.

Mit Tempo 260 durch Eau Rouge: 2005 fuhr Mika Häkkinen eine neue Rekordzeit

Blanchimont, La Source, Eau Rouge – die Kurven-Namen von Spa haben längst einen festen Platz in den Geschichtsbüchern des Motorsports. Vor allem Eau Rouge und die nachfolgende Raidillon sorgen für spektakuläre Augenblicke, wenn die DTM Boliden die Senke mit dem Links-Knick nehmen und auf der langen Bergauf-Rechts mit 18 Prozent Steigung auf satte 260 km/h beschleunigen. In diesen Momenten wirkt eine Querbeschleunigung von 3.0g auf Mensch und Material. Viel Zeit haben die Fahrer allerdings nicht, sich auf den legendären Kurs mit seinen 19 Kurven einzustellen, da die Sessions am Freitag entfallen: Freies Training, Qualifying, Rennen über 100 Kilometer werden am Samstag und Sonntag die Teams und Fahrer in unmittelbarer Taktung fordern.

Dabei ist Spa-Francorchamps kein klassischer DTM Kurs. Nur ein Mal, 2005, gastierte die Rennserie bereits in den Ardennen. Damals siegte Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen und hält mit den damals erzielten 2.13,124 Minuten auch heute noch den Rundenrekord. Jetzt warten alle gespannt darauf, ob der Rekord auch an diesem Wochenende noch halten wird. Immerhin ein Fahrer aus dem aktuellen DTM Starterfeld war damals, vor 15 Jahren, schon mit dabei: Jamie Green vom Audi Sport Team Rosberg.

Im Rahmenprogramm der DTM feiert in Spa-Francorchamps die DTM Trophy ihre Premiere. Es ist die zweite Rennserie der DTM-Dachorganisation ITR, die jungen und ambitionierten Piloten die Chance bietet, sich auf der hochkarätigen DTM-Plattform zu präsentieren. 18 seriennahe GT-Sportwagen von Audi, BMW, KTM, Mercedes-AMG, Porsche und Toyota werden an beiden Tagen direkt nach dem Rennen der DTM (um 15:15) Uhr für weitere Action sorgen.

Stimmen – Vorschau, Spa-Francorchamps

Gerhard Berger, 1. Vorsitzender ITR e. V.
„Endlich kann die DTM trotz der Corona-Pandemie in die Saison starten, wofür in den vergangenen Wochen alle Teams hart gearbeitet haben. Wir danken allen für diesen außergewöhnlichen Einsatz. Die aktuelle Rennserie verspricht spannende Höhepunkte, denn ich erwarte ein packendes Duell zwischen Audi und BMW auf Augenhöhe. Die neun geplanten Läufe und 18 Rennen in gut drei Monaten bedeuten für uns alle eine echte Kraftanstrengung, vor allem für die Teams. Enttäuschend für uns ist allerdings, dass die Fans die Rennen noch nicht live an der Strecke miterleben können. Wir setzen deshalb alles daran, dass wir die Tribünen wieder öffnen können, sobald dies die Corona-Situation sicher zulässt. Unseren Fans wollen wir mit der neuen Online-Plattform DTM Grid nun die Action und Spannung der DTM mit einer hochkarätigen Berichterstattung direkt ins Wohnzimmer liefern und für ein packendes Hautnah-Feeling zuhause sorgen.“
Jamie Green
Foto: dtm.com

Jamie Green, Audi Sport Team Rosberg
„Natürlich erinnere ich mich noch an das Rennen in Spa in der Saison 2005. Seitdem haben sich die Dinge allerdings dramatisch verändert. Die DTM Tourenwagen haben sich enorm verändert, wir haben heute deutlich mehr Leistung, mehr Grip, die Autos sind breiter und sicherer. Aber damals wie heute waren die DTM Autos die schnellsten Tourenwagen der Welt. Spa ist anders als die meisten Rennstrecken der DTM. Der Kurs ist mit sieben Kilometern außergewöhnlich lang und hat viele schnelle Kurven – und die Eau Rouge ist eine ganz besondere. In Spa eine perfekte Runde hinzubekommen, ist für jeden Fahrer eine echte Herausforderung.“
Philipp Eng
Foto: dtm.com

Philipp Eng, BMW Team RBM
„Der Saisonstart der DTM in Spa-Francorchamps ist ein besonderes Highlight . Mit den aktuellen DTM-Autos und den 2-Liter-Turbo-Motoren wird es eine spannende Herausforderung. Keiner der aktuellen Fahrern durfte zuvor testen – umso intensiver habe ich mich mit Augusto Farfus ausgetauscht, der den kurzen Test für BMW bestritten hat. Durch das verkürzte 2-Tages-Format, ähnlich zu Brands Hatch im vergangenen Jahr, wird das Wochenende alles andere als einfach, denn vor dem Qualifying steht uns nur eine 45-minütige freie Trainingssitzung zur Verfügung.“

Harrison Newey, WRT Team Audi Sport
„Nach so einer langen Pause wieder an der Rennstrecke zu sein und Rennen zu bestreiten fühlt sich geradezu ungewohnt an. Deswegen kann ich den Start in Spa kaum erwarten. Teil der DTM zu sein, bedeutet mir wirklich viel. Es ist eine so bekannte und legendäre Rennserie in der die besten Fahrer der Welt gegen einander antreten. Das Feld hat eine unglaublich hohe Qualität – für mich ist das eine große Herausforderung, der ich mich gerne stelle.“

ADAC GT Masters mit Zukunftstechnologie Steer-by-Wire

  • Premiere für Steer-by-Wire
  • Space Drive von Schaeffler Paravan im Extremtest beim Saisonauftakt auf dem Lausitzring
  • Space Drive Racing operated by KÜS Team75 Bernhard fährt mit Porsche 911 GT3 R
  • ADAC GT Masters als Testlabor für Zukunftstechnologie
Der Porsche mit der Steer-by-Wire-Technologie Space Drive von Schaeffler Paravan
Foto: Schaeffler Paravan

Einen Blick in die technologische Zukunft gibt es am kommenden Wochenende (31. Juli bis 2. August) beim Saisonauftakt des ADAC GT Masters auf dem Lausitzring: Erstmals betreut das KÜS Team75 Bernhard im Auftrag der Schaeffler Technologie GmbH & Co.KG einen Porsche 911 GT3 R, der mit der Steer-by-Wire-Technologie Space Drive von Schaeffler Paravan ausgerüstet ist. Die Space Drive-Technologie kommt ohne mechanische Verbindung zwischen Lenkeinheit und Lenkgetriebe aus, eine Grundvoraussetzung für Zukunftstechnologien wie etwa autonomes Fahren oder die Konzeption neuer Innenraumkonzepte. Space Drive Racing ist eine Entwicklungsplattform von Schaeffler Paravan für Steer-by-Wire-Rennfahrzeuge unterschiedlicher Hersteller, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Rennställen.

Die erfahrenen ADAC GT Masters-Laufsieger Norbert Siedler (37/A) und Martin Ragginger (32/A) steuern den Porsche auf dem Lausitzring "by wire". Als Gaststarter sind die beiden Österreicher bei dem Testeinsatz nicht Punkte- und Preisgeldberechtigt. Die beiden Rennen des ADAC GT Masters werden am Samstag und Sonntag ab 13.00 Uhr live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Der Rennstall des zweimaligen Le-Mans-Siegers und FIA-Langstreckenweltmeisters Timo Bernhard ist Partner des innovativen Projekts. Der lenksäulenlose Porsche startet zusätzlich zu den beiden konventionellen Fahrzeugen des Teams aus Bruchmühlbach-Miesau. Mit dem Einsatz sollen die technische Leistungsfähigkeit, Robustheit und volle Funktionalität der Space Drive-Technologie unter den extremen Belastungen des ADAC GT Masters unter Beweis gestellt werden. "Bei diesem spannenden Entwicklungsprojekt arbeiten wir eng mit Schaeffler Paravan zusammen. Durch unsere jahrelange Erfahrung im ADAC GT Masters können wir die notwendige Unterstützung bieten, um die Steer-by-Wire-Technologie in einer der härtesten GT3-Rennserien einzusetzen", sagt Klaus Graf, Teammanager beim KÜS Team75 Bernhard. "Technologische Fortschritte im Wettbewerb zu testen und auf extreme Belastbarkeit zu prüfen, sind wichtige Bestandteile der Entwicklungsarbeit. Mit Martin Ragginger und Norbert Siedler haben wir zwei sehr erfahrene GT-Piloten für das Projekt gewonnen."

Roland Arnold, CEO der Schaeffler Paravan Technology GmbH & Co. KG sagt: "Wir möchten uns ein umfassendes Bild von der Leistungsfähigkeit sowie von der Robustheit des Systems machen. Das ADAC GT Masters ist ein ideales Testfeld für die Steer-by-Wire-Technologie Space Drive und die vielleicht am härtesten umkämpfte GT3-Serie. Die Erkenntnisse aus den Rennen sowie die gewonnenen Daten fließen direkt in die Weiterentwicklung des Systems ein. Sie kommen zudem bereits heute den Anwendern von Space Drive 2 zugute, sowohl im Bereich der Automobilindustrie als auch in der Behindertenmobilität."

Die Space Drive-Technologie ist für den Einsatz im ADAC GT Masters vom Deutschen Motor Sport Bund zugelassen.