Samstag, 1. August 2020

BMW fordert Audi zur Revanche: DTM startet in Spa-Francorchamps in die Saison

  • René Rast und Marco Wittmann auf der Jagd nach dem dritten Titel
  • SAT.1 und neue OTT-Plattform bringen die DTM live ins Wohnzimmer
  • Newcomer mit Formel-1-Verbindungen: Robert Kubica und Harrison Newey
Spa wartet auf die DTM-Stars
Foto: dtm.com

An diesem Wochenende (01./02. August) ist es endlich soweit: Die DTM startet in ihre 34. Saison. Jeweils um 13:30 Uhr gehen die Startampeln aus und 16 DTM Piloten aus acht Nationen steigen in ihren 640 PS starken Tourenwagen von Audi und BMW auf das Gaspedal. Zum verspäteten Auftakt könnte die Herausforderung nicht größer sein, denn der sieben Kilometer lange Kurs von Spa-Francorchamps gilt als eine der anspruchsvollsten Strecken der Motorsport-Welt. 

Für die Fans zuhause: Mit SAT.1 und neuer OTT-Plattform DTM Grid live dabei

Die belgischen Ardennen sind die erste von neun Stationen im komprimierten DTM-Kalender 2020, der bis zum traditionellen Finale in Hockenheim (06.–08. November) neben Assen (NED) gleich drei Doppel-Läufe an aufeinanderfolgenden Wochenenden vorsieht: auf dem Lausitzring, auf dem Nürburgring und im belgischen Zolder. Auf das spektakuläre Live-Erlebnis an der Strecke müssen die DTM-Fans wegen der Covid-19-Pandemie vorerst noch verzichten. Dafür übertragen SAT.1 sowie die neue Online-Plattform grid.dtm.com an beiden Renntagen jeweils live ab 13:00 Uhr. Zahlreiche unterschiedliche Kamera-Perspektiven sowie Live-Berichterstattung direkt aus dem Fahrerlager und der Boxengasse sorgen für ein packendes Hautnah-Feeling. 

Das Duell: Audi gegen BMW, Rast gegen Wittmann

Mit dem DTM-Start geht auch das Duell der beiden Premium-Hersteller Audi und BMW in die nächste Runde. Dabei haben die Münchner noch eine Rechnung offen: 2019, der ersten Saison nach Class-1-Reglement und mit hocheffizienten Zweiliter-Turbomotoren, haben die Ingolstädter klar den Ton angegeben. Audi feierte einen Dreifach-Triumph mit Titelgewinnen in der Fahrer-, Team- und Herstellerwertung. Jetzt setzt BMW zum Überholen an – mit dem Top-Piloten Marco Wittmann in einem BMW M4 DTM . Der 30-jährige Fürther konnte bereits zwei DTM Titel einfahren, jetzt hat er den dritten DTM Gesamtsieg im Visier. Ex-Fomel-1-Pilot Timo Glock, Philipp Eng (AUT), Sheldon van der Linde (RSA) sowie die beiden Neuzugänge Jonathan Aberdein (RSA) und Lucas Auer (AUT) komplettieren den hochkarätigen Werkskader von BMW.

Bei den Testfahrten sah es bereits ganz danach aus, dass es den Münchner Ingenieuren unter Sportchef Jens Marquardt gelungen ist, den BMW M4 DTM ordentlich auf Touren zu bringen. Im Rennen muss der Bolide nun beweisen, was in ihm steckt. Aber auch Audi hat sich auf den Siegerkränzen der letzten Saison nicht ausgeruht und weitere Komponenten an seinem RS 5 DTM verbessert. Sportchef Dieter Gass stellt sich auf einen harten Zweikampf mit der Münchner Konkurrenz ein und setzt dabei vor allem auf René Rast, den Shooting-Star der vergangenen drei DTM-Jahre: Zwei Titel und einmal Vize-Meister – das hat bisher noch kein anderer Fahrer in der langen DTM Historie geschafft. Sollte dem 30 Jahre alten Mindener tatsächlich der dritte Titel gelingen, würde er nach Gesamtsiegen mit der Tourenwagen-Legende Klaus Ludwig gleichziehen. Nur einer war mit fünf Titeln bisher noch erfolgreicher: Bernd Schneider. Aber auch die Konkurrenz im eigenen Lager ist für Rast eine Herausforderung mit dem Ex-Champion Mike Rockenfeller, Nico Müller (SUI), Jamie Green (GBR), Robin Frijns (NED) sowie Ex-Le-Mans-Sieger und Langstrecken-Weltmeister Loïc Duval (FRA).

Mit Verbindungen zur F1 in die DTM: Robert Kubica und Harrison Newey

Zusätzliche Spannung ist durch Robert Kubicas Wechsel von der Formel 1 in die DTM garantiert. Für den Polen, der 97 Grands Prix fuhr und einen gewann, bedeutet die DTM nach Formel 1 und Rallye-Weltmeisterschaft die dritte große Challenge. Der 35-Jährige steuert den einzigen Kunden-BMW im Orlen Team ART. Von Audi gehen drei Kundenfahrzeuge aus dem belgischen WRT Team Audi Sport ins Rennen, die von Ferdinand Habsburg (AUT), Fabio Scherer (CHE) sowie Harrison Newey (GBR), dem Sohn des F1-Star-Designers Adrian Newey, gesteuert werden.

Mit Tempo 260 durch Eau Rouge: 2005 fuhr Mika Häkkinen eine neue Rekordzeit

Blanchimont, La Source, Eau Rouge – die Kurven-Namen von Spa haben längst einen festen Platz in den Geschichtsbüchern des Motorsports. Vor allem Eau Rouge und die nachfolgende Raidillon sorgen für spektakuläre Augenblicke, wenn die DTM Boliden die Senke mit dem Links-Knick nehmen und auf der langen Bergauf-Rechts mit 18 Prozent Steigung auf satte 260 km/h beschleunigen. In diesen Momenten wirkt eine Querbeschleunigung von 3.0g auf Mensch und Material. Viel Zeit haben die Fahrer allerdings nicht, sich auf den legendären Kurs mit seinen 19 Kurven einzustellen, da die Sessions am Freitag entfallen: Freies Training, Qualifying, Rennen über 100 Kilometer werden am Samstag und Sonntag die Teams und Fahrer in unmittelbarer Taktung fordern.

Dabei ist Spa-Francorchamps kein klassischer DTM Kurs. Nur ein Mal, 2005, gastierte die Rennserie bereits in den Ardennen. Damals siegte Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen und hält mit den damals erzielten 2.13,124 Minuten auch heute noch den Rundenrekord. Jetzt warten alle gespannt darauf, ob der Rekord auch an diesem Wochenende noch halten wird. Immerhin ein Fahrer aus dem aktuellen DTM Starterfeld war damals, vor 15 Jahren, schon mit dabei: Jamie Green vom Audi Sport Team Rosberg.

Im Rahmenprogramm der DTM feiert in Spa-Francorchamps die DTM Trophy ihre Premiere. Es ist die zweite Rennserie der DTM-Dachorganisation ITR, die jungen und ambitionierten Piloten die Chance bietet, sich auf der hochkarätigen DTM-Plattform zu präsentieren. 18 seriennahe GT-Sportwagen von Audi, BMW, KTM, Mercedes-AMG, Porsche und Toyota werden an beiden Tagen direkt nach dem Rennen der DTM (um 15:15) Uhr für weitere Action sorgen.

Stimmen – Vorschau, Spa-Francorchamps

Gerhard Berger, 1. Vorsitzender ITR e. V.
„Endlich kann die DTM trotz der Corona-Pandemie in die Saison starten, wofür in den vergangenen Wochen alle Teams hart gearbeitet haben. Wir danken allen für diesen außergewöhnlichen Einsatz. Die aktuelle Rennserie verspricht spannende Höhepunkte, denn ich erwarte ein packendes Duell zwischen Audi und BMW auf Augenhöhe. Die neun geplanten Läufe und 18 Rennen in gut drei Monaten bedeuten für uns alle eine echte Kraftanstrengung, vor allem für die Teams. Enttäuschend für uns ist allerdings, dass die Fans die Rennen noch nicht live an der Strecke miterleben können. Wir setzen deshalb alles daran, dass wir die Tribünen wieder öffnen können, sobald dies die Corona-Situation sicher zulässt. Unseren Fans wollen wir mit der neuen Online-Plattform DTM Grid nun die Action und Spannung der DTM mit einer hochkarätigen Berichterstattung direkt ins Wohnzimmer liefern und für ein packendes Hautnah-Feeling zuhause sorgen.“
Jamie Green
Foto: dtm.com

Jamie Green, Audi Sport Team Rosberg
„Natürlich erinnere ich mich noch an das Rennen in Spa in der Saison 2005. Seitdem haben sich die Dinge allerdings dramatisch verändert. Die DTM Tourenwagen haben sich enorm verändert, wir haben heute deutlich mehr Leistung, mehr Grip, die Autos sind breiter und sicherer. Aber damals wie heute waren die DTM Autos die schnellsten Tourenwagen der Welt. Spa ist anders als die meisten Rennstrecken der DTM. Der Kurs ist mit sieben Kilometern außergewöhnlich lang und hat viele schnelle Kurven – und die Eau Rouge ist eine ganz besondere. In Spa eine perfekte Runde hinzubekommen, ist für jeden Fahrer eine echte Herausforderung.“
Philipp Eng
Foto: dtm.com

Philipp Eng, BMW Team RBM
„Der Saisonstart der DTM in Spa-Francorchamps ist ein besonderes Highlight . Mit den aktuellen DTM-Autos und den 2-Liter-Turbo-Motoren wird es eine spannende Herausforderung. Keiner der aktuellen Fahrern durfte zuvor testen – umso intensiver habe ich mich mit Augusto Farfus ausgetauscht, der den kurzen Test für BMW bestritten hat. Durch das verkürzte 2-Tages-Format, ähnlich zu Brands Hatch im vergangenen Jahr, wird das Wochenende alles andere als einfach, denn vor dem Qualifying steht uns nur eine 45-minütige freie Trainingssitzung zur Verfügung.“

Harrison Newey, WRT Team Audi Sport
„Nach so einer langen Pause wieder an der Rennstrecke zu sein und Rennen zu bestreiten fühlt sich geradezu ungewohnt an. Deswegen kann ich den Start in Spa kaum erwarten. Teil der DTM zu sein, bedeutet mir wirklich viel. Es ist eine so bekannte und legendäre Rennserie in der die besten Fahrer der Welt gegen einander antreten. Das Feld hat eine unglaublich hohe Qualität – für mich ist das eine große Herausforderung, der ich mich gerne stelle.“

ADAC GT Masters mit Zukunftstechnologie Steer-by-Wire

  • Premiere für Steer-by-Wire
  • Space Drive von Schaeffler Paravan im Extremtest beim Saisonauftakt auf dem Lausitzring
  • Space Drive Racing operated by KÜS Team75 Bernhard fährt mit Porsche 911 GT3 R
  • ADAC GT Masters als Testlabor für Zukunftstechnologie
Der Porsche mit der Steer-by-Wire-Technologie Space Drive von Schaeffler Paravan
Foto: Schaeffler Paravan

Einen Blick in die technologische Zukunft gibt es am kommenden Wochenende (31. Juli bis 2. August) beim Saisonauftakt des ADAC GT Masters auf dem Lausitzring: Erstmals betreut das KÜS Team75 Bernhard im Auftrag der Schaeffler Technologie GmbH & Co.KG einen Porsche 911 GT3 R, der mit der Steer-by-Wire-Technologie Space Drive von Schaeffler Paravan ausgerüstet ist. Die Space Drive-Technologie kommt ohne mechanische Verbindung zwischen Lenkeinheit und Lenkgetriebe aus, eine Grundvoraussetzung für Zukunftstechnologien wie etwa autonomes Fahren oder die Konzeption neuer Innenraumkonzepte. Space Drive Racing ist eine Entwicklungsplattform von Schaeffler Paravan für Steer-by-Wire-Rennfahrzeuge unterschiedlicher Hersteller, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Rennställen.

Die erfahrenen ADAC GT Masters-Laufsieger Norbert Siedler (37/A) und Martin Ragginger (32/A) steuern den Porsche auf dem Lausitzring "by wire". Als Gaststarter sind die beiden Österreicher bei dem Testeinsatz nicht Punkte- und Preisgeldberechtigt. Die beiden Rennen des ADAC GT Masters werden am Samstag und Sonntag ab 13.00 Uhr live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Der Rennstall des zweimaligen Le-Mans-Siegers und FIA-Langstreckenweltmeisters Timo Bernhard ist Partner des innovativen Projekts. Der lenksäulenlose Porsche startet zusätzlich zu den beiden konventionellen Fahrzeugen des Teams aus Bruchmühlbach-Miesau. Mit dem Einsatz sollen die technische Leistungsfähigkeit, Robustheit und volle Funktionalität der Space Drive-Technologie unter den extremen Belastungen des ADAC GT Masters unter Beweis gestellt werden. "Bei diesem spannenden Entwicklungsprojekt arbeiten wir eng mit Schaeffler Paravan zusammen. Durch unsere jahrelange Erfahrung im ADAC GT Masters können wir die notwendige Unterstützung bieten, um die Steer-by-Wire-Technologie in einer der härtesten GT3-Rennserien einzusetzen", sagt Klaus Graf, Teammanager beim KÜS Team75 Bernhard. "Technologische Fortschritte im Wettbewerb zu testen und auf extreme Belastbarkeit zu prüfen, sind wichtige Bestandteile der Entwicklungsarbeit. Mit Martin Ragginger und Norbert Siedler haben wir zwei sehr erfahrene GT-Piloten für das Projekt gewonnen."

Roland Arnold, CEO der Schaeffler Paravan Technology GmbH & Co. KG sagt: "Wir möchten uns ein umfassendes Bild von der Leistungsfähigkeit sowie von der Robustheit des Systems machen. Das ADAC GT Masters ist ein ideales Testfeld für die Steer-by-Wire-Technologie Space Drive und die vielleicht am härtesten umkämpfte GT3-Serie. Die Erkenntnisse aus den Rennen sowie die gewonnenen Daten fließen direkt in die Weiterentwicklung des Systems ein. Sie kommen zudem bereits heute den Anwendern von Space Drive 2 zugute, sowohl im Bereich der Automobilindustrie als auch in der Behindertenmobilität."

Die Space Drive-Technologie ist für den Einsatz im ADAC GT Masters vom Deutschen Motor Sport Bund zugelassen.

Premiere der DTM Trophy in Spa-Francorchamps

  • Saison der DTM Trophy mit 18 fest eingeschriebenen Fahrzeugen
  • Legendäre Rennstrecke von Spa-Francorchamps der erste Austragungsort

Foto: Jens Hawrda
Startampel auf Grün für den Renn-Nachwuchs: Am kommenden Wochenende trägt die DTM Trophy ihre Premiere auf der legendären Strecke in Spa-Francorchamps (Belgien) aus. Im Rahmenprogramm der DTM finden die ersten beiden Rennen der neuen GT-Rennserie statt. Am Start: 18 fest eingeschriebene Fahrer von 13 Teams, die Fahrzeuge von sechs Herstellern einsetzen. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag startet die DTM Trophy unmittelbar nach dem DTM Rennen jeweils um 15:15 Uhr durch. Die Fans können das Renngeschehen über den Livestream auf der neuen OTT-Plattform DTM Grid verfolgen. 

Vielfältig besetzt geht die DTM Trophy in ihre Premierensaison: Mit dabei sind die Marken Audi, BMW, KTM, Mercedes-AMG, Porsche und Toyota. International präsentiert sich auch das Teilnehmerfeld mit Fahrern aus sieben verschiedenen Nationen. Als ältester Fahrer steigt mit 36 Jahren Ex-DTM-Profi Peter Terting ins Cockpit. Jüngster Teilnehmer ist David Serban mit 16 Jahren. Insgesamt acht Fahrer sind im Jahr 1998 oder danach geboren und damit punktberechtigt für die Juniorwertung der DTM Trophy.

Zahlreiche Fahrer haben bereits in anderen GT-Serien oder Markenpokalen Rennsiege und Titel eingefahren. Nun treffen sie in der DTM Trophy aufeinander. Für Chancengleichheit sorgt das ausgeklügelte, individuell entwickelte System der „Balance of Performance“, wofür die Fahrzeugdaten der verschiedenen GT-Autos auf wissenschaftlicher Basis verglichen wurden. Dabei wurden auch Parameter berücksichtigt, die nur in der DTM Trophy beachtet werden, wie beispielsweise Aerodynamik oder Fahrzeugschwerpunkt. Das alles verspricht in dieser Saison einen spannenden Wettbewerb an sechs Rennwochenenden mit jeweils zwei halbstündigen Rennen ohne Boxenstopps oder Fahrerwechsel. Es gilt: Ein Fahrer, ein Auto. Klassischer Rennsport, auf den sich die Fans freuen können!

Stimmen zum Saisonauftakt:

Frederic Elsner, Director Event ITR GmbH
„Das qualitativ starke Teilnehmerfeld mit großer Internationalität zeigt, dass wir mit dem Konzept der DTM Trophy genau den richtigen Weg gefunden haben. Trotz der aktuell schwierigen Lage, mit der es alle im Motorsport zu tun haben, ist das eingeschriebene Teilnehmerfeld für die Saison 2020 beachtlich. Einige Fahrer und Teams haben uns darüber hinaus schon zugesichert, dass sie im Laufe der Saison noch dazustoßen werden. Wir freuen uns auf eine spannende Premieren-Saison!“

Christoph Esser, Teamchef PROsport
„Der Aufwand, der bei der BoP-Ermittlung betrieben wurde, ist gigantisch. Das war schon sehr professionell. In einigen Serien sind Eigenentwicklungen wie unser Porsche gar nicht mehr erwünscht. Deshalb kommt für uns die DTM Trophy wie gerufen, hier fühlen wir uns richtig gut aufgenommen.“

Michael Teichmann, Teamchef Teichmann Racing
„Die eigene BoP der DTM Trophy gibt uns die Möglichkeit, mit dem Fahrzeug an mehreren Rennserien teilzunehmen, ohne dass wir das Auto immer wieder komplett umbauen müssen. Das macht die DTM Trophy für uns sehr interessant, denn wir setzen die Autos zum Beispiel auch bei Langstreckenrennen ein. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass wir im Laufe der Saison mehrere Fahrzeuge in der DTM Trophy an den Start bringen werden, denn hier müssen wir sie ja nicht jedes Mal eine Woche hin- und dann wieder zurückbauen.“

Jan Philipp Springob, Fahrer, SUPERDRINK by BREMOTION
„Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Die Rennen finden ohne Boxenstopp statt, somit fahre ich erstmals ganz allein und muss bei Rennstrategie und Fahrzeugsetup keine Kompromisse eingehen. Mein Ziel ist ein Ergebnis in den Top Drei der Meisterschaft.“

Ben Tuck, Fahrer, Walkenhorst Motorsport
„Natürlich freue ich mich, durch die Teilnahme an der diesjährigen DTM Trophy meine Zusammenarbeit mit Walkenhorst und mit BMW fortsetzen zu können. Ich bin davon überzeugt, dass Walkenhorst die Erfahrung und die Hingabe mitbringt, um die Saison zum Erfolg zu machen. Ich bin zuversichtlich, dass wir zusammen stark sein werden. Im BMW M4 fühle ich mich als Fahrer bereits total wohl. Die Einsätze im Rahmenprogramm der DTM auf einigen der legendärsten und beliebtesten Strecken Europas stellen sowohl eine enorme Herausforderung als auch einen großen Kick dar. Ich freue mich unheimlich darauf.“

Callaway-Corvette holt erste Bestzeit der neuen Saison

  • Erstes Freies Training auf dem Lausitzring
  • Markus Pommer setzt erste Bestmarke
  • Vier Marken auf den ersten vier Positionen

Bestzeit am Freitag; Callaway Competition mit Markus Pommer und Jeffrey Schmidt
Foto: ADAC-Motorsport
Los geht's: Mit dem ersten Freien Training ist das ADAC GT Masters auf dem Lausitzring in die neue Saison gestartet. Die erste Bestzeit markierte dabei Corvette-Pilot Markus Pommer (29/Neckarsulm, Callaway Competition). Dahinter folgten mit Porsche, Audi und Mercedes-AMG drei weitere Marken. Die beiden Rennen vom ersten Rennwochenende werden am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Genau 306 Tage oder zehn Monate und zwei Tage lagen zwischen dem letzten Rennen der Saison 2019 und der ersten Sitzung der aktuellen Saison. Die begann mit einem einstündigen Training, in dem Markus Pommer bereits früh die endgültige Bestzeit erzielte. Schon nach knapp 25 Minuten setzte sich der Pilot aus Neckarsulm, der sich in dieser Saison die Corvette C7 GT3-R mit Jeffrey Schmidt (26/CH) teilt, an die Spitze des Feldes. An seine Bestzeit von 1.21,553 Minuten kam die Konkurrenz bis zum Ende der Sitzung nicht heran. "Die erste Session verlief für uns perfekt", so Pommer. "Es hat alles funktioniert, was wir am Auto ausprobiert haben. Ich habe eine gute Runde erwischt und hatte keinen Verkehr. Ich habe ein gutes Gefühl und bin mit dem Auto sehr zufrieden. Aber wie das richtige Kräfteverhältnis aussehen wird, werden wir erst morgen früh im ersten Qualifying sehen."

Auf Platz zwei mit einem Rückstand von 0,118 Minuten kam der Porsche 911 GT3 R von Robert Renauer (35/Vierkirchen) und Sven Müller (28/Bingen am Rhein, beide Precote Herberth Motorsport). "Wir haben im Training eine Qualifyingsimulation gemacht, damit wir morgen früh gut dastehen", sagte Ex-Meister Renauer, der bereits drei Siege auf dem Lausitzring eingefahren hat. "Ich denke, das ist uns ganz gut gelungen. Im zweiten Training werden wir noch ein paar Sachen für die Rennperformance ausprobieren. Ich hoffe, dass wir dann gut aussortiert sind für den Rest des Wochenendes, wenn es richtig losgeht."

Den dritten Rang sicherten sich im schnellsten Audi R8 LMS Charles Weerts (21/B) und Dries Vanthoor (22/B) vom Team WRT, das sein Debüt im ADAC GT Masters feiert. Dahinter folgte auf Rang vier mit dem Mercedes-AMG von Philip Ellis (27/GB) und Raffaele Marciello (25/I, beide Knaus-Team HTP-Winward) eine vierte Marke. Die Top Fünf komplettierten die Vorjahresmeister Patric Niederhauser (28/CH) und Kelvin van der Linde (24/ZA, beide Rutronik Racing) in einem weiteren Audi. Sie lagen am Ende der Sitzung nur 0,241 Minuten hinter der Bestzeit. Auch dahinter waren die Zeitenunterschiede gering. Genau 20 Fahrzeuge lagen im Endergebnis innerhalb einer Sekunde.

BMW-Werkspilot Jens Klingmann (30/Tägerwilen) kann trotz eines Fahrradunfalls Ende Juni, bei dem er sich Armbrüche zugezogen hat, am Lausitzring starten. "Ich bin sehr happy, die ersten Runden liefen sehr gut. Ich hatte keine Schmerzen", so der Deutsche. "Ich bin am 30. Juni operiert worden und saß heute erstmals wieder im Rennauto. Normalerweise dauert der Heilungsprozess acht Wochen. Ich habe sehr viel Reha und Physio gemacht und in dieser Woche das grüne Licht der Ärzte erhalten. Heute war dann der Moment der Wahrheit. Ich war anfangs schon etwas nervös, aber es hat alles geklappt. Ich mache mir für den Rest des Wochenendes keine Sorgen." Zweiter Fahrer im BMW M6 GT3 des MRS GT-Team beim Saisonauftakt ist Nicolai Sylvest (23/DK). Der Däne fuhr bereits im Vorjahr für das Team aus Lonsee und holte zusammen mit Klingmann auf dem Red Bull Ring eine Pole-Position und einen Sieg.

Zahlen und Fakten zum Saisonauftakt des ADAC GT Masters

  • 14. Saison der "Liga der Supersportwagen"
  • Auftaktwochenende auf dem Lausitzring
  • Spannende Daten zum Starterfeld mit 33 GT3-Sportwagen
Foto: Jens Hawrda

Es ist so weit: An diesem Wochenende startet das ADAC GT Masters auf dem Lausitzring in die neue Saison. Ein spannender Blick in die Zahlen, Daten und Statistiken der "Liga der Supersportwagen". Die beiden Rennen werden am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

- Sieben ADAC GT Masters-Champions treten beim Saisonauftakt an. Neben den beiden Doppelmeistern Kelvin van der Linde und Sebastian Asch sind dies Maximilian Götz, Daniel Keilwitz, Christopher Mies, Patric Niederhauser und Robert Renauer.

- Drei Frauen starten 2020 in der "Liga der Supersportwagen". Rennsiegerin Rahel Frey kehrt nach einer Saison in die Serie zurück, Audi-Markenkollegin Carrie Schreiner bestreitet ihre zweite Saison. Ihr Debüt im ADAC GT Masters gibt dagegen Porsche-Werksfahrerin Simona De Silvestro.

- Der älteste Pilot im Starterfeld ist Audi-Sport-Fahrer Frank Stippler (45), jüngster Starter beim Auftakt in der Lausitz ist Markenkollege Charles Weerts mit 19 Jahren.

- Insgesamt 15 Serienneulinge feiern auf dem Lausitzring ihr Debüt im ADAC GT Masters. Die Rookies sind: Mike Beckhusen, Dorian Boccolacci, Hendrik von Danwitz, Joel Eriksson, Jannes Fittje, Niels Langeveld, Niels Lagrange, Constantin Schöll, Steijn Schothorst, Simona De Silvestro, Henric Skoog, Igor Walilko, Charles Weerts, Nick Yelloly und Tim Zimmermann.

- Der erfahrenste Pilot im Feld ist mit 163 ADAC GT Masters-Starts Sebastian Asch.

- Gleich zwei Brüderpaare treten in diesem Jahr in der "Liga der Supersportwagen" an. Neben den beiden Schweden Joel und Jimmy Eriksson ist diese Saison mit Alfred und Robert Renauer sogar ein Zwillingspaar am Start.

- Mit dem späteren Meister Tim Bergmeister und Bruder Jörg gelang 2008 einem Brüderpaar in der Lausitz sogar ein Doppelsieg.

- 18 Fahrer sind in die Pirelli-Junior-Wertung für Nachwuchsfahrer unter 25 Jahre eingeschrieben.

- 22 Rennsiege hat Daniel Keilwitz im ADAC GT Masters bisher eingefahren. Kein anderer Fahrer war so erfolgreich wie der Meister von 2013. Das Team mit den meisten Triumphen ist Callaway Competition. Der Rennstall aus Leingarten hat bisher 33-mal in der "Liga der Supersportwagen" ein Rennen gewonnen.

- 34 der 66 Piloten, die am Lausitzring an den Start gehen, haben im ADAC GT Masters bereits mindestens ein Rennen gewonnen.

- Auch 2020 präsentiert sich das Starterfeld wieder sehr international: Piloten und Pilotinnen aus insgesamt 15 Nationen pilotieren die mehr als 30 GT3-Sportwagen. Am stärksten vertreten ist Deutschland mit 28 Startern vor der Schweiz und Österreich. Mit Europa, Afrika und Australien kommen die Fahrer aus drei Erdteilen.

- 19 Teams setzen in dieser Saison Fahrzeuge von sieben Marken ein. Dazu zählen Audi, Bentley, BMW, Corvette, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche.

- Mit drei Lamborghini Huracán GT3 betreut das GRT Grasser Racing Team in dieser Saison so viele Fahrzeuge wie kein anderer Rennstall.

- Das bei den Teams populärste Fahrzeug ist der Audi R8 LMS. Insgesamt 13 Autos von der Marke mit den vier Ringen sind eingeschrieben. Danach folgen Mercedes-AMG und Porsche mit jeweils sechs GT3-Sportwagen.

- Das ADAC GT Masters startet zum ersten Mal überhaupt auf dem Lausitzring in die Saison. Die bisherigen Austragungsorte des Auftakts waren Oschersleben (zwölfmal) und in der Premierensaison 2007 der Nürburgring.

- Die "Liga der Supersportwagen" startet zum zwölften Mal auf dem Kurs in Brandenburg.

- Der erfolgreichste der aktuellen Piloten auf dem Lausitzring ist Robert Renauer. Der Meister von 2018 gewann bisher insgesamt dreimal (2013, 2016 und 2017) auf dem Kurs. Ebenfalls dreimal siegreich waren die ehemaligen Champions Albert von Thurn und Taxis und Peter Kox.

- Das Team mit den meisten Siegen auf dem Lausitzring ist Callaway Competition mit vier Triumphen, bei den Marken hat Porsche mit acht Triumphen die Nase vorn.