Montag, 25. November 2019

Audi-Pilot Tréluyer glänzt beim Comeback am Samstag

  • Franzose beim „Dream Race“ in Fuji am Samstag bester Fahrer eines DTM-Autos
  • Spektakuläres erstes gemeinsames Rennen der DTM und der SUPER GT
  • DTM-Champion René Rast begeistert Fans mit Aufholjagd
Benoît Tréluyer - Bester Audi-Pilot am Samstag in Fuji
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel

Überraschung beim „Dream Race“ in Fuji (Japan): Im turbulenten ersten gemeinsamen Rennen der DTM und der japanischen SUPER-GT-Meisterschaft war Benoît Tréluyer am Samstag auf Platz sechs bester Audi-Pilot.

Der Franzose profitierte bei seinem ersten Rennen mit dem Audi RS 5 DTM von einer späten Safety-Car-Phase. Mit den frischesten Reifen im Feld machte Tréluyer nach dem Restart mehrere Positionen gut und überquerte die Ziellinie als bestplatzierter Fahrer eines DTM-Autos.

„Das hat heute jede Menge Spaß gemacht“, schwärmte der Le-Mans-Sieger und Langstreckenweltmeister, der in Fuji mit Unterstützung von Audi Japan und Hitotsuyama Racing für das Audi-Kundenteam WRT Team Audi Sport startet. „Ich habe mein erstes Rennen mit dem Audi RS 5 DTM extrem genossen – vor allem natürlich die letzten Runden nach dem Restart, da waren wir richtig schnell. Ein solches Ergebnis hätte ich bei meinem Comeback nach drei Jahren Pause nicht erwartet. Unheimlich leid tut es mir, dass ich ‚Rocky‘ nach dem Restart im Getümmel berührt und umgedreht habe. Er hat mich nicht gesehen und ich hatte einfach keinen Platz zum Ausweichen.“

René Rast kämpfte sich mit dem Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Rosberg nach einem schwierigen Qualifying vom 13. Startplatz in die Top Sechs nach vorn und begeisterte die vielen japanischen Fans an der Rennstrecke bei seiner Aufholjagd mit spektakulären Zweikämpfen. In der Schlussphase fiel der Deutsche mit nachlassenden Reifen auf Platz acht zurück.

Mit Mike Rockenfeller vom Audi Sport Team Abt Sportsline auf Rang 13 stellte Audi am Samstag trotz der Kollision mit Tréluyer auch den drittbesten Fahrer der DTM-Abordnung.

Loïc Duval vom Audi Sport Team Phoenix glänzte im Qualifying im Regen mit der zweitschnellsten Zeit. Der Franzose rutschte auf dem Weg zur Startaufstellung jedoch von der feuchten Strecke. Dabei wurde sein Auto so stark beschädigt, dass ein Platz in der ersten Startreihe leer blieb. Für das zweite Rennen am Sonntag (Start um 14.30 Uhr Ortszeit/6.30 Uhr MEZ) ist sein Audi RS 5 DTM wieder einsatzbereit.

„Das war ein turbulentes und spannendes Rennen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Leider waren wir heute nicht in der Lage, um den Sieg mitzukämpfen. Dafür waren die SUPER-GT-Autos einfach einen Tick zu schnell und hatten auch noch einen geringeren Reifenverschleiß. Das hat es für uns schwierig gemacht. Trotzdem haben wir die DTM-interne Wertung gewonnen und viele spannende Duelle gesehen – ganz besonders am Ende nach dem Safety-Car. Für Ben (Tréluyer) freue ich mich sehr. Er hat seinen Reifenvorteil am Schluss ausgenutzt. Ich denke, dass die Fans schon heute voll auf ihre Kosten gekommen sind und hoffe sehr, dass wir morgen noch besser abschneiden können, um den Zuschauern eine noch bessere Show bieten zu können. Die Stimmung war schon heute großartig.“

Sonntag, 24. November 2019

Ergebnis – 2. Lauf, Dream Race, Fuji Speedway

Ex-Formel-1 Pilot Narain Karthikeyan siegt am Sonntag in Fuji
Foto: dtm.com

01. Narain Karthikeyan (IND), Honda NSX-GT, 
02. Marco Wittmann (GER), BMW M4 DTM,
03. Loïc Duval (FRA), Audi RS 5 DTM DTM, 
04. Naoki Yamamoto (JPN), Honda NSX-GT, 
05. Kamui Kobayashi (JPN), BMW M4 DTM, 
06. Daisuke Nakajima (JPN), Honda NSX-GT, 
07. Mike Rockenfeller (GER), Audi RS 5 DTM,
08. Ryō Hirakawa (JPN), Lexus LC500,
09. René Rast (GER), Audi RS 5 DTM,
10. Benoît Tréluyer (FRA), Audi RS 5 DTM, 

Schnellste Rennrunde: Narain Karthikeyan (IND), Honda NSX-GT, 1.31,572 Min.

Pole-Position: Loïc Duval (FRA), Audi RS 5 DTM, 1.46,940 Min.

Wetter: 21°C, bewölkt

Strecke: 21°C, trocken 

Stimmen – 2. Lauf, Dream Race, Fuji Speedway

Loic Duval holt am Sonntag Platz drei für Audi in Fuji
Foto: dtm.com

Gerhard Berger, 1. Vorsitzender ITR e. V.
„Als ich vor dem ersten Dream Race am Samstag die Startaufstellung betrat, wurde mir bewusst, was die GTA und wir zusammen geschafft haben. Der Anblick von fünf Weltklasse-Marken in der Startaufstellung – und die Erkenntnis, dass wir, nach sieben Jahren harter Arbeit, zwei Motorsport-Welten zusammengebracht haben – war ein wirklich emotionaler Moment. Außerdem konnte ich einmal mehr sehen, dass die Angleichung unserer beiden Serien ganz klar der richtige Weg für uns ist. Mit dieser gemeinsamen Herangehensweise bewegen wir uns in die richtige Richtung. Natürlich liegt noch jede Menge Arbeit vor uns, aber ich hoffe, dass wir von diesem Wochenende lernen können, unsere Erfahrungen mit nach Hause nehmen werden und weiter auf diesem Weg vorangehen können. Ich sehe eine große Zukunft in dieser Art von Motorsport.“ 

Narain Karthikeyan, Sieger
„Unser Auto hat sich mit den Hankook-Reifen auf Anhieb gut angefühlt. Daher waren wir zuversichtlich, dass wir eine Chance haben würden, vorne mitzukämpfen. Es war toll, festzustellen, dass wir unter allen Bedingungen schnell waren. Mit dem Rennsieg ging ein Traum in Erfüllung. Dieses gemeinsame Rennen von SUPER GT und DTM war wirklich etwas Besonderes. Die DTM-Fahrer sind fantastisch, das war ein toller Auftritt für beide Serien.“ 

Marco Wittmann, 2. Platz
„Ein großartiges Gefühl. Bis heute war das Wochenende für uns recht schwierig, wir hatten am Freitag und Samstag viele Schwierigkeiten und zudem gestern etwas Pech mit unserer Strategie. Heute aber lief alles nach Plan, vor allem die Aufholjagd von Platz sieben. Es war ein Rennen mit reichlich Action, das wirklich Spaß gemacht hat. Für die Zuschauer war es eine gute Show und gute Unterhaltung. Die letzte Runde war sehr speziell, sogar in der DTM sehen wir solche Kämpfe nicht so oft. Das Duell mit Loïc war ganz, ganz toll: Ich wusste, dass er frischere Reifen hatte, aber ich war fest entschlossen, alles zu tun, um Platz zwei zu behalten. Es war ein toller Kampf, besonders in den letzten drei Runden. Das ist, was alle sehen wollen. Ich glaube, alle haben den heutigen Tag genossen.“ 

Loïc Duval, 3. Platz
„Heute war besser als gestern! Ich wusste, dass die SUPER-GT-Autos im Vergleich zu uns etwas schneller waren. Daher habe ich mich in der Anfangsphase nicht allzu stark gewehrt. Dann hatte ich in Kurve vier den Reifenschaden, der mich viel Zeit gekostet hat. Dank des Safety-Cars aber konnte ich wieder nach vorne fahren. Beim letzten Indy-Restart war ich 13., da gab es noch etwa acht Runden, das hat Spaß gemacht. Dann, in der Schlussrunde, wusste ich, dass ich die frischeren Reifen hatte. Keiner kommt hierhin, um Zweiter oder Dritter zu werden. Daher habe ich um den Sieg gekämpft, alles dafür versucht. Es war ein cooles Rennen, eine wirklich coole letzte Runde. Schade, dass ich eine Strafe erhielt, aber ich habe alles versucht, damit ich nach vorne komme. Am Ende des Tages haben wir geschafft, wofür wir hier waren. Zweiter oder Dritter ist dann letztendlich relativ egal. Wir haben unser Ziel erreicht, wir haben eine großartige Zeit gehabt und alle haben es sehr genossen.“ 

Karthikeyan gewinnt sensationelles Dream Race am Sonntag in Fuji

  • Ex-F1-Fahrer gewinnt ereignisreiches Rennen
  • Geburtstagskind Wittmann beschenkt sich selbst mit Platz zwei
  • Duval mit Pole-Position und starkem Rennen nach Reifenschaden
Narain Karthikeyan siegt vor Marco Wittmann und Loic Duval
Foto: dtn.com

Narain Karthikeyan (Modulo Epson Honda NSX-GT) hat auf dem Fuji Speedway den zweiten Lauf des Dream Race gewonnen. Nach einem spektakulären Rennen, das von zahlreichen Zwischenfällen und Safety-Car-Einsätzen geprägt war, setzte sich der Inder knapp gegen Marco Wittmann (BMW M4 DTM) und Loïc Duval (Audi Sport RS 5 DTM) durch.

Karthikeyan setzte sich aus dem Windschatten in Führung, als er eingangs der zweiten Rennrunde den von der Pole-Position gestarteten Duval überholte. Danach hielt er gekonnt den Attacken seiner Markenkollegen, angeführt von Naoki Yamamoto (RAYBRIG Honda NSX-GT), Koudai Tsukakoshi (KEIHIN Honda NSX-GT) und Daisuke Nakajima (MOTUL MUGEN Honda NSX-GT), stand. Diese vier Fahrzeuge bestimmten das Tempo an der Spitze des Feldes, bis mehrere Safety-Car-Einsätze für zunehmende Spannung sorgten. In der Schlussphase wurden gleich mehrere Fahrzeuge in Zwischenfälle verwickelt. Nach der letzten Neutralisierung gab es einen hochspannenden Sprint von nur einer Runde bis ins Ziel.

Safety-Car-Einsätze sorgen für mehr Spannung

Die ersten beiden Safety-Car-Einsätze gab es, weil nach Reifenschäden jeweils hinten links von Duval und DTM-Champion René Rast (Audi RS 5 DTM) Teile von der Strecke geräumt werden mussten. Audi-Motorsportchef Dieter Gass mutmaßte, dass diese Schäden durch eine nicht optimale Fahrzeug-Abstimmung wegen beschränkter Fahrzeit im Training bei trockenen Bedingungen herrührten.

Nach dem zweiten Neustart schieden einige SUPER-GT-Fahrer bei Kollisionen mit mehreren Fahrzeugen aus, darunter Tsukakoshi und Nakajima, die lange Zeit in der Spitzengruppe fuhren. Das Safety-Car kam zum dritten Mal zum Einsatz, weil Kohlefaserteile nach den Unfällen von der Strecke entfernt und außerdem James Rossiters CALSONIC IMPUL Nissan GT-R geborgen werden musste, der mit schweren Unfallschäden in der ersten Kurve ausgerollt war.

Karthikeyan kontrollierte an der Spitze das Tempo, aber hinter ihm ging es hoch her: In der letzten Runde des Rennens lieferten sich Duval und Wittmann einen harten Kampf um Platz zwei, mehrere Positionswechsel inklusive. Der Franzose eroberte auf den letzten Metern vor der Ziellinie den zweiten Rang, bekam dann aber wegen eines Kontakts mit Wittmann einige Kurven zuvor eine Zeitstrafe von einer Sekunde auferlegt. Die Top Drei kam innerhalb von 0,935 Sekunden ins Ziel und Wittmann erbte Platz zwei, noch dazu an seinem Geburtstag.

Hinter den Top Drei fuhr Yamamoto als Vierter ins Ziel – vor dem ehemaligen Formel-1-Fahrer Kamui Kobayashi (BMW M4 DTM), der ein starkes Debüt im DTM-Auto als Fünfter beendete.

Qualifying: Duval diesmal ganz vorne

Nach seinem Ausfall am Samstag, noch bevor das Rennen überhaupt gestartet wurde, triumphierte Duval im Zeittraining am Sonntagmorgen. Zwar wurde er als Zweiter gewertet, erbte dann aber die Pole-Position, nachdem das ursprünglich schnellste Auto strafversetzt wurde. Daisuke Nakajima hatte die schnellste Zeit herausgefahren, wurde aber um fünf Plätze zurückversetzt, da sein Team nach einem kapitalen Abflug von Teamkollege Hideki Mutoh im Training am Freitag das Monocoque austauschen musste. Damit nahm der Japaner sein letztes SUPER-GT-Rennen als Sechster in der Startaufstellung in Angriff: Der 30-Jährige hatte am Sonntag vor dem Start seinen Rücktritt vom Rennsport bekanntgegeben.

Ergebnis – 1. Lauf, Dream Race, Fuji Speedway

Start zu Rennen1 am Samstag in Fuji
Foto: dtm.com

01. Nick Cassidy (NZL), Lexus LC500, 
02. Koudai Tsukakoshi (JPN), Honda NSX-GT,
03. Naoki Yamamoto (JPN), Honda NSX-GT,
04. Kenta Yamashita (JPN), Lexus LC500,
05. Sho Tsuboi (JPN), Lexus LC500,
06. Benoît Tréluyer (FRA), Audi RS 5 DTM,
07. Yuhi Sekiguchi (JPN), Lexus LC500, 
08. René Rast (GER), Audi RS 5 DTM, 
09. Yuji Tachikawa (JPN), Lexus LC500, 
10. Hideki Mutoh (JPN), Honda NSX-GT, 

Schnellste Rennrunde: Tadasuke Makino (JPN), Honda NSX-GT, 1.31,186 Min.

Pole-Position: Nick Cassidy (NZL), Lexus LC500, 1.41,827 Min.

Wetter: 16,2°C, bewölkt

Strecke: 15,5°C, trocken