Donnerstag, 12. September 2019

BMW M Motorsport startet in der Eifel in den letzten Teil der DTM-Saison 2019

Marco Wittmann hat noch Titelchancen
Foto: Jens Hawrda
Für die BMW DTM Teams beginnt am Wochenende in der Eifel der letzte Teil der Saison 2019. Auf dem Nürburgring (GER) findet am kommenden Wochenende (13. bis 15. September) das vorletzte Rennwochenende des Jahres mit den Rennen 15 und 16 statt. Für das BMW Team RMG ist es das Heimspiel. Das Team-Hauptquartier in Andernach (GER) liegt nur wenige Kilometer vom Nürburgring entfernt.

Das BMW Team RMG feiert auch einen Meilenstein: Marco Wittmann (GER) fährt an diesem Wochenende das 100. Rennen für Stefan Reinhold's Team RMG. Marco Wittmann (GER) belegt nach sieben Rennwochenenden mit 167 Punkten den dritten Gesamtrang und ist der bestplatzierte BMW-Pilot in der DTM-Fahrerwertung. Gleich dahinter liegt Philipp Eng (AUT) mit 140 Punkten auf dem vierten Platz.

Eng und Bruno Spengler (CAN) starten das Wochenende auf dem Nürburgring mit einem besonderen Rennen für einen guten Zweck: der ONE-World Charity Simrace am Donnerstagabend. Bei diesem Simulator-Event besteht jedes Team aus einem DTM-Profi und einem Fan, die sich während einer Auktion ihren Platz gesichert haben. Insgesamt 30 Runden absolvieren die Teams auf der virtuellen Grand-Prix-Strecke am Nürburgring. Der Erlös der Veranstaltung geht über die Lukas Podolski Stiftung an die Kinderklinik in Köln.

Mittwoch, 11. September 2019

Kraftprobe am Rast-Platz Nürburgring: Titel-Endspurt in der DTM

  • Nach seinem DTM-Rekord in der Eifel 2018 kann sich René Rast am Wochenende den Titel frühzeitig sichern
  • Audi-Kollege Nico Müller und BMW-Mann Marco Wittmann brauchen „big points“, um ihre Titelchancen zu wahren
  • Track-Action pur: Rahmenprogramm mit Porsche Carrera Cup, Tourenwagen Classics, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup und Lotus Cup Europe
Foto: Jens Hawrda

„Go big or go home!“ Unter diesem Motto reisen die Titelaspiranten am kommenden Wochenende zur vorletzten DTM-Veranstaltung der Saison an den Nürburgring (13.–15. September). Insbesondere die Verfolger des Audi-Führungsduos René Rast (234 Punkte) und Nico Müller (214) stehen beim vorletzten Rennwochenende der Saison unter Druck: Möchten Marco Wittmann (BMW, 167), Philipp Eng (BMW, 140) und Mike Rockenfeller (Audi, 138) die Entscheidung in der Fahrerwertung bis zum Saisonfinale am Hockenheimring (4.–6. Oktober) offenhalten, müssen sie auf der weltberühmten Rennstrecke in der Eifel zwingend mehr Punkte einfahren als Tabellenführer Rast. Aber auch der Schweizer Müller hat ein gesteigertes Interesse daran, den Rückstand auf seinen Audi-Markenkollegen weiter zu verkürzen, um die Chance auf seinen ersten DTM-Titel zu wahren.

Nicht nur in der Fahrerwertung ist noch alles offen, sondern auch in der Team-Meisterschaft geht es eng zu. Nach 14 von 18 Rennen führt hier das Audi Sport Team Abt Sportsline von Nico Müller mit 335 Punkten vor dem Audi Sport Team Rosberg (313), für das René Rast fährt. Bei noch 192 zu vergebenen Zählern sind allerdings auch die Verfolger BMW Team RMG (246), Audi Sport Team Phoenix (239) und BMW Team RMR (173) noch im Rennen um den Titel des „DTM-Team-Meisters“.

Volles Rahmenprogramm in der Eifel

Für reichlich Action bei der DTM ist also gesorgt. Darüber hinaus können sich die Zuschauer an der Rennstrecke auf die Rennen des Porsche Carrera Cup Benelux freuen. Auch wieder am Start: die 500 PS starken GT-Sportwagen des Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup. Freunde historischer Rennfahrzeuge kommen am Nürburgring ebenfalls auf ihre Kosten. Die Tourenwagen Classics, in der u.a. DTM-Klassiker der Achtziger- und Neunzigerjahre eingesetzt werden, starten an diesem Wochenende zum dritten Mal in diesem Jahr im DTM-Rahmenprogramm. Zum Starterfeld der Tourenwagen Classics zählen unter anderem die ehemaligen DTM-Fahrer Harald Grohs, Armin Hahne, Marc Hessel, Christian Menzel, Prinz Leopold von Bayern (alle GER) und Kris Nissen (DEN). Und im Lotus Cup Europe, an dem mehr als 30 Fahrzeuge in zwei unterschiedlichen Klassen teilnehmen, geht es gleich in zwei Rennen (je eines am Samstag und eines am Sonntag) munter zur Sache.

Ticket-Vorverkauf auf DTM.com

Am Samstagnachmittag wird Moguai für beste Unterhaltung im Fahrerlager sorgen. Der Musikproduzent aus Marl gehört zu den Pionieren der deutschen Techno-Szene und ist einer der gefragtesten DJs weltweit. Moguai feierte zudem als Produzent der Bands Sugababes, Girls Aloud und 2Raumwohnung internationale Erfolge. Zu dem Konzert im Fan Village im Fahrerlager (Beginn: 17:30 Uhr) haben alle Inhaber eines am Samstag gültigen Tribünentickets freien Eintritt. Und ab 21:00 Uhr gibt die Brass-Pop-Band Querbeat in der ring°arena Vollgas. Für das Querbeat-Konzert bekommen DTM-Fans einen speziellen Rabatt. Infos gibt es auf DTM.com.

Stimmen vor dem Rennwochenende am Nürburgring

René Rast, Audi Sport Team Rosberg
„Man kann nicht davon ausgehen, dass es wieder so laufen wird wie im vergangenen Jahr und wir so viele Punkte holen werden – auch wenn ich es mir natürlich wünschen würde. Nürburgring 2018 war wirklich ein Ausnahme-Wochenende, das es so in der DTM noch nie gegeben hatte. Da hat von vorne bis hinten einfach alles zusammengepasst. Im Qualifying sind wir sehr stark. Ich glaube nicht, dass ich etwas Anderes mache als die anderen Fahrer. Vielleicht betreibe ich die Vorbereitung etwas intensiver, aber ansonsten haben wir alle das nötige Talent. Es gibt da kein Geheimnis.“

Nico Müller, Audi Sport Team Abt Sportsline
„Das Ziel ist ganz klar, den Abstand zu René am Nürburgring zu verkürzen. Um das zu tun, müssen wir um Siege kämpfen. Ich gehe davon aus, dass René auch am Nürburgring wieder ganz vorne mit dabei sein wird. Wenn wir also Punkte gutmachen und ihn schlagen wollen, werden wir automatisch ganz weit vorne zu finden sein. Natürlich ist es einerseits unser Ziel, dass wir unseren Vorsprung auf Marco [Wittmann] und Philipp [Eng] ausbauen. Wenn uns das vor Hockenheim gelänge, würden wir das gerne so annehmen. Andererseits müssen wir uns weiterhin darüber im Klaren sein, dass die Jungs auch am Nürburgring wieder zurückschlagen können. Da ist noch lange nichts gegessen. Marco und Philipp gehören auch dort wieder zu den Siegkandidaten.“

Marco Wittmann, BMW Team RMG
„In den vergangenen Wochen gab es die Tendenz, dass Audi etwas stärker ist als wir – auch in der Breite. Nicht nur René [Rast] und Nico [Müller], sondern viele Audi waren sowohl im Qualifying als auch im Rennen vorne. Für uns ist es eine schwierige Lage, aber letztlich kann ich nur mein Bestes geben und sehen, was ich aus unseren Möglichkeiten mache. Wir stecken den Kopf nicht in den Sand, sondern versuchen nach wie vor, alles zu geben – auch wenn wir wissen, dass wir es aus eigener Kraft nicht mehr schaffen können. Aber wer die DTM kennt, der weiß, dass immer viel passieren kann und noch alles möglich ist. Ich hoffe, dass der Nürburgring eine Strecke ist, die uns ein bisschen mehr entgegenkommt. Dort haben wir in der Vergangenheit immer wieder ganz gut ausgesehen und Rennen gewonnen.“

Ferdinand von Habsburg, R-Motorsport/Aston Martin
„Am Lausitzring haben wir gesehen, dass wir in Sachen Topspeed zur Konkurrenz aufgeholt haben. Unsere Performance auf den Geraden war stärker. Wir wissen, was die Probleme waren, als unsere Autos nicht ins Ziel gekommen sind. Wir hoffen, dass wir am Nürburgring unser Gesamtpaket besser hinbekommen, sowohl beim Setup als auch beim Motor, und dass wir die Probleme mit der Zuverlässigkeit, die wir speziell am Lausitzring hatten, beheben können.“

Titelkampf in der ADAC GT4 Germany spitzt sich zu

  • Drei Fahrerpaarungen mit Mercedes-AMG, BMW und KTM innerhalb von sechs Punkten
  • Formel-1-Kommentator Christian Danner mit nächstem Gaststart im McLaren
Foto: Jens Hawrda

Der Titelkampf in der Premierensaison der ADAC GT4 Germany geht in die entscheidende Phase: Zum vorletzten Rennwochenende auf dem Hockenheimring vom 13. bis 15. September reisen Hamza Owega (27/Köln) und Jusuf Owega (17/Köln, beide GetSpeed Performance) mit ihrem Mercedes-AMG GT4 als Tabellenführer an. Mit 103 Punkten liegt das Bruderpaar nur zwei Zähler vor dem BMW M4 GT4-Duo Marius Zug (16/Pfaffenhofen) und Gabriele Piana (32/ITA, beide RN Vision STS Racing Team) sowie sechs Punkte vor Mads Siljehaug (23/NOR) und Eike Angermayr (20/AUT, beide Felbermayr-Reiter) im KTM X-Bow GT4. Diese Ausgangslage verspricht Hochspannung rund um den 4,574 Kilometer langen Kurs in Baden-Württemberg. SPORT1 zeigt erneut beide Rennen der ADAC GT4 Germany live im Free-TV; Lauf 1 am Samstag ab 11.00 Uhr und Lauf 2 am Sonntag ab 15.25 Uhr. Zudem werden die Rennen wie üblich auf SPORT1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac im Livestream online übertragen.

"Vielleicht stehen wir jetzt etwas mehr im Fokus, weil wir Tabellenführer sind. Aber grundsätzlich beeinflusst uns das im Rennen beziehungsweise bei der Vorbereitung auf das Wochenende in Hockenheim nicht", bleibt Tabellenführer Jusuf Owega gelassen. "Wir werden versuchen, bei den beiden Läufen ein gesundes Mittelmaß zu finden. Auf dem kleinen Punkte-Vorsprung können wir uns nicht ausruhen; auf der anderen Seite dürfen wir auch nicht zu viel Risiko gehen."

Eher zurückhaltend gibt sich der drittplatzierte KTM-Pilot Eike Angermayr: "Ich bin am Hockenheimring bislang noch nicht gefahren. Jedoch schätzte ich, dass die Strecke unserem X-Box GT4 nicht besonders gut liegen dürfte. Denn es gibt nicht nur die lang gezogene Parabolica, sondern insgesamt sehr viele Vollgas-Anteile." Angermayr hofft, nach dem Rennwochenende in Hockenheim weiterhin in Schlagdistanz zur Tabellenspitze zu sein, um dann beim Finale am Sachsenring (27. bis 29. September) zuschlagen zu können. Das dortige Streckenlayout kommt der Charakteristik des KTM wieder besser entgegen.

Mit dem Schwung des Sieges aus dem Sonntagsrennen am Nürburgring kommt Luke Wankmüller (18/Keltern, HP Racing International) zu seinem Heimspiel nach Hockenheim. "Wir wissen jetzt, dass unser Auto perfekt funktioniert und dass wir mega schnell sind. Insofern fahren wir mit einem guten Gefühl an den Hockenheimring. Unser Ziel sind definitiv Podiumsplatzierungen oder sogar die Laufsiege. Wir werden alles geben und haben auf jeden Fall gute Chancen", erklärt der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport, der sich einen Mercedes-AMG GT4 mit Tim Heinemann (21/Fichtenberg) teilt.

Ebenfalls nicht weit zum Hockenheimring hat es Marcus Suabo (50/Ettlingen, Schütz Motorsport), der zuletzt am Nürburgring erstmals die Trophy-Wertung für sich entschied. "Obwohl ich von zuhause nur 50 Minuten zur Strecke habe, schlafe ich in Hockenheim, um somit näher beim Team zu sein", erläutert Suabo, der im Mercedes-AMG GT4 wieder mit Marvin Dienst (22/Lampertheim) unterwegs ist. "Ich kenne die Strecke natürlich sehr gut. Und da ich wie bereits am Nürburgring mit Marvin starte, hoffe ich auf ein gutes Resultat. Mit zwei Platzierungen unter den besten Zehn wäre ich mehr als zufrieden. Mein Ziel ist es, auf Gesamtrang drei der Trophy-Wertung aus Hockenheim abzureisen."

Das Feld der ADAC GT4 Germany wird auf dem Hockenheimring abermals von zwei Gaststartern bereichert. Wie bereits beim Rennwochenende in Zandvoort, fährt der ehemalige Formel-1-Pilot und aktuelle TV-Experte Christian Danner (61/Seeshaupt) gemeinsam mit Bernhard Laber (55/München, beide Team GT) einen McLaren 570S GT4. Erstmals mit dabei sind Marc Ehret (26/Hüttenfeld) und Tobias Dauenhauer (21/Mörlenbach), die einen dritten BMW M4 GT4 von Hofor Racing by Bonk Motorsport pilotieren.

SSR Performance absolviert in Hockenheim Gaststart mit Porsche

  • Marco Seefried und Matt Campbell als Fahrerduo
  • Team wird von Manthey-Racing unterstützt
  • Erster Renneinsatz für Mannschaft aus München


Ein neuer Rennstall gibt am kommenden Wochenende in Hockenheim seinen Einstand im ADAC GT Masters: Beim sechsten Lauf der "Liga der Supersportwagen" tritt der Münchner Rennstall SSR Performance mit einem Porsche 911 GT3 R für Marco Seefried (43/Wildschönau) und Matt Campbell (24/AUS) als Gaststarter an. Unterstützt wird das Team dabei von den Porsche-Experten von Manthey-Racing.

Gegründet wurde die SSR Performance GmbH im Jahr 2016 von Stefan Schlund. Schnell machte sich das Unternehmen einen Namen im Aufbau, der Veredelung und der Optimierung von Sportwagen sowie klassischer Automobile. Nun wagen die Münchner den Schritt in den Motorsport. "Wir können unser Renndebüt kaum erwarten und wollen unsere Motorsport-Kompetenz in einer der attraktivsten GT-Rennserien beweisen", sagt Geschäftsführer Stefan Schlund. Beim Gaststart im ADAC GT Masters zählen die Münchner auf die Unterstützung von Manthey-Racing. Bernhard Demmer, Teammanager bei Manthey-Racing, freut sich auf die Kooperation: "Neue Projekte sind immer etwas Reizvolles. Wir freuen uns daher sehr, SSR Performance beim ersten Renneinsatz im ADAC GT Masters unterstützen zu können, und werden gemeinsam alles dafür geben, in Hockenheim die bestmöglichen Resultate einzufahren. Das Gesamtpaket aus den beiden Fahrern Matt Campbell und Marco Seefried sowie dem Porsche 911 GT3 R und der gemeinsamen Mannschaft von SSR und uns verspricht sehr schlagkräftig zu sein."

Mit Seefried und Campbell setzt SSR Performance auf zwei Fahrer, die bereits viel Erfahrung mit dem "Neunelfer" gesammelt haben. Seefried ist seit vielen Jahren in zahlreichen nationalen und internationalen GT-Serien aktiv. Von 2011 bis 2013 startete er bereits im ADAC GT Masters. Zudem ist er regelmäßig als Testfahrer der Porsche-Motorsport-Abteilung in Weissach unterwegs. "Ich freu mich auf die Rückkehr ins ADAC GT Masters", so der Bayer. "Die Serie ist sehr kompetitiv und hat sich seit meinem letzten Einsatz sehr weiterentwickelt. Natürlich ist bei unserem Team alles neu, aber wir haben starke Komponenten im Team und sind daher gut aufgestellt."

Seefrieds Teamkollege Matt Campbell war in den vergangenen Jahren vor allem in Porsche-Markenpokalen erfolgreich und gewann 2018 die GTE-Am-Klasse bei den 24 Stunden von Le Mans. Im Februar dieses Jahres siegte er bei den 12 Stunden von Bathurst. Mitte August debütierte der 20 Jahre alte Australier mit dem Porsche von Frikadelli Racing im ADAC GT Masters und beeindruckte mit dem fünften Rang im Sonntagsqualifying.

Dienstag, 10. September 2019

Audi-Duo-Kopf an Kopf zur DTM am Nürburgring

  • Tabellenführer René Rast im vergangenen Jahr mit maximaler Punktzahl
  • Verfolger Nico Müller bestreitet 100. DTM-Rennen
  • Heimspiel für Mike Rockenfeller und Audi Sport Team Phoenix
Audi interner Meisterschaftskampf zwischen Renè Rast und Nico Müller
Foto: Jens Hawrda

Wer wird DTM-Champion 2019? Eine Antwort auf diese Frage könnte es bereits an diesem Wochenende (14./15. September) auf dem Nürburgring geben (Samstag und Sonntag jeweils ab 13 Uhr live auf SAT.1).

„Nach dem vorzeitigen Gewinn der Herstellermeisterschaft geht es für uns jetzt darum, auch den Fahrertitel einzufahren“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Und natürlich wollen wir auch die Teammeisterschaft gewinnen. Wir kommen in beiden Meisterschaften mit einem guten Vorsprung zum Nürburgring. Aber noch ist nichts entschieden. Man hat bei René (Rast) am Lausitzring gesehen, wie schnell man sich trotz starker Performance einen Nuller einfangen kann. Und wir werden nicht den Fehler machen, unsere Gegner zu unterschätzen.“

Vor den letzten vier Rennen haben rechnerisch noch fünf Piloten die Möglichkeit, die Fahrermeisterschaft zu gewinnen: René Rast (Audi/234 Punkte), Nico Müller (Audi/214), Marco Wittmann (BMW/167), Philipp Eng (BMW/140) und Mike Rockenfeller (Audi/138). Der Rückstand von Eng und Rockenfeller ist allerdings schon so groß, dass sich der Titelkampf in der Realität wohl auf Rast, Müller und Wittmann beschränken wird.

Als Tabellenführer könnte sich Rast auf dem Nürburgring den Titel am Sonntag theoretisch schon vorzeitig sichern. Dafür benötigt er allerdings 57 Punkte Vorsprung und ein ähnlich perfektes Wochenende wie im vergangenen Jahr, als er mit zwei Pole-Positions und zwei Siegen die maximale Punktzahl holte. „Natürlich kann ich nicht damit rechnen, wieder 56 Punkte zu sammeln“, sagt der Pilot des Audi Sport Team Rosberg. „Aber ich bin zuversichtlich, dass es dieses Jahr ähnlich gut läuft. Ich bin immer gerne am Nürburgring.“

Rast hat die kurze Pause zwischen dem Lausitzring und dem Nürburgring genutzt, mit seiner Familie zu Hause in Bregenz auszuspannen und Kraft für den Endspurt zu tanken. Sein schärfster Verfolger Nico Müller machte es ähnlich. „Ich habe es genossen, den einen oder anderen freien Tag zu haben, mit dem Rad um den See zu fahren, Familie und Freunde zu treffen“, sagt der Schweizer, der am Sonntag auf dem Nürburgring sein 100. DTM-Rennen bestreitet. „Diese Marke in einer so hart umkämpften Serie wie der DTM zu erreichen macht mich sehr stolz.“

Auch der Pilot des Audi Sport Team Abt Sportsline mag den Nürburgring: „Das ist eine Strecke mit viel Traditionscharakter. Natürlich vor allem die Nordschleife. Trotzdem ist es auch immer wieder ein Highlight, auf dem Grand-Prix-Kurs beziehungsweise der Kurzanbindung zu fahren. Es hat dort leidenschaftliche Fans. Die Strecke ist sehr technisch. Es ist wichtig, den richtigen Rhythmus zu finden. Gerade im ersten Sektor kann man viel Zeit gewinnen oder verlieren. Da muss man Vertrauen in das Auto haben und die Balance treffen.“ Sein Ziel für das Wochenende ist klar: Er will den Abstand zu Rast möglichst klein halten und die Titelentscheidung auf das Finale in Hockenheim vertagen.

Ein Heimspiel ist der Nürburgring für Mike Rockenfeller. „Ich bin in der Nähe aufgewachsen und habe dort in meinem Leben schon so viele Rennen bestritten, dass es jedes Mal ein Gefühl ist, wie nach Hause zu kommen“, sagt der DTM-Champion des Jahres 2013. Seine verrückteste Nürburgring-Erinnerung? „Das war 2008. Ich stand mit einem Vorjahresauto in der ersten Startreihe. Es war komplett trocken. Trotzdem sind wir mit Regenreifen gestartet, weil unser Wetterdienst sagte, es würde ganz sicher regnen – leider kam der Regen nicht und wir hatten den völlig falschen Reifen drauf.“

„Zu dieser Jahreszeit kann man am Nürburgring alle vier Jahreszeiten an einem Wochenende erleben“, weiß Rockenfellers Teamkollege Loïc Duval. „Ich hoffe, wir haben gutes Wetter und können für unser Team ein gutes Ergebnis erzielen. Es ist auch für Phoenix ein Heimspiel – und wenn sie sich ein gutes Resultat wünschen, dann dort. Mein persönliches Ziel ist für jedes der letzten vier Rennen der Saison ein Podium.“

Auf dem stand Robin Frijns bei den letzten vier DTM-Rennen dreimal. Der Niederländer hat sich nach dem Lausitzring gemeinsam mit seiner Freundin einen Kurzurlaub auf der griechischen Insel Santorini gegönnt. Jamie Green bestritt derweil zwei GT3-Rennen mit einem Audi R8 LMS – eines davon auf dem Nürburgring. „Mit vier Rennen in Folge, Tests und Arbeit im Simulator war ich kaum zuhause“, sagt der Brite, der seit dem Lausitzring zum 1.000er-Club der DTM angehört: Green ist der zehnte Fahrer in der Historie der Rennserie, der mehr als 1.000 Punkte gesammelt hat. „Auf dem Nürburgring habe ich noch kein DTM-Rennen gewonnen – das würde ich gerne ändern.“

Frijns und Green könnten das Zünglein an der Waage im Kampf um die Teammeisterschaft sein: Auf dem Lausitzring hat das Audi Sport Team Abt Sportsline die Führung vom Audi Sport Team Rosberg übernommen – allerdings nur mit 22 Punkten Vorsprung. 192 Punkte werden noch vergeben.

Die beiden Rennen auf dem Nürburgring beginnen zur gewohnten Zeit um 13.30 Uhr, SAT.1 überträgt am Samstag und am Sonntag jeweils ab 13 Uhr live.