Samstag, 24. August 2019

DTM: Ergebnis – 1. Rennen, Lausitzring (Top-Ten)

Sieger vom Samstag: Nico Müller (Audi)
Foto: Jens Hawrda

01. Nico Müller (SUI), Audi RS 5 DTM, 34 Runden in 56.53,891 Min.
02. Robin Frijns (NED), Audi RS 5 DTM, + 2,496 Sek.
03. Mike Rockenfeller (GER), Audi RS 5 DTM, + 3,206 Sek.
04. Marco Wittmann (GER), BMW M4 DTM, + 5,807 Sek.
05. Philipp Eng (AUT), BMW M4 DTM, + 13,477 Sek.
06. Loïc Duval (FRA), Audi RS 5 DTM, + 14,742 Sek.
07. Pietro Fittipaldi (BRA), Audi RS 5 DTM, + 16,859 Sek.
08. Joel Eriksson (SWE), BMW M4 DTM, + 17,532 Sek.
09. Bruno Spengler (CAN), BMW M4 DTM, + 21,472 Sek.
10. Jamie Green (GBR), Audi RS 5 DTM, +24,318 Sek. 


Schnellste Rennrunde: Robin Frijns (NED), Audi RS 5 DTM, 1.38,176 Min.

Pole-Position: René Rast (GER), Audi RS 5 DTM, 1.35,241 Min.

Wetter: 28°C, sonnig


Strecke: 30–41°C, trocken

DTM: Stimmen der Sieger zum 1. Rennen, Lausitzring

Foto: Jens Hawrda
Nico Müller, Sieger
„Natürlich bin ich sehr glücklich, denn das war heute ein wichtiger Erfolg. Der Sieg ist toll für die Jungs, und auch der Dreifach-Sieg für Audi ist sehr wertvoll. Als ich einmal in Führung war, konnte ich mich etwas absetzen und meine Reifen gut verwalten. Mein zweiter Stint kam mir dann aber ungewöhnlich lange vor. Als René (Rast) plötzlich langsam wurde, war das schon knapp, aber ich habe es irgendwie geschafft, an ihm vorbeizukommen. Die Punkte bedeuten einen wichtigen Schritt, alles ist wieder offen. Jetzt will ich schon morgen die Lücke weiter schließen.“ 

Robin Frijns, 2. Platz
„Am Anfang hatte ich eine gute Pace, aber gegen Rennende musste ich dann doch hart kämpfen. Der Schlüssel zum zweiten Platz war sicherlich das Überholmanöver gegen Marco (Wittmann). Ich wusste, ich habe einen Versuch, und den habe ich genutzt – ein schönes Manöver. Mein Auto war nicht perfekt, da können wir uns noch verbessern, denn ich würde in der Meisterschaft noch gerne bis auf drei oder vier nach vorne kommen.“ 

Mike Rockenfeller, 3. Platz
„Gegen Rennende hatte ich die frischeren Reifen, das hat sich bezahlt gemacht. Die beiden Szenen mit Marco (Wittmann) waren hart, aber fair. Beim ersten Mal habe ich zurückgesteckt, zum Glück war die Berührung nicht schlimm. Beim zweiten Versuch habe ich dann etwas später gebremst.“

Stimmen der BMW-Piloten nach dem 1.Rennen am Lausitzring

Sheldon van der Linde
Foto: Jens Hawrda
Marco Wittmann: „Das Resultat ist schon ein wenig enttäuschend. Wir versuchen wirklich, alles aus dem Paket rauszuholen, aber es reicht im Moment leider nicht. Klar haben wir durch den Ausfall von René Rast den Abstand nach vorne ein wenig reduziert, aber um wirklich noch im Titelkampf mitmischen zu können, müssen wir vor der Konkurrenz ins Ziel kommen.“


Bruno Spengler:
„Immerhin sind wir von Platz zwölf aus noch in die Punkte gefahren. Wir haben im Qualifying versucht, nur einen Satz Reifen zu nutzen. Das hat sich im Rennen ausgezahlt. Wir müssen nun schauen, dass wir morgen noch einen Tick schneller werden und ein paar Punkte mehr einfahren. Platz neun ist in Ordnung, aber natürlich nicht komplett zufriedenstellend.“

Timo Glock:
„Es war ein bisschen schade heute. Ich hatte eine sehr gute Pace, hing aber hinter Joel Eriksson fest und bin nicht vorbeigekommen. Beim Boxenstopp haben wir leider auch ein wenig Zeit verloren. Zurück auf der Strecke hatte ich dann plötzlich keinen Vortrieb mehr. Dann war es vorbei.“


Philipp Eng:
„Ich hätte natürlich gerne noch mehr Punkte mitgenommen, aber ich denke, Audi war heute einfach etwas schneller. Marco Wittmann und ich haben vermutlich heute das Maximum rausgeholt. Das Auto fühlt sich aber insgesamt super an.“

Joel Eriksson:
„Das Ergebnis ist nicht so schlecht. Am Ende sollten wir froh über die Punkte sein, nachdem wir von Platz zehn ins Rennen gegangen sind. Für mich ist es sehr positiv, dass wir ein sauberes Rennen ohne technische Probleme hatten. Der Start war eigentlich ziemlich gut, allerdings wurde ich gegen die Mauer gedrückt. Dennoch konnte ich ein paar Plätze gut machen. Obwohl ich versucht habe, clever mit dem DRS umzugehen, hatte ich am Ende gegen Pietro Fittipaldi leider das Nachsehen.“

Sheldon van der Linde:
„Das Qualifying heute war nicht gut. Wir haben uns aber schnell zurückgemeldet und spät gestoppt. Mit frischen Reifen lief es gut, aber dann hat sich die Tür geöffnet, und wir mussten noch einmal stoppen, um sie zu tauschen. Es war einfach Pech, und ich hoffe, dass unser Glück schnell wieder zurückkehren wird.“

Drama um Rast – Sieger Müller macht DTM-Titelkampf spannend

  • Dreifach-Triumph für Audi: Müller, Frijns und Rockenfeller auf dem Podium
  • Bester BMW: Wittmann bleibt mit Platz vier im Titelrennen
  • Aston Martin verpasst in einem packenden Rennen nur knapp die Punkte
Nico Müller macht die Meisterschaft wieder spannend
Foto: Jens Hawrda
Strahlendes Siegerlächeln bei Nico Müller (SUI), große Enttäuschung bei René Rast (GER) – mit seinem zweiten Saisonsieg hat der Schweizer auf dem Lausitzring den Rückstand auf Tabellenführer Rast deutlich verkürzt, der wegen eines technischen Defekts in Führung liegend früh aufgeben musste. Hinter dem Audi-Trio Müller, Robin Frijns (NED) und Mike Rockenfeller (GER) hielt Marco Wittmann (GER) als bester BMW-Pilot seine Titelchancen unverändert offen. Der DTM-Titelkampf spitzt sich zu, denn Müller hat nur noch 14 Punkte Rückstand auf den viermaligen Saisonsieger Rast (209). Zu den weiteren Titelanwärtern zählt neben Wittmann (159) aber auch noch dessen Markenkollege Philipp Eng (AUT/139), Rockenfeller (123) und Frijns (111).

Die entscheidende Szene ereignete sich in Runde sieben: Rast hatte sich an der Spitze schon etwas abgesetzt, als er plötzlich langsamer wurde. Nur mit Mühe konnte Müller mit Wittmann im Schlepptau eine Berührung verhindern. Rast rollte aus, versuchte zwar noch einmal, das Rennen fortzusetzen, musste dann aber an der Box frustriert mit einem technischen Defekt aufgeben. Von da an war der Weg frei für Müller, der zwar Wittmann zeitweise groß im Rückspiegel sah, das Rennen aber souverän kontrollierte.

Wittmann sprengt beim Start das Audi-Quartett

Dabei war Wittmann beim Start noch der große Gewinner gewesen, denn von Startplatz fünf hatte sich der Ex-Meister sofort an die dritte Position katapultiert und damit das Audi-Quartett mit Rast, Jamie Green (GBR), Müller und Frijns gesprengt. Dagegen büßte Green nicht nur beim Start Positionen ein, sondern auch wegen einer Durchfahrtsstrafe, so dass ihm als Zehnter am Ende nur noch ein Punkt blieb. Nach dem Boxenstopp konnte sich Wittmann gegen die drängenden Frijns und Rockenfeller nicht mehr wehren, die sich mit sehenswerten Überholmanövern am BMW vorbeipressten.

Kurze Führung, aber keine Punkte für Aston Martin

Aston Martin sorgte kurz nach dem Start für einen atemberaubenden Moment, als gleich drei Vantage DTM nebeneinander durch zwei Kurven zirkelten, ohne sich zu berühren. Während der turbulenten Phase der Reifenwechsel konnte Aston Martin zumindest kurzfristig Führungsluft schnuppern, weil Ferdinand von Habsburg (AUT) erst spät zum Pflichtboxenstopp fuhr. Letztlich verpasste Aston Martin die Punkteränge jedoch knapp, denn Jake Dennis (GBR), Daniel Juncadella (ESP) und Paul Di Resta (GBR) kamen geschlossen auf den Plätzen elf bis 13 ins Ziel.

Vier BMW M4 DTM im Samstagsrennen auf dem Lausitzring in den Punkterängen

Marco Wittmann als bester BMW-Pilot am Samstag auf Platz 4
Foto: Jens Hawrda
Im 13. Rennen der DTM-Saison auf dem Lausitzring (GER) hat Marco Wittmann (GER, Schaeffler BMW M4 DTM) als bestplatzierter BMW Fahrer den vierten Platz belegt. Damit verpasste er zwar das Podium knapp, machte aber in der Fahrerwertung aufgrund des Ausfalls von Spitzenreiter René Rast (GER, Audi) Boden gut. Zugleich knackte er dank der zwölf Zähler für Rang vier die Marke von 1.000 Punkten in seiner DTM-Karriere. Er steht nun bei 1.006 Punkten. Neben Wittmann fuhren auch Philipp Eng (AUT, ZF BMW M4 DTM) als Fünfter, Joel Eriksson (SWE, CATL BMW M4 DTM) als Achter und Bruno Spengler (CAN, BMW Bank M4 DTM) als Neunter in die Punkteränge. 

Timo Glock (GER) fiel nach einem technischen Defekt an seinem JiVS BMW M4 DTM vorzeitig aus. Sheldon van der Linde (RSA) kam als 16. ins Ziel, nachdem an seinem Shell BMW M4 DTM eine defekte Tür gewechselt werden musste. Am Sonntag trägt die DTM das 500. Rennen ihrer Geschichte aus.