Samstag, 10. August 2019

IDM: Nigon holt die Pole in Most für Kawasaki

Erwan Nigon (Kawasaki) startet morgen in Most von der Pole
Foto: Jens Hawrda
Das Wetter hat die Startaufstellung in der IDM Superbike 1000 zum Glücksspiel gemacht. Waren die Verhältnisse in den freien Trainings in gewohnter Ordnung schnell geklärt, so geriet im regnerischen Qualifying alles durcheinander. Erwan Nigon (Weber-Motos Racing) stellte die Kawasaki nach sieben Runden und einer Bestzeit von 1:38,232 Minuten in der Box ab. Der Langstrecken-Weltmeister hat in seiner Karriere gefühlt Tausende von Kilometern unter solchen Bedingungen abgespult. Folgt jetzt der zweite Saisonsieg auf der Sprintstrecke in der IDM Superbike 1000?

Ilya Mikhalchik (alpha Racing-Van Zon-BMW) brachte in nur fünf Runden eine Zeit von 1:38,489 Minuten zustande. Alessandro Polita (Honda Holzhauer Racing Promotion) absolvierte acht Runden und kam auf eine Zeit von 1:39,599 Minuten. Das heißt auch: Kawasaki, BMW und Honda besetzen die erste Startreihe. Das gab es in diesem Jahr noch nicht.

BMW-Pilot Stefan Kerschbaumer, der den verletzten Jan Mohr im BCC-Team vertritt, ist Vierter vor Julian Puffe (alpha Racing-Van Zon-BMW) und Bobby Bos (HPC-Power Suzuki Racing). Puffe erklärt, was da passiert ist und weshalb er für seine Verhältnisse so weit hinten steht: „Im ersten Qualifying hat es genieselt. Wir dachten, das gibt sich wieder und haben gewartet, dass das Wetter besser wird. Leider zu lange. Es ist nur noch schlechter geworden. Zum Glück hat es für mich noch für den fünften Startplatz gereicht.“

Die nächsten Startplätze werden belegt von Philipp Gengelbach (Suzuki), Toni Finsterbusch (Suzuki), Marc Neumann (BMW) und dem besten Yamaha-Fahrer Marc Moser.

Im zweiten Qualifying blieben bis auf Ricardo Brink SWPN, Yamaha), Leon Langstädtler (MPB Racing) und Kevin Sieder (HPC-Power Suzuki Racing) sämtliche Fahrer in der Box. Der Grund: Regen. Brink musste auf jeden Fall raus. Er hatte am Morgen keine einzige komplette Runde gedreht, die er für die Qualifikation dringend benötigte. Der Niederländer hatte die 115 %-Regel nicht erfüllt. Nach dem zweiten verregneten Qualifying entschied die Rennleitung, dass er trotzdem starten darf, aber von ganz hinten. Brink: „Ich muss unter die ersten Neun kommen. Das heißt Vollgas.“ Auf dem Lausitzring war der 21-Jährige zum Saisonbeginn aufs Podium gefahren.

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek

Vier in den Top Fünf: Audi stark auf der Insel

  • René Rast und Nico Müller holen weiteres DTM-Doppelpodium für Audi
  • Vorsprung in der Herstellermeisterschaft wächst auf 225 Punkte an

Castrol EDGE Audi RS 5 DTM #51 (Audi Sport Team Abt Sportsline), Nico Müller, 
Aral Ultimate Audi RS 5 DTM #4 (Audi Sport Team Abt Sportsline), Robin Frijns
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Mit einem starken Teamergebnis hat Audi im Samstagsrennen in Brands Hatch (England) die Führung in allen drei Meisterschaften der DTM behauptet beziehungsweise ausgebaut. Mit René Rast auf Platz zwei und Nico Müller auf Platz drei standen im elften Saisonrennen zum zehnten Mal zwei Audi-Fahrer auf dem Podium.

Regenschauer und Sturmböen sorgten am Samstag in Brands Hatch für wechselhafte und teils schwer vorhersehbare Bedingungen. Am Ende standen mit Marco Wittmann (BMW), René Rast und Nico Müller erneut jene drei Piloten auf dem Podium, die auch in der Fahrermeisterschaft die ersten drei Plätze behaupten.

Im teilweise verregneten Qualifying musste sich René Rast im Kampf um die Pole-Position nur um 69 Tausendstelsekunden Marco Wittmann geschlagen geben. Im Rennen fehlten dem Fahrer des Audi Sport Team Rosberg nach 42 Runden lediglich 0,374 Sekunden zu einem weiteren Sieg. „Zwei Runden mehr hätten mir wohl gereicht“, meinte Rast, der Wittmann in der letzten Runde einholen, aber nicht mehr überholen konnte. „Ich war heute wahrscheinlich etwas zu konservativ mit den Reifen. Nach dem Erlebnis von Assen wusste ich nicht so genau, wie hart ich sie rannehmen kann. Nun konzentrieren wir uns darauf, für morgen alles zu maximieren.“

Nico Müller vom Audi Sport Team Abt Sportsline fuhr nach einem nicht optimalen Qualifying von Startplatz acht auf Rang drei nach vorn und behauptete so seinen zweiten Platz in der Fahrerwertung hinter Spitzenreiter René Rast. „Der Schlüssel dazu war ein guter Start“, sagte der Schweizer. „Anschließend hat die Strategie gepasst und ich konnte im zweiten Stint meine Reifen gut managen. Das hat uns heute den dritten Platz ermöglicht. Damit dürfen wir nach dem Qualifying zufrieden sein. Wir wissen, woran wir für morgen arbeiten müssen. Wir können die Balance des Autos definitiv noch verbessern. Und wir haben heute einen Satz Reifen gespart – auch das ist positiv für morgen.“

Teamkollege Robin Frijns fuhr nach einem späten Reifenwechsel in der Schlussphase vom achten auf den vierten Platz nach vorn. Loïc Duval vom Audi Sport Team Phoenix sorgte mit seinem fünften Platz dafür, dass vier Audi RS 5 DTM in die Top Fünf fuhren und Audi seinen Vorsprung in der Herstellermeisterschaft auf 225 Punkte vergrößerte. In der Teammeisterschaft liegt das Audi Sport Team Rosberg weiter vor dem Audi Sport Team Abt Sportsline an der Tabellenspitze.

Assen-Sieger Mike Rockenfeller beendete das Samstagsrennen auf dem siebten Platz. Jamie Green verpasste als Elfter knapp die Punkteränge, nachdem eine Zweistopp-Strategie für den Briten nicht aufging.

DTM-Rookie Jonathan Aberdein vom Kundenteam WRT Team Audi Sport holte als Neunter zum fünften Mal in diesem Jahr Punkte, obwohl er nach einem Unfall im Qualifying vom letzten Platz starten musste. Pietro Fittipaldi musste auf einen Start im Rennen verzichten, weil sein Audi RS 5 DTM bei einem fast zeitgleichen Unfall in der berühmt-berüchtigten Paddock Hill Bend zu stark beschädigt wurde. Er selber blieb dabei unverletzt.

„Mit Platz zwei, drei, vier und fünf war es ein weiteres sehr gutes Teamergebnis für uns“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Natürlich wollten wir auch den Sieg, und am Ende war es ganz knapp. Aber für einen Rennsieg muss halt alles passen und das war heute nicht der Fall. Insgesamt können wir heute zufrieden sein. Wir führen weiter alle drei Meisterschaften an. Darauf werden wir aufbauen, um morgen zurückzuschlagen.“

Das zweite Rennen in Brands Hatch startet am Sonntag um 13.30 Uhr Ortszeit (14.30 Uhr MESZ). SAT.1 überträgt ab 14 Uhr deutscher Zeit live aus England.

DTM: Wittmann entscheidet Brands-Hatch-Thriller für sich

  • DTM-Führungstrio geschlossen auf dem Podium: Wittmann siegt vor Rast und Müller
  • Dramatisches Finale in der letzten Runde – nur drei Zehntelsekunden entscheiden
  • Alle drei DTM-Marken greifen nach dem Sieg: Aston-Martin, Audi und BMW
Die Sieger aus Rennen 1 in Brands Hatch
Foto: dtm.com

Die drei Männer der Stunde in der DTM: BMW-Mann Marco Wittmann (GER) hat das Samstagsrennen der DTM in Brands Hatch äußerst knapp für sich entschieden – vor seinen Meisterschaftsrivalen aus dem Audi-Lager, René Rast (GER) und Nico Müller (SUI). In einem Renn-Thriller, der auf einen Qualifying-Krimi folgte, setzen sich damit die drei konstantesten Piloten der Saison durch. Dabei reichte es für Marco Wittmann – erfolgreichster BMW-Pilot in der DTM-Geschichte – um gerade einmal drei Zehntelsekunden zum Sieg. In der Schlussrunde machte der Meisterschaftsführende René Rast um ein Haar einen Fünf-Sekunden-Rückstand gut.

Wittmann, der nach einem dramatischen Zeittraining auf abtrocknender Strecke vor Rast auch von der Pole-Position aus gestartet war, macht damit Boden im Dreikampf um die Meisterschaft gut. Rast führt die Tabelle mit 178 Zählern weiterhin an, Müller (151 Punkte) ist Zweiter, Wittmann hat als Dritter 146 Punkte auf dem Konto. Der BMW-Fahrer holte am Samstag schon zum dritten Mal in dieser Saison die vollen 28 Punkte, die für den Rennsieg (25) und die Pole-Position (3) vergeben werden. Audi-Werksfahrer Müller setzte seine beeindruckende Serie fort und punktete auch im elften Lauf dieser Saison. Kein anderer DTM-Pilot hat in allen Rennen 2019 Punkte eingefahren.

Paul Di Resta verblüfft Konkurrenz im Aston Martin

Beinahe hätte Paul Di Resta die Party der Drei gestört – von der vierten Startposition aus preschte er mit seinem Aston Martin beim Start in Führung. Einen Hauch zu früh, wie die Rennleitung nach der Videoanalyse entschied und ihn zur 5-Sekunden-Boxenstopp-Strafe zitierte. Das hielt den Schotten bei seinem Heimspiel nicht davon ab, das Feld im ersten Renndrittel nicht nur anzuführen, sondern auch der Konkurrenz von BMW und Audi Stück für Stück davonzufahren. Die bravouröse Fahrt blieb am Ende unbelohnt – Di Resta musste seinen Aston Martin Vantage DTM kurz vor Schluss in der Box abstellen.

Stimmen – 1. Rennen, Brands Hatch

Marco Wittmann, Sieger
„Für die Fans war das sicher ein spannendes Finale, aber aus meiner Perspektive war der Sieg nie in Gefahr. Natürlich: Meine Reifen sind am Ende etwas in die Knie gegangen, nachdem wir früh gestoppt hatten. Die Nachfolgenden dürfen zudem am Ende eines Rennens Push-to-pass und DRS frei benutzen, der Führende nicht. Bis dahin hatte ich den Abstand gut verwaltet. Schön, dass Aston Martin das Rennen zu Beginn angeführt hat. Kompliment.“ 

René Rast, 2. Platz
„Ich hatte gehofft, es wären mehr Runden gewesen. Wir waren von 43 ausgegangen, am Ende waren es 42. Die eine Runde hatte wohl gefehlt. Nachdem ich in Assen die Reifen zu hart rangenommen hatte, hatte ich hier noch was Luft. Es hat nicht sollen sein. Ich bin trotzdem zufrieden mit Platz zwei.“ 

Nico Müller, 3. Platz
„Mit Platz drei sind wir heute sehr zufrieden. Nach dem schwierigen Qualifying und nur Platz acht für uns, ist ein Podiumsresultat ein starkes Ergebnis. Mehr wäre nicht drin gewesen. Wir haben mit einem frühen Stopp wohl die richtige Taktik gewählt. Die Reifen habe ich mir gut eingeteilt.“

Zug und Piana feiern in Zandvoort zweiten Saisonsieg in der ADAC GT4 Germany

  • Marius Zug auch in Junior-Wertung erfolgreich
  • Markus Lungstrass gewinnt Trophy-Wertung
  • KTM bringt beide Fahrzeuge in die Top Drei
Piana / Zug
Foto: ADAC-Motorsport

Marius Zug (16/Pfaffenhofen) und Gabriele Piana (32/ITA, beide RN Vision STS Racing Team) triumphieren im Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany in Zandvoort und bauen dadurch ihre Tabellenführung weiter aus. Für das BMW M4 GT4-Duo ist es der zweite Sieg in der Saison 2019, nachdem sie bereits beim Auftakt in Oschersleben erfolgreich waren. Rang zwei ging an den KTM X-Bow GT4 von Mads Siljehaug (23/NOR) und Eike Angermayr (20/AUT, beide Felbermayr-Reiter) vor den Markenkollegen Laura Kraihamer (28/AUT) und Reinhard Kofler (34/AUT, beide True Racing). "Unser Ziel ist ganz klar der Gewinn der Meisterschaft. Somit freuen wir uns natürlich mächtig über diesen Sieg. Wir werden im Team gleich ein wenig feiern. Jedoch haben wir auch bereits das Sonntagsrennen im Blick, für welches ich mir im Kopf schon einen Plan zurecht geschmiedet habe", jubelte Piana. 

Zug startet von der Pole in das Rennen, musste aber bei der Anfahrt auf die erste Kurve Markenkollege Michael Schrey (36/Wallenhorst, Hofor Racing by Bonk Motorsport) passieren lassen. Wenig später ging auch KTM-Pilot Mads Siljehaug an Zug vorbei. Siljehaug schnappte sich im weiteren Rennverlauf auch noch den BMW von Michael Schrey und damit Führung. Bis zum zum Öffnen des Boxenstoppfensters baute der Norweger einen fünfsekündigen Vorsprung auf. 

Ein früher Boxenstopp und Fahrerwechsel von Zug auf Piana brachte den BMW dann auf Position zwei. Piana machte Jagd auf den führenden KTM, der in der zweiten Rennhälfte von Angermayr gesteuert wurde und übernahm schließlich die Führung. Mit einem komfortablen Vorsprung von 19,9 Sekunden fuhr er zum zweiten Saisonsieg. Zug stellt damit auch den Triumph in der Junior-Wertung sicher. "In der Startphase wollte ich auf Nummer sicher gehen und nicht zu viel riskieren, da wir im Hinblick auf die Tabelle inzwischen etwas zu verlieren haben. Mein Ziel war es, in der Spitzengruppe zu bleiben und das Fahrzeug aussichtsreich an Gabriele zu übergeben. Das ist mir gelungen", sagte Zug nach dem Rennen. 

Hinter dem KTM von Kraihamer/Kofler und dem Aston Martin Vantage GT4 von David Griessner (24/AUT) und Akhil Rabindra (23/IND, beide Propeak Performance) belegten Hamza Owega (27/Köln) und Jusuf Owega (17/Köln, beide GetSpeed Performance) den fünften Rang. Der Mercedes-AMG GT4 des Bruderpaares überquerte die Ziellinie zunächst auf Position zwei, wurde aber im Anschluss mit einer Zeitstrafe nach einem Vergehen beim Boxenstopp belegt. 

Die Plätze sechs und sieben gingen an die McLaren 570S GT4 von Charles Fagg (19/GBR) und Michael Benyahia (19/MAR) sowie Felix von der Laden (25/Köln) und Alain Valente (22/CHE, alle Team GT). Glenn van Parijs (24/BEL) und Constantin Schöll (21/AUT, beide Team Allied-Racing) belegten im Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport Rang acht vor dem Mercedes-AMG GT4 von Luca Trefz (17/Wüstenrot) und Morgan Haber (25/AUS, beide Leipert Motorsport). Der in den ersten Runden führende BMW GT4 von Schrey und Thomas Jäger (24, AUT) wurde aufgrund zu hohen Tempos in der Boxengasse beim Pflichtboxenstopp mit einer Strafe belegt und kam auf Rang zehn ins Ziel. Den Sieg in der Trophy-Wertung sicherte sich Markus Lungstrass (36/Köln, racing one) im Audi R8 LMS GT4 auf Gesamtrang 11. 

Das zweite Rennen der ADAC GT4 Germany aus Zandvoort startet am Sonntag um 14.40 Uhr und ist live bei SPORT1 zu sehen sowie online auf SPORT1.de, adac.de/Motorsport und bei YouTube unter youtube.com/adac

Bortolotti/Engelhart stürmen zum ersten Saisonsieg von Lamborghini

  • Italienisch-deutsches Duo siegt im Samstagsrennen in Zandvoort
  • Porsche-Fahrer Bernhard/Bachler Zweite vor Mapelli/Beretta in weiterem Lamborghini
  • Beretta gewinnt Pirelli-Junior-Wertung, Ineichen Pirelli-Trophy-Wertung 

Engelhart / Bortolotti
Foto: ADAC-Motorsport
Dramatik an der Nordseeküste: Lediglich 0,365 Sekunden Vorsprung entschieden in Zandvoort das siebte Saisonrennen des ADAC GT Masters. Mirko Bortolotti (29/I) und Christian Engelhart (32/Starnberg, beide Orange1 by GRT Grasser) setzten sich in einem bis zum Schluss packenden Rennen im Lamborghini Huracán GT3 Evo gegen die Porsche-Fahrer Timo Bernhard (38/Homburg/Saar) und Klaus Bachler (27/A, beide Küs Team75 Bernhard) durch. Rang drei ging mit Michele Beretta (24/I) und Marco Mapelli (32/I, beide Orange1 by GRT Grasser) an einen weiteren Lamborghini. "Wir haben hart für den Erfolg gearbeitet. Es fühlt sich richtig gut an, hier zu siegen", so Bortolotti. "Es war wirklich mal wieder an der Zeit, ein Rennen zu gewinnen." 

Bortolotti setzt sich anfangs ab

Pole-Position, Start-Ziel-Sieg und Schnellste Rennrunde: Auf dem Papier sah der erste Saisonsieg von Lamborghini souverän aus, doch Mirko Bortolotti und Christian Engelhart mussten für ihren Triumph bis zur letzten Runde kämpfen. Bortolotti blieb beim Start von der Pole-Position bei sonnigen, aber stürmischen Bedingungen vorn und fuhr danach einen Vorsprung von etwas mehr als vier Sekunden auf die Verfolger heraus. Doch dann büßte der Italiener sein Zeitpolster ein, da innerhalb weniger Runden zwei Mal das Safety-Car zur Bergung gestrandeter Fahrzeuge auf die Strecke kam. Partner Engelhart, der beim Pflichtboxenstopp übernahm, blieb vorn, wurde aber anschließend vom Porsche von Timo Bernhard und Klaus Bachler unter Druck gesetzt, hinter dem mit Michele Beretta und Marco Mapelli bereits der zweite Lamborghini von Orange1 by GRT Grasser lauerte. Bachler griff in der Schlussphase Engelhart mehrmals an, kam aber nicht vorbei. Der Lamborghini-Pilot sah schließlich mit nur 0,365 Sekunden Vorsprung auf Bachler die Zielflagge und holte damit den ersten Saisonsieg für die italienische Marke und den ersten für den neuen Huracán GT3 Evo überhaupt im ADAC GT Masters. Für Engelhart war es der insgesamt zehnte Triumph in der "Liga der Supersportwagen", für seinen Partner Bortolotti der Vierte. 

Hinter Bernhard und Bachler, die zum zweiten Mal in dieser Saison Zweite wurden, kamen Beretta und Mapelli mit knapp 1,8 Sekunden Rückstand auf die Sieger ins Ziel. Es war ihr erstes Podium der Saison und bedeutete für Beretta gleichzeitig den ersten Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung für Nachwuchsfahrer unter 25 Jahre. 

Platz vier holten Mike David Ortmann (19/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Berglen, beide BWT Mücke Motorsport) im besten Audi R8 LMS, dahinter folgten ihre Markenkollegen Max Hofer (20/A) und Christopher Mies (30/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport). Rang sechs ging an den einzigen BMW im Feld. Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (29/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) hatten sich in ihrem M6 GT3 vom 17. Startplatz kommend bereits auf Rang vier nach vorn gekämpft, verloren aber zwei Runden vor dem Ziel noch einmal zwei Positionen. 

Über Punkte für Platz sieben durften sich Philip Ellis (26/GB) und Fabian Vettel (20/Heppenheim, beide Mann-Filter Team HTP) im besten Mercedes-AMG GT3 freuen. Das Duo zeigte ebenfalls eine starke Aufholjagd: gestartet war es auf Rang 23. Dahinter kamen zwei weitere Audi R8 ins Ziel: Nikolaj Rogivue (23/CH) und Geburtstagskind Frédéric Vervisch (33/B, beide BWT Mücke Motorsport) wurden vor Filip Salaquarda (35/CZ) und Frank Stippler (44/Bad Münstereifel, beide Team ISR) Achte. Die Top 10 komplettierten Rolf Ineichen (41/CH) und Franck Perera (34/F, beide Orange1 by GRT Grasser). Ineichen sicherte sich damit auch den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung, somit gingen sowohl der Gesamtsieg wie auch die beiden Klassensiege an Fahrer von Orange1 by GRT Grasser. 

Wenig Glück hatten die in der Gesamtwertung an der Spitze liegenden Teams. Die Tabellenführer Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (23/ZA, beide HCB-Rutronik Racing) gingen im Audi als 17. leer aus, holten sich aber dennoch den inoffiziellen Titel der "Halbzeitmeister", da ihre engsten Verfolger ebenfalls einen Nuller verbuchen mussten: die Gesamtzweiten Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) fielen wegen Zündungsproblemen an ihrer Corvette C7 GT3-R aus. 

Stimmen der Sieger: 

Mirko Bortolotti (Orange1 by GRT Grasser, Lamborghini Huracán GT3 Evo):
"Heute Morgen konnte ich eine mega Pole-Position holen. Dadurch hatten wir die ideale Ausgangslage und haben dann im Rennen auch alles richtig gemacht. Ich glaube, die Performance dieses Jahr hat bisher eigentlich mehr oder weniger immer gepasst. Doch leider konnten wir dies oftmals nicht in einen Sieg oder vordere Plätze umwandeln. Das ist uns aber heute gelungen, deswegen bin ich sehr zufrieden." 

Christian Engelhart (Orange1 by GRT Grasser, Lamborghini Huracán GT3 Evo):
"Das Rennen war sehr aufregend. Anfangs konnte Mirko einen kleinen Vorsprung herausfahren, doch dann kam das Safety-Car auf die Strecke und der Vorsprung war wieder weg. Als ich das Auto übernahm, musste ich ganz schön kämpfen. Durch den starken Wind war es unvorhersehbar, ob das Heck ausbricht oder nicht. Es war nicht einfach. Am Ende setzte mich Klaus immer stärker unter Druck. Wir hatten einen schönen Kampf. Er war vielleicht am Ende sogar schneller als ich, aber wir konnten die Führung verteidigen. Ich bin sehr glücklich über den Erfolg."