Samstag, 19. Mai 2018

DTM: Zweites Freies Training - Mercedes setzt wieder Bestzeit

Gary Paffett (Mercedes) Schnellster im zweiten Freien Training am Lausitzring
Foto: Mercedes-Motorsport
War es gestern Mercedes-Pilot Pascal Wehrlein, so setzt heute Vormittag im zweiten Freien Training Gary Paffett (Mercedes) die Bestzeit. Hinter ihm folgt mit Paul Di Resta ein weiterer Mercedes-Pilot auf Platz 2. Stark verbessert gegenüber gestern hat sich der Meisterschaftsführende Timo Glock (BMW), der die drittschnellste Zeit fuhr. Auf Rang vier folgte mit Rookie Robin Frijns der beste Audi-Pilot. Das Qualifying für das heutige Rennen startet um 11.10 Uhr.

Freitag, 18. Mai 2018

DTM: Erstes Freies Training - Mercedes dominiert

Pascal Wehrlein (Mercedes) Schnellster im ersten Freien Training am Lausitzring
Foto: Mercedes-Motorsport
Mercedes legt im ersten Freien Training stark vor. Drei der vier besten Fahrer im ersten Freien Traing tragen den Starn auf ihrem Fahrzeug. Der Schnellster war DTM-Rückkehrer Pascal Wehrlein, hinter ihm belegt Mike Rockenfeller für Audi den zweiten Platz, das folgen Wehrlein Markenkollegen Edoardo Mortara und Daniel Juncadella. Bester BMW-Pilot war auf Platz sieben Rookie Philipp Eng. Der Meisterschaftsführende, Timo Glock (BMW) belegte Platz 14. Das zweite Freie Training beginnt am Samstag um 9:15 Uhr.

Donnerstag, 17. Mai 2018

DTM: Rückblick auf Hockenheim, bitte so weiter am Lausitzring

Foto/Grafik: BMW-Motorsport
Timo Glock und Gary Paffett lieferten sich am Sonntag beim zweiten Lauf auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg ein Duell für die Rennsport-Ewigkeit. „Das war unfassbarer Sport und unglaubliches Racing. Das war beste Werbung für den Sport und die DTM. Diese Zweikämpfe haben alle von den Sitzen gehauen“, sagte Rennsieger Glock. „Platz drei war schlussendlich enttäuschend, aber das war es wert. Das war das beste Rennen, das ich je gefahren bin. So ein Zweikampf um den Sieg ist absolut unglaublich“, sagte Paffett, der in der letzten Runde noch Mike Rockenfeller im Audi passieren lassen musste. Auch zwei Wochen nach dem spektakulären Saisonauftakt ist die Begeisterung über das Rad-an-Rad-Duell zwischen den beiden ungebrochen. Es war ein packender Krimi mit zahlreichen Führungswechseln. Vor dem zweiten Rennwochenende am Lausitzring gibt es nachfolgend die interessantesten Zahlen und Fakten zum epischen Duell zwischen Glock und Paffett:

  • Timo Glock geht von der Poleposition ins Rennen, Gary Paffett von Startplatz zehn.
  • In Runde 19 liegen Glock und Paffett erstmals hintereinander auf den Positionen sechs und sieben.
  • In der 23. Runde ist der Mercedes-Pilot erstmals in Führung.
  • Sechs Mal wechselt im Verlauf des Zweikampfs die Führung zwischen Glock und Paffett.  
  • Der Vorsprung von Paffett auf Glock beträgt zwischenzeitlich 0,767 Sekunden.
  • Insgesamt liegt Glock im Rennen 23 Runden in Führung, Paffett in fünf Umläufen.
  • Zusammengerechnet fahren die beiden Piloten über 119 Sekunden Rad an Rad nebeneinander auf dem Hockenheimring, das entspricht einer Distanz von ca. sechs Kilometern.
  • Das Duell zwischen Glock und Paffett wird in Höchstgeschwindigkeit ausgetragen: Während Glock in der Spitze 268 km/h fährt, ist Paffett mit 271 km/h sogar etwas schneller.
  • Elf nervenaufreibende Runden lang duellieren sich Glock und Paffett auf dem Hockenheimring; der Zweikampf geht damit über eine Distanz von 50 Kilometern.
  • Fünf Minuten vor Rennende ist das Duell entschieden: Paffett hat sein DRS- Kontingent verbraucht, Glock hat noch sechs DRS-Auslösungen offen.
  • Im Ziel beträgt Glocks Vorsprung auf den Drittplatzierten Paffett 3,099 Sekunden. Auf Rang zwei liegt Mike Rockenfeller mit 2,078 Sekunden Rückstand auf Glock.
  • Nicht nur das Duell selbst, auch der Funkspruch von Glock nach der Zieldurchfahrt ist bereits jetzt legendär: 55 Sekunden dauert seine Nachricht an die Fans, Paffett, Mercedes und sein Team.

DTM: Stimmen der Mercedes Piloten vor den Rennen auf dem Lausitzring

Gary Paffett
Foto: Jens Hawrda
Gary Paffett (37 Jahre, England):
„Nach dem exzellenten Wochenende in Hockenheim mit zwei Podestplatzierungen, inklusive einem Sieg am Samstag, freue ich mich natürlich riesig auf den Lausitzring. Dort habe ich in der Vergangenheit bereits dreimal gewonnen. Der längere Streckenverlauf ist in diesem Jahr etwas anders, weshalb es sicher interessant sein wird, zu sehen, wie wir damit zurechtkommen. Das Auto fühlt sich konkurrenzfähig an und hoffentlich können wir unsere Form in dieses Wochenende mitnehmen.“
 
Lucas Auer (23 Jahre, Österreich):
„Der Lausitzring ist eine geile Strecke, an der immer viele Zuschauer sind, die für eine fantastische Atmosphäre sorgen. In diesem Jahr haben wir ein neues Layout, das wird interessant. Die drei Kurven haben es in sich und sollten neue Überholmöglichkeiten bieten. Mir gefällt die Strecke, sie ist „bumpy“ und ermöglicht richtigen Motorsport. Das taugt mir. Generell verbinde ich mit dem Lausitzring schöne Erinnerungen, da ich dort meinen ersten DTM-Sieg feiern konnte. Entsprechend ist es immer cool, wieder dorthin zurückzukommen. Die Vergangenheit ist zwar keine Versicherung, dass es wieder so gut funktioniert, aber man hat trotzdem ein gutes Gefühl.“
 
Pascal Wehrlein (23 Jahre, Deutschland):
„Ich habe sehr gute Erinnerungen an den Lausitzring, auf dem ich 2014 meinen ersten Rennsieg in der DTM eingefahren habe. Besonders freue ich mich auf die lange Streckenvariante, die wir in diesem Jahr fahren werden. Der vorherige Streckenverlauf war schon sehr kurz mit wenig Kurven. So gesehen werden wir ein bisschen Zeit in den Trainings benötigen, um uns auf die Strecke einzuschießen und dann hoffe ich, dass es wieder so ein erfolgreiches Wochenende für uns wird wie zuletzt in Hockenheim.“
Edoardo Mortara
Foto: Jens Hawrda

Edoardo Mortara (31 Jahre, Italien):
„Das erste Rennwochenende der Saison verlief positiv für unser Team. Dennoch weiß ich noch nicht genau, was wir in der Lausitz erwarten können. Das Fahrverhalten des Autos und die Pace waren in Hockenheim gut. Ich hoffe, dass es auf dem Lausitzring genauso sein wird. Die Strecke gehörte bislang nicht zu meinen Lieblingsstrecken. Allerdings haben sie den Streckenverlauf in diesem Jahr ein wenig verändert. Entsprechend hoffe ich, dass ich dort ein gutes Wochenende haben werde. Mein Ziel ist es, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen, um nah an den Führenden in der Meisterschaft dran zu bleiben.“
 
Paul Di Resta (32 Jahre, Schottland):
„Ich bin sehr froh, dass es gleich mit den nächsten Rennen weitergeht. Nach Hockenheim war ich etwas enttäuscht. Entsprechend möchte ich schnell wieder auf die Strecke und versuchen, es von meiner Seite besser zu machen. Das Gute ist, dass die Hersteller unter den neuen Regeln viel enger zusammen zu liegen scheinen. Jetzt freue ich mich auf den Kampf.“
 
Daniel Juncadella (27 Jahre, Spanien):
„Nach dem Saisonauftakt in Hockenheim und dem 24-Stundenrennen auf der Nordschleife ist der Lausitzring für mich das dritte Rennwochenende in Folge. Das ist klasse und ich bin richtig happy, dass ich momentan so viele Rennen bestreiten kann. Ich fühle mich im Moment in jedem Rennauto wohl und bringe gute Leistungen. Der Lausitzring ist eine Strecke, die ich sehr mag, und ich bin zuversichtlich, dass wir ein gutes Auto haben werden. Wenn wir alles richtig hinbekommen, können wir auch dort ein erfolgreiches Wochenende hinlegen. Darauf freue ich mich.“

Historische Renn-Boliden bei der DTM: Geschichte wird neu geschrieben

  • Tourenwagen Classics sorgen in der Lausitz für einen Hauch Nostalgie
  • Prominente Ex-DTM-Piloten geben sich die Ehre
  • SAT.1 und ORF übertragen DTM-Rennen am Samstag und Sonntag live
Die historische DTM ist im Rahmenprogramm zu Gast am Lausitzring
Foto; dtm.com
Die guten alten Zeiten sind zurück. Am Lausitzring wird wieder ein Hauch Nostalgie in der Luft liegen, wenn der zweite Lauf zur Tourenwagen Classics gestartet wird. Die Serie mit den DTM-Klassikern der Achtziger- und Neunzigerjahre war 2017 erstmals Bestandteil des Rahmenprogramms der aktuellen DTM. Neben den historischen Rennwagen werden auf der Strecke auch die ADAC Formel 4 und der Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup am kommenden Wochenende packenden Motorsport bieten.
 
Mit Kurt Thiim, Harald Grohs, Olaf Manthey, Christian Menzel, Leopold Prinz von Bayern und Marc Hessel greifen in Brandenburg erneut zahlreiche ehemalige DTM-Fahrer ins Lenkrad. „Es kommen sicherlich alte Erinnerungen wieder hoch. Ich freue mich, dass ich meinen alten BMW nach so langer Zeit mal wieder fahren und auch auf der Rennstrecke alte Weggefährten treffen kann. Das ist was Besonderes“, sagt Leopold Prinz von Bayern und ergänzt: „Das Schöne dabei ist, dass man niemandem etwas beweisen muss. Ich kann es einfach genießen. Ich hoffe, es gibt noch mehr Gelegenheiten, das Auto zu pilotieren.“ Große Anstrengungen unternimmt derzeit das Team von Christian Menzel und Marc Hessel, um in einem flammneu aufgebauten M3 DTM Gruppe A von 1988 antreten zu können. Das Auto sollte in letzter Sekunde für den Renneinsatz bereit sein.
 
Harald „Nippel“ Grohs freut sich besonders auf sein Gastspiel in Klettwitz. „Der Lausitzring ist sehr anspruchsvoll und spannend. Wir fahren aber eher defensiv. Die Ersatzteile für die Autos sind mittlerweile sündhaft teuer geworden. Das kostet ein Schweinegeld.“ Der Essener ist ein großer Fan der Tourenwagen Classics. „Die Serie erfährt großen Zuspruch seitens der Zuschauer. Ich würde mir wünschen, dass der eine oder andere ältere Mercedes und ein, zwei Fords dazu kommen. So wie die DTM früher war mit sechs, sieben Herstellern. Und, dass der Volker Strycek mal wieder mit seinem Opel kommt.“
 
Siegertyp: Originaler BMW M3 von 1987 am Start

Sogar ein früheres DTM-Team aus den achtziger Jahren kehrt mit Vogelsang Valier zurück. Der BMW-Vertragshändler aus dem Vest, der mit den Fahrern Altfrid Heger, Harald Grohs und Olaf Manthey DTM-Geschichte schrieb, feiert ein Revival. Grohs fuhr im schwarzen Vogelsang-BMW M3 der Baureihe E30 den Auftaktsieg der DTM-Saison 1987 auf dem kleinen Kurs des Hockenheimrings ein. Es war der erste offizielle Rennsieg eines M3. Ein BMW 325i Gruppe A von 1986 sowie ein DTM M3 aus der Saison 1987 kommen nun wieder zum Einsatz. „Ich fahre zusammen mit Ralf Bahr mit meinem Originalauto, mit dem ich damals die DTM aufgemischt habe. Das Auto ist in einer tollen Verfassung. Das geht vorwärts. Es ist sehr konkurrenzfähig“, sagt Grohs, der in Hockenheim beim Auftakt der Tourenwagen Classics Vierter in seiner Klasse wurde. „Der dritte Platz wäre kein Problem gewesen, aber ich bin zu viel Windschatten gefahren. Deshalb ging die Wassertemperatur hoch und ich habe aus Rücksicht den Fuß vom Gas genommen und das Auto heil nach Hause gebracht.“
 
Titelverteidiger ist Thorsten Stadler mit einer 1994er-DTM-C-Klasse von Mercedes-Benz. Zum Saisonauftakt in Hockenheim gewann er ausnahmsweise im Team mit Dauerrivale Jörg Hatscher, der am Lausitzring aber wieder einen eigenen C-Klasse-Mercedes pilotieren wird. Aber auch der Alfa 155 V6 ITC von Stephan Rupp ist sportlich zu beachten. „Gegen die ITC-Autos und die Mercedes der älteren Generation und den Alfa haben wir keine Chance. Das ist auch nicht Sinn und Zweck der Sache. In unserer Klasse will ich mit dem E30 aufs Podium“, sagt Grohs und fügt hinzu: „Ich freue mich sehr auf Olaf Manthey nach dem tollen Erfolg, den sein Porsche-Team am Wochenende beim 24-Stunden-Rennen am Ring unter härtesten Bedingungen reingefahren hat. Er fährt den 325er, mein Nachfolgerauto bei Vogelsang. Er ist eine große Bereicherung für dieses Event.“
 
Rennen mit Pflicht-Boxenstopp am Sonntag

Wer die Zeitzeugen und aktiven Fahrer der „alten“ DTM einmal hautnah erleben möchte: Das Rennen der Tourenwagen Classics geht am Sonntag auf dem Lausitzring von 15:00 Uhr bis 15:40 Uhr über die Distanz von 40 Minuten und beinhaltet einen zweiminütigen Pflichtboxenstopp, um einen Fahrerwechsel zu ermöglichen. Nach einem Freien Training am Freitag (14:15 Uhr) entscheiden zuvor zwei Qualifyings (Samstag 8:40 Uhr und 15:55 Uhr) von je 20 Minuten über die Startpositionen.
 
Neben dem spannenden, sportlichen zweiten Rennwochenende der Saison mit Tourenwagen Classics, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup und ADAC Formel 4 können sich die Zuschauer am Lausitzring auch auf einen besonderen Live-Act freuen. „Gestört aber GeiL“ heizen im DTM-Fan-Village am Samstagabend mit fetten Beats und treibenden Bässen ein. Im Anschluss gibt es ein großes Public Viewing des DFB-Pokal-Endspiels Bayern München gegen Eintracht Frankfurt. Tags darauf besucht Ex-Boxer Axel Schulz die DTM. Der gebürtige Brandenburger wird die packenden Zweikämpfe der Boliden aus nächster Nähe verfolgen. Ein vollgepacktes Programm also mit vielen Leckerbissen für DTM-Fans.
 
Die beiden DTM-Rennen am Lausitzring zeigt SAT.1 in der Sendung „ran racing“ am Samstag (19.05.) und am Sonntag (20.05.) jeweils ab 13:00 Uhr. In Österreich ist der ORF an beiden Tagen ab 13:15 Uhr auf Sendung. Rennstart ist jeweils um 13:30 Uhr. Auf DTM.com und in der offiziellen DTM-App werden alle Freien Trainings, Qualifyings und Rennen im Livestream gezeigt.