Dienstag, 15. Mai 2018

DTM-Tabellenführer Timo Glock: „Am Lausitzring geht alles wieder von vorne los“

  • Mike Rockenfeller sieht bei Audi noch Nachholbedarf
  • Mercedes-AMG-Star Pascal Wehrlein freut sich über konkurrenzfähiges Auto
  • DTM fährt am Lausitzring auf der längeren Streckenvariante
Foto: dtm.com
Was ist das für eine rauschende Premiere gewesen? Die DTM ist in Hockenheim spektakulär und spannend in die Saison 2018 gestartet. Die Fortsetzung folgt am kommenden Wochenende auf der längeren Streckenvariante am Lausitzring. Auch auf der östlichsten deutschen Rennstrecke wollen sich die Piloten von ihrer besten Seite zeigen. Mitreißende Überholmanöver, spektakuläre Aufholjagden und puren Rennsport dürfen die Fans in Brandenburg erwarten. Nach den Eindrücken des ersten DTM-Wochenendes wird es auch in Klettwitz manchen Fan vor Begeisterung vom Sitz reißen. Das Fahrerfeld ist eng beieinander. Nuancen entscheiden über Sieg oder Niederlage. Die Zuschauer sollten sich anschnallen.

In diesem Jahr geht es erstmalig seit 2004 wieder auf dem 4,534 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs zur Sache. Mit insgesamt 14 Kurven und einem ausgeglichenen Verhältnis aus langsamen und schnellen Passagen ist diese Variante besonders anspruchsvoll. Die Fahrer erhalten dadurch am Ende der langen Gegengeraden eine weitere gute Überholmöglichkeit.

Timo Glock reist erstmalig als DTM-Leader an

Zum ersten Mal überhaupt in seiner DTM-Karriere reist Timo Glock als Erster der Gesamtwertung an. Der BMW-Pilot hat mit 44 Punkten gerade einmal einen Zähler Vorsprung auf Mercedes-AMG-Pilot Gary Paffett. Die beiden Routiniers waren die Hauptdarsteller eines denkwürdigen Rennwochenendes. Insbesondere am Sonntag beim zweiten Lauf lieferten sie sich auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg ein Duell für die Rennsport-Ewigkeit. Der BMW-Pilot hatte am Ende eines denkwürdigen Rennens die Nase vorn. „Das war beste Werbung für den Sport und die DTM. Diese Zweikämpfe haben alle von den Sitzen gehauen. Das war rundum positiv“, sagt Glock und erklärt seinen sehr emotionalen Funkspruch kurz nach der Zieldurchfahrt: „Seit Jahren haben wir Fahrer uns dafür eingesetzt, dass die Autos weniger Abtrieb und weniger Flügel haben und wir besseren Sport bieten können. Und dann kommt so ein Rennen dabei raus. Da musste ich am Funk einfach mal ein paar Worte loswerden.“

An den Lausitzring hat Glock indes weniger gute Erinnerungen. Platz elf und 15 waren 2017 seine unbefriedigenden Ergebnisse. „Hier geht wieder alles von vorne los. Das hat mit Hockenheim überhaupt nichts mehr zu tun. Natürlich ist es schön so in die Saison einzusteigen. Ich hoffe, dass wir dieses Jahr besser aufgestellt sind. Wir hatten hier in den letzten Jahren definitiv Schwachpunkte. Ich setze meine Hoffnung auf die neue Streckenführung. Ich sehe Mercedes-AMG aber noch als klaren Favoriten. Das Auto ist mechanisch sehr gut, hat eine gute Traktion, speziell im ersten Sektor. Die Stärken konnte ich mir am Sonntag lange genug anschauen.“

Paffett: „Das beste Rennen, das ich je gefahren bin“

Dem Drittplatzierten Gary Paffett flogen die Herzen der Fans nach dem zweiten Rennen mindestens genauso zu. „Platz drei war schlussendlich enttäuschend, aber das war es wert. Das war das beste Rennen, das ich je gefahren bin. So ein Zweikampf um den Sieg ist absolut unglaublich“, sagte der Mercedes-AMG-Pilot, der in der letzten Runde noch Mike Rockenfeller passieren lassen musste. „Nach dem exzellenten Wochenende in Hockenheim freue ich mich natürlich riesig auf den Lausitzring. Dort habe ich in der Vergangenheit bereits dreimal gewonnen“, ergänzt Paffett.

Mercedes-AMG ist die erfolgreichste Marke am Lausitzring

Audi-Pilot Rockenfeller ist gleichauf mit den beiden Mercedes-AMG-Fahrern Lucas Auer und Pascal Wehrlein mit jeweils 18 Punkten Dritter im Gesamttableau. „Wir haben nach wie vor Rückstand, auch wenn das am Sonntag im Rennen toll aussah. Durch den Zweikampf vorne wurde das ganze Feld zusammengebracht. Da ist schon noch ein Unterschied. Letztes Jahr hatten wir das beste Auto. Dieses Jahr ist durch die neuen Regeln unser Vorteil bei der Aerodynamik weg, da hängen wir ein bisschen hinten dran“, sagt „Rocky“. Auf dem Lausitzring gewann Audi mit dem RS 5 DTM vier der letzten sechs Rennen. Mit bislang 13 Siegen ist Mercedes-AMG dort die erfolgreichste Marke. Im letzten Jahr siegten Auer und Jamie Green (Audi). BMW erlebte 2017 ein schwieriges Wochenende in Brandenburg. Bester Pilot war vor Jahresfrist Maxime Martin mit den Plätzen vier und acht.
Mit Gary Paffett, Paul Di Resta, Pascal Wehrlein und Lucas Auer haben bereits vier Mercedes-AMG-Fahrer in der Lausitz gewonnen. Di Resta, Wehrlein und Auer feierten auf der Strecke ihren jeweils ersten DTM-Sieg. „Ich habe sehr gute Erinnerungen an den Lausitzring, auf dem ich 2014 meinen ersten Rennsieg in der DTM eingefahren habe. Besonders freue ich mich auf die lange Streckenvariante“, sagt DTM-Rückkehrer Wehrlein, der mit seinem Einstand als Fünfter und Sechster im Rennen sehr zufrieden war. „Hockenheim hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich hatte ein konkurrenzfähiges Auto, mit dem ich was anfangen konnte. Verbessern muss ich mich noch mit den kalten Reifen im Qualifying. Ich habe in Hockenheim viel gelernt und ich hoffe, dass es nun noch weiter nach vorne geht.“

Fette Beats von „Gestört aber GeiL“

Neben dem spannenden, sportlichen zweiten Rennwochenende der Saison können sich die Zuschauer am Lausitzring auch auf einen besonderen Live-Act freuen. „Gestört aber GeiL“ heizen im DTM-Fan-Village am Samstagabend eine Stunde lang mit fetten Beats und treibenden Bässen ein. Die Erfurter Nico Wendel und Marcel Stephan gehören zu den gefragtesten DJs der Bundesrepublik. Die Single „Unter meiner Haut“ erhielt Platin und Dreifach-Gold, für die Songs „Ich & Du“ und „Wohin willst du“ gab es jeweils Gold, ebenso wie für das Debüt-Album „Gestört aber GeiL“. Inhaber eines DTM-Tickets inkl. Fahrerlager-Ticket haben freien Zutritt zum Konzertgelände. Das attraktive Rahmenprogramm runden Autogrammstunden mit allen 18 Fahrern, das RoboKeeper Fußball-Modul inklusive einem Gewinnspiel des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig und am Samstagabend ein großes Public Viewing des DFB-Pokal-Endspiels Bayern München gegen Eintracht Frankfurt ab.

DTM sorgt zu Pfingsten für Gänsehautmomente am Lausitzring

  • DTM kommt von 18. bis 20. Mai an den Lausitzring
  • Timo Glock reist nach „bestem Rennen“ als DTM-Führender an den Lausitzring
  • Hochklassiger Motorsport – dieses Mal wieder auf der langen Grand-Prix-Strecke
  • „Gestört aber GeiL“ und Public Viewing des DFB-Pokalendspiels verwandeln das Fahrerlager in eine Partymeile
Foto: dtm.com
Als Timo Glock am vergangenen Sonntag beim DTM-Rennen am Hockenheimring in seinem BMW M4 DTM als Erster die Ziellinie überquerte, konnte er seine Emotionen nicht mehr zurückhalten. „Das war das verdammt nochmal beste Rennen meiner Karriere", jubelte er im Teamfunk. Diesem Emotionsausbruch war ein Zweikampf mit Mercedes-AMG-Pilot Gary Paffett vorausgegangen, der sich über einen Großteil des Rennens erstreckte und am Ende keinen der zahlreichen Zuschauer mehr auf den Plätzen halten konnte. Auch Paffett, DTM-Champion des Jahres 2005, war nach dem Rennen happy. Und das, obwohl er kurz vor Ende sogar noch von Mike Rockenfeller (Audi) auf den dritten Rang verwiesen wurde. Nach dem enttäuschenden Samstagsrennen für die Marke mit den vier Ringen, in dem Titelverteidiger René Rast den besten Audi RS5 DTM auf Platz neun ins Ziel brachte, gelang Rockenfeller somit etwas Wiedergutmachung für Audi.
 
An der Spitze der Tabelle führt vor dem zweiten DTM-Rennwochenende mit den Saisonrennen drei und vier, vom 18. bis zum 20. Mai am Lausitzring, Timo Glock (44 Punkte) vor Gary Paffett (43). Mike Rockenfeller sowie den beiden Mercedes-AMG-Stars Lucas Auer und Pascal Wehrlein stehen bei. jeweils 18 Punkten.
 
Die neuen Aerodynamik-Regeln für die Saison 2018 sollten vor allem für noch mehr Action auf der Rennstrecke sorgen. Nach den beiden ersten Saisonrennen lässt sich sagen, dass dieser Plan bestens funktioniert hat. Überall im Feld konnten sich die Zuschauer an der Strecke sowie vor den TV-Bildschirmen bei SAT.1 über jede Menge harter Positionskämpfe freuen. Ähnliches darf man auf dem Lausitzring erwarten, wo die DTM zum ersten Mal seit 14 Jahren wieder auf der 4,5 km langen Variante der Grand-Prix-Strecke antreten wird. Das bedeutet: Beste Zutaten für zwei weitere hochspannende Rennen auf der östlichsten Rennstrecke Deutschlands, inmitten des Lausitzer Seenlands zwischen Berlin und Dresden gelegen. Die Rennen starten am Samstag und Sonntag jeweils um 13:30 Uhr und werden live auf SAT.1 (Programmstart um 13 Uhr) übertragen. Auf DTM.com, in der DTM-App sowie auf ran.de können die Trainings und Rennen im Livestream verfolgt werden.
 
Attraktives Rahmenprogramm: Reichlich Motorsport, fette Beats und Fußball

 
Die Zuschauer am Lausitzring erwartet wie gewohnt neben der DTM-Action auch ein umfangreiches Rahmenprogramm auf und abseits der Strecke. So werden zum ersten Mal überhaupt die legendären Boliden der DTM/ITC, STW und DTC der Jahre 1986 bis 1996 auf dem Lausitzring in einem Rennen der Tourenwagen Classics zu sehen sein. Ins Lenkrad greift dann vielleicht auch der eine oder andere ehemalige DTM-Pilot. Enge Duelle um jede Position gibt es darüber hinaus auch in einem neuen Markenpokal, dem Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup zu erleben. In gleich drei Läufen zu bewundern: die bei den Fans äußerst beliebte ADAC Formel 4, die mittlerweile zum festen Bestandteil der DTM-Rennwochenenden am Lausitzring gehört. Am Start stehen hier u.a. David Schumacher, Sohn des ehemaligen Formel-1-Piloten Ralf Schumacher, und Enzo Fittipaldi, der Enkel des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters Emerson Fittipaldi.
 
Inhaber eines gültigen Fahrerlager-Tickets können sich zudem über das volle Entertainment-Programm im Fan Village freuen. Hautnah das geschäftige Treiben in den Boxen zu erleben, ist beim Pit View möglich. Jeder Hersteller öffnet hierfür eine Box und erlaubt den Blick in die wichtigste Zone der Teams, auch während der Qualifyings und der Rennen. Bei den Pit Walks am Samstag um 17:25 Uhr (60 Minuten) und am Sonntag um 11:50 Uhr (45 Minuten) kommt man den Teams und Fahrzeugen so nah wie möglich. Im Fan Village lässt sich in den Rennpausen in entspannter Atmosphäre etwas für das leibliche Wohl tun, bevor sich das Fahrerlager am Samstagabend zur Partymeile verwandelt.
 
Los geht es um 18:45 Uhr, wenn das DJ-Duo „Gestört aber GeiL“ mit fetten Beats und treibenden Bässen die Bühne entert. Die beiden DJs und Produzenten aus der Nähe von Erfurt sind hochdekoriert. Die Single „Unter meiner Haut“ erhielt Platin und Dreifach-Gold, für die Songs „Ich & Du“ und „Wohin willst du“ gab es jeweils Gold, ebenso wie für das Debüt-Album „Gestört aber GeiL“. Ihr Musikstil ist überaus einprägsam: Pop trifft auf entspannten Techno, Rock wird mit melodischen House kombiniert und deutschsprachige Balladen werden zu einfühlsamen, zeitgemäßen Deep-House-Songs. Und auch im Anschluss an das Konzert geht es spannend weiter. Denn wenn um 20 Uhr der Anstoß zum DFB-Pokalfinale zwischen dem FC Bayern München und Eintracht Frankfurt in Berlin erfolgt, kann im Fan Village beim Public Viewing live mitgefiebert werden.
 
Tickets für das DTM-Rennwochenende am Lausitzring gibt es unter www.dtm.com/tickets oder unter der Hotline 0180 6 - 386 386 (Mo-Fr 8:00 bis 18:00 Uhr, Sa 09:00 bis 16:00 Uhr). Wochenendtickets sind bereits ab 30,- Euro erhältlich, das volle Programm mit den besten Plätzen in der Kategorie Gold Plus inklusive Fahrerlager gibt es für nur 89,- Euro.

Samstag, 12. Mai 2018

DTM: Drei Fragen an Gary Paffett

Gary Paffett
Foto: Jens Hawrda
Gary, das war ein absolut episches Rennen am vergangenen Sonntag. Hast Du die Zweikämpfe schon verarbeitet?

Gary Paffett:
Jedes Mal, wenn ich darüber nachdenke, frage ich mich, was ich hätte besser machen können. Aber dann komme ich jedes Mal zu dem Schluss, dass es einfach ein großartiges Rennen gewesen ist, an das man sich noch eine lange Zeit erinnern wird. Wenn man in so einem Rennen steckt, denkt man nicht darüber nach, man konzentriert sich ausschließlich darauf, das Rennen zu gewinnen. Aber danach merkt man schon, dass man Teil von etwas Besonderem war und darauf bin ich sehr stolz. Das Rennen hat den gegenseitigen Respekt zwischen den Fahrern gezeigt, denn sonst hätten wir nicht so fahren und alle mit einem guten Ergebnis daraus hervorgehen können.

Warst Du überrascht, dass Mercedes in Hockenheim so stark war und glaubst Du, dass wir dort das echte Kräfteverhältnis im Feld gesehen haben?

Gary Paffett:
Ich glaube, dass meine Ingenieure beleidigt wären, wenn ich sagen würde, dass ich überrascht bin, dass wir so gut waren. Aber natürlich haben wir es vorher nicht so erwartet. Es war eine schöne Überraschung, dass wir am Samstag und Sonntag definitiv das schnellste und konstanteste Team waren. Am Samstag haben wir als Team das Beste daraus gemacht, am Sonntag wahrscheinlich nicht. Das ist schade, da es mit einigen Autos eine verpasste Gelegenheit war. Die größte Überraschung war wahrscheinlich die fehlende Pace von Audi. Mercedes und BMW lagen ziemlich nah zusammen und Audi schien dann am Sonntag etwas mehr Speed gefunden zu haben. Aber es war eindeutig schön, zu sehen, dass wir so einen starken Saisonstart hingelegt haben. Ich glaube, das ist eine gute Belohnung für all die harte Arbeit, die wir im Winter reingesteckt haben.

Das nächste Rennen findet auf dem Lausitzring statt, auf dem Mercedes und Du in der Vergangenheit sehr stark waren. Was erwartest Du diesmal?

Gary Paffett:
Wenn man sich nur Hockenheim ansieht, dann muss man zugeben, dass Mercedes sehr stark aussieht. Wenn wir uns dann an das vergangene Jahr erinnern, sehen wir, dass Lucas auf dem Lausitzring ein großartiges Wochenende hatte und ich denke, dass er auch diesmal wohl sehr stark sein wird. Aber nach meinem ersten Rennwochenende bin ich natürlich sehr zuversichtlich, dass wir etwas Ähnliches wiederholen können. Ich habe in der Vergangenheit schon auf dem Lausitzring gewonnen und ich glaube, dass wir dem Wochenende sehr positiv entgegenblicken können. Aber mit dem neuen Reglement ist jedes Wochenende auch ein bisschen ein Experiment. Ich erwarte jedoch nicht, dass die Performance der Autos und Fahrer sich im Vergleich zu Hockenheim stark verändern wird. Hoffentlich können wir erneut vorne mitkämpfen.

Freitag, 11. Mai 2018

Stimmen von Mercedes zum Rennwochendende von Hockenheim

Gary Paffett:
„Ich liebe Timo (Glock), das war unglaublich. Wir hätten beide zu jedem Zeitpunkt zurückstecken und Platz zwei mitnehmen können. Denn wir wussten, dass sie uns irgendwann einholen würden. Aber keiner von uns wollte aufgeben. Platz drei ist schlussendlich enttäuschend, aber das war es wert. Das war das beste Rennen, das ich je gefahren bin. So ein Zweikampf um den Sieg ist absolut unglaublich. Mir ging relativ früh das DRS aus. Deshalb wollte ich nur noch an Timo vorbeigehen und eine Sekunde Vorsprung herausfahren. Aber jedes Mal habe ich in den Spiegel geschaut und es hatte erneut nicht ganz gereicht und er war wieder da.“

Pascal Wehrlein
Foto: Jens Hawrda
Pascal Wehrlein:
„Insgesamt war es ein gutes erstes Wochenende. Ich bin zweimal in die Punkte gefahren und in beiden Rennen wäre deutlich mehr drin gewesen. Jetzt müssen wir uns ansehen, was rund um die Boxenstopps passiert ist. Da haben wir immer die zuvor aufgeholten Plätze wieder verloren. Trotzdem nehme ich 18 Punkte von diesem Wochenende mit. Das ist für das erste Rennwochenende der Saison schon mal ganz gut. Wir haben ein gutes Auto und deswegen freue ich mich auf den Rest der Saison.“

Paul Di Resta:
„Ich glaube, dass wir bei der Strategie zu aggressiv waren und zu früh gestoppt haben. Drei oder vier Runden länger hätten vielleicht geholfen. Ich hatte etwas zu viel Untersteuern und das Auto war sehr schwierig zu fahren. P9 ist enttäuschend, da ich für einen Großteil des Rennens auf Platz drei gelegen habe. Das war ein hartes Wochenende mit vielen Höhen und Tiefen. Am Ende des Tages nehme ich Punkte mit, aber ich bin damit definitiv nicht zufrieden.“

Lucas Auer
Foto: Jens Hawrda
Lucas Auer:
„Das war leider ein klassischer Frühstart. Zu 100 Prozent mein Fehler. Sorry an das gesamte Team. Wenn du so einen Fehler machst und dafür bestraft wirst, ist das Rennen für dich quasi beendet. Aber das ist für mich jetzt schon Vergangenheit. Es geht weiter und ich blicke nur nach vorne. Wir müssen den Speed von hier mitnehmen und dann sehen wir, wie es in zwei Wochen am Lausitzring weitergeht.“

Daniel Juncadella:
„Die Strafe kam für mich überraschend. Aber mein Rennen war vom Start weg beeinträchtigt. Ich hatte vor dem Start ein Problem mit der Kupplung und würgte den Motor ab, noch bevor die Ampeln ausgegangen waren. Danach dauerte es sehr lange, bis das Auto wieder ansprang. Das hat mich zurückgeworfen und dann kam auch noch die Strafe hinzu, die ich mir immer noch nicht ganz erklären kann. Denn ich habe mich am Start ja gar nicht bewegt, weil ich den Motor abgewürgt habe. Danach versuchte ich es mit einer anderen Strategie, aber ich hatte einen schweren Bremsplatten vorne links und konnte nicht mehr herausholen. Dennoch habe ich natürlich mein Bestes gegeben, um noch so viel Erfahrung wie möglich auf den verbleibenden Runden zu sammeln.“


Edoardo Mortara:
„Das Rennen war für mich leider schon vorbei, bevor es richtig angefangen hatte. Ich hatte Motorprobleme und musste das Auto in der Box abstellen. Das ist natürlich sehr enttäuschend, gerade nach dem vierten Platz von gestern und dem ordentlichen vierten Startplatz für das Rennen heute. Nachdem wir im Freien Training einige Probleme hatten, war ich heute Morgen damit zufrieden, dass wir im zweiten Qualifying so stark zurückgekommen sind. Schade, dass wir dafür keinen Punkt bekommen haben. Das wäre eine gute Ausgangsposition für das Rennen gewesen. Aber es hat leider nicht sollen sein.“


Ulrich Fritz, Mercedes-AMG Motorsport DTM Teamchef:
„Was Timo, Gary und Mike heute gezeigt haben, war Racing at its best. Leider mit dem schlechteren Ausgang für uns. Ich kann mich aber kaum an ein intensiveres Finish erinnern als heute. Alles in allem haben wir uns nach dem Qualifying natürlich mehr erhofft. Trotzdem können wir mit dem Ergebnis des Wochenendes sicher zufrieden sein.“

Atemberaubende Fights in Hockenheim: Gary Paffett erkämpft Podestplatz

Zwei Rennen, zwei Podestplätze: Gary Paffett legte beim Heimrennen von Mercedes-AMG Motorsport in Hockenheim einen starken Saisonstart hin

  • Gary Paffett (Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS) erzielte nach seinem Sieg am Samstag auch im zweiten Rennen am Sonntag einen Podestplatz – den 40. in seiner DTM-Karriere
  • Pascal Wehrlein (Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS) und Paul Di Resta (Mercedes-AMG Motorsport REMUS) fuhren auf den Plätzen sechs und neun ebenfalls in die Punkteränge
  • Gary Paffett: „Platz drei ist schlussendlich enttäuschend, aber das war es wert. Das war das beste Rennen, das ich je gefahren bin.“
  • Ulrich Fritz: „Was Timo, Gary und Mike heute gezeigt haben, war Racing at its best.“
Enger Kampf bis zum Schluss zw. Timo Glock und Gary Paffett
Foto: Mercedes-Motorsport 
Spektakuläre Schlussphase im zweiten Rennen des DTM-Auftaktwochenendes in Hockenheim: Gary Paffett (Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS) lieferte sich rundenlang spannende Duelle gegen den späteren Sieger, BMW-Pilot Timo Glock, sowie Audi-Fahrer Mike Rockenfeller. Gary, der am Samstag das Auftaktrennen in Hockenheim gewonnen hatte, startete von Position zehn ins Rennen, arbeitete sich jedoch rasch nach vorne und führte das Rennen sogar an. Nach einem packenden Finish belegte er hinter Glock und Rockenfeller Platz drei. Damit erzielte er seinen zweiten Podestplatz an diesem Wochenende, den 40. in seiner DTM-Karriere und den zwölften auf dem Hockenheimring. In der Fahrerwertung liegt Gary (43 Punkte) nach dem ersten Rennwochenende der Saison einen Punkt hinter Timo Glock (44 Punkte) auf Platz zwei.

Pascal Wehrlein (Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS) startete von Platz elf in das zweite Rennen nach seiner DTM-Rückkehr. Der Meister von 2015 machte bis zum Rennende fünf Positionen gut und überquerte die Ziellinie als Sechster. Paul Di Resta (Mercedes-AMG Motorsport REMUS) beendete den zweiten Saisonlauf ebenfalls in den Punkteerängen auf Platz neun.

Lucas Auer (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport) führte das Rennen zwischenzeitlich an, fiel in Folge einer Fünf-Sekunden-Strafe für einen Frühstart aber zurück und beendete das Rennen auf Position 15. Hinter dem Österreicher kam Daniel Juncadella (Mercedes-AMG Motorsport REMUS) auf Platz 18 ins Ziel. Der Spanier musste ebenfalls eine Fünf-Sekunden-Strafe für einen Frühstart absitzen.

Edoardo Mortara (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport) qualifizierte sich am Sonntagvormittag als Vierter für den zweiten Saisonlauf in Hockenheim. Im Rennen musste er sein Auto jedoch kurz nach dem Start wegen Motorproblemen in der Box abstellen. Das erste Rennen am Samstag hatte Edoardo als Vierter knapp außerhalb der Podestplätze beendet.

Mercedes-AMG Motorsport reist mit einem Sieg, zwei weiteren Podestplätzen und insgesamt neun Punkteplatzierungen aus Hockenheim ab. Nach dem ersten Rennwochenende der Saison führt das Team Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS (61 Punkte) die Teamwertung mit 17 Punkten Vorsprung an. In der Markenwertung liegt Mercedes-AMG (103 Punkte) mit 31 Zählern Vorsprung auf BMW (72) auf Platz eins.