Sonntag, 15. Oktober 2017

Rookie Rast rast zum DTM-Titel

  • Platz zwei reicht Rast zum größten Erfolg seiner Karriere
  • Vorjahresmeister Wittmann siegt im letzten Rennen 2017
  • 152.000 Zuschauer besuchen Finale in Hockenheim
Rookie Renè Rast holt den Titel
Foto: dtm.com
Ein Rookie rockt die DTM und holt den Titel: René Rast ist der Mann der Stunde und neuer DTM-Champion. Der Audi-Pilot fuhr beim DTM-Saisonfinale auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg als Zweiter über die Ziellinie und sicherte sich in seiner ersten vollen Saison in der DTM auf Anhieb den 15 Kilogramm schweren Meisterpokal. Bis zur letzten Runde wusste der 30-Jährige nicht, ob er es geschafft hatte – erst in der Auslaufrunde kam der erlösende Funkspruch von Teamchef Arno Zensen, der ihn über den seinen Erfolg informierte. Danach ließ Rast seinen Gefühlen freien Lauf und streckte seine geballten Fäuste immer wieder vor Freude in die Luft. „Ich kann das noch gar nicht in Worte fassen“, sagte Rast im Ziel. „Das ist alles noch so weit weg. Ein unglaublich emotionaler Moment und der beste Tag in meinem Leben.“ Mit einem Sieg beendete der enttrohnte Champion Marco Wittmann die DTM-Saison. Der BMW-Pilot sicherte bei Finale seinen ersten Saisonsieg, den neunten seiner DTM-Karriere. „Jeder Fahrer wünscht sich einen Sieg für das letzte Rennen“, sagte der Fürther. Das Podium komplettierte als Dritter Mike Rockenfeller, der ebenfalls noch rechnerische Titelchancen hatte. Gary Paffett im Mercedes-AMG C 63 DTM belegte Rang vier.

Der Weg zum Titel war für Rast steinig und schwer: Er verpatzte den Start, verlor in der ersten Runde drei Positionen und fiel auf Platz fünf zurück. Das erste Mal Champions-Luft schnuppern durfte Rast dann in Runde fünf, als er Robert Wickens für Platz fünf überholte. Seine direkten Konkurrenten im Titelkampf, Mattias Ekström und Jamie Green, lagen zu dem Zeitpunkt außerhalb der Punkteränge. Beide waren aufgrund von Strafen aus dem Samstagrennen mit einem Nachteil ins Finale gegangen: Green war um zehn, Ekström um fünf Starplätze zurückversetzt worden. Zwar konnten sich Green und Ekström bis zum Rennende auf die Positionen fünf und acht vorarbeiten, um Rast den Titel streitig zu machen reichte das aber nicht. Auch Mike Rockenfeller tat alles um im Titelrennen zu bleiben, aber der 33-Jährige hätte siegen müssen. Mit den 18 Punkten für Platz zwei summierte sich das Konto von Rast auf 179 Punkte. Dahinter folgen Ekström (176 Punkte), Green (173 Punkte) und Rockenfeller (167 Punkte).


DTM-Finale ein Fest für die Fans

Der Auftritt der SUPER GT-Fahrzeuge aus Japan, die gemeinsam mit den DTM-Boliden von Audi, BMW und Mercedes-AMG am Samstag und am Sonntag Demonstrationsrunden fuhren, hinterließ einen bleibenden Eindruck von der Zukunft. Der Lexus LC500 und der Nissan Nismo GT-R boten den Fans am Hockenheimring zusammen DTM-Rennfahrzeugen spektakuläre Bilder und einen tollen Sound. „Damit haben wir die Kooperation erlebbar gemacht. Es sind faszinierende Rennwagen. Der Sound der Vierzylinder-Motoren ist klasse. Ich war anfangs skeptisch, aber jetzt wissen wir: Die DTM-Autos der Zukunft werden einen tollen Racing-Sound haben“, sagte Gerhard Berger.

Nicht nur aus sportlicher Sicht bot das DTM-Finale alles, was das Herz der Motorsportfans höherschlagen lässt. Ein Höhepunkt war auch das Konzert der Fantastischen Vier am Samstagabend, die mit ihren Hits aus mehr als 25 Jahren Band-Geschichte die DTM-Fans begeisterten. Daneben besuchten zahlreiche Stars und Sternchen das Rennwochenende in Hockenheim, darunter Sebastian Vettel (vierfacher Formel-1-Weltmeister), Moritz Bleibtreu (Schauspieler), Lena Gercke (Model und Moderatorin), Fabian Hambüchen (Weltmeister und Olympiasieger im Kunstturnen), JP Kraemer (Moderator und Produzent), Franziska Knuppe (Model), Oliver Pocher (Comedian) und Alex Zanardi (Rennfahrer und mehrfacher Weltmeister und Paralympics-Sieger im Handbike).

Samstag, 14. Oktober 2017

Green siegt am Samstag – Titelentscheidung im letzten Rennen

  • Audi-Piloten machen Fahrertitel am Sonntag unter sich aus
  • Parforce-Ritt von Rockenfeller endet auf Platz zwei
  • Nervensache: Tabellenführer Ekström ohne Punkte
Endlich der verdiente Sieg für Jamie Green
Foto: dtm.com
Strahlender Sonnenschein, volle Tribünen, packende Zweikämpfe und glückliche Sieger: Das DTM-Rennen am Samstag auf dem Hockenheimring war Rennsport pur. Jubeln durfte nach 36 Runden Audi-Pilot Jamie Green, der damit zum dritten Mal in dieser Saison ganz oben auf dem Siegerehrungspodest stand. Hinter ihm überquerte sein Markenkollege Mike Rockenfeller als Zweiter die Ziellinie und machte den Doppelerfolg für Audi perfekt. Platz drei ging an BMW-Pilot Timo Glock, der von der Pole-Position ins Rennen gestartet war.

„Ich bin wirklich glücklich, das Rennen gewonnen zu haben“, sagte Green, der das Rennen von Platz zwei aufgenommen hatte. „Vor allem der Zweikampf mit Timo hat mir sehr viel Spaß gemacht. Das war gutes Racing und immer fair.“ Polesitter Glock, der sich nach wenigen Runden zunächst Green, in der letzten Runde dann Rockenfeller geschlagen geben musste, war am Ende mit Platz drei dennoch zufrieden. „Wir wussten, dass Audi über die Distanz sehr stark sein würde“, so Glock. „Ich habe mich dann darauf konzentriert, nach der Pole-Position einen guten Start hinzulegen und mich etwas abzusetzen. Als Jamie dann aufkam konnte ich nicht gegenhalten.“ Rockenfeller profitierte von einem späten Boxenstopp in Runde 23. Nach seinem Stopp überholte Rockenfeller einen Konkurrenten nach dem anderen und arbeitete sich bis auf Platz drei vor. In der letzten Rennrunde kassierte ‚Rocky’ dann auch noch Glock und kam auf Platz zwei ins Ziel. „Das war ein Rennen, das mir sehr viel Spaß gemacht hat. Ich habe mich von Platz sieben aus nach vorne gekämpft und habe die Positionen auf der Strecke gutgemacht. Mit den frischen Reifen war es kein Problem“, so der DTM-Champion von 2013.

Maxime Martin, aus der ersten Reihe von Platz zwei gestartet, verpasste als Vierter das Podium. Fünfter wurde Mercedes-AMG-Pilot Edoardo Mortara vor Titelaspirant René Rast. Die Punkteränge komplettierten Robert Wickens, Lucas Auer, Gary Paffett und Bruno Spengler.

Eins steht vor dem 18. und letzten Saisonrennen am Sonntag bereits fest: Der DTM-Champion 2017 fährt einen Audi RS 5 DTM. Als Elfter des heutigen Rennens blieb Mattias Ekström ohne Punkte, und sein Vorsprung auf die Verfolger schrumpfte von 21 auf neun Punkte.

Mit Ekström (172 Punkte), Green (163), Rast (159) und Rockenfeller (152) haben nur noch vier Audi-Piloten Chancen auf den begehrten Titel DTM-Champion. Ekström und Green starten allerdings mit Handicaps in das Finale: Nach seiner dritten Verwarnung wird Ekström in der Startaufstellung um fünf Plätze zurückversetzt, während Green bereits die fünfte Verwarnung erhielt und deswegen um zehn Plätze nach hinten versetzt wird.

Entscheidungen fielen bereits in der Hersteller- und Teamwertung: Der Vorsprung von Audi beträgt vor dem letzten Saisonrennen beinahe 200 Punkte. Die Ingolstädter können von Mercedes-AMG und BMW nicht mehr eingeholt werden. In der Teamwertung liegt das Audi Sport Team Rosberg mit Jamie Green und René Rast uneinholbar in Führung.

Dienstag, 10. Oktober 2017

DTM-Finale: Audi mit Vorsprung in Hockenheim

  • Audi vor letzten beiden Rennen Spitzenreiter aller drei Meisterschaften
  • Deutlicher Vorsprung in Hersteller- und Teamwertung
  • Vier Audi-Piloten führen Fahrerwertung an
 
Als Spitzenreiter in Fahrer-, Team- und Hersteller- Wertung geht Audi am Wochenende in die letzten beiden Rennen der DTM-Saison 2017 auf dem Hockenheimring. Entsprechend hoch sind die Erwartungen für Samstag, 14. Oktober, und Sonntag, 15. Oktober. Insgesamt sechs Fahrer können sich am Wochenende noch Hoffnungen auf den Titel machen.
Foto: Audi-Motorsport
An der Spitze der besonders prestigeträchtigen Fahrerwertung liegen vor den letzten beiden Läufen gleich vier Audi-Piloten: Mattias Ekström (172 Punkte), René Rast (151), Jamie Green (137) und Mike Rockenfeller (134). Audi den Fahrertitel streitig machen können Marco Wittmann (BMW/134) und Lucas Auer (Mercedes-Benz/131).
 
„Unser Auto ist in dieser Saison sehr stark. Wir gehen mit einem Vorsprung in allen drei Meisterschaften in das Finale“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Natürlich wollen wir uns die Pokale auf der Zielgeraden nicht nehmen lassen. Gleichzeitig ist uns klar, dass nichts entschieden und in der DTM immer alles möglich ist – vor allem in dieser Saison. Auch deshalb dürfen sich die Fans auf ein tolles Finalwochenende freuen. Hockenheim ist eine Strecke, die für viel Action steht. Überholen ist möglich und der Kurs anspruchsvoll für Bremsen und Reifen. Ich rechne mit einem engen, ausgeglichenen Feld.“
 
Mit den besten Chancen geht Mattias Ekström vom Audi Sport Team Abt Sportsline als Gesamtführender in das Finale. Der 39 Jahre alte Schwede kann sich als einziger Fahrer den Titel bereits am Samstag sichern – auf den Tag genau zehn Jahre nach seinem zweiten Titelgewinn in der DTM. Dazu müsste er seinen Vorsprung von 21 auf mindestens 29 Punkte ausbauen.
 
Nach Klaus Ludwig und Bernd Schneider kann Ekström der dritte Pilot der DTM-Geschichte werden, der sich den Titel mehr als zweimal sichert. „Natürlich habe ich einen Vorsprung“, sagt der DTM-Champion von 2004 und 2007. „Aber entschieden ist bei Weitem noch nichts. Ich muss ein gutes Rennen fahren und gehe das Finale genauso an wie jedes andere Wochenende. Es gibt schließlich noch 56 Punkte zu holen.“
 
Ekström am dichtesten auf den Fersen ist René Rast, der in seiner ersten DTM-Saison den Titel gewinnen kann – das gelang zuletzt Nicola Larini vor 24 Jahren. „Ich kann nur gewinnen und eigentlich nicht mehr verlieren, daher mache ich mir selbst keinen Druck“, sagt der Pilot des Audi Sport Team Rosberg. „Wer hätte vor der Saison damit gerechnet, dass ich beim Finale noch um den Titel kämpfe? Die Chance ist noch da. Ein perfektes Wochenende mit zwei Pole-Positions und zwei Siegen würde schon fast reichen …“
 
René Rasts Teamkollege Jamie Green hat nach seinem Pech von Spielberg 35 Punkte Rückstand auf Ekström und deshalb ebenfalls nichts zu verlieren: „Ich werde so schnell fahren, wie es geht, bis ich am Sonntag die Zielflagge sehe“, lautet die Devise des Briten. Der Tabellenvierte Mike Rockenfeller vom Audi Sport Team Phoenix macht sich mit 38 Punkten Rückstand dagegen selbst kaum noch Hoffnungen auf seinen zweiten DTM-Titel. „Für mich wäre es toll, noch in die Top Drei der Meisterschaft zu fahren“, sagt der DTM-Champion von 2013. „Das wird schwer genug. Ich freue mich auf das Finale und bin gespannt auf ein tolles Abschlusswochenende.“

Donnerstag, 28. September 2017

Lexus und Nismo fahren beim DTM-Finale

  • Demonstrationsrunden der 620-PS-Rennautos aus Japan
  • Berger: „Starkes Zeichen für Kooperation mit SUPER GT-Serie“
  • Neues Technisches Reglement nimmt Formen an
Lexus aus der SUPER GT-Serie
Foto: dtm.com
Auf einen besonderen Leckerbissen können sich die Fans beim DTM-Finale vom 13.-15. Oktober in Hockenheim freuen: Die japanische SUPER GT-Serie entsendet zwei Fahrzeuge, die am Samstag und Sonntag Demonstrationsrunden im Renntempo fahren werden. Der Auftritt von je einem Lexus und einem Nismo gibt den Motorsportfans einen Vorgeschmack auf die Zeit, wenn beide Serien nach identischem Reglement fahren und sich direkt miteinander messen können.
 
„Das ist eine große Ehre für uns. Ich freue mich, dass erstmals SUPER GT-Autos im Rahmen der DTM auftreten“, sagte DTM-Chef Gerhard Berger. „Das ist nicht nur ein besonderes Schmankerl für unsere Fans, es ist auch ein starkes Zeichen für die Zukunft der DTM und ein Signal, wie ernst die Kooperation mit der japanischen GTA-Organisation sowie den drei Herstellern der Serie zu nehmen ist“. In der Serie ist neben Lexus und Nismo, der Rennsportmarke von Nissan, noch Honda vertreten.
 
Die Delegation aus Japan wird angeführt von GTA-Präsident Masaaki Bandoh. „Wir freuen uns auf den Auftritt unserer Autos in Hockenheim. Er ist Beweis der engen Verbundenheit zwischen SUPER GT und DTM. In beiden Serien treten weltweit führende Automobilhersteller an“, sagt Bandoh. Natürlich sollen den Fans in Japan die DTM-Autos keinesfalls vorenthalten bleiben: Es ist geplant, dass die DTM im Gegenzug Autos zum SUPER GT Finale nach Motegi (11./12. November) entsendet.
Nissan Nismo aus der SUPER GT-Serie
Foto: dtm.com
In Hockenheim erhalten die Fans an allen drei Veranstaltungstagen einen Eindruck von den spektakulären, ca. 620 PS starken Boliden. Der Lexus LC500 und der Nissan GT-R sollen freitags 30minütige Testfahrten bestreiten, während sie sich am Samstag und Sonntag jeweils 15 Minuten auf der Strecke im Renntempo präsentieren. Der Auftritt wird in den offiziellen Zeitplan der Veranstaltung integriert. Welche Fahrer die Gastautos fahren werden steht noch nicht fest.
 
Die DTM-Dachorganisation ITR und die GTA als Betreiber der in Japan beliebten SUPER GT-Serie kooperieren seit Jahren. Die technischen Reglements der beiden Serien sind bereits heute in vielen Bereichen deckungsgleich. Bauteile aus dem kostensparenden Gleichteilekonzept sind auch in den japanischen Autos verbaut. Ziel ist es, dass ab 2019, wenn das neue DTM-Reglement in Kraft tritt, die Fahrzeuge beider Serien nach dem gemeinsam erarbeiteten, sogenannten „Class One“ -Reglement gebaut sein werden.
 
„Die Arbeit am neuen Reglement läuft auf Hochtouren“, berichtet Berger, der begeistert ist von der unkomplizierten und konstruktiven Zusammenarbeit mit der GTA und den japanischen Herstellern der SUPER GT. Nach dem angekündigten Ausstieg von Mercedes zum Saisonende 2018 hatten Audi und BMW jüngst ein Bekenntnis zur DTM mit Class One-Reglement abgegeben und die Entwicklung neuer Motoren angekündigt.
 
Basis des 2019 in Kraft tretenden Reglements ist das DTM-Regelwerk von ITR und dem Deutschen Motor Sport Bund (DMSB). Das Class One-Reglement wird gemeinsam mit den japanischen Partnern erarbeitet. und hat vier Fokusfelder: Kosteneffizienz, spektakulärer Motorsport, Sicherheit sowie moderne Motoren.
 
Kosteneffizienz
 
Die notwendigen Kosten für einen wettbewerbsfähigen Einsatz der Fahrzeuge sollen sich auf einem Niveau bewegen, das es ermöglicht, die Einsatzkosten über Sponsoring zu refinanzieren. So sollen beide Serien ab 2019 nicht nur für Hersteller, sondern auch werksunterstützte Privatteams interessant sein. Berger: „Wir wollen die Balance finden zwischen technisch anspruchsvollen Autos, mit denen Hersteller ihre Kompetenz beweisen, und Rennfahrzeugen, die ohne Heerscharen von Ingenieuren eingesetzt werden können.“
 
Spektakulärer Motorsport
 
DTM und SGT bieten schon heute Profirennsport auf höchstem Niveau. Dies soll auch in Zukunft die oberste Maxime sein. Die Autos der nächsten Generation werden dabei mindestens so spektakulär aussehen wie die aktuellen Fahrzeuge. Das Serienpendant des Rennautos gibt weiterhin klar erkennbar die Karosserielinie vor, während speziell die Anzahl der crashgefährdeten oder für den Fan nicht sichtbaren Aerodynamik-Anbauteile reduziert wird. Berger: „Wir wollen leistungsstarke Rennwagen, die den Fahrer fordern.“
 
Sicherheit
 
Bereits die heutigen DTM- und SGT Autos zählen zu den sichersten Renntourenwagen im Motorsport. Das hat der schwere Unfall von Gary Paffett und Mike Rockenfeller beim Rennen am Norisring gezeigt, der glimpflich ausging. Die von ITR und DMSB und GTA selbst auferlegten Sicherheitsanforderungen sollen dennoch weiter erhöht werden. Das Kohlefaser-Monocoque, das den Fahrer umschließt, bleibt bestehen, die Crash-Strukturen an Front, Heck und Seiten werden noch höheren Anforderungen unterzogen.
 
Moderne Motoren
 
High Performance trotz Downsizing: Herzstück der DTM und SGT Autos des Jahrgangs 2019 wird ein Vierzylinder-Turbomotor mit zwei Litern Hubraum sein. Für einige Bauteile des modernen Aggregats, das jeder Hersteller selbst entwickelt, werden Abmessungen und Materialien vorgeschrieben, um die Entwicklungskosten zu reduzieren und für ausgewogenen Leistung im Bereich von mehr als 600 PS zu sorgen. Die SUPER GT-Fahrzeuge verfügen bereits über Vierzylinder-Turbomotoren, während in der DTM derzeit noch V8-Motoren zum Einsatz kommen, die konzeptionell auf das Jahr 2000 zurückgehen. Die japanischen Autos beweisen bereits: Auch Vierzylinder-Motoren haben einen spektakulären Sound.
 
Ein Augenmerk wird bei den modernen Motoren auch auf den Umgang mit Emissionen gerichtet. Bei Rennmotoren, die ausschließlich auf Hochleistung ausgelegt sind, gilt die Abgasreinigung heute noch als Herausforderung. Während bei internationalen Rennserien keine Katalysatoren zum Einsatz kommen gehören diese bereits seit dem Jahr 2000 zur DTM. Müssen die Katalysatoren heute noch aus Sicherheitsgründen an die Belastungen der V8-Hochleistungsmotoren angepasst werden, so soll mit den Katalysatoren der Abgassysteme der modernen Motoren eine deutliche Verbesserung in der Abgasreinigung erreicht werden
 
Mit der neuen Motorengeneration ab 2019 soll ein neues Kapitel aufgeschlagen werden. So werden Fahrzeugkonzept und Motoren für 2019 auch für die Adaption eines Hybridsystem ausgelegt. Es gilt glaubhafte Lösungen zu finden, so dass weder teure und technisch hochkomplexe Systeme zum Einsatz kommen, noch Systeme, die aufgrund ihres hohen Batteriegewichts keinen Mehrwert bringen und die Rennfahrzeuge langsamer machen.