Mittwoch, 14. Juni 2017

Drei Fragen an Paul Di Resta

Bei Paul Di Resta läuft's noch nicht rund, das soll sich in Budapest ändern
Foto: Jens Hawrda
Paul, in dieser Woche ist deine Tochter zur Welt gekommen. Was ist das für ein Gefühl?
 
Paul Di Resta: Es ist ein ganz besonderes Gefühl. Es gibt nichts Vergleichbares. Vor 18 Monaten kam unser Sohn Leo auf die Welt und jetzt am Montag wurde unsere Tochter Perla geboren. Sie ist gesund und hatte ein perfektes Timing, sodass ich vor Budapest dabei sein konnte. Hoffentlich kann ich das schöne Gefühl aus meinem Privatleben nun in das Rennwochenende mitnehmen.
 
Der Saisonstart ist für dich nicht nach Plan verlaufen. Was waren die Gründe dafür?
 
Paul Di Resta: Richtig, es war ein schwieriger Start. In Hockenheim hatten wir einen sehr guten Speed, aber es kam leider etwas Pech dazu. Am letzten Rennwochenende auf dem Lausitzring war ich nicht zufrieden und fühlte mich nicht wohl im Auto. Es war einfach schwierig zu fahren. Seitdem haben wir uns neu gesammelt und jetzt gehen wir mit einer leicht veränderten Herangehensweise nach Budapest. Der Lausitzring passte nicht so richtig zu meinem Fahrstil und Setup. Jetzt hoffe ich, dass unsere neue Philosophie hilft. Aber ich weiß, wenn ich mich im Auto wohl fühle, ist der Speed auch da. Hoffentlich bekommen wir es wieder so hin wie in Hockenheim. Mit etwas mehr Glück können wir dann auch die Ergebnisse einfahren, die wir verdienen.
 
Was ist am wichtigsten, damit du auf dem Hungaroring ein gutes Wochenende haben kannst?
 
Paul Di Resta: In Budapest gibt es viele Kurven, die direkt aufeinanderfolgen. Dafür benötigst du eine gute Fahrzeugbalance. Ich hoffe, dass diese Streckencharakteristik unserem Auto liegt. In Budapest bist du als Fahrer aber auch körperlich sehr gefordert. Es kommt darauf an, mit dem bestmöglichen Auto an die Strecke zu kommen und darauf aufzubauen. Jetzt hoffe ich, dass ich gemeinsam mit meinem Team die Enttäuschung vom Lausitzring vergessen machen kann. Denn wir wissen, wenn Auto und Fahrer im Einklang sind, funktioniert es extrem gut. 

Stimmen der Mercedes-Piloten zum DTM-Rennen in Budapest

Mercedes-AMG Motorsport DTM Team reist nach erfolgreichem Saisonstart zum dritten Rennwochenende nach Budapest

  • Die DTM gastiert an diesem Wochenende zum vierten Mal auf dem Hungaroring. Nach dem Debüt 1988 fuhr die Serie auch 2014 und 2016 vor den Toren Budapests.
  • Mercedes-AMG Motorsport führt vor dem dritten Rennwochenende der Saison alle drei Gesamtwertungen für Fahrer (Lucas Auer), Teams und Hersteller an
  • Ulrich Fritz: „Wir haben in Ungarn noch eine Rechnung offen. In den letzten drei Rennen konnten wir in Budapest insgesamt nur acht Punkte einfahren.“

Lucas Auer (22 Jahre, Österreich):
„Das nächste Rennwochenende führt uns nach Budapest. Coole Stadt, coole Rennstrecke. Die letzten Rennen waren für uns hier aber nicht einfach. Allerdings müssen wir abwarten, wie es in diesem Jahr mit dem neuen Reglement und Reifen aussieht. Ich werde wie immer 100 Prozent geben und dann warten wir ab, was dabei herauskommt.“

Gary Paffett (36 Jahre, England):
„Ich freue mich sehr darauf, nach Budapest zu kommen. Es ist eine fantastische Stadt und es wird sicher viel Spaß machen, am Donnerstag mit einem unserer Autos durch die Straßen von Budapest zu fahren. Wir hatten bislang zwei starke Rennwochenenden. Die Performance unseres Autos ist gut und ich denke, dass wir dort erneut ein gutes Wochenende haben können. Ich mag die Strecke und ich bin mit meinem Saisonstart zufrieden. Jetzt möchte ich meine starken Ergebnisse fortsetzen. Wir schauen aber noch nicht auf die Meisterschaft. Es ist super, nach zwei Wochenenden Dritter in der Fahrer-Wertung zu sein. Das heißt, dass wir momentan dabei sind, aber es ist noch ein langer Weg. Wir blicken von Rennwochenende zu Rennwochenende. Wenn man die Meisterschaft gewinnen will, braucht man konstant gute Leistungen. Das ist uns an den ersten beiden Rennwochenenden gelungen und das versuchen wir auch bei den nächsten sieben umzusetzen.“
Robert Wickens
Foto: Jens Hawrda
Robert Wickens (28 Jahre, Kanada):
„Budapest gehört für mich immer zu den Highlights des Jahres. Es ist meine Lieblingsstrecke im Rennkalender und eine meiner Lieblingsstädte in Europa. Ich war vor einigen Wochen schon einmal für einen Show Run in Budapest. Das hat richtig viel Spaß gemacht. Die Fans besitzen eine große Leidenschaft für den Motorsport. Hoffentlich können wir ihnen an diesem Wochenende eine gute Show bieten.“
Edoardo Mortara
Foto: Jens Hawrda
Edoardo Mortara (30 Jahre, Italien):
„Nach einem harten Wochenende am Lausitzring bin ich happy, dass es jetzt nach Budapest geht. Die Strecke hat mir in der Vergangenheit gelegen. Im vergangenen Jahr habe ich dort zwei Pole Positions und einen Sieg eingefahren. Hoffentlich können wir meine Schwierigkeiten mit dem Setup lösen und eine bessere Balance finden. Dann sollte es ein gutes Wochenende für mich werden. Darauf freue ich mich.“

Paul Di Resta (31 Jahre, Schottland):
„Ich liebe es, auf dem Hungaroring zu fahren. Für mich ist es eine der besten Strecken im Rennkalender. Speziell der Mittelsektor mit seinen Kurvenkombinationen ist toll zu fahren. Man muss seinen Rhythmus finden und eine gute Fahrzeugbalance haben, nur dann ist eine schnelle Runde möglich. Sowohl für das Auto, die Reifen also auch für den Fahrer ist die Strecke mit den schnellen Kurven sehr anspruchsvoll. Aber genau das liebe ich. Der Saisonstart war für mich sicher nicht optimal, aber ich bin guter Dinge, dass wir das Ruder herumreißen werden.“
Maro Engel
Foto: Jens Hawrda
Maro Engel (31 Jahre, Deutschland):
„Ich freue mich sehr auf Budapest. Einerseits, weil es eine wunderschöne Stadt ist, andererseits auch, weil die Rennstrecke sehr aufregend ist. Man ist als Fahrer permanent gefordert, was natürlich umso mehr Spaß macht. Es geht bergauf und bergab, gibt sehr viele Kurven. Die Strecke ist technisch also sehr anspruchsvoll. Im vergangenen Jahr habe ich das Rennwochenende als Ersatzfahrer miterlebt. Die Stimmung war super und es gab viele Mitarbeiter, die uns vor Ort unterstützt und angefeuert haben. Darauf freue ich mich auch in diesem Jahr. Wir haben ein tolles Auto und es macht Spaß, damit Rennen zu fahren. Mein Ziel ist es, mein Punktekonto weiter aufzustocken und die Lernkurve der ersten beiden Rennwochenenden fortzusetzen.“

Dienstag, 13. Juni 2017

Ungarisches Heimspiel für Audi in der DTM

  • DTM-Rennen fünf und sechs in der Nähe des Audi-Werks in Győr
  • Hungaroring im Vorjahr Schauplatz eines Audi-Sechsfachsieges
  • Audi-Motorsportchef Dieter Gass: „Hoffen auf ähnlich starken Auftritt“

Foto: Jens Hawrda
Nach zwei starken Auftritten in Deutschland präsentiert sich das Audi-Team mit dem neuen RS 5 DTM erstmals auf internationalem Asphalt. Am Wochenende (16. bis 18. Juni) startet die DTM auf dem Hungaroring nahe Budapest.
Für die Mannschaft um Audi-Motorsportchef Dieter Gass ist das Gastspiel in Ungarn fast wie ein Heimspiel, denn das Audi-Werk in Győr befindet sich nur eineinhalb Autostunden von der Rennstrecke entfernt. Viele der rund 11.000 Mitarbeiter werden daher auch dieses Mal wieder zum Hungaroring kommen und den Audi-Piloten die Daumen drücken.

Im vergangenen Jahr erlebten die Fans am Hungaroring einen historischen Tag für Audi: Zum ersten Mal gelang es einem Automobilhersteller, die ersten vier Start­reihen bei einem DTM-Rennen für sich zu behaupten. Es folgten ein Sechsfachsieg für Audi am ersten und ein Doppelsieg am zweiten Renntag. „Wir hoffen auf einen ähnlich starken Auftritt unseres neuen Audi RS 5 DTM“, sagt Gass. „In Hockenheim und auf dem Lausitzring waren wir stark. Da es auf dem Hungaroring nur wenige Überholmöglichkeiten gibt, wird es allerdings besonders auf gute Startpositionen ankommen. Da hatten wir bei den ersten Rennen dieser Saison noch Potenzial.“

Als Tabellenzweiter und punktbester Audi-Pilot geht Jamie Green in das dritte DTM-Renn­wochen­ende des Jahres. Der Brite feiert vor Abreise nach Ungarn seinen 35. Geburtstag und ist ein großer Fan des Hungarorings: „Die Strecke zählt für mich zu den größten Herausforderungen im Rennkalender. Aufgrund der vielen Kurven und kurzen Geraden muss man ständig bremsen und direkt wieder beschleunigen. Es gibt keinen Abschnitt, in dem man das Lenkrad locker halten kann, man hat keine Zeit, um nachzudenken. 2014 tat ich mich dort recht schwer. Im vergangenen Jahr lief es mit Platz zwei am Samstag schon deutlich besser – daran möchte ich nun anknüpfen.“ Mike Rockenfeller geht davon aus, „dass die Reifen auf dem Hungaroring stärker abbauen als bei den ersten zwei Events“. Mattias Ekström, 2016 in Ungarn souveräner Sieger am Sonntag, träumt davon, „im Qualifying in die Top Fünf zu kommen – dann ist alles möglich“. René Rast und Nico Müller haben aus anderen Rennserien gute Erinnerungen an die Rennstrecke, die für DTM-Rookie Loïc Duval hingegen Neuland ist. „Mein Ziel ist trotzdem, in beiden Rennen in die Punkteränge zu fahren“, sagt der Franzose.

Neben dem neuen Audi RS 5 DTM können die Fans in Ungarn auch den neuen Audi RS 3 LMS erleben. Denn erstmals startet die TCR International Series mit ihren seriennahen Tourenwagen im Rahmenprogramm der DTM. Die beiden DTM-Rennen werden live in der ARD übertragen: am Samstag ab 14.10 Uhr, am Sonntag ab 15.00 Uhr. Tickets und Audi-Fan-Packages für die DTM sind online unter www.audi.com/dtm erhältlich.

DTM oder WRX? Audi und Ekström nutzen Ausnahmeregel für späte Entscheidung

WRX oder DTM noch ist für Mattias Ekström keine Entscheidung getroffen
Foto: Audi-Motorsport
DTM-Highlight auf dem Norisring oder schwedisches Heimspiel bei der FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft (WRX) in Höljes? Die Entscheidung, wo Mattias Ekström am ersten Juli-Wochenende an den Start geht, wird Audi Sport erst bis zum 26. Juni treffen. Wie im Vorjahr gibt es in den Rennkalendern der beiden Rennserien neben dem gemeinsamen Doppelevent in Hockenheim eine weitere Überschneidung. „Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als es das Saisonfinale der DTM in Hockenheim betraf, haben wir die Terminkollision 2017 relativ früh in der Saison“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Eine Entscheidung zu treffen wird daher noch schwerer. Grundsätzlich hat das DTM-Engagement für Mattias aber Priorität.“ Da bereits 28 Tage vor einem Lauf in der Rallycross-WM die Fahrer genannt werden müssen, wird in der am morgigen Dienstag veröffentlichten Nennliste statt des amtierenden Rallycross-Weltmeisters sein schwedischer Landsmann P-G Andersson aufgeführt. Aufgrund einer Ausnahmeregel der FIA ist es aber möglich, dass Ekströms Team EKS zu Beginn der Rennwoche eine Änderung vornehmen kann, sobald eine Entscheidung getroffen ist und sofern Audi Sport seine Zustimmung für den Einsatz in Schweden erteilt. Ein möglicher Ersatzfahrer für den DTM-Lauf auf dem Norisring wurde bislang nicht benannt.