Montag, 15. Mai 2017

DTM: Audi und die Fans heiß auf die Lausitz

  • Erneuter gemeinsamer Auftritt von DTM und ADAC GT Masters am Lausitzring
  • Blick hinter die Kulissen beim „Pit View“ in der Audi-Box Nummer 35
  • Neue DTM begeisterte in Hockenheim Fahrer und Fans, Audi-Motorsportchef Dieter Gass: „Rennen höchst unterhaltsam“
"Pit View" eine der vielen Neuerungen der Saison 2017 begeistert die Zuschauer
Foto: Audi-Motorsport
Die spektakulären Auftaktrennen in Hockenheim haben der DTM viele positive Schlagzeilen beschert – der Run auf die Tickets für das zweite Rennwochenende der Saison am Lausitzring ist deshalb in vollem Gang. Im vergangenen Jahr kamen fast 70.000 Zuschauer zum Motorsport-Festival an den Lausitzring, an diesem Wochenende, 20./21. Mai, könnten es noch mehr werden.

An diesem Wochenende haben die Zuschauer beim einzigen ostdeutschen Gastspiel der DTM wieder die Möglichkeit, den Mechanikern in den Boxen beim „Pit View“ über die Schulter und dem neuen Audi RS 5 DTM unter das Kohlefaserkleid zu schauen. Die eigens für die Fans eingerichtete Box Nummer 35 befindet sich am Lausitzring zwischen den Boxen der Audi Sport Teams Abt Sportsline und Rosberg.

Der gemeinsame Auftritt von DTM und ADAC GT Masters auf dem Lausitzring kam schon 2016 bei den Fans gut an. „Ich bin sicher, dass das Motorsport-Festival auch in diesem Jahr ein Erfolg wird“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Wir sind gespannt, wie das neue Format der DTM am Lausitzring funktioniert. Die ersten beiden Rennen waren höchst unterhaltsam.“

Jamie Green und dem Audi Sport Team Rosberg gelang in Hockenheim der erste Sieg des neuen Audi RS 5 DTM. Das Audi Sport Team Abt Sportsline schaffte in 6,9 Sekunden den schnellsten Reifenwechsel gemäß neuem Boxenstopp-Format der DTM, bei dem nur noch acht Mechaniker am Auto arbeiten dürfen. Und auch das Audi Sport Team Phoenix ist gut in die neue DTM-Saison gestartet: Mike Rockenfeller punktete in beiden Rennen und begeisterte die Fans im ersten Lauf mit einer Aufholjagd von Platz 16 auf Rang drei. „Die DTM macht wieder richtig Spaß“, sagt der DTM-Champion von 2013. „Ich habe mich schon lange nicht mehr so sehr auf die nächsten DTM-Rennen gefreut wie in diesem Jahr. Ich denke, den Zuschauern geht es auch so.“

IDM-Superbike: Nürburgring Rennen zwei - Sieg für Reiterberger

IDM Rückkehrer Markus Reiterberger siegt im zweiten Rennen
Foto: Jens Hawrda
Das zweite Rennen am Sonntag wurde bei sonnigem Wetter gestartet und das blieb auch bis zur Zieldurchfahrt so. Schon in der ersten Runde musste der Sieger des Vormittags, Danny De Boer nach Sturz die Segel streichen. Reiterberger übernahm die Führung gefolgt von Alt, Mackels, Bijsterbosch und Bühn.

Reiterberger fuhr Rundenseiten, die gut eine Sekunde schneller waren als die Konkurrenz und konnte sich schon nach kurzer Zeit vom Feld absetzen. Nach acht Runden hatte Reiterberger fast neun Sekunden Vorsprung. In der Folge wurde bei den Verfolgern von Reiterberger, Alt und Mackels, die Gangart härter und dies endete mit einem Sturz beider. Neuer Zweiter dadurch war Jan Bühn gefolgt von Bijsterbosch. Im Ziel schließlich hatte Markus Reiterberger sagenhafte 25 Sekunden Vorschsprung vor seinem zweitplazierten Teamkollegen Jan Bühn, Dominik Vincon wurde Dritter.

Sonntag, 14. Mai 2017

IDM Superbike: Danny De Boer siegt im ersten Rennen am Nürbergring

Vom Start weg legte der Trainingsschnellste Markus Reiterberger (BMW) vor und kam mit 1,5 Sekunden Vorsprung aus der ersten Runde, auf Platz zwei folgten Florian Alt (Yamaha) und dahinter Danny DE Boer (BMW) und Bastian Mackels (Yamaha). Aber bereits zu Beginn der zweiten Runde fing es leicht an zu regnen und in Runde drei musste das Rennen mit der Roten Flagge abgebrochen werden, es wurde zu gefährlich.

Zum Neustart des nun auf 16 Runden verkürzten Rennen kam sogar die Sonne wieder raus, aber alle Fahrer standen nun auf Regenreifen in der Startaufstellung. Bastian Mackels (Yamaha) übernahm nach dem Start sofort die Führung, gefolgt von Reiterberger (BMW), Florian Alt (Yamaha), Danny De Boer und Dominik Vincon (beide BMW).

Bereits in der zweiten Runde machte Mackels einen Fehler und fiehl auf Platz zehn zurück, De Boer übernahm die Führung vor Markus Reiterberger und Dominik Vincon. In der Folge konnten sich De Boer, Reiterberger und Alt vom Rest des Feldes leicht absetzen. Zur Halbzeit des Rennens hatte sich auch Bastian Mackels, der teilweise zwei Sekunden schneller fuhr als der Rest des Feldes, wieder nach vorn gefahren und konnte sich als Vierter aufgrund seines Tempos noch Siegchancen ausrechnen.

Vier Runden vor Schluss übernahm Florian Alt die Spitze gefolgt von De Boer und Reiterberger, Mackels auf Platz vier hatte seinen Reifen durch die Aufhhljagd wohl zuviel zugemutet und konnte das Tempo an der Spitze nicht mehr mitgehen. Drei Runden vor Schluss schließlich begrub Bastian Mackels seine Hoffnungen  auf einen Podestplatz durch einen Sturz, er erreichte das Ziel nur auf Platz 7. Den Sie holte sich Danny De Boer vor Markus Reiterberger und Florian Alt.

DTM: Kurzinterviem mit Audi-Pilot René Rast

  • Positives Fazit nach spektakulärem Saisonstart der DTM in Hockenheim
  • Aufholjagd am Samstag, starkes Qualifying am Sonntag
  • Vorfreude auf das zweite DTM-Event am Lausitzring
Renè Rast: positiver Saisonstart für den DTM-Neueinsteiger
Foto: Jens Hawrda
Aufholjagd, Startreihe eins und ein Sonntag mit Schrecken: Audi-Pilot René Rast hat in Hockenheim ein turbulentes Auftaktwochenende erlebt. Im Interview lässt der 30-Jährige die sportlichen Höhepunkte Revue passieren, schildert sein vorzeitiges Rennende am Sonntag und beurteilt die DTM-Neuerungen aus der Fahrerperspektive.


In Hockenheim haben Sie die DTM-Neuerungen erstmals an einem Rennwochenende erlebt. Wovon sind Sie als Fahrer eigentlich am meisten betroffen?


René Rast: „Direkt betroffen sind wir als Fahrer zum Beispiel von dem nur noch einseitigen Teamfunk. Während des Rennens fällen wir Fahrer nun eigenständig Entscheidungen, man ist mehr auf sich allein gestellt. Wir müssen daher eine weitere Komponente meistern, die erheblichen Einfluss auf den Rennverlauf haben kann. Man muss taktischer denken. Ich persönlich finde, es ist eine positive Neuerung, da die Fahrerleistung damit mehr in den Vordergrund rückt. Ähnlich wirken sich auch die weicheren Reifen aus. Auch hier muss ich als Fahrer meinen Fahrstil anpassen und während des Rennens mehrere taktische Möglichkeiten abwägen. Davon abgesehen finde ich persönlich die Pit-View-Boxen sehr cool. Die Fans bekommen viel bessere Einblicke und können nun mitverfolgen, wie das Team und ich uns auf die Sessions vorbereiten. Das war auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.“

Was waren für Sie persönlich die sportlichen Highlights des Wochenendes?

„Zum einen die Aufholjagd am Samstag, als ich nach dem Start aus der Box vom letzten Platz vor auf Rang sechs gefahren bin. Wir hatten eines der schnellsten Autos im Feld – das war sicherlich ein Highlight am Wochenende. Und dann die Qualifikation für die erste Startreihe am Sonntag, an meinem ersten Rennwochenende als Einsatzfahrer – auch wenn das Rennen für mich anschließend kein gutes Ende nahm. Das positive Gefühl aus dem Qualifying nehme ich auf jeden Fall mit in die nächsten Wochenenden.“

Wenige Minuten nach Ihrem Rennende am Sonntag trugen Sie statt ihres HANS-Systems eine Krause um Ihren Hals. Können Sie schildern, wie es dazu kam?

„Die Kollision nach dem Indy-Start war gar nicht die Ursache. Passiert ist es bereits kurz nach dem regulären Start, in der Übertragung war es fast nicht zu erkennen. Vor der ersten Kurve hatte ich die Situation etwas unterschätzt und mit Untersteuern zu kämpfen. Ich wurde zu weit rausgetragen und bin denkbar ungünstig über die Randsteine gefahren. In dem Moment habe ich einen vertikalen Schlag auf die Wirbelsäule bekommen und beim Landen noch ein zweites Mal. Das zusammen hat zu meinen Beschwerden nach dem Rennen geführt.“

Renè Rast beim Saisonauftakt in Hockenheim
Foto: Audi-Motorsport
Wie geht es Ihnen aktuell?

„Zum Glück jeden Tag besser. Aber natürlich sind es enorme Kräfte, die in so einem Moment auf den Körper einwirken. Im Halsbereich ist meine Beweglichkeit noch etwas eingeschränkt. Ansonsten fühle ich mich aber schon wieder sehr gut.“


Was sind Ihre Erwartungen für die kommenden Rennen auf dem Lausitzring?


„Es wäre genial, wenn uns noch einmal ein Qualifying-Ergebnis wie am vergangenen Sonntag gelingen und ich dann auch die Ziellinie sehen würde. In der Lausitz erwarten uns allerdings andere Voraussetzungen: In Hockenheim konnten wir noch einen Monat vor dem Auftaktrennen testen. Auf dem Lausitzring habe ich bisher noch nie ein DTM-Auto bewegt. Wir müssen daher abwarten, wie die ersten Trainings laufen. Die Zielsetzung sollte schon sein, wieder Punkte zu erzielen. Jedoch ist es in der DTM kein Selbstläufer – dafür ist das Niveau zu ausgeglichen. Bisher haben wir das Auto ziemlich gut an meinen Fahrstil anpassen können. Zudem fühle ich mich auch sehr wohl bei meinem Team. Insofern freue mich schon auf die nächsten Rennen.“

TREFFEN DER MOTORSPORTGIGANTEN AM LAUSITZRING

DTM UND ADAC GT MASTERS VOM 19. BIS 21. MAI GEMEINSAM ERLEBEN

Die Zuschauerresonanz im Vorjahr war überwältigend
Foto: Jens Hawrda
Mehr als 500 PS, ein gewaltiger Motorensound und neun actiongeladene Rennen – das sind die Grundzutaten für ein packendes Motorsportwochenende. Wenn die beiden populärsten deutschen Automobilrennserien im Tourenwagen- und GT-Motorsport, die DTM und das ADAC GT Masters, exklusiv am Lausitzring gemeinsam am selben Wochenende ihre Saisonläufe 3 und 4 ausfahren, können die zehntausenden Fans wieder mit harten Positionskämpfen, Verfolgungsjagden im Zehntelbereich und Lackaustausch freuen. Im Rahmenprogramm erwarten die Zuschauer mit dem Porsche Carrera Cup Deutschland und der ADAC Formel 4 zwei weitere hochkarätige Meisterschaften. Der gemeinsame Auftritt am Lausitzring gilt als absolutes Highlight im diesjährigen Motorsportkalender, denn mit mehr als 120 Fahrern und über sechs Stunden Renn-Action, verteilt auf insgesamt neun Rennen am Wochenende, gehört das Motorsportfestival Lausitzring zu den größten Motorsportveranstaltungen des Jahres in Deutschland.

Die DTM setzt in diesem Jahr auf einen in vieler Hinsicht verbesserten Auftritt. Durch eine vereinfachte Aerodynamik, einer höheren Motorleistung und neuen Slickreifen werden die Fähigkeiten der Fahrer wieder mehr in den Vordergrund gerückt. Auch die überarbeiteten Regeln zum Einsatz des DRS-Systems und der Neustart im Indy-Format nach einer Safetycar-Phase, bei dem die Fahrer ab dieser Saison in zwei Reihen das Rennen wieder aufnehmen, haben bereits bei den Auftaktrennen in Hockenheim für weitere Überholmanöver und mehr Spannung gesorgt. Das neue Konzept findet bei Fans und Fahrern daher durchweg positive Resonanz.

Ein Blick auf die Ergebnisse des Saisonauftakts zeigt auch, dass die Leistungsdichte in der DTM erneut sehr hoch ist. Sechs verschiedene Fahrer aller drei Marken konnten nach der Zieldurchfahrt der beiden Rennen das Podium betreten. Während am Samstag noch der Österreicher Lucas Auer (Mercedes-AMG) seinen ersten Saisonsieg feiern durfte, überquerte am Sonntag Jamie Green (GB, Audi) die Ziellinie als erster.
In der Gesamtwertung führt Lucas Auer, der erst im vergangenen Jahr am Lausitzring seinen Premierensieg in der DTM feiern konnte, die Tabelle nun mit 40 Punkten an, vor Jamie Green und Gary Paffett mit jeweils 26 Punkten und Timo Glock mit 25 Punkten.

Saisonauftakt der ADAC GT-Masters in Oschersleben vor zwei Wochen
Foto: Jens Hawrda
Ähnlich spannend sieht es nach den beiden Auftaktrennen in Oschersleben im ADAC GT Masters aus. Mit Porsche, BMW, Corvette und Audi feierten bereits vier der sieben Marken einen Podestplatz. Nach dem Sieg im 150. Rennen der „Liga der Supersportwagen“ führt das Duo von BMW Schnitzer, Ricky Collard (GB)/ Philipp Eng (AUT), mit 26 Punkten vor den Porsche-Teams von Mathieu Jaminet (FR)/ Michael Ammermüller (KÜS Team75 Bernhard, 25 Punkte) sowie Robert Renauer/ Sven Müller (Precote Herberth Motorsport, 21 Punkte) die Gesamtwertung an. Erfreulich aus regionaler Sicht: Das Berliner Team BWT Mücke Motorsport stellt in der Gesamtwertung aktuell den besten Mercedes-AMG GT3, pilotiert von Stefan Mücke und Sebastian Asch. Die Berliner vertrauen in ihrer ersten Saison im ADAC GT Masters auch dem erst 17 Jahre alten Lokalmatador Mike David Ortmann. Gemeinsam mit Frank Stippler zeigte er im Audi R8 LMS eine gelungene Aufholjagd von Startplatz 23 bis auf Rang 12 im ersten Rennen in Oschersleben, während Markus Winkelhock und Filip Salaquarda den zweiten Audi in Rennen 2 sogar auf Rang 7 ins Ziel brachten. Gute Voraussetzungen also für Team und Fahrer für weitere TopErgebnisse beim Heimrennen am Lausitzring vor den eigenen Fans.

Abseits der Rennstrecke können sich die Fans ebenfalls über einige Neuerungen freuen. Mit dem neuen Pit View, dem DTM Fan-Village und einem Konzertprogramm auf der großen Showbühne an der Haupttribüne am Freitag- und Samstagabend wird das Zuschauererlebnis weiter aufgewertet. Und mit Matthias Dolderer ist der erste deutsche und amtierende Weltmeister des Red Bull Air Race zu Gast am Lausitzring.