Sonntag, 18. Dezember 2016

Terminkalender der DTM-Saison 2017 steht

Foto: Jens Hawrda
Neun Veranstaltungen, 18 Rennen


Der Terminkalender für die DTM-Saison 2017 steht: Zwischen dem 5. Mai und dem 15. Oktober werden die Protagonisten in 18 Rennen an neun Wochenenden im Kampf um Siege und Titel alles in die Waagschale werfen. Titelverteidiger Marco Wittmann und seine Kontrahenten von Audi, BMW und Mercedes-AMG werden im kommenden Jahr auf den unterschiedlichsten Strecken starten und dabei die ganze Bandbreite ihres fahrerischen Könnens abrufen müssen. So wird die DTM neben dem traditionellen Auftakt- und Finalort, dem Hockenheimring Baden-Württemberg, am Lausitzring, dem Hungaroring in Ungarn, dem Norisring, dem Moscow Raceway in Russland, dem Circuit Park Zandvoort in den Niederlanden, dem Nürburgring und im österreichischen Spielberg Station machen. Tickets für die DTM-Wochenenden des Jahres 2017 sind ab sofort unter www.dtm.com/tickets erhältlich.


Der Startschuss für die DTM-Saison 2017 fällt auf dem Hockenheimring. Vom 5. bis 7. Mai tragen die Piloten auf der Traditionsstrecke die beiden ersten Rennen der neuen Saison aus. Harte Duelle sind rund um das Motodrom, besonders beim Auftakt, an der Tagesordnung – gleiches gilt auch für die Rennen der Rallycross Weltmeisterschaft, die zum dritten Mal in Folge das Rahmenprogramm bereichern wird.


Für die Piloten und Fans geht es anschließend weiter zum Lausitzring, wo vom 19. bis zum 21. Mai die zweite Auflage des Motorsportfestivals über die Bühne geht, in Kooperation mit dem ADAC GT Masters. Danach steht die erste Auslandsreise ins Haus. Auf dem Hungaroring vor den Toren Budapests werden vom 16. bis 18. Juni die Saisonrennen fünf und sechs ausgetragen.


Zwei Wochen später müssen in Nürnberg alle Umbauten beendet sein. Auf dem temporären Stadtkurs, dem Norisring, steht zwischen dem 30. Juni und 2. Juli der Höhepunkt der Saison an. Noch vor der Sommerpause steht die weiteste Reise des Jahres an: vom 21. bis zum 23. Juli findet auf dem Moscow Raceway in Russland das fünfte Rennwochenende statt.


Vom 18. bis 20. August geht es auf dem Dünenkurs an der holländischen Küste weiter: Zandvoort wird auch 2017 den Fahrern alles abverlangen und für spannende Rennen sorgen. Das letzte Saisondrittel wird daraufhin, wie im Jahr 2016, auf dem Nürburgring eingeläutet. In der Eifel finden vom 8. bis 10. September die Saisonrennen 13 und 14 statt.


Für die vorletzte Station im Kalender reist der DTM-Tross nach Spielberg, wo die Meisterschaft vom 22. bis 24. September endgültig auf die Zielgerade einbiegt. Das große Finale geht traditionsgemäß in Hockenheim, vom 13. bis 15 Oktober 2017 über die Bühne.


Eintrittskarten für ein komplettes DTM-Wochenende sind im Vorverkauf bereits ab 25 Euro zu haben. Besonders preiswert kommen Familien in den Genuss des besonderen Motorsport-Erlebnisses: Zwei Erwachsene und zwei Jugendliche (bis einschließlich 14 Jahren) können das Family II-Wochenend-Ticket im Vorverkauf für ab 60 Euro erhalten.


Alle neun DTM-Termine 2017 im Überblick*

5. bis 7. Mai 2017                Hockenheimring Baden-Württemberg
19. bis 21. Mai 2017            Lausitzring
16. bis 18. Juni 2017           Hungaroring (Ungarn)
30. Juni bis 2. Juli 2017       Norisring
21. bis 23. Juli 2017             Moscow Raceway (Russland)
18. bis 20. August 2017       Circuit Park Zandvoort (Niederlande)
8. bis 10. September 2017   Nürburgring
22. bis 24. September 2017 Red Bull Ring Spielberg (Österreich)
13. bis 15. Oktober 2017      Hockenheimring Baden-Württemberg


* Alle Daten und Rennstrecken vorbehaltlich Genehmigung durch den DMSB und die FIA

Freitag, 16. Dezember 2016

Dieter Gass wird neuer Audi-Motorsportchef

  • Planmäßiger Stabwechsel bei Audi Sport zum 1. Januar 2017
  • Dr. Wolfgang Ullrich bleibt Audi bis Ende 2017 in beratender Funktion erhalten
Dieter Gass (l.) übernimmt von Dr. Wolfgang Ullrich
Foto: Audi-Motorsport
Planmäßiger Stabwechsel bei Audi Sport: Zum 1. Januar 2017 übergibt Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich (66) nach 23 Jahren das Amt an seinen Nachfolger Dieter Gass (53). Ullrich selbst bleibt Audi bis Ende 2017 in beratender Funktion erhalten. Motorsportchef Ullrich hatte Gass Anfang 2012 mit dem Ziel zu Audi zurückgeholt, den diplomierten Ingenieur für elektromechanische Konstruktion als seinen Nachfolger aufzubauen. Nach fünf gemeinsamen Jahren an der Spitze von Audi Sport ist es nun so weit: Dieter Gass wird neuer Motorsportchef der AUDI AG und leitet damit alle werksseitigen Engagements von Audi. Aktuell die FIA Formel E und die DTM.

„Dieter Gass wird Audi Sport durch die bevorstehende Phase der Transformation führen und die Erfolgsstory von Audi im Motorsport fortschreiben“, sagt Dr. Wolfgang Ullrich. „Er kennt Audi Sport wie kaum ein anderer. Von November 1994 bis März 2001 hat er als Techniker dort gearbeitet – erst bei den Supertourenwagen, später bei den Sportprototypen. Anschließend war er elf Jahre in leitenden Funktionen in der Formel 1 tätig. Dabei hat er viel Know-how gesammelt, von dem Audi Sport seit seiner Rückkehr 2012 profitiert. Nach einem Jahr als Leiter Renneinsatz und vier Jahren als Leiter DTM macht er nun den sorgfältig geplanten nächsten Schritt. Dabei werde ich ihm beratend zur Seite stehen, mich aber aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Ich weiß das Motorsport-Engagement von Audi bei Dieter Gass in guten Händen.“

„Die Fußspuren, die Dr. Wolfgang Ullrich hinterlässt, sind sehr groß“, sagt Dieter Gass. „Er stand 23 Jahre an der Spitze von Audi Sport und hat für das Unternehmen in dieser langen Zeit Außergewöhnliches geleistet. Neben dem weltweiten Aufbau von Partnerteams und unzähligen Meisterschaften bei den Supertourenwagen ragen die 13 Siege bei den 24 Stunden von Le Mans und zahlreiche DTM-Titel als bleibende Meilensteine heraus. Ich möchte aber auch den Aufbau des Kundensports bei Audi sowie den Umzug von Audi Sport in das moderne und zeitgemäße Kompetenz-Center Motorsport in Neuburg nicht vergessen. Solche Karrieren gibt es im Motorsport nur ganz selten.“
 
„Ich habe die 23 Jahre an der Spitze von Audi Sport sehr genossen“, sagt Dr. Wolfgang Ullrich. „Wir haben große Erfolge gefeiert, und ich durfte mit vielen tollen Menschen zusammenarbeiten, bei denen ich mich herzlich bedanken möchte. Dasselbe gilt für unsere Teams und Partner. Der Vorstand hat auch in schwierigen Phasen an uns geglaubt, und ich denke, wir haben dieses Vertrauen immer wieder mit tollen Siegen und Meistertiteln gerechtfertigt.“  

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Robert Wickens: „Der Film zeigt die Freundschaften innerhalb des Teams“

Weltpremiere: In der Saison 2016 wurde das Mercedes-AMG DTM Team erstmals in der Geschichte der DTM das gesamte Jahr über von einem Kamerateam begleitet. Der Fokus des Films liegt aber nicht auf dem Renngeschehen, sondern auf den Menschen, die den Sport leben und prägen. Hausbesuche bei den Fahrern, Interviews mit Verwandten und Freunden - das alles und noch viel mehr erwartete die Besucher bei der Filmpremiere am vergangenen Donnerstag in Stuttgart. Wer nicht dabei war, keine Sorge: Die Dokumentation „NO REGRETS - THE 2016 MERCEDES-AMG DTM TEAM STORY“ wird noch in diesem Jahr im deutschen Free-TV zu sehen sein.
Robert Wickens
Foto: Jens Hawrda
Drei Fragen an Robert Wickens:

Robert, wie hat dir die Dokumentation „NO REGRETS - THE 2016 MERCEDES-AMG DTM TEAM STORY“ gefallen?

Robert Wickens: Der Film war richtig gut. Natürlich bin ich voreingenommen, weil es um mein Team, meine Kollegen und meine Familie geht. Der Film war unglaublich. Er fing die Emotionen der DTM und unserer Saison sehr gut ein. Er zeigte, was wir durchgemacht haben und wie wir zurückgeschlagen haben. Es war eine schöne Geschichte.

Was war dein persönliches Highlight?

Robert Wickens: Es gab viele, aber für mich war es die Art und Weise, wie wir der Welt zeigen konnten, was für Freundschaften wir innerhalb des Teams haben. Es wissen sicherlich nur wenige Menschen darüber Bescheid, wie eng die Fahrer bei uns zusammenarbeiten. Das habe ich zuvor noch nie in dieser Form erlebt. Davon abgesehen war es ziemlich cool, mich als Kind zu sehen. Ich wusste nicht, dass diese Clips Teil des Films sein würden. Das weckte einige Emotionen in mir. Auch zu hören, wie mein Vater über mich sprach. Alles in allem war es eine surreale Erfahrung. Ich hätte niemals im Leben gedacht, dass ich einmal Teil eines solchen Films sein würde.

Weihnachten steht vor der Tür: Wie verbringst du die Feiertage?

Robert Wickens: Ich fliege zurück nach Kanada und erhole mich mit Freunden und Familie. Die Feiertage verbringe ich in Kanada, bevor es für Karli und mich über den Jahreswechsel nach Barbados geht. Dort heiratet einer unserer Freunde, das wird sicher schön.

Montag, 12. Dezember 2016

DTM: Audi-Kader für 2017 steht fest

  • Zwei Neuzugänge aus der WEC in der DTM-Mannschaft
  • Ekström, Green, Müller und Rockenfeller als Audi-Fahrer bestätigt
  • Dieter Gass: „Sind für die Saison 2017 top aufgestellt“
Loic Duval (l.) und Renè Rast starten 2017 in der DTM für Audi
Foto: Audi-Motorsport
Audi bringt frischen Wind in die DTM: Mit dem Franzosen Loïc Duval und dem Deutschen René Rast starten in der kommenden Saison zwei neue Piloten mit dem Audi RS 5 DTM. Beide waren für Audi bisher in anderen Rennserien erfolgreich im Einsatz und zuletzt in der WEC aktiv. Als Fahrer für die DTM 2017 bestätigt sind Mattias Ekström (Schweden), Jamie Green (Großbritannien), Nico Müller (Schweiz) und Mike Rockenfeller (Deutschland).

„Wir freuen uns, dass unsere Fahrermannschaft für die neue DTM-Saison komplett ist“, sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „Mit Mattias und Mike haben wir zwei DTM-Champions an Bord, die für mich im nächsten Jahr zu den Favoriten zählen, und das nicht zuletzt wegen der neuen Regeln und Reifen. Jamie ist fraglos einer der stärksten Piloten in der DTM. Nico hat uns in der vergangenen Saison mit konstant guten Leistungen und seinem ersten DTM-Sieg überzeugt. René hat nicht nur mit seinem starken Auftritt beim Finale in Hockenheim gezeigt, dass er auch in der DTM ganz vorne mitfahren wird. Und mit Loïc haben wir einen unserer besten Fahrer aus dem Le-Mans-Programm in die DTM-Mannschaft integriert. Ich bin davon überzeugt, dass wir für die Saison 2017 fahrerisch top aufgestellt sind und sechs starke Typen im Team haben.“

Nicht mehr für Audi in der DTM starten im nächsten Jahr Miguel Molina, Edoardo Mortara, Timo Scheider und Adrien Tambay. „Ich danke Miguel, Edo, Timo und Adrien für die gemeinsamen Jahre in der DTM und wünsche ihnen für die Zukunft alles Gute“, sagt Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Wir haben immer gut zusammengearbeitet und gemeinsam schöne Erfolge gefeiert. Entsprechend schwer ist uns bei jedem der vier der Abschied gefallen. Die bevorstehende Winterpause werden wir nun nutzen, uns mit dem veränderten DTM-Fahrerkader auf die neuen Herausforderungen vorzubereiten.“

DTM-Neuzugang Loïc Duval fuhr von 2012 bis 2016 für Audi in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC und gewann 2013 mit dem Audi R18 e-tron quattro die 24 Stunden von Le Mans und den WM-Titel. Auch beim letzten WEC-Einsatz von Audi in Bahrain stand Duval auf dem Siegerpodest ganz oben. Der 34 Jahre alte Franzose mit Wohnsitz in Genf bringt zudem Erfahrung aus der Formel E und der japanischen Super-GT-Meisterschaft mit in die DTM. Erste Testfahrten mit dem Audi RS 5 DTM absolvierte Loïc Duval Anfang Dezember beim Young Driver Test im spanischen Jerez. Dabei lernte er das DTM-Auto auf trockener und nasser Strecke wie auch bei Mischbedingungen kennen.

Der 30-jährige René Rast ist bereits seit der Saison 2011 für Audi aktiv. Am Steuer des GT3-Sportwagens Audi R8 LMS zählt er seitdem zu den besten und erfolgreichsten GT-Piloten der Welt. Auch im Audi R18 e-tron quattro hinterließ Rast einen starken Eindruck. Den bestätigte der in Bregenz (Österreich) lebende Mindener in der vergangenen Saison auch bei insgesamt drei Einsätzen in der DTM. Bei seinem zweiten DTM-Rennen holte Rast im Oktober in Hockenheim seine ersten Punkte und empfahl sich damit endgültig für die DTM-Mannschaft.

Samstag, 10. Dezember 2016

Saisonrückblick der ADAC GT Masters-Champions Mies/De Phillippi

  • Zuversicht war schon vor Beginn des ADAC GT Masters 2016 groß
  • Erster Saisonsieg am Nürburgring brachte extra Motivationsschub
  • Großer Dank geht an das Team Montaplast by Land-Motorsport
Christopher Mies (l.) und Connor De Phillippi
Foto: Jens Hawrda
Rund zwei Monate nach dem packenden ADAC GT Masters-Finale 2016 in Hockenheim lassen die Champions Christopher Mies und Connor De Phillippi im großen Doppelinterview ihre ereignisreiche Saison Revue passieren.

Herr Mies, Ihre GT3-Karriere ist gesäumt von vielen Erfolgen. Wo reiht sich der Titelgewinn im ADAC GT Masters ein?


Christopher Mies (CM):
"Ich wollte das ADAC GT Masters, seit ich 2009 eingestiegen bin, immer gewinnen. Ich war in einigen Jahren sehr nah dran, das Ziel zu erreichen - letztendlich aber nicht nah genug. 2016 hat es nun geklappt. Mir haben viele Menschen zu diesem großen Triumph gratuliert, was mich sehr gefreut hat und was auch gleichzeitig zeigt, wie beliebt die Serie ist."

Für Sie, Herr De Phillippi, war es der erste große Titelgewinn in Ihrer Karriere. Wie stolz sind Sie?


Connor De Phillippi (CDP):
"Der erste Amerikaner zu sein, der eine so bedeutende Serie wie das ADAC GT Masters gewinnt, macht mich sehr stolz. Zu meinen Freunden und meiner Familie nach Hause zu kommen war ein großartiges Gefühl. Allen war bewusst, wie lang und hart mein Weg bis zu diesem Erfolg war."

Hätten Sie vor Saisonbeginn 2016 damit gerechnet, dass Sie um den Titel kämpfen werden?


CM:
"Auf jeden Fall. Ich wusste, dass ich mit Connor einen der schnellsten Fahrer des Feldes als Teamkollegen an meiner Seite habe und mit Montaplast by Land-Motorsport ein Team, das sich unheimlich schnell entwickelt und viel lernt. Wir Fahrer, die Ingenieure und Mechaniker waren schon vor den ersten Rennen in Oschersleben eine eingeschworene Truppe. Das ist die Basis, um im Motorsport Erfolg zu haben."

CDP: "Ich war in meinen Vorhersagen etwas zurückhaltender. Ich hatte nicht unbedingt erwartet, auf Anhieb den Titel zu gewinnen, aber ich war mir sicher, dass wir eine starke Rolle in der Gesamtwertung spielen würden. Ich wollte mindestens ein Rennen gewinnen und ein paar Podestplätze erreichen. Je länger die Saison voranschritt und je wahrscheinlicher es wurde, dass wir zu den Titelaspiranten gehören könnten, je mehr habe ich auch daran geglaubt."

Das Saisonfinale 2016 in Hockenheim war eines der dramatischsten der Serienhistorie, gerade im zweiten Rennen. Wie haben Sie die entscheidenden Szenen erlebt?


CM:
"Es waren sehr emotionale Minuten für mich, da mir kurz vor dem Fahrerwechsel ein Fehler unterlaufen ist. Dieser hätte uns beinahe den Titel gekostet. Zum Glück ist es für uns gut ausgegangen. Der Unfall von unserem Titelkonkurrenten Jules (Gounon) war natürlich tragisch, aber Gott sei Dank ging es ihm schnell wieder gut. Ich halte ihn für einen sehr guten Fahrer."

CDP: "Das Saisonfinale hat mich um fünf Jahre altern lassen. Von der ersten bis zur letzten Runde habe ich mich wie in einer Achterbahn gefühlt. Besonders schlimm war es, als Christopher abseits der Strecke durch den Kies fuhr. Als ich das Auto übernommen habe, wusste ich, dass es nicht leicht werden würde, aber ebenso, dass noch nichts verloren war. Wir hatten noch 30 Minuten Zeit. Unser Team sagte mir über Funk, dass ich alles dafür geben muss, mindestens Achter zu werden. Als ich dann über die Ziellinie gefahren bin und wusste, dass es gereicht hat, ist mir ein riesiger Stein vom Herzen gefallen."

An welchen Moment der Saison 2016 erinnern Sie sich außerdem gern?


CM:
"An unseren ersten Saisonsieg am Nürburgring. Das war wirklich eine große Erlösung. Wir waren in einigen Rennen zuvor schon sehr dicht dran, zu gewinnen. Das Team hat immer hart gearbeitet, wir sind uns die Seele aus dem Leib gefahren - es hat bis dahin leider immer ein Quäntchen Glück gefehlt."

CDP: "Sehe ich genauso. Auch für mich war der Sieg in der Eifel etwas ganz Besonderes. Es war nicht nur eine Erleichterung, sondern auch ein Wendepunkt in unserer Saison. Auf einmal lagen wir wieder in Schlagweite zu den Tabellenführern."
Audi R8 LMS Mies/De Phillippi
Foto: Jens Hawrda
Welchen Anteil am Titelgewinn hat Ihr Team Montaplast by Land-Motorsport?


CM:
"Für Außenstehende mag es immer wie eine Floskel klingen, wenn man seinem Team für die tolle Zusammenarbeit dankt. Aber in unserem Fall kann ich behaupten: Es ist keine Floskel. Schon die Testtage vor der Saison liefen wirklich gut, wir haben das Fahrwerk entwickelt und haben versucht, aus jeder Situation das Beste zu machen. Jeder Mitarbeiter im Team hat einen großen Anteil."

Und der Audi R8?


CDP:
"Das war mein erstes Jahr im neuen Audi R8. Es hat von Anfang an gepasst wie bei keinem anderen Auto in meiner Karriere zuvor. Je wohler man sich fühlt, desto besser und konzentrierter fährt man auch. Der Audi ist sehr feinfühlig, was kleinere Änderungen angeht. Somit hatten wir viele Möglichkeiten in puncto Feintuning, um die richtige Balance zu finden."

Wo stehen Ihre Meisterpokale?


CM:
"Ich gebe Pokale generell immer dem Team, außer ich habe einen besonderen Bezug dazu. Bei mir zu Hause stehen nur einige Pokale. Zum Beispiel jener aus der FIA-GT3- Europameisterschaft 2009, der Siegerpokal vom 24-Stunden-Rennen Nürburgring 2015, der Pokal vom Sieg in der Asian Le Mans Series und nun auch der Pokal vom ADAC GT Masters. Alle befinden sich unter meinem Fernseher im Wohnzimmer."

CDP: "Ich habe die Trophäe direkt neben meinem feuerfesten Shirt, das ich mir von jedem Teammitglied signieren ließ, platziert. Beides wird mich immer an diesen tollen Erfolg erinnern, den mir niemand mehr nehmen kann."

Gibt es schon Pläne für die Motorsportsaison 2017?


CM:
"Mein Wunsch ist es unter anderem, auch im kommenden Jahr wieder mit Montaplast by Land-Motorsport im ADAC GT Masters zu starten."

CDP: "Es ist noch nichts zu 100 Prozent fix. Gern würde ich aber zusammen mit Christopher den Titel im ADAC GT Masters verteidigen."