Donnerstag, 2. April 2015

DTM will noch mehr Überholmanöver und Zweikämpfe

Neuerungen im Reglement steigern die Attraktivität für die Zuschauer
die DTM soll noch attraktiver werden
Foto: Jens Hawrda
Die DTM passt auf die neue Saison hin, die am ersten Maiwochenende in Hockenheim startet, das sportliche und technische Reglement an, um den Motorsportfans an den Rennstrecken und zu Hause am Fernseher noch mehr Überholmanöver und Zweikämpfe bieten zu können. Alle Neuerungen zielen darauf ab, den Zuschauern bei gleichbleibender Sicherheit noch attraktiveren Rennsport und beste Unterhaltung zu bieten.

Seit einigen Wochen steht fest, dass pro Rennwochenende zwei Rennen ausgetragen werden, eines am Samstag und eines am Sonntag. Mit diesem Format bekommen die Zuschauer die doppelte Anzahl Rennen zu sehen und erleben überdies an beiden Tagen ein spannendes Qualifying, das wegen der kompakten Dauer von 20 Minuten hohe Intensität und Spannung verspricht. Mit weiteren Neuerungen zeigt sich die DTM noch zuschauerfreundlicher und übersichtlicher.

Die Zeit der unterschiedlichen Reifenmischungen, die bisher im Rennen verwendet werden mussten, ist vorüber. Die weicheren Optionsreifen werden nicht mehr zum Einsatz kommen. Ab 2015 werden alle Qualifyings und Rennen mit einem einheitlichen Reifen des langjährigen DTM-Partners Hankook gefahren. Damit wird der Rennverlauf für die Zuschauer übersichtlicher und verständlicher, ohne dass der spektakuläre Stopp an der Box entfällt. Im Sonntagsrennen werden die Fahrer jeweils einen Reifenwechsel vornehmen.

Die Anzahl der insgesamt zur Verfügung stehenden Reifensätze bei trockenen Bedingungen für die beiden Qualifyings und Rennen wird von fünf auf vier pro Wochenende reduziert. Das verlangt von den Teams und Piloten ein kluges Einteilen des Reifenkontingents – und sorgt für weitere zusätzliche Spannung.

Damit es im Rennen häufiger zu Überholmanövern kommt, haben die Verantwortlichen die Einsatzmöglichkeiten des DRS (Drag Reduction System) erweitert. Das System darf nun drei Mal pro Runde eingesetzt werden, sofern der Fahrer bei Start/Ziel weniger als eine Sekunde Abstand zum Vordermann hat. Bisher durfte das DRS lediglich einmal pro Runde genutzt werden. Der Heckflügel kann jetzt um 18 anstatt 16 Grad abgesenkt werden, was den Luftwiderstand weiter verringert und die Endgeschwindigkeit erhöht. Die Chance für ein erfolgreiches Überholen wird somit größer.

Hans Werner Aufrecht, Vorstandsvorsitzender des DTM-Rechteinhabers und -Vermarkters ITR e.V. dazu: „Wir wollen in erster Linie den Zuschauern packenden Rennsport und beste Unterhaltung bieten. Dazu gehören spektakuläre Überholmanöver auf der Strecke und Spannung bis zur letzten Runde. Es zeichnet die DTM aus, dass wir uns stets weiterentwickeln wollen, um eine der attraktivsten Rennsportserien der Welt zu sein.“

Die DTM startet vom 30. April bis 3. Mai mit einem Motorsport-Festival in die neue Saison. Im Rahmenprogramm wird unter anderem ein Lauf der Rallycross-Weltmeisterschaft ausgetragen, der neue Audi Sport TT Cup feiert seine Premiere und auch abseits der Rennstrecke werden renommierte Künstler und DJ’s für Unterhaltung sorgen. Tickets sind unter www.dtm.com erhältlich.

Mattias Ekström fährt DTM und Rallycross-WM

Mattias Ekström startet 2015 neben der DTM auch in der Rallycross-WM
Foto: Audi-Motorsport
Audi-Pilot Mattias Ekström hat in diesem Jahr neben dem Titelgewinn in der DTM ein weiteres Ziel: Der Schwede möchte mit seinem privaten Rallycross-Team EKS in der FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft (World RX) Champion werden. „Mein Fokus liegt in diesem Jahr ganz klar auf dem DTM-Titel mit Audi, aber ich freue mich sehr, dass ich zusätzlich als Fahrer und Teamchef in der Rallycross-WM an den Start gehen kann“, sagt Ekström. Der 36-Jährige wird bei ausgewählten Rennen am Steuer eines Audi S1 EKS RX quattro sitzen. Das zweite Rallycross-Supercar von EKS fährt Ekströms Landsmann Anton Marklund, der auch im neuen Audi Sport TT Cup an den Start geht.

Mittwoch, 1. April 2015

Superbike*IDM - Finaler Terminkalender 2015

Nach zahlreichen Gesprächen mit Rennstreckenbetreibern und Veranstaltern steht nun der endgültige Terminkalender für die SUPERBIKE*IDM-Saison 2015 fest. Der letzte freie Termin im Kalender führt den SUPERBIKE*IDM-Tross im Juli nach Ungarn an den Hungaroring (03.-05.07.2015).
Foto: Jens Hawrda
Ursprünglich geplant war eine weitere Veranstaltung auf dem Hockenheimring. Nach den gescheiterten Verhandlungen der badischen Rennstrecke mit Formel 1-Promoter Bernie Ecclestone für den Deutschland Grand Prix folgte dann jedoch überraschend auch die Absage an SUPERBIKE*IDM-PromoterMotorEvents für die Übernahme des Termins.

Als Ersatz für den geplanten Hockenheimring-Termin standen umgehend die Betreiber des Hungaroring bereit. Schon längere Zeit gab es Gespräche zwischen MotorEvents und dem Management über eine Veranstaltung in Ungarn, sollte der noch fehlende Lauf in Deutschland nicht stattfinden können. Neben der SUPERBIKE*IDM wird auf der Rennstrecke am Stadtrand von Budapest in dieser Saison auch die Formel 1, die WTCC und das Red Bull Air Race stattfinden.

MotorEvents:

Nach langer Wartezeit sind wir froh darüber unseren finalen Terminkalender für die Saison präsentieren zu können. Gerne hätten wir zugunsten einer weiteren deutschen Veranstaltung den Formel 1-Termin am Hockenheimring übernommen, jedoch stellt der Hungaroring einen adäquaten Ersatz für uns dar. Die Betreiber des Hungaroring empfangen uns mit offenen Armen und freuen sich über eine hochkarätige Motorradveranstaltung in ihrem Kalender. Die Aufnahme eines weiteren Austragungsland unterstreicht zudem den internationalen Charakter unserer Serie und wir können uns dort den Fans aus Ungarn und Österreich ideal präsentieren.

Terminkalender 201527.04. - 29.04.2015, Lausitzring - Auftakttraining (D)
01.05. - 03.05.2015, Lausitzring (D)
15.05. - 17.05.2015, Circuit Zolder (B)
29.05. - 31.05.2015, Lausitzring - DTM (D)
12.06. - 14.06.2015, Nürburgring (D)
03.07. - 05.07.2015, Hungaroring (H)*
31.07. - 02.08.2015, Schleizer Dreieck (D)
07.08. - 09.08.2015, TT Circuit Assen (NL)
20.08. - 23.08.2015, Motorsport Arena Oschersleben - German Speedweek (D)
25.09. - 27.09.2015, Hockenheimring (D)

*vorbehaltlich Genehmigung durch den DMSB

10.07. - 12.07.2015, Sachsenring - MotoGP™
(Klassen: Moto3 Standard / Moto3 GP und ADAC Junior Cup powered by KTM)

Stimmen der BMW DTM-Fahrer zum Test in Estoril

Im Rahmen von drei Testtagen auf dem „Circuito do Estoril“ (PT) waren von Mittwoch bis Freitag alle acht BMW Piloten im Einsatz, um am Set-up des BMW M4 DTM zu arbeiten und sich auf das veränderte Rennformat der DTM für die Saison 2015 vorzubereiten.
kräftige Windböen beim Test in Estoril
Foto: BMW-Motorsport
Die Wetterbedingungen spielten auf der 4,182 Kilometer langen Strecke eine Hauptrolle: Teils heftige Windböen beeinträchtigten den Testbetrieb vor allem am ersten Tag. Am Donnerstag wirkten sich vereinzelte Regenschauer auf das Programm der vier BMW DTM-Teams aus. Dennoch gelang es, einige wertvolle Erkenntnisse im Hinblick auf die neue Saison zu gewinnen.
 
Die beste Zeit aller BMW Fahrer gelang António Félix da Costa (PT) am Freitag: Der Fahrer vom BMW Team Schnitzer benötigte eine Zeit von 1:32,852 Minuten für seine Runde auf der traditionsreichen Rennstrecke in Portugal. Die Gesamt-Bestzeit in Estoril gelang Audi-Pilot Nico Müller (CH) in 1:32,443 Minuten.
 
Der letzte Test vor dem DTM-Auftakt am 2./3. Mai findet in Deutschland statt: Vom 14. bis 16. April gehen die acht BMW Piloten und ihre Konkurrenten in der „Motorsport Arena Oschersleben“ (DE) auf die Strecke.
 
Stimmen der BMW DTM-Fahrer zum Test in Estoril:
 
Marco Wittmann: „Obwohl es bei wechselhaften Bedingungen eine Herausforderung ist, aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, haben wir ein stattliches Programm absolviert und eine Menge mitgenommen. Eine wichtige Rolle hat der neue Ablauf des Rennwochenendes gespielt. In dieser Hinsicht habe wir eine Menge ausprobiert.“
Maxime Martin
Foto: BMW-Motorsport
Maxime Martin: „Am ersten Tag war es schon sehr schwierig mit dem Wind. Solche Verhältnisse machen es nicht einfach. Der Freitag war dann wesentlich angenehmer. Es war insgesamt ein produktiver Test. Wir konnten viele Dinge ausprobieren. Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Testfahrten in Oschersleben – und natürlich auf den Saisonauftakt im Mai.“
 
Martin Tomczyk: „Der Wind hat uns anfangs ein bisschen eingeschränkt, weil wir einfach keine konstanten Bedingungen hatten. Das hilft nicht unbedingt beim Testen. Am Donnerstag war es dann in Sachen Wind besser, dafür fiel ein bisschen Regen. Eigentlich hätte man in Portugal mit anderen Verhältnissen gerechnet. Aber so ist es nun einmal. Wir haben dennoch einige Schritte in die richtige Richtung gemacht. Darauf werden wir in Oschersleben aufbauen.“
 
António Félix da Costa: „Auf meiner Heimstrecke in Estoril hat es mir großen Spaß gemacht. Ich bin stolz, dass die DTM diesen Kurs für diesen Test ausgewählt hat. Wir haben im Verlauf des Freitags einige Antworten auf offene Fragen bekommen – und das ist immer gut. Die Zusammenarbeit mit dem BMW Team Schnitzer läuft sehr gut, jeder in meinem neuen Team hat mich toll aufgenommen.“
 
Augusto Farfus: „Mit dem Wind war es an den ersten Tagen wirklich nicht leicht, aber die Bedingungen waren für alle gleich. Ich hatte lange nicht am Steuer meines DTM-Autos gesessen, deshalb hat der Test viel Freude gemacht. Wir konnten Fortschritte erzielen, haben aber bis zum Saisonstart auch noch eine Menge Arbeit vor uns. Das Fazit nach Estoril fällt in jedem Fall grundsätzlich positiv aus.“
Tom Blomqvist
Foto: BMW-Motorsport
Tom Blomqvist: „Am Freitagvormittag war die Balance unseres Autos noch nicht optimal, das konnten wir dann im Tagesverlauf verbessern. Für mich war es eine neue Strecke, aber ich habe mich schnell zurechtgefunden. Grundsätzlich war es für mich hilfreich, erst am letzten Testtag bei Sonnenschein zu fahren. Am Nachmittag kam dann allerdings auch wieder Wind auf.“
 
Bruno Spengler
Foto: BMW-Motorsport
Bruno Spengler: „Die Verhältnisse waren natürlich nicht perfekt, aber trotzdem hatten wir insgesamt positive Tage. In dieser Phase sind die Rundenzeiten noch nicht entscheidend. Punkte gibt es erst in Hockenheim zu gewinnen. Es geht eher darum, sein Programm abzuspulen und so viel wie möglich zu lernen. Das haben wir trotz der anspruchsvollen Bedingungen in Estoril geschafft.“
 
Timo Glock
Foto: BMW-Motorsport
Timo Glock: „Das war mein erstes Mal hier in Estoril – und ich mag die Strecke. Sie ist definitiv speziell. Anfangs haben wir uns am Freitag noch ein wenig schwergetan, kamen dann aber immer besser klar. Wir haben wieder einen Schritt in Richtung Saisonstart gemacht.“

DTM: Audi-Piloten beeindruckt vom RS 5 DTM

  • Positives Feedback nach Testfahrten in Portugal
  • Schwierige äußere Bedingungen mit Wind und Regen
  • Nächster Test in Oschersleben im April
Hoffmann Group Audi RS5 DTM (Audi Team Rosberg) # 53 Jamie Green
Foto: Audi-Motorsport
Bei den ersten offiziellen DTM-Testfahrten des Jahres hat der Audi RS 5 DTM einen starken Eindruck hinterlassen.  Von Mittwoch bis Freitag dieser Woche testete die DTM auf der Rennstrecke in Estoril (Portugal), auf der die international populäre Tourenwagen-Rennserie zuletzt 2004 ein Rennen austrug. „Leider waren die äußeren Bedingungen nicht ganz optimal“, sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „Am ersten und am letzten Tag hatten wir sehr starken, böigen Wind. Am zweiten Tag hat es immer wieder geregnet. Es wird nicht leicht, aus den Testergebnissen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Aber nach der langen Winterpause war es für unsere Fahrer extrem wichtig, viel Fahrzeit zu bekommen und sich ein Bild über die im Winter geleistete Set-up-Arbeit zu verschaffen. Erfreulich ist, dass sich unsere Fahrer sofort wieder im RS 5 DTM wohlgefühlt und sich positiv über das Basis-Set-up geäußert haben, das im Winter erarbeitet wurde.“

An der portugiesischen Atlantikküste waren alle acht Audi-Piloten im Einsatz. Jedes der drei Audi Sport Teams (Abt Sportsline, Phoenix und Rosberg) verfügte in Estoril über ein 2015er-Einsatzauto. Dazu kam ein mit zusätzlichen Sensoren und Messinstrumenten bestückter Testträger von Audi Sport, den sich Mattias Ekström und Miguel Molina teilten.

„Die gesamte Mannschaft hat im Winter gute Arbeit geleistet“, so Timo Scheider, DTM-Champion der Jahre 2008 und 2009, nach dem Test. „Ich saß erstmals seit dem Finale in Hockenheim wieder im RS 5 DTM und habe mich auf Anhieb wohlgefühlt. Das Auto ist top ausbalanciert.“

Diesen Eindruck bestätigten alle Audi-Piloten, die an den drei Tagen insgesamt 1.382 Runden und 5.779 Kilometer abspulten. Bis auf einen kleinen Ausrutscher von Adrien Tambay am Donnerstagnachmittag verlief der Test für Audi problemlos. In vier der sechs Test-Sessions wurde ein Audi RS 5 DTM auf Platz eins geführt.

Die schnellste Runde der Testfahrten drehte Youngster Nico Müller, der am letzten Tag im Hoffmann Group Audi RS 5 DTM seines Teamkollegen Jamie Green auf eine Bestzeit von 1.32,443 Minuten kam. „Es war toll für mich, dass ich zwei volle Tage testen konnte“, sagte der 23-jährige Schweizer. „Wir haben in der DTM nicht viele Testgelegenheiten. Das Wetter hat unser Testprogramm natürlich etwas behindert. Aber die Punkte, die wir abgehakt haben, waren positiv.“

In Estoril arbeiteten erstmals alle Audi-Piloten mit ihren Renningenieuren für die Saison 2015 zusammen. Neu in der Audi-DTM-Mannschaft ist der Italiener Nicola Palarchi, der im Audi Sport Team Abt Sportsline Adrien Tambay betreut. Sein bisheriger Ingenieur Franco Chiocchetti begleitet ab diesem Jahr den RS 5 DTM von Edoardo Mortara. Alle anderen Fahrer-Ingenieur-Kombinationen blieben unverändert.

Vor dem Saisonauftakt in Hockenheim am ersten Mai-Wochenende steht vom 14. bis 16. April in Oschersleben noch ein weiterer offizieller DTM-Test auf dem Programm.