Freitag, 4. Oktober 2013

Motorbootrennen in Grünau - Teil 1 (WM-und EM-Läufe)


EM-Lauf Formel R 1000: Udo Kaschube wird zum fünften Mal Europameister

Mit der Maximalpunktzahl von 1200 Zählern hat Udo Kaschube (53, Bindow) beim 20. Internationalen ADAC Motorbootrennen in Berlin-Grünau seinen mittlerweile fünften Europameister-Titel in der Formel R1000 perfekt gemacht. Im ersten Rennen am Samstag war er ausgeschieden, danach zeigte er aber auf dem Traditionskurs im Süden Berlins keine Schwächen mehr und gewann die weiteren drei Läufe. Mit dem Tagessieg war ihm auch der EM-Titel nicht mehr zu nehmen. Dauerkonkurrent Peter Heibuch (Neu Zittau) konnte krankheitsbedingt an diesem Wochenende nicht in den Titelkampf eingreifen.
Udo Kaschube vom MRC Berlin wurde in Grünau zum fünften Mal Europameister der Klasse R 1000
Foto: Jens Hawrda
Erreicht hat Kaschube den Erfolg mit einem Boot, das sein an diesem Wochenende stärkster Konkurrent für ihn gebaut hat: Reinhard Gerbert, Motorboot-Urgestein aus Berlin, landete in den vier Rennen auf Platz 1, 3, 4 und 2 und insgesamt auf Platz zwei hinter seinem Clubkollegen Kaschube. In der EM-Wertung bescherte das dem 73-Jährigen schließlich Rang vier zum Saisonende.

Platz drei in der Tageswertung und damit auch Platz drei in der EM sicherte sich der Dessauer Andreas Lodahl. Als Vize-Europameister wurde Sonntagabend Patrick Zdralek (Oberursel) ausgezeichnet.

 
WM-Lauf Klasse GT-30
 
Hochspannung bot die Weltmeisterschaft der Klasse GT-30, die mit insgesamt 16 Startern aus sieben Nationen allein in Grünau ausgetragen wurde. Vier Rennen, viermal volles Risiko, dann stand das Ergebnis fest: Der Este Jüri Joul und der Finne Tuukka Lethonen lieferten sich ein packendes Kopf-an-Kopf-Duell, beide gewannen zwei Rennen und wurden zweimal Zweiter. Schließlich ging der Titel an den Esten Joul, der den schnellsten Lauf gewonnen hatte, während sich Lethonen punktgleich mit Platz zwei begnügen musste. Auf Platz drei landete der Pole Marcin Szymczyk. Einziger deutscher Starter war Tobias Komm aus Dinslaken. Er erreichte am Ende Rang 12.

 
WM-Lauf Klasse Formel 500

Dramatisch wurde es auch bei der Titelentscheidung um die Weltmeisterkrone in der Top-Speed-Klasse Formel 500. Als WM-Kandidat Nr. 1 und Meisterschaftsführender war der mit einer österreichischen Lizenz startende Ungar Attila Havas nach Grünau angereist. Doch seine Verfolger im Kampf um die WM-Krone waren ihm dicht auf den Fersen. Nur einen Punkt zurück lag der Ungar Robert Hencz auf Platz zwei, weitere drei Pünktchen dahinter lauerte der Slovake Marian Jung. Drei Rennen hatten die Titelaspiranten auf der Regattastrecke zu absolvieren. Die ersten beiden gewann der Slovake Jung, während sich Havas und Hencz auf den Plätzen zwei und drei abwechselten. Im dritten Lauf allerdings schied Jung kurz vor dem Ziel und dem WM-Titel aus. Robert Hencz sicherte sich den Laufsieg und damit auch den Tagessieg mit 925 Punkten vor Havas (825 Punkte) und Jung (800 Punkte). In der gleichen Reihenfolge bestiegen die Drei dann auch das Podest bei der Kür des Weltmeisters: Hencz gewann den Titel also im allerletzten Rennen vor Havas und Jung.
Marian Jung wurde Dritter der diesjährigen WM der Klasse 500
Foto: Jens Hawrda
 

Mittwoch, 2. Oktober 2013

2014/2015 FIA Formula E Championship


Provisorischer Rennkalender der FIA Formel E Weltmeisterschaft 2014/2015 steht.

Der Formula E Holding Promotoren der neuen FIA Formula E Championship, hat am 27. September 2013 seinen vorläufigen Kalender der ersten Saison 2014/2015 vorgestellt. Die Meisterschaft mit Rennen in 10 Großstädten auf vier Kontinenten, beginnt in Peking am 20. September 2014 und endet am 27. Juni 2015 in London.

Das Rennen in Berlin findet nach der vorläufigen Planung am 30.Mai 2015 statt, Austragungsort wird nach Ankündigung der Formel E Verantwortlichen der ehemalige Flughafen Berlin Tempelhof sein.
 

Präsentation des Teams China-Racing vor dem FIA-Gebäude in Paris
Foto: Formel-E-Media
Hier der gesamte vorläufige Rennkalender:


20. September 2014   Peking, China

18. Oktober 2014        Putrajaya, Malaysia

08. November 2014    Hong Kong, China

13. Dezember 2014    Punta del Este, Uruguay

10. Januar 2015         Buenos Aires, Argentina

14. Februar 2015        Los Angeles, USA

18. April 2015             Miami, USA

09. Mai 2015              Monte Carlo, Monaco

30. Mai 2015              Berlin, Germany

27. Juni 2015             London, UK

Stimmen von Audi nach dem Rennen in Zandvoort

Foto: Audi-Motorsport
Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef):

„Einen DTM-Titel zu gewinnen, ist immer etwas ganz Besonderes. Ich denke, Mike (Rockenfeller) wird das erst in den nächsten Tagen und Wochen so richtig realisieren. Er ist ein absolut verdienter und würdiger DTM-Champion 2013 – das hat er heute einmal mehr gezeigt. Glückwunsch an ihn, das Audi Sport Team Phoenix aber auch alle bei Audi Sport in Ingolstadt und Neckarsulm. Nach der schwierigen Saison 2012 haben wir den RS 5 DTM im Winter trotz der engen Reglementvorgaben entscheidend verbessert. Dasselbe gilt für den R18 e-tron quattro, mit dem wir Le Mans gewonnen haben und kurz vor dem Titelgewinn in der Langstrecken-Weltmeisterschaft stehen. Beide Programme parallel zum Erfolg zu führen, war ein Kraftakt für die ganze Mannschaft. Aber er hat sich gelohnt.“

Mike Rockenfeller (Schaeffler Audi RS 5 DTM), Platz 2
Reifen: Option/Standard/Standard
„Ich brauche jetzt ein paar Minuten alleine, um den Erfolg zu realisieren. Es war ein langes Rennen, durch den Start hatte es etwas Würze. Nachdem ich Marco Wittmann überholt hatte, habe ich kurz vom Sieg geträumt, als ich zu Augusto (Farfus) aufschloss. Aber auf dem Standardreifen tat ich mich schwer. Ich war froh, dass Timo (Scheider) hinter mir war und mir den Rücken freihielt.“

Timo Scheider (AUTO TEST Audi RS 5 DTM), Platz 3
Reifen: Standard/Option/Standard
„Es war eine harte Saison bis heute. Wir haben es Schritt für Schritt geschafft, zurückzukommen und die Leistungen abzurufen, die wir uns vorgenommen hatten. Das hat heute funktioniert. Und es fühlt sich besonders gut an, weil wir Mike (Rockenfeller) unterstützen konnten, den Titel zu gewinnen. Er hat den Titel wirklich verdient. Glückwunsch an Mike Rockenfeller, Audi und das Audi Sport Team Phoenix.“
Foto: Audi-Motorsport

Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM), Platz 4
Reifen: Standard/Standard/Option
„Das war ein interessantes Rennen. Ich bin von Platz elf auf Platz vier gefahren und hatte auf der Strecke spannende Kämpfe. Das ist schon okay. Aber das wichtigste ist, dass Audi heute Meister geworden ist. Ich freue mich riesig für ‚Rocky’, Audi Sport und das Audi Sport Team Phoenix.“

Adrien Tambay (Audi ultra RS 5 DTM), Platz 6
Reifen: Standard/Option/Standard
„Ich bin zufrieden. Wir haben einige gute Punkte geholt. Vom Platz zehn auf Platz sechs zu fahren, war sehr gut. Ich hatte ein tolles Rennen mit einer gute Pace und schönen Überholmanövern. Mein Audi lief am ganzen Wochenende perfekt, danke dafür an mein Team. Ich hätte Vierter werden können. Leider hat mir das Safety Car einen Strich durch die Rechnung gemacht. ‚Rocky’ ist Meister geworden, unser Ziel ist erreicht. Wir sind heute alle glücklich.“

Mike Rockenfeller krönt starke Saison mit vorzeitigem Titelgewinn

Mike Rockenfeller vorzeitig DTM-Meister 2013
Foto: Audi-Motorsport
Mike Rockenfeller hat seine Biografie beim vorletzten Lauf der DTM-Saison 2013 in Zandvoort (Niederlande) um einen entscheidenden Punkt erweitert: Der 29 Jahre alte Audi-Werksfahrer eroberte vorzeitig den Titel in der populärsten internationalen Tourenwagenserie DTM.
 
Im Folgenden "Rocky" im Porträt:



Reaktionen von BMW auf das neunte DTM-Rennen in Zandvoort.

Augusto Farfus
Foto: Jens Hawrda
Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor):

„Augusto Farfus hat einmal mehr ein sensationelles Rennen gezeigt. Das war sein dritter Saisonsieg, der vierte Podestplatz in Folge und zugleich der 50. Sieg eines BMW M3 in der DTM: Diese Zahlen sprechen für sich. Gleichzeitig aber auch Glückwunsch an Mike Rockenfeller und Audi. ‚Rocky‘ hat einmal mehr ein sehr starkes Rennen gezeigt. Er ist ein absolut verdienter Champion. Über den gesamten Saisonverlauf war er unglaublich konstant und steht zu recht ganz vorne. Natürlich hätten wir im Rennen gerne noch den einen oder anderen Punkt mehr errungen. Allerdings hat uns dann der Rennverlauf am Schluss nicht mehr in die Karten gespielt. Auch wenn die Fahrerwertung nun entschieden ist, wollen wir den Fans beim Saisonabschluss in Hockenheim eine tolle Show bieten und in der Hersteller- sowie in der Teamwertung am Schluss ganz vorne stehen.“
 

Augusto Farfus ( BMW Team RBM, Platz 1):
Reifen: Option-Standard-Standard
„Das Rennen war nicht so einfach, wie es vielleicht aussah. Im ersten Stint konnte ich mich zwar erst von Mike Rockenfeller absetzen, aber dann sind meine Reifen eingebrochen. Er hat aufgeholt, und ich war in echten Schwierigkeiten. Auf den Standardreifen lag mein Auto dann besser, und ich konnte mich endgültig absetzen. Ich habe heute meinen Job so gut wie möglich erledigt. Glückwunsch an Mike Rockenfeller zum hoch verdienten Gewinn des Titels. Er hatte eine brillante Saison, vor seiner Leistung ziehe ich meinen Hut. Ich habe keinen Grund, enttäuscht zu sein, denn mein zweites Jahr in der DTM war sehr stark. Ich danke dem Team für eine super Saison.“
 
Marco Wittmann (BMW Team MTEK, Platz 5):
Reifen: Standard- Option-Standard
„Das nennt man wohl gemischte Gefühle. Der Samstag war fantastisch, ich war der schnellste Mann im Feld und bin natürlich sehr glücklich über die Poleposition. Im Rennen hat sich die Strategie, mit Standard-Reifen loszufahren, nicht ausgezahlt. Ich hätte Augusto Farfus im Titelkampf gerne besser geholfen, aber das war unter diesen Umständen nicht möglich. Aber trotzdem können wir auf unserer Performance hier in Zandvoort aufbauen. Glückwunsch an meinen Markenkollegen Augusto Farfus. Und auch an ‚Rocky‘ zum Titel.“
 
Joey Hand (BMW Team RBM, Platz 7):
Reifen: Option- Standard-Standard
„Zunächst einmal Glückwunsch an meinen Teamkollegen Augusto Farfus zum Sieg und an Mike Rockenfeller. Ich denke, mein Rennen lief nach Plan, obwohl wir vorher nicht genau einschätzen konnten, was uns erwarten würde. Wir haben gutes Racing gezeigt und den Fans eine tolle Show geboten. Zu Beginn hatten wir auf den Optionsreifen eine sehr starke Pace. Das ist definitiv der Joey-Hand-Reifen. Leider wurde die Lücke zur Spitze schon früh zu groß.“