![]() |
| Bernd/Robinson, Porsche 718 Cayman GT4 #31 Foto: Jens Hawrda |
Der Pilot von AVIA W&S Motorsport führt zusammen mit Lachlan Robinson die Fahrerwertung der ADAC GT4 Germany an. Insbesondere auf den Sachsenring freut sich der Berliner.
Die ADAC GT4 Germany steht vor einem spannenden Saisonendspurt 2026. Noch zwei Rennwochenenden sind zu absolvieren – und an der Spitze liegen drei Piloten-Duos innerhalb von nur 14 Punkten. Tabellenführer sind Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS), die einen Porsche 718 Cayman GT4 von AVIA W&S Motorsport fahren. „Sicherlich haben wir nicht erwartet, ganz oben im Klassement zu stehen. Dennoch ist gewinnen natürlich immer unser Ziel“, erklärt Berndt. „Zusammen mit Lachlan und dem Team haben wir ein super Paket. Das ist gibt uns für den Rest der Saison ein gutes Gefühl. Wir werden unser Bestes geben.“
Der Berliner und sein australischer Teamkollege können auf eine bislang recht erfolgreiche Saison zurückblicken. In acht Läufen standen sie fünfmal auf dem Podium. Highlight waren die beiden Siege im Samstagsrennen auf dem Norisring und zuletzt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring. „Tatsächlich am meisten Spaß hat mir Lauf eins auf dem Nürburgring bereitet – auch in Bezug auf das Feedback von Außen. Das Racing war einfach klasse und bislang das Highlight der Saison“, blickt Berndt zurück.
Berndt kam aus dem BMW M2 Cup in die ADAC GT4 Germany und gab 2024 sein Seriendebüt. Dabei saß er stets im Porsche. „Die Fahrzeugwahl hat sich einfach ergeben - und war eigentlich keine bewusste Entscheidung“, so Berndt. „Ich absolvierte auf dem Porsche einen Testtag und kam mit dem Auto direkt zurecht. Seitdem kann ich auf das Gelernte aufbauen. Es gibt also keinen Grund für einen Fahrzeugwechsel.“
Während Berndt beim Rennwagen auf Konstanz setzt, stieß er erst vor der aktuellen Saison 2026 zu AVIA W&S Motorsport. „Das Zusammenspiel mit dem Team ist wirklich sehr gut“, bewertet Berndt den Rennstall aus Baden-Württemberg, der von 2023 bis 2025 dreimal in Folge den Titel in der Team-Wertung der ADAC GT4 Germany erzielte. „Die Kommunikation findet auf Augenhöhe statt. Ich fühle mich wohl im Team - und das ist eine wichtige Grundlage für den Erfolg.“ Ebenfalls neu in diesem Jahr ist für den 21-Jährigen mit Lachlan Robinson der Teamkollege. „ Lachlan redet wenig und ist schnell“, lacht Berndt. „Im Auto hat er viele Stärken. Vor allem in der Qualifikation ist er ein Top-Pilot.“
Berndt/Robinson sind somit gut gerüstet für die beiden noch ausstehenden Rennwochenenden vom 11. bis 13. September auf dem Sachsenring und Mitte Oktober auf dem Hockenheimring. „Wir haben auf beiden Strecken gute Chancen. Fahrerisch gefällt mir der Sachsenring richtig gut. In den vielen Linkskurven braucht es viel Gefühl am Steuer und mit dem Gaspedal“, beschreibt Berndt.
Mit guten Ergebnissen auf der Strecke bei Chemnitz möchte Berndt die Basis im Titelrennen legen - auch wenn er die Favoritenrolle noch von sich weist und das Thema erst einmal bestmöglich ausblenden möchte. „Im Unterbewusstsein denkt man natürlich an den Titel. Aber das hilft mir im Auto nicht weiter“, stellt Berndt klar. „ Wir hatten über die Saison bislang ein konstantes Auftreten. Das müssen wir bei den beiden verbleibenden Rennwochenenden so beibehalten. Es gilt, weiterhin saubere Arbeit zu liefern und Ruhe zu bewahren. Dann werden wir sehen, was am Ende der Saison herauskommt.“
Quelle: adac-motorsport.de




