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| Markus Reiterberger fährt am Hockenheimring auf Pole Foto: Jens Hawrda |
Der frischgebackene Langstrecken-Weltmeister legt beim EURO MOTO Superbike-Finale in Hockenheim gleich nach: Markus Reiterberger startet von der Pole Position in die beiden Sonntagsrennen. Der BMW-Pilot aus Obing setzte sich in der Superpole 2 mit 1:24,198 Minuten an die Spitze und verwies Marcel Schrötter (BMW) um 0,144 Sekunden auf Platz zwei. Titelverteidiger Lukas Tulovic (Ducati) erwischte es dagegen kalt: Disqualifikation.
Für Schrötter ist die zweite Startposition mehr als nur eine gute Ausgangslage. Der BMW-Fahrer hält damit seine Titelchance am Leben. 34,5 Punkte liegt er hinter Tulovic, der seinen Vorsprung allerdings erst einmal ins Ziel bringen muss.
Der Ducati-Fahrer stürzte in der Superpole 2, schaffte es anschließend aber noch aus eigener Kraft zurück an die Box, um mit der Panigale V4R nach einem Reifenwechsel nochmals durchzustarten. Mehr als Startplatz sechs war nach dem Zwischenfall nicht drin. Nach der Session erfolgte die Disqualifikation. Tulovic hatte die Ducati 106 Umdrehungen pro Minute über dem zulässigen Drehzallimit bewegt. Erlaubt sind maximal 15.600/min. Eine Toleranz wird nicht eingeräumt.
Das Ergebnis der Superpole 2 wurde Tulovic demzufolge gestrichen und er wurde ans Ende des Superpole 2-Feldes gesetzt. Der Baden-Württemberger startet somit von Platz neun.
Tulos Vorsprung in der Meisterschaft ist sehr komfortabel, aber jetzt ist ein Druck entstanden, dem das Nervenkostüm des 26-Jährigen standhalten muss. Der Titel liegt nicht mehr auf dem Silbertablett.
Nur Tulovic, Schrötter, Jan-Ole Jähnig (BMW) und Milan Merckelbagh (BMW) sind bisher in allen Rennen ins Ziel gekommen und haben auch gepunktet. Jähnig steht dieses Jahr zum zweiten Mal in der ersten Startreihe und kämpft um den ersten Podiumsplatz in der Saison. Merckelbagh hat hingegen wenig Freude an seiner Position. Der Niederländer startet vom vorletzten Platz neben Tulovic.
Florian Alt nimmt als einziger Honda-Fahrer im Feld den vierten Startplatz ein. Nach den Nürburgring-Rennen war der dritte Performance-Checkpoint der Saison erreicht. Für Honda wurde nach der Analyse der Daten die Verwendung eines Kit-Nockenwellensets freigegeben, um in Hockenheim konkurrenzfähig zu sein. Teamchef Jens Holzhauer verzichtete auf das Angebot: „In der Kürze war das nicht umsetzbar.“
Hannes Soomer (BMW), Leon Orgis (BMW) und Balint Kovács (Ducati) hatten sich über die Superpole 1 für den Kampf um die besten Startplätze qualifiziert. Sie stehen geschlossen in der dritten Reihe.
Vielversprechend verläuft die Zusammenarbeit zwischen BCC-Teamchef Andreas Gerlich und Gastfahrer Martin Vugrinec (BMW). Aus der kurzzeitigen Affäre könnte 2027 eine permanente Verbindung entstehen. Die ersten Gespräche haben stattgefunden.
Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek




