Freitag, 14. August 2026

Doppelschlag beim DTM-Heimspiel: Manthey-Porsche im Training vorn

  • Preining mit Bestzeit vor Teamkollege Feller am Nürburgring
  • BMW-Duo mit van der Linde und Wittmann auf Platz drei und vier
  • DTM startet auf dem Eifelkurs in die entscheidende Saisonphase

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R #91
Schnellster am Freitag
Foto: Jens Hawrda

Perfekter Auftakt für das Team Manthey beim Heimspiel auf dem Nürburgring: Thomas Preining (A) fuhr am Freitag mit 1:25,517 Minuten die schnellste Trainingsrunde. Sein Teamkollege Ricardo Feller (CH) wurde im Porsche 911 GT3 R mit einem Rückstand von 0,249 Sekunden Zweiter. „Das Heimspiel am Nürburgring ist für uns etwas ganz Besonderes. Ein paar Podien haben wir hier schon geholt, aber für einen Sieg hat es bisher noch nicht gereicht. Jetzt wollen wir endlich den ersten Heimsieg für den Grello holen“, sagte Preining. Hinter den beiden Neunelfern folgte das BMW-Duo von Schubert Motorsport. Kelvin van der Linde (ZA) belegte Platz drei, sein Teamkollege Marco Wittmann (Fürth) folgte auf Position vier. Rang fünf sicherte sich Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) im Aston Martin Vantage GT3. Tabellenführer Maro Engel (Monaco) platzierte seinen Mercedes-AMG GT3 auf der 14. Position.

Im ersten Freien Training am Freitagvormittag stimmten die Teams ihre Fahrzeuge bei Temperaturen von knapp 34 Grad Celsius auf die Sprintvariante des Eifelkurses ab. Zudem nutzten sie die Sessions für Pitstop-Übungen. Die beste Zeit fuhr Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing) mit 1:26,144 Minuten: „Das war ein guter Start ins Wochenende, gerade nach den zuletzt schwierigen Rennwochenenden in Oschersleben und auf dem Norisring. Ich hoffe, dass wir hier ganz vorne mitfahren können“, sagte der Ferrari-Pilot. Mit Blick auf das Wochenende ergänzte Cairoli: „Am Nürburgring darfst du dir kaum einen Fehler erlauben. Neben der Ideallinie liegt ziemlich viel Gummiabrieb. Wenn du den aufsammelst, kann dich das gerade im Qualifying einiges kosten. Die hohen Temperaturen machen es natürlich nicht einfacher. Aber als Italiener bin ich Hitze ja gewohnt.“

In der zweiten, schnelleren Session am Nachmittag lag van der Linde mit einer Rundenzeit von 1:25,834 Minuten lange an der Spitze. Kurz vor Schluss drehten die Manthey-Porsche auf und lieferten sich einen spannenden Zweikampf. Zunächst übernahm Preining die Führung, wurde aber nur Sekunden später von Feller verdrängt. In seinem letzten Umlauf setzte der 28-jährige Österreicher schließlich die Bestmarke.

Das erste Qualifying am Nürburgring beginnt am Samstag um 9:55 Uhr. 


ADAC GT4 Germany: BMW an der Spitze im zweiten Training am Nürburgring

Philip Wiskirchen konnte im M4 GT4 von ME Motorsport
Foto: Jens Hawrda

Philip Wiskirchen konnte im M4 GT4 von ME Motorsport die Tagesbestzeit bei der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring aufstellen. Auch Porsche im zweiten freien Training schnell unterwegs.

Der erste Trainingstag der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring ist beendet und sah eine starke Leistung von BMW. Drei M4 GT4 beendeten das zweite freie Training auf den ersten drei Plätzen. Mit einer Zeit von 1:33,740 Minuten konnte Philip Wiskirchen (22/Euskirchen), der zusammen mit Linus Hahne (22/Oelde, beide ME Motorsport) antritt, die Bestzeit aufstellen.

„Es ist sicherlich ein gutes Zeichen im Hinblick auf die Qualifikation, wenn man im freien Training vorne liegt. Denn somit weiß man, dass das Set-up des Autos einigermaßen passt. Ich denke, wir sind ganz gut aufgestellt“, meinte Wiskirchen. „Ich bin immer sehr gerne am Nürburgring, der sogar meine Lieblingsstrecke darstellt. Am Wochenende möchten wir gerne zweimal auf das Podium fahren.“

Mit einem Rückstand von 0,157 Sekunden ging Platz zwei der Session an die ME Motorsport-Teamkollegen Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln). Dritte wurden die aktuellen Tabellenführer Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport). Alle drei BMW lagen somit auch in der Freitag-Tageswertung an der Spitze, da sie die Zeit von 1:33,956 Minuten übertrumpften, die Ginetta-Pilot Erik Bertilsson (25/SWE, KRT Racing) im ersten freien Training am Vormittag aufstelle.

Vierte im zweiten freien Training wurden mit 1:34,122 Minuten die tabellenzweiten Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport). Deren Teamkollegen Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport) komplettierten die Top Fünf. Am Samstag geht es mit der Action in der ADAC GT4 Germany spannend weiter. Ab 09:00 Uhr starten die beiden Qualifikationen.

Quelle: adac-motorsport.de


EuroMoto Superbike: Smits dominiert und kein Ende des Rummels um Tulovic

Florian Alt fährt in Assen mit veränderter Farbgebung am Bike
Fotos: Dino Eisele

Twan Smits dominierte im Superpole Pre-Practice auf seiner Heimstrecke in Assen. Der einzige Yamaha-Fahrer in der EURO MOTO Superbike war 0,428 Sekunden schneller als der Rest. Wo blieb Lukas Tulovic? Der Titelverteidiger auf der Ducati legte die fünftschnellste Zeit vor. Die Drehzahlen an der Panigale V4R sind eingeschränkt.

Nach dem Doppelsieg von Lukas Tulovic in Oschersleben bekam Triple M Ducati Frankfurt-Teamchef Matthias Moser Post. Der Inhalt des Bulletins war nicht überraschend. Nach vier überlegenen Siegen in Folge war eine Drehzahlreduzierung an der Panigale V4R angesagt. Das ist durch die Balance of Performance eindeutig geregelt und seit Saisonbeginn bekannt.

Was bei anderen Motorradherstellern durch ein paar wenige Mausklicks im Computer realisierbar ist, scheint bei Ducati nicht möglich zu sein, sondern gestaltet sich als aufwändige und kostspielige Angelegenheit. Laut Moser wird im neuen Modell V4R die hauseigene Ducati-Elektronik eingesetzt und die Drehzahlbegrenzung kann nur vom Werk vorgenommen werden. Der Preisdeckel würde dabei erheblich überschritten.

Bis Mittwoch fürchtete Tulo, dass er am Wochenende zu Hause bleiben muss, aber das Team ist in Assen angereist und Tulo versucht die Drehzahl manuell unten zu halten. Mittels Schaltblitz und Anzeigen auf dem Dashboard ist das möglich und kann sogar über einen Datenträger überprüft werden. Tulo fährt immer mit einem Auge auf der Anzeige, um die 15.600 Umdrehungen nicht zu überschreiten. Ob die derzeit angewandte Methode erfolgreich ist, wird sich in den nächsten Sessionen zeigen.

Twan Smits (Team Apreco) präsentierte sich im Superpole Pre-Practice auf dem TT Circuit trotz verletzter Hand als Überflieger. Nachdem Leon Orgis (ORM Racing) von Jan-Ole Jähnig (GERT56 by RS Speedbikes) ganz oben von der Zeitenliste abgelöst wurde, machte der Niederländer kurzen Prozess und startete durch an die Spitze. Marcel Schrötter (GERT56 by RS Speedbikes) und Markus Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon BMW) hatten keine Chance, den 22-Jährigen noch vom Sockel zu stoßen.

Orgis war heute morgen im ersten freien Training über eine Bodenwelle gestürzt. Die ORM-Crew machte die BMW des Sachsen wieder rechtzeitig fit, doch am Ende verpasste er genauso wie sein Bruder Kevin den direkten Einzug in die Superpole 2. Auch für Florian geht kein Weg an der Superspole 1 vorbei, bevor es für ihn hoffentlich weitergeht. Er war heute Siebter. Achtung: Der einzige Honda-Fahrer im Feld fährt dieses Mal nicht mit roter Verkleidung, sondern in Schwarz. Nach dem Massencrash von Oschersleben musste HRP-Teamchef Jens Holzhauer auf die Schnelle zaubern mit dem Material, was vorrätig war.

Superpole Pre-Practice

1. Twan SMITS (NLD/Yamaha)

2. Marcel SCHRÖTTER (GER/BMW)

3. Markus REITERBERGER (GER/BMW)

4. Jan-Ole JÄHNIG (GER/BMW)

5. Lukas TULOVIC (GER/Ducati)

6. Toni FINSTERBUSCH (GER/BMW)

7. Florian ALT (GER/Honda)

8. Kevin ORGIS (GER/BMW)

9. Leon ORGIS (GER/BMW)

10.Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati)

11.Jan MOHR (AUT/BMW)

12.Milan MERCKELBAGH (NED/BMW)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


EuroMoto Sportbike: Gaststart Buis, ERC und Winkler fehlen

Der Niederländer Jeffrey Buis nutzt seine Pause in der Weltmeisterschaft,
um an diesem Wochenende in der EURO MOTO an den Start zu gehen.
Foto: Michael Praschak

Ein bekanntes Gesicht mischt an diesem Wochenende in der EURO MOTO Sportbike mit. Jeffrey Buis (Track & Trades Wixx Racing) nutzt die Sommerpause in der Weltmeisterschaft für einen Gaststart in Assen im Rahmen der EURO MOTO. Für den Niederländer ist es gleichzeitig die perfekte Gelegenheit, auf seiner Heimstrecke Rennkilometer zu sammeln.

Buis kennt nicht nur den TT Circuit Assen bestens, sondern auch das Fahrerlager der EURO MOTO. In der Vergangenheit war der WM Fahrer mehrere Jahre für das Team Freudenberg in der IDM Superspor 300 unterwegs. Aktuell startet er in der Sportbike Weltmeisterschaft, die sich derzeit allerdings in einer langen Sommerpause befindet. Erst Anfang September geht es nach rund drei Monaten wieder weiter.

Statt die Füße stillzuhalten, nutzt Buis deshalb das Rennwochenende zum Training. Dass er dabei nicht nur mit seiner Suzuki GSX-8R ein paar entspannte Runden drehen möchte, zeigte sich bereits am Freitagvormittag. Im ersten Freien Training setzte der Niederländer auf Anhieb mit 1:46,055 Minuten die schnellste Rundenzeit und sortierte sich damit ganz vorne ein. Im zweiten Training platzierte er sich hinter den Spitzenreiter Stepan Zuda auf Rang zwei.

ERC verabschiedet sich aus der Saison

Während Buis das Starterfeld in Assen verstärkt, fehlen drei Kawasaki Fahrer, die in Oschersleben noch für Aufsehen gesorgt hatten. Das ERC Team ist mit Sasha de Vits, Jules Bercot und Ersatzfahrer Felix Kauertz nicht mehr dabei.

Dabei hatte sich das Team nach einer langen Pause in Oschersleben gerade erst stark zurückgemeldet. Bercot fuhr im ersten Rennen auf das Podium, de Vits kämpfte am Sonntag sogar um den Sieg. Im Nachgang folgte jedoch der Rückschlag. Nach dem zweiten Rennen wurden sowohl Bercot als auch de Vits nachträglich disqualifiziert.

Nun steht fest, dass ERC auch bei den verbleibenden Rennwochenenden der Saison nicht mehr antreten wird. Das Team hat sich aus der EURO MOTO zurückgezogen. Genaue Gründe für die Entscheidung wurden bislang nicht genannt.

Kleiner Unfall beim Training

Auch Micky Winkler (WSC Racing) fehlt an diesem Wochenende in Assen. Der Schleizer musste seinen Start kurzfristig absagen, nachdem er in dieser Woche beim Training mit dem Fahrrad gestürzt war.

„Es ist nichts Wildes, aber ich darf meinen Arm gerade nicht belasten“, erklärt Winkler auf Nachfrage. Eine längere Pause ist damit nicht zu erwarten. Beim nächsten Rennwochenende am Nürburgring will der Aprilia Pilot wieder im Starterfeld stehen.

Am Samtag geht es für die Sportbike-Klasse bereits ins erste Rennen. Um 15:30 Uhr kann der erste Lauf kostenlos und live über den EURO MOTO Livestream verfolgt werden. Am Sonntag geht es für die Fahrer um 14 Uhr in die zweite Runde. 

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


DTM Nürburgring: Ergebnis 2. Freies Training (Top-Ten)

Thomas Preining, Schnellster im 2. Freien Training am Freitag Nachmittag
Foto: Jens Hawrda

1. Thomas Preining, Porsche

2. Ricardo Feller, Porsche

3. Kelvin van der Linde, BMW

4. Marco Wittmann, BMW

5. Nicki Thiim, Aston Martin

6. Finn Wiebelhaus, Ford-Mustang

7. Ben Dörr, McLaren

8. Marco Mapelli, Lamborghini

9. Arjun Maini, Ford-Mustang

10. Lucas Auer, Mercedes-AMG