Sonntag, 7. Juni 2026

Superbike: Das steckt hinter Schrötters Glücksmoment

Marcel Schrötter
Foto: Jens Hawrda

Superbike-Rookie Marcel Schrötter hat in Brünn zum ersten Mal in der EURO MOTO Superbike gewonnen. Ein Ausnahmefahrer und ein Spitzen-Team haben eine Paarung ergeben, die in der Gesamtwertung nur fünf Punkte hinter Lukas Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) liegt.

Pole Position in Brünn. Marcel Schrötter fuhr als Einziger eine Zeit unter 1:57 Minuten. „Das war mein erster großer Glücksmoment am Wochenende“, sagt der 33-Jährige. Im ersten Rennen toppte er das Ergebnis: Sieg nach 13 Runden. Mit 1.57,722 gab es obendrauf die die schnellste Rennrunde. Schrötter hat Träume und Wünsche im Team GERT56 by RS Speedbikes wahr gemacht.

Was war passiert? „Der Testtag vor dem Rennwochenende kam uns dabei sehr gelegen, da wir weitere Sachen probieren konnten, um das Motorrad besser verstehen zu können. Das gilt nicht nur für mich, sondern auch für das Team, das im Winter mit den Federelementen zu Öhlins gewechselt ist“, erzählt Schrötter und macht auf einen besonderen Umstand aufmerksam: „Wir sind in jeder Session vorwärts gekommen – vor allem im Vergleich zu Markus Reiterberger. Er war am Wochenende zuvor mit dem EWC-Team und seinem EURO MOTO-Motorrad beim Testen in Brünn. Das heißt, er war schon richtig eingeschossen und hat auch entsprechend losgelegt. Aber wir haben ständig aufgeholt und am Samstag war die Superpole mit der Pole Position als Ergebnis optimal.“

Dass Schrötter das erste Rennen gewann war eine Wohltat für das Team GERT56. Der letzte Sieg lag zwei Jahre zurück. Er wurde von Patrick Hobelsberger geholt und datierte vom 5. Mai 2024. Auch im zweiten Rennen fühlte sich Schrötter auf der BMW M 1000 RR stark wie ein Bär. Bis ihn Lukas Tulovic unter Druck setzte. „Aber das Gefühl mit dem Motorrad war gut, und ich war mir sicher alles unter Kontrolle zu haben, bis ein paar kleine Probleme auftraten, deren Ursache wir noch finden müssen. Jedenfalls musste ich mehr pushen als gewollt und auch von der Elektronik her mehr freischalten, um diese Probleme zu überfahren. Das ging auf die Kosten der Reifen. Ich war an einem Punkt angelangt, an dem man innerhalb einer Runde ziemlich einbrechen kann. Bei mir das der Fall. Ich habe meinen Hinterreifen kaputtgemacht und konnte das Tempo der Vorderen nicht mehr halten.“

Der dritte Platz war eine Enttäuschung für Schrötter. „ Diese ist aber längst überwunden, denn viel wichtiger ist, wieder ganz vorne dabei zu sein. Wir haben mit dem Motorrad einen Weg eingeschlagen, mit dem ich sehr happy bin. Ich hoffe, dass das eine Basis ist, die auch bei den nächsten Rennen gut funktioniert.“

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Freitag, 5. Juni 2026

Superbike: Aufgeben kommt für Hobelsberger nicht infrage

Patrick Hobelsberger, Honda CBR 1000 RR-R #52
Foto: Jens Hawrda

Wie schon vor der Veranstaltung bekannt war, kam Patrick „Pax“ Hobelsberger gesundheitlich nicht völlig auskuriert zur zweiten Saisonveranstaltung in der EURO MOTO Superbike. Mit viel Ehrgeiz und Durchhaltevermögen holte der Honda-Fahrer in Brünn vier Punkte. Es hätten mehr sein können.

Vor fünf Jahren holte der 29-Jährige Bayer aus Landau an der Isar den Titel in der IDM Supersport. Zwei Jahre später später stieg er als Gesamt-Dritter bei den Superbikes aufs Treppchen. Danach ging die Erfolgskurve in die verkehrte Richtung. Hobelsberger setzt dennoch alles daran, um in seinem privaten Team wieder vorwärts zu kommen.

In Brünn nahm Pax die Möglichkeit eines zusätzlich angebotenen Trainingstages war. „Ich hatte die Chance, um in Ruhe zu sehen, wo ich gesundheitlich stehe und wie viel Intensität wir in die freien Trainings legen können.“ Da die 4,5403 km lange Strecke als Reifenfresser gilt, lag der Fokus darauf, die Haltbarkeit der Reifen so gut es geht mit dem Setup zu verbessern. Nach dem mehrteiligen Qualifikationsverfahren über das Superbike Pre Practice und die Superpole stand Hobelsberger auf dem siebten Startplatz, direkt hinter dem ehemaligen Moto2-Weltmeister Marcel Schrötter sowie Shootingstar Leon Orgis. In seinem Rücken hoffte Titelverteidiger und Auftaktsieger Lukas Tulovic auf Schadensbegrenzung.

Bei Pax blieb das Qualifying der größte Erfolg des Wochenendes. Ein Fehler im Dashboard zum Rennbeginn kostete im ersten Lauf etliche Plätze. Seine Aufholjagd begann gleich in der ersten Runde. Am Ende überquerte er die Ziellinie als Elfter. Der zweite Lauf endete vorzeitig durch einen Sensor-Defekt. Nur vier Punkte aus Brünn mitzunehmen, das war ein Debakel. Ein frustrierter Pax lässt dennoch wissen: „Wir kämpfen weiter.“ Und das mit zwei Ausrufezeichen.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Donnerstag, 4. Juni 2026

ADAC GT4 Germany: Springob: „Die ADAC GT4 Germany ist weltweit führend“

#4 Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok / Aston Martin Vantage AMR GT4 Evo / COSY Racing by ESM
Foto: ADAC-Motorsport

Jan Philipp Springob zählt nicht nur zu den bekanntesten Piloten der ADAC GT4 Germany, sondern hat auch abseits der Rennstrecke so einiges drauf. Der Aston Martin-Fahrer erläutert, warum er sich seit 2019 in der Serie wohlfühlt.

Jung, schnell und einer der absoluten Sympathieträger im Fahrerlager der ADAC GT4 Germany: Jan Philipp Springob (Olpe) ist nicht nur einer der ganz großen Player in der GT4-Serie des ADAC, sondern auch extrem erfolgreich unterwegs. Das zeigte der 25-Jährige direkt schon beim Saisonauftakt auf dem Red Bull Ring, als er gemeinsam mit Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4 das Sonntagsrennen gewann und aktuell auf Platz drei der Tabelle liegt.

„Alleine schon wegen des Triumphs im Sonntagsrennen sind wir mit dem Rennwochenende zufrieden. Dennoch war es sehr ärgerlich, dass wir im Samstagsrennen mit einem fast schon sicheren Podiumsergebnis in der Hand unglücklich weit zurückgefallen sind“, blickt Springob auf den Red Bull Ring zurück. In seinem Aston Martin wurde eine Fehlermeldung angezeigt, sodass das Fahrzeug einmal komplett neu hochgefahren werden musste. Somit war am Ende nicht mehr als Platz zehn drin. Beim anstehenden Rennwochenende Anfang Juli auf dem Norisring möchte Springob gemeinsam mit Teamkollege Gogollok dann aber direkt das nächste Podium nachlegen.

Im Leben von Jan Philipp Springob dreht sich alles um das Thema Auto. Er hat bereits im Alter von sechs Jahren mit dem Kart-Slalom begonnen. Mit zwölf Jahren wechselte er auf die Kart-Rundstrecke. Mit Erfolg: 2017 und 2018 gewann er das ADAC Kart Masters. Davon motiviert wurde Springob 2019 für zwei Jahre in die ADAC Stiftung Sport aufgenommen. „Durch diese Förderung war der Sprung in den GT4-Sport möglich“, erklärt Springob. Sein Debütjahr schloss er auf Platz zwei der Junior-Wertung ab. 2020 machte der Westfale einen Abstecher in die damals existierende DTM Trophy. Seit 2021 ist er wieder regelmäßig in der ADAC GT4 Germany am Start.

„Ich verdiene mit dem Motorsport mein Geld. Somit ist bei mir alles sponsorenbasierend. Meiner Meinung nach ist die ADAC GT4 Germany in Bezug auf die nötigen Ausgaben und den tatsächlichen Gegenwert, den man erhält, weltweit mit Abstand das führende Paket. Wir fahren auf der DTM-Plattform, sind im Fernsehen vertreten und haben ultra spannende Rennen. Das spiegeln mir auch die Sponsoren wider“, stellt Springob klar. „Davon abgesehen, macht mir das Fahren in der Serie wahnsinnig viel Spaß.“

Nicht nur im Cockpit, sondern auch abseits der Rennstrecke hat Springob einiges drauf. Er schreibt aktuell seine Bachelorarbeit im Bereich Fahrzeugtechnik. Darüber hinaus arbeitet er für verschiedene Hersteller als Instruktor bei beispielsweise Markteinführungen von neuen Modellen, Händlerschulungen oder Kundentrainings.

Ein regelrechter Farbtupfer im Feld der ADAC GT4 Germany ist auch Springobs Aston Martin. Auf dem Fahrzeug ist ein markanter Hacker zu sehen, der auf seinen Hauptsponsor aus der Internetsicherheitsbranche zurückgeht. „Mit den Chefs der COSY Systeme bin ich in einem Unternehmernetzwerk, sodass wir uns regelmäßig morgens treffen. Einmal haben wir über ein Sponsoring gesprochen“, verrät Springob. „Eine Woche später hatte ich morgens um 6 Uhr gerade meinen Kaffee in der Hand, als ich die Zusage bekam. Somit konnten wir letztes Jahr in der ADAC GT4 Germany antreten und haben auch dieses Jahr wieder eine richtig gute Fahrerpaarung.“

In der ADAC GT4 Germany fühlt sich Springob richtig wohl. „Mein ursprüngliches Ziel war es, mit dem Motorsport Geld zu verdienen. Das habe ich nun erreicht. Somit bin ich schon mal super happy. Natürlich versucht man stets weiterzukommen und strebt nach größeren Dingen. Mein größter Wunsch wäre es, irgendwann in der DTM zu fahren“, so Springob. „Daran arbeiten wir – vielleicht klappt es in den nächsten Jahren.“

Quelle: adac-motorsport.de

Mittwoch, 3. Juni 2026

Next DTM-Stop: Dekra Lausitzring

DTM DEKRA Lausitzring 2025
Foto: ADAC-Motorsport

Für den dritten Saisonstopp reist die DTM nach Brandenburg: Vom 19. bis 21. Juni finden auf dem Dekra Lausitzring der fünfte und sechste Meisterschaftslauf statt. Neben packender Rennaction erwartet die Fans ein aufregendes Festival-Wochenende. „Dick Brave“ alias Sasha sorgt am Samstagabend mit seinem Auftritt auf der „DTM Powerstage presented by Pirelli“ für beste Unterhaltung.

Mit der Tabellenführung im Gepäck kommt Maro Engel in die Lausitz. Der Mercedes-AMG-Pilot führt vor seinem Markenkollegen Lucas Auer und Marco Wittmann im BMW M4 GT3 Evo die DTM an. Mit großer Vorfreude geht Maximilian Paul ins Lausitzring-Wochenende: Der Lamborghini-Werksfahrer startet im neuen Temerario GT3 und hat als Dresdner ein Heimspiel.

Die Zuschauer dürfen sich am Lausitzring auf Motorsport im XXL-Format freuen: Die neue TGP-Meisterschaft ist mit ihren mehr als 1.000 PS starken Trucks am Start. Mit dem ADAC GT Masters ist zudem die GT3-Nachwuchsliga des ADAC dabei. Seinen Saisonstart trägt der BMW M2 Cup aus. Bereits zum dritten Mal in der laufenden DTM-Saison ist der Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland dabei.

Eine Extraportion Adrenalin verspricht in der Lausitz die DTM Track Safari: Bereits am Freitag geht es für die Zuschauer in Bussen auf die Rennstrecke, während die DTM-Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit dicht vorbeiziehen. Ein weiteres Programm-Highlight ist ein Kinoabend am Freitag, den die DTM gemeinsam mit Partner CineStar veranstaltet. Am Samstagabend erwartet die Besucher zudem ein Public Viewing zur Fußball-Weltmeisterschaft – um 22 Uhr trifft Deutschland auf die Elfenbeinküste.

Quelle: dtm.com

ADAC Racing Weekend: Spannende Rennen begeistern in Oschersleben

Rasmus Vendelbo zweimal ganz vorne in der Porsche Sprint Challenge GT4 . Peter Terting / Thomas Frank sowie Kyam Potez feiern Siege in der STT. Thomas Westarp gewinnt alle drei Rennen der GT Summer Series.

GT Summer Series Oschersleben
Foto: Jens Hawrda

Eineinhalb Tage mit Sonnenschein und dann eine Phase mit Regen, so präsentierte sich die Motorsport Arena Oschersleben am vergangenen Wochenende beim zweiten ADAC Racing Weekend des Jahres 2026. In der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 hießen die Sieger Jan Antoszewski und Joel Hohmann (beide Porsche 911 GT3 Cup (992)), in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 war Rasmus Vendelbo (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) zweimal ganz vorne. In der Spezial Tourenwagen Trophy (STT) wurden einmal Peter Terting / Thomas Frank (beide Porsche GT4 RS) und einmal Kyam Potez (Mercedes-AMG GT4) als Erste abgewinkt, während die größten Pokale in der GT Summer Series sowohl in den beiden 30-Minuten-Sprints wie auch im abschließenden 50-minütigen Rennen an Thomas Westarp (Audi R8 LMS GT3 Evo II) gingen. Der Norddeutsche ADAC Börde Tourenwagen Cup (NATC) wurde zur Beute von Franjo Kovac (Mercedes-AMG GT4) und Holger Redlich (Opel Astra TCR).

Joel Hohmann gewinnt sein erstes Rennen in der Porsche Sprint Challenge Deutschland
Foto: Jens Hawrda

Joel Hohmann mit Premierenerfolg in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3

Jan Antoszewski gewann den ersten Lauf der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 und bejubelte damit seinen dritten Triumph im dritten Saisonrennen. Hinter ihm kreuzten Joel Hohmann und Mads K. Ljungberg (beide Porsche 911 GT3 Cup (992)) die Ziellinie. Dabei fuhr Ljungberg rundenlang eng hinter seinem Rivalen her, fand aber keinen Weg, einen erfolgreichen Angriff durchzuziehen. Im zweiten Heat von Oschersleben beendete Hohmann die Siegesserie von Antoszewski, den er bereits am Start auf die zweite Position verwies. Seine Führung gab er bis zum Rennende nicht mehr ab. Levin Gelf (Porsche 911 GT3 Cup (992)) angelte sich den dritten Rang. 

Dritter Saisontriumph für Rasmus Vendelbo in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4

Im ersten Lauf übernahm Rasmus Vendelbo früh Platz eins in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4, einzig Nikodem Sobczyk (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) konnte ihm folgen. Schließlich erreichten sie die Zielflagge in der Reihung Vendelbo vor Sobczyk. Als Dritter feierte Bruno Görtz (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) seine Premiere auf dem Podium der Sprint Challenge GT4. Das Trio Vendelbo, Sobcyzk und Görtz traf sich auch nach dem zweiten Heat auf dem Treppchen und die Reihenfolge entsprach ebenfalls der im ersten Durchgang. 

Neue Sieger in der STT

In der STT schlug die Stunde der GT4-Piloten. Im ersten Lauf setzte sich das Duo Peter Terting / Thomas Frank von der Pole Position kommend schon am Start an die Spitze und baute sich einen Vorsprung auf, der immer größer wurde. Nach 22 Runden freute sich die Paarung des Teams Up2Race über ihren ersten Saisonsieg vor Kyam Potez und Jonathan Engström / Kjell Holm (beide Mercedes-AMG GT4). Einen Tag später stand das zweite Rennen auf dem Programm. Zunächst sah es wieder nach einem Erfolg von Terting / Frank aus, doch nach dem obligatorischen Boxenstopp überholten sowohl Potez wie auch das Duo Christian Klien / Alex Lambertz (beide Lotus Emira GT4) den Porsche GT4 RS. Im Ziel lautete die Reihenfolge Potez vor Klien / Lambertz; Frank / Terting brachten letztendlich Rang drei nach Hause.

Der ehemalige Formel-1 Pilot Christian Klien im Lotos Emira #255
Foto: Jens Hawrda

Im Feld der STT sticht der Name Christian Klien direkt ins Auge, der Österreicher startete bei 49 Formel-1-Rennen. „Ich kenne Pierre und Alex Schmitz, die beiden Teamchefs von AP Motors, schon lange und als sie mich fragten, ob ich Lust habe, für sie zu fahren, habe ich natürlich ‚ja‘ gesagt.“ Das Team AP Motors ist neu und auch das gewählte Auto fällt auf. „Wir wollten die Straßenversion des Lotos Emira kaufen, aber der Verkäufer hatte auch die GT4-Version. Wir haben kurz überlegt und dann zugeschlagen“, so Pierre Schmitz, dessen Mannschaft noch eine dritte Besonderheit aufweist. „Wir bieten Lehrgänge und Kurse für Berufe im Motorsport an, zum Beispiel für Mechaniker, Ingenieure, Teammanager. Für diese Ausbildung wollten wir ursprünglich auch die Straßenversion des Emira haben. Bei unseren Rennen ist neben einem Experten für einen Bereich immer auch ein Lehrling dabei, der so auch an die Arbeitsabläufe im realen Motorsport herangeführt wird.“ Dass sich AP Motors damit nicht schwächt, hat unter anderem das Podium in der Motorsport Arena Oschersleben gezeigt.  

Hermann Speck dreimal hinter Sieger Thomas Westarp in der GT Summer Series

Bei der Premiere der GT Summer Series im Rahmen des ADAC Racing Weekend war Thomas Westarp im ersten Sprint nicht zu bezwingen. Als einziger Rivale konnte Hermann Speck (Porsche 992 GT3 R) ihm folgen, er fand sich am Ende mit einem Rückstand von über sechs Sekunden auf Rang zwei wieder. Mike Janser (Porsche 992 GT3 Cup) eroberte den dritten Platz. Im zweiten Durchgang hielt Speck lange mit dem führenden Westarp mit, musste dann aber abreißen lassen, als leichter Regen einsetzte. Auch wenn er am Schluss wieder näher an den Spitzenreiter kam, der zweite Triumph für Westarp war nicht mehr in Gefahr. Position drei sicherte sich abermals Janser.

Auch im Regen des dritten Rennens nicht zu schlagen: Thomas Westarp im Audi R8
Foto; Jens Hawrda

Das abschließende Endurance-Rennen über 50 Minuten begann im starken Regen, der gegen Mitte des Laufs endete. Westarp ließ sich auch von den schwierigen Witterungsbedingungen nicht irritieren und feierte seinen dritten Sieg an diesem Wochenende. Janser und Urs Frick (Porsche 992 GT3 Cup) waren auf dem Weg zu den beiden verbliebenen Podestplätzen, doch da ihr Boxenhalt jeweils 13 Sekunden zu kurz war, wurden zu ihren Fahrzeiten je 36 Sekunden addiert. Damit kletterte Speck an die zweite Stelle, Igor Klaja und Fabian Dybionka (Porsche 992 GT3 Cup) erbten Rang drei. 

Reifenpoker im NATC geht an Holger Redlich

Der NATC hatte für das Oschersleben-Wochenende zwei Sprints ausgeschrieben. Im ersten Durchgang hatte sich Bernd Schaible (Audi R8 GT4) an die Spitze gesetzt, doch er konnte Bennett Lehmann (BMW M4 GT4) nicht abschütteln. Beim Angriff des BMW-Piloten kollidierten beide Fahrzeuge, was Lehmann mit einem Ausfall bezahlte. In der letzten Runde musste Schaible sich dann dem herannahenden Franjo Kovac beugen, der schlussendlich als Sieger abgewinkt wurde. Schaible auf Rang zwei und Jörg Muszczak (Seat Leon Supercopa) als Dritter komplettierten das Podium. Im zweiten Lauf mussten die Piloten mit Regenwetter klarkommen, das erst kurz vor dem Start begann. Am besten machte es Holger Redlich, der von Beginn an auf Regenreifen setzte und fast 50 Sekunden vor Oliver Rüsch (BMW M3) die Zielflagge sah. Laurie Brezina (BMW M235i Racing) freute sich über Position drei.