Mittwoch, 27. Mai 2026

Supersport: Ist der Auswärtserfolg ein Schub für Kawasaki?

Lorenzo Fellon, Kawasaki ZX-6R #20
Foto: Jens Hawrda

Lorenzo Fellon ist der einzige Franzose im Fahrerfeld der EURO MOTO Supersport. Als Pfingstausflug zog es den 21-Jährigen von Kawasaki Weber für drei Tage in die MotoJunior FIM World Championship. Fellon fuhr aus Podium. Im Gegensatz dazu führt Freddie Heinrich die teaminterne Wertung in der EURO MOTO an.

Lorenzo Fellon ist neu in der EURO MOTO, aber kein Unbekannter: Ex-Teilnehmer am Red Bull MotoGP Rookies Cup, Moto3-Junior-WM, drei Jahre in der Moto3-WM. Sein Vater war der frühere Manager von MotoGP-Fahrer Johann Zarco.

Mit 21 Jahren hat Fellon jr. bereits viel gesehen. Zu Kawasaki Weber kam er durch Valentin Debise, der 2021 für das Team antrat. Debise sorgte vor fünf Jahren für die beste Kawasaki-Bilanz seit zehn Jahren. In der Supersport-Klasse raste er sechs Mal aufs Treppchen, drei Mal als Erster. Kawasaki war wieder an der Front. Debise hat jetzt in den Verhandlungen zwischen Teamchef Emil Weber und Lorenzo Fellon vermittelt.

Dass Fellon zu Pfingsten in Barcelona einen dritten Platz in der Stocksport-EM absahnte, sollte für einen ersten Höhenflug in der EURO MOTO am kommenden Wochenende in Brünn wie gemacht sein. Kommt auf der tschechischen Rennstrecke sein groer Auftritt? Denn der Einstand des Franzosen verlief auf dem Sachsenring harzig: P11 im ersten Lauf und eine Disqualifikation im zweiten Rennen. Null Punkte statt P7, weil seine Kawasaki 2,5 Kilogramm zu leicht war.

Teamkollege Freddie Heinrich kam deutlich besser in Schwung. Northern Talent Cup, Red Bull Rookies Cup und der Pro Superstock 1000 Cup haben Erfahrungen hinterlassen.

„Langfristig ist das Ziel, dass Lorenzo und Freddie in der Supersport-Klasse kontinuierlich in die Top 10 fahren“, setzt Teamchef Emil Weber Prioritäten. „Lorenzo war bei den Testfahrten schneller. Auf dem Sachsenring waren beide auf Augenhöhe.“ Vom 21-jährigen Sachsen ist Weber bereits schwer begeistert. Er hat das Ziel auf der Kawasaki Ninja ZX-6R nämlich auf Anhieb geschafft und ist nach zwei Rennen Gesamt-Neunter.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Superbike: Pax Hobelsberger ist wieder im Betriebsmodus

Patrick Hobelsberger, Honda CBR 1000 RR-R #52
Foto: Jens Hawrda

Der Saisonauftakt auf dem Sachsenring war für den EURO MOTO-Superbiker Patrick Hobelsberger ein einziges Desaster. Er reiste vorzeitig ab. In Brünn soll es am kommenden Wochenende besser laufen.

Ein hochroter Kopf wechselte sich ab mit vornehmer Blässe. Patrick „Pax“ Hobelsberger hatte schon besser ausgesehen. Beim Saisonauftakt auf dem Sachsenring vor drei Wochen hatte den Superbike-Dritten des Jahres 2023 ein fetter Infekt völlig aus der Spur geworfen. Hobelsberger war deshalb weit weg davon, auf seiner Lieblingsstrecke auch nur annähernd zu punkten. Vor zwei Jahren hatte er im deutschen Motorrad-Mekka noch einen Sieg davongetragen. Doch nun wurde der 29-Jährige im ersten Lauf Letzter. Schon in der Superpole war er völlig untergegangen. Was war los?

„In der Woche vor dem Sachsenring Auftakt waren wir in Brünn beim Testen, sind aber einen Tag früher als geplant abgereist. Von einem Tag auf den anderen bin ich krank geworden. In der Woche vor dem Saisonauftakt wurde es kaum besser und ich hatte immer noch mit Fieber, Erkältung und teils Schwindel zu kämpfen“, berichtet Hobelsberger. In Sachsen startete der Bayer mit dem Basis-Setup an der Honda CBR 1000 RR-R in die ersten Trainings. „Das Motorrad funktionierte super“, stellte er fest, „aber ich nicht.“ Hobelsberger fühlte sich wie vom Bus überrollt. Bei seinen Tests auf dem Pannoniaring hatte er kurz zuvor den aufgestellten Rundenrekord von 2024 um drei Zehntel unterboten. Er steht jetzt bei 1:49, 4min. An solche Höchstleistungen war auf dem Sachsenring im Traum nicht zu denken. Stattdessen ging es für Pax nur bergab. Nach dem ersten Rennen zog er den Stecker und fuhr nach Hause.

Brünn soll die Wende bringen. Ganz fit ist Hobelsberger noch immer nicht und mit seinem Rennmotorrad ist er auch nicht mehr gefahren. Das muss aber nichts heißen.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

ADAC GT Masters: Das Fahrerlager-Radar aus Zandvoort

Ein Megastar im Fahrerlager, Besuch von alten Bekannten und Erfolge abseits der Strecke. Das Fahrerlagerradar vom Circuit Zandvoort.

Foto: ADAC-Motorsport

Star-Streamer „Monte“ besucht das ADAC GT Masters

Ein Top-Star war am Samstag zu Besuch in der Box von Max Reis: Der Pilot des Haupt Racing Teams hatte „MontanaBlack“ eingeladen, einen der bekanntesten deutschen Streamer. Mehrere Millionen Fans begeistert er täglich auf Twitch und Youtube. Auf Twitch streamte er den Besuch des Paddocks, der Startaufstellung und weitere Einblicke hinter die Kulissen für seine rund sechs Millionen Follower. „Ich habe gesehen, dass er in Amsterdam ist, ihn direkt eingeladen und ihm ein Ticket organisiert. Ich habe mich sehr gefreut, als er sich dann ganz spontan entschieden hat, tatsächlich zu kommen“, erzählte Reis. Nach einer Erkundungstour mit Reis‘ Vater Ralph, besuchte er Max Reis in der Startaufstellung und beobachtete schließlich das Rennen aus der Box. „Er fand es richtig cool, weil er bis dahin gar keine richtige Vorstellung hatte, wie es im Motorsport hinter den Kulissen abgeht. Auch die Zuschauer im Stream waren begeistert. Das Feedback war sehr positiv und viele haben sich gewünscht, dass er sowas in der Art nochmals zeigt.“

Nachträgliches Geburtstagsgeschenk

Am Mittwoch vor dem Rennwochenende in Zandvoort feierte Felix Hirsiger seinen 28. Geburtstag. Das wohl schönste Geschenk machte sich der Schweizer ein paar Tage später selbst. Gemeinsam mit Teamkollege Finn Zulauf gewann Hirsiger den zweiten Lauf in Zandvoort. Damit bauten die beiden Piloten vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport ihre Tabellenführung weiter aus.

Alte Bekannte im Fahrerlager

Zwei ehemalige niederländische Top-Piloten des ADAC GT Masters statteten dem Circuit Zandvoort am Wochenende einen Besuch ab – mit unterschiedlichen Beweggründen. Jaap van Lagen, der im ADAC GT Masters zweimal in Zandvoort gewonnen hat, startet mittlerweile im Porsche Carrera Cup Benelux, der im Rahmenprogramm am Start war. Sein Landsmann Indy Dontje bestritt insgesamt 56 Rennen im ADAC GT Masters und wurde 2019 gemeinsam mit Maximilian Götz Dritter der Gesamtwertung. Er besuchte den Circuit Zandvoort gemeinsam mit seiner Familie und präsentierte seine große Leidenschaft – zur großen Begeisterung von Sohn Bobby.

Jugend auf dem Vormarsch

Im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters auf dem Circuit Zandvoort standen Storm Gjerdrum und Fabian Rauer als Drittplatzierte auf dem Podium. Mit einem Alter von 18 Jahren, vier Monaten und 26 Tagen sind sie das drittjüngste Fahrerduo der Serien-Geschichte, das den Sprung aufs Podest geschafft hat. Spitzenreiter dieser Statistik sind Martin Matzke und Jiri Skula. Sie waren bei ihrem Debütpodium in Hockenheim 2007 17 Jahre, fünf Monate und 13 Tage alt.

Besonderer Gast auf dem Podium

Am Samstag überreichte Markus Winkelhock die Pokale an die Zweitplatzierten, Sandro und Juliano Holzem von Schubert Motorsport. Winkelhock kennt das Gefühl wie kein anderer. Er selbst nahm von 2011 bis 2022 an 120 Rennen des ADAC GT Masters teil und stand sechs Mal auf dem Podium.

Quelle: adac-motorsport.de


Dienstag, 26. Mai 2026

Emil Frey Racing glänzt in Zandvoort mit erstem Sieg für Matteo Cairoli und Heimpodium für Thierry Vermeulen

#69 Thierry Vermeulen (NLD / Ferrari 296 GT3 Evo / Emil Frey Racing)
Foto: ADAC-Motorsport

Beim zweiten DTM-Saisonevent auf dem Circuit Zandvoort verzeichnete Emil Frey Racing ein erfolgreiches Wochenende: Matteo Cairoli fuhr in seinem erst dritten DTM-Rennen nach eindrucksvoller Pole Position einen souveränen Start-Ziel-Sieg ein und wurde zudem zum Driver of the Day gekürt – ein beeindruckendes Statement des Italieners in der noch jungen Saison. Im Mittelpunkt stand dabei auch Thierry Vermeulen, der vor heimischem Publikum sein erstes DTM-Podium in Zandvoort feierte und am Sonntag erneut stark auftrumpfte – ein Fehler beim Boxenstopp und eine andere Reifenstrategie kostete ihn jedoch am Ende einen möglichen Sieg.

Unterstützt von BWT und Windhager auf dem Nummer 14 Ferrari von Matteo Cairoli sowie Red Bull und Verstappen.com am #69 Ferrari von Thierry Vermeulen erlebte Emil Frey Racing beim Heimspiel des jungen Niederländers auf dem Circuit Zandvoort ein starkes DTM-Wochenende mit einem Sieg, einem Podium und starken Auftritten beider Fahrer.

Rennen 1 – Samstag, 23. Mai 2026

Ein perfekter Start ins Wochenende: Matteo Cairoli sicherte sich eindrucksvoll seine erste Pole Position in der DTM, während Thierry Vermeulen die erste Startreihe für Emil Frey Racing mit Platz zwei komplettierte.

Beim Start blieb Matteo Cairoli vorne und kontrollierte das Feld. Thierry Vermeulen musste zunächst den Mercedes von Lucas Auer ziehen lassen, stabilisierte sich jedoch auf Rang drei und kontrollierte das Rennen in der Folge. Dank eines komfortablen Vorsprungs konnte er seine Position auch nach dem Pflichtboxenstopp verteidigen.

Einmal mehr glänzte das Team in der Boxengasse: Mit einer Standzeit von 6,110 Sekunden gelang beim Stopp von Vermeulen der schnellste Boxenstopp des Tages.

An der Spitze kontrollierte Matteo Cairoli das Rennen souverän. Bis zu seinem Boxenstopp hatte er sich bereits einen signifikanten Vorsprung erarbeitet. Der Italiener liess sich den Sieg nicht mehr nehmen und überquerte in seinem dritten DTM-Rennen erstmals als Sieger die Ziellinie.

Thierry Vermeulen komplettierte das starke Teamergebnis mit Platz drei und feierte vor heimischem Publikum sein erstes DTM-Podium. Matteo Cairoli wurde zusätzlich verdient zum Driver of the Day gewählt.

Rennen 2 – Sonntag, 24. Mai 2026

Nach viel Verkehr im Qualifying erzielte Matteo Cairoli die sechstschnellste Zeit. Thierry Vermeulen wiederholte seine starke Leistung vom Vortag und sicherte sich erneut den zweiten Startplatz. Der Sieger vom Samstag ging im heutigen Rennen mit einem sogenannten Success Ballast von 20 kg Extragewicht an den Start, was sich auf die Performance spürbar auswirkte. 

Beim Start verloren allerdings beide Emil Frey Racing Ferrari an Boden: Matteo Cairoli fiel auf Platz 8 zurück, Thierry Vermeulen musste Lucas Engstler im #130 Lamborghini passieren lassen. Den ersten von zwei Boxenstopps absolvierte die #14 in Runde 9 – und während viele Teams Fehler machten, gewann die Mannschaft dank einer Standzeit von 6,3 Sekunden drei Positionen im Rennen. 

Thierry Vermeulen blieb länger draussen, erbte die Führung und kam gemeinsam mit den Top-3-Platzierten an die Box. Ein kurzer Zwischenfall nach einem Unsafe Release des Manthey-Porsches von Thomas Preining sorgte für eine Schrecksekunde in der Boxengasse, doch der Niederländer blieb cool und behielt die Nase vorne, um Platz 3 zu behaupten. 

Das Safety Car kam kurz in Runde 17 auf die Strecke, um Teile aufzusammeln – und beim Restart machte Thierry Vermeulen alles richtig: Erst überholte er den #130 Lamborghini und kletterte auf Rang 2, kurz darauf schnappte er sich auch noch die Führung vom #3 BMW von Kelvin van der Linde. Ab diesem Moment war der #69-Pilot der fliegende Holländer und fuhr in seiner eigenen Welt: Nach zwei Runden hatte er sich bereits um 2,2 Sekunden abgesetzt und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Doch beim Stopp schlich sich ein Fehler ein – das Auto wurde zu früh herabgelassen und musste erneut aufgebockt werden, wertvolle Sekunden blieben so auf der Strecke.

Während Thierry Vermeulen den mittleren Stint absolut dominierte, konnte er im dritten Stint mit gebrauchten Reifen nicht mehr angreifen und musste die Konkurrenz ziehen lassen. Er kam schliesslich als Fünfter ins Ziel; Matteo Cairoli nahm mit Platz 11 ebenfalls noch wichtige Punkte mit.

Stimmen zum Rennwochenende

Matteo Cairoli (Italien)

„Der Sieg am Samstag war ein unglaubliches Gefühl! Trotz meines Vorsprungs war in den letzten Runden höchste Konzentration gefordert, da die Reifen ziemlich stark abgebaut hatten. Seit vielen Jahren war es immer mein Ziel, ein Rennen in der DTM zu gewinnen, und jetzt bin in natürlich umso glücklicher über diesen Sieg. Am Sonntag hingegen erlebten wir ein sehr kompliziertes Rennen. Mit dem Extragewicht war es natürlich schwierig. Aber trotzdem hatte ich heute mehr Balanceprobleme als im gestrigen Rennen. Ich denke ich habe am Sonntag das Maximum rausgeholt.”

Thierry Vermeulen (Niederlande)

„Allgemein war es ein wirklich schönes Wochenende hier in Zandvoort mit den ganzen Fans und es ist immer schön, auf dieser besonderen Strecke mein Heimrennen zu feiern. Ich hatte zwei starke Qualifyings und dann das Podium am Samstag war natürlich super. Am Sonntag hatten wir eine super Pace, die wir so nicht ganz erwartete hatten, aber machten dann einen Fehler und es war schmerzhaft zuzusehen, wie das Podium in die Ferne driftete. Aber dennoch gaben wir 100 Prozent und ich bin sehr stolz auf jeden Einzelnen im Team und ich kann es kaum erwarten, wo wir bei den nächste Rennen stehen.”

Quelle: emilfreyracing.com

Manthey erzielt vier Top-Zehn Platzierungen beim DTM-Gastspiel im niederländischen Zandvoort

  • Thomas Preining fährt bei der DTM in Zandvoort einen siebten und einen achten Platz ein  
  • Ricardo Feller erreicht in den Niederlanden zweimal den zehnten Rang 
  • Am Sonntag absolviert die Boxencrew des Teams den schnellsten Reifenwechsel des Tages 

#91 Thomas Preining (AUT / Porsche 911 GT3 R / Manthey)
Foto: ADAC-Motorsport

Beim DTM Gastspiel in den Niederlanden erreicht Manthey vier Top Zehn Ergebnisse und verbucht damit beim zweiten von acht Rennwochenenden der Sprintsaison 2026 mit beiden Porsche 911 GT3 R wichtige Meisterschaftspunkte. Von Startplatz zehn aus fuhr Thomas Preining (Österreich) am Samstag auf Rang sieben vor und erreichte auch am Sonntag mit Platz acht die Punkteränge. Ricardo Feller (Schweiz) fuhr in den Dünen von Zandvoort zweimal den zehnten Platz ein, nachdem er am Samstag von Position elf und am Sonntag von Platz 16 gestartet war. Einen Erfolg konnte zudem die Boxenstopp Crew des Meuspather Teams verbuchen: Am Sonntag gelang ihr an der Startnummer 90 mit 6,133 Sekunden der schnellste Reifenwechsel des Tages. Nach den ersten vier Saisonrennen in Österreich und den Niederlanden rangiert Manthey nun auf Position fünf in der DTM Teamwertung (68 Punkte). Thomas Preining belegt mit 46 Punkten den vierten Platz in der Fahrermeisterschaft, während Ricardo Feller den elften Platz innehat (23 Punkte).

„Im ersten Qualifying konnten wir unsere Leistung leider nicht maximieren und es hat nur für die Startpositionen zehn und elf gereicht. Im Zuge des vergleichsweise ereignislosen Rennens konnten wir dann aber unsere Stärken bei der Strategie und den Boxenstopps ausspielen und mit beiden Fahrzeugen Positionen gutmachen. Im Sonntagszeittraining hat Thomas eine gute Runde zusammengebracht und sich mit Platz sieben in eine gute Ausgangslage gebracht. Ricardo konnte leider aufgrund von Verkehr und weil unsere Strategie im Qualifying nicht ganz aufging, nur Rang 16 erreichen. Das Rennen startete dann gut für uns und wir konnten uns sowohl auf der Strecke als auch in der Boxengasse mit beiden Fahrern auf die Plätze vier und neun vorarbeiten. Im weiteren Rennverlauf wurde die Performance unserer Autos leider beeinträchtigt: Die Startnummer 90 trug von einer unverschuldeten Berührung mit einem Konkurrenten während der Safety-Car-Phase einen Schaden davon. Mit Thomas trafen wir nach dem zweiten Boxenstopp auf Verkehr in der Fast Lane und es kam zu einem Kontakt mit Mirko Bortolotti im Lamborghini. Dadurch wurde das Fahrzeug beschädigt, was uns am Ende einige Plätze kostete. Anstatt des Sprungs nach vorne in Richtung Podium ging es für ihn daher leider nach hinten. Das ist schade, denn der dritte Rang war auf jeden Fall in Reichweite. In Anbetracht der Startposition wurde es für die Startnummer 90 am Ende ein solides Top-Zehn-Ergebnis“, erklärt Patrick Arkenau, Geschäftsbereichsleiter Racing bei der Manthey Racing GmbH.

„Grundsätzlich haben wir uns das Wochenende in Zandvoort von den Ergebnissen her besser vorgestellt. Wir konnten mit Thomas zwar den Kontakt zur Spitze in der Meisterschaft halten, aber leider nicht auf das Podium vorfahren. Auch mit Ricardo hatten wir uns bei seinem zweiten Sprintrennwochenende mit dem Team größere Ziele gesetzt. Am Ende halten wir aber fest, dass wir in beiden Rennen mit beiden Autos gepunktet haben, was im Hinblick auf die Meisterschaft sehr wichtig ist”, fasst Martin Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH, zusammen. „Jetzt schauen wir dem Lausitzring entgegen und wollen dort wieder um Siege kämpfen und mit beiden Fahrzeugen den Abstand zur Front in der Meisterschaft verkleinern“, ergänzt Nicolas Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH.

Für die nächsten beiden Saisonläufe führt der Rennkalender die DTM Teams vom 19. bis 21. Juni an den Lausitzring. Zuvor wird Manthey nach Frankreich reisen, um dort bei den 24 Stunden von Le Mans (10. bis 14. Juni 2026) um den dritten LMGT3 Klassensieg in Folge zu kämpfen.

Stimmen zum DTM-Rennwochenende in Zandvoort:

Ricardo Feller, Porsche 911 GT3 R #90: „Ein durchwachsenes Wochenende, von dem wir uns etwas mehr erwartet haben. Dennoch bin ich sehr zufrieden mit dem Auto gewesen und die Leistung des Teams war, wie immer, klasse. Mich freut, dass wir im Vergleich zum Red Bull Ring etwas Performance gefunden, auch wenn man das an den Ergebnissen nicht ganz ablesen kann. Das Ergebnis des Samstagsrennens war solide und die Meisterschaftspunkte sehr wichtig. Am Sonntag hatten wir im Qualifying leider ein wenig Pech mit der Position auf der Strecke und haben gleichzeitig etwas ausprobiert, was nicht ganz funktioniert hat. Das kann immer passieren und dafür konnten wir dann im Rennen aber gut aufholen und das zweite Punkteergebnis einfahren. Am Lausitzring ist das Ziel natürlich, noch einen weiteren Sprung nach vorne zu machen.“

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R #91: „Am Samstag haben wir uns nach einem schwierigen Qualifying mit einer guten Strategie und Boxenstopps sowie einem guten Start nach vorne gearbeitet und wichtige Punkte geholt. Das Qualifying am Sonntag lief mit Platz sieben besser. Nach dem Start waren wir schnell schon Fünfter und sind dann um das Podium mitgefahren. Leider gab es nach dem zweiten Boxenstopp in der Boxengasse eine Kollision mit einem anderen Fahrzeug. Das kann einfach immer passieren, da es in Zandvoort sehr eng in der Pitlane ist. Dabei wurde das Auto leider stark beschädigt. Daher war es dann nur noch wichtig im Rennen zu bleiben und das Auto nachhause zu bringen. Ich bin froh, dass wir am Ende noch gute Punkte für die Meisterschaft geholt haben.“

Quelle: manthey-racing.com