Sonntag, 6. September 2026

Euro Moto Sportbike: Bijman macht Doppelsieg perfekt, Zuda unter Druck

Ruben Bijman (Freudenberg RORA PALIGO Racing) ist der Mann des Wochenendes am Nürburgring. Nach seinem hauchdünnen Erfolg am Samstag legte der Niederländer am Sonntag nach und machte den Doppelsieg perfekt. Nach turbulenten ersten Runden setzte sich Bijman deutlich ab und gewann mit 4,671 Sekunden Vorsprung vor Tom Kuil (RT Motorsports). Meisterschaftsführer Stepan Zuda (Freudenberg RORA PALIGO Racing) komplettierte das Podium.

Zunächst sah allerdings alles nach einem starken Rennen von Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) aus. Von Startplatz drei schoss der Österreicher direkt an die Spitze. Dahinter ging es ordentlich zur Sache und die Reihenfolge wurde mehrfach durcheinandergewirbelt. Kitzbichler fiel zwischenzeitlich zurück, kämpfte sich aber stark auf der Bremse innerhalb weniger Runden wieder an die Spitze. In Runde fünf folgte dann der Rückschlag: In Führung liegend stürzte der Österreicher und war damit aus dem Kampf um den Sieg.

Damit war der Weg für Bijman frei. „Am Anfang war es wegen der vielen Kämpfe nicht so einfach. Ich habe versucht, mich aus dem ganzen Tumult herauszuhalten. Als Tobias dann gestürzt ist, habe ich noch einmal eine Schippe draufgelegt und Gas gegeben. Danach bin ich einfach meinen Rhythmus bis zum Schluss gefahren.“

Und das mit Erfolg. Bijman setzte sich Runde für Runde weiter ab und fuhr in 1:30,782 Minuten auch die schnellste Rennrunde aller Fahrer, die das Rennen beendeten. Im Ziel hatte er sich einen für die Sportbike Klasse ungewöhnlich deutlichen Vorsprung von 4,671 Sekunden herausgefahren.

Kuil belohnt sich mit dem Podium

Hinter Bijman lieferte Kuil ebenfalls eine starke Vorstellung ab. Schon am Samstag hatte der Niederländer mit Platz fünf sein bis dahin bestes Saisonergebnis eingefahren. Einen Tag später setzte er noch einen drauf und brachte Rang zwei ins Ziel. Wie viel ihm dieses Ergebnis bedeutete, zeigte sich kurz vor der Siegerehrung. Seine Mutter, die an diesem Wochenende nicht am Nürburgring dabei sein konnte, rief ihn unter Freudentränen an, erzählte er im Sieger-Interview. „Es ist toll, endlich wieder auf dem Podium zu stehen. Das zeigt, dass wir uns Schritt für Schritt entwickeln und immer weiter verbessern. Natürlich wollen wir irgendwann auch Ruben einfangen. Dieses Gefühl nehmen wir jetzt mit nach Hockenheim und dort versuchen wir, genau so weiterzumachen“, sagte Kuil in bester Laune.

Zuda verteidigt Rang drei

Auch hinter der Spitze war einiges los. Mika Siebdrath erwischte keinen optimalen Start, zeigte such aber gut aufgelegt in der Verfolgergruppe und machte Druck auf seinen Teamkollegen Stepan Zuda. Gleichzeitig machte Julian van Kalkeren (SRTD Pearle Gebben) hinter Siebdrath Druck. In den letzten Runden versucht Siebdrath sich den Meisterschaftsführenden zu schnappen, doch Zuda konterte und holte sich Rang drei zurück. Am Ende wurde Siebdrath Vierter, van Kalkeren folgte nur 0,028 Sekunden dahinter auf Rang fünf. Stepan Zuda war erleichtert.„Ich hatte ein bisschen erwartet, dass ich hier am Nürburgring vielleicht nicht ganz so stark sein würde. Donnerstag und Freitag waren zwar sehr gut, aber ich war an diesem Wochenende einfach nicht zu 100 Prozent auf der Höhe. Das liegt auch noch an meiner Handverletzung, die ich mir bei meinem Gaststart in der Weltmeisterschaft zugezogen habe. Deshalb bin ich froh, trotzdem zwei Podiumsplätze eingefahren und wichtige Punkte mitgenommen zu haben. Jetzt liegt der volle Fokus auf Hockenheim und darauf, die Saison dort für mich zu entscheiden“, sagte der Tscheche vor der Siegerehrung.

Hinter den ersten Fünf belegte Alexander Weizel (Weizel Racing Team) Rang sechs. Kiyano Veijer (Dutch Talent Racing) wurde Siebter. Auch Ty Henriksen (Nordic Vikings) zeigte als Achter eines seiner stärksten Rennen der bisherigen Saison. Maksymilian Palmowski (SP race project) und Jay Jay den Hoed (Team SWPN) komplettierten die Top Ten.

Für Bijman könnte das Wochenende kaum besser gelaufen sein. Zwei Rennen, zwei Siege und 50 Punkte sind eine klare Ansage vor dem Saisonfinale in Hockenheim. Sein Rückstand auf Spitzenreiter Zuda ist damit auf nur noch 28 Punkte geschrumpft. Für den Tschechen ist das Polster weiterhin da, doch viel darf nun nicht mehr schiefgehen. Den heißen Atem von Bijman dürfte er beim Finale vom 25. – 27. September deutlich im Nacken spüren.

Für Freudenberg RoRa Paligo Racing gab es am Nürburgring zudem einen weiteren Grund zum Feiern: Nach einer starken Saison sicherte sich das Team vorzeitig die Markenmeisterschaft der EURO MOTO Sportbike Klasse.

EURO MOTO Sportbike, Race 2

  1. Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
  2. Tom KUIL (#55/NLD), Triumph Daytona 660
  3. Stepan ZUDA (#23/CZE), Triumph Daytona 660
  4. Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
  5. Julian VAN KALKEREN (#34/NLD), Triumph Daytona 660
  6. Alexander WEIZEL (#22/DEU), Aprilia RS660
  7. Kiyano VEIJER (#53/NLD), Triumph Daytona 660
  8. Ty HENRIKSEN (#46/DNK), Aprilia RS660
  9. Maksymilian PALMOWSKI (#95/POL), Aprilia RS660
  10. Jay Jay DEN HOED (#44/NLD), Yamaha YZF R7
  11. Rick KOOISTRA (#20/NLD), Triumph Daytona 660
  12. Lucas SØRENSEN (#18/DNK), Aprilia RS660
  13. Lucy MICHEL (#G16/DEU), Yamaha YZF R7
  14. Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS660

DNS: Magnus KRISTOFFERSEN (#30/DNK), Aprilia RS660

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Euro Moto Superbike: Smits siegt und Schrötter bleibt im Spiel

Es gibt nur eine einzige Yamaha im Superbike-Feld, aber genau diese fährt die Konkurrenz gerade in Grund und Boden. Der 22-jährige Niederländer Twan Smits gewann beim Öhlins EURO MOTO Superbike-Event das dritte Rennen in Folge. Marcel Schrötter (BMW) war zum Schluss der einzige Fahrer, der den Sieg in der Eifel hätte verhindern können. Titelverteidiger Lukas Tulovic (Ducati) wurde Dritter.

Die Entwicklungskurve von Twan Smits (Apreco-Yamaha) befindet sich im Höhenflug. Selbst der erfolgsverwöhnte Lukas Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) zollte dem Polesetter Respekt: „Twan gibt an diesem Wochenende das Tempo an.“

In punkto Meisterschaftsstand war Tulovic als Gejagter auf den Nürburgring gereist, aber in Sachen Rennablauf war er heute der Jäger. Vor einem Jahr waren dem Baden-Württemberger zwei dominante Rennsiege auf der Strecke geglückt, inklusive einer perfekt ausgeführten Long-Lap-Runde. Was würde heute für ihn herausspringen? Klappt es mit einer vorzeitigen Titelverteidigung?

Marcel Schrötter (GERT56 by RS Speedbikes kündigte an, eine „volle Attacke zu reiten“, um die Entscheidung aufs Hockenheim-Finale in drei Wochen zu vertagen. Das ist alles, was er jetzt machen kann. Für den Supersport-WM-Dritten von 2023 ist der Titelkampf noch nicht abgehakt – auch wenn Tulovic mit 41,5 Punkten bei der Ankunft auf dem Nürburgring einen sehr komfortablen Vorsprung in der Gesamtwertung hatte und sich auch Fehler leisten könnte. Schrötters Antwort darauf: Im ersten Superbike-Lauf verkürzte er die Lücke zu Tulovic in der Tabelle auf 37,5 Punkte.

Titelkandidaten im direkten Duell

Smits gewann den Start. Schrötter bog hinter dem Niederländer ein und war der eigentliche Gewinner, da er vor seinem direkten Meisterschaftsgegner Tulovic in die erste Kurve einbog. Die Titelrivalen schenkten sich im direkten Duell nichts. In der dritten Runde war die Ducati vorn, in der vierten wieder die BMW. Für das Tempo waren die Platzwechsel nicht hilfreich. Smits versuchte an der Spitze die Flucht zu ergreifen. Markus Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon BMW) fand von hinten Anschluss.

Leon Orgis (ORM Racing) scheiterte auf der fünften Position mit einem stempelnden Vorderrad an einer Bodenwelle. Toni Finsterbusch (GERT56 by RS Speedbikes) musste fast stehenbleiben, um den wegrutschenden Orgis und Verkleidungsteile von der verletzten BMW nicht zu treffen. Finsterbusch kostete die unverschuldete Bremseinlage viel Zeit. Der Leipziger reihte sich als Sechster hinter seinem Teamkollegen Jan-Ole Jähnig und vor Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) ein.

In der zweiten Hälfte des 18-Runden-Rennens konnte Tulovic nicht mehr das Tempo von Smits und Schrötter halten. An der Spitze lief nun alles auf einen Zweikampf zwischen Smits und Schrötter hinaus. Doch einholen ließ sich der fast fehlerfrei gebliebene Yamaha-Fahrer nicht.

Drei Sekunden weiter hinten klebten Tulovic und Reiterberger bis zum Schluss zusammen. Reiti unterlief dabei ein grober Fehler, aber er kämpfte sich ans Hinterrad von Tulovics Ducati zurück. Eine Zehntelsekunde trennten den Zweiten und Drittplatzierten im Ziel. Oder genau gesagt: 0,118 Sekunden.

Tulovic war leicht überrascht, dass Schrötter mit Smits mithalten konnte. „Eigentlich wollte ich das auch. Ich hoffe, dass wir im zweiten Lauf einen Dreikampf daraus machen.“ Schötter war erst einmal erleichtert: „Nach den letzten Rennen, die nicht ganz glücklich gelaufen sind, war es jetzt ein mega Gefühl, wieder vorne dabei zu sein.“

EURO MOTO Superbike, Rennen 1

1. Twan SMITS (NED/Yamaha)

2. Marcel SCHRÖTTER (GER/BMW)

3. Lukas TULOVIC (GER/Ducati)

4. Markus REITERBERGER (GER/BMW)

5. Jan-Ole JÄHNIG (GER/BMW)

6. Kevin ORGIS (GER/BMW)

7. Toni FINSTERBUSCH (GER/BMW)

8. Florian ALT (GER/Honda)

9. Hannes SOOMER (EST/BMW)

10.Martin VUGRINEC (CRO/BMW)

11.Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati)

12.Jan MOHR (AUS/BMW)

13.Milan MERCKELBAGH (NED/BMW)

14.Marco FETZ (GER/BMW)

15.Christoph BEINLICH (GER/BMW)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


ADAC GT Masters: Herzschlagfinale: Fourie/Zimmermann siegen

BMW-Duo Fourie/Zimmermann neue Tabellenführer des ADAC GT Masters. Doppelpodium für Ford-Team HRT mit Gjerdrum/Dybionka vor Blum/Kalus. Lokalmatador Leo Pichler im Porsche von Razoon – More than Racing Vierter.

Tim Zimmermann und Leyton Fourie sind neue Tabellenführer des ADAC GT Masters
Foto: ADAC-Motorsport

Hochspannendes Finale beim ersten ADAC GT Masters-Rennen auf dem Salzburgring. Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport) haben im BMW M4 GT3 Evo mit 0,493 Sekunden Vorsprung hauchdünn vor Debütant Fabian Dybionka (17/POL)/Emil Gjerdrum (19/NOR/beide Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3 gewonnen. Mit ihrem Erfolg übernahmen die Sieger auch die Tabellenführung. Den dritten Rang erzielte mit Niklas Kalus (21/Duisburg)/Kiano Blum (19/AUT) der zweite Ford des Haupt Racing Teams. „Ich freue mich riesig über diesen Sieg, weil er absolut unerwartet kam. Die Tests im Vorfeld haben nicht dafürgesprochen. Umso mehr hat mich die Pace des Autos überrascht - vor allem im Mittelstint. Doch selbst nachdem sich das Feld gegen Ende wieder sortiert hatte, war es so knapp mit dem Ford, dass ich nicht wirklich an den Sieg geglaubt habe“, freute sich Zimmermann nach seinem siebten Sieg im ADAC GT Masters. Teamkollege Fourie ergänzte: „Ich freue mich riesig. Nach dem ersten Stint hatte ich an P4 gedacht, aber die Entscheidung, den ersten Stopp mit Reifenwechsel zu absolvieren, war super. Wir haben das Maximum herausgeholt, trotzdem war ich sehr überrascht, als mein Ingenieur meinte, dass wir vorne sind. Es war sehr hart, am Ende den Ford hinter mir zu halten, zumal ich die älteren Reifen hatte. Jetzt sind wir glücklich, zuversichtlich und wissen, was wir in Sachen Meisterschaft zu tun haben. Trotzdem tut es mir leid für unsere Konkurrenten, denn so möchten wir keine Punkte aufholen.“

Schon vor dem Start des Rennens musste der Polesetter und bis dato Tabellenführer Finn Zulauf (22/Königstein im Taunus/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) seinen Lamborghini mit einem technischen Defekt abstellen. Nach einer Reparatur gingen Zulauf/Felix Hirsiger (28/CHE) nochmals auf die Strecke und wurden Zwölfte, was ihnen vier Punkte einbrachte. Die Differenz zu den Führenden Fourie/Zimmermann beträgt nun 17 Zähler. Das Rennen selbst fand bei Mischverhältnissen mit immer wieder einsetzendem Regen statt. Leo Pichler (24/AUT/Razoon - More than Racing) ging im Porsche von der geerbten Pole-Position aus in Führung, dahinter sortierten sich Simon Connor Primm (21/Großschirna/HGL Racing) im Audi, Kalus im Ford und dessen Teamkollege Gjerdrum ein, der von Startplatz acht bis auf Rang vier nach vorne gefahren war. Fourie gelang es nicht, Boden gutzumachen, er blieb zunächst Siebter.

In der ersten Stopp-Phase entschied sich FK Performance als eines der wenigen Teams, bei Fourie/Zimmermann direkt die Reifen zu wechseln, während alle anderen Mannschaften in der Spitzengruppe zunächst auf den kurzen Halt an der Box setzten. Pichlers Teamkollege Colin Bönighausen (21/Isernhagen) kehrte als Führender auf die Strecke zurück. Dahinter entwickelte sich ein hartes Duell zwischen den beiden Ford von Dybionka und Blum, das der Österreicher Blum zur Hälfte des Stints für sich entschied und fortan Druck auf den Führenden Porsche ausübte. In der zweiten Boxenstopp-Phase wendete sich allerdings das Blatt. Pichler im Porsche wurde mit kalten Reifen bis auf Rang vier zurückgereicht. Fourie hingegen profitierte von seiner nun kürzeren Standzeit im Vergleich zur Konkurrenz und kam zunächst von Rang sieben bis auf Platz zwei nach vorne. Mit deutlich wärmeren Reifen passierte er schließlich auch Kalus kurz nach dessen Boxenausfahrt und übernahm die Führung. Der Ford-Pilot musste sich auch seinem Teamkollegen Gjerdrum geschlagen geben, der sich bis zur Ziellinie ein intensives Duell mit Fourie lieferte. „Leyton ist mein Freund und wir kennen uns sehr gut. Ich wusste, er würde maximal verteidigen und so kam es auch. In Kurve fünf wurde es richtig eng, aber er hat den Scheitelpunkt perfekt getroffen und ich kam nicht vorbei“, erklärte Gjerdrum nach Rang zwei. „Ich bin wirklich glücklich über das Ergebnis. Das Auto lag wie auf Schienen und uns fehlte nur ein Hauch. Wenn wir das am Sonntag noch etwas optimieren, kämpfen wir um den Sieg.“

Die Freude bei ihren Teamkollegen Kalus/Blum war nach Rang drei allerdings gedämpft, nachdem sie zwischenzeitlich um den Sieg gekämpft hatten. Knapp vier Sekunden ließ das Duo beim zweiten Stopp liegen, da die Zeit nach einem technischen Problem manuell heruntergezählt werden musste. „Als ich schließlich auf die Strecke kam, hatte unser Schwesterauto schon warme Reifen und ging problemlos vorbei. Nur eine Runde später waren meine Reifen da, aber in der verwirbelten Luft hatte ich keine Möglichkeit mehr. Ich habe mein Bestes gegeben und versucht, beim Bremsen näherzukommen. Irgendwann haben meine Vorderreifen aufgegeben“, erklärte Kalus zu Rang drei.

Platz vier ging schließlich an die lange Führenden Pichler/Bönighausen im Porsche, die ebenfalls nach dem zweiten Stopp mit kalten Reifen Boden verloren. Rang fünf holten Sandro und Juliano Holzem (22/Polch/beide Schubert Motorsport), die sich von Startplatz zwölf stark nach vorne gearbeitet hatten. Robin Rogalski (26/POL)/Simon Connor Primm (21/Großschirma/beide HGL Racing) wurden Sechste, nachdem ihr Audi im Mittelstint einige Konkurrenten passieren lassen musste. Dahinter sortierten sich Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg/beide FK Performance Motorsport) in einem weiteren BMW vor John Paul Southern (24/USA)/Jonas Karklys (36/LIT/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 ein. Platz neun holten ihre Teamkollegen Tim Hütter (19/AUT)/Ethan Brown (21/SGP). Die Top-10 komplettierten Jamie Day (20/GBR)/Baudouin Detout (25/FRA/beide Comtoyou Racing) im Aston Martin Vantage GT3 Evo.

Das zweite Qualifying des Wochenendes findet am Sonntag um 9:15 Uhr statt, das Rennen startet erneut um 14:05 Uhr.

Quelle: adac-motorsport.de


Samstag, 5. September 2026

Euro Moto Superbike: Smits mit Hammer-Pole vor Tulovic

Twan Smits, Yamaha #85 holt sich die Pole am Nürburgring
Foto: Jens Hawrda

Genau 41,5 Punkte Vorsprung trennen Lukas Tulovic von seinem Konkurrenten Marcel Schrötter auf dem Weg zur Titelverteidigung in der Superbike-Klasse. Theoretisch kann Tulo den Sack beim Öhlins EURO MOTO-Event auf dem Nürburgring morgen zumachen. Aber ganz so einfach ist das nicht. Allein schon, weil Twan Smits von der Pole Position ins Rennen geht – mit einer Qualifikationszeit, die es in sich hat.

Im gestrigen Superpole Pre-Practice hatten sich Smits (Apreco-Yamaha), Tulovic (Triple M Ducati Frankfurt), Schrötter (GERT56 by RS Speedbikes), Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion), Jan-Ole Jähnig (GERT56 by RS Speedbikes) und Kevin Orgis (ORM Racing) für die Superpole 2 qualifiziert. Heute kamen Leon Orgis (ORM Racing), Markus Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon-BMW) und Toni Finsterbusch (GERT56 by RS Speedbikes) als die drei schnellsten Fahrer aus der Superpole 1 dazu. Die komplette GERT56-Familie war dadurch im Kampf um die Startplätze in den ersten drei Reihen beteiligt – genauso wie die Brüder aus der Familie Orgis.

Smits sicherte sich die Pole Position mit einer Rundenzeit von 1:22.936 Minuten. Es war ein Triumph. Kein anderer Fahrer knackte die 1:22 er-Marke. Tulovic brachte 1:23.174 Minuten aufs Papier. Ihm wiederum folgte Schrötter mit einem Abstand von nur 0,099 Sekunden.

Das heißt: In den beiden Superbike-Rennen am Sonntag stehen eine Yamaha, eine Ducati und eine BMW in der ersten Startreihe. Die sieben schnellsten Fahrer bewegten sich innerhalb einer Sekunde.

Reiterberger war nach der Superpole 2 besser gelaunt als gestern. Der vierfache Meister hatte im Superpole Pre-Practice den Direkteinzug verpasst und musste den Umweg über die Superpole 1 nehmen. Dort stand er seinem eigenen Teamkollegen Hannes Soomer gegenüber, aber der Este war langsamer. In der Superpole 2 kämpfte sich Reiti anschließend auf den fünften Platz nach vorn.

Ungewöhnlich weit hinten startet Florian Alt: P8. Eine innige Liebe verbindet das Honda-Team zum Nürburgring nicht. Aber eines ist auch sicher: Alt wäre nicht Alt, wenn er daraus keinen Ansporn ziehen würde. Im Rennen ist mit dem Kämpfer aus dem Holzhauer Racing Promotion Team jederzeit zu rechnen.

Superpole 2

1. Twan SMITS (NLD/Yamaha)

2.Lukas TULOVIC (GER/Ducati)

3. Marcel SCHRÖTTER (GER/BMW)

4. Jan-Ole JÄHNIG (GER/BMW)

5. Leon ORGIS (GER/BMW)

6. Markus REITERBERGER (GER/BMW)

7. Kevin ORGIS (GER/BMW)

8. Florian ALT (GER/Honda)

9. Toni FINSTERBUSCH (GER/BMW)

Superpole 1

1. Leon ORGIS (GER/BMW)

2. Markus REITERBERGER (GER/BMW)

3. Toni FINSTERBUSCH (GER/BMW)

4. Hannes SOOMER (EST/BMW)

5. Martin VUGRINEC (CRO/BMW)

6. Jan MOHR (AUT/BMW)

7. Marco FETZ (GER/BMW)

8. Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati)

9. Milan MERCKELBAGH (NLD/BMW)

10.Christoph BEINLICH (GER/BMW)


Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Euro Moto Supersport: Der Geiger-Zug rollt weiter in Richtung Titel

Dirk Geiger holt sich den Sieg im Samstagsrennen am Nürburgring
Foto: Jens Hawrda

Dirk Geiger hat am Nürburgring seinen fünften Saisonsieg in der EURO MOTO Supersport eingefahren und damit seine Führung in der Gesamtwertung weiter ausgebaut. Es gab keinen Showdown mit seinem Titelkonkurrenten Daniel Blin, aber ein Rennen mit Unterhaltungswert.

Nach dem Start war die Reihenfolge schnell hergestellt: Dirk Geiger (Apreco-Yamaha) in seinem gelben Outfit strahlte vor seinem Teamkollegen Lennox Lehmann in Pink und als Dritter hatte sich Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) in Schwarz-Rot eingereiht.

Vor allem Lehmann merkte man es deutlich an, dass er heute den ersten Saisonsieg erringen wollte. Der Dresdner wollte endlich aus der mittlerweile zwei Jahre langen Abstinenz erlöst werden. In Geiger hatte er allerdings den größten Widersacher, den er sich vorstellen konnte. In der zehnten Runde war klar, das aus dem Vorhaben nichts wird. Geiger vergrößerte die mittlerweile stark geschrumpfte Lücke zu den beiden Verfolgern wieder und glänzte mit persönlichen Bestzeiten in den einzelnen Sektoren.

Nun musste Blin handeln, wenn er seine Titelchancen aufrecht erhalten wollte. Lehmann konnte er überholen, doch für eine Jagd auf Geiger war es zu spät. Erstens hatte sich der gebürtige Mannheimer in der Schlussphase noch einmal vier Zehntelsekunden Luft verschafft. Zweitens bekam Blin am Kurvenausgang Probleme mit seiner Ducati. Mehrere Rutscher in den letzten drei Runden machten die Verfolgung nicht gerade einfacher.

Damit war die Reihenfolge festgezurrt: Dirk Geiger gewann das erste Rennen beim Öhlins EURO MOTO-Event auf dem Nürburgring vor Daniel Blin und Lennox Lehmann.

Am Anfang wusste ich gar nicht richtig, was da abgeht“, erklärte Geiger. Ganz zufrieden klang der fünffache Saisonsieger trotzdem nicht: „Heute war nicht ganz so mein Tag. Ich habe es am Ende enger gemacht, als es hätte sein müssen.“ Lennox Lehmann bleibt in der Warteschleife. „Die erste Rennhälfte war besser“, meinte der 20-Jährige, „ich bin zu aggressiv mit der Front umgegangen. Es war mein eigener Fehler. Und ich bin mal wieder Dritter.“

Ein paar Meter hinter den Top Drei ging es turbulent zu. Luca de Vleeschauwer (Team SWPN), Marvin Siebdrath (MCA Racing) und Luca Göttlicher (LJ Racing) kämpften um die Positionen nach dem Podest. Oder besser: Yamaha gegen Honda und MV Agusta. Wie bereits mehrfach geschehen, kam Göttlicher in der zweiten Rennhälfte immer besser in Fahrt. In der 13. Runde führte „Lucky Luc“ das Trio an und kam nach 16 Runden als Vierter ins Ziel.

Siebdrath ließ derweil bei De Vleeschauwer nicht locker und suchte Runde für Runde nach einer Lücke. Drei Umläufe später musste er die Geduld nicht mehr bemühen: De Vleeschauwer stürzte aus dem Geschehen.

Auch dahinter ging es heiß her. Julius Caesar Rörig (MCA Racing) war in einen Kampf mit Marvin Kreimes (Team Kreimes Racing) und Jorke Erwig (Eder Racing) verwickelt. Die Drei hatten im hinteren Teil des Feldes für reichlich Action gesorgt.

EURO MOTO Supersport, Rennen 1

1. Dirk GEIGER (GER/Yamaha)

2. Daniel BLIN (POL/Ducati)

3. Lennox LEHMANN (GER/Yamaha)

4. Luca GÖTTLICHER (GER/MV Agusta)

5. Marvin SIEBDRATH (GER/Honda)

6. Maximilian KOFLER (AUT/Ducati)

7. Freddie HEINRICH (GER/Kawasaki)

8. Filip FEIGL (CZE/Yamaha)

9. Max STAUFFER (AUS/Yamaha)

10.Julius AHRENKIEL-FRELLSEN (DNK/Honda)

11.Filip NOVOTNÝ (CZE/Ducati)

12.Julius Caesar RÖRIG (GER/Honda)

13.Marvin KREIMES (GER/Ducati)

14.Jorke ERWIG (GER/Ducati)

15.Luca DE VLEESCHAUWER (BEL/Yamaha)

16.Peter FEIGL (CZE/Yamaha)

17.Jindrich ŠKOPEK (CZE/Yamaha)


Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek