Samstag, 17. Oktober 2026

ADAC GT Masters: Fahrerlagerradar vom Hockenheimring

Weltmeisterliche Ehren, Feiermeile und ein wahrer Kraftakt. Der Fahrerlager-Radar vom Finale auf dem Hockenheimring.


Boxengasse wird zur Feiermeile

Am Ende des Sonntagsrennens verwandelte sich die Boxeneinfahrt zu einem spektakulären Podium. Vor einer riesigen LED-Wand durften die neuen Champions Felix Hirsiger und Finn Zulauf ihren Erfolg mit ihrem gesamten Liqui Moly Team Engstler Motorsport gebührend feiern. Nach der Pokalübergabe durfte selbstverständlich auch der Champagner nicht fehlen, von dem diesmal alle Teammitglieder etwas abbekamen.

Mammutaufgabe für Razoon

Eine wirkliche Herausforderung wartete am Finalwochenende auf die Truppe von Razoon – more than Racing. Im Samstagslauf verlor Colin Bönighausen in Kurve eins den Porsche 911 GT3 R und schied aus. Die bittere Nachricht: Ein neues Chassis wurde gebraucht. Kurz entschlossen wurde bei Porsche in Weissach eingekauft. „Das neue Chassis kam am Abend gegen 22 Uhr“, erklärte der technische Leiter Stefan Ramseder. „Keiner hat hier geschlafen, sondern wir haben die ganze Nacht gearbeitet. Vielen Dank an die Jungs und Mädels.“ Ins Sonntagsrennen konnten Bönighausen und Pichler zwar nicht starten, doch 15 Minuten vor dem Ende war der Porsche ready to go und wurde für ein Roll-Out auf die Strecke geschickt – unter tobendem Applaus der Tribünen. Eine meisterliche Reparaturleistung.

Fulinracing Academy schnuppert ADAC GT Masters-Luft

Zum finale war ein weiterer Audi R8 LMS GT3 Evo 2 im Starterfeld der GT3-Nachwuchsliga des ADAC zu finden. Das tschechische Team Fulinracing Academy rund um Petr Fulin wollte sich einen Eindruck von der Rennserie verschaffen. Mit Erfolg: Das Duo Fulin/Gerhard Tweraser gewann in beiden Läufen die Pro-AM-Wertung und bewegte sich mit den Rängen sieben und acht im vorderen Mittelfeld.

Weltmeisterliche Pokalübergabe

Im Samstagslauf duften die Sieger des ADAC GT Masters weltmeisterliche Ehren empfangen. Kein geringerer als der neunfache Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier übergab die Pokale an die Zweitplatzierten Finn Zulauf und Felix Hirsiger. Ogier schnupperte selbst bereits ADAC GT Masters-Luft. Der Franzose startete 2014 zusammen mit Markus Winkelhock für Prosperia C. Abt Racing als Gaststarter am Lausitzring. Gemeinsam erzielten sie Position acht im zweiten Lauf.

Danke an alle Fans

2026 lockten die Meisterschaftsentscheidungen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg erneut unzählige Fans zum Finale. Insgesamt 112.000 Begeisterte reisten an und staunten auch über die engen Duelle und spannenden Rennen des ADAC GT Masters.

Knoten endlich geplatzt

Im ersten Lauf in Hockenheim durften Niklas Kalus und Kiano Blum endlich auf das oberste Treppchen bei der Siegerehrung steigen. Über die Saison hatte das Duo insgesamt 72 Führungsrunden bei fünf unterschiedlichen Rennen gesammelt und am Ende trotzdem nie gewonnen. „Dieser Sieg ist eine unglaubliche Erleichterung“, strahlte Kalus. „Es war so schön, dass wir uns in diesem Rennen endlich nur aufs Fahren konzentrieren und Vollgas geben konnten, ohne dass uns irgendetwas eingebremst hat.“

Quelle: adac-motorsport.de

Emil Frey Racing kämpft beim DTM-Saisonfinale in Hockenheimbis zur letzten Runde

Emil Frey Racing konnte beim DTM-Saisonfinale in Hockenheim nicht das erhoffte Ergebnis einfahren, doch der Blick auf die Gesamtsaison zeigt ein anderes Bild: Zum zweiten Mal in Folge gewann das Team drei Rennen in einer DTM-Saison und mischte bis zum letzten Rennwochenende im Meisterschaftskampf mit. Dass Matteo Cairoli all das in seiner ersten DTM-Saison erreichte, macht es noch bemerkenswerter: Der Italiener zeigte von Beginn an, dass er zu den Schnellsten im Feld gehört, und bewies mit drei Siegen und der Gesamtwertung im Blick, welches Potenzial in ihm und dem Schweizer Team steckt.

Thierry Vermeulen, Ferrari 269 GT3 EVO #69
Foto: Jens Hawrda

Rennen 1 – Samstag, 10. Oktober 2026

Thierry Vermeulen sicherte sich mit dem #69 Ferrari 296 GT3 Evo im Qualifying am Samstag einen starken vierten Startplatz, während Teamkollege Matteo Cairoli mit dem #14 Ferrari von Position 13 aus ins Rennen ging.

Der Start verlief für beide Piloten zunächst vielversprechend. Vermeulen startete stark und konnte die dritte Position übernehmen. Nach der Spitzkehre wurde er jedoch beim rausbeschleunigen von Ricardo Feller im #90 Porsche angeschoben, was zu einem Dreher führte. Aus einer aussichtsreichen dritten Position fiel der Niederländer damit ans Ende des Feldes zurück. Matteo Cairoli lag nach der ersten Runde auf Rang 14.

Ein schwerer Unfall des #130 Lamborghini von Luca Engstler vor der Osttribüne brachte zunächst das Safety Car auf die Strecke, doch das Rennen wurde schliesslich mit der roten Flagge gestoppt. Mit knapp 50 Minuten noch auf der Uhr wurde das Rennen nach kurzer Unterbrechung wieder gestartet und die Emil Frey Racing Piloten gingen von den Plätzen 14 (#14) und 20 (#69) ins Rennen. Beide zeigten sogleich eine beeindruckende Aufholjagd und auch die Boxenstoppmannschaft zeigte mit Stoppzeiten von 6,0 und 5,9 Sekunden eine starke Leistung. Nach den obligatorischen Stopps lagen Matteo Cairoli auf Rang 8 und Thierry Vermeulen auf Platz 13. Der Niederländer konnte sich bis zum Rennende auf den 10. Platz vorarbeiten während Matteo Cairoli weiter Boden gutmachte und kurz vor Schluss Kurs auf den neunten Rang nahm.

Doch in der allerletzten Runde folgte ein herber Rückschlag: Eine Berührung mit dem #36 Ford von Arjun Maini hatte den linken Vorderreifen des #14 Ferrari beschädigt. Matteo Cairoli kämpfte danach mit einem schleichenden Platten noch mehrere Runden, bevor er das Fahrzeug in der letzten Rennrunde am Streckenrand abstellen musste. Somit waren alle Meisterschaftsträume endgültig geplatzt. Thierry Vermeulen brachte den #69 Ferrari als Zwölfter ins Ziel und rettete dem Team zumindest noch Punkte in der Teamwertung.

Rennen 2 – Sonntag, 11. Oktober 2026  

Bei kühlen elf Grad Celsius ging es am Sonntagmorgen in Hockenheim in das letzte Qualifying der DTM-Saison 2026. Matteo Cairoli sicherte sich den fünften Startplatz, Thierry Vermeulen folgte direkt dahinter auf Position sechs – beide Ferrari 296 GT3 Evo von Emil Frey Racing damit in Schlagdistanz zur Spitze.

Das Rennen wurde trotz trockener Strecke als Wet Race deklariert. Der Start verlief nicht wie erhofft: Thierry Vermeulen verbremste sich bei der Spitzkehre, schob den #48 Mercedes an, der wiederum Cairoli berührte. Cairoli verlohr dadurch einige Positionen. Thierry Vermeulen wurde mit einer Strafe belegt und reihte sich nach seiner Penalty Lap hinter seinem Teamkollegen ein – Matteo Cairoli auf Rang 8, Thierry Vermeulen auf Rang 9.

Als das Boxenstoppfenster nach zehn Minuten öffnete, kam Thierry Vermeulen als Erster Emil Frey Racing Pilot an die Box und verliess sie nach 6,5 Sekunden auf frischen Slicks wieder. Matteo Cairoli folgte kurz darauf mit einem Stopp von 6,8 Sekunden. Die Boxenarbeit lief diesmal nicht ganz auf dem gewohnten Niveau des Teams, dennoch lagen Matteo Cairoli auf Rang 9 und Thierry Vermeulen auf Rang 11, der sich anschliessend noch eine Position erkämpfte.

In den letzten Runden arbeitete sich Matteo Cairoli noch auf Platz 6 vor, Thierry Vermeulen überquerte die Ziellinie als Zwölfter. Es war nicht der Abschluss, den sich das Team erhofft hatte, doch die Erfahrungen dieser Saison werden den Grundstein legen, um 2027 erneut um die Meisterschaft mitzukämpfen.

Fahrerstimmen - Emil Frey Racing

Matteo Cairoli (Italien)

„Meine erste Saison in der DTM verlief für mich durchaus positiv. Sicherlich hätten wir auch mehr erreichen können, aber in den Top-5 in der Fahrerwertung zu landen und drei Rennen zu gewinnen, ist ziemlich gut, zudem mit einem neuen Auto, das wir noch nicht kannten. Heute hätte das Rennen besser laufen können, nachdem ich auf der ersten Runde doch viele Positionen verloren habe. Am Ende bin ich zufrieden und ich danke dem Team, das niemals aufgehört haben, zu kämpfen.“

Thierry Vermeulen (Niederlande)

„Ein hartes Wochenende. Ich hatte das Gefühl, dass wir die ganze Zeit über ein starkes Auto hatten, verlassen Hockenheim aber mit nur sehr wenigen Punkten. In beiden Qualifyings hat sich das Auto fantastisch angefühlt und ich bin stolz auf die Leistung, die wir gezeigt haben. Im ersten Rennen wurden wir leider unverschuldet aus dem Rennen gestossen und mussten von ganz hinten neu starten, haben uns aber immerhin noch auf Platz 12 vorgekämpft. Im zweiten Qualifying war das Auto eine Freude zu fahren und ich glaube, wir hätten das Potenzial für die erste Startreihe gehabt. Im zweiten Rennen hingegen habe ich in der ersten Runde einen grossen Fehler gemacht, der vollständig auf meine Kappe geht. Dafür möchte ich mich bei meinem Team entschuldigen. Ich danke allen Mechanikern und allen Beteiligten für ihren unermüdlichen Einsatz – wir haben alles gegeben und ich bin stolz auf das, was wir in dieser Saison zusammen erreicht haben. Jetzt ist es Zeit, sich zu erholen, neu auszurichten und den Blick nach vorne zu richten.”

Freitag, 16. Oktober 2026

Schubert Motorsport: Zwei Titel und zahlreiche Podestplätze zum Abschluss von drei Rennserien

Mit zwei Meisterschaftstiteln, mehreren Podestplätzen und starken Ergebnissen in gleich drei Rennserien blickt Schubert Motorsport auf ein erfolgreiches Rennwochenende zurück. Beim DTM-Saisonfinale auf dem Hockenheimring sicherte sich Marco Wittmann nach einer beeindruckenden Saison den dritten Platz in der Fahrerwertung. Auch in der Teamwertung schloss Schubert Motorsport die DTM auf Rang drei ab. Parallel feierte die Mannschaft beim Saisonfinale der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) neben einem weiteren Podestplatz den Gesamtsieg in der NLS Speed Trophy und der KW Team Trophy. In der ADAC GT Masters rundeten Sandro und Juliano Holzem ihre Saison mit dem vierten Platz in der Fahrerwertung ab. Bereits am kommenden Wochenende steht für Schubert Motorsport die nächste Titelentscheidung an: Beim Finale der GT4 European Series kämpft die Mannschaft in Portugal um die Pro-Am-Meisterschaft.

Marco Wittmann, BMW M4 GT3 EVO
Foto: Jens Hawrda

DTM: Marco Wittmann beendet starke Saison auf Gesamtrang drei

Bis zum letzten Rennwochenende hatte Marco Wittmann im #11 Schaeffler BMW M4 GT3 EVO noch die Chance auf seinen dritten DTM-Meistertitel. Mit 24 Punkten Rückstand auf die Spitze reiste der zweifache Champion nach Hockenheim und zeigte auch beim Saisonfinale großen Kampfgeist. Im Samstagsrennen sicherte sich Wittmann mit Platz drei einen weiteren Podestplatz, am Sonntag überquerte er die Ziellinie auf Rang sieben.

Für den ganz großen Erfolg reichte es am Ende nicht. Gegen die Konkurrenz fehlte dem BMW M4 GT3 EVO auf dem Hockenheimring die entscheidende Pace, um noch einmal in den Titelkampf eingreifen zu können. Den Meistertitel sicherte sich Thomas Preining im Porsche vor Maro Engel im Mercedes-AMG.

Dennoch blickt Wittmann auf eine seiner stärksten DTM-Saisons zurück. Mit zwei Siegen auf dem Nürburgring und dem Sachsenring sowie fünf weiteren Podestplätzen sammelte er in den 16 Saisonrennen insgesamt 198 Punkte. Damit sicherte er sich den dritten Platz in der Fahrerwertung und bestätigte seine starke Form über die gesamte Saison.

Für Kelvin van der Linde verlief das Finalwochenende dagegen wechselhaft. Nach einem sechsten Platz am Samstag wurde der Südafrikaner im Sonntagsrennen durch eine Kollision und Probleme bei den Boxenstopps zurückgeworfen und beendete das Rennen auf Position 18. Seine erste DTM-Saison als BMW M Werksfahrer schloss van der Linde mit einem Rennsieg und 96 Punkten auf dem 14. Gesamtrang ab.

Auch in der Teamwertung sicherte sich Schubert Motorsport mit 284 Punkten den dritten Platz und schloss damit eine weitere erfolgreiche DTM-Saison ab.

Torsten Schubert, Teamchef Schubert Motorsport:

„Natürlich hätten wir beim Finale gerne noch einmal um den Titel gekämpft. Leider hatten wir in Hockenheim nicht die nötigen Möglichkeiten, um ganz vorne anzugreifen. Marco hat trotzdem wieder alles gegeben und wie so oft in dieser Saison das Maximum aus unserem Paket herausgeholt. Mit zwei Siegen, insgesamt sieben Podestplätzen und Rang drei in der Fahrerwertung können wir auf eine sehr starke Saison zurückblicken. Auch der dritte Platz in der Teamwertung ist das Ergebnis der hervorragenden Arbeit unserer gesamten Mannschaft. Für Kelvin war es ein schwieriges Jahr mit einigen unglücklichen Situationen. Er hat aber ebenfalls gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt. Auch wenn die Enttäuschung über den verpassten Titel im Moment überwiegt, können wir stolz auf unsere Leistungen sein.“

ADAC GT Masters: Holzem-Brüder schließen Saison auf Gesamtrang vier ab

Auch in der ADAC GT Masters fiel am vergangenen Wochenende auf dem Hockenheimring die letzte Zielflagge der Saison 2026. Sandro und Juliano Holzem beendeten ihre Saison mit den Plätzen acht und neun in den beiden Finalrennen.

Auch wenn sich die beiden Brüder zum Abschluss ein besseres Ergebnis erhofft hatten, fällt die Gesamtbilanz positiv aus. Ein besonderer Höhepunkt war der erste gemeinsame Sieg im ADAC GT Masters auf dem DEKRA Lausitzring. Mit dem BMW M4 GT3 EVO und der Startnummer 56 gelang Sandro und Juliano Holzem im Juni ein viel umjubelter Erfolg, der zugleich den 14. Rennsieg von Schubert Motorsport in der Geschichte der Serie markierte.

Mit weiteren starken Leistungen sicherten sich Sandro und Juliano Holzem schließlich den vierten Platz in der Fahrerwertung mit jeweils 133 Punkten und bestätigten damit ihre positive Entwicklung.

Für Schubert Motorsport ist das Ergebnis ein weiterer Beleg für die erfolgreiche Arbeit und die kontinuierliche Entwicklung der beiden jungen Fahrer.


NLS: Podestplatz zum Finale und zwei Titel für Schubert Motorsport

Während in Hockenheim die letzten DTM-Rennen des Jahres ausgetragen wurden, war Schubert Motorsport auch beim Saisonfinale der Nürburgring Langstrecken-Serie im Einsatz. Im BMW M4 GT3 EVO mit der Startnummer 77 und der markanten Yokohama-Livery zeigten Tim Tramnitz und Jordan Pepper eine starke Mannschaftsleistung.

Nach einem schwierigen Qualifying und technischen Problemen ging die Mannschaft von Position 16 ins Rennen. Tramnitz legte mit einem überzeugenden ersten Stint den Grundstein für die Aufholjagd und arbeitete sich bis auf Rang neun nach vorne. Im weiteren Rennverlauf kämpfte sich das Team bis in die Spitzengruppe. In der zweiten Rennhälfte übernahm Jordan Pepper das Steuer und sicherte Schubert Motorsport mit einem entscheidenden Überholmanöver in der letzten Runde den dritten Gesamtrang.

Neben dem Podesterfolg gab es für Schubert Motorsport gleich doppelten Grund zur Freude: Das Team sicherte sich zum Saisonabschluss sowohl den Gesamtsieg in der NLS Speed Trophy als auch in der KW Team Trophy.

Die beiden Titel unterstreichen die konstant starken Leistungen der Mannschaft über die gesamte NLS-Saison. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete die Partnerschaft mit Reifenhersteller Yokohama. Als Reifenpartner begleitete Yokohama die Renneinsätze von Schubert Motorsport auf der Nordschleife und unterstützte die kontinuierliche Arbeit an der Reifenperformance und Fahrzeugabstimmung.

Die enge technische Zusammenarbeit und die gewonnenen Erfahrungen aus den verschiedenen Rennbedingungen bildeten dabei eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung des Gesamtpakets. Auch optisch wurde diese Partnerschaft durch die markante Yokohama-Livery des BMW M4 GT3 EVO sichtbar.

Schubert Motorsport bedankt sich bei Yokohama für das Vertrauen, die technische Unterstützung und die erfolgreiche Zusammenarbeit während der gesamten NLS-Saison 2026.


Drei Meisterschaften abgeschlossen – zwei Titel und zahlreiche Erfolge

Mit den Finalrennen auf dem Hockenheimring und dem Nürburgring sind gleich drei wichtige Rennprogramme von Schubert Motorsport für das Jahr 2026 abgeschlossen. In allen drei Serien konnte die Mannschaft ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen und zahlreiche Erfolge feiern.

Zwei DTM-Rennsiege durch Marco Wittmann, ein weiterer Erfolg durch Kelvin van der Linde, der erste ADAC-GT-Masters-Sieg von Sandro und Juliano Holzem sowie die beiden Gesamtsiege in der NLS Speed Trophy und der KW Team Trophy unterstreichen die sportliche Bilanz.

Hinter diesen Ergebnissen steht die Arbeit einer gesamten Mannschaft. Mechaniker, Ingenieure, Fahrer und alle Beteiligten haben über die vergangenen Monate hinweg mit großem Einsatz daran gearbeitet, die Fahrzeuge bestmöglich vorzubereiten und an jedem Rennwochenende das Maximum herauszuholen.

Torsten Schubert, Teamchef Schubert Motorsport 

„Wenn wir auf die drei Meisterschaften zurückblicken, können wir wirklich stolz auf das sein, was wir als Team erreicht haben. Wir haben Rennen gewonnen, Podestplätze eingefahren und uns in der NLS gleich zwei Gesamttitel gesichert. Das ist eine herausragende Leistung unserer gesamten Mannschaft. Mein besonderer Dank gilt unseren Fahrern, Mechanikern, Ingenieuren und natürlich unseren Partnern, die uns über die gesamte Saison begleitet und unterstützt haben. Gerade die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Yokohama in der NLS hat gezeigt, was man gemeinsam erreichen kann. Wir haben in diesem Jahr viel bewegt und wichtige Erfahrungen gesammelt. Doch noch ist unsere Arbeit nicht beendet. Schon am kommenden Wochenende wartet in der GT4 European Series die nächste Titelentscheidung auf uns.“


Nächste Titelchance: GT4 European Series vor dem Finale in Portugal

Nach den erfolgreichen Saisonabschlüssen in der DTM, der ADAC GT Masters und der NLS richtet Schubert Motorsport den Blick bereits auf die nächste Herausforderung. Vom 16. bis 18. Oktober steht auf dem Autódromo Internacional do Algarve in Portimão das Saisonfinale der GT4 European Series auf dem Programm.

Mit dem BMW M4 GT4 EVO #98 kämpfen Victor Bouveng und Joakim Walde um den Meistertitel in der Pro-Am-Kategorie. Das Duo reist als Tabellenführer nach Portugal und hat damit beste Voraussetzungen, die erfolgreiche Saison mit einem weiteren Titel für Schubert Motorsport abzuschließen.

Nach zahlreichen starken Rennen und Klassensiegen im bisherigen Saisonverlauf ist die Zielsetzung klar: Die Mannschaft möchte ihre Ausgangslage nutzen und die Pro-Am-Meisterschaft nach Oschersleben holen.


Manthey gewinnt vorzeitig sowohl die Team- als auch die Fahrermeisterschaft in der DTM-Saison 2026

Manthey krönt die DTM-Saison 2026 mit dem Gewinn der Teammeisterschaft. Im Sonntagsrennen beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring sicherten sich Ricardo Feller (Schweiz) und Thomas Preining (Österreich) mit einem Doppelpodium die entscheidenden Punkte, sodass Manthey den Titel erfolgreich verteidigt und die Trophäe zum zweiten Mal in Folge nach Meuspath holt. Mit einem Vorsprung von 21 Punkten auf Winward Racing beendet das Team die Sprintsaison 2026. Beide Manthey-Fahrer konnten 2026 in jedem der 16 Rennen Meisterschaftszähler sammeln.

Nach dem historischen Meisterschaftsgewinn von Ayhancan Güven in der Saison 2025 verteidigen Manthey und Porsche zudem den Fahrertitel erfolgreich und stellen damit zum zweiten Mal in Folge den DTM-Champion.

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R #91
Foto: Jens Hawrda

Thomas Preining krönt sich 2026 zum zweiten Mal zum DTM-Fahrerchampion mit Manthey

Porsche-Werksfahrer und Manthey-Pilot Thomas Preining sichert sich am Hockenheimring zum zweiten Mal in seiner Karriere die DTM-Fahrermeisterschaft. Mit Rang fünf im Samstagsrennen und dem dritten Platz am Sonntag fährt der Fahrer des Manthey Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 91 in den letzten beiden Saisonläufen des Jahres die entscheidenden Meisterschaftszähler ein.

Mit 225 Punkten und einem Vorsprung von 12 Zählern auf den zweitplatzierten Maro Engel schließt der 28-Jährige eine spannende Saison ab, in der sechs Fahrer mit Titelchancen zum Finale nach Hockenheim gereist waren. Drei Jahre nach seinem ersten Titelgewinn im Jahr 2023 krönt sich Preining erneut zum DTM-Champion – zwei Siege und sechs weitere Podestplatzierungen bilden die Grundlage für seinen Triumph in der Sprintserie.

Manthey in der DTM: 7 Titel in 4 Jahren

Mit dem Gewinn der Fahrer- und Teammeisterschaft 2026 setzt Manthey seine beeindruckende Erfolgsserie der vergangenen Jahre fort. Bereits 2023 und 2025 sicherte sich das Team jeweils sowohl die DTM-Team- als auch die Fahrermeisterschaft. Darüber hinaus gewann Manthey in der Saison 2025 mit Morris Schuring den Titel „DTM Rookie of the Year“.

 In den vergangenen vier Jahren erzielte das Team aus Meuspath insgesamt 13 Siege sowie 21 weitere Podestplatzierungen. Zu diesen Erfolgen trugen die Porsche-Piloten Thomas Preining (seit 2023), Dennis Olsen (2023), Ayhancan Güven (2024 bis 2025), Morris Schuring (2025) und Ricardo Feller (2026) sowie die langjährigen Partner des Teams bei.

Donnerstag, 15. Oktober 2026

DTM – Stars and Stories vom Finale am Hockenheimring

Vom Rockstar am Startschild bis zur Olympiasiegerin im Fahrerlager: Beim DTM-Finale in Hockenheim gaben sich Stars aus Musik, Sport und Fernsehen die Ehre. Scorpions-Gründer Rudolf Schenker schickte am Samstag das Feld ins Rennen, am Sonntag übernahm Schauspielerin Lisa-Marie Koroll das Startschild. Bob-Olympiasiegerin Deborah Levi tauschte den Eiskanal gegen die Boxengasse, Schauspieler Axel Stein ließ sich im Renntaxi über die Strecke fahren, Sasha heizte als Dick Brave am Samstagabend ein und Model Betty Taube saß im BMW M2 Cup selbst am Steuer.

Lisa-Marie Koroll
Foto: ADAC-Motorsport

Lisa-Marie Koroll stürmt vom Filmset ins Renntaxi

­Rennstrecken-Feeling kennt Lisa-Marie Koroll (Bibi-und-Tina-Reihe) schon vom Dreh: In der Originalproduktion von Amazon Prime „Drive – The Pretenders“ spielt sie eine Mechanikerin, deren größter Traum es ist, einmal selbst am Steuer eines Rennfahrzeugs zu sitzen. Gedreht wurde auf mehreren Strecken, unter anderem auf dem Hockenheimring. Nun kehrte Koroll an den Traditionskurs zurück und ließ sich im Mercedes-AMG-Renntaxi von DTM-Champion Maximilian Götz über den Kurs chauffieren. Am Sonntag schickte sie die Fahrer ins Saisonfinale und überreichte danach auf dem DTM-Podium dem Gewinnerteam den Pokal.

Rudolf Schenker von den "Scorpions"
Foto: ADAC-Motorsport

­Rockstar am Startschild: Schenker gibt das Startsignal in Hockenheim

Rudolf Schenker, Rhythmusgitarrist der Scorpions, hat am Samstag die Gitarre gegen das Schild „Drivers start your engines“ getauscht und die Fahrer in den 15. Saisonlauf geschickt. Der gebürtige Sarstedter ist das dienstälteste Gründungsmitglied der Band und war zuletzt vor Jahrzehnten bei einem DTM-Rennen. Diesmal nutzte Schenker die Chance und verbrachte das gesamte Finalwochenende in Hockenheim. „Unser Tourplan ließ es einfach nicht zu, zwischendurch mal ein DTM-Rennen zu erleben. Ich bin zum ersten Mal seit 25 Jahren wieder hier zu Gast und ziemlich aufgeregt. Die Atmosphäre mit den Fans, den Fahrern und diesen tollen Fahrzeugen ist einfach fantastisch. Ich genieße jeden Augenblick“, sagte Schenker. Als einer der wichtigsten Songschreiber der Scorpions machte er deutsche Rockmusik mit Hits wie „Rock You Like a Hurricane“, „Still Loving You“ und „Wind of Change“ weltweit bekannt.

Axel Stein
Foto: ADAC-Motorsport

Entertainer Axel Stein hat Benzin im Blut

Axel Stein kennt Rennstrecken nicht nur vom Zuschauen: Der Komiker und Schauspieler („Hausmeister Krause“, „Harte Jungs”) ist bekennender Autofan und besitzt sogar eine Rennlizenz. Beim DTM-Finale auf dem Hockenheimring war Stein als Gast des Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland dabei. Der gebürtige Wuppertaler warf einen Blick in die Race Control, sah sich im Fahrerlager um und umrundete im Renntaxi die Strecke. „Ich habe Benzin im Blut und bin riesiger Motorsport-Fan“, sagte Stein. „Das ganze DTM-Umfeld finde ich faszinierend und stelle immer wieder fest: Hockenheim ist eine Welt für sich. Mein Highlight war die Taxifahrt im Porsche 911 Cup. Das war ein überragendes Gefühl.“

Betty Taube
Foto: ADAC-Motorsport

Betty Taube – ein Model mit Motorsport-Gen

Sie kennt Scheinwerferlicht und Catwalk, aber auch den Blick auf die Ideallinie: Model und Moderatorin Betty Taube war beim DTM-Finale in Hockenheim nicht nur Gast, sondern ging im BMW M2 Cup selbst an den Start. Die gebürtige Eberswalderin besitzt nämlich eine Rennlizenz. „Es war schön, beim DTM-Finale dabei zu sein und selbst als Fahrerin am BMW M2 Cup teilnehmen zu können. Die Stimmung war fantastisch. Immer wenn ich durch die Boxengasse ging, schlug mein Motorsportherz höher“, erzählte Taube. Auch vom BMW M2 Racing war sie begeistert: „Ein tolles Auto, vor allem für Anfänger wie mich. Es verzeiht zum Glück auch den einen oder anderen Fehler.“

Dick Brave
Foto: ADAC-Motorsport

Dick Brave dreht beim Finale die Boxen auf

Nach dem Samstagsrennen sorgte Dick Brave beim DTM-Finale für den musikalischen Höhepunkt. Der Rock-’n’-Roll-Sänger gehört mit Rockabilly-Energie und Vintage-Charme zu den bekanntesten deutschen Live-Acts. Mit neuen Interpretationen von bekannten Hits im Rock-’n’-Roll-Style begeisterte Sasha als Dick Brave die Fans und brachte den Hockenheimring zum Beben. Nach dem Live-Gig lobte der Sänger die Fans: „Das war ein Super-Konzert, ein tolles Publikum und eine mega Veranstaltung. Ich bin stolz, dass wir beim DTM-Finale spielen konnten und hoffe, wir sehen uns bald wieder.“

Bob-Olympiasiegerin Deborah Levi: vom Eiskanal in die Boxengasse

Mit Vollgas kennt sich Deborah Levi aus, normalerweise allerdings auf Eis: Als Anschieberin von Pilotin Laura Nolte wurde sie 2022 in Peking und 2026 in Cortina d’Ampezzo Olympiasiegerin im Zweierbob. Beim DTM-Finale tauschte sie den Eiskanal gegen den Hockenheimring und nahm sich im Fahrerlager Zeit für einen genauen Blick auf die Rennautos. Zwischen Garage und Boxengasse entdeckte Levi einige Parallelen zu ihrem Sport: „Auch bei uns im Bobsport geht es um Geschwindigkeit und Zehntelsekunden. Wie in einem Rennfahrzeug wirken starke G-Kräfte, man muss blitzschnell die richtige Entscheidung treffen und das Adrenalin schießt hoch“, erzählte sie.

Handball trifft Hockenheim: David Späth und Antje Döll beim DTM-Finale

Zwei Handball-Stars beim DTM-Finale: David Späth (Olympia-Silber 2024, Vize-Europameister 2026) und Antje Döll (Kapitänin der Handball-Nationalmannschaft, WM-Silber 2025) erlebten in Hockenheim zum ersten Mal die DTM live. Das Duo genoss die Atmosphäre im Fahrerlager und fieberten mit, als die Titelentscheidung fiel. „Der Hockenheimring ist in dieser Region, mit der ich stark verwurzelt bin, natürlich ein Highlight. Deshalb freue ich mich sehr, dieses Spektakel mal aus nächster Nähe anzusehen“, sagte Späth, der auch eine Runde im Schaeffler-Innovationstaxi drehte. „Das hat einen Riesenspaß gemacht. Ich kenne die DTM nur aus dem TV, aber beim Blick hinter die Kulissen habe ich erst richtig gesehen, was hinter einem Rennwochenende an Organisation und Logistik steckt. Das war schon sehr beeindruckend.“

Julia Vieregge singt vor dem Rennen die Nationalhymne
Foto: ADAC-Motorsport

Gänsehaut kurz vorm finalen Rennen: Julia Vieregge singt die Nationalhymne

Kurz bevor die DTM in ihren finalen Saisonlauf startete, hatte auch sie ihren großen Moment: Julia Vieregge sang in Hockenheim die deutsche Nationalhymne. Mit ihrer kraftvollen Stimme gab die Sängerin dem entscheidenden 16. Meisterschaftslauf den würdigen Rahmen, bevor der Titelkampf in den finalen Showdown ging. „Die Hymne singen zu dürfen war, für mich ein Lebens-Highlight. Seitdem ich wusste, dass ich bei der DTM auftreten werde, bin ich zwei Meter über dem Boden geschwebt“, erzählte Vieregge, die im Fernsehen zuletzt bei der Casting-Show „The Voice of Germany“ von DTM-TV-Partner ProSieben zu sehen war.