Samstag, 15. August 2026

EuroMoto Superbike: Twan Smits schreibt seine eigene Assen-Story

Twan Smits, Yamaha R1 #85 holt sich die Pole beim Heinrennen
Foto: Jens Hawrda

Nach dem Superpole Pre-Practice am Freitag standen die ersten sechs Fahrer für die finale SP2-Qualifikation bereits fest. Drei weitere Plätze wurden am Samstagmittag in der SP1 vergeben. Bei der Jagd auf die Positionen in der Startaufstellung für die beiden EURO MOTO Superbike-Rennen am Sonntag gab es jede Menge Überraschungen.

„Beim Heimrennen auf der Pole Position zu stehen, ist schon etwas ganz Besonderes“, schwärmte Twan Smits (Apreco-Yamaha) als Sieger in der Zeitenliste. „Vor einem Jahr war das noch ein Traum.“ Der 22-jährige Niederländer hat die einzige Yamaha im ganzen Feld.

Eine offene Frage bleibt allerdings: Wie wird seine verletzte Hand die Belastung über 15 Rennrunden auf dem TT Circuit verkraften? Vor zwei Wochen war der Niederländer in den Massencrash von Oschersleben verwickelt gewesen. Sein Motorrad wurde dabei spektakulär zerstört. Die Yamaha ist wieder gerichtet, doch die Hand ist noch nicht wieder in Ordnung. Für die medizinische Betreuung von Smits ist in Assen entsprechendes Personal vor Ort. Er wird die Zähne zusammenbeißen, um zwei Rennen durchzustehen.

Lukas Tulovic (Triple M Ducati Frankfurt) hatte sich in der SP2 an das Hinterrad der Yamaha geklemmt, doch Smits stach den Titelverteidiger aus und war am Ende sieben Hundertstelsekunden schneller als der Ducati-Fahrer aus Baden-Württemberg.

Auch der Weg von Marcel Schrötter (GERT56 by RS Speedbikes) führte in die erste Startreihe. Der Deutsche kennt den TT Circuit Assen noch aus seiner Zeit in der Supersport-Weltmeisterschaft. „Die erste Startreihe war das Ziel. Twan hat auf dem Kurs einen Bonus“, meint der schnellste BMW-Fahrer und fügt hinzu: „Nach dem schwierigen Samstag mit den verschiedenen Wetterverhältnissen ist der dritte Startplatz okay. Ich denke, dass morgen das Reifenthema eine große Rolle spielt. Welche Mischung genommen wird und wie lange sie auf der Distanz hält.“

Markus Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon BMW), der mit klaren Siegesambitionen in die Niederlande gereist war, steht dagegen vor einer kniffligen Ausgangslage. Für den vierfachen Meister reichte es nur zum vierten Startplatz. Noch größer fiel die Überraschung bei Florian Alt aus. Der Honda-Pilot verpasste in der SP1 den Sprung in die finale Qualifikationsrunde und startet am Sonntag lediglich von Position zehn. Alt nahm das Ergebnis gelassen. „Wir straucheln mit dem Grip. Assen war noch nie wirklich unsere Strecke. Der Temperatursturz von 15 Grad hat es nicht besser gemacht. Das ist jetzt eben so.“

EURO MOTO Superbike, Qualifying (Top-Ten)

1. Twan SMITS (NED/Yamaha)

2. Lukas TULOVIC (GER/Ducati)

3. Marcel SCHRÖTTER (GER/BMW)

4. Markus REITERBERGER (GER/BMW)

5. Jan-Ole JÄHNIG (GER/BMW)

6. Toni FINSTERBUSCH (GER/BMW)

7. Jan MOHR (AUT/BMW)

8. Leon ORGIS (GER/BMW)

9. Kevin ORGIS (GER/BMW)

10.Florian ALT (GER/Honda

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


EuroMoto Sportbike: Bijman gewinnt Heimkrimi, irrer Start von Buis

Ruben Bijmann, Triumph Daytona 660 #17
Foto: Jens Hawrda

Was für ein erstes Rennen der EURO MOTO Sportbike in Assen. Ruben Bijman (Freudenberg RoRa Paligo Racing) feierte vor heimischem Publikum seinen ersten Sieg. Gaststarter Jeffrey Buis (Track & Trades Wixx Racing) machte das Rennen zusätzlich spektakulär. Der Niederländer startete vom letzten Platz und führte schon nach der ersten Runde. Am Ende fehlten ihm gerade einmal 0,035 Sekunden zum Sieg. Jakob Rosenthaler (RT Motorsports) meldete sich mit Rang drei auf dem Podium zurück.

Dabei gehörte die erste Runde ganz klar Buis. Weil er die Qualifikationsvorgabe am Samstagmorgen nicht erfüllt hatte, musste der WM Fahrer vom letzten Startplatz ins Rennen gehen. Was dann folgte, überraschte selbst ihn. Buis erwischte einen Blitzstart, lag schon nach der vierten Kurve auf Rang vier und kam nach der ersten Runde tatsächlich als Führender zurück. 16 Plätze in nur einer Runde.

„Ich war selbst überrascht, nach dem Start so schnell von ganz hinten nach ganz vorne zu kommen. Das war eine verrückte erste Runde“, sagte Buis. Einfach wurde es danach allerdings nicht. „Auf den Geraden hatte ich mit der Suzuki nicht so viel Power, dafür konnte ich in den Kurven immer wieder aufholen. Das war richtig gut.“

Vorne bildete sich schnell eine fünfköpfige Spitzengruppe mit Buis, Bijman, Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb), Stepan Zuda (Freudenberg RORA PALIGO Racing) und Rosenthaler. Vor allem Bijman zeigte sich stark auf der Bremse und hielt bei den Attacken immer wieder dagegen. Die Führung wechselte mehrfach. Nach Buis übernahm zunächst Bijman, zur Rennhälfte lag Zuda vorne und wenig später setzte sich Kitzbichler an die Spitze.

In den letzten Runden rückten die fünf Fahrer noch einmal eng zusammen. Zwei Runden vor Schluss schob sich Buis an Zuda vorbei. Auch Rosenthaler machte noch einmal Druck und brachte sich in Position für das Finale.

Dann kam die letzte Runde. Bijman setzte die entscheidende Attacke gegen Kitzbichler und ging vorbei. Buis versuchte ebenfalls sein Glück. Kitzbichler hielt dagegen, bremste spät und sein Motorrad schaukelte sich auf. Der Österreicher konnte einen Sturz verhindern, musste allerdings über den grünen Bereich neben der Strecke ausweichen und fiel auf Rang fünf zurück.

Bijman nutzte die Chance und brachte seinen ersten Sieg in der Sportbike Klasse mit gerade einmal 0,035 Sekunden Vorsprung vor Buis ins Ziel. „Es hat sich richtig gut angefühlt, einen großen Teil des Rennens vorne zu fahren. Ich habe mich auf dem Motorrad sehr stark gefühlt und schon ab der dritten Runde gemerkt, dass heute wirklich etwas drin ist. Am Ende wurde es noch einmal ein richtig harter Kampf. Umso schöner ist es, dass es endlich mit meinem ersten Sieg geklappt hat und dann auch noch hier zu Hause in Assen“, freute sich Bijman.

Rosenthaler wieder auf dem Podium

Hinter den beiden Niederländern meldete sich Rosenthaler zurück. Der Österreicher setzte in der Schlussphase noch einmal alles daran, wichtige Punkte im Titelkampf mitzunehmen und überquerte die Ziellinie als Dritter. Gerade einmal 0,425 Sekunden fehlten ihm auf Buis. Zuda folgte nur elf Tausendstelsekunden dahinter auf Rang vier. Damit kamen die ersten vier Fahrer innerhalb von weniger als einer halben Sekunde ins Ziel.

Für Rosenthaler war das Podium nach den vergangenen schwierigen Wochen besonders wichtig. „Es ist keine leichte Zeit, nach der Verletzung wieder zurück zu meiner alten Stärke zu kommen. In Oschersleben hatte ich noch viel mit Schmerzen zu kämpfen. Leider ist auch dieses Wochenende mit den zwei Stürzen nicht optimal gestartet. Jetzt trotzdem wieder auf dem Podium zu stehen, ist endlich wieder Licht am Ende des Tunnels“, sagte der Österreicher.

Meisterschaftsführer Zuda verpasste das Podium als Vierter zwar knapp, sammelte aber weitere 16 Punkte. Kitzbichler rettete nach seiner Schrecksekunde in der letzten Runde noch Rang fünf. Die schnellste Rennrunde ging ebenfalls an ihn. In Runde fünf fuhr Kitzbichler eine 1:45,447 Minuten und war damit der schnellste Fahrer im Rennen.

Dahinter setzte sich Kiyano Veijer (Dutch Talent Racing) im niederländischen Kampf der Verfolger durch und wurde Sechster vor Julian van Kalkeren (SRTD Pearle Gebben) und Tom Kuil (RT Motorsports). Mika Siebdrath (Freudenberg RORA PALIGO Racing) fuhr über weite Strecken allein auf Rang neun und brachte diese Position auch ins Ziel. Er war mit dem Ergebnis weder zufrieden, noch hatte er im Rennen überhaupt ein Gefühl für sein Vorderrad und sein Bike, erklärte nach dem Rennen. Maksymilian Palmowski (SP Race Project) komplettierte die Top Ten.

Pech hatte Luis Rammerstorfer (Freudenberg RoRa Paligo Racing). In Runde neun kam es zur Kollision mit Rick Kooistra (SRTD Pearle Gebben). Beide konnten weiterfahren, verloren aber viel Zeit. Kooistra wurde 14., Rammerstorfer kam auf Rang 17 ins Ziel. Nach dem Rennen folgte für Rammerstorfer noch eine Strafe: Die Stewards bewerteten sein Manöver als zu ambitioniert. Im zweiten Rennen am Sonntag muss er deshalb zwei Long Lap Penalties absolvieren.

EURO MOTO Sportbike, Race 1 (Top-Ten)

  1. Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
  2. Jeffrey BUIS (#G6/NLD), Suzuki GSX 8R
  3. Jakob ROSENTHALER (#78/AUT), Triumph Daytona 660
  4. Stepan ZUDA (#23/CZE), Triumph Daytona 660
  5. Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS660
  6. Kiyano VEIJER (#53/NLD), Triumph Daytona 660
  7. Julian VAN KALKEREN (#34/NLD), Triumph Daytona 660
  8. Tom KUIL (#55/NLD), Triumph Daytona 660
  9. Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
  10. Maksymilian PALMOWSKI (#95/POL), Aprilia RS660


Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


EuroMoto Supersport: Dirk Geiger spurtet von ganz hinten nach vorn

Dirk Geiger, Yamaha R 9 #60
Foto: Jens Hawrda

Von hinten nach ganz vorne. Sieg für Dirk Geiger im ersten Rennen der EURO MOTO Supersport in Assen. An dieser Heldentat gab es nichts zu rütteln. Aber mit der Drei-Sekunden-Strafe für Daniel Blin bekam alles einen faden Beigeschmack.

Dirk Geiger (Apreco-Yamaha) musste trotz Pole Position aus der Boxengasse starten, weil er den dritten Motor in Betrieb hat. Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) wurde wegen Überschreitung des Tempolimits drei Plätze zurückgesetzt. Gleiches betraf Luca Göttlicher (LJ Racing).

Somit besetzten Lennox Lehmann (Apreco-Yamaha), Marvin Siebdrath (MCA Honda) und Luca de Vleeschauwer (SWPN Yamaha) die erste Startreihe. Sie bekamen die Podiumsplätze auf dem Silbertablett serviert, aber keiner von ihnen griff zu.

Lehmann übernahm am Start die Führung. Blin und Göttlicher zogen durch. Göttlicher kam sogar in Führung liegend aus der ersten Runde zurück. Ein Fahrfehler im dritten Umlauf warf ihn bis auf den vierten Platz zurück. Es bildeten sich zwei kämpfende Duos. An der Spitze legten sich Lehmann und Blin an. Kurz dahinter beharkten sich Göttlicher und Luca de Vleeschauwer.

Es fühlte sich an, als ob Blin dem Yamaha-Fahrer näher kommt. Das wollte der Dresdner auf jeden Fall vermeiden. Noch zu frisch war die Erinnerung an den EURO MOTO-Event in Oschersleben, als sich der Pole in einem sehr beherzten Manöver in letzter Sekunden an ihm vorbei gepresst hatte. Heute wollte sich Lehmann den Genuss des ersten Saisonsieges nicht noch einmal entgehen lassen.

In der achten von 13 Runden wurde es noch interessanter. Geiger war von der Boxengasse aus durch das Feld gepflügt und schon Fünfter. Er fuhr als Einziger 1:41er-Zeiten und das machte sich auf Dauer bemerkbar. In der neunten Runde knickte Luca de Vleeschauwer ein und konnte das Tempo nicht mehr halten. Dahinter stürzte mit Freddie Heinrich der einzige Kawasaki-Pilot auf dem Weg zu einem Top 6-Platz aus dem Rennen.

Geiger befand sich mittlerweile schon auf Podiumskurs und an der Spitze rappelte es gewaltig. Lehmann unterlief ein Schaltfehler. Blin huschte am Sachsen vorbei. Plötzlich befand sich Blin im Abseits und Lehmann war wieder vorn. Dann der entscheidende Moment: Lehmann verlor in Führung liegend das Silbertablett und vergrub den ersten möglichen Saisonsieg im Kies.

Was in den letzten Metern bis zum Ziel passierte, war purer Nervenkitzel. Geiger war mit der Yamaha R9 durch das Getümmel durchmarschiert und kämpfte mit Blin und Göttlicher in haarscharfen Manövern um den Sieg. Am Ende war Blin mit elf Tausendstelsekunden Vorsprung als Erster vor Geiger und Göttlicher im Ziel. Die Wertung sah anders aus. Weil Blin im Kampf mit Lehmann in die Auslaufzone der Ruskenhoek-Kurve gekommen war und vor der Rückkehr auf die Strecke keine Sekunde verzögert hatte, wie es das Reglement vorschreibt, wurde ihm eine 3-Sekunden-Zeitersatzstrafe auferlegt. Für eine Long-Lap-Runde hatte die Renndistanz nicht mehr gereicht.

Geiger wurde zum Sieger des Rennens erklärt. Damit nahm er Blin die Führung in der Gesamtwertung ab. Göttlicher kam mit der MV Agusta auf den zweiten Platz und stieg als Dritter aufs Podium. Der Pole legte Protest gegen die Entscheidung ein.

EURO MOTO Supersport, Rennen 1 (Top-Ten)

1. Dirk GEIGER (GER/Yamaha)

2. Luca GÖTTLICHER (GER/MV Agusta)

3. Daniel BLIN (POL/Ducati)

4. Luca DE VLEESCHAUWER (NED/Yamaha)

5. Filip FEIGL (CZE/Yamaha)

6. Marvin SIEBDRATH (NED/Honda)

7. Filip NOVOTNÝ (CZE/Ducati)

8. Julius AHRENKIEL-FRELLSEN (DNK/Honda)

9. Jorke ERWIG (GER/Ducati)

10.Max STAUFFER (AUS/Yamaha

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


ADAC GT4 Germany: Aston Martin triumphiert auf dem Nürburgring

  • Dritter Saisonsieg für Jan Philipp Springob/Philipp Gogollok in ADAC GT4 Germany
  • Zwei BMW in den Top Drei
  • Erster Rookie-Erfolg für Ginetta-Fahrer Erik Bertilsson

Großer Jubel vor den Zuschauern: Jan Philipp Springob (li.) und Philipp Gogollok
Foto: ADAC-Motorsport

Dritter Stich für Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Titelrennen 2026 der ADAC GT4 Germany. Das Aston Martin Vantage AMR GT4-Duo feierte im Samstagsrennen auf dem Nürburgring den dritten Saisonsieg und konnte dadurch auch die Tabellenführung im ADAC Championat übernehmen. Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (22/Euskirchen, beide ME Motorsport) belegten in einem actionreichen Rennen Rang zwei. Ihre BMW M4 GT4-Markenkollegen Luis Moser (18/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport) komplettierten vor vollen Zuschauerrängen das Podium.

Für Springob hat der Nürburgring einen ganz besonderen Stellenwert. Der Kurs in der Eifel ist nicht nur seine Heimstrecke - hier hat er bereits 2023 das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany gewonnen. Für den Triumph 2026 legte Springob die Grundlage bereits am Vormittag mit der Pole-Position. Beim Rennstart machte er kurzen Prozess mit der Konkurrenz und setzte sich in der ersten Rennhälfte immer weiter an der Spitze des Feldes ab. Dahinter kämpften Lachlan Robinson (22/AUS, AVIA W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4 und Gabriele Piana (39/ITA, FK Performance Motorsport) im BMW sehenswert um die zweite Position, wobei sich zunächst der erfahrene Italiener durchsetzte. Markenkollege Linus Hahne arbeitete sich derweil bis zum vierten Rang vor.

Zu Rennmitte gab es die obligatorischen Fahrerwechsel und die Reihung blieb zunächst bestehen. Springobs Partner Gogollok behielt bis zum Rennende unangefochten die Führung und stellte den dritten Saisonsieg klar, der für den Hessen auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Benjamin Sylvestersson(19/FIN) und Denny Berndt (21/Berlin), die für Piana und Robinson eingestiegen waren, taten es ihren Teamkollegen gleich und kämpften hart um die Positionen. Kurz vor Rennende gab es dann jedoch einen Schaden im Bereich der Radaufhängung vorne links am BMW von Sylvestersson, sodass der Finne sein Fahrzeug am Streckenrand abstellen musste. Berndt überquerte die Ziellinie zunächst auf Rang zwei, wurde nachträglich aber mit einer Zeitstrafe von 15 Sekunden belegt und somit auf Rang sechs gewertet. Profiteur der Situation war Philip Wiskirchen, der von Hahne den ME Motorsport-BMW übernommen hatte und Rang zwei einnehmen konnte. Luis Moser/Luca Link rückten auf Platz drei vor.

Dahinter erzielten Alexzander Kristiansson (26/SWE) und Erik Bertilsson (25/SWE, beide KRT Racing) in der Ginetta G56 GT4 mit Rang vier nicht nur ihr bestes Saisonergebnis, sondern konnten sich für Bertilsson auch über den Triumph in der Rookie-Wertung freuen. Fünfte wurden Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4. Platz sieben sicherten sich Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR, beide BWT Mücke Motorsport) im Mercedes-AMG GT4 vor Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport, Porsche). Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport, BMW) belegten Rang neun. Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, Mercedes-AMG) komplettierten beim Heimspiel von Prosport Racing die Top Zehn. Den Sieg in der PRO-AM-Wertung holten Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche.

Stimmen zum Rennen

Jan Philipp Springob – Sieger für COSY Racing by ESM

„Es sah sicherlich leichter aus, als es tatsächlich war. Ich musste in der ersten Rennhälfte schon ordentlich Gas geben, damit die Lücke zur Konkurrenz zumindest gleich blieb. Somit hieß es von Runde eins bis zum Fahrerwechsel volle Attacke.“

Philipp Gogollok – Sieger für COSY Racing by ESM

„Auch in meinem Stint war es das Ziel, die Lücke größer zu machen. Zum Ende hin wurde es nochmals spannend, doch wir haben das Rennen nachhause gebracht. Wir sind super happy mit dem Sieg und hoffen für morgen direkt nochmals auf das Gleiche. So kann es weitergehen.“

Linus Hahne – Platz zwei für ME Motorsport

„Ich bin richtig happy. Natürlich war das Podium am Ende etwas glücklich für uns, aber so ist es manchmal. Wir nehmen das Ergebnis gerne mit. Ich denke, wir haben es auch verdient, da wir die ganze Saison schon hart gearbeitet hatten. Jetzt wurden wir belohnt.“

Philip Wiskirchen – Platz zwei für ME Motorsport

„Ich freue mich sehr über das Resultat, dass aber auch etwas überraschend kam. Ich musste in meinem Stint viel auf die Reifen achten. Morgen wollen wir direkt das nächste Podium klarstellen.“


Ferrari furioso am Nürburgring: Cairoli feiert dritten DTM-Sieg

  • Italiener holt eindrucksvollen Start-Ziel-Erfolg in der Eifel
  • Preining belegt beim Heimspiel seines Teams Manthey Platz zwei
  • Spitzenreiter Engel verteidigt als Sechster die Tabellenführung

Jubel über den dritten DTM-Sieg von Matteo Cairoli bei Emil Frey Racing
Foto: ADAC-Motorsport

Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing) hat am Samstag den elften DTM-Meisterschaftslauf auf dem Nürburgring souverän gewonnen. Der Ferrari-Pilot kontrollierte bei hochsommerlichen Temperaturen als Pole-Setter das Feld und wurde nach 39 Runden mit einem Vorsprung von knapp zehn Sekunden als Erster abgewunken.

„Dieser Sieg fühlt sich nach zuletzt eher enttäuschenden Wochenenden überragend an. Unser Team hat in der vergangenen Woche einen mega Job gemacht und alles dafür getan, dass wir wieder in die Erfolgsspur kommen. Das hat sich voll ausgezahlt. Erst die Pole-Position, dann der Sieg und die schnellste Rennrunde – das Fahrzeug war einfach eine Rakete“, freute sich Cairoli, der als DTM-Debütant bereits drei Erfolge auf dem Konto hat. Porsche-Pilot Thomas Preining (A) wurde auf dem Heimkurs seines Teams Manthey Zweiter. Der dritte Platz ging an Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo.

Keyfacts, Nürburgring, Nürburg, Saisonrennen 11 von 16

  • Streckenlänge: 3.629 Meter
  • Wetter: 34 Grad, sonnig
  • Pole-Position: Matteo Cairoli (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3 Evo #14), 1:25,345 Minuten
  • Sieger: Matteo Cairoli (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3 Evo #14)
  • Schnellste Runde: Matteo Cairoli (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3 Evo #14), 1:26,031 Minuten

Pole-Setter Cairoli behauptete nach einem perfekten Start die Führung vor Preining. Dahinter übernahm Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport) Rang drei vor Wittmann und Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), der zwei Positionen verlor. Während es im Feld zu teilweise harten Duellen kam, blieben die Abstände der ersten Fünf konstant. Der 30-jährige Cairoli hatte bis zum Pflicht-Boxenstopp einen Vorsprung von über drei Sekunden herausgefahren und ging nach einem schnellen Reifenwechsel wieder als Erster auf die Strecke.

Preining hatte eine Runde zuvor neue Pirelli-Slicks aufziehen lassen und verkürzte mit seinem Porsche 911 GT3 R den Rückstand auf den Italiener, kam aber nicht in Schlagdistanz. Wittmann konnte nach einem frühen Boxenstopp an Dörr vorbeiziehen, Auer blieb Fünfter. Während Cairoli in der Folge seinen Vorsprung immer weiter ausbaute, schloss Dörr zu Wittmann auf, konnte den erfahrenen Fürther jedoch nicht gefährden. Der Ferrari-Pilot machte schließlich mit großem Abstand seinen dritten Erfolg perfekt und hat damit so viele Saisonsiege auf dem Konto wie kein anderer DTM-Fahrer. Durch Rang zwei rückte Preining auch in der Gesamtwertung auf die zweite Position vor. Wittmann und Dörr folgten auf den Plätzen drei und vier. Auer belegte Rang fünf und blieb damit Tabellendritter.

Spitzenreiter Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) hielt sich taktisch klug aus harten Zweikämpfen heraus und behauptete mit Platz sechs die Führung in der Fahrerwertung. Bester Lamborghini-Fahrer war Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) als Siebter. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter) wurde auf Position acht gewertet. Ricardo Feller (CH) beendete den elften Saisonlauf im zweiten Porsche 911 GT3 R von Manthey auf Rang neun. Bastian Buus (DK) komplettierte im Neunelfer von Land-Motorsport die Top Ten.

Weitere Stimmen nach dem Rennen

Thomas Preining: „Ein super Rennen von uns! Wichtig war, dass ich beim Start meinen zweiten Platz verteidigen konnte. Matteo Cairoli war einfach zu schnell, um ihn ernsthaft unter Druck zu setzen. Die 20 Punkte sind wichtig für die Meisterschaft, genauso müssen wir am Sonntag weitermachen. Ich fahre schon so viele Jahre für Manthey, dass sich das Nürburgring-Wochenende für mich als Österreicher schon wie ein Heimspiel anfühlt.“

Marco Wittmann: „Der Nürburgring ist eine Strecke, die mir einfach gut liegt. Seit der ersten Trainingssession am Freitag sind wir vorne dabei und mussten übers Wochenende keine großen Setup-Anpassungen vornehmen. Das gibt dir als Fahrer das nötige Selbstvertrauen, was du in einem DTM-Rennen brauchst. In den letzten Runden musste ich viel in den Rückspiegel gucken, umso glücklicher bin ich über das Ergebnis.“

Ergebnis, 11. Meisterschaftslauf, Nürburgring (Top-Five)

1. Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing)

2. Thomas Preining (A/Manthey), +9,973 Sekunden

3. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), +13,756 Sekunden

4. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport), +14,569 Sekunden

5. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +15,373 Sekunden