Montag, 6. Juli 2026

Schwieriges DTM-Wochenende am Norisring endet mit wichtigem Punktgewinn für Schubert Motorsport

#11 Marco Wittmann (DEU / BMW M4 GT3 Evo / Schubert Motorsport)
Foto: ADAC-Motorsport

Das DTM-Wochenende auf dem Norisring vom 3. bis 5. Juli 2026 verlief für Schubert Motorsport anders als erhofft. Nach einem schwierigen Qualifying und zwei Ausfällen im Samstagsrennen konnte das BMW-Team am Sonntag zumindest einen versöhnlichen Abschluss feiern: Marco Wittmann kämpfte sich bei seinem Heimrennen von Startplatz 18 auf Rang zehn nach vorne und sicherte dem Team vor der beeindruckenden Kulisse von mehr als 100.000 Zuschauern mit wichtigen Meisterschaftspunkten.

Bereits am Freitag deutete sich für Schubert Motorsport ein herausforderndes Wochenende an. Die Einstufung im Rahmen der Balance of Performance (BoP) erschwerte es dem Team, auf dem kurzen Stadtkurs um Spitzenplätze zu kämpfen. Entsprechend schwierig gestalteten sich die Qualifyings, in denen sowohl Marco Wittmann als auch Kelvin van der Linde nur hintere Startpositionen erreichten.

Der Samstag endete schließlich für beide BMW M4 GT3 EVO vorzeitig. Sowohl Marco Wittmann als auch Kelvin van der Linde schieden nach Unfällen aus und konnten keine Punkte mitnehmen. Besonders der schwere Unfall von Kelvin van der Linde überschattete das gesamte Rennwochenende. Aufgrund der Folgen des Crashs konnte der Südafrikaner am Sonntag nicht mehr an den Start gehen.

Marco Wittmann zeigte hingegen im Sonntagsrennen eine starke kämpferische Leistung. Der zweimalige DTM-Champion arbeitete sich auf dem traditionsreichen Stadtkurs Position um Position nach vorne und belohnte sich bei seinem Heimspiel mit Rang zehn und wichtigen Meisterschaftspunkten. Angesichts der schwierigen Ausgangslage war dies das maximal mögliche Ergebnis.

„Bereits nach der Veröffentlichung der Balance of Performance am Freitag war absehbar, dass wir an diesem Wochenende keine optimalen Voraussetzungen hatten, um im Kampf um die Spitzenplätze mitzumischen. An dieser Ausgangslage hat sich im weiteren Verlauf des Wochenendes nichts mehr geändert. Umso höher ist die Leistung von Marco einzuschätzen, der sich von Startplatz 18 noch bis auf Rang zehn vorgearbeitet und damit das Maximum aus unseren Möglichkeiten herausgeholt hat“, erklärt Teamchef Torsten Schubert.

Mit Blick auf den schweren Unfall seines Fahrers richtet Schubert den Fokus nun auf die kommenden Tage: „Der schwere Unfall von Kelvin hat das Wochenende natürlich überschattet. Jetzt hoffen wir, dass er in den kommenden Tagen vollständig genesen wird und rechtzeitig zu den nächsten Testfahrten wieder fit ist. Dafür wünschen wir ihm alles Gute. Gleichzeitig wartet auf unsere Mannschaft eine große Aufgabe, denn das Fahrzeug muss umfangreich wieder aufgebaut werden. Nach derzeitigem Stand wird dafür eine neue Karosserie erforderlich sein.“

Trotz des schwierigen Wochenendes bleibt Schubert Motorsport in der Spitzengruppe der DTM-Saison vertreten. Während Marco Wittmann mit seinem Punktgewinn den Anschluss im Titelkampf wahrt, richtet sich der Fokus des Teams nun auf die kommenden Testfahrten und die Vorbereitung auf das nächste Rennwochenende. Parallel arbeitet die Mannschaft mit Hochdruck daran, den BMW M4 GT3 EVO von Kelvin van der Linde rechtzeitig wieder einsatzbereit zu machen.

Quelle: schubert-motorsport.com

ADAC GT4 Germany Norisring: Porsche triumphiert auch am Sonntag doppelt

  • Erster Triumph für Alon Gabbay/Maximilian Schreyer in ADAC GT4 Germany
  • Denny Berndt/Lachlan Robinson festigen mit Platz zwei die Tabellenführung
  • Zweites Podium für Toyota-Duo Lucas Cartelle/Hudson Schwartz

Ganze vorne auf dem Norisring lagen zwei Porsche von AVIA W&S Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

Großer Triumph für Porsche beim Rennwochenende der ADAC GT4 Germany auf dem Norisring. Nach einem Doppelsieg im Samstagsrennen konnten sich auch in Lauf zwei am Sonntag zwei 718 Cayman GT4 ganz vorne im Klassement platzieren. Es siegten Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg) vor ihren AVIA W&S Motorsport-Teamkollegen Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS). Für Gabbay/Schreyer ist es der erste Erfolg überhaupt in der ADAC GT4 Germany. Berndt/Robinson konnten mit Platz zwei ihre Tabellenführung weiter ausbauen. Rang drei ging nach einem starken Fight an Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4. Damit standen dieselben sechs Piloten wie am Vortag auf dem Podium.

Gabbay begann das Rennen auf dem so spektakulären Straßenkurs in Nürnberg bereits von der Pole-Position aus. Er gewann direkt den Start und setzte sich an der Spitze des Feldes ein wenig ab. Lediglich Mannschaftsgefährte Berndt konnte dem Israeli folgen. Mit kontinuierlich schnellen Rundenzeiten prägten die beiden Porsche-Piloten die erste Rennhälfte und hatten bis zum Fahrerwechsel einen Vorsprung von rund zehn Sekunden angehäuft. Das Duell um die Spitze dauerte zunächst noch weiter an, als mit Maximilian Schreyer und Lachlan Robinson die jeweiligen Teamkollegen ins Auto stiegen.

Dann gab es aber den Rückschlag für Berndt/Robinson. Die Rennleitung ahndete ein zu schnelles Fahren in der Boxengasse – und beorderte Robinson als Konsequenz zweimal in die sogenannte Penalty-lap, was einen Zeitverlust von in etwa zehn Sekunden bedeutete. Somit konnte Schreyer zu einem ungefährdeten Sieg fahren, der für ihn und Alon Gabbay auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Berndt/Robinson stellten dennoch Platz zwei klar und fahren somit als Tabellenführer zum nächsten Rennwochenende Ende Juli in der Motorsport Arena Oschersleben.

Noch spannender ging es im Duell um Platz drei zu. Toyota-Pilot Lucas Cartelle und ADAC GT4 Germany-Rekordsieger Gabriele Piana (39/ITA, FK Performance Motorsport, BMW M4 GT4) kämpften in der Schlussphase rundenlang Rad-an-Rad und entzückten so die zahlreich angereisten Zuschauer. Über das Wochenende kamen 118.000 Zuschauer an den Norisring, sodass sowohl am Samstag als auch am Sonntag alle Plätze restlos ausverkauft waren. Letztendlich setzte sich Cartelle durch und konnte sich gemeinsam mit Teamkollege Hudson Schwartz über das zweite Podium in Folge freuen. Piana und Partner Benjamin Sylvestersson (19/FIN) festigten mit Platz vier den Bronze-Rang in der Tabelle.

Fünfte wurden Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4 vor Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (21/Euskirchen, beide ME Motorsport) sowie Luis Moser (17/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport, alle BMW). Platz acht holten sich Hendrik Still (38/Kempenich) und Tim Horrell (35/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche, die in der ersten Rennhälfte noch auf der dritten Position unterwegs waren. Das Duo siegte somit auch in der PRO-AM-Wertung. Neunte wurden Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport). Stiefelhagen konnte sich dadurch auch über den Triumph in der Rookie-Wertung freuen. Die Top Zehn komplettierten Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4.

Stimmen zum Rennen

Alon Gabbay – Sieger für AVIA W&S Motorsport

„Es ist wirklich grandios, hier zu gewinnen. Ich bin zudem sehr stolz auf Maximilian, denn es ist erst sein zweites Jahr im GT4-Sport. Heute haben wir es gerockt. Zwei Podien am Norisring machen mich überglücklich.“

Maximilian Schreyer – Sieger für AVIA W&S Motorsport

„Das Wochenende war einfach nur mega – und ich bin sprachlos. Nach Platz zwei gestern konnten wir nun den Sieg feiern. Vielen Dank an das ganze Team und Alon für die harte Arbeit. Der Norisring lag uns bereits letztes Jahr ganz gut. Nun freuen wir uns auf die nächsten Rennwochenenden.“

Denny Berndt – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport

„Final Platz zwei nachdem wir von der zweiten Position losgefahren waren, geht sicherlich in Ordnung. Leider hatten wir ein Problem mit dem Armaturenbrett, sodass wir bei der Einfahrt in die Boxengasse keinen Speedlimiter hatten. Das machte es heute ein wenig schwierig. Unsere grundsätzliche Pace war aber gut. Platz zwei sind klasse Punkte für die Meisterschaft.“

Lachlan Robinson – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport

„Ich bin so glücklich wie man eben sein kann. Ohne Anzeigen auf dem Armaturenbrett war es nicht einfach, durch das Rennen zu kommen. Wir sind die gesamte Saison richtig gut unterwegs – und genauso wollen wir auch in Oschersleben weitermachen. Wir denken aber noch nicht zu sehr in Richtung Titel, da noch viele Rennen anstehen und somit noch einiges passieren kann.“

Lucas Cartelle – Platz drei für CRT

„Die letzten zehn Runden machten richtig Spaß, als ich mit Gabriele Piana um das Podium kämpfte. Mit Platz drei konnten wir viele Punkte in der Gesamtwertung einfahren. Toyota und das Team haben uns hier eine regelrechte Rakete hingestellt – dafür vielen Dank.“

Hudson Schwartz – Platz drei für CRT

„Ich fühle mich großartig. Mein Stint war wirklich tricky, insbesondere da es auch leicht zu regnen begann. Ich versuchte, so viele Konkurrenten wie möglich zu überholen und das Auto auf der Strecke zu halten. Danke an alle für das super Resultat.“


Sonntag, 5. Juli 2026

König vom Norisring: Nicki Thiim feiert perfektes Wochenende in Nürnberg

  • Aston-Martin-Pilot holt mit 66 Zählern maximale Punkteausbeute
  • Finn Wiebelhaus feiert zweites Podium in seinem achten DTM-Lauf
  • Rennwochenende in Nürnberg mit 118.500 Besuchern ausverkauft

Nach seinem zweiten Saisonsieg ist Nicki Thiim neuer Spitzenreiter der DTM
Foto: ADAC-Motorsport

Traumwochenende für Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) auf dem ausverkauften Norisring: Der Aston-Martin-Fahrer gewann nach seinem Sieg am Samstag auch das Sonntagsrennen von der Pole-Position aus und übernahm nach diesem Doppelschlag die Tabellenführung in der DTM. „Ein unglaubliches Wochenende für mich! Zwei Pole-Positions und zwei Siege fühlen sich wie ein Traum an. Es war immer mein großes Ziel, nach meinem Vater im Jahr 1992 den Namen Thiim eines Tages wieder an die Tabellenspitze der DTM zu bringen. Finn Wiebelhaus hat mich im Verlauf des Rennens unfassbar unter Druck gesetzt. Da hat mir meine Erfahrung sicher geholfen“, sagte der Däne, der seinen Siegerpokal vom Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern Dr. Markus Söder entgegennahm. Auch Road-to-DTM-Aufsteiger Finn Wiebelhaus (Obertshausen/HRT Ford Racing) zeigte auf dem Stadtkurs in Nürnberg eine Top-Leistung. Mit einem Rückstand von 0,887 Sekunden wurde er im Ford Mustang GT3 Zweiter und stand damit bereits zum zweiten Mal in seiner Rookie-Saison auf dem Treppchen. Das Podium komplettierte Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), der sich von Startplatz fünf auf Rang drei vorarbeiten konnte.

Keyfacts, Norisring, Nürnberg, Saisonrennen 8 von 16

  • Streckenlänge: 2.162 Meter
  • Wetter: 26 Grad, bewölkt
  • Pole-Position: Nicki Thiim (Comtoyou Racing, Aston Martin Vantage GT3 #7), 48,449 Sekunden
  • Sieger: Nicki Thiim (Comtoyou Racing, Aston Martin Vantage GT3 #7)
  • Schnellste Runde: Maro Engel (Mercedes-AMG Team Ravenol, Mercedes-AMG GT3 #80), 49,242 Sekunden

Kurz nach dem Start des Sonntagsrennens begann es auf dem Norisring leicht zu regnen. Zu diesem Zeitpunkt waren alle Fahrer mit Slicks unterwegs. Pole-Setter Thiim führte vor Wiebelhaus, dessen Teamkollegen Arjun Maini (IND) und Auer. Stärker werdende Niederschläge sowie eine Kollision zwischen Ferrari-Pilot Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing) und Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) im Lamborghini Temerario GT3 sorgten nach gut zehn Minuten für eine 14-minütige Rennunterbrechung. Nach dem Re-Start ging das Feld mit Regenreifen erneut auf die 2,162 Kilometer lange Strecke. Dabei nutzte Auer eine Unaufmerksamkeit von Maini und schob sich auf Rang drei vor.

Kurz danach hörte der Regen auf und die Fahrer ließen beim ersten Pflicht-Boxenstopp wieder Slicks aufziehen. Wiebelhaus, der etwas früher seine Reifen gewechselt hatte, attackierte in den folgenden Runden Spitzenreiter Thiim. Der 37-Jährige wehrte im Aston Martin Vantage GT3 jedoch jeden Angriff ab, konnte seinen Vorsprung wieder ausbauen und lag nach einem perfekten zweiten Boxenstopp klar in Führung. Nach 62 Runden überquerte Thiim als Sieger die Ziellinie und verbuchte durch diesen Erfolg die maximale Punkteausbeute des Wochenendes von 66 Zählern. Dieses Kunststück gelang zuletzt dem Porsche-Piloten Thomas Preining (A/Manthey) beim Saisonfinale 2023 in Hockenheim. Wiebelhaus und Auer folgten auf den Plätzen zwei und drei, Maini wurde trotz mäßiger Boxenstopps Vierter. Der fünfte Rang ging an Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter).

Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing) steuerte seinen Ferrari 296 GT3 Evo auf Position sechs. Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) konnte als Siebter fünf Plätze gutmachen und liegt damit in der Gesamtwertung hinter Thiim und vor Auer auf Rang zwei. Porsche-Pilot Bastian Buus (DK/Land-Motorsport) verbesserte sich sogar um sieben Positionen und belegte Platz acht vor seinem Markenkollegen Preining. Lokalmatador Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) bewies bei seinem Heimspiel großen Kampfgeist und fuhr vom 18. auf den zehnten Rang vor.

Weitere Stimmen zum Rennen

Finn Wiebelhaus: „Ich hätte unfassbar gerne gewonnen, aber ein zweiter Platz an meinem ersten Rennwochenende auf dem Norisring ist auch ein super Ergebnis. Die ersten Runden auf der nassen Fahrbahn waren wirklich herausfordernd. Nach dem ersten Boxenstopp konnte ich richtig dicht an Nicki Thiim heranfahren, aber ich bin einfach nicht an ihm vorbeigekommen.“

Lucas Auer: „Der dritte Platz fühlt sich wie ein Sieg an. Der Regen zu Beginn hat mir voll in die Karten gespielt, denn direkt nach dem Re-Start konnte ich Arjun Maini überholen. Für die Fans war es ein tolles Rennen. Es hat großen Spaß gemacht, vor einer so großen Kulisse zu fahren. Und ich hoffe, dass die vielen Zuschauer unsere Show genossen haben.“

Ergebnis, 8. Meisterschaftslauf, Norisring

1. Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing)

2. Finn Wiebelhaus (D/HRT Ford Racing), +0,887 Sekunden

3. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +5,753 Sekunden

4. Arjun Maini (IND/HRT Ford Racing), +8,417 Sekunden

5. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +9,178 Sekunden

Thiim legt nach: Däne macht nächste Pole auf dem Norisring klar

#7 Nicki Thiim (DNK / Aston Martin Vantage GT3 / Comtoyou Racing)
Foto: ADAC-Motorsport

Auf Deutschlands einzigem Stadtkurs führt kein Weg an Nicki Thiim vorbei. Der Aston-Martin-Pilot war auch im zweiten Qualifying am Sonntagmorgen mit einer Rundenzeit von 48,583 Sekunden schnellster Fahrer und steht damit beim vierten DTM-Rennwochenende in Nürnberg zum zweiten Mal auf Startplatz eins.

"Was für ein überragender Start in den Tag. Es macht mir einfach riesigen Spaß, auf dem Norisring zu fahren. Die Strecke hat nur vier Kurven. Aber genau deswegen kommt es darauf an, die Bremspunkte perfekt zu treffen und maximal am Limit zu fahren", erklärte Thiim, der mit seiner Gruppe das Zeittraining eröffnet hatte. Finn Wiebelhaus war mit 48,694 Sekunden Schnellster der zweiten Gruppe, die danach in die Qualifikation gestartet war. Damit steht der 20-Jährige bereits zum zweiten Mal mit dem Ford Mustang GT3 in der ersten Startreihe. Arjun Maini folgt im Ford Mustang GT3 auf Rang drei, Ben Dörr sicherte sich im McLaren 720S GT3 Evo Position vier. Lucas Auer geht wie bereits am Samstag von Rang fünf in den achten Meisterschaftslauf.

Thiim war am Sonntagmorgen bei 20 Grad Celsius Lufttemperatur der dominierende Fahrer seiner Gruppe, die um 9:10 Uhr das Qualifying auf dem Norisring einläutete. Der 37-Jährige fuhr mehrere Top-Zeiten und markierte die Bestmarke gut eine Minute vor Schluss. Danach startete die zweite Gruppe, in der Wiebelhaus bereits in seinem achten Umlauf die beste Rundenzeit gelang.

Am Norisring wurden die Qualifyings auf der engen und welligen Strecke in zwei Gruppen ausgetragen. Als insgesamt schnellster Fahrer steht Thiim auf Startplatz eins, neben ihm geht Wiebelhaus als Erster der anderen Gruppe von Rang zwei aus ins Rennen. Maini als Zweitschnellster der Gruppe des Pole-Setters folgt als Dritter, mit Dörr auf Position vier wird wieder zur anderen Gruppe gewechselt. Die Startreihenfolge ergibt sich bis auf den Pole-Setter nicht nur aus den gefahrenen Zeiten, sondern aus den Positionen nach den Zeittrainings.

Startaufstellung, 8. Saisonlauf, Norisring (Top-Five)

1. Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing)

2. Finn Wiebelhaus (D/HRT Ford Racing)

3. Arjun Maini (IND/HRT Ford Racing)

4. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport)

5. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf)


Quelle: dtm.com


DTM: Max Paul nach schwerem Unfall operiert, auch Kelvin van der Linde kurz im Krankenhaus

Nach dem schweren Unfall am Samstag am Norisring wurde Maximilian Paul und auch Kelvin van der Linde ins Krankenhaus gebracht.

Kelvin van der Linde konnte das Krankenhaus zwischenzeitlich wieder verlassen. "Wir hatten gestern lange Untersuchungen, er war fast fünf Stunden im Krankenhaus", sagt Teamchef Torsten Schubert bei ran.de. "Am Ende hat sich Gott sei Dank herausgestellt, dass nichts angebrochen ist. Zwischendurch gab es noch ein paar Äußerungen, aber wir haben immer viele Informationen bekommen - aber es ist am Ende so, dass alles mit Prellungen ausgegangen ist."

Kelvin van der Linde habe einen "verstauchten Fuß, denn die Pedaleriebox - und alles - hat sich zusammengefaltet". Zum Glück sei alles den Umständen entsprechend glimpflich ausgegangen - und das Team geht davon, "dass er bereits in zwei Wochen beim Test in Oschersleben wieder mit dabei ist" 

Im Rennen am Sonntag wird Kelvin van der Linde nicht teilnehmen.

Schwerer erwischt hat es Maximilian Paul. "Er hat eine große Verletzung im linken unteren Fuß", gibt Teamchef Gottfried Grasser am Sonntagmorgen ein Update zur Lage. "Wir haben direkt vom Krankenhaus die Information erhalten, dass es Max den Umständen entsprechend gut geht. Er wurde in der Nacht operiert und hat eine Verletzung im unteren Fußbereich, die verschraubt werden musste. Die Umstände sind sicher nicht einfach, aber bei der Operation ist alles gut verlaufen - das ist das Wichtigste", stellt er klar.

Aufgrund der schwere der Verletzungen wird Maximilian Paul i dieser Saison möglicherweise nicht mehr zum Einsatz kommen. "Das ist eine Rennfahrer-Geschichte, weil der linke Fuß der Bremsfuß ist", klärt Grasser auf. "Die Jungs müssen ja mit 130 Kilo drücken können. Daher muss die Genesung anständig sein, damit das wieder anständig verheilt."

Wir drücken Maximilian Paul fest die Daumen das der Heilungsprozess schnell und vollständig erfolgt.