Sonntag, 31. Mai 2026

Sportbike: Rosenthaler siegt mit Plan und Bestzeit

Jakob Rosenthaler (RT Motorsports Racing) hat auch das zweite Rennen der EURO MOTO Sportbike auf dem Automotodrom Brno gewonnen. Der Österreicher setzte sich am Sonntagmittag nach einem spektakulären Neun-Runden-Krimi gegen Ruben Bijman und Stepan Zuda (beide Freudenberg RORA-PALIGO Racing) durch. Lediglich 0,369 Sekunden trennten die drei Erstplatzierten im Ziel voneinander.

Dabei begann das Rennen alles andere als vorhersehbar. Polesetter Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) kam zunächst nicht optimal vom Start weg, machte den verlorenen Boden jedoch bereits in den ersten Kurven wieder gut und setzte sich sogar kurzzeitig vom Feld ab. Lange hielt der Vorsprung allerdings nicht. Bereits ab der dritten Runde übernahm Ruben Bijman die Führung und eröffnete damit einen Schlagabtausch, der sich bis zur Zielflagge hinziehen sollte.

An der Spitze formierte sich eine siebenköpfige Führungsgruppe mit Bijman, Kitzbichler, Rosenthaler, dem Gaststarter Daniel Tureček, Zuda, Julian van Kalkeren und Mika Siebdrath. Die Positionen wechselten durchgehend, während die Fahrer Rad an Rad um jeden Meter kämpften. Dahinter klaffte bereits eine deutliche Lücke. Maksymilian Palmowski (SP Race Project) führte zunächst die Verfolgergruppe an, zwischenzeitlich übernahm auch Kiyano Veijer (Dutch Talent Racing) dort die Führung.

Rosenthaler wartet geduldig auf seine Chance

Während vorne ununterbrochen attackiert wurde, verfolgte Jakob Rosenthaler einen anderen Plan. Der Sieger des Vortages hielt sich zunächst bewusst zurück und beobachtete das Geschehen aus den vorderen Positionen. In der letzten Runde entwickelte sich ein Dreikampf um den Sieg. Rosenthaler verteidigte die Führung mit einer fehlerfreien Runde, während Bijman auf den letzten Metern noch einmal alles versuchte, aber schließlich das Nachsehen hatte. Doppelsieg für Rosenthaler. „Das zweite Rennen heute war ganz anders als gestern. Es gab unheimlich viele Überholmanöver in der Spitzengruppe. Ich habe mich in der ersten Rennhälfte eher zurückgehalten und versucht, die Reifen zu schonen. Mir war klar, dass das am Ende ein entscheidender Vorteil sein könnte”, berichtet der Österreicher nach dem Rennen. In der letzten Runde ließ er schließlich “den Hammer richtig fallen”, wie er selbst sagte und gewann den Lauf mit seiner schnellsten Rennrunde des gesamten Wochenendes. “Ich war in der letzten Runde fast eine Sekunde schneller als in der Vorrunde”, so Rosenthaler und fügt hinzu: “Das Ende ist genauso ausgegangen, wie ich es mir erhofft und geplant hatte.” Er fährt mit 50 weiteren Zählern auf dem Kontostand sowie mit 83 Punkten als Führender in der Gesamtwertung nach Hause.

Zuda beißt Zähne zusammen, Siebdrath feiert

Hinter den beiden sicherte sich Stepan Zuda als Dritter einen weiteren Podestplatz. „Für mich war das ganze Wochenende sehr schwierig. Ich habe noch immer mit den Folgen meiner Handverletzung vom Weltmeisterschaftswochenende zu kämpfen. Die Verletzung schränkt mich beim Fahren deutlich ein. Deshalb bin ich mit Platz drei wirklich sehr zufrieden“, erklärte der Tscheche.

Knapp hinter dem Podium sorgte Mika Siebdrath (Freudenberg RORA-PALIGO Racing) für ein persönliches Highlight. Der Freudenberg-Pilot fuhr auf Rang vier und erzielte damit sein bislang bestes Ergebnis in der EURO MOTO Sportbike.

Julian van Kalkeren (Pearle Gebben Racing)  komplettierte die Top 5. Der Niederländer hatte mit einem starken Start lange Anschluss an die Spitzengruppe gehalten, musste im Verlauf des Rennens jedoch abreißen lassen. 

Kitzbichler rettet sich

Tobias Kitzbichler rettete nach seinem Zwischenfall in der vorletzten Runde noch Rang sechs ins Ziel. Seine Aprilia begann sich aufzuschaukeln, weshalb der Österreicher weit ging und einen Sturz gerade noch verhindern konnte. Daniel Tureček (Rohac & Fejta Motoracing Team powered by Eder Racing) wurde dabei mit nach außen getragen und landete schließlich im Kiesbett. Für den Lokalmatador war das Rennen damit vorzeitig beendet, während Kitzbichler zwar weiterfahren konnte, den Anschluss an die Spitzengruppe jedoch verlor.

Für Tom Kuil (RT Motorsports Racing) war das Rennen bereits früh beendet. Der Niederländer landete in der dritten Runde in der vorletzten Kurve im Kiesbett und musste das Rennen vorzeitig aufgeben.

EURO MOTO Sportbike, Race 2 (Top-Ten)

  1. Jakob ROSENTHALER (#78/AUT), Triumph Daytona 660
  2. Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
  3. Stepan ZUDA (#23/CZE), Triumph Daytona 660
  4. Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
  5. Julian VAN KALKEREN (#34/NLD), Triumph Daytona 660
  6. Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS660
  7. Maksymilian PALMOWSKI (#95/POL), Aprilia RS660
  8. Kiyano VEIJER (#53/NLD), Triumph Daytona 660
  9. Luis RAMMERSTORFER (#13/AUT), Triumph Daytona 660
  10. Max STAUFFER (#27/AUS), Yamaha YZF-R7

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Superbike: Premieren-Sieg für "Rookie" Schrötter

Es ist vollbracht. Marcel Schrötter hat dem BMW-Team GERT56 by RS Speedbikes den ersten Sieg in der neuen EURO MOTO Superbike beschert. Und wo immer der im Januar verstorbene Teamchef Karsten Wolf jetzt ist, er wird jubeln, mit der Verpflichtung des ehemaligen Supersport- und Moto2-WM-Piloten noch einen Glücksgriff eingefädelt zu haben. Dahinter verdrängte Honda-Fahrer Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) auf den letzten Metern den vierfachen Champion Markus Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon BMW) vom zweiten Platz.

Nach dem Qualifying war klar gewesen: Den Reifen wird im Rennen eine zentrale Rolle zugeteilt. Reiterberger schaute nach rechts und nach links und meinte in der Startaufstellung vor dem ersten Rennen auf dem Automotodrom in Brünn: „Ich habe die gleichen genommen wie die meisten Fahrer und hoffe, das ist richtig.“

Marcel Schrötter machte die Sache sogar leicht nervös. Er war zwar der einzige, der in der Superole eine 1:56 er Zeit gefahren war und somit auf der Pole Position stand, aber die Reifen waren in seiner bisherigen Karriere nie ein besonders großes Thema gewesen.

Was alle zusätzlich anheizte: Was macht Lukas Tulovic (Triple M Ducati Racing Frankfurt), der nur auf dem zehnten Startplatz stand? In der Superbike Pre-Pole am Freitag hatte den Titelverteidiger und Auftakt-Doppelsieger ein Rutscher aus dem Konzept gebracht, in der Superpole am Samstag ein kleiner Regenschauer. Und wie Teamchef Matthias Moser wissen ließ: „Probleme mit der Front.“ Tulo war sichtlich gereizt. Mosers Hoffnung, dass er auch von P10 nach vorne fährt, erfüllte sich jedoch nicht. Auf den Geraden ließ er der extremen Ducati-Power zwar freien Lauf, aber sonst konnte Tulo nicht mithalten. Es war das krasse Gegenteil vom Saisonauftakt auf dem Sachsenring. Dort hatte der Ducati-Treiber alles in Grund und Boden gefahren. Nun war er zeitweise sogar fast eine Sekunde langsamer als Teamkollege Lorenzo Zanetti und nach 13 Runden im Automotodrom Brünn auch hinter dem Italiener im Ziel.

Der lange führende Markus Reiterberger und Marcel Schrötter schienen den Sieg unter sich ausmachen zu wollen. Für Podestanwärter Twan Smits, den einzigen Yamaha-Fahrer im Feld, war es ruckartig nach hinten gegangen. Florian Alt hatte sich auf der Honda Fireblade nach einem mittelprächtigen Start auf dem dritten Platz gefangen. Dass er noch Zweiter hinter dem späteren Sieger Marcel Schrötter werden sollte, war fast unglaublich. Aber Reiti ging zweimal zu weit. Beim ersten Mal blieb das folgenlos, beim zweiten Mal war Schrötter zur Stelle und neuer Spitzenreiter. Als Schrötter den Sieger-Champagner auf den Podium köpfte, war das ein ganz besonderer Moment.

Reiterberger war in den letzten zwei Runden wie auf rohen Eiern gefahren. „Ich habe den Hinterreifen verwalten wollen, aber dass die Front so einbricht, damit habe ich nicht gerechnet“, schüttelte er mit dem Kopf. Genauso schlimm: „Dann habe ich mich auch noch verschaltet und bin in den Neutralgang gekommen.“ Damit war der Weg für Florian Alt auf den zweiten Platz frei. Der gebürtige Gummersbacher hat der geballten BMW-Armada an der Spitze wieder einen richtig fetten Strich durch die Rechnung gemacht, nachdem der Saisonauftakt für das Honda-Team noch sehr harzig verlaufen war.

Was sonst noch passiert ist: Leon Orgis (ORM Racing), der das Rennen von P4 in Angriff genommen hatte, wollte zu schnell zu viel und stürzte in der dritten Runde auf P6 aus dem Geschehen. Milan Merckelbagh (Masteroil Alpha Van Zon BMW) kassierte eine doppelte LongLap-Strafe wegen Frühstarts. Marco Fetz (MF-Racing powered by Jung) stellte seine BMW nach sechs Runden in der Box ab.

EURO MOTO Superbike, 1. Rennen (Top-Ten)

1. Marcel SCHRÖTTER (DEU/BMW)

2. Florian ALT (DEU/Honda)

3. Markus REITERBERGER (DEU/BMW)

4. Kevin ORGIS (DEU/BMW)

5. Toni FINSTERBUSCH (DEU/BMW)

6. Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati)

7. Lukas TULOVIC (DEU/Ducati)

8. Twan SMITS (NLD/Yamaha)

9. Soma GÖRBE (HUN/BMW)

10.Jan MOHR (AUT/BMW)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Samstag, 30. Mai 2026

Supersport: Daniel Blin behält die weiße Weste an

Daniel Blin siegt weiter
Foto: Jens Hawrda

Daniel Blin macht weiter, wo er am Sachsenring aufgehört hat – mit einem Sieg in der EURO MOTO Supersport beim zweiten Saison-Event auf dem Automotodrom in Brünn. Das komplette Podium war nach dem ersten Lauf in der Klasse in Tschechien identisch mit der Belegung vom Sachsenring. Und doch war alles anders.

Die Ducati-Teamkollegen Marcel Brenner und Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) machten zu Beginn gemeinsame Sache. Der Schweizer fiel zurück. Beim Versuch, neben Lennox Lehmann (Team Apreco Yamaha) in eine Kurve zu stechen, landete Brenner im Kies und er kam nicht mehr zurück.

Blin hatte einen minimalen Vorsprung. Hinter ihm legten sich Dirk Geiger (Team Apreco Yamaha) und Lehmann miteinander an. Es bestand die Gefahr, dass Blin aufgrund des Gerangels einen Nutzen zieht und davonfahren kann. Doch es war schon zu spät. Nach den insgesamt 11 Rennrunden hatte sich der Vorsprung des polnischen Ducati-Fahrers im Ziel auf 3,327 Sekunden aufgebaut. Der 24-Jährige hat die Meisterschaft momentan fest im Griff: drei Rennen, drei Siege, 75 Punkte. Mehr geht nicht. Sein Fanclub war angereist und sang bei der Siegerehrung textsicher und lautstark die Nationalhymne mit. Blin kündigte an, das Ergebnis morgen im zweiten Rennen wiederholen zu wollen.

Da die Strecke von Brünn der gleiche Reifenfresser wie der Sachsenring ist, war sich Geiger im Klaren darüber, dass er mit dem schwarzen Gold haushalten muss, wenn er über die Runden kommen wollte. „Deshalb habe ich am Anfang Piano gemacht.“ Zum Schluss ging trotzdem nichts mehr. Der Vorderreifen war total am Ende. Kollege Lehmann hatte die Front schon zu Beginn schwer beansprucht. Er konnte in den letzten Runden selbst Geiger nicht mehr auf die Pelle rücken.

Mit Respektabstand nach vorn kämpften Lorenzo Fellon (Kawasaki Weber Racing), Marvin Siebdrath (MCA Racing) und Luca Göttlicher (LJ Racing) um die Positionen vier bis sechs. Der mit Moto3-WM-Erfahrung behaftete Franzose zog zum Schluss den Kürzeren. Honda-Neuling Siebdrath holte sein bis dato bestes Saisonergebnis und „Lucky Luc“ Göttlicher hatte sich unter erschwerten Bedingungen nach vorne gekämpft. Seine verletzte Schulter ist noch nicht völlig auskuriert. Dass sein erstes Rennen mit der MV Agusta überhaupt auf dem fünften Platz endete, war bemerkenswert.

Lokalmatador Patrik Sedlak (Sedlak Motorsport) war als Gastfahrer am Start, sah mit der Triumph aber nicht das Ziel. Filip Novotný (SP race project) und Luca de Vleeschauwer (Team SWPN) kamen sich in der neunten Runde ins Gehege und stürzten.

EURO MOTO Supersport, 1. Rennen (Top-Ten)

1. Daniel BLIN (POL/Ducati)

2. Dirk GEIGER (DEU/Yamaha)

3. Lennox LEHMANN (DEU/Yamaha)

4. Marvin SIEBDRATH (DEU/Honda)

5. Luca GÖTTLICHER (DEU/MV Agusta)

6. Lorenzo FELLON (FRA/Kawasaki)

7. Julius AHRENKIEL-FRELLSEN (DNK/Honda)

8. Filip FEIGL (CZE/Yamaha)

9. Marvin KREIMES (DEU/Ducati)

10.Jindrich ŠKOPEK (CZE/Yamaha)


Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Sportbike: Rosenthaler bremst sich stark zum Sieg

Jacob Rosenthaler siegt in Rennen 1 in Brno
Foto: Jens Hawrda

Jakob Rosenthaler (RT Motorsports Racing) hat das erste Rennen der EURO MOTO Sportbike auf dem Automotodrom Brno gewonnen. Nach einem intensiven Neun-Runden-Sprint setzte sich der Österreicher am Samstagnachmittag in einem packenden Dreikampf gegen Ruben Bijman (Freudenberg RORA-PALIGO Racing) und Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) durch und feierte damit seinen ersten Saisonsieg.

Bereits unmittelbar nach dem Start entwickelte sich an der Spitze ein hochklassiger Schlagabtausch. Pole-Setter Tobias Kitzbichler mischte von Beginn an vorne mit, während Jakob Rosenthaler und Ruben Bijman keinen Zentimeter kampflos hergaben. Das Trio bestimmte das Tempo und setzte sich früh vom restlichen Feld ab.

Befreiunggschlag für Rosenthaler

Bis zur Rennmitte wechselten die Positionen mehrfach. Besonders Rosenthaler überzeugte dabei in den harten Bremszonen des 5,4 Kilometer langen Grand-Prix-Kurses. Immer wieder konnte der Triumph-Pilot dort entscheidende Meter gutmachen und seine Konkurrenten unter Druck setzen. Im letzten Renndrittel gelang es ihm schließlich, die Kontrolle über das Rennen zu übernehmen und den Grundstein für seinen Sieg zu legen.

Für Rosenthaler war der Erfolg gleichzeitig ein Befreiungsschlag. Beim Saisonauftakt auf dem Sachsenring hatte er zwar als Erster die Ziellinie überquert, war anschließend jedoch aufgrund einer Strafe um drei Positionen zurückversetzt worden. Umso größer war die Erleichterung nun auf dem Podium.

„Das ist ein richtig schönes Gefühl, endlich als Sieger auf dem Podium zu stehen. Nach dem Sachsenring war das natürlich eine bittere Enttäuschung. Ich hatte auch heute während des Rennens einige Probleme und es war nicht einfach, alles zu kontrollieren. Umso glücklicher bin ich, dass es jetzt geklappt hat“, sagte der 20-Jährige nach seinem Triumph.

Hinter dem Sieger entwickelte sich ein dramatischer Kampf um Rang zwei. Bijman und Kitzbichler lieferten sich bis zur Ziellinie ein Duell auf Messers Schneide. Am Ende trennten die beiden lediglich 0,027 Sekunden. Bijman rettete Platz zwei ins Ziel und komplettierte den Triumph-Doppelsieg. „Das war heute ein wirklich hartes Rennen. Ich habe ein paar Fehler gemacht, die mich Zeit gekostet haben. Mein Plan hat eigentlich perfekt funktioniert, bis mich Tobias in der letzten Runde noch einmal überholt hat. Zum Glück hatte ich in der letzten Kurve etwas mehr Schwung und konnte kontern. Dass es am Ende nur 27 Tausendstel sind, zeigt, wie eng es war“, erklärte der Niederländer.

Auch Tobias Kitzbichler durfte mit seinem Wochenende bislang zufrieden sein. Der 17-jährige Österreicher hatte bereits in den Trainings und im Qualifying seine starke Form unter Beweis gestellt und war von der Pole Position ins Rennen gestartet. Allerdings musste der Aprilia-Pilot während des gesamten Rennens mit Problemen kämpfen. „Das war schwierig. Schon relativ früh wollte das Vorderrad immer wieder einknicken. Ich hatte kaum Gefühl für die Front und musste permanent am Limit fahren“, berichtete Kitzbichler. Trotzdem hielt er den Anschluss an die Spitze und fuhr in den Schlussrunden sogar noch seine persönliche Bestzeit. Am Ende fehlten ihm lediglich wenige Zentimeter zu Platz zwei.

Zuda gewinnt Verfolgerduell vor Tureček und Siebdrath

Hinter dem Spitzentrio entbrannte ein weiterer sehenswerter Kampf um Rang vier. Stepan Zuda (Freudenberg RORA-PALIGO Racing), Gaststarter Daniel Tureček (Rohac & Fejta Motoracing Team powered by Eder Racing) und Mika Siebdrath (Freudenberg RORA-PALIGO Racing) bildeten über weite Strecken des Rennens eine eigene Verfolgergruppe. Zeitweise konnten sie den Rückstand auf die Spitze verkürzen, mussten die drei Führenden jedoch immer wieder ziehen lassen.

Am Ende setzte sich Zuda durch und führte die Gruppe als Vierter ins Ziel. Nur 1,3 Sekunden dahinter folgte Lokalmatador Daniel Tureček auf Rang fünf. Für den Tschechen, der vor dem Wochenende von einem erfüllten Traum gesprochen hatte, war es vor heimischem Publikum ein starkes Ergebnis. Mika Siebdrath komplettierte die Gruppe als Sechster.

Dahinter klaffte bereits eine größere Lücke. Kiyano Veijer (Dutch Talent Racing) belegte mit mehr als sechs Sekunden Rückstand auf Siebdrath den siebten Platz vor Tom Kuil (RT Motorsports Racing) und Julian van Kalkeren (SRTD Pearle Gebben Racing). Micky Winkler (WSC-Racing Team) rundete die Top 10 ab und erzielte damit sein bislang bestes Ergebnis in der EURO MOTO Sportbike.

Für einen Ausfall sorgte lediglich Maksymilian Palmowski (SP Race Project). Der Pole stürzte bereits früh im Rennen und wurde als einziger Fahrer nicht gewertet.

Weiter geht es bereits am Sonntag. Um 12:20 Uhr startet die EURO MOTO Sportbike in ihren zweiten Lauf des Wochenendes. Das Rennen wird wie gewohnt live und kostenlos unter euromoto.racing/live übertragen.


EURO MOTO Sportbike, Race 1 (Top-Ten)

  1. Jakob ROSENTHALER (#78/AUT), Triumph Daytona 660
  2. Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
  3. Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS660
  4. Stepan ZUDA (#23/CZE), Triumph Daytona 660
  5. Daniel TUREČEK (#24/CZE), Aprilia RS660
  6. Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
  7. Kiyano VEIJER (#53/NLD), Triumph Daytona 660
  8. Tom KUIL (#55/NLD), Triumph Daytona 660
  9. Julian VAN KALKEREN (#34/NLD), Triumph Daytona 660
  10. Micky WINKLER (#86/DEU), Aprilia RS660


Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann

Superbike: Schrötter auf Pole, Tulovic nur Zehnter

Marcel Schrötter holt die Pole in Brno
Foto: Jens Hawrda

Das Tiefstapeln zum Saisonbeginn war wohl nur ein Ablenkungsmanöver, um nicht zu sehr im Mittelpunkt zu stehen. Jetzt ist es mit der Ruhe um Marcel Schrötter vorbei. Der Neuzugang in der EURO MOTO Superbike hat die GERT56-BMW im tschechischen Brünn auf die Pole Position gestellt. Dominator Lukas Tulovic strauchelte.

Holger Homfeldt, einer der Köpfe des deutschen Teams grinste: „Naja, er hatte in der Superpole die richtigen Reifen und wenn er bei GERT56 fährt musste er auch eine 56er Zeit haben. Ist doch klar, oder?“ Ex-WM-Fahrer Schrötter hatte der Konkurrenz mit 1:56.965 min eine Rundenzeit im Automotodrom vorgelegt, an der sie zu knabbern hatte. Florian Alt (Honda) blieb knapp eine halbe Sekunde zurück, Markus Reiterberger (BMW) neun Zehntel.

Die Orgis-Brüder Leon und Orgis traten beide in der Q2 an. Leon hatte das gestern über das Superpole Pre Practice im Direkteinzug geschafft. Kevin zog am heutigen Samstag im Q1 nach, in dem sich die schnellsten drei Fahrer noch für die Q2 qualifizieren. Er war der zweite. Twan Smits, Lorenzo Zanetti, ein wieder genesener und zwischendurch sogar führender Patrick Hobelsberger und auch Milan Merckelbagh machten weitere Plätze in den ersten drei Startreihen unter sich aus. Der Niederländer war im Q1 sogar gestürzt.

Wo aber blieb Lukas Tulovic, der Überflieger auf der roten Ducati? Die Antwort: vierte Startreihe. Der Titelverteidiger und Doppelsieger vom Sachsenring kämpfte am Freitag mit dem Einlenkverhalten des Motorrads und gestern Abend gab es eine Krisensitzung. Erst am heutigen Samstag wurde das Problem behoben. „Dass er in Q1, als es leicht nieselte, nicht mit den Reifen gepokert hatte, ist der Grund, warum er nicht in die Q2 gekommen ist“, sagt sein Teamchef Marc Moser. Und legt gleich nach: „Für mich besteht trotzdem kein Zweifel daran, dass Lukas morgen um den Sieg mitfährt.“

EURO MOTO Superbike, Qualifying (Top-Ten)

1. Marcel SCHRÖTTER (DEU/BMW)

2. Florian ALT (DEU/Honda)

3. Markus REITERBERGER (DEU/BMW)

4. Leon ORGIS (DEU/BMW)

5. Twan SMITS (NLD/Yamaha)

6. Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati)

7. Patrick HOBELSBERGER (DEU/Honda)

8. Kevin ORGIS (DEU/BMW)

9. Milan MERCKELBAGH (NLD/BMW)

10.Lukas TULOVIC (DEU/Ducati)


Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek