Montag, 6. Juli 2026

DTM – Stars and Stories vom Norisring

Sommer, Sonne und prominenter Besuch aus Sport und Show: Das DTM-Wochenende auf dem ausverkauften Norisring bot den 118.500 Besuchern einen stimmungsvollen Mix aus Rennsport und Rahmenprogramm. Zu den prominenten Gästen zählten Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Entertainer Oliver Pocher, Freiwasser-Weltmeisterin Leonie Beck, Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier sowie die drei DTM-Champions René Rast, Timo Scheider und Sheldon van der Linde. Partystimmung mit The Yellow Tones auf der DTM Biergarten Stage, Live-Cooking mit Sternekoch Ali Güngörmüş und eine Zeitreise durch vier DTM-Jahrzehnte mit Kultautos sorgten für Abwechslung abseits der Strecke.

Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder überreichte am Sonntag den DTM-Siegerpokal
Foto: ADAC-Motorsport



Prominenter Besuch bei der DTM: Markus Söder verleiht Siegerpokal am Norisring

Markus Söder gab sich am Sonntag auf dem Norisring die Ehre und verfolgte vor der eindrucksvollen Zuschauerkulisse den DTM-Sonntagslauf in seiner Heimatstadt Nürnberg. Im Anschluss daran überreichte der Ministerpräsident des Freistaates Bayern auf dem Podium den Pokal an den Rennsieger Nicki Thiim – ein Moment, der die enge Verbindung zwischen dem Norisring-Klassiker und seiner bayerischen Heimat unterstrich.

Entertainer Oliver Pocher: DTM statt Fußball

Oliver Pocher ist ein bekennender Motorsport-Fan und war schon mehrfach Gast bei der DTM. Am Norisring genoss der Entertainer die besondere Atmosphäre des einzigen deutschen Stadtkurses. "Der Norisring ist eine echte Traditionsstrecke! An der DTM gefällt mir ganz besonders, dass sie viel nahbarer ist als zum Beispiel die Formel 1", sagte Pocher und ergänzte mit einem Augenzwinkern: "Wenn die deutsche Fußball-Nationalmannschaft schon nicht mehr bei der WM spielt, ist ein Besuch bei der DTM das Beste, was man in Nürnberg an einem Samstag machen kann."

Neunmaliger Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier mit DTM-Einsatz

Rekordweltmeister zu Gast bei der DTM: Sébastien Ogier, mit neun WM-Titeln neben Landsmann Sébastien Loeb erfolgreichster Rallye-Fahrer aller Zeiten, ließ sich den vierten DTM-Stopp am Norisring nicht entgehen. "Ich besuche meine Frau Andrea, die für ProSieben moderiert. Aber es ist immer wieder eine Freude, bei der DTM mit dabei zu sein", sagte Ogier und verriet: "Ich liebe jede Art von Rennsport und könnte mir vorstellen, nach meiner Rallye-Karriere in einem DTM-Auto eine neue Herausforderung zu suchen. Denn im Motorsport gilt allgemein: Man muss am Limit fahren, darf es aber nicht überschreiten." Danach hatte Ogier seinen DTM-Einsatz und schickte die Piloten mit dem Schild "Drivers start your engines" in den siebten Saisonlauf.

Ali Güngörmüş kocht live bei der DTM

Kochlöffel statt Boxengasse: Sternekoch Ali Güngörmüş sah als Gast von Schaeffler bei seinem DTM-Besuch weniger vom Renngeschehen, sondern wurde selbst aktiv. Der 49-Jährige verwöhnte die Gäste der DTM am Samstagabend beim Live-Cooking mit gegrillten Köstlichkeiten und raffinierten Beilagen. Dabei zeigte sich Güngörmüş perfekt vorbereitet: "Ich habe eine Baba Ganoush, eine orientalische Auberginencreme, angesetzt und mit Paprika, Zucchini, Peperoncini sowie Knoblauch Rinderfilet und Octopus serviert." Das DTM-Fazit des Fernsehkochs: "Das Wetter war traumhaft und die Leute super drauf. Ein tolles Erlebnis."

Schwimmerin Leonie Beck von der Stimmung beeindruckt

Das Element von Leonie Beck ist das Wasser. Am Wochenende schnupperte, die dreimalige Weltmeisterin im Freiwasser, jedoch Motorsportluft, und besuchte auf Einladung von Schaeffler, die DTM auf dem Stadtkurs im Herzen Nürnbergs. Nach einem Rundgang durch das Fahrerlager und einem Streifzug über das Eventgelände erklärte die gebürtige Augsburgerin: "Ich bin zum ersten Mal bei einem Motorsport-Event gewesen. Die DTM auf dem Norisring zu erleben, war wahnsinnig spannend. Vor allem die Mega-Stimmung hat mich beeindruckt."

Kinder-Journalisten löchern Wittmann, Engstler und Feller

Für Lokalmatador Marco Wittmann, Lamborghini-Pilot Luca Engstler und Porsche-Fahrer Ricardo Feller begann das Rennwochenende in Nürnberg bereits am Dienstag. Das DTM-Trio stellte sich bei einer Kinder-PK in der Cupra Garage Nürnberg den Fragen der Nachwuchs-Journalisten. Die Kids-Reporter konnten sich im Vorfeld beim Radiosender 98.6 Charivari bewerben und hatten nicht nur spannende Fragen zum Motorsport, sondern wollten von den Fahrern auch Dinge abseits der Rennstrecke erfahren. "Normalerweise geht es bei Pressekonferenzen mit Journalisten sehr professionell und strukturiert zu, mit den Kindern war es dagegen richtig locker und unterhaltsam. Da kamen Fragen, ob man schon mal geblitzt wurde, ob man Punkte in Flensburg hat oder welcher Superheld man gern wäre. Das waren kreative und teilweise sehr lustige Fragen", sagte Wittmann.

The Yellow Tones rocken die DTM Biergarten Stage

Zwei Abende, eine Bühne, jede Menge Partystimmung: The Yellow Tones rockten Freitag und Samstag die DTM Biergarten Stage. Mit aktuellen Hits und Oldies begeisterte die Top-40-Band des ADAC die Motorsport-Fans. Gitarrist Dr. Dieter Nirschl (Vorstand Mitgliedschaft, Tourismus und Verkehr des ADAC e.V.) war von der Atmosphäre beeindruckt. "Es ist ein Geschenk, vor einem solch tollen Publikum spielen zu können. Als Coverband haben wir für jeden Geschmack etwas im Repertoire und mit den Fans eine super Party am Norisring gefeiert."

Autogrammstunde mit Nürnberger Fußballprofis

Der Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg ist im Max-Morlock-Stadion am Norisring zu Hause. Die Kicker des neunfachen deutschen Meisters nutzten ihr Heimspiel und schrieben am Sonntag in der DTM Fan Zone fleißig Autogramme. "Ich habe keine Erfahrung im Motorsport und war das erste Mal auf solch einem Event dabei", verriet Mittelfeldspieler Julian Justvan. "Wir konnten hinter die Kulissen der DTM schauen und waren ganz no an den Fahrern und den Rennautos dran. Die Stimmung war toll, ein beeindruckendes Erlebnis."

Rast, Scheider, van der Linde – DTM-Meistertrio am Norisring

Geballte DTM-Meisterpower am Norisring: Der dreimalige Champion René Rast, der zweimalige Meister Timo Scheider und der Titelträger von 2022, Sheldon van der Linde, besuchten am Wochenende das "Fränkische Monaco". Der Stadtkurs zählt seit Jahrzehnten zu den Highlights im DTM-Kalender. Rast und van der Linde konnten dort bereits gewinnen, Scheider stand einmal auf dem Podium. Gemeinsam verfolgten sie das Renngeschehen, besuchten Boxengasse und Fahrerlager und nahmen sich Zeit für Fans und Fotos. Rast hatte zudem einen Auftritt in der Startaufstellung, als er das DTM-Feld am Sonntag ins Rennen schickte.

Maro Engel signiert Seifenkiste für einen guten Zweck

Guter Zweck auf vier kleinen Rädern: Robert Weininger, Seriensieger des Nürnberger Seifenkistenrennens, versteigerte am Norisring sein Gefährt. Der Erlös kam dem Verein zur Förderung brasilianischer Straßenkinder e. V. von Ex-Bundesliga-Profi Giovane Elber zugute. Maro Engel ließ es sich nicht nehmen, die Erfolgs-Seifenkiste zu signieren – der Mercedes-AMG-Fahrer kennt das südamerikanische Land gut. "Mein Vater lebt seit über 20 Jahren in Brasilien. Deshalb mache ich dort mit meiner Frau und meiner Tochter häufig Urlaub. Ich freue mich, einen kleinen Beitrag leisten zu können, um diese tolle Aktion zu unterstützen", erklärte Engel. Daher drückt er nach dem Ausscheiden Deutschlands bei der Fußball-WM den Brasilianern die Daumen: "In Brasilien lebt man Fußball. Er ist elementar wichtig, wahrscheinlich wichtiger als in anderen Ländern. Deshalb freue ich mich, wenn Brasilien es bei der WM weit bringt."

Stimmungsvoller Norisring-Auftakt am Dutzendteich

Am Freitagabend trafen sich Geschäftspartner, Medienvertreter und Freunde der DTM beim Branchentreff "MotorSport Lounge" zum Warm-up für das DTM-Wochenende. In entspannter Atmosphäre tauschten sich die Gäste aus und wurden bei kühlen Getränken, leckerem Essen und Musik perfekt unterhalten. Auch die DTM-Fahrer waren im Bootshaus am Dutzendteich dabei. Ricardo Feller: "Es ist wie in den vergangenen Jahren eine wirklich schöne Tradition, am Dutzendteich zusammenzukommen und interessante Gespräche mit Menschen aus verschiedenen Branchen führen zu können. Das leckere Essen trägt natürlich zur tollen Stimmung bei. Ich fände es schön, wenn man auch an anderen Rennstrecken solche Events hätte."

DTM-Kultautos im "Fränkischen Monaco"

Vier Jahrzehnte DTM auf vier Rädern: Historische Fahrzeuge sorgten am Wochenende für nostalgisches Flair auf dem Norisring. An allen drei Eventtagen wurden die Zuschauer bei Showrunden der Kultautos auf einen historischen Streifzug durch vier DTM-Jahrzehnte mitgenommen. Vom Ford Sierra Cosworth über den Mercedes-Benz 190E 2.3-16V bis hin zum Toyota Supra MK3 DTM waren Fahrzeuge zu sehen, die eng mit der Geschichte der Rennserie verbunden sind. Der letztjährige ADAC GT4 Germany-Fahrer Thomas Rackl kehrte an seine Heimstrecke zurück und umrundete den Norisring in einem BMW 320 STW aus dem Jahr 1994. "Es ist schon etwas Besonderes, mit einem 32 Jahre alten Auto auf der engen Strecke so no an Mauern und Leitplanken vorbeizufahren", erzählte Rackl. "Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, mit einem klassischen Saugmotor und dem besonderen Sound bei meinem Heimspiel am Norisring dabei zu sein."

Schwieriges DTM-Wochenende am Norisring endet mit wichtigem Punktgewinn für Schubert Motorsport

#11 Marco Wittmann (DEU / BMW M4 GT3 Evo / Schubert Motorsport)
Foto: ADAC-Motorsport

Das DTM-Wochenende auf dem Norisring vom 3. bis 5. Juli 2026 verlief für Schubert Motorsport anders als erhofft. Nach einem schwierigen Qualifying und zwei Ausfällen im Samstagsrennen konnte das BMW-Team am Sonntag zumindest einen versöhnlichen Abschluss feiern: Marco Wittmann kämpfte sich bei seinem Heimrennen von Startplatz 18 auf Rang zehn nach vorne und sicherte dem Team vor der beeindruckenden Kulisse von mehr als 100.000 Zuschauern mit wichtigen Meisterschaftspunkten.

Bereits am Freitag deutete sich für Schubert Motorsport ein herausforderndes Wochenende an. Die Einstufung im Rahmen der Balance of Performance (BoP) erschwerte es dem Team, auf dem kurzen Stadtkurs um Spitzenplätze zu kämpfen. Entsprechend schwierig gestalteten sich die Qualifyings, in denen sowohl Marco Wittmann als auch Kelvin van der Linde nur hintere Startpositionen erreichten.

Der Samstag endete schließlich für beide BMW M4 GT3 EVO vorzeitig. Sowohl Marco Wittmann als auch Kelvin van der Linde schieden nach Unfällen aus und konnten keine Punkte mitnehmen. Besonders der schwere Unfall von Kelvin van der Linde überschattete das gesamte Rennwochenende. Aufgrund der Folgen des Crashs konnte der Südafrikaner am Sonntag nicht mehr an den Start gehen.

Marco Wittmann zeigte hingegen im Sonntagsrennen eine starke kämpferische Leistung. Der zweimalige DTM-Champion arbeitete sich auf dem traditionsreichen Stadtkurs Position um Position nach vorne und belohnte sich bei seinem Heimspiel mit Rang zehn und wichtigen Meisterschaftspunkten. Angesichts der schwierigen Ausgangslage war dies das maximal mögliche Ergebnis.

„Bereits nach der Veröffentlichung der Balance of Performance am Freitag war absehbar, dass wir an diesem Wochenende keine optimalen Voraussetzungen hatten, um im Kampf um die Spitzenplätze mitzumischen. An dieser Ausgangslage hat sich im weiteren Verlauf des Wochenendes nichts mehr geändert. Umso höher ist die Leistung von Marco einzuschätzen, der sich von Startplatz 18 noch bis auf Rang zehn vorgearbeitet und damit das Maximum aus unseren Möglichkeiten herausgeholt hat“, erklärt Teamchef Torsten Schubert.

Mit Blick auf den schweren Unfall seines Fahrers richtet Schubert den Fokus nun auf die kommenden Tage: „Der schwere Unfall von Kelvin hat das Wochenende natürlich überschattet. Jetzt hoffen wir, dass er in den kommenden Tagen vollständig genesen wird und rechtzeitig zu den nächsten Testfahrten wieder fit ist. Dafür wünschen wir ihm alles Gute. Gleichzeitig wartet auf unsere Mannschaft eine große Aufgabe, denn das Fahrzeug muss umfangreich wieder aufgebaut werden. Nach derzeitigem Stand wird dafür eine neue Karosserie erforderlich sein.“

Trotz des schwierigen Wochenendes bleibt Schubert Motorsport in der Spitzengruppe der DTM-Saison vertreten. Während Marco Wittmann mit seinem Punktgewinn den Anschluss im Titelkampf wahrt, richtet sich der Fokus des Teams nun auf die kommenden Testfahrten und die Vorbereitung auf das nächste Rennwochenende. Parallel arbeitet die Mannschaft mit Hochdruck daran, den BMW M4 GT3 EVO von Kelvin van der Linde rechtzeitig wieder einsatzbereit zu machen.

Quelle: schubert-motorsport.com

ADAC GT4 Germany Norisring: Porsche triumphiert auch am Sonntag doppelt

  • Erster Triumph für Alon Gabbay/Maximilian Schreyer in ADAC GT4 Germany
  • Denny Berndt/Lachlan Robinson festigen mit Platz zwei die Tabellenführung
  • Zweites Podium für Toyota-Duo Lucas Cartelle/Hudson Schwartz

Ganze vorne auf dem Norisring lagen zwei Porsche von AVIA W&S Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

Großer Triumph für Porsche beim Rennwochenende der ADAC GT4 Germany auf dem Norisring. Nach einem Doppelsieg im Samstagsrennen konnten sich auch in Lauf zwei am Sonntag zwei 718 Cayman GT4 ganz vorne im Klassement platzieren. Es siegten Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg) vor ihren AVIA W&S Motorsport-Teamkollegen Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS). Für Gabbay/Schreyer ist es der erste Erfolg überhaupt in der ADAC GT4 Germany. Berndt/Robinson konnten mit Platz zwei ihre Tabellenführung weiter ausbauen. Rang drei ging nach einem starken Fight an Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4. Damit standen dieselben sechs Piloten wie am Vortag auf dem Podium.

Gabbay begann das Rennen auf dem so spektakulären Straßenkurs in Nürnberg bereits von der Pole-Position aus. Er gewann direkt den Start und setzte sich an der Spitze des Feldes ein wenig ab. Lediglich Mannschaftsgefährte Berndt konnte dem Israeli folgen. Mit kontinuierlich schnellen Rundenzeiten prägten die beiden Porsche-Piloten die erste Rennhälfte und hatten bis zum Fahrerwechsel einen Vorsprung von rund zehn Sekunden angehäuft. Das Duell um die Spitze dauerte zunächst noch weiter an, als mit Maximilian Schreyer und Lachlan Robinson die jeweiligen Teamkollegen ins Auto stiegen.

Dann gab es aber den Rückschlag für Berndt/Robinson. Die Rennleitung ahndete ein zu schnelles Fahren in der Boxengasse – und beorderte Robinson als Konsequenz zweimal in die sogenannte Penalty-lap, was einen Zeitverlust von in etwa zehn Sekunden bedeutete. Somit konnte Schreyer zu einem ungefährdeten Sieg fahren, der für ihn und Alon Gabbay auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Berndt/Robinson stellten dennoch Platz zwei klar und fahren somit als Tabellenführer zum nächsten Rennwochenende Ende Juli in der Motorsport Arena Oschersleben.

Noch spannender ging es im Duell um Platz drei zu. Toyota-Pilot Lucas Cartelle und ADAC GT4 Germany-Rekordsieger Gabriele Piana (39/ITA, FK Performance Motorsport, BMW M4 GT4) kämpften in der Schlussphase rundenlang Rad-an-Rad und entzückten so die zahlreich angereisten Zuschauer. Über das Wochenende kamen 118.000 Zuschauer an den Norisring, sodass sowohl am Samstag als auch am Sonntag alle Plätze restlos ausverkauft waren. Letztendlich setzte sich Cartelle durch und konnte sich gemeinsam mit Teamkollege Hudson Schwartz über das zweite Podium in Folge freuen. Piana und Partner Benjamin Sylvestersson (19/FIN) festigten mit Platz vier den Bronze-Rang in der Tabelle.

Fünfte wurden Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4 vor Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (21/Euskirchen, beide ME Motorsport) sowie Luis Moser (17/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport, alle BMW). Platz acht holten sich Hendrik Still (38/Kempenich) und Tim Horrell (35/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche, die in der ersten Rennhälfte noch auf der dritten Position unterwegs waren. Das Duo siegte somit auch in der PRO-AM-Wertung. Neunte wurden Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport). Stiefelhagen konnte sich dadurch auch über den Triumph in der Rookie-Wertung freuen. Die Top Zehn komplettierten Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4.

Stimmen zum Rennen

Alon Gabbay – Sieger für AVIA W&S Motorsport

„Es ist wirklich grandios, hier zu gewinnen. Ich bin zudem sehr stolz auf Maximilian, denn es ist erst sein zweites Jahr im GT4-Sport. Heute haben wir es gerockt. Zwei Podien am Norisring machen mich überglücklich.“

Maximilian Schreyer – Sieger für AVIA W&S Motorsport

„Das Wochenende war einfach nur mega – und ich bin sprachlos. Nach Platz zwei gestern konnten wir nun den Sieg feiern. Vielen Dank an das ganze Team und Alon für die harte Arbeit. Der Norisring lag uns bereits letztes Jahr ganz gut. Nun freuen wir uns auf die nächsten Rennwochenenden.“

Denny Berndt – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport

„Final Platz zwei nachdem wir von der zweiten Position losgefahren waren, geht sicherlich in Ordnung. Leider hatten wir ein Problem mit dem Armaturenbrett, sodass wir bei der Einfahrt in die Boxengasse keinen Speedlimiter hatten. Das machte es heute ein wenig schwierig. Unsere grundsätzliche Pace war aber gut. Platz zwei sind klasse Punkte für die Meisterschaft.“

Lachlan Robinson – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport

„Ich bin so glücklich wie man eben sein kann. Ohne Anzeigen auf dem Armaturenbrett war es nicht einfach, durch das Rennen zu kommen. Wir sind die gesamte Saison richtig gut unterwegs – und genauso wollen wir auch in Oschersleben weitermachen. Wir denken aber noch nicht zu sehr in Richtung Titel, da noch viele Rennen anstehen und somit noch einiges passieren kann.“

Lucas Cartelle – Platz drei für CRT

„Die letzten zehn Runden machten richtig Spaß, als ich mit Gabriele Piana um das Podium kämpfte. Mit Platz drei konnten wir viele Punkte in der Gesamtwertung einfahren. Toyota und das Team haben uns hier eine regelrechte Rakete hingestellt – dafür vielen Dank.“

Hudson Schwartz – Platz drei für CRT

„Ich fühle mich großartig. Mein Stint war wirklich tricky, insbesondere da es auch leicht zu regnen begann. Ich versuchte, so viele Konkurrenten wie möglich zu überholen und das Auto auf der Strecke zu halten. Danke an alle für das super Resultat.“


Sonntag, 5. Juli 2026

König vom Norisring: Nicki Thiim feiert perfektes Wochenende in Nürnberg

  • Aston-Martin-Pilot holt mit 66 Zählern maximale Punkteausbeute
  • Finn Wiebelhaus feiert zweites Podium in seinem achten DTM-Lauf
  • Rennwochenende in Nürnberg mit 118.500 Besuchern ausverkauft

Nach seinem zweiten Saisonsieg ist Nicki Thiim neuer Spitzenreiter der DTM
Foto: ADAC-Motorsport

Traumwochenende für Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) auf dem ausverkauften Norisring: Der Aston-Martin-Fahrer gewann nach seinem Sieg am Samstag auch das Sonntagsrennen von der Pole-Position aus und übernahm nach diesem Doppelschlag die Tabellenführung in der DTM. „Ein unglaubliches Wochenende für mich! Zwei Pole-Positions und zwei Siege fühlen sich wie ein Traum an. Es war immer mein großes Ziel, nach meinem Vater im Jahr 1992 den Namen Thiim eines Tages wieder an die Tabellenspitze der DTM zu bringen. Finn Wiebelhaus hat mich im Verlauf des Rennens unfassbar unter Druck gesetzt. Da hat mir meine Erfahrung sicher geholfen“, sagte der Däne, der seinen Siegerpokal vom Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern Dr. Markus Söder entgegennahm. Auch Road-to-DTM-Aufsteiger Finn Wiebelhaus (Obertshausen/HRT Ford Racing) zeigte auf dem Stadtkurs in Nürnberg eine Top-Leistung. Mit einem Rückstand von 0,887 Sekunden wurde er im Ford Mustang GT3 Zweiter und stand damit bereits zum zweiten Mal in seiner Rookie-Saison auf dem Treppchen. Das Podium komplettierte Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), der sich von Startplatz fünf auf Rang drei vorarbeiten konnte.

Keyfacts, Norisring, Nürnberg, Saisonrennen 8 von 16

  • Streckenlänge: 2.162 Meter
  • Wetter: 26 Grad, bewölkt
  • Pole-Position: Nicki Thiim (Comtoyou Racing, Aston Martin Vantage GT3 #7), 48,449 Sekunden
  • Sieger: Nicki Thiim (Comtoyou Racing, Aston Martin Vantage GT3 #7)
  • Schnellste Runde: Maro Engel (Mercedes-AMG Team Ravenol, Mercedes-AMG GT3 #80), 49,242 Sekunden

Kurz nach dem Start des Sonntagsrennens begann es auf dem Norisring leicht zu regnen. Zu diesem Zeitpunkt waren alle Fahrer mit Slicks unterwegs. Pole-Setter Thiim führte vor Wiebelhaus, dessen Teamkollegen Arjun Maini (IND) und Auer. Stärker werdende Niederschläge sowie eine Kollision zwischen Ferrari-Pilot Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing) und Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) im Lamborghini Temerario GT3 sorgten nach gut zehn Minuten für eine 14-minütige Rennunterbrechung. Nach dem Re-Start ging das Feld mit Regenreifen erneut auf die 2,162 Kilometer lange Strecke. Dabei nutzte Auer eine Unaufmerksamkeit von Maini und schob sich auf Rang drei vor.

Kurz danach hörte der Regen auf und die Fahrer ließen beim ersten Pflicht-Boxenstopp wieder Slicks aufziehen. Wiebelhaus, der etwas früher seine Reifen gewechselt hatte, attackierte in den folgenden Runden Spitzenreiter Thiim. Der 37-Jährige wehrte im Aston Martin Vantage GT3 jedoch jeden Angriff ab, konnte seinen Vorsprung wieder ausbauen und lag nach einem perfekten zweiten Boxenstopp klar in Führung. Nach 62 Runden überquerte Thiim als Sieger die Ziellinie und verbuchte durch diesen Erfolg die maximale Punkteausbeute des Wochenendes von 66 Zählern. Dieses Kunststück gelang zuletzt dem Porsche-Piloten Thomas Preining (A/Manthey) beim Saisonfinale 2023 in Hockenheim. Wiebelhaus und Auer folgten auf den Plätzen zwei und drei, Maini wurde trotz mäßiger Boxenstopps Vierter. Der fünfte Rang ging an Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter).

Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing) steuerte seinen Ferrari 296 GT3 Evo auf Position sechs. Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) konnte als Siebter fünf Plätze gutmachen und liegt damit in der Gesamtwertung hinter Thiim und vor Auer auf Rang zwei. Porsche-Pilot Bastian Buus (DK/Land-Motorsport) verbesserte sich sogar um sieben Positionen und belegte Platz acht vor seinem Markenkollegen Preining. Lokalmatador Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) bewies bei seinem Heimspiel großen Kampfgeist und fuhr vom 18. auf den zehnten Rang vor.

Weitere Stimmen zum Rennen

Finn Wiebelhaus: „Ich hätte unfassbar gerne gewonnen, aber ein zweiter Platz an meinem ersten Rennwochenende auf dem Norisring ist auch ein super Ergebnis. Die ersten Runden auf der nassen Fahrbahn waren wirklich herausfordernd. Nach dem ersten Boxenstopp konnte ich richtig dicht an Nicki Thiim heranfahren, aber ich bin einfach nicht an ihm vorbeigekommen.“

Lucas Auer: „Der dritte Platz fühlt sich wie ein Sieg an. Der Regen zu Beginn hat mir voll in die Karten gespielt, denn direkt nach dem Re-Start konnte ich Arjun Maini überholen. Für die Fans war es ein tolles Rennen. Es hat großen Spaß gemacht, vor einer so großen Kulisse zu fahren. Und ich hoffe, dass die vielen Zuschauer unsere Show genossen haben.“

Ergebnis, 8. Meisterschaftslauf, Norisring

1. Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing)

2. Finn Wiebelhaus (D/HRT Ford Racing), +0,887 Sekunden

3. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +5,753 Sekunden

4. Arjun Maini (IND/HRT Ford Racing), +8,417 Sekunden

5. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +9,178 Sekunden

Thiim legt nach: Däne macht nächste Pole auf dem Norisring klar

#7 Nicki Thiim (DNK / Aston Martin Vantage GT3 / Comtoyou Racing)
Foto: ADAC-Motorsport

Auf Deutschlands einzigem Stadtkurs führt kein Weg an Nicki Thiim vorbei. Der Aston-Martin-Pilot war auch im zweiten Qualifying am Sonntagmorgen mit einer Rundenzeit von 48,583 Sekunden schnellster Fahrer und steht damit beim vierten DTM-Rennwochenende in Nürnberg zum zweiten Mal auf Startplatz eins.

"Was für ein überragender Start in den Tag. Es macht mir einfach riesigen Spaß, auf dem Norisring zu fahren. Die Strecke hat nur vier Kurven. Aber genau deswegen kommt es darauf an, die Bremspunkte perfekt zu treffen und maximal am Limit zu fahren", erklärte Thiim, der mit seiner Gruppe das Zeittraining eröffnet hatte. Finn Wiebelhaus war mit 48,694 Sekunden Schnellster der zweiten Gruppe, die danach in die Qualifikation gestartet war. Damit steht der 20-Jährige bereits zum zweiten Mal mit dem Ford Mustang GT3 in der ersten Startreihe. Arjun Maini folgt im Ford Mustang GT3 auf Rang drei, Ben Dörr sicherte sich im McLaren 720S GT3 Evo Position vier. Lucas Auer geht wie bereits am Samstag von Rang fünf in den achten Meisterschaftslauf.

Thiim war am Sonntagmorgen bei 20 Grad Celsius Lufttemperatur der dominierende Fahrer seiner Gruppe, die um 9:10 Uhr das Qualifying auf dem Norisring einläutete. Der 37-Jährige fuhr mehrere Top-Zeiten und markierte die Bestmarke gut eine Minute vor Schluss. Danach startete die zweite Gruppe, in der Wiebelhaus bereits in seinem achten Umlauf die beste Rundenzeit gelang.

Am Norisring wurden die Qualifyings auf der engen und welligen Strecke in zwei Gruppen ausgetragen. Als insgesamt schnellster Fahrer steht Thiim auf Startplatz eins, neben ihm geht Wiebelhaus als Erster der anderen Gruppe von Rang zwei aus ins Rennen. Maini als Zweitschnellster der Gruppe des Pole-Setters folgt als Dritter, mit Dörr auf Position vier wird wieder zur anderen Gruppe gewechselt. Die Startreihenfolge ergibt sich bis auf den Pole-Setter nicht nur aus den gefahrenen Zeiten, sondern aus den Positionen nach den Zeittrainings.

Startaufstellung, 8. Saisonlauf, Norisring (Top-Five)

1. Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing)

2. Finn Wiebelhaus (D/HRT Ford Racing)

3. Arjun Maini (IND/HRT Ford Racing)

4. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport)

5. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf)


Quelle: dtm.com