Freitag, 31. Juli 2026

DTM: Nächster Halt - Nürburgring

Foto: Jens Hawrda

Motorsport-Action in der Eifel: Vom 14. bis 16. August kommt die DTM an den Nürburgring – und biegt beim sechsten von acht Saisonstopps in die heiße Phase ein. Die kompakte Sprintvariante des Eifelkurses bietet den Fans einen optimalen Blick auf das Renngeschehen. Beste Voraussetzungen für ein packendes Wochenende. Als Spitzenreiter reist Maro Engel an den Nürburgring. Der Mercedes-AMG-Pilot möchte in seiner zehnten DTM-Saison endlich seinen ersten Titel gewinnen.

Auf dem Traditionskurs kämpfen die DTM-Stars um die beste Ausgangslage für den Titelendspurt. Nach dem Event in der Eifel stehen mit dem Sachsenring und dem Finale in Hockenheim nur noch zwei Stopps auf dem Programm. Voll im Angriffsmodus ist Thomas Preining. Der Porsche-Werksfahrer machte zuletzt in Oschersleben mit einem Sieg und einem dritten Platz einen großen Schritt zurück in den Titelkampf. Am Nürburgring möchte der Österreicher beim Heimspiel seines Teams Manthey weitere Top-Ergebnisse einfahren. Ein Heimspiel hat außerdem HRT Ford Racing. Der Rennstall aus Drees setzt auf volle Ford-Power: In den beiden Mustang GT3 greifen Arjun Maini und Finn Wiebelhaus an.

Für ordentlich Action auf der Strecke sorgen zusätzlich zur DTM die ADAC GT4 Germany, der BMW M2 Cup und der Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland. Einen Blick in den Rückspiegel erleben die Fans bei Showfahrten mit Classic-Fahrzeugen aus 40 Jahren DTM. Die Kultautos drehen am Nürburgring ihre Runden und sorgen für einen historischen Streifzug durch vier Jahrzehnte DTM.

Auch abseits der Rennen wartet in der Eifel ein volles Programm. Am Samstagabend erleben die Zuschauer den Show-Wettbewerb "DTM-Trucks Go and Stop", bei dem die Trucker der Zugmaschinen der DTM-Teams auf der Start-Ziel-Geraden gegeneinander antreten. Am Samstag entscheidet sich am Nürburgring zudem, wer neuer Champion der DTM eSports Championship wird.

Das Finale der virtuellen Rennserie steigt im RaceRoom SimRaceCafé Spektakulär wird es bereits am Freitag: Bei der Track Safari geht es für die Teilnehmer in Bussen gemeinsam mit den DTM-Fahrzeugen auf den Eifelkurs. Am Freitag fällt außerdem der erste Rennsieg des Wochenendes. Auf der Ring-Kartbahn treten DTM-Fahrer und Medienvertreter gegeneinander an, Fans können kostenlos zuschauen.

Quelle: dtm.com

Euro Moto Superbike: Schraube im Reifen – Eine Geste rettet den Tag

Ohne Rennsport geht in der Familie Beinlich nichts. Auch in schweren Zeiten halten alle zusammen.
Fotos: Dino Eisele

So hatte sich Chris Beinlich das EURO MOTO-Roll-out in Oschersleben nicht vorgestellt. Der 30-jährige Privatfahrer aus Pößneck schwenkte bereits nach seiner ersten Runde im freien Training mit der Superbike-BMW wieder in die Box ein – eigentlich nur, um eine Fahrwerkseinstellung zu ändern. Doch dann entdeckte sein Mechaniker noch etwas ganz anderes. Im Hinterreifen steckte eine Schraube.

„So etwas ist mir noch nie passiert“, erzählt der Sachse immer noch ungläubig. Für die finanziell ohnehin knapp aufgestellte BRT-Mannschaft hätte der ungeplante Reifentausch ein echter Rückschlag werden können.

Doch dann zeigte sich die EURO MOTO von ihrer besten Seite. Serienmanager Maximilian Graf von Saurma-Jeltsch bekam das Malheur mit und organisierte kurzerhand bei Pirelli einen neuen Hinterreifen. Dank der spontanen Unterstützung konnte Beinlich, der erst seine zweite Saison in der Superbike-Klasse bestreitet, im zweiten freien Training wieder auf der Strecke sein. Manchmal entscheidet im Motorsport nicht nur die Rundenzeit – sondern auch eine helfende Hand in der Boxengasse.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Euro Moto Sportbike: ERC meldet sich in Top-5 zurück

Fast zehn Wochen lang war es still um das ERC Team. Nach dem Saisonauftakt auf dem Sachsenring verschwand die Mannschaft um Teamchef Uwe Reinhardt nahezu komplett von der Bildfläche. Weder in Brünn noch in Most gingen die Kawasakis an den Start. Stattdessen wurden die Ärmel hochgekrempelt. Der Trainingsfreitag in Oschersleben deutete darauf hin, dass sich diese Arbeit gelohnt hat.

Nach den eher durchwachsenen Ergebnissen zum Saisonstart konzentrierte sich das Team vollständig auf die Weiterentwicklung der Kawasaki ZX-6R 636. Das Ziel war klar: Das Motorrad musste konkurrenzfähiger und vor allem schneller werden. „Wir haben die Zeit genutzt, um bei der Abstimmung einiges zu finden“, erklärt Lothar Kraus, Technischer Leiter des ERC Teams. „Außerdem haben wir intensiv am richtigen Mapping gearbeitet, damit die Kawasaki deutlich besser funktioniert.“

Vor drei Wochen absolvierte das Team deshalb noch einen dreitägigen Test in Oschersleben, bei dem noch die letzten Feinabstimmungen vorgenommen wurden. Mit Erfolg: Am ersten Trainingstag nach der Sommerpause standen gleich zwei ERC Kawasakis unter den schnellsten fünf Fahrern der kombinierten Zeitenliste.

Sasha de Vits überzeugte als schnellster Kawasaki Pilot mit Rang zwei. Teamkollege Jules Bercot belegte Platz fünf, während Ersatzfahrer Felix Kauertz bei seinem Debüt in der EURO MOTO Sportbike ebenfalls auf Anhieb den Sprung in die Top Ten schaffte. „Das Motorrad war schon am Sachsenring gut. Es hat nur an Speed gefehlt. Mit der neuen Abstimmung und den Änderungen zieht die Kawasaki spürbar besser nach vorne und ist wesentlich schneller als noch am Sachsenring“, beschreibt de Vits die Entwicklung.

Nach dem vielversprechenden Trainingsauftakt bleibt nun die spannende Frage, ob sich die Änderungen auch unter Rennbedingungen auszahlen. Die ersten Trainings sprechen dafür, dass ERC in den vergangenen Wochen die richtigen Stellschrauben gefunden hat.

Bereits am Samstagvormittag geht es zunächst in den Qualifyings um die besten Startplätze, bevor um 16:20 Uhr das erste Sportbike-Rennen des Wochenendes startet. Dann wird sich zeigen, ob die Kawasaki auch im direkten Duell mit der Konkurrenz um Spitzenpositionen kämpfen kann. 

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Euro Moto Superbike: Florian Alt schlägt zu – pokert Lukas Tulovic noch?

Nach den Bestzeiten im freien Training setzte Florian Alt dem Freitag in Oschersleben ein Krönchen auf. Der Honda CBR 1000R-RR-Fahrer war auch der schnellste EURO MOTO-Superbiker im Superpole Pre-Practice. Doch die große Frage lautet: Hat Tulo auf der Ducati bereits alle Karten auf den Tisch gelegt?

Alt (Holzhauer Racing Promotion) hatte im Superpole Pre Practice eine Zeit von 1:24,251 zu bieten. Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) blieb drei Zehntelsekunden dahinter. Bleibt das bis zum Ende der Veranstaltung in der Magdeburger Börde so? Dafür sieht Tulo fast ein bisschen zu entspannt aus. In der Honda-Box wird unterdessen Klartext geredet. Das Team hat bei zwei Tests im Vorfeld der EURO MOTO-Runde vor allem am Durchhaltevermögen der Honda über die Renndistanz von 66,006 Kilometern gearbeitet. Teamchef Jens Holzhauer spekuliert, dass Tulo zum Schluss aber trotzdem stärker als Alt sein könnte.

Wieder nach vorn will auch Markus Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon BMW). Sein letzter Auftritt auf der 3,667 km langen Rennstrecke ist vier Jahre her. Hier will er jedoch den bitteren Beigeschmack aus Most, wo er mit zwei siebten Plätzen in den beiden Hauptrennen deutlich hinter den Erwartungen ins Ziel kam, endlich vergessen. Teamchef Werner Daemen glaubt den Grund zu kennen, weshalb in Tschechien überhaupt keine BMW aufs Siegerpodest kam. „Der Pirelli-Reifen, den alle Teams nehmen mussten, um bei der Hitzeschlacht über die Distanz zu kommen, kam unserem Motorrad überhaupt nicht entgegen.“ In Oschersleben ist wieder die Auswahl aus mehreren Mischungen möglich. Reiterberger hat sich zum Ziel gesetzt, schnellster BMW-Fahrer am Wochenende zu werden.

Wenn sich Daemen die Superbike-Klasse anschaut, sieht er vier Fahrer, die herausstechen: Lukas Tulovic, Florian Alt, Marcel Schrötter (GERT56) und Markus Reiterberger. „Sie sind Weltklasse und gehören eigentlich in die WM.“ Und der Belgier fügt hinzu: „In der EURO MOTO Superbike herrscht ein extrem hohes sportliches Niveau. Vor zwei Jahren schien es unmöglich, 1:25er Rundenzeiten zu fahren. Jetzt sind wir schon drunter.“

Die vier genannten Fahrer sowie Jan-Ole Jähnig (GERT56) und Kevin Orgis (ORM Racing) qualifizierten sich im Superpole Pre-Practice für den direkten Einzug in die Superpole 2. Alle anderen Fahrer müssen zunächst durch die Superpole 1, in der die letzten drei Plätze für das finale Qualifying in der Superpole 2 vergeben werden. Dort entscheidet sich schließlich die Startaufstellung für die ersten drei Reihen der beiden Superbike-Rennen am Sonntag.

Superpole Pre-Practice

1. Florian ALT (GER/Honda)

2. Lukas TULOVIC (GER/Ducati)

3. Marcel SCHRÖTTER (GER/BMW)

4. Markus REITERBERGER (GER/BMW)

5. Jan-Ole JÄHNIG (GER/BMW)

6. Kevin ORGIS (GER/BMW)

7. Twan SMITS (NLD/Yamaha)

8. Leon ORGIS (GER/BMW)

9. Toni FINSTERBUSCH (GER/BMW)

10.Jan MOHR (AUT/BMW)

11.Marco FETZ (GER/BMW)

12.Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati)

13.Milan MERCKELBAGH (NLD/BMW)

14.Christoph BEINLICH (GER/BMW)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Euro Moto: Ergebnisse 2. Freies Training Oschersleben

Florian Alt, Honda CBR 1000 RR-R #66
Foto: Jens Hawrda

Euro Moto Superbike: Ergebnis 2. Freis Training (Top-Five)

1. Florian Alt Honda CBR 1000 RR-R

2. Lukas Tulovic Duati Panigale V4R

3. Markus Reiterberger BMW M 1000 RR

4. Toni Finsterbusch BMW M 1000 RR

5. Jan-Ole Jähnig BMW M 1000 RR


Dirk Geiger, Yamaha YZF-R9 #60
Foto: Jens Hawrda


Euro Moto Supersport: Ergebnis 2. Freis Training (Top-Five)

1. Dirk Geiger Yamaha YZF-R9

2. Lennox Lehmann Yamaha YZF-R9

3. Daniel Blin Ducati Panigale V2

4. Luca Göttlicher MV Augusta F3 800 RR

5. Luca de Vleeschauer Yamaha YZF-R9


Euro Moto Sportbike: Ergebnis 2. Freis Training (Top-Five)

1. Stepan Zuda Triumph Daytona 660

2. Sasha de Vits Kawasaki Ninja ZX-6R

3. Tobias Kitzbichler Aprilia RS660

4. Jules Bercot Kawasaki Ninja ZX-6R

5. Ruben Bijman Triumph Daytona 660