Freitag, 2. Oktober 2026

Euro Moto Hockenheim: Ein weiterer Sieger-Pokal beim Finale 2026 für das Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW

Der Hockenheimring war für die Euro Moto und auch für das Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW die letzte Station der Saison 2026. Teamchef Werner Daemen war direkt nach seinem Erfolg inklusive WM-Titel beim Langstrecken-Finale Bol d’Or an die ehemalige Formel1-Strecke gereist und hatte für die Klasse Superbike Markus Reiterberger (D), Hannes Soomer (EST), Jan Mohr (A) und Milan Merckelbagh (NL) im Gepäck.

Markus Reiterberger

Markus Reiterberger kam mit reichlich Rückenwind und noch mehr Selbstvertrauen zum letzten Rennen der Saison angereist. Eine Woche zuvor hatte der Bayer vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW gemeinsam mit seinen Kollegen den Titel in der Langstrecken-Weltmeisterschaft EWC geholt. Trotz Schlafentzug und Meisterfeier kam Reiterberger gut erholt in Hockenheim an und steigerte sich mit jeder Trainings-Session. In der Superpole passte dann alles perfekt zusammen und mit einer 1.24,198 min lag der BMW-Pilot am Ende uneinholbar an der Spitze. Die letzte Pole-Position ging an Reiterberger und seine Crew. «Ehrlich gesagt, war diese Rundenzeit für mich im Vorfeld nicht vorstellbar», verriet er. «Ich hatte eher mit einer 1.24 Mitte gerechnet. Aber wir haben viel an der Geometrie des Motorrads gearbeitet und das in die richtige Richtung. Wir haben von Freitag auf Samstag wirklich große Fortschritte gemacht und dann hat es in der einen Runden alles gepasst. Ich denke, auch eine 1.23 min wäre möglich, aber da muss dann wirklich alles perfekt sein. Natürlich bin ich auch gut drauf. Der WM-Titel und jetzt die ganzen Leute hier vor Ort. Auch mein Fan-Club ist da, da ist schon alles toll.»

Im ersten Rennen zeigte sich Reiterberger dann von seiner besten Seiten. Er plante seinen Angriff akribisch, setzte sich mit einem gepflegten Überholmanöver an die Spitze und fuhr nach Brünn seinen zweiten Sieg der zu Ende gehenden Saison ein. «Die Pole und der Sieg, das war schon fast perfekt.»

Das zweite Rennen war dann eher eine Show für die Galerie. Reiterberger bot einen perfekten Start, führte das Feld an…und rauschte in der Parabolika ins Kiesbett. Er wühlte sich durch den Kies wieder zurück auf die Strecke und hetzte dem Feld mit 18 Sekunden Rückstand hinterher. Mit Top-Zeiten, die auch locker für einen Spitzenplatz gereicht hätten, kämpfte sich der BMW-Pilot Runde um Runde wieder zurück ins Geschehen. Platz 10 seine Ausbeute. «Ich wollte direkt am Anfang wegfahren», so Reiterbergers Plan. «Dann habe ich einfach zu hart und zu spät gebremst und hatte dann die Wahl zwischen Kiesbett und Reifenstapel. Ich habe mich fürs Kiesbett entschieden. Ja stimmt, das ist Scheiße gelaufen. Aber ich bin in der letzten Woche und hier über 1000 Runden gefahren, da kann einem auch mal ein Fehler passieren. Es tut mir für mein Team leid. Es hätte noch ein Sieg werden können.»

«Abgesehen davon war es wirklich ein tolles, aber auch sehr anstrengendes Wochenende hier auf dem Hockenheimring», verriet er im Anschluss. «Es ist echt ein Wahnsinn, wie viele Leute da waren und mich unterstützt haben. Die Emotionen waren diese Woche sehr intensiv. Erst der WM-Titel in der Langstrecken-WM, dann der geile Empfang in meiner Gemeinde in Obing, dann so viele Leute, die mir auch hier am Hockenheimring gratuliert haben und mit mir reden wollten, oder mir ihre Anerkennung kundgetan haben. Da war schon echt viel los. Ich freu mich sehr, dass wir es letztendlich auch in der Euro Moto mit Platz 3 noch aufs Gesamt-Podium geschafft haben. Mein Team ist echt das Beste und ich danke ihnen, dass sie nie aufgegeben haben und wir immer irgendwas finden konnten, was mir geholfen hat. Das weiß ich sehr zu schätzen. Und jetzt wird erst einmal ordentlich angestoßen.»

Hannes Soomer

Hannes Soomer hatte wegen seiner anhaltenden Schulter- und Handgelenk-Probleme, die von seinem Trainingssturz aus der EWC im japanischen Suzuka herrühren, noch zu tun, gut über die Runden zu kommen. Der Este vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW musste den Umweg über die Superpole 1 nehmen, die er allerdings mit Bravour und der Bestzeit absolvierte. Gerne hätte er in der direkt im Anschluss stattfindenden Superpole 2 nochmals nachgelegt, doch da hatte er sein Pulver schon verschossen und musste sich am Ende mit Startplatz 8 begnügen. «Die Superpole 1 war echt super», bestätigte er. «Für die Superpole 2 hatte ich zwar einen neuen Hinterreifen, war aber mit dem alten Vorderreifen unterwegs. Wir hatten keinen Reifen-Sticker mehr übrig. Meine Schulter ist leider immer noch zu schwach. Aber das kriege ich bis Ende des Jahres mit dem entsprechenden Training auf jeden Fall wieder hin.»

Der erste Lauf ging für den Esten nur bis zur ersten Kurve. «Dann habe ich einen Schlag rechts hinten am Heck gespürt und bin zu Boden gegangen», berichtete er, nach dem allzu kurzen Rennen. «Ich habe den anderen Fahrer nicht sehen können und war außen.» Sein Konkurrent war nach dem Start auf der Innenbahn und touchierte Soomer und musste dabei ebenfalls zu Boden. Das Glück war auch im zweiten Lauf nicht auf der Seite des Esten und er mühte sich tapfer, die 18 Runden voranzukommen. «Nach dem Sturz hatten meine Mechaniker ordentlich zu tun, um das Motorrad rechtzeitig für das zweite Rennen hinzubiegen. Am neuen Tank befanden sich allerdings keine Grip-Patches. Das war dann für mich ein großer Unterschied und mit meinem Arm konnte ich das nicht kompensieren. Ich musste viel kämpfen und mir eine andere Position auf dem Motorrad suchen. Das hat sich dann natürlich auch auf meine Rundenzeiten niedergeschlagen.»

Mit einem unverschuldeten Sturz und einem neunten Platz endete die Saison so gar nicht nach dem Geschmack des ehrgeizigen Esten. «Ich fahre jetzt nach Hause und werde in den nächsten Wochen meine Verletzung auskurieren, damit das endlich mal erledigt ist.»

Jan Mohr

Jan Mohr war bei dem Rennen in Hockenheim nicht nur beim letzten Lauf der Saison dabei, auch persönlich war es der letzte Einsatz für den Österreicher, der sich in Zukunft anderen Dingen widmen wird. In der Superpole 1 war er in einer mehr als flotten Runde erst auf den zweiten Platz gestürmt, wurde aber in den letzten Minuten noch von zwei Gegnern kassiert. Vierter Platz hieß gleichzeitig, dass es für den Fahrer vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW keine nächste Chance in der Superpole 2 geben würde. «Schade», meinte er, «nochmal die Superpole 2 zu fahren, wäre ein schöner Abschluss gewesen. Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden, aber leider hat es mal wieder nicht gereicht. Die schnelle Runde bin ich einmal gefahren, aber zwei, drei Zehntel langsamer, das kriege ich schon hin. Das verspricht am Sonntag ein schnelles Rennen.»

Der Österreicher sollte recht behalten. Während für so manchen Kollegen das Tempo zu schnell war und der eine oder andere im Kiesbett landete, zog Mohr sein Ding unbeirrt durch, ließ sich von den Turbulenzen in seinem Umfeld nicht aus der Ruhe bringen und durfte sich mit Platz 6, quasi als persönliches Abschiedsgeschenk, über die beste Platzierung der Saison freuen. Fast hätte es auch im zweiten Lauf nochmals mit einem Top-Ten-Ergebnis geklappt, aber da hatte sein Teamkollege Markus Reiterberger was dagegen. Der war zu Beginn des Rennens durchs Kiesbett gerattert und hatte das Feld von hinten aufrollen müssen. «Plötzlich habe ich wieder plus 0 auf meiner Boxenanzeige gesehen», beschreibt Mohr, «und dachte noch, wer ist denn da jetzt.» Es war Reiterberger, der sich mit Zeiten wie die Spitze zurückgekämpft hatte. «Zwei Runden konnte ich ihn noch hinter mir halten», so Mohr grinsend, «aber in der letzten Runde war nichts mehr zu machen und ich wurde dann Elfter.» In der Sachskurve durfte er sich gemeinsam mit seinen Kollegen vor der vollbesetzten Tribüne dann noch ein letztes Mal ordentlich feiern lassen.

Milan Merckelbagh

Milan Merckelbagh war wie auch sein Teamkollege Markus Reiterberger in der Woche zuvor beim Langstrecken-Rennen Bol d’Or in Frankreich am Start gewesen, und war nach dem Training auf dem Hockenheimring nach Startplatz 15 nicht allerbester Stimmung. Gerne hätte er zum Ende der Saison noch ein positives Zeichen gesetzt. Somit blieben dem Niederländer vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW noch die zwei Rennen am Sonntag, um das Finale am Hockenheimring gut über die Runde zu bringen.

Im ersten Rennen ging der Plan erst einmal nicht auf. Schon nach der ersten Runde rollte der Niederländer enttäuscht in die Box. «Ich hatte leider ein Problem mit dem Motorrad», erklärte er im Anschluss. «In der Aufwärmrunde war noch alles okay. Dann funktionierte die Launch-Control nicht und meine Kupplung ist verbrannt.» Besonders wurmte es den Niederländer, der während der Saison ein Ausbund an Zuverlässigkeit war und als einer von drei Piloten im ganzen Feld bei allen Rennen gepunktet hatte, dass seine bis dahin weiße Weste nun nicht mehr ganz so weiß war. Wirklich besser lief es für dem BMW-Piloten auch im zweiten Rennen nicht. Sein einziger Trost: Immerhin konnte er die Saison mit dem 13. Platz und damit mit einer Zielankunft beenden. «Ich hatte ein Problem mit den Bremsen», schilderte er, «und musste mehr als einmal geradeaus.»

Nur allzu verständlich, dass es dem ehrgeizigen Niederländer, der auch in der Endabrechnung 13.geworden war, ordentlich die Laune verdorben hatte.


Mittwoch, 30. September 2026

ADAC Racing Weekend geht 2027 mit acht Terminen an den Start

  • Rennen in Deutschland, Belgien und Österreich. Attraktive Strecken bieten Rahmen für tollen Motorsport. 
  • F4 Germany und Truck-Serie erstmals beim ADAC Racing Weekend dabei.


Der Kalender für das ADAC Racing Weekend 2027 steht: Acht Rennwochenenden in Deutschland, Belgien und Österreich bilden in der siebten Saison die Bühne für abwechslungsreichen Amateur- und Semiprofi-Rennsport. Saisonstart ist vom 14. bis 16. Mai auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg, das Finale wird vom 15. bis 17. Oktober traditionell auf dem Nürburgring abgehalten wird. Alle Rennwochenenden werden wieder live auf dem youtube.com/adacmotorsports übertragen. 

Nach dem Saisonauftakt in Hockenheim zieht das ADAC Racing Weekend weiter nach Oschersleben, wo in der dortigen Motorsport Arena vom 25. bis 27. Juni um Siege und Platzierungen gekämpft wird. Vom 16. bis 18. Juli finden sich die Teams und Fahrer auf dem Nürburgring ein, bevor vom 30. Juli bis 1. August der erste Auslandsauftritt zum Red Bull Ring nach Österreich führt. Es folgen zwei weitere Gastspiele im Ausland: vom 27. bis 29. August im belgischen Spa-Francorchamps und vom 3. bis 5. September auf dem Salzburgring in Österreich. Vom 1. bis 3. Oktober geht die Reise noch einmal nach Hockenheim, bevor es auf die Zielgerade in Richtung Saisonfinale geht. 

2027 überzeugt das Programm des ADAC Racing Weekend erneut mit motorsportlicher Vielfalt. Als Kernserien werden der Porsche Sprint Challenge Deutschland, die Spezial Tourenwagen Trophy (STT), der ADAC Tourenwagen Junior Cup und die GT Summer Series einen Großteil ihrer Rennen im Rahmen von ADAC Racing Weekends bestreiten. Neu hinzu kommen unter anderem die F4 Germany und TGP-Meisterschaft für Trucks, außerdem wird die britische Formel-Nachwuchsserie GB3 wieder einen Auftritt im Rahmen des ADAC Racing Weekend absolvieren. Eine Übersicht, welche Rennserie an welchem Wochenende dabei ist, folgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Kalender 2027    (Änderung vorbehalten)

Datum         Event

14.–16. Mai                 Hockenheimring Baden-Württemberg

25.–27. Juni                 Motorsport Arena Oschersleben

16.–18. Juli                 Nürburgring

30. Juli – 01. August        Red Bull Ring (A)

27.–29. August         Spa-Francorchamps (B)

3.–5. September         Salzburgring (A)

1.–3. Oktober                 Hockenheimring Baden-Württemberg

15.–17. Oktober         Nürburgring

Quelle: adac-motorsport.de


Nächster Halt: DTM-Finale in Hockenheim

Sechskampf um die DTM-Krone im badischen Motodrom: Vom 9. bis 11. Oktober entscheidet sich auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg, wer neuer Champion wird. Beim letzten Rennwochenende des Jahres kämpfen sechs Titelkandidaten um die entscheidenden Punkte. Die Fans dürfen sich auf einen packenden Showdown mit Spannung bis zur letzten Runde freuen. Abseits der Rennstrecke erleben die Fans nach dem Samstagrennen ein musikalisches Highlight: Dick Brave gibt auf der „DTM Powerstage presented by Pirelli“ Vollgas.

In der besten Position reist Thomas Preining nach Hockenheim. Der Porsche-Werkspilot führt die Tabelle mit 23 Punkten Vorsprung an und will beim Finale seinen zweiten DTM-Titel klarmachen. Hinter ihm lauern Maro Engel und Marco Wittmann. Auch Lucas Auer, Matteo Cairoli und Nicki Thiim haben bei maximal noch 56 zu vergebenden Punkten rechnerisch Chancen auf den Gesamtsieg, müssen dafür aber eine Galavorstellung hinlegen.

Auch in vier Rahmenserien fallen in Hockenheim die Titelentscheidungen. Im ADAC GT Masters, der ADAC GT4 Germany, dem BMW M2 Cup und dem Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland werden ebenfalls die neuen Champions gekrönt. Damit erleben die Zuschauer an allen drei Veranstaltungstagen ein volles Programm mit packenden Rennen.

Auch abseits der Titelkämpfe verspricht das Wochenende beste Unterhaltung. Am Samstagabend bringt Dick Brave die Fans auf der "DTM Powerstage presented by Pirelli" in Stimmung. Adrenalin verspricht auch die letzte Track Safari des Jahres: Am Freitag geht es für die Teilnehmer in Bussen auf den Hockenheimring, während die DTM-Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit dicht vorbeiziehen. So erleben die Fans die rund 600 PS starken Rennfahrzeuge aus einer ganz besonderen Perspektive.

Quelle: dtm.com


Dienstag, 29. September 2026

Sechs Fahrer, ein Titel: Showdown um die DTM-Krone

  • Spitzenreiter Preining reist mit 23 Punkten Vorsprung zum Saisonfinale
  • Engel und Wittmann liegen als erste Verfolger nur einen Punkt auseinander
  • Auer, Cairoli und Thiim lauern auf ihre Titelchance

Sechs Fahrer, sechs Titelträume – doch nur einer kann Champion werden. Beim großen Saisonfinale auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg (9. bis 11. Oktober) fällt die Entscheidung im Kampf um die DTM-Krone 2026. Maximal 56 Punkte sind im badischen Motodrom noch zu holen. Mit der besten Ausgangslage reist Thomas Preining (A/Manthey) nach Hockenheim. Der Porsche-Werkspilot führt die Fahrerwertung mit 197 Punkten an und möchte nach 2023 zum zweiten Mal DTM-Champion werden. Sein schärfster Verfolger Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol) liegt 23 Zähler zurück, nur einen weiteren Punkt dahinter folgt der zweimalige Titelträger Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport). Auch Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing) und Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) dürfen sich noch Hoffnungen auf den Gesamtsieg machen.

Thomas Preining reist mit 23 Punkten Vorspring zum Finale am Hockenheimring
Foto: Jens Hawrda

Krönt Preining seinen Höhenflug?

Pünktlich zur entscheidenden Phase der Saison präsentiert sich Preining in Meisterform. Sechsmal in Folge stand der Österreicher zuletzt auf dem Podium – das gelang in der GT3-Ära der DTM zuvor niemandem. An den vergangenen drei Rennwochenenden sammelte Preining starke 127 seiner insgesamt 197 Punkte und eroberte auf dem Sachsenring die Tabellenführung. Diesen Lauf möchte der 28-Jährige beim Finale fortsetzen und sich zum zweiten Mal nach 2023 die DTM-Krone aufsetzen. „Über 20 Punkte Vorsprung klingt komfortabel. Aber wie schnell der weg sein kann, habe ich ja selbst erlebt, als ich kürzlich so einen großen Rückstand aufholen konnte. Wir sind bestmöglich vorbereitet, ich gehe mit einem super Gefühl ins Finale“, sagt Preining. Dass der Hockenheimring dem Porsche-Werkspiloten liegt, hat er bereits mehrfach bewiesen: Drei DTM-Siege feierte Preining bisher im badischen Motodrom.

Macht Engel seine Jubiläumssaison zum Meisterjahr?

Engel erlebte einen völlig anderen Saisonverlauf als Preining. Nach einer starken ersten Jahreshälfte führte der Mercedes-AMG-Pilot die Meisterschaft lange an. Zuletzt lief es für den sonst so konstanten Engel jedoch nicht nach Plan, auf dem Sachsenring musste er die Tabellenführung an Preining abgeben. Mit 23 Punkten Rückstand ist für den Wahlmonegassen beim Finale aber weiterhin alles möglich. „Für mich ist es etwas Besonderes, das dritte Jahr in Folge in Hockenheim um den DTM-Titel zu kämpfen“, betont Engel. „Die Vorfreude ist riesig und ich bin gespannt, wie die Rennen laufen.“ Der Tabellenzweite bestreitet in diesem Jahr bereits seine zehnte DTM-Saison und zählt damit zu den erfahrensten Piloten im Starterfeld. Genau diese Routine möchte Engel in Hockenheim ausspielen und seine Jubiläumssaison mit dem ersten DTM-Titel seiner Karriere krönen.

Holt Wittmann DTM-Titel Nummer drei?

Wittmann reist mit breiter Brust nach Hockenheim. In der zweiten Saisonhälfte drehte der BMW-Pilot mächtig auf und arbeitete sich eindrucksvoll zurück in den Titelkampf. Nach starken Auftritten mit zwei Siegen und mehreren Podiumsplätzen beträgt sein Rückstand vor dem Finale nur noch 24 Zähler. Am Nürburgring feierte der 36-Jährige seinen 20. DTM-Erfolg und legte auf dem Sachsenring direkt den nächsten Sieg nach. „Ich gehe als Jäger ins Finale und habe nichts zu verlieren. Hockenheim war für mich immer schon ein gutes Pflaster, die Strecke macht großen Spaß“, erzählt Wittmann, der auf dem Traditionskurs bei Mannheim schon viermal ein DTM-Rennen gewinnen konnte. 2014 feierte der Fürther im Motodrom seinen ersten DTM-Sieg überhaupt, im selben Jahr holte er auch seinen ersten Meistertitel. Zwei Jahre später folgte Titel Nummer zwei. Zehn Jahre später kann Wittmann seine Sammlung um eine dritte DTM-Trophäe erweitern.

Auer, Cairoli und Thiim lauern auf ihre Chance

Auch hinter dem Spitzentrio ist der Titelkampf noch nicht entschieden. Auer geht mit 152 Punkten und einem Rückstand von 45 Zählern auf Preining als Gesamtvierter ins Finale. Zwei Punkte dahinter folgt Cairoli. Der Ferrari-Pilot ist der einzige Fahrer, der in dieser Saison bereits drei DTM-Rennen gewinnen konnte. Als Tabellensechster komplettiert Thiim mit 147 Punkten den Kreis der Titelanwärter. Für das Trio ist die Ausgangslage klar: Auer, Cairoli und Thiim brauchen in Hockenheim eine Galavorstellung und müssen gleichzeitig auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen.

Fahrerwertung nach 14 von 16 Meisterschaftsläufen

1. Thomas Preining (A/Manthey), 197 Punkte

2. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), 174 Punkte

3. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), 173 Punkte

4. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), 152 Punkte

5. Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing), 150 Punkte

6. Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing), 147 Punkte

Montag, 28. September 2026

ADAC richtet ab 2027 die IDM aus

IDM wird unter dem Dach des ADAC neu ausgerichtet

Foto: Jens Hawrda

Der ADAC e.V. richtet ab der Saison 2027 die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) aus. Das höchste deutsche Prädikat im Motorrad-Rundstreckensport ging 2026 unter dem Namen Euro Moto an den Start und kehrt ab der kommenden Saison zu seinem traditionellen Namen IDM zurück. Der ADAC übernimmt die Plattform von der Motor Presse, die sich als Promoter der IDM auf eigenen Wunsch zurückzieht. Pirelli bleibt auch zukünftig exklusiver Reifenpartner der IDM.

Unter dem Dach des ADAC wird die IDM neu ausgerichtet. Im Mittelpunkt stehen die gezielte Nachwuchsförderung, klare sportliche und organisatorische Strukturen sowie der Ausbau zu einer familienfreundlichen Motorsportplattform. Die Serie soll jungen Talenten als zentrale Entwicklungsplattform und Sprungbrett in den internationalen Motorradsport dienen.

„Wir wollen den Motorradsport auf der Rundstrecke in Deutschland nachhaltig stärken und den Nachwuchs gezielt fördern – mit dem klaren Ziel, in den kommenden Jahren international wieder präsenter zu sein. In den vergangenen Jahren haben wir durchgängige Förderprogramme für den Nachwuchs aufgebaut und veranstalten mit dem sehr erfolgreichen Motorrad Grand Prix auf dem Sachsenring eine der größten Sportveranstaltungen des Landes. Mit der IDM übernehmen wir nun Verantwortung für die gesamte Spitze des deutschen Motorrad-Rundstreckensports und wollen den bestehenden Teilnehmern wie auch Nachwuchstalenten neue Perspektiven eröffnen. Unser Dank gilt der Motor Presse für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren“, sagt ADAC Sportpräsident Dr. Gerd Ennser.

Verlässliche Regeln und bessere Einstiegsmöglichkeiten

Das sportliche Konzept sieht die Superbike-Klasse unverändert als Top-Kategorie vor. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Sportbike-Klasse, die als Nachwuchsplattform gestärkt werden soll. Zusammen mit der Supersport-Klasse bilden sie die drei vorgesehenen Prädikatsklassen der IDM. Klare, nachvollziehbare und beständige technische Reglements sollen den Wettbewerb transparenter machen und den Teams mehr Planungssicherheit geben.

Ein verlässlicher Faktor im Technikpaket sind die Reifen von Pirelli. Auch unter dem Dach des ADAC bleibt Pirelli zukünftig der Reifenpartner der IDM und rüstet die drei Prädikatsklassen exklusiv aus.

Mehr Nähe zu den Fans

Auch abseits der Rennstrecke soll die IDM neue Impulse erhalten. Mittelfristig ist ein Ausbau der Fan-Aktivitäten im Fahrerlager geplant. Damit soll die Meisterschaft motorsportbegeisterte und Familien gleichermaßen stärker ansprechen.

Der Kalender für 2027 umfasst sieben Veranstaltungen zwischen Mai und September. Geplant sind Rennen in der Motorsport Arena Oschersleben, in Brünn und Most in Tschechien, auf dem DEKRA Lausitzring, in Assen in den Niederlanden sowie auf dem Nürburgring und in Hockenheim.

Termine IDM 2027 (Änderungen vorbehalten)

14. – 16. Mai Motorsport Arena Oschersleben

28. – 30. Mai Brünn/CZ (TBC)

25. – 27. Juni Most/CZ (TBC)

23. – 25. Juli DEKRA Lausitzring

13. – 15. August Assen/NL

3. – 5. September Nürburgring

24. – 26. September    Hockenheim