Sonntag, 11. Oktober 2026

ADAC GT4 Germany: Denny Berndt und Lachlan Robinson sind die Champions 2026 der ADAC GT4 Germany

  • Porsche-Duo fängt Piana/Sylvestersson noch von der Tabellenspitze ab
  • Jan Philipp Springob und Philipp Gogollok mit Laufsieg in Hockenheim
  • Titel in Team-Wertung an AVIA W&S Motorsport

Champions der ADAC GT4 Germany: Lachlan Robinson (li.) und Denny Berndt
Foto: ADAC-Motorsport

Motorsport der Extraklasse und Spannung bis zur letzten Runde. Die Titelentscheidung der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring hätte sich Hollywood nicht besser ausdenken können. Immer wieder wechselte bei regnerischen Bedingungen im letzten Saisonrennen die Tabellenspitze. Letztendlich triumphierten Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4, die damit ihre Kontrahenten Gabriele Piana (40/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport, BMW M4 GT4) noch von der Tabellenspitze verdrängen konnten. Den Laufsieg sicherten sich Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4.

Zunächst deutete vieles auf eine Titelentscheidung zugunsten von Piana/Sylvestersson hin, die das Rennen auch von der Pole-Position aus starteten. Durch einen Crash in der Qualifikation musste der Porsche von Berndt/Robinson von der 15. Position aus losfahren. Piana behauptete zunächst die Spitze, doch Robinson hatte sich im Porsche in der ersten Rennhälfte bereits bis in die Top Sechs vorgearbeitet. Über allem schwebte das Thema Regen. Während der Aston Martin von Springob/ Gogollok als einziges Fahrzeug mit profilierten Reifen losfuhr, setzte das gesamte restliche Feld auf Slicks – und als sich der Niederschlag zu Rennmitte intensivierte, war klar, dass das COSY Racing by ESM-Duo richtig entschieden hatte. So konnten Springob/Gogollok einen ungefährdeten Laufsieg einfahren, der für Gogollok auch den Tages-Triumph in der Junior-Wertung bedeutete.

Nach dem Wechsel auf Regenreifen im restlichen Feld ging es im Titelkampf noch mehr zur Sache. Rund 25 Minuten vor Rennende setzte Berndt, der von Robinson übernommen hatte, das entscheidende Überholmanöver gegenüber Pianas Partner Sylvestersson. Bis zum Fallen der Zielflagge konnte Berndt noch bis auf die zweite Position nach vorne fahren und so den Titel für sich und Robinson klarstellen. Beide wurden zusätzlich auch Junior-Champion. Sylvestersson, der ebenfalls Vollgas gab, beendete das Rennen auf Platz vier – damit verpassten der Finne und Piana die Meisterehren denkbar knapp. Platz drei in der Tageswertung ging an Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport) in einem weiteren Porsche.

Mit dem Plätzen fünf und sechs für Nicolas Guillaume (20/BEL) und Frederic Zebis (17/DEN) sowie Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA) zeigte AVIA W&S Motorsport eine geschlossene Mannschaftsleistung. Zebis erkämpfte somit auch den Tagessieg in der Rookie-Wertung und Still/ Horrell in der PRO-AM-Wertung. Der Rennstall von Daniel Schellhaas konnte sich zudem über den Titel in der Team-Wertung freuen.

Platz sieben ging an Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4 vor Gianni van de Craats (21/NED) und Luis Beilicke (22/Graben-Neudorf, beide FK Performance Motorsport, BMW) und Oskar Dix (20/GBR) und Egor Litvinenko (21, beide Wimmer Werk Motorsport, Porsche). Die Top Zehn komplettierten Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (22/Euskirchen, beide ME Motorsport) im BMW.

Stimmen zum Rennen

Jan Philipp Springob – Laufsieger für COSY Racing by ESM

„Es war das verrückteste Rennen, das ich jemals gefahren bin. Wir haben in der Startaufstellung gesehen, dass alle auf Slicks gingen. Somit wollten wir genau das Gegenteil machen. In den ersten Minuten sahen wir aus, wie die größten Verlierer. Doch dann schlug das Pendel zu unseren Gunsten aus. Der Laufsieg ist ein versöhnliches Saisonende.“

Philipp Gogollok – Laufsieger für COSY Racing by ESM

„Ein lachendes und ein weinendes Auge. Denn unser Ziel war die Meisterschaft. Das funktionierte leider nicht, da wir gestern unfassbar viel Pech hatten. Heute pokerten wir in Bezug auf die Reifenwahl. Das hat sich ausgezahlt. Wir freuen uns über die Laufsieg und Platz drei in der Gesamtwertung ist auch nicht schlecht.“

Lachlan Robinson – Champion 2026 mit AVIA W&S Motorsport

„Ich kann es noch gar nicht fassen. Als ich am Freitag ins Bett ging, dachte ich alles wäre verloren. Doch dann entwickelte sich alles in unsere Richtung und wir haben es umgesetzt. Wir sind natürlich überglücklich.“

Denny Berndt – Champion 2026 mit AVIA W&S Motorsport

„Es war ein turbulentes Wochenende – und aktuell habe ich noch nicht wirklich realisiert, was wir erreicht haben. Das ist aber wohl normal in so einer Situation. Der Titel war absolutes Teamwork. Wir werden heute alle zusammen ordentlich feiern. Es ist der größte Erfolg meiner bisherigen Karriere.“


DTM Pole-Debüt für Buus – Engel erhöht als Dritter Druck auf Preining

Bastian Buus hat auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg im letzten Qualifying der DTM-Saison 2026 seine erste Pole-Position geholt. Der Däne war am Sonntagmorgen im Porsche 911 GT3 R mit einer Rundenzeit von 1:36,923 Minuten der Schnellste und geht von Startplatz eins aus ins finale Saisonrennen. Der Tabellendritte Maro Engel belegte im Mercedes-AMG GT3 Rang drei und erhöht damit den Druck auf Thomas Preining. Der Spitzenreiter wurde im Porsche 911 GT3 R Siebter. Schwer wird es für den Gesamtzweiten Marco Wittmann: Der BMW-Pilot beendete das Zeittraining auf Position 16.

Bastian Buss, Porsche 911 GT3 #29
Foto: Jens Hawrda

Buus freute sich nach einem starken Qualifying über seinen ersten Pirelli Pole Position Award, den er vom DTM-Maskottchen Dash erhielt: "Eine Pole-Position war die ganze Saison über unser Ziel. Wir kämpfen zwar nicht um die Meisterschaft, aber es geht auch um den letzten Rennsieg des Jahres. Den möchte ich unbedingt holen", sagte der 23-Jährige. Mit dem hauchdünnen Rückstand von 0,006 Sekunden wurde sein Markenkollege Ricardo Feller Zweiter vor Engel, der sich als Dritter des Qualifyings einen möglicherweise noch wichtigen Zähler für die Meisterschaft sicherte. "Das Auto hat sich richtig gut angefühlt. Schade, dass es nicht für die Pole-Position gereicht hat. Mir ist klar, dass für den Titelgewinn eine Menge Dinge passieren müssen. Aber wir glauben an unsere Chance, wollen das Rennen gewinnen und werden dann sehen, für was es reicht", erklärte Engel. Jules Gounon bestätigte seinen Aufwärtstrend der vergangenen Wochen mit Rang vier. Auf den Plätzen fünf und sechs folgten die Ferrari-Piloten Matteo Cairoli und Thierry Vermeulen vom Team Emil Frey Racing.

Tabellenführer Preining beendete das Zeittraining auf Position sieben und bilanzierte: "Wir haben eine gute Ausgangslage, aber das Rennen am Samstag hat gezeigt, wie verrückt es in der DTM zugehen kann. Ich darf keine Fehler machen und bin mir sicher, dass es ein aufregendes Rennen wird." Für Wittmann bleibt auf Startplatz 16 nur die Flucht nach vorn. "Wir hatten bereits am Samstag nicht die nötige Pace. Das Team hat ein paar Details angepasst, leider hat es nicht für mehr gereicht. Ich werde kämpfen und alles geben, aber natürlich wird es eine große Herausforderung, nochmal ernsthaft ins Titelrennen einzugreifen", meinte der Fürther.

Bei kühlen Temperaturen von elf Grad Celsius gingen die DTM-Fahrer am Sonntagmorgen auf dem Hockenheimring ins letzte Qualifying der Saison. Zunächst mussten die Pirelli-Slicks auf die ideale Arbeitstemperatur gebracht werden, dann wurden die schnellen Runden gefahren. Buus und Feller wechselten sich mit Bestzeiten an der Spitze ab, ehe Engel in seinem finalen Umlauf die Führung übernahm. Doch Feller und Pole-Setter Buus fingen den 41-Jährigen im allerletzten Moment noch ab.

Ergebnis Qualifikation, 16. Saisonlauf, Hockenheimring (Top-Five)

  1. Bastian Buus (DK/Land-Motorsport), 1:36.923 Minuten
  2. Ricardo Feller (CH/Manthey), +0.006 Sekunden
  3. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), +0.128 Sekunden
  4. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +0.139 Sekunden
  5. Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing), +0.154 Sekunden

Quelle: dtm.com

ADAC GT4 Germany: Nach Sieg von BMW und Porsche: Titelentscheidung vertagt

Gabriele Piana/Benjamin Sylvestersson gewinnen Lauf eins in Hockenheim. Titel-Kontrahenten Denny Berndt/Lachlan Robinson im zweiten Rennen erfolgreich. Hendrik Still/Tim Horrell vorzeitig PRO-AM-Champion.

Sieg in Lauf zwei für den Porsche von Berndt/Robinson
Foto: ADAC-Motorsport

Hochspannung pur im Titelkampf der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring. Im badischen Motodrom absolvierte die Sportwagen-Serie des ADAC am Samstag zwei Wertungsläufe - und jeweils setzen sich Titelaspiranten durch. Gabriele Piana (40/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) gewannen im BMW M4 GT4 souverän Lauf eins. Im zweiten Rennen siegten Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4. Piana/Sylvestersson erkämpften sich somit die Tabellenspitze. Doch Berndt/Robinson liegen lediglich drei Punkte zurück. Die Ausgangslage für das letzte Rennen am Sonntag ist nun klar: Das Duo, das sich den Laufsieg holt, wird auch Champion. 

Im ersten Rennen starteten Piana/Sylvestersson von der dritten Position und fuhren auch lange Zeit auf dem Bronze-Platz. Eine Kollision der beiden Spitzenreiter rund zehn Minuten vor Rennende brachte dem BMW-Duo aber den Laufsieg. Die Kontrahenten Berndt/Robinson erlebten diverse Rückschläge und beendeten das Rennen auf der achten Position. Das Podium komplettierten Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche und Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (22/Euskirchen, beide ME Motorsport) im BMW.

In Lauf zwei startete Schreyer von der Pole-Position. Er behielt die Spitze auch lange Zeit inne. Pilot der ersten Rennhälfte war aber zweifelsohne Denny Berndt. Von Position zehn aus losgefahren, konnte sich der Berliner nicht nur bis in die Führungsposition nach vorne kämpfen, sondern auch einen Vorsprung von rund vier Sekunden herausarbeiten. Somit konnte Teamkollege Robinson nach dem Fahrerwechsel das Rennen locker zu Ende fahren und einen souveränen Sieg erzielen, der auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Die Teamkollegen Schreyer/Gabbay feierten erneut Platz zwei.

Um die dritte Position gab es einen sehenswerten Zweikampf zwischen den beiden BMW von Piana/Sylvestersson sowie von Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport), den die Erstgenannten für sich entschieden. Stiefelhagen konnte sich mit dem Ergebnis aber über den Titel in der Rookie-Wertung freuen. Fünfte wurden Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM). Die Aston Martin Vantage AMR GT4-Piloten haben somit keine Chance mehr auf den Titel in der Fahrer-Wertung.

Rang sechs ging an Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (22/Euskirchen, beide ME Motorsport, BMW) vor Nicolas Guillaume (20/BEL) und Frederic Zebis (17/DEN, beide AVIA W&S Motorsport, Porsche). Die Top Acht komplettierten Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA, beide AVIA W&S Motorsport). Das Porsche-Duo gewann in beiden Rennen die PRO-AM-Wertung und sicherte sich vorzeitig auch den PRO-AM-Titel.

Stimmen zu den bisherigen Rennen

Gabriele Piana – Sieger Lauf 1 für FK Performance Motorsport: „Ich bin überglücklich. Denn das Ergebnis bedeutet gleichzeitig auch den einhundertsten Sieg in meiner bisherigen Motorsport-Karriere. Sicherlich hatten wir heute ein wenig Glück, aber wir haben auch gut abgeliefert. Mein Plan war, zunächst Ruhe zu bewahren und Benjamin ein gutes Auto zu übergeben. Das ist gelungen. Am Sonntag ist der Titel das Ziel.“

Benjamin Sylvestersson – Sieger Lauf 1 für FK Performance Motorsport: „Der Sieg ist klasse und ein großer Schritt in Richtung Titel. Aber am Sonntag gibt es noch ein Rennen, in dem alles passieren kann. Somit gilt es, die Konzentration aufrecht zu halten. Wir starten am Sonntag von der Pole-Position und setzen alles daran, die Spitze nicht mehr abzugeben.“

Denny Berndt – Sieger Lauf 2 für AVIA W&S Motorsport: „Mein Stint war offensichtlich ganz gut. Schon am Start hatte ich eine gute Position. Als ich in Führung lag, wollte ich für Lachlan noch ein wenig die Reifen schonen. Das hat geklappt. Nachdem der Freitag und auch Rennen eins schwierig waren, freuen wir uns nun über das Resultat. Mal schauen, ob es morgen zum Titel reicht.“

Lachlan Robinson – Sieger Lauf 2 für AVIA W&S Motorsport: „Danke an das Team. Alle haben am Wochenende eine unfassbare Arbeit geleistet. Das gilt auch für Denny im Cockpit. Mein Stint im zweiten Rennen war recht einfach. Ich musste eigentlich nur das Auto nachhause fahren. Morgen wird es sicherlich hart, aber wir haben heute schon gezeigt, was wir können. Das wollen wir morgen wiederholen.“

Quelle: adac-motorsport.de


ADAC GT Masters: Ford Mustang triumphiert: Erster Saisonsieg für Kalus/Blum

Titel-Thriller: Fünf Punkte trennen Hirsiger/Zulauf und Zimmermann/Fourie. Haupt Racing Team-Piloten gewinnen Samstagsrennen in Hockenheim. Zweites Saisonpodium für HGL Racing Team-Piloten Primm/Rogalski im Audi.

#2 Niklas Kalus / Kiano Blum / Ford Mustang GT3 / Haupt Racing Team
Foto: ADAC-Motorsport


rster Saisonsieg für den Ford Mustang GT3 im ADAC GT Masters: Niklas Kalus (21/Duisburg)/Kiano Blum (19/AUT/beide Haupt Racing Team) haben ihren Debüt-Erfolg in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC auf dem Hockenheimring eingefahren. Im Ziel lag das Duo 1,891 Sekunden vor den neuen Meisterschaftsführenden Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (22/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini. Rang drei ging an die Audi-Piloten Robin Rogalski (26/POL)/Simon Connor Primm (21/Großschirma/beide HGL Racing). „Die Erleichterung ist riesig. Wir wollten dieses Jahr unbedingt noch einen Sieg holen“, strahlte Kalus. „Wir haben so extrem hart gearbeitet und immer hatten wir Pech. Umso schöner ist es, nun ein Rennen zu erleben, das von Anfang bis Ende problemfrei lief. Ich freue mich riesig.“ Teamkollege Blum war ähnlich begeistert: „Endlich unser erster Sieg. Ich hatte einen sehr guten Start auf Platz zwei nach vorne, habe aber gemerkt, dass wir die Pace des Audi nicht ganz mitgehen konnten. Also habe ich versucht, Niklas die Reifen in bestmöglichem Zustand zu übergeben, dass er nochmal angreifen kann.“ 

Meisterschaftsentscheidung im Sonntagsrennen

Mit Rang zwei für Hirsiger/Zulauf hat sich die Lage in der Tabelle umgekehrt. Nun führt das Lamborghini-Duo vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport vor dem letzten Saisonrennen mit fünf Punkten Vorsprung vor den BMW-Piloten Tim Zimmermann (30/Langenargen)/Leyton Fourie (21/ZAF/beide FK Performance Motorsport). Sie hatten sich nach einem schwierigen Qualifying von Startplatz elf bis auf Position sechs nach vorne gekämpft. Kalus/Blum sind trotz ihres Sieges mit 38 Punkten Rückstand nicht mehr im Titelrennen. Auch in der Teamwertung wurde die Entscheidung auf den Sonntag vertagt. Hier liegt FK Performance nun 26 Zähler vor dem Haupt Racing Team sowie 42 Punkte vor Engstler Motorsport. 

Bei sonnigen Bedingungen und 17 Grad ging es ins erste Rennen des Wochenendes. Polesetter Leo Pichler (24/AUT/Razoon - More than Racing) blieb im Porsche zunächst vorne, doch schnell griff Primm im Audi an und ging in der Spitzkehre in Führung. Diese baute er bis zum Boxenstopp unangefochten auf knapp zehn Sekunden aus. Dahinter setzte sich Blum auf Rang zwei vor seinem Teamkollegen Fabian Dybionka (17/POL), während Pichler Stück für Stück durchgereicht wurde. Hirsiger entschied sich in den ersten Runden zu maximaler Vorsicht, um im Titelkampf keinesfalls einen Ausfall zu riskieren und fiel bis auf die sechste Position zurück. Bis zum Boxenstopp hatte sich der Schweizer aber wieder bis auf Rang vier nach vorne gearbeitet.

In der zweiten Rennhälfte versuchte Rogalski den Vorsprung im Audi an der Spitze zu verwalten, Kalus kam allerdings in seinem Ford Mustang in schnellen Schritten näher. Colin Bönighausen (21/Isernhagen), der den Polesetter-Porsche von Pichler übernommen hatte, sorgte schließlich mit seinem Aus für eine Full-Course-Yellow-Phase. Sobald das Rennen wieder freigegeben war, dauerte es nur wenige Runden, bis Kalus zum Audi aufgeschlossen hatte und schließlich vorbeiging. Sowohl Rogalski als auch Kalus kämpften zu diesem Zeitpunkt mit dem Reifendruck ihrer Autos nach den langsamen Runden. So gelang es auch Zulauf, der durch einen sehr frühen Stopp als Dritter zurück auf die Strecke gekommen war, immer mehr Boden auf die Führenden gutzumachen und schließlich ebenfalls an Rogalski vorbeizugehen. „Es war genau richtig, wie Felix den Start des Rennens angegangen ist. Auch ich war heute eher vorsichtiger, denn man hat die Punkte bei jedem Überholmanöver im Hinterkopf. Ich bin sehr froh, dass wir nach diesem guten Ergebnis wieder vorne sind in der Meisterschaft und jetzt etwas entspannter in den morgigen Tag gehen können“, erklärte Zulauf. 

Die Freude der Audi-Piloten über Rang drei war nach der langen Führung eher verhalten. „Ich hatte in meinem Stint die gesamte Zeit mit dem Reifendruck zu kämpfen, bin sehr viel gerutscht und gefahren wie auf Eis. Platz drei ist natürlich ein schönes Ergebnis, aber ich hätte die Führung wirklich gerne gehalten“, erklärte Rogalski. Teamkollege Primm ergänzte: „Ich freue mich, dass wir für Audi erneut ein Podium erzielt haben. Ich hatte einen super Start und ein faires Duell mit Leo um die Führung. Sobald ich vorne war, konnte ich den Vorsprung konstant ausbauen. Dafür ein Danke an Audi Sport, mein Team und die Ingenieure.“

Rang vier ging schließlich an Fabian Dybionka (17/POL)/Emil Gjerdrum (19/NOR/beide Haupt Racing Team) im zweiten Ford Mustang GT3 vor Mark Kastelic (18/SLO)/Pavel Lefterov (28/BGR/beide Razoon - more than Racing) im Porsche. Sechste wurden Zimmermann/Fourie im BMW. Die Gaststarter von Fulinrace Academy, Gerhard Tweraser (37/AUT)/Petr Fulin (49/CZE), erzielten im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 die siebte Position und feierten den Sieg in der Pro-AM-Wertung. Sandro und Juliano Holzem (22/Polch/beide Schubert Motorsport) wurden in einem weiteren BMW Achte vor ihren Markenkollegen Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg/beide FK Performance Motorsport). Die Top-10 komplettierten Tim Hütter (19/AUT)/Ethan Brown (21/SGP/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini.

Quelle: adac-motorsport.de


Samstag, 10. Oktober 2026

ADAC GT4 Germany: Piana/Sylvestersson mit Sieg im ersten Rennen

Mit ihrem dritten Saisonsieg übernehmen Gabriele Piana und Benjamin Sylvestersson die Tabellenführung der ADAC GT4 Germany. Leichte Rückschläge hingegen für die anderen Titelaspiranten.

#51 Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson / BMW M4 GT4 Evo / FK Performance Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

Gabriele Piana (40/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) sind die großen Triumphatoren im ersten Rennen der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring. Nachdem das BMW M4 GT4-Duo von der dritten Position aus losfuhr, konnte ein am Ende überlegener Laufsieg gefeiert werden. Die direkten Konkurrenten im Titelkampf mussten hingegen Federn lassen. Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) kamen auf Platz acht ins Ziel. Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) mussten das Rennen mit einem technischen Defekt vorzeitig beenden. Piana/Sylvestersson konnten somit die Tabellenspitze übernehmen.

Zunächst machte jedoch Pole-Setter Lucas Cartelle (18/BEL, CRT) die Pace an der Spitze des Feldes. Ihm folgten Alex Connor (22/GBR, BWT Mücke Motorsport) im Mercedes-AMG GT4 und Piana im BMW. Das Trio konnte sich in der ersten Rennhälfte souverän vom Rest des Feldes absetzen. Connor versuchte auch immer wieder, den führenden Toyota zu überholen, fand aber keinen Weg vorbei.

Auch in der zweiten Rennhälfte blieben die ersten drei Positionen zunächst gleich, als mit Hudson Schwartz (17/USA, Toyota), Marius Schmid (18/Tengen, Mercedes-AMG und Benjamin Sylvestersson die jeweiligen Teamkollegen ins Auto stiegen. Gut zehn Minuten vor Rennende kam es ausgangs des Motodroms dann aber zur Kollision zwischen Schwartz und Schmid, die für beide das Aus bedeutete. Somit war der Weg frei für den dritten Saisonsieg von Piana/Sylvestersson. Der Finne siegte auch in der Junior-Wertung.

Mit einem Rückstand von gut acht Sekunden ging Platz zwei an den Porsche von Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport). Das Podium komplettierten Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (22/Euskirchen, beide ME Motorsport) im BMW.

Vierte wurden Nicolas Guillaume (20/BEL) und Frederic Zebis (17/DEN, beide AVIA W&S Motorsport), was für Zebis den Rookie-Sieg bedeutete. Die Top Fünf komplettierten Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport) in einem weiteren BMW. Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA, beide AVIA W&S Motorsport) fuhren im Porsche zum Laufsieg in der PRO-AM-Wertung und konnten somit auch vorzeitig den Titel klarstellen.

Lauf zwei der ADAC GT4 Germany wird am Samstag um 17:20 Uhr gestartet.

Quelle: adac-motorsport.de