Sonntag, 13. September 2026

DTM: Dörr überrascht mit Sieg – Preining geht als Spitzenreiter ins DTM-Finale

  • Ben Dörr gewinnt nach eindrucksvoller Leistung 14. Meisterschaftslauf
  • Tabellenführer Thomas Preining baut Vorsprung mit Platz zwei aus
  • Imposante Kulisse: 53.200 Besucher beim Rennwochenende am Sachsenring


Nervenstark und abgezockt – Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport) hat am Sonntag auf dem Sachsenring seinen zweiten DTM-Sieg klargemacht. Bei schwierigen Bedingungen auf anfangs feuchter Strecke setzte sich der McLaren-Pilot in Runde fünf an die Spitze und ließ sich die Führung bis ins Ziel nicht mehr nehmen. „Mit den Mischbedingungen auf der Strecke zu Beginn des Rennens bin ich super zurechtgekommen. In der Schlussphase wurde es nochmal eng, als Thomas Preining mit frischen Reifen dicht hinter mir war. Insgesamt war es ein richtig starker Auftritt von uns und eines der besten Rennen meiner Karriere“, freute sich Dörr. Tabellenführer Thomas Preining (A/Manthey) fuhr als Zweiter zum sechsten Mal in Folge auf das Podium. Der Österreicher baute damit seinen Vorsprung vor dem Finale in Hockenheim auf 23 Punkte aus. Sein Teamkollege Ricardo Feller (CH) belegte Rang drei und stand zum zweiten Mal in dieser Saison auf dem Treppchen. Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) erlebte einen bitteren Nachmittag: Der Gesamtzweite erhielt nach dem Rennen eine 15-Sekunden-Strafe und blieb damit ohne Punkte. Zum vorletzten DTM-Wochenende am Sachsenring kamen 53.200 Besucher. Die Fans erlebten vor allem Sonntag ein turbulentes Rennspektakel mit zahlreichen Duellen und Positionswechseln.

Keyfacts, Sachsenring, Hohenstein-Ernstthal, Saisonrennen 14 von 16

  • Streckenlänge: 3.645 Meter
  • Wetter: 18 Grad, bewölkt
  • Pole-Position: Maro Engel (Mercedes-AMG Team Ravenol, Mercedes-AMG GT3 #80), 1:26,307 Minuten
  • Sieger: Ben Dörr (Dörr Motorsport, McLaren 720S GT3 Evo #25)
  • Schnellste Runde: Finn Wiebelhaus (HRT Ford Racing, Ford Mustang GT3 #64), 1:19,414 Minuten

Vor dem Start zum 14. Meisterschaftslauf am Sonntag auf dem Sachsenring hatte die Reifenwahl höchste Priorität. Trotz teilweise nasser Fahrbahn entschieden sich die meisten Fahrer für den Pirelli-Slick – die richtige Entscheidung, wie sich nach kurzer Zeit herausstellte. Doch zu Beginn übernahm Bastian Buus (DK/Land-Motorsport), der von Position fünf aus mit Regenreifen ins Rennen gegangen war, die Führung. Es folgte Pole-Setter Engel vor Dörr, der einen Platz gutmachen konnte. In Runde fünf attackierte Dörr: Der McLaren-Pilot zog zunächst an Engel, dann an Buus vorbei, der anschließend auf abtrocknender Strecke zurückfiel. Hinter dem Führungsduo rückten Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport), Preining und Feller auf die Plätze drei bis fünf vor. Vor dem ersten Pflicht-Boxenstopp hatte Spitzenreiter Dörr einen Vorsprung von über zehn Sekunden, den er danach weiter ausbaute. Porsche-Werksfahrer Preining kletterte auf Rang zwei, gefolgt von Feller und Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing), der sich im Ferrari 296 GT3 Evo um zehn Positionen verbessert hatte.

Nach dem zweiten Reifenwechsel blieb Dörr souverän vorn, ehe das Safety-Car kurz vor Schluss gleich zweimal in kurzen Abständen ausrückte. Zunächst kollidierten Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter) und Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) miteinander – beide mussten das Rennen vorzeitig beenden. Danach schob Engel den vor ihm auf Rang fünf liegenden van der Linde in den Kies, was für den Tabellenzweiten eine nachträgliche 15-Sekunden-Strafe zur Folge hatte. Obwohl Spitzenreiter Dörr durch den Safety-Car-Einsatz seinen großen Vorsprung einbüßte, blieb er nach dem Re-Start cool und wurde nach 39 Runden als Sieger abgewunken. Preining, Feller und Cairoli folgten auf den Positionen zwei bis vier. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf) kämpfte sich von Rang acht auf Platz fünf vor.

Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) gelang eine eindrucksvolle Aufholjagd. Der BMW-Pilot machte zehn Positionen gut und wurde Sechster. Thierry Vermeulen (NL) kam im zweiten Ferrari 296 GT3 Evo von Emil Frey Racing auf Rang sieben ins Ziel. Als bester Lamborghini-Fahrer sicherte sich Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) Platz acht. Buus steuerte seinen Porsche 911 GT3 R auf Position neun. Maximilian Paul (TGI Team by GRT) zeigte an seinem ersten Rennwochenende nach seinem Unfall am Norisring eine starke Vorstellung. Als 18. gestartet belohnte sich der Dresdner mit Rang zehn.

Weitere Stimmen zum Rennen

Thomas Preining: „Nach einem durchwachsenen Qualifying so zurückzuschlagen, ist Weltklasse! Ich konnte mich schon im ersten Rennabschnitt bei schwierigen Mischbedingungen um mehrere Plätze verbessern. Dazu kamen zwei super Boxenstopps. In der Schlussphase wurde es nochmal hektisch, nach beiden Safety-Car-Phasen konnte ich aber meinen zweiten Platz verteidigen.“

Ricardo Feller: „Dieses Ergebnis tut nach einer schwierigen Saison für mich richtig gut. Wir haben über die Saison eine gute Entwicklung gemacht, konnten uns aber nicht mit Ergebnissen belohnen. Die Zuschauer auf den Tribünen haben ein spannendes Rennen gesehen. Das werde ich mir auf jeden Fall nochmal im Re-Live anschauen.“

Ergebnis, 14. Meisterschaftslauf, Sachsenring (Top-Five)

1. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport)

2. Thomas Preining (A/Manthey), +1,219 Sekunden

3. Ricardo Feller (CH/Manthey), +2,021 Sekunden

4. Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing), +2,293 Sekunden

5. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +3,565 Sekunden


Fahrerwertung nach 14 von 16 Meisterschaftsläufen 

1. Thomas Preining (A/Manthey), 197 Punkte

2. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), 174 Punkte

3. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), 173 Punkte


Engel-Konter im DTM-Titelkampf: Pole-Position am Sachsenring

Maro Engel schlägt im Titelkampf zurück. Der Mercedes-AMG-Pilot fuhr am Sonntag beim zweiten Qualifying am Sachsenring auf nasser Strecke mit 1:26,307 Minuten die schnellste Runde. Dank seiner fünften Pole-Position in der DTM verkürzte er den Abstand auf die Tabellenspitze, die er erst am Samstag verloren hatte, auf drei Punkte. Ich bin 14. Meisterschaftsrennen hat der Routinier damit gute Chancen, die Führung zurückzuerobern.

"Wir haben als Team im Vorfeld intensiv diskutiert, was bei diesen nassen Bedingungen die richtige Strategie fürs Qualifying ist. Ich konnte zu Beginn eine richtig gute Runde fahren, unser Plan ist voll aufgegangen. Uns erwartet ein herausforderndes Rennen mit zwei Boxenstopps, zumal wir nicht wissen, was das Wetter macht", sagte Engel, der den Pirelli Pole Position Award von DJane und Entertainerin Sintica erhielt. Porsche-Pilot Ricardo Feller belegte Platz zwei und geht neben Engel von der ersten Startreihe aus in das Sonntagsrennen auf dem Sachsenring. Jules Gounon sicherte sich im Mercedes-AMG GT3 Evo Rang drei, Ben Dörr wurde im McLaren 720S GT3 Evo Vierter. Rang fünf ging an Bastian Buus in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. Spitzenreiter Thomas Preining beendete das Zeittraining auf Position sechs. Der Tabellendritte Marco Wittmann kam mit seinem BMW M4 GT3 Evo über einen enttäuschenden 19. Rang nicht hinaus.

Schwierige Bedingungen empfingen die Fahrer beim Qualifying am Sonntagmorgen auf dem Sachsenring. Bis kurz vor dem Start um 9:00 Uhr hatte es geregnet, die 3,645 Kilometer lange Strecke war bei Temperaturen von 13 Grad Celsius noch nass. Engel ging bei diesen Verhältnissen bereits früh auf Zeitenjagd und erzielte die Bestmarke mit Regenreifen bereits nach fünf Minuten. Wenig später zog Feller nach und platzierte seine Neunelfer auf Rang zwei. Während die meisten Fahrer mit den Regen-Pneus auf abtrocknendem Asphalt wenig Grip hatten und keine Top-Zeiten mehr erzielten, fuhr Gounon nach einer Viertelstunde die drittschnellste Runde.

Ergebnis Qualifikation, 14. Saisonlauf, Sachsenring (Top-Five)

1. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), 1:26.307 Minuten

2. Ricardo Feller (CH/Manthey), +0.448 Sekunden

3. Jules Gounon (f/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +0.755 Sekunden

4. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport), +0.874 Sekunden

5. Bastian Buus (DK/Land-Motorsport), +0.938 Sekunden

Quelle: dtm.com

ADAC GT4 Germany: Piana/Sylvestersson untermauern mit Sieg ihre Titelambitionen

  • Mit BMW, Aston Martin und Porsche drei Marken auf dem Podium
  • Tabellenspitze der ADAC GT4 Germany rückt immer enger zusammen
  • Sieg in Rookie-Wertung für Ginetta-Pilot Bertilsson

Großer Jubel bei Benjamin Sylvestersson (li.) und Gabriele Piana
Foto: ADAC-Motorsport

Packende Action auf der Strecke und spannende Dramatik im Titelkampf. Die ADAC GT4 Germany präsentierte sich im Samstagsrennen auf dem Sachsenring von ihrer besten Seite. In einem unterhaltsamen Rennen triumphierten Gabriele Piana (40/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT4 vor Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4. Das Podium komplettierten Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS, beide AVIA W&S Motorsport), die im Porsche 718 Cayman GT4 damit die Tabellenführung knapp behaupten konnten. Durch das Ergebnis rückten die drei genannten Fahrer-Duos auf lediglich fünf Punkte in der Tabelle zusammen. Somit ist Hochspannung für den Rest der Saison garantiert.

Piana hatte das Rennen von der Pole-Position aus begonnen. Der ADAC GT4 Germany-Rekordsieger gewann den Start und machte der Konkurrenz unmissverständlich klar, dass der Laufsieg nur über ihn und seinen Partner Sylvestersson gehen würde. Lediglich Springob im Aston Martin konnte dem BMW in der ersten Rennhälfte folgen. Dahinter entwickelte sich ein Vierkampf um die Position des besten Verfolgers, den zunächst Linus Hahne (22/Oelde) im BMW von ME Motorsport für sich entschied. Nicht nach Plan lief die ersten Rennhälfte hingegen für Tabellenführer Robinson, der von Startplatz vier bis auf die sechste Position zurückfiel.

An der Spitze des Feldes blieb die Reihung nach den obligatorischen Fahrerwechseln gleich. Sylvestersson, der von Piana übernommen hatte, konnte die Spitze behaupten und letztendlich auch mit über fünf Sekunden Vorsprung souverän zum Sieg fahren, der für den schnellen Finnen zudem den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Für Gogollok gab es zwischenzeitig hingegen einen kleinen Rückschlag. Aufgrund eines Vergehens von Teamkollege Springob während einer Gelbphase, musste der Aston Martin-Pilot in die Penalty-lap abbiegen. Sein Vorsprung auf die Konkurrenz reichte aber aus, um final Platz zwei sicherzustellen.

Lange schien Hahnes Teamkollege Philip Wiskirchen (22/Euskirchen) sicher auf der dritten Position. Doch Tabellenführer Berndt, der für Robinson in den Porsche gestiegen war, drehte in der Schlussphase nochmals auf und konnte letztendlich den letzten Podiumsplatz erobern. Hahne/Wiskirchen wurden final Fünfte hinter dem BMW von Luis Moser (18/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport). Rang sechs ging an Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4 vor Alexzander Kristiansson (26/SWE) und Erik Bertilsson (25/SWE, beide KRT Racing) in der Ginetta G56 GT4. Bertilsson gewann somit auch die Rookie-Wertung. 

Rang acht sicherten sich Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4 vor Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport, BMW) Die Top Zehn komplettierten Gianni van de Craats (21/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport, BMW). Der Tagessieg in der PRO-AM-Wertung ging an Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche.

Stimmen zum Rennen

Gabriele Piana – Sieger für FK Performance Motorsport: „Einen Start/Ziel-Sieg einzufahren, macht immer Spaß. Mein Stint war aber keinesfalls langweilig. Denn es hat mich wirklich überrascht, dass Jan Philipp Springob zunächst so viel Druck aufbauen konnte. Er überholte mich sogar fast und hatte eine wirklich starke Pace. Strategisch haben wir heute hoch gepokert und gewonnen. Hoffentlich können wir morgen ebenfalls eine gute Leistung zeigen. Die eingefahren Punkte sind gut für die Meisterschaft.“

Benjamin Sylvestersson – Sieger für FK Performance Motorsport: „Natürlich freue ich mich sehr über den Sieg. Letztendlich hat Gabriele im ersten Stint schon den ganzen Job erledigt, sodass ich das Auto nur noch nachhause bringen musste. Ich hatte viel Wert auf das Managen der Reifen gelegt, damit der Sieg nicht in Gefahr geriet. Das Resultat ist klasse für unsere Titelhoffnungen.“

Philipp Springob – Platz zwei für COSY Racing by ESM: „Ich hatte einen guten Start und konnte Gabriele folgen. Die Gelbphase kam dann etwas überraschend, da ich aufgrund technischer Probleme weder einen Funkspruch hörte noch eine Mitteilung im Display sah. Das ist ärgerlich, aber zum Glück haben wir dadurch keinen Platz verloren. Auch ohne die Strafe hätte es wohl nicht für den Sieg gereicht. Dafür war der BMW heute zu stark. Wir haben das Maximum herausgeholt. Somit sind wir zufrieden.“

Philipp Gogollok – Platz zwei für COSY Racing by ESM: „Platz zwei ist ein solides Ergebnis und gut für die Tabellensituation. Mein Stint war gut. Nach der Penalty-lap war Benjamin vor mir aber zu weit weg, sodass ich nie angreifen konnte. Auch hinter mir hatte ich viel Luft und konnte mein Rennen in Ruhe fahren. Morgen starten wir von der siebten Position aus und hoffen auf das nächste Podium.“

Lachlan Robinson – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Sicherlich lief mein Stint nicht ideal. Viele Konkurrenten um mich herum agierten etwas übermotiviert. Somit galt es für mich, sauber durchzukommen. Das ist mir gelungen. Ich managte auch den Reifen gut, sodass Denny in der zweiten Rennhälfte Vollgas geben konnte. Er hat das Rennen dann klasse zu Ende gefahren und das Podium sichergestellt.“

Denny Berndt – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Das Podium ist ein super Ergebnis. Lachlan hat mir den Porsche in einem sehr guten Zustand übergeben. Ich konnte dann genau das umsetzen, was ich mir vor dem Rennen vorgenommen hatte. AVIA W&S Motorsport hat uns heute wieder einmal ein perfektes Paket zur Verfügung gestellt. Wir freuen uns sehr, weiterhin die Tabelle anzuführen.“


Samstag, 12. September 2026

Angriff auf die DTM-Spitze: Wittmann holt ersten BMW-Sieg auf dem Sachsenring

  • Fürther rückt nach erneutem Erfolg auf Tabellenplatz drei vor
  • Jules Gounon feiert als Zweiter erstes Podium in dieser Saison
  • Neuer Spitzenreiter Thomas Preining baut Führung mit Rang drei aus

Rundenlanges Duell zwischen Maco Wittmann (BMW #11) und Jules Gounom (Mercedes #48)
Foto: Jens Hawrda

Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) ist im Kampf um den DTM-Titel wieder voll im Rennen. Der BMW-Pilot gewann am Samstag den 13. Meisterschaftslauf auf dem Sachsenring und schob sich mit seinem zweiten Erfolg in Serie auf Platz drei in der Tabelle vor. Damit verkürzte Wittmann den Abstand zur Spitze auf 14 Punkte. "Dieses Ergebnis bedeutet Big Points im Titelkampf! Für mich ist der DTM-Sieg auf dem Sachsenring etwas ganz Besonderes, der hat mir auf meiner Bucketlist noch gefehlt. In der Schlussphase des Rennens kam Jules Gounon immer mal wieder dicht an mich heran, aber ich wusste: Wenn ich keinen Fehler mache, bringe ich den Sieg nach Hause", sagte Wittmann nach seinem insgesamt 21. DTM-Sieg und dem ersten BMW-Triumph auf dem Sachsenring. Jubel auch bei Jules Gounon (Mercedes-AMG Team Mann-Filter): Der Franzose belegte Rang zwei und stand damit zum ersten Mal in dieser Saison auf dem Treppchen. Thomas Preining (A/Manthey) wurde Dritter. Der Porsche-Werksfahrer hatte nach dem zweiten Platz im Qualifying die Tabellenführung übernommen und baute seinen Vorsprung auf sechs Punkte aus.

Keyfacts, Sachsenring, Hohenstein-Ernstthal, Saisonrennen 13 von 16

  • Streckenlänge: 3,645 Meter
  • Feuchter: 20 Grad, bewölkt
  • Pole-Position: Marco Wittmann (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 Evo #11), 1:17.627 Minuten
  • Belagerer: Marco Wittmann (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 Evo #11)
  • Schnellste Runde: Thomas Preining (Manthey, Porsche 911 GT3 R #91), 1:19.395 Minuten

Wittmann war nach seiner ersten Saison-Pole von Platz eins aus in das Samstagsrennen auf dem Sachsenring gegangen und blieb nach einem guten Start in Führung. Dahinter machten Gounon und Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport) jeweils eine Position gut und folgten auf den Plätzen zwei und drei, Preining fiel dagegen auf Rang vier zurück. Fünfter war zu diesem Zeitpunkt Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing) im Ferrari 296 GT3 Evo. Bis zum Pflicht-Boxenstopp vergrößerte das Führungsduo seinen Vorsprung auf mehrere Sekunden.

In Runde 16 wechselte Wittmann auf neue Pirelli-Slicks, Gounon folgte einen Umlauf später. Danach fuhr der Franzose als Führender wieder auf Strecke, wurde jedoch kurze Zeit später von Wittmann überholt, dessen Reifen bereits Betriebstemperatur erreicht hatten.

Dahinter konnte Preining nach einem schnellen Boxenstopp eine Position gutmachen und sich vor van der Linde auf Rang drei behaupten. Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) folgte im Mercedes-AMG GT3 Evo auf Platz fünf. In dieser Reihenfolge beendeten die ersten fünf nach 41 Runden das 13. von insgesamt 16 Saisonrennen. Engel, als Achter gestartet, betrieb nach einer taktisch starken Vorstellung Schadensbegrenzung und ist mit einem Rückstand von sechs Punkten Tabellenzweiter.

Platz sechs ging an den Italiener Cairoli, Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT) folgte im Lamborghini Temerario GT3 auf Rang sieben. Titelkandidat Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) kam nach einem für ihn wechselhaften Rennverlauf im Aston Martin Vantage GT3 als Achter ins Ziel. Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing) belegte im zweiten Ferrari von Emil Frey Racing Position neun. Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport) rundete im McLaren 720S GT3 Evo die Top Ten ab. Einen Dämpfer im Kampf um die DTM-Krone erlitt Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf). Der Österreicher nahm das Rennen nach einem unverschuldeten Unfall im Qualifying von der Box aus in Angriff und kam als Elfter ins Ziel. Dadurch beträgt Auers Rückstand auf Spitzenreiter Preining bereits 36 Punkte.

Weitere Stimmen zum Rennen

Jules Gounon: "Wir sind endlich dort, wo wir die ganze Saison über hinwollten. Nach meinem Reifenwechsel habe ich Marco Wittmann im Rückspiegel herankommen gesehen und natürlich gehofft, dass ich die Führung verteidigen kann. Auf kalten Reifen war das leider nicht möglich. Die Saison verlief bisher alles andere als zufriedenstellend, umso glücklicher bin ich über das Podium."

Thomas Preining: "Ein super Ergebnis für uns! Es war unfassbar wichtig, viele Punkte für die Meisterschaft zu holen und die Führung zu verteidigen. Der Start verlief leider ziemlich zäh, direkt danach konnte ich aber an Matteo Cairoli vorbeigehen und später dank unserer Strategie auch an Kelvin van der Linde."

Ergebnis, 13. Meisterschaftslauf, Sachsenring

  1. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport)
  2. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +0.450 Sekunden
  3. Thomas Preining (A/Manthey), +3.684 Sekunden
  4. Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport), +14.991 Sekunden
  5. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), +15.265 Sekunden


ADAC GT4 Germany: Sachsenring: BMW und Porsche mit Pole-Position

Die Titelaspiranten Gabriele Piana und Denny Berndt werden die beiden Rennen der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring jeweils von der Pole-Position aus beginnen. Auch die Kontrahenten aus dem Aston Martin-Lager stark in der Qualifikation unterwegs.

Gabriele Piana Holt sich die Pole für's Samstagsrennen
Foto: Jens Hawrda

Hochspannung pur für die beiden Läufe der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring: Darauf deutet das Ergebnis der Qualifikation unmissverständlich hin. Denn in beiden Rennen auf der 3,645 Kilometer langen Berg- und Talbahn bei Chemnitz fahren die Titelaspiranten von ganz vorne los. Für das Samstagsrennen erzielte der in der Tabelle drittplatzierte Gabriele Piana (40/ITA) im BMW M4 GT4 von FK Performance Motorsport mit 1:25,737 Minuten die Pole-Position. Tabellenführer Denny Berndt (21/Berlin) war im Porsche 718 Cayman GT4 von AVIA W&S Motorsport in der Qualifikation das Sonntagsrennen mit 1:25,911 Minuten nicht zu schlagen.

„Besser als die Pole geht es nicht. Es war eine gute und vor allem fehlerfreie Runde. Vielleicht hätte ich in Kurve sechs noch das eine oder andere Zehntel finden können. Aber insgesamt sind wir natürlich richtig glücklich mit dem Ergebnis“, jubelte Piana, der sich den BMW mit Benjamin Sylvestersson (19/FIN) teilt. 

Mit einem Rückstand von 0,139 Sekunden ging Platz zwei der Qualifikation für das Samstagsrennen an die Markenkollegen Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport). Zeitgleich dritte wurden die in der Tabelle zweitplatzierten Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4 vor dem Porsche von Berndt/Lachlan Robinson (23/AUS).

„Das Ergebnis ist sicherlich eine gute Ausgangslage“, analysierte Berndt nach den beiden Sessions. „Ich hatte eine gute Runde. Es hat einfach gepasst. In den Rennen möchten wir ganz vorne mitfahren und so viele Punkte wie möglich einfahren. Es gilt, auf die Reifen zu achten. Doch ich denke, dass wir dafür gut vorbereitet sind.“

Zweite in der Qualifikation für das Sonntagsrennen wurden die AVIA W&S Motorsport-Teamkollegen Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA), die 0,059 Sekunden zurücklagen. Platz drei sicherte sich mit 0,080 Sekunden Rückstand der BMW von Piana/Sylvestersson. Die Top Vier komplettierte der Toyota GR Supra GT4 von Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT). Das Aston Martin-Duo Springob/Gogollok erreichte Rang sieben.

Quelle: adac-motorsport.de