Montag, 7. September 2026

ADAC GT- Masters: Schwieriges Wochenende für Schubert Motorsport am Salzburgring – Fokus richtet sich jetzt auf Hockenheim

Ein anspruchsvolles ADAC GT Masters Wochenende liegt hinter Schubert Motorsport. Für Sandro und Juliano Holzem verlief der fünfte Saisonlauf am Salzburgring nicht wie erhofft. Über das gesamte Wochenende fehlte dem BMW M4 GT3 EVO mit der Startnummer 56 die gewünschte Pace, zusätzlich sorgte ein Zwischenfall im Qualifying am Samstag für weitere Herausforderungen.

Bereits in den Trainings zeigte sich, dass das Wochenende kein einfaches werden würde. Im ersten Freien Training belegte Schubert Motorsport Rang zwölf, im zweiten Training folgte Position zehn.

Schwieriger Samstag mit starker Schadensbegrenzung

Das erste Qualifying am Samstag fand unter nassen Bedingungen statt. Nach einem Zwischenfall musste die rechte Fahrzeugseite umfangreich repariert werden. Zudem wurde die schnellste Runde der Startnummer 56 nachträglich gestrichen, wodurch Sandro und Juliano Holzem von Startplatz zwölf ins erste Rennen gingen.

Die Mannschaft reagierte schnell und brachte den BMW M4 GT3 EVO rechtzeitig wieder zurück auf die Strecke.

Im Rennen gelang anschließend eine starke Aufholjagd. Von Position zwölf arbeitete sich das Duo bis auf Platz fünf nach vorne und machte damit sieben Positionen gut.

Sandro Holzem:

„Es war insgesamt ein schwieriges Wochenende. Der Zwischenfall im Qualifying am Samstag hat uns zusätzlich zurückgeworfen, aber das Team hat einen super Job gemacht und das Auto rechtzeitig wieder einsatzbereit hingestellt. Mit Platz fünf konnten wir im ersten Rennen noch gute Schadensbegrenzung betreiben.“

Sonntag erneut mit Schwierigkeiten

Auch am Sonntag fand Schubert Motorsport nicht vollständig zur gewünschten Performance zurück.

Im zweiten Qualifying belegte die Startnummer 56 in der bereinigten Wertung Position elf. Im anschließenden zweiten Rennen kamen Sandro und Juliano Holzem auf Platz zehn ins Ziel.

Sandro Holzem zieht deshalb ein klares Fazit:

„Am Sonntag hatten wir erneut Schwierigkeiten und konnten nicht die Pace zeigen, die wir uns vorgenommen hatten. Jetzt müssen wir uns das Auto und das gesamte Wochenende sehr genau anschauen, um zu verstehen, wo uns Performance gefehlt hat. Bis Hockenheim wollen wir die richtigen Antworten finden und wieder mit mehr Selbstvertrauen antreten. Das Wochenende lief nicht wie geplant – aber das ist Motorsport.“

Nach dem Salzburgring liegt Sandro Holzem mit 144 Punkten auf Rang sechs der Fahrerwertung, Juliano Holzem folgt mit 128 Punkten auf Rang neun.

Nun richtet sich der Fokus vollständig auf das Saisonfinale am Hockenheimring. Bis dahin sollen sowohl die Schäden vom Samstag als auch die fehlende Performance detailliert analysiert werden.

Quelle: schubert-motorsport.com

ADAC GT Masters: Sensations-Aufholjagd: Hirsiger/Zulauf siegen

Lamborghini-Duo gewinnt sein viertes Saisonrennen von Startplatz 13 aus. Titelkampf im ADAC GT Masters spitzt sich zu: Fünf Punkte trennen Spitzen-Duos. Heimpodium für Razoon-Porsche mit Österreicher Pichler und Bönighausen.

Von Platz 13 zum Sieg: Felix Hirsiger und Finn Zulauf
Foto: ADAC-Motorsport

Überragendes Comeback im ADAC GT Masters: Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (22/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) haben den zweiten Lauf auf dem Salzburgring gewonnen. Das Duo im Lamborghini legte eine eindrucksvolle Aufholjagd vom 13. Startplatz hin und gewannen mit 1,690 Sekunden Vorsprung vor dem österreichischen Porsche-Team Razoon – More than Racing mit dem Weizer Leo Pichler (24) sowie Colin Bönighausen (21/Isernhagen). Rang drei ging an Jamie Day (20/GBR)/Baudouin Detout (25/FRA/beide Comtoyou Racing) im Aston Martin Vantage GT3 Evo. „Uns ist kein Stein, sondern ein Felsen vom Herzen gefallen. Das Ziel war, vor unseren Meisterschaftskonkurrenten zu bleiben, um nicht noch mehr Punkte zu verlieren. Wohl niemand hat damit gerechnet, dass wir dieses Rennen gewinnen. Jetzt heißt es ‚Gloves off‘ in Hockenheim – die Zurückhaltung ist vorbei!“, erklärte Zulauf nach seinem vierten Saisonsieg angriffslustig. Teamkollege Hirsiger zeigte sich nach einem bis dato schwierigen Wochenende ähnlich begeistert: „Endlich Payback! Jetzt haben wir hoffentlich alles an Problemen abgearbeitet. Das Auto war wirklich unglaublich, auch noch auf gebrauchten Reifen. In den letzten Runden musste ich in den Rhythmus kommen, den Rückspiegel im Auge behalten und sauber fahren. Zum Glück ist mir das gelungen und wir können jetzt feiern.“

Das zweite Rennen des ADAC GT Masters hatte Lokalmatador Kiano Blum (19/AUT/Haupt Racing Team) im Ford von Startplatz eins aus in Angriff genommen und diesen souverän verteidigt. Porsche-Pilot Bönighausen sowie Storm Gjerdrum (16/NOR/FK Performance Motorsport) im BMW folgten auf den Plätzen. Die späteren Sieger gingen nur von Startplatz 13 aus ins Rennen, da sie nach einem Verstoß gegen die Parc Fermé-Regelungen von der Pole-Position zurückversetzt worden waren. In der ersten Boxenstopp-Phase entschieden sich die meisten Teams an der Spitze für den langen Stopp mit Reifenwechsel – so auch Hirsiger, der zu diesem Zeitpunkt bereits in den Top-5 angekommen war. Razoon hingegen tankte nur nach und schickte Pichler deutlich in Führung wieder auf die Strecke. Kalus, der den Ford Mustang GT3 inklusive neuer Räder von Blum übernommen hatte, fiel nach einem Fehler sowie einer kurzzeitig langsamen Fahrt weit zurück und konnte nicht mehr in den Kampf vorne eingreifen. 

Somit begann ein virtuelles Zeitenduell um die Spitze zwischen Pichler und Zulauf, der den Lamborghini übernommen hatte. Sekunde um Sekunde knabberte der Tabellenzweite vom Vorsprung ab. Nachdem schließlich beide Autos ihren zweiten Stopp absolviert hatten, kam Hirsiger lediglich eine halbe Sekunde vor Bönighausen zurück auf die Strecke. Ein elf Runden andauernder Kampf um den Sieg begann, mit dem besseren Ende für den Lamborghini. „Wir haben schon erwartet, dass wir auf Platz zwei wieder auf die Strecke kommen, hatten aber aufgrund der neuen Reifen die Hoffnung, dass wir mit ihrem Speed mithalten können, aber das hat nicht geklappt“, erklärte Pichler nach Platz zwei beim Heimspiel. „Trotzdem sind wir glücklich mit dem Ergebnis und ich freue mich sehr über einen Podiumsplatz in Österreich, denn wir wissen, dass wir persönlich das Maximum aus uns und unseren Möglichkeiten herausgeholt haben.“

Dahinter zeigten Day und Detout ebenfalls eine starke Aufholjagd. Nach einer frühen Strafe war das Aston Martin-Duo aus den Top-10 gefallen, kämpfte sich aber über eine konträre Strategie mit dem Reifenwechsel beim zweiten Stopp wieder nach vorne. „Wir hatten sicher nicht den Start, den wir wollten. Trotzdem sind wir immer hungrig geblieben und haben bis zur Zielflagge Druck gemacht. Wir haben im mittleren Stint die warmen Reifen gehabt, wodurch ich die Lücke für den Boxenstopp und den letzten Stint aufreißen konnte. Das ist ein super Ergebnis für uns und das gesamte Team“, jubelte Day nach Rang drei.

Die Meisterschaftsführenden, Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport), sicherten sich in der letzten Runde noch Rang vier vor ihren Teamkollegen Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg). Die BMW-Piloten Fourie/Zimmermann liegen nun vor dem großen Finale in Hockenheim noch fünf Punkte vor ihren Verfolgern Hirsiger/Zulauf. Fourie sicherte sich mit diesem Ergebnis und dem Sieg vom Vortag zudem Platz eins in der „Road-to-DTM“-Wertung. Fabian Dybionka (17/POL)/Emil Gjerdrum (19/NOR/beide Haupt Racing Team) wurden nach mehreren Strafen im Ford Sechste, dahinter folgten Robin Rogalski (26/POL)/Simon Connor Primm (21/Großschirma/beide HGL Racing) im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 sowie der zweite Razoon-Porsche mit Mark Kastelic (18/SLO)/Pavel Lefterov (28/BGR). In einem weiteren Lamborghini wurden John Paul Southern (24/USA)/Jonas Karklys (36/LIT/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) Neunte. Die Top-10 komplettierten die Zwillinge Sandro und Juliano Holzem (22/Polch/beide Schubert Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo.

Das große Finale des ADAC GT Masters findet vom 9. bis 11. Oktober im Rahmen der DTM auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg statt.

Quelle. adac-motorsport.de


Euro Moto Superbike: Smits sieht vor Schrötter und Tulovic

Vor gut drei Wochen hatte Twan Smits noch nicht einmal eine Pole Position zu bieten. Jetzt holte er beim Öhlins EURO MOTO-Event auf dem Nürburgring den vierten Sieg in Folge. Der 22-jährige Niederländer fuhr den gestandenen und WM-erfahrenen Haudegen wie Marcel Schrötter, Lukas Tulovic und Markus Reiterberger im zweiten Superbike-Lauf erneut einfach davon.

Seine Pole Position münzte Twan Smits (Team Apreco-Yamaha) im zweiten Lauf des Tages erneut in die Führung nach der ersten Rennrunde um. Lukas Tulovic (Triple M Ducati Racing Frankfurt) und Marcel Schrötter (GERT56 by RS Speedbikes) blieben dem fliegenden Holländer innerhalb einer halben Sekunde auf den Fersen. Und wie schon im ersten Rennen war auch Markus Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon BMW) wieder mit von der Partie als er Kevin Orgis (ORM Racing) überholt hatte.

Alle hatten etwas vor: Smits das Rennen gewinnen, Tulovic die Titelverteidigung, Schrötter das Bewahren der Titelchance bis Hockenheim und der Rest den Punkteausbau in der Gesamtwertung.

Licht und Schatten

Jan-Ole Jähnig (GERT56 by RS Speedbikes) war genauso schnell wie die Spitze, doch die Lücke vom fünften zum vierten Platz war einfach zu groß, um sie zu schließen. Smits hatte sich bereits aus dem Staub gemacht. Ex-Superbiker Marc Moser stand am Streckenrand und staunte schon zu Beginn des Wochenendes: „Es ist irre, was für ein Tempo hier gefahren wird.“ In der EURO MOTO Superbike gibt sich eine Fahrer-Elite die Klinke in die Hand.

Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) machte einen Platz durch das Überholmanöver gegen Kevin Orgis gut. Sein achter Startplatz tat dem ganzen HRP-Team weh. „Wir haben ultrawenig Grip auf der Strecke und straucheln an diesem Wochenende“, nahm Alt die Tatsache wie jedes Jahr auf dem Nürburgring mit Würde hin. Um den Titel geht es für den einzigen Honda-Fahrer im Feld sowieso nicht mehr. Jetzt musste der Meister von 2023 einfach das Wochenende anständig rumkriegen, um beim Finale in Hockenheim vielleicht noch einen Coup landen zu können.

Tulovic macht keine Geschenke

In der zweiten Halbzeit des 18-Runden-Rennens battelten sich Tulovic und Schrötter mit Inbrunst. Für Schrötter war es ein gewaltiger Schritt, als er das Ducati-Zugpferd endgültig besiegt hatte. Tulovic hätte sich aufgrund seines Vorsprungs in der Meisterschaft nicht mit Schrötter anlegen müssen, doch das Rennfahrer-Herz ging mit ihm durch und er wollte auch nichts liegenlassen. „Heute war alles dabei. Das Vorderrad am Motorrad ist gesprungen und eingeklappt. In einer Kurve habe ich es etwas übertrieben und musste zu weit nach außen fahren. In dem Moment ist Marcel durchgeschlüpft“, berichtete der 26-Jährige Ducati Panigale V4R-Pilot nach dem Schlagabtausch.

Tulovic und Schrötter trennen nach dem Eifel-Wochenende 34,5 Punkte in der Gesamtwertung. Die Entscheidung, wer der Meister des Jahres 2026 wird, fällt vom 25. bis 27. September auf dem Hockenheimring. Twan Smits fehlen 22 Punkte zu Schrötter. Es wird spannend.

EURO MOTO Superbike, Rennen 2

1. Twan SMITS (NLD/Yamaha)

2. Marcel SCHRÖTTER (GER/BMW)

3. Lukas TULOVIC (GER/Ducati)

4. Markus REITERBERGER (GER/BMW)

5. Jan-Ole JÄHNIG (GER/BMW)

6. Florian ALT (GER/Honda)

7. Kevin ORGIS (GER/BMW)

8. Leon ORGIS (GER/BMW)

9. Toni FINSTERBUSCH (GER/BMW)

10.Jan MOHR (AUT/BMW)

11.Martin VUGRINEC (CRO/BMW)

12.Hannes SOOMER (EST/BMW)

13.Milan MERCKELBAGH (NLD/BMW)

14.Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati)

15.Marco FETZ (GER/BMW)

16.Christoph BEINLICH (GER/BMW)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Sonntag, 6. September 2026

Euro Moto Superbike: „Dirkules“ schaufelt sich den Weg frei

Dirk Geiger
Foto: Jens Hawrda

Auch das zweite Rennen der Supersportklasse beim Öhlins EURO MOTO-Event auf dem Nürburgring wurde zum Triumphzug von Dirk Geiger und sein Titelrivale Daniel Blin musste erneut Federn lassen. Eine tragende Rolle spielte dabei Geigers Teamkollege Lennox Lehmann.

Dirk Geiger, Lennox Lehmann (Team Apreco-Yamaha) und Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) hatten sich nach dem Start erwartungsgemäß an die Spitze gesetzt. Marvin Siebdrath (MCA Racing), Gastfahrer Maximilian Kofler (Eder Racing) und Luca Göttlicher (LJ Racing) reihten sich nacheinander ein, wobei es mitunter eng zuging. Max Stauffer (Team Apreco-Yamaha), Luca de Vleeschauwer (Team SWPN) und Filip Feigl (Eder Racing) fuhren auf der Strecke zeitweise nebeneinander.

In der vierten Runde näherte sich die neongelbe Startnummer „99“ von MV Agusta-Fahrer Göttlicher der MCA-Honda von Siebdrath. Es war ein Zweikampf der unterschiedlichen Konzepte in der Supersport-Klasse: Göttlicher mit dem Dreizylinder-Antrieb gegen den klassischen 600 ccm-Vierzylinder von Siebdrath. Göttlicher gewann das Duell. Unabhängig davon fuhr Siebdrath später wegen eines defekten Sensors für die Gasannahme vorzeitig an die Box.

Schnappatmung in der Schlussphase

Zur Halbzeit war Geiger dem Feld auf der Yamaha YZF-R9 auf und davon gefahren und kam seinem Doppelsieg in der Eifel immer näher. Lehmann erwehrte sich auf der zweiten Position den Angriffen von Blin. Die Hoffnung des 24-jährigen Polen, dass Lehmann einen ähnlichen Einbruch wie gestern erleiden könnte, erfüllte sich nicht, doch die letzte Runde im Fight der Beiden sorgte für Schnappatmung. Mehrfache Positionswechsel trieben den Kampf um die Podiumsplätze auf die Spitze.

Lehmann hatte nach 16 Runden die Nase um 0,094 Sekunden vorn. „Wir haben von gestern auf heute das Heck an der Yamaha verändert“ freute sich der 20-jährige Sachse mit gemischten Gefühlen. Dass Geiger so überlegen gewonnen hatte, wurmte ihn. 3,148 Sekunden Vorsprung sind kein Pappenstiel.

Entscheidung in Hockenheim – Alles ist möglich

Immerhin hatte Lehmann im Vergleich zum Vortag einen Platz gutgemacht. Weil er vor Blin ins Ziel kam, half er seinem Teamkollegen außerdem, dem Ducati-Fahrer noch ein paar Pünktchen mehr in der Gesamtwertung zu enteilen. Mit 13 Punkten Vorsprung war Geiger als Führender in die Eifel gekommen, mit 27 ist er gegangen.

Aber auch dort, wo es um einen oder gar keinen Punkt gibt, sorgten die Kämpfe für Herzbeben. Peter Feigl und Jindrich Škopek schenkten sich auf den Plätzen 16 und 17 keinen Zentimeter. Dass die beiden Tschechen für den Einsatz doch noch belohnt wurden, lag erstens am Ausfall von Siebdrath und zweitens an Maximilian Kofler, der als Gastfahrer nicht punktberechtigt war.

Vom 25. bis 27. September findet in Hockenheim das große EURO MOTO-Finale statt.

EURO MOTO Supersport, Lauf 2

1. Dirk GEIGER (GER/Yamaha)

2. Lennox LEHMANN (GER/Yamaha)

3. Daniel BLIN (POL/Ducati)

4. Luca GÖTTLICHER (GER/MV Agusta)

5. Maximilian KOFLER (AUT/Ducati)

6. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL/Yamaha)

7. Filip FEIGL (CZE/Yamaha)

8. Freddie HEINRICH (GER/Kawasaki)

9. Julius AHRENKIEL-FRELLSEN (DNK/Honda)

10.Max STAUFFER (AUS/Yamaha)

11.Julius Caesar RÖRIG (GER/Honda)

12.Filip NOVOTNÝ (CZE/Ducati)

13.Jorke ERWIG (GER/Ducati)

14.Marvin KREIMES (GER/Ducati)

15.Peter FEIGL (CZE/Yamaha)

16.Jindrich ŠKOPEK (CZE/Yamaha)

17.Marvin SIEBDRATH (GER/Honda)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Euro Moto Sportbike: Bijman macht Doppelsieg perfekt, Zuda unter Druck

Ruben Bijman
Foto: Jens Hawrda

Ruben Bijman (Freudenberg RORA PALIGO Racing) ist der Mann des Wochenendes am Nürburgring. Nach seinem hauchdünnen Erfolg am Samstag legte der Niederländer am Sonntag nach und machte den Doppelsieg perfekt. Nach turbulenten ersten Runden setzte sich Bijman deutlich ab und gewann mit 4,671 Sekunden Vorsprung vor Tom Kuil (RT Motorsports). Meisterschaftsführer Stepan Zuda (Freudenberg RORA PALIGO Racing) komplettierte das Podium.

Zunächst sah allerdings alles nach einem starken Rennen von Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) aus. Von Startplatz drei schoss der Österreicher direkt an die Spitze. Dahinter ging es ordentlich zur Sache und die Reihenfolge wurde mehrfach durcheinandergewirbelt. Kitzbichler fiel zwischenzeitlich zurück, kämpfte sich aber stark auf der Bremse innerhalb weniger Runden wieder an die Spitze. In Runde fünf folgte dann der Rückschlag: In Führung liegend stürzte der Österreicher und war damit aus dem Kampf um den Sieg.

Damit war der Weg für Bijman frei. „Am Anfang war es wegen der vielen Kämpfe nicht so einfach. Ich habe versucht, mich aus dem ganzen Tumult herauszuhalten. Als Tobias dann gestürzt ist, habe ich noch einmal eine Schippe draufgelegt und Gas gegeben. Danach bin ich einfach meinen Rhythmus bis zum Schluss gefahren.“

Und das mit Erfolg. Bijman setzte sich Runde für Runde weiter ab und fuhr in 1:30,782 Minuten auch die schnellste Rennrunde aller Fahrer, die das Rennen beendeten. Im Ziel hatte er sich einen für die Sportbike Klasse ungewöhnlich deutlichen Vorsprung von 4,671 Sekunden herausgefahren.

Kuil belohnt sich mit dem Podium

Hinter Bijman lieferte Kuil ebenfalls eine starke Vorstellung ab. Schon am Samstag hatte der Niederländer mit Platz fünf sein bis dahin bestes Saisonergebnis eingefahren. Einen Tag später setzte er noch einen drauf und brachte Rang zwei ins Ziel. Wie viel ihm dieses Ergebnis bedeutete, zeigte sich kurz vor der Siegerehrung. Seine Mutter, die an diesem Wochenende nicht am Nürburgring dabei sein konnte, rief ihn unter Freudentränen an, erzählte er im Sieger-Interview. „Es ist toll, endlich wieder auf dem Podium zu stehen. Das zeigt, dass wir uns Schritt für Schritt entwickeln und immer weiter verbessern. Natürlich wollen wir irgendwann auch Ruben einfangen. Dieses Gefühl nehmen wir jetzt mit nach Hockenheim und dort versuchen wir, genau so weiterzumachen“, sagte Kuil in bester Laune.

Zuda verteidigt Rang drei

Auch hinter der Spitze war einiges los. Mika Siebdrath erwischte keinen optimalen Start, zeigte such aber gut aufgelegt in der Verfolgergruppe und machte Druck auf seinen Teamkollegen Stepan Zuda. Gleichzeitig machte Julian van Kalkeren (SRTD Pearle Gebben) hinter Siebdrath Druck. In den letzten Runden versucht Siebdrath sich den Meisterschaftsführenden zu schnappen, doch Zuda konterte und holte sich Rang drei zurück. Am Ende wurde Siebdrath Vierter, van Kalkeren folgte nur 0,028 Sekunden dahinter auf Rang fünf. Stepan Zuda war erleichtert.„Ich hatte ein bisschen erwartet, dass ich hier am Nürburgring vielleicht nicht ganz so stark sein würde. Donnerstag und Freitag waren zwar sehr gut, aber ich war an diesem Wochenende einfach nicht zu 100 Prozent auf der Höhe. Das liegt auch noch an meiner Handverletzung, die ich mir bei meinem Gaststart in der Weltmeisterschaft zugezogen habe. Deshalb bin ich froh, trotzdem zwei Podiumsplätze eingefahren und wichtige Punkte mitgenommen zu haben. Jetzt liegt der volle Fokus auf Hockenheim und darauf, die Saison dort für mich zu entscheiden“, sagte der Tscheche vor der Siegerehrung.

Hinter den ersten Fünf belegte Alexander Weizel (Weizel Racing Team) Rang sechs. Kiyano Veijer (Dutch Talent Racing) wurde Siebter. Auch Ty Henriksen (Nordic Vikings) zeigte als Achter eines seiner stärksten Rennen der bisherigen Saison. Maksymilian Palmowski (SP race project) und Jay Jay den Hoed (Team SWPN) komplettierten die Top Ten.

Für Bijman könnte das Wochenende kaum besser gelaufen sein. Zwei Rennen, zwei Siege und 50 Punkte sind eine klare Ansage vor dem Saisonfinale in Hockenheim. Sein Rückstand auf Spitzenreiter Zuda ist damit auf nur noch 28 Punkte geschrumpft. Für den Tschechen ist das Polster weiterhin da, doch viel darf nun nicht mehr schiefgehen. Den heißen Atem von Bijman dürfte er beim Finale vom 25. – 27. September deutlich im Nacken spüren.

Für Freudenberg RoRa Paligo Racing gab es am Nürburgring zudem einen weiteren Grund zum Feiern: Nach einer starken Saison sicherte sich das Team vorzeitig die Markenmeisterschaft der EURO MOTO Sportbike Klasse.

EURO MOTO Sportbike, Race 2

  1. Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
  2. Tom KUIL (#55/NLD), Triumph Daytona 660
  3. Stepan ZUDA (#23/CZE), Triumph Daytona 660
  4. Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
  5. Julian VAN KALKEREN (#34/NLD), Triumph Daytona 660
  6. Alexander WEIZEL (#22/DEU), Aprilia RS660
  7. Kiyano VEIJER (#53/NLD), Triumph Daytona 660
  8. Ty HENRIKSEN (#46/DNK), Aprilia RS660
  9. Maksymilian PALMOWSKI (#95/POL), Aprilia RS660
  10. Jay Jay DEN HOED (#44/NLD), Yamaha YZF R7
  11. Rick KOOISTRA (#20/NLD), Triumph Daytona 660
  12. Lucas SØRENSEN (#18/DNK), Aprilia RS660
  13. Lucy MICHEL (#G16/DEU), Yamaha YZF R7
  14. Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS660

DNS: Magnus KRISTOFFERSEN (#30/DNK), Aprilia RS660

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann