Donnerstag, 24. September 2026

Euro Moto: Test-Offensive von Honda und Kawasaki beim Finale

So wie Honda schicken auch Kawasaki, BMW, Triumph und Ducati
Ihre Testtrucks zum Hockenheimring
Foto: Honda

Nicht nur zuschauen, sondern selbst Gas geben. Auf Honda und Kawasaki. Die beiden Motorradmarken und EURO MOTO-Partner sind beim großen Hockenheim-Finale wieder mit ihren Roadshow-Flotten am Start. Am Samstag und Sonntag zwischen 11 und 17 Uhr heißt es wieder: Freie Fahrt für Biker und solche, die es werden wollen.

Für nahezu jeden Führerschein und jeden Geschmack etwas dabei – vom handlichen Einsteigerbike bis zum ausgewachsenen Highend-Motorrad mit Kompressor-Power. Wer also schon immer wissen wollte, wie sich ein bestimmtes Modell tatsächlich anfühlt, kann die Theorie gegen Praxis eintauschen.

Honda bringt gleich 25 Motorräder des Modelljahres 2026 mit. Darunter sind mehrere aktuelle Neuheiten wie die CB1000F, CB1000GT und CB1000 Hornet. Auch die sportliche Fraktion kommt nicht zu kurz: Fireblade und CBR600RR stehen ebenfalls für Probefahrten bereit. Die schlanke und im Design minimalistische CB125R in Kombination mit einer einfachen Handhabung wartet auf A1- oder B196-Führerscheininhaber. Mit der WN7 schiebt Honda zudem das erste vollwertige Elektromotorrad aus dem Truck.

Kawasaki reist mit elf ausgewählten Modellen des Modelljahres 2026 ins badische Motodrom. Die neue Z1100 SE setzt als sportlich-touristische Weiterentwicklung frische Akzente im oberen Segment der Naked-Bikes. Für die Mittelklasse und insbesondere A2-Fahrer steht die KLE500 SE bereit – vielseitig, modern und damit interessant für alle, die ein Motorrad für unterschiedliche Einsätze suchen. Ein technisches Highlight bleibt die Kawasaki Z H2 SE als Kompressor-Flaggschiff. Für Fans klassischer Linienführung kombiniert mit moderner Technik ist die Z900RS SE Teil der Roadshow-Flotte – Retro-Charme trifft hier auf zeitgemäße Performance.

Ob 125er-Einstieg, Supersportler, Elektromotorrad, Naked Bike oder Kompressor-Bolide: In Hockenheim lässt sich herausfinden, welches Motorrad am besten zu einem passt – und das mitten im EURO MOTO-Finale.

Wer testen will, sollte sich seinen Platz sichern. Probefahrten können bereits vorab online über (www.honda.de), (www.kawasaki-roadshow.de) gebucht werden, aber auch online vor Ort.

Für die Testfahrt müssen mitgebracht werden:

·         gültiger Führerschein

·         Personalausweis

·         vollständige Schutzausrüstung (Helm, Handschuhe, Jacke, Stiefel etc.)

Die erste Probefahrt pro Tag ist kostenlos. Wer ein zweites Modell direkt vergleichen möchte (maximal zwei Fahrten pro Tag), spendet 10 Euro zugunsten von MEHRSi – Sicherheit für Biker. Der Betrag wird zu 100 Prozent an die gemeinnützige Organisation weitergegeben und unterstützt konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr.

BMW, Triumph und Ducati bauen ebenfalls eine reichliche Modellauswahl im Fahrerlager auf, aber ohne Testfahrten. Am Sonntag sorgt zudem der Simulator der VR Bank, was sich auf einem Motorrad lassen machen lässt.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Euro Moto: Drei offene Titel: Hockenheim im Ausnahmezustand

Drei Tage Vollgas, drei offene Meisterschaften und ein Feuerwerk der Emotionen: Vom 25. bis 27. September 2026 steigt auf dem Hockenheimring das große EURO MOTO-Finale. In der Superbike-, Supersport- und Sportbike-Klasse fällt erst im badischen Motodrom die Entscheidung über die Titel – so wie es am spannendsten ist. Dazu wird in vier Cup-Klassen um Punkte und Platzierungen gekämpft. Von der ersten bis zur letzten Minute ist Action garantiert.

Spannender könnte das Saisonfinale kaum sein. In keiner der drei EURO MOTO-Klassen steht der Meister fest. Die Abstände zwischen den Titelkandidaten lassen keine Prognosen zu. Ein Fehler oder ein technischer Ausfall kann die komplette Rechnung auf den Kopf stellen. Für Fahrer und Teams bedeutet das: volle Konzentration bis zur letzten Runde. Für die Fans: Nervenkitzel bis zur letzten Zielflagge.

Tulovic ist der Gejagte

In der EURO MOTO Superbike ist Lukas Tulovic auf der Ducati Panigale V4R der Gejagte. Verfolger Marcel Schrötter trennen 34,5 Punkte zum Spitzenreiter. Der BMW-Pilot hat allerdings eine anstrengende Woche hinter sich. Erst am vergangenen Wochenende stand für ihn das zweite 24-Stunden-Rennen der diesjährigen FIM-Langstrecken-Weltmeisterschaft in Frankreich auf dem Programm. Viel Zeit zum Durchatmen blieb nicht. Trotzdem will Schrötter seine Titelchance nutzen. Die Meisterschaftsentscheidung soll erst fallen, wenn in Hockenheim die karierte Flagge zum letzten Mal fällt.

Nicht mehr dazwischenfunken kann Twan Smits. Der 22-jährige Überflieger aus der Niederlande hat auf der einzigen Yamaha im Feld die letzten vier Rennen gewonnen. Yamaha hat ihm nun den Aufstieg in die Superbike-Weltmeisterschaft ermöglicht, in der er bis zum Saisonende fährt. Sein Einstand im italienischen Cremona findet ausgerechnet zeitgleich mit dem EURO MOTO-Wochenende in Hockenheim statt.

Nicht lumpen lassen im badischen Motodrom will sich Markus Reiterberger. Er wird von einer Welle der Euphorie getragen. Am vergangenen Sonntag wurde der Bayer mit dem BMW Motorrad World Endurance Team Weltmeister in der FIM Endurance World Championship und schrieb Geschichte: Der Titel ist die erste Weltmeisterschaft eines europäischen Herstellers in der FIM EWC.

Auch Florian Alt (Honda), Kevin Orgis, Jan-Ole Jähnig und Toni Finsterbusch (alle BMW) sorgen für reichlich Betrieb im Superbike-Feld. Für das große Finale haben sich zudem Martin Vugrinec und Bálint Kovacs als Gastfahrer angemeldet.

Geiger gegen Blin – und Lehmann lauert

In der EURO MOTO Supersport liegen 27 Punkte zwischen dem führenden Lokalmatador Dirk Geiger (Yamaha) aus Mannheim und seinem Rivalen Daniel Blin (Ducati) aus Polen. Dahinter wartet Lennox Lehmann (Yamaha) immer noch auf die Chance für den ersten Saisonsieg. Der Dresdner hatte schon mehrfach die Hand nach dem Pokal ausgestreckt, aber dabei ist es geblieben. Kann er seinen Plan ausgerechnet auf dem Heimkurs von Geiger umsetzen?

Auch Luca Göttlicher hat noch etwas vor. Der 19-Jährige hat die bislang einzige MV Agusta in dieser Saison so weit nach vorne gebracht wie noch kein anderer Fahrer in der EURO MOTO. Mit seinem Team hat Göttlicher für einen Befreiungsschlag gesorgt – und will im Finale zeigen, dass weiterhin mit ihm vorne zu rechnen ist. Bis jetzt war der Bayer mit seinem Motorrad der Platzhirsch in der Klasse. In Hockenheim bekommt er prominente Gesellschaft aus dem eigenen Markenumfeld: Max Enderlein steigt in Hockenheim als Gaststarter auf eine MV Agusta F3 800 RR. Der dreifache Supersport-Meister kehrt nach zweijähriger Renn-Abstinenz genau dort ins Feld zurück, wo er sich bestens auskennt.

Daytona-Duell um die Krone

Auch in der EURO MOTO Sportbike ist die Rechnung noch längst nicht gemacht. Stepan Zuda und Ruben Bijman gehen mit einem Abstand von 28 Punkten in das Finale. Klar ist bereits: Der neue Meister wird auf einer Triumph Daytona 660 sitzen. Wer am Ende den Pokal in die Höhe stemmt, wird spannend. Brisant ist: Zuda und Bijman sind Teamkollegen.

Und die Konkurrenz hat nicht vor, höflich Spalier zu stehen. Der Österreicher Tobias Kitzbichler wird auf der Aprilia RS 660 vermutlich nicht weniger Gas geben. Verstärkung bekommt das Feld durch zwei Gaststarter: Kyano Schoo aus den Niederlanden und der WM-erfahrene Spanier Daniel Mogeda sorgen für zusätzliche Farbe im letzten Sportbike-Feld der Saison, in dem es nicht selten um Tausendstelsekunden geht.

Offenes Fahrerlager – Mittendrin statt nur dabei

Nicht nur in den drei EURO MOTO-Klassen geht es in Hockenheim um Punkte und Pokale.

Auf dem Hockenheimring geht es rund am kommenden Wochenende. Im Rahmen des Finales werden der Kawasaki ZX-6R Cup, der Pro Superstock Cup, der Kawasaki ZX-4RR Cup und der ADAC Junior Cup ausgetragen.

Die Motor Presse Stuttgart garantiert als Ausrichter und Promoter der EURO MOTO eine Unterhaltung, die jede Minute wert ist. In allen Tickets fürs Wochenende ist der Fahrerlagereintritt und der Zugang zum Fan-Walk enthalten. Das EURO MOTO-Finale in Hockenheim – das ist nicht Rennsport vom Feinsten auf der Strecke, sondern auch zum Anfassen. Es ist ein Event, der in Erinnerung bleibt.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Dienstag, 22. September 2026

Euro Moto Supersport: Der dreifache Champion kehrt zurück

Max Enderlein hat den Spaß nicht verloren und wagt auf einem neuen Motorrad
in einem neuen Team die Rückkehr in die Supersport-Klasse.
Foto: Tobias Gehrke

Zwei Jahre Motorradpause sind abgehakt. Max Enderlein ist zurück – und zwar dort, wo er sich bestens auskennt. Beim EURO MOTO-Finale vom 25. bis 27. September in Hockenheim steigt der dreifache IDM Supersport-Meister (2018, 2019, 2022) als Gaststarter auf eine MV Agusta F3 800 RR. Und wie gewohnt, geht Enderleins Auftritt eine penible Vorbereitung voraus.

Startnummer 32, Axalta MV Agusta Racing Team, EURO MOTO Supersport. Hinter dem Projekt stehen Daniel Rauh von Fast Bike Service aus Mülheim an der Ruhr und Achim Weber von WM Motorsport aus Köln. Also eine Menge Erfahrung auf der Rennstrecke. Hauptsponsor Axalta ist ein international tätiger Lackhersteller.

Für Enderlein ist es der erste Renneinsatz in der Serie seit dem IDM-Finale 2024. Erste Kilometer auf der MV sammelte der 29-Jährige bei privaten Tests. Beim EURO MOTO-Testtag am Nürburgring war er ebenfalls schon dabei und drehte seine ersten Runden im freien Training. Vieles funktioniert, manches ist Neuland. Auch technisch geht das Team eigene Wege und setzt auf YSS-Federelemente.

„Supersport ist die Klasse, in der ich zu Hause bin. Nach der Pause freue ich mich riesig, in Hockenheim noch einmal anzugreifen, und dann auch noch mit der 32 auf einer MV Agusta. Was am Ende drin ist, sehen wir am Wochenende“, sagt der Sachse aus Hohenstein-Ernstthal.

Große Ansagen? Fehlanzeige. Enderlein weiß, dass nach zwei Jahren Pause nicht alles auf Anhieb sitzen kann. „Wir werden nicht perfekt sein, andererseits bin ich aber auch gereift.“ Wer Enderlein kennt, der weiß, dass er sich ohne gewisse Erfolgschancen niemals in so ein Herzensprojekt stürzen würde. Es zeigt aber auch, dass ihn der Rennsport nicht losgelassen hat.

Teammanager und Crewchief Daniel Rauh belagerte ihn schon im letzten Jahr, doch damals lehnte Enderlein noch ab. Aber Rauh blieb dran. Mit Erfolg. „Mit Max haben wir einen Fahrer, der weiß, wie man in der Supersport gewinnt. Für uns ist dieser Start ein echtes Highlight und die Belohnung für viele Stunden Vorbereitungsarbeit“, sagt Rauh, der seit Beginn der 2000er Jahre in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft aktiv ist. 2015 holte sein Team mit Mathieu Ginès auf der Yamaha R1M den Titel in der IDM Superstock 1000.

Achim Weber bringt MV-Geschichte ins Team ein. 2004 und 2005 baute er gemeinsam mit dem deutschen Importeur das Werks-Superbike der Italiener für Jörg Teuchert auf. Für Weber schließt sich jetzt ein Kreis: „Dass wir jetzt wieder eine MV in der deutschen Meisterschaft an den Start bringen, und das mit einem Fahrer wie Max, ist für mich etwas ganz Besonderes.“

Und was kommt danach? Enderlein lässt sich noch nicht in die Karten schauen. Vollgas-Comeback für 2027? Seine Antwort auf die Frage, ob er sich einen kompletten Wiedereinstieg vorstellen kann: „Vielleicht.“ Erst einmal steht Hockenheim auf dem Programm. Es wird spannend, was nach zwei Jahren Renn-Abstinenz noch im Handgelenk steckt.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek



Euro Moto Superbike: Twan Smits bekommt den WM-Freifahrtschein

Twan Smits, Yamaha #85
Foto: Jens Hawrda

Gerade richtig durchgezogen – und schon ist er weg. Twan Smits macht den nächsten Karrieresprung und wechselt mit Yamaha in die Superbike-Weltmeisterschaft. Der 22-jährige Niederländer wird die Saison für Moto X Racing in der WorldSBK zu Ende fahren. Für die EURO MOTO Superbike ist das zwar ein herber Verlust, für Smits aber ein großer Schritt auf der Karriereleiter.

Der Aufstieg ist eine logische Konsequenz. Bei den beiden letzten Rennwochenenden in Assen und auf dem Nürburgring räumte Smits jeweils das komplette Paket ab: Pole-Position und anschließend beide Siege. Viel deutlicher kann man sich kaum empfehlen.

Dabei ist der Niederländer erst in seinem zweiten Jahr auf einem Superbike in der EURO MOTO unterwegs. Inzwischen hat er auch den ersten Test mit der WM-Yamaha absolviert. „Diese R1 ist wirklich next level“, so Smits. Später bremsen, jede Menge Elektronik und damit verbundene Möglichkeiten ohne Ende. Kurz gesagt: Das Spielzeug ist schärfer geworden. „Es wird einige Zeit dauern, das volle Potenzial des Motorrads auszuschöpfen“, weiß der Niederländer. Die ersten Fortschritte wurden bereits verzeichnet.

„Mir fehlen immer noch die Worte, um meine Gefühle zu beschreiben“, sagt Smits. Die WorldSBK sei sein größter Traum gewesen, seit er im R3-Cup mit dem Rennsport angefangen habe. Als Yamaha anrief, habe er es zunächst selbst kaum glauben können. Und plötzlich steht vom 25. bis 27. September sein erste Superbike-WM-Wochenende in Cremona vor der Tür. Und wenn dabei gleich die ersten WM-Punkte herausspringen, wäre der Einstand perfekt und in seinem Sinne.

Für das EURO MOTO-Finale in Hockenheim hat sich Smits abgemeldet. Sein Apreco-Team Yamaha muss ohne ihn auskommen. Die Termine überschneiden sich. Andererseits ist es gut so. Smits ist Teil des „bLU cRU“-Programms von Yamaha, das Talente vom Nachwuchs-Cup über die nationalen Serien bis hin zur Weltmeisterschaft begleiten soll. Bei ihm scheint der Plan gerade ziemlich gut aufzugehen.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Euro Moto Superbike: Markus Reiterberger ist Langstreckenweltmeister

Dream Team: Manager Werner Daemen, Markus Reiterberger (hinten),
Steve Odendaal, Michael van der Mark (vorn).
Foto: BMW Motorrad Motorsport

Die Freudentränen liefen und jeder konnte sie sehen. Das BMW Motorrad World Endurance Team war außer Rand und Band. Beim abschließenden 24-Stunden-Rennen, dem prestigeträchtigen Bol d’Or in Le Castellet, holten die Fahrer Michael van der Mark (NED), Markus Reiterberger (GER) und Steven Odendaal (RSA) mit der BMW M 1000 RR nicht nur den dominanten Sieg, sondern sie schrieben Geschichte: Sie holten den ersten Weltmeistertitel für einen europäischen Hersteller in der FIM EWC. Das heißt auch: Reiti kommt als neuer EWC-Champion zum EURO MOTO-Finale nach Hockenheim.

Vier Punkte machen den Unterschied

Pole Position und Sieg: Es war ein perfektes Wochenende für die drei Fahrer beim letzten 24-Stunden-Rennen der Saison. In Le Castellet gab es für das Team nur ein Ziel: Als Zweiter mit 19 Punkten Rückstand kommen, als Erster gehen. Es funktionierte perfekt. Van der Mark, der in dieser Saison neu als Stammfahrer im Team ist und zuvor noch nie auf der französischen Strecke gefahren ist, war Schnellster in der Qualifikation. In der Kombination der besten Zeiten holte er mit Reiterberger die Pole Position und damit fünf Meisterschaftspunkte. Die Führung nach 8 und 16 Rennstunden brachte zehn weitere Zähler ein. Für den Sieg gab es noch einmal 40 Punkte.

Nach 24 reibungslosen Stunden überquerte Reiterberger, vom Team an der Boxenmauer frenetisch umjubelt, mit der #37 als Erster die Ziellinie. Rivale Yamaha Austria Racing Team beendete das Rennen auf Rang drei und war damit in der WM-Wertung um vier Punkte geschlagen.

BMW schreibt sich auf die Fahne, dass der Kraftstoffverbrauch der M1000 RR im Vergleich mit der Konkurrenz niedriger ausfiel. Für das Team bedeutete das weniger Boxenstopps. Nach 742 Runden über jeweils 5,673 Kilometer auf dem Circuit Paul Ricard war es Weltmeister.

Noch vor einem Jahr hatte sich an gleicher Stelle ein Drama abgespielt. Das BMW Motorrad World Endurance Team hatte die Hand schon fest am Weltmeisterpokal. Doch keine halbe Stunde vor der Zieldurchfahrt machte ein technischer Defekt alle Träume zunichte. Tränen der Enttäuschung waren geflossen. 2026 ist alles anders. Das Team ließ jetzt den Tränen der Freude freien Lauf.

„Das extrem spannende finale Rennen dann auch noch zu gewinnen, ist für uns wirklich etwas Besonderes. Nach zwei Weltmeistertiteln in Folge auf der Superbike-Seite jetzt den Endurance-Titel zu holen, ist für uns ein weiteres Kapitel bei BMW Motorrad Motorsport. Ich glaube, wir stehen noch am Anfang, wir wollen weiter Geschichte schreiben und haben jetzt das Fundament dafür gesetzt,“ war Sven Blusch, Leiter BMW Motorrad Motorsport, begeistert.

Danke an Oma, Opa und den Waldi

„Ich kann kaum in Worte fassen, wie wir uns jetzt fühlen,“ meinte Reiterberger zwar völlig platt, aber dennoch kraftvoll nach dem Rennen. „Ich bin allen so dankbar. Seit ich als vierjähriger Bub mit diesem Sport angefangen habe, war mein einziger Traum, irgendwann einmal Weltmeister zu werden. Jetzt haben wir es endlich geschafft. Ich danke allen, die mir die ganzen Jahre immer den Rücken gestärkt haben, die mich aufgefangen, unterstützt und immer wieder ermutigt haben, weiter an meinem Ziel festzuhalten, vor allem meinen Eltern, aber auch meinen Freunden, der ganzen Familie, meinen Unterstützern, Sponsoren und Helfern und allen, die ein Teil dieses Traums sind. Den Weltmeistertitel möchte ich ihnen allen, aber besonders meinen Großeltern und Waldi widmen. Danke.“

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek