Mittwoch, 16. September 2026

Euro Moto Superbike: Yamaha muss in Hockenheim Drehzahl senken

Yamaha muss zum Saisonfinale in Hockenheim die Drehzahl reduzieren
Foto: Jens Hawrda

Nach den EURO MOTO Superbike-Rennen auf dem Nürburgring ist der dritte Performance-Checkpint der Saison erreicht. Ziel dieser Bewertung ist die fortlaufende Beobachtung der Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Hersteller. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Arbeit der Safety/Technical/Sporting Commission, kurz CSTS.

Die Auswertung bringt für das große Hockenheim-Finale zwei konkrete Konsequenzen: Yamaha muss die maximale Drehzahl reduzieren, Honda erhält dagegen die Freigabe für die Verwendung des Kit-Nockenwellensets.

Der Performance Checkpoint wird gemäß des Technischen Reglements der EURO MOTO Superbike durchgeführt. Grundlage ist jeweils das bestplatzierte Motorrad jeder Marke pro Rennen bei trockenen Bedingungen.

Performance Points im Vergleich

Nach jeweils vier Rennen werden die Performance Points im Rahmen eines Performance Checkpoints analysiert. Dadurch ergeben sich in einer Saison in der Regel drei Checkpoints. Zeigt ein Hersteller eine Überperformance durch einen Vorsprung von mindestens neun Performance Points, werden durch die CSTS entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Bei Motorradmodellen, die bereits mit Concession Parts unterwegs sind, können diese aberkannt und/oder die Drehzahl reduziert werden. Bei Motorradmodellen ohne verfügbare Concession Parts kann die Drehzahl reduziert werden. Der Umfang der Maßnahmen richtet sich dabei nach dem Ausmaß der festgestellten Überperformance.

Auch am anderen Ende des Performance-Feldes gibt es eine Regelung: Motorradmodelle, die zum Performance Checkpoint mindestens 24 Performance Points hinter dem Motorradmodell mit den meisten Performance Points liegen, können nach Analyse durch die CSTS Concession Parts zur Verwendung zugesprochen bekommen.

Yamaha muss runter, Honda darf nachlegen

­Yamaha weist nach den Nürburgring-Rennen einen Vorsprung von 10 Performance Points auf. Honda liegt dagegen 24 Performance Points zurück. Damit ist das Tätigwerden der CSTS in Bezug auf die Performance-Faktoren erforderlich.

Für das Hockenheim-Finale vom 25. bis 27. September gelten deshalb folgende Anpassungen:

Für die Motorräder der Marke Yamaha wird eine maximale zulässige Drehzahl von 14.500 Umdrehungen/Minute festgelegt. Das sind 300 Umdrehungen weniger als bisher genutzt. Für Honda wird die Verwendung des Kit-Nockenwellensets freigegeben. Die Spezifikation des Sets ist in der aktuellen Version der Eligible Parts List definiert.

Damit geht es beim großen EURO MOTO-Finale nicht nur um die Titelvergabe, sondern auch um die nächste Runde im technischen Wettbewerb der Hersteller.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Dienstag, 15. September 2026

Schubert Motorsport triumphiert doppelt – Wittmann bleibt im DTM-Titelrennen

Marco Wittmann, BMW #11, am Samstag Sieg, am Sonntag von Platz 16 auf Platz 6 gefahren
Foto: Jens Hawrda

Ein Wochenende mit zwei Gesichtern liegt hinter Schubert Motorsport. Am Samstag feierte die Mannschaft sowohl in der DTM am Sachsenring als auch in der Nürburgring Langstrecken-Serie auf der Nordschleife einen Sieg. Marco Wittmann machte damit einen großen Schritt im DTM-Titelkampf. Am Sonntag musste das Team dagegen in beiden Rennserien Rückschläge hinnehmen.

Der Samstag hätte für Schubert Motorsport kaum erfolgreicher verlaufen können. Am Sachsenring sicherte sich Marco Wittmann zunächst die Poleposition und verwandelte diese anschließend in einen starken Sieg. Mit der maximalen Ausbeute machte der BMW-Werksfahrer wichtige Punkte im Kampf um die DTM-Meisterschaft gut und hält seine Titelchancen vor dem Saisonfinale am Hockenheimring weiter offen. Auch Kelvin van der Linde zeigte ein starkes Rennen. Mit Platz vier verpasste er das Podium nur knapp und komplettierte damit ein überzeugendes Mannschaftsergebnis.

Fast zeitgleich gab es auch auf der Nürburgring-Nordschleife Grund zum Feiern. Schubert Motorsport gewann den achten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie. Für Jordan Pepper war es der erste NLS-Einsatz für das Team – und direkt ein Einstand mit Gesamtsieg. Damit gelangen Schubert Motorsport am Samstag innerhalb weniger Stunden Siege in zwei unterschiedlichen Rennserien.

Am Sonntag zeigte sich ein anderes Bild. Nach einem schwierigen Qualifying am Sachsenring gingen Wittmann von Startplatz 16 und van der Linde von Position sieben in das zweite DTM-Rennen. Während sich van der Linde schnell in der Spitzengruppe etablierte, arbeitete sich Wittmann aus dem hinteren Teil des Feldes kontinuierlich nach vorne.

Für van der Linde endete das Rennen nach einer unverschuldeten Kollision mit Maro Engel vorzeitig. Wittmann setzte seine Aufholjagd dagegen fort und überquerte die Ziellinie auf einem starken sechsten Platz. Damit sammelte er nach seinem Sieg am Vortag weitere wichtige Zähler für die Meisterschaft.

Auch beim neunten NLS-Lauf blieb Schubert Motorsport am Sonntag ohne zählbares Ergebnis. Der Yokohama BMW M4 GT3 EVO geriet auf eine Ölspur, rutschte von der Strecke und wurde bei dem anschließenden Unfall so stark beschädigt, dass eine Fortsetzung des Rennens nicht möglich war.

Torsten Schubert, Teamchef Schubert Motorsport: „Der Samstag war für uns wirklich außergewöhnlich – gerade am Sachsenring, der unserem BMW von seiner Charakteristik eigentlich nicht unbedingt entgegenkommt. Marco hat mit der Poleposition und dem Sieg eine starke Leistung gezeigt und ist weiterhin voll im Rennen um den Titel. Auch Kelvin war am Samstag mit Platz vier sehr stark unterwegs. Umso mehr tut es mir für ihn leid, dass er am Sonntag nach dem unverschuldeten Unfall das Rennen nicht beenden konnte. Zwei Siege an einem Tag in zwei verschiedenen Rennserien zu feiern, ist für unser gesamtes Team etwas ganz Besonderes. Jetzt richtet sich unser Blick auf Hockenheim. Marco hat weiterhin die Chance auf die Meisterschaft und wir freuen uns auf ein spannendes Finale.“

Für Schubert Motorsport endet damit ein ereignisreiches Doppelwochenende mit einem sportlich herausragenden Samstag und einem Sonntag, der die Mannschaft auf beiden Strecken forderte. In der DTM ist die wichtigste Entscheidung jedoch noch nicht gefallen.


Manthey übernimmt am Sachsenring die Führung in der DTM Fahrer- und Teammeisterschaftswertung

  • Zwei Podestplätze am Sachsenring bringen Thomas Preining an die Spitze der DTM-Fahrermeisterschaft
  • Ricardo Feller sichert Manthey mit Rang drei im Sonntagsrennen ein weiteres Podium
  • Manthey reist als Spitzenreiter der DTM-Teamwertung zum Saisonfinale nach Hockenheim

Doppelpodium am Sonntag Ricardo Feller (l.) und Thomas Preining
Foto: Manthey-Racing

Manthey blickt auf ein erfolgreiches vorletztes DTM-Rennwochenende der Saison am Sachsenring zurück. Thomas Preining (Österreich) fuhr nach Rang drei im Samstagsrennen am Sonntag auf den zweiten Platz und baute seine Podiumsserie seit Oschersleben damit auf sechs Rennen in Folge aus. Bereits nach dem zweiten Rang im Qualifying am Samstag hatte der Österreicher die Führung in der Fahrermeisterschaft übernommen. Mit den starken Rennergebnissen am Sachsenring vergrößerte er seinen Vorsprung vor dem Saisonfinale in Hockenheim auf 23 Punkte. Ricardo Feller (Schweiz) steuerte mit Platz 13 am Samstag und Rang drei am Sonntag weitere wichtige Meisterschaftszähler bei und machte im zweiten Rennen das Doppelpodium für Manthey perfekt. Wie Preining hat auch Feller in dieser Saison bislang in jedem Rennen gepunktet und rangiert mit 98 Zählern auf Rang elf der Fahrerwertung. Dank dieser konstanten Punkteausbeute übernimmt Manthey nach 16 von 18 Saisonrennen mit 282 Punkten und einem Vorsprung von 20 Zählern auf Winward Racing ebenfalls die Führung in der DTM-Teamwertung.

„Der Sachsenring war eine Achterbahnfahrt mit einem sehr positiven Ergebnis für uns. Wir konnten unsere Serie an Podestergebnissen mit Thomas fortsetzen und zudem ein Doppelpodium feiern. Das ist ein wahnsinniges Ergebnis und das Resultat einer starken Teamleistung, was sich im Meisterschaftsstand widerspiegelt. Beide Rennen am Sachsenring waren teils turbulent und spannend – definitiv eine große Show für alle Fans und sehr gute Werbung für die DTM. Am Sonntag ging es unter noch nassen Verhältnissen los und die Reifenwahl und -drücke waren absolut entscheidend. Zwei Boxenstopps je Fahrzeug haben die Spannung verstärkt. Zudem gab es viele faire, aber harte Zweikämpfe. Das Samstagsrennen war etwas ruhiger, aber auch dort spielten die Strategie und die Boxenstopps eine große Rolle und wir konnten unsere Stärken ausspielen. Zwei Podestplätze und die Übernahme der Meisterschaftsführung mit Thomas ist natürlich ein klasse Ergebnis vor dem Saisonfinale. Für Ricardo war es nach einem nicht idealen Qualifying am Samstag im Mittelfeld nicht einfach, aber er konnte noch ein Punkteergebnis erreichen. Am Sonntag hat er dann dafür mit Platz zwei im Qualifying sein Können gezeigt und wurde mit seinem zweiten Podium mit uns in der DTM belohnt. Insgesamt reisen wir sehr glücklich vom Sachsenring ab und freuen uns auf das große Finale in Hockenheim“, erklärt Patrick Arkenau, Geschäftsbereichsleiter Racing bei der Manthey Racing GmbH.

„Es ist eine außergewöhnliche Leistung des Teams, dass wir nun bereits zum dritten Mal in den vergangenen vier Jahren beim DTM-Saisonfinale in Hockenheim aktiv um die Meistertitel kämpfen. Nach einem schwierigen Saisonstart haben wir uns seit Oschersleben Schritt für Schritt zurückgearbeitet und nie aufgegeben. Dass wir nun die Führung in beiden Meisterschaften übernommen haben, ist die Belohnung für den Einsatz der gesamten Mannschaft. Auch Thomas und Ricardo haben einen großen Anteil an diesem Erfolg. Mit beiden Fahrzeugen in jedem einzelnen Rennen der Saison zu punkten, ist nicht selbstverständlich und unterstreicht die starke Arbeit aller Beteiligten. Jetzt gilt es, in der Vorbereitung und vor Ort in Hockenheim noch einmal in dieser DTM-Saison alles zu geben“, ergänzt Nicolas Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH.

Rund um das DTM-Saisonfinale auf dem Hockenheimring (8. bis 10. Oktober) erwartet Manthey ein intensiver Saisonendspurt. Zuvor stehen für das Team noch zwei Langstreckeneinsätze auf dem Programm: Zunächst reist die Mannschaft zu den 6 Hours of Fuji der FIA WEC nach Japan, ehe eine Woche vor den finalen DTM-Läufen mit Petit Le Mans in Atlanta das Saisonfinale des IMSA Michelin Endurance Cup ansteht. Mit dem an die Sprintläufe in Hockenheim anschließenden FIA-WEC-Rennen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya warten auf Manthey insgesamt vier Renneinsätze an vier aufeinanderfolgenden Wochenenden.

Stimmen zum DTM-Rennwochenende am Sachsenring

Ricardo Feller, Porsche 911 GT3 R #90: „Ein wirklich tolles Rennen am Sonntag. Es wäre cool, wenn jedes Rennen so spannend wäre, und ich freue mich sehr, dass das Team ein Doppelpodium feiern darf und wir nun die Meisterschaft anführen. Das haben sich alle sehr verdient. Ich bin auch unfassbar dankbar, dass meine Crew nach den Mittelfeldkämpfen am Samstag das Auto wieder so aufgebaut hat, dass dieses Ergebnis am Sonntag möglich war und dass sie auch nie aufhören an mich zu glauben. Ich bin stolz auf die ganze Truppe und von mir aus können wir in Hockenheim so weitermachen.“

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R #91: „Ein unfassbar starkes Wochenende für uns am Sachsenring. Besonders der zweite Platz am Sonntag bedeutet mir viel und war, im Hinblick auf die Meisterschaft, sehr wichtig. Es war außerdem mein erstes Doppelpodium mit Ricardo, was mich umso mehr freut. Es ist schwer zu glauben, dass wir nun beide Meisterschaften mit 20 Punkten anführen, nachdem wir vor Oschersleben weit zurück lagen. Ich bin unglaublich stolz auf das gesamte Manthey-Team. Die sechs Podiumsplätze in Folge und die Meisterschaftsführungen sind allein ihnen zu verdanken.“


Montag, 14. September 2026

ADAC GT4 Germany: Sonntagsrennen auf dem Sachsenring musste ausfallen

Die Möglichkeit eines Nachholtermins wird geprüft

Foto: Jens Hawrda

Der zweite Lauf der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring konnte am Sonntag aus Sicherheitsgründen und aufgrund höherer Gewalt nicht wie geplant ausgetragen werden. Beschädigte Randsteine der Streckenbegrenzung konnten auch aufgrund der regnerischen Witterung nicht kurzfristig sicher und fachgerecht repariert werden. Der ADAC wird in der kommenden Woche prüfen, ob das ausgefallene Rennen im Rahmen des Saisonfinales auf dem Hockenheimring nachgeholt werden kann.


Sonntag, 13. September 2026

DTM: Dörr überrascht mit Sieg – Preining geht als Spitzenreiter ins DTM-Finale

  • Ben Dörr gewinnt nach eindrucksvoller Leistung 14. Meisterschaftslauf
  • Tabellenführer Thomas Preining baut Vorsprung mit Platz zwei aus
  • Imposante Kulisse: 53.200 Besucher beim Rennwochenende am Sachsenring

Ben Dörr, McLaren # 25 siegt am Sonntag am Sachsenring
Foto: Jens Hawrda

Nervenstark und abgezockt – Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport) hat am Sonntag auf dem Sachsenring seinen zweiten DTM-Sieg klargemacht. Bei schwierigen Bedingungen auf anfangs feuchter Strecke setzte sich der McLaren-Pilot in Runde fünf an die Spitze und ließ sich die Führung bis ins Ziel nicht mehr nehmen. „Mit den Mischbedingungen auf der Strecke zu Beginn des Rennens bin ich super zurechtgekommen. In der Schlussphase wurde es nochmal eng, als Thomas Preining mit frischen Reifen dicht hinter mir war. Insgesamt war es ein richtig starker Auftritt von uns und eines der besten Rennen meiner Karriere“, freute sich Dörr. Tabellenführer Thomas Preining (A/Manthey) fuhr als Zweiter zum sechsten Mal in Folge auf das Podium. Der Österreicher baute damit seinen Vorsprung vor dem Finale in Hockenheim auf 23 Punkte aus. Sein Teamkollege Ricardo Feller (CH) belegte Rang drei und stand zum zweiten Mal in dieser Saison auf dem Treppchen. Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) erlebte einen bitteren Nachmittag: Der Gesamtzweite erhielt nach dem Rennen eine 15-Sekunden-Strafe und blieb damit ohne Punkte. Zum vorletzten DTM-Wochenende am Sachsenring kamen 53.200 Besucher. Die Fans erlebten vor allem Sonntag ein turbulentes Rennspektakel mit zahlreichen Duellen und Positionswechseln.

Keyfacts, Sachsenring, Hohenstein-Ernstthal, Saisonrennen 14 von 16

  • Streckenlänge: 3.645 Meter
  • Wetter: 18 Grad, bewölkt
  • Pole-Position: Maro Engel (Mercedes-AMG Team Ravenol, Mercedes-AMG GT3 #80), 1:26,307 Minuten
  • Sieger: Ben Dörr (Dörr Motorsport, McLaren 720S GT3 Evo #25)
  • Schnellste Runde: Finn Wiebelhaus (HRT Ford Racing, Ford Mustang GT3 #64), 1:19,414 Minuten

Vor dem Start zum 14. Meisterschaftslauf am Sonntag auf dem Sachsenring hatte die Reifenwahl höchste Priorität. Trotz teilweise nasser Fahrbahn entschieden sich die meisten Fahrer für den Pirelli-Slick – die richtige Entscheidung, wie sich nach kurzer Zeit herausstellte. Doch zu Beginn übernahm Bastian Buus (DK/Land-Motorsport), der von Position fünf aus mit Regenreifen ins Rennen gegangen war, die Führung. Es folgte Pole-Setter Engel vor Dörr, der einen Platz gutmachen konnte. In Runde fünf attackierte Dörr: Der McLaren-Pilot zog zunächst an Engel, dann an Buus vorbei, der anschließend auf abtrocknender Strecke zurückfiel. Hinter dem Führungsduo rückten Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport), Preining und Feller auf die Plätze drei bis fünf vor. Vor dem ersten Pflicht-Boxenstopp hatte Spitzenreiter Dörr einen Vorsprung von über zehn Sekunden, den er danach weiter ausbaute. Porsche-Werksfahrer Preining kletterte auf Rang zwei, gefolgt von Feller und Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing), der sich im Ferrari 296 GT3 Evo um zehn Positionen verbessert hatte.

Nach dem zweiten Reifenwechsel blieb Dörr souverän vorn, ehe das Safety-Car kurz vor Schluss gleich zweimal in kurzen Abständen ausrückte. Zunächst kollidierten Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter) und Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) miteinander – beide mussten das Rennen vorzeitig beenden. Danach schob Engel den vor ihm auf Rang fünf liegenden van der Linde in den Kies, was für den Tabellenzweiten eine nachträgliche 15-Sekunden-Strafe zur Folge hatte. Obwohl Spitzenreiter Dörr durch den Safety-Car-Einsatz seinen großen Vorsprung einbüßte, blieb er nach dem Re-Start cool und wurde nach 39 Runden als Sieger abgewunken. Preining, Feller und Cairoli folgten auf den Positionen zwei bis vier. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf) kämpfte sich von Rang acht auf Platz fünf vor.

Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) gelang eine eindrucksvolle Aufholjagd. Der BMW-Pilot machte zehn Positionen gut und wurde Sechster. Thierry Vermeulen (NL) kam im zweiten Ferrari 296 GT3 Evo von Emil Frey Racing auf Rang sieben ins Ziel. Als bester Lamborghini-Fahrer sicherte sich Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) Platz acht. Buus steuerte seinen Porsche 911 GT3 R auf Position neun. Maximilian Paul (TGI Team by GRT) zeigte an seinem ersten Rennwochenende nach seinem Unfall am Norisring eine starke Vorstellung. Als 18. gestartet belohnte sich der Dresdner mit Rang zehn.

Weitere Stimmen zum Rennen

Thomas Preining: „Nach einem durchwachsenen Qualifying so zurückzuschlagen, ist Weltklasse! Ich konnte mich schon im ersten Rennabschnitt bei schwierigen Mischbedingungen um mehrere Plätze verbessern. Dazu kamen zwei super Boxenstopps. In der Schlussphase wurde es nochmal hektisch, nach beiden Safety-Car-Phasen konnte ich aber meinen zweiten Platz verteidigen.“

Ricardo Feller: „Dieses Ergebnis tut nach einer schwierigen Saison für mich richtig gut. Wir haben über die Saison eine gute Entwicklung gemacht, konnten uns aber nicht mit Ergebnissen belohnen. Die Zuschauer auf den Tribünen haben ein spannendes Rennen gesehen. Das werde ich mir auf jeden Fall nochmal im Re-Live anschauen.“

Ergebnis, 14. Meisterschaftslauf, Sachsenring (Top-Five)

1. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport)

2. Thomas Preining (A/Manthey), +1,219 Sekunden

3. Ricardo Feller (CH/Manthey), +2,021 Sekunden

4. Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing), +2,293 Sekunden

5. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +3,565 Sekunden


Fahrerwertung nach 14 von 16 Meisterschaftsläufen 

1. Thomas Preining (A/Manthey), 197 Punkte

2. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), 174 Punkte

3. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), 173 Punkte