Donnerstag, 13. August 2026

DTM: Bortolotti verliert Sieg vom Sonntagsrennen in Oschersleben

Neues Ergebnis Oschersleben Rennen 2

Mirko Bortolotti wird sein historischer Sieg vom Sonntagsrennen in Oscherleben aberkannt
Foto: Jens Hawrda


Für den zehnten Wertungslauf der DTM am 26. Juli 2026 in der Motorsport Arena Oschersleben gibt es nachträglich ein neues Rennergebnis. Im Anschluss an das Rennen wurden bei der technischen Nachkontrolle verschiedene Fahrzeugteile weitergehend untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass am erstplatzierten #63 Lamborghini Temerario GT3 des TGI Team by GRT ein Radlager verwendet wurde, das nicht der DTM-Homologation entsprach. Infolgedessen ist das Fahrzeug am 13. August von den Sportkommissaren des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) disqualifiziert worden. Alle nachfolgend platzierten Fahrzeuge rücken entsprechend auf.

Maro Engel (Mercedes-AMG Team Ravenol) wird damit im Mercedes-AMG GT3 als Sieger des Sonntagsrennens in Oschersleben gewertet. Thomas Preining (Manthey) rückt auf den zweiten Platz vor. Marco Wittmann (Schubert Motorsport) wird im BMW M4 GT3 als Drittplatzierter geführt.

Das TGI Team by GRT hat angekündigt, gegen die Entscheidung der Sportkommissare eine Berufung einzulegen.


DTM Kalender 2027 veröffentlicht

Alpen-Auftakt, Stadtspektakel und Nordsee-Action

Drei Länder, acht Rennwochenenden, 16 Meisterschaftsläufe: Die DTM hat ihren Rennkalender für das Jahr 2027 veröffentlicht und startet auf dem Red Bull Ring präsentiert von der VKB-Bank in die Saison.

Foto: Jens Hawrda

Neben dem Formel-1-Kurs in Österreich ist der niederländische Circuit Zandvoort die zweite Auslandsstation. Hinzu kommen sechs renommierte Rennstrecken in Deutschland. Das Finale wird traditionell auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg ausgetragen. Zwischen Auftakt und Saisonabschluss liegen damit knapp sechs Monate voller Motorsport-Action. Sämtliche 16 Rennen werden 2027 live bei ProSieben im frei empfangbaren Fernsehen übertragen. Der Ticketvorverkauf für die DTM 2027 startet am 11. Oktober, dem Finaltag der diesjährigen DTM.

Vor der beeindruckenden Kulisse der steirischen Alpen beginnt vom 23. bis 25. April 2027 eine neue Jagd nach dem Titel. Nach seiner erfolgreichen Premiere als Saisonauftakt in diesem Jahr empfängt der Red Bull Ring erneut die ersten beiden Meisterschaftsläufe und verspricht Motorsport vor atemberaubender Bergkulisse. Nur zwei Wochen später gastiert die DTM vom 7. bis 9. Mai in der Motorsport Arena Oschersleben. Auf dem technisch anspruchsvollen Kurs bei Magdeburg sind Präzision und Konstanz besonders gefragt.

Mit dem Dekra Lausitzring steht vom 18. bis 20. Juni die nächste Herausforderung an. Anschließend wartet eines der absoluten Saison-Highlights: Der Norisring verwandelt Nürnberg vom 2. bis 4. Juli erneut in die DTM-Hauptstadt. Deutschlands einziger Stadtkurs begeistert Jahr für Jahr mit seiner einzigartigen Atmosphäre, vollen Tribünen und spektakulären Rad-an-Rad-Duellen zwischen Leitplanken und Betonmauern.

Mit dem Dekra Lausitzring steht vom 18. bis 20. Juni die nächste Herausforderung an. Anschließend wartet eines der absoluten Saison-Highlights: Der Norisring verwandelt Nürnberg vom 2. bis 4. Juli erneut in die DTM-Hauptstadt. Deutschlands einziger Stadtkurs begeistert Jahr für Jahr mit seiner einzigartigen Atmosphäre, vollen Tribünen und spektakulären Rad-an-Rad-Duellen zwischen Leitplanken und Betonmauern.

Mitten im Hochsommer zieht es die DTM vom 6. bis 8. August an die niederländische Nordseeküste. Der Circuit Zandvoort, eingebettet in die Dünenlandschaft direkt am Meer, bildet die Bühne für die Saisonrennen neun und zehn. Die entscheidende Phase im Titelkampf beginnt nur zwei Wochen später am Nürburgring. Vom 20. bis 22. August gastiert die Serie in der Eifel, bevor der Sachsenring vom 24. bis 26. September das letzte Kapitel vor dem Saisonhöhepunkt aufschlägt.

Wenn die DTM vom 8. bis 10. Oktober auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg zum Finale antritt, steht alles auf dem Spiel. Auf dem traditionsreichen Grand-Prix-Kurs fällt die Entscheidung im Titelkampf, dort werden Helden geboren und die DTM-Meister 2027 gekrönt.

"Die volle Begeisterung auf den Tribünen zeigt: Die DTM ist auf Erfolgskurs und hat eine hohe Anziehungskraft für die Besucher. In den ersten fünf Events in diesem Jahr hatten wir einen Besucherzuwachs von 13%. Diesen Schwung wollen wir mit in die Saison 2027 nehmen und setzen auf die bewährten und bei den Besuchern beliebten Austragungsorte, variieren aber die Reihenfolge. Mit acht hochkarätigen Rennwochenenden, traditionsreichen Rennstrecken und einer ausgewogenen Mischung aus nationalen Highlights und internationalen Gastspielen bieten wir Fans, Teams und Partnern erneut einen Kalender auf Top-Niveau", sagt ADAC Motorsportchef Thomas Voss.

DTM - Kalender 2027

23.04.–25.04.2027 – Red Bull Ring (A) präsentiert von VKB-Bank

07.05.–09.05.2027 – Motorsport Arena Oschersleben

18.06.–20.06.2027 – Dekra Lausitzring

07.02.–07.04.2027 – Norisring

06.08.–08.08.2027 – Zandvoort (NL)

20.08.–22.08.2027 – Nürburgring

24.09.–26.09.2027 – Sachsenring

08.10.–10.10.2027 – Hockenheimring Baden-Württemberg

Zurück in der Erfolgsspur: Emil Frey Racing peilt starke Ergebnisse beim DTM-Lauf am Nürburgring an

Thierry Vermeulen, Ferrari #69
Foto: Jens Hawrda

Für den sechsten Lauf der DTM-Saison 2026 reist Emil Frey Racing an den Nürburgring, und das Schweizer Team trägt dabei besonders gute Erinnerungen im Gepäck: Im vergangenen Jahr platzte dort der Nürburgring-Fluch und das Team feierte seinen ersten DTM-Doppelsieg. Mit Matteo Cairoli und Thierry Vermeulen will Emil Frey Racing an diese starke Leistung anknüpfen. Der Nürburgring, mitten in der Eifel gelegen, ist wohl Deutschlands bekannteste Rennstrecke. Auch wenn die DTM die Kurzanbindung auf dem Grand-Prix-Kurs fährt, ist das Wochenende eines der Highlights im DTM-Kalender und verspricht in dieser entscheidenden Phase der Saison hochklassigen Motorsport vor einem leidenschaftlichen Publikum.

Die vergangenen zwei Rennwochenenden haben Emil Frey Racing vor Herausforderungen gestellt. In Oschersleben fehlte trotz starker Boxenstopps die nötige Pace, um vorne mitzufahren, während das Wochenende in Magny-Cours von Beginn an durch Balanceprobleme geprägt war. Das Team hat seitdem in der Rennwerkstatt in Safenwil die Daten gründlich analysiert und geht mit neuen Erkenntnissen an den Nürburgring. Matteo Cairoli, der zuletzt in Oschersleben seine Rückkehr an die Strecke nach acht Jahren feierte und trotz schwieriger Bedingungen kämpferisch blieb, hat am Nürburgring klare Ambitionen. Teamkollege Thierry Vermeulen will ebenfalls in beiden Rennen möglichst viele Punkte einfahren.

Gefahren wird am Nürburgring die kurze Variante der Grand-Prix-Strecke. Diese verspricht viel Action im technischen Teil der AMG-Arena, beim Anbremsen der Kurzanbindung sowie bei Überholmanövern aus dem Windschatten vor der Veedol-Schikane. Ein Kurs, der sowohl fahrerisches Können als auch präzise Fahrzeugabstimmung belohnt.

In der Teamwertung liegt Emil Frey Racing auf Platz 3 mit 160 Punkten. Der Rückstand auf das führende Winward Racing beträgt 45 Punkte. Der sechste von insgesamt acht Saisonläufen am Nürburgring bietet die nächste Möglichkeit, wieder Boden gutzumachen.

Fahrerstimmen zum kommenden Rennwochenende am Nürburgring

Matteo Cairoli (Italien)

„Ich hoffe, dass sich die Situation ab dem Nürburgring ändern wird. Ich bin nach wie vor noch sehr motiviert, da wir bereits starke Ergebnisse hatten. Ich habe volles Vertrauen in die Mannschaft von Emil Frey Racing, und wir müssen nun alle am gleichen Strang ziehen, um weiter um die Meisterschaft kämpfen zu können. Sicherlich wird es nicht einfach, aber ich hoffe, wir sind wieder dort, wo wir hingehören - nämlich auf die Spitzenplätze.“

Thierry Vermeulen (Niederlande)

„Ich freue mich schon sehr auf die DTM am Nürburgring, da es sich ein bisschen wie ein Heimrennen anfühlt, da der Ring nicht weit von der holländischen Grenze liegt. Die Kurzanbindung ist immer ein spannendes Streckenlayout und es kommen immer zahlreiche Fans. Wir hatten zuletzt ein paar sehr schwierige Rennen und klar ist es etwas frustrierend. Umso wichtiger ist es nun, dass wir besonders den Mechanikern endlich mal ein gutes Ergebnis liefern, denn sie arbeiten so hart die ganze Zeit.“

Mittwoch, 12. August 2026

Euro Moto Superbike: Geiger schwenkt um und will die Belohnung

Dirk Geiger will 2027 für Yamaha Superbike fahren
Foto: Jens Hawrda

Die ersten Tests sind vollzogen und Dirk Geiger hat seine Team Apreco-Chefin Corine Brandhorst sprachlos gemacht. Er steigt in der EURO MOTO-Saison 2027 in die Superbike-Klasse auf. Der momentane Titelfavorit aus der Supersport-Kategorie tritt dann als zweiter Yamaha R1-Fahrer neben Twan Smits an.

Corine Brandhorst ist noch immer überrascht: „In meinem Drei- bis Fünfjahresplan für die Weiterentwicklung des Teams war es immer vorgesehen, irgendwann mit zwei Motorrädern in der Superbike-Klasse anzutreten. Was allerdings nicht Teil meines Plans war, war der Aufstieg von Dirk Geiger. Er und Lennox Lehmann haben sich als sehr starkes Team erwiesen und ich hätte beide gerne auch 2027 wiederzusammen in der Supersport-Klasse gesehen. Für 2028 ist der Schritt in die World Supersport-WM geplant.“

Offensichtlich bestand von mehreren Fahrern Interesse, die nächsten zwei Jahre an der Seite von Twan zu verbringen. Brandhorst erszählt: „Gemeinsam mit Yamaha haben wir eine Shortlist mit drei Fahrern erstellt, die ich anschließend mit meinem Team und unseren Fahrern besprochen habe. Als ich mich mit Dirk zusammensetzte, fragte er mich am Ende unseres Gesprächs: ‚Warum zieht ihr mich eigentlich nicht in Betracht?‘ Für einen Moment war ich sprachlos, denn Dirk hatte zuvor nie Interesse an der Superbike-Klasse gezeigt und war immer vollständig darauf fokussiert, in die World Supersport aufzusteigen.“

In den vergangenen Monaten hat Geiger die R1 GYTR mehrfach getestet und zusätzlich an zwei Läufen zur FIM Endurance World Championship teilgenommen. Yamaha jetzt einen Entwicklungsplan für beide Fahrer erarbeitet. Brandhorst umreißt das Ziel ganz klar: „Wir wollen innerhalb der kommenden zwei Jahre den EURO MOTO Superbike-Titel ins Team Apreco und zu Yamaha holen.

Auch die Belohnung für den Fahrer, der diesen Titel holt, ist klar: Sobald der Titel wieder bei Yamaha ist, ist der nächste Schritt in seiner Karriere bereits gesichert.“

Dirk Geiger erklärt seinen Wechsel so: „Seit ich Twan während der Wintertests und beim ersten Rennwochenende am Sachsenring auf der R1 gesehen habe, war ich extrem beeindruckt von diesem Motorrad. Und sind wir ehrlich: Sie ist aktuell definitiv eines der coolsten Bikes im gesamten Feld!“

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

DTM: Interview mit Nicki Thiim

  • Nicki Thiim im Interview: Titelkandidat, Charakterkopf und Nürburgring-Kenner
  • Aston-Martin-Pilot erklärt, warum das Vertrauen ins Auto den Unterschied macht
  • „Für den Traum von der DTM habe ich meinen Namen und Ruf aufs Spiel gesetzt“

Nicki Thiims großer Traum: beim Finale in Hockenheim um den Titel kämpfen
Foto: ADAC-Motorsport

Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) reist als Tabellenzweiter und einer der Titelkandidaten zum Nürburgring. Der Traditionskurs in der Eifel ist für den Werksfahrer von Aston Martin weit mehr als nur die nächste Station im engen Meisterschaftskampf. Vor dem sechsten Saisonstopp (14. bis 16. August) spricht Thiim über seine besondere Verbindung zum Nürburgring, das entscheidende Vertrauen ins Fahrzeug und den Umgang mit Rückschlägen.

Nicki, mit welchem Gefühl reist du an den Nürburgring?

Ich bin vor allem unglaublich glücklich und stolz auf das, was wir bislang als Team erreicht haben. Comtoyou Racing ist ein vergleichsweise kleines Team und bestreitet erst die zweite DTM-Saison. Trotzdem haben wir bisher nahezu fehlerfrei gearbeitet. Dass wir als Tabellenzweiter zum Nürburgring reisen und überhaupt über den Titel sprechen können, ist etwas, wovon wir vor der Saison geträumt haben. Natürlich ist es noch zu früh, um zu viel darüber nachzudenken. Aber klar ist auch: Wenn man Zweiter in der Meisterschaft ist, gehört man zu den Kandidaten.

Was macht den Nürburgring so besonders?

Rund um den Nürburgring wird Motorsport gelebt. Man muss nur in die kleinen Orte in der Eifel fahren. Fast jeder Mensch dort hat irgendeinen Bezug zum Rennsport. Die gesamte Region ist vom Motorsport geprägt und ist genau dafür weltweit bekannt. Dazu fahren fast alle DTM-Piloten dort mehr Runden als auf jeder anderen Strecke, weil viele regelmäßig in der Nürburgring Langstrecken-Serie und beim 24-Stunden-Rennen antreten.

Was zeichnet die Sprintstrecke am Nürburgring aus?

Die kurze Variante ist gerade für die Fans schön, weil sie die Autos sehr häufig sehen. Für uns Fahrer ist der Kurs eine gute Mischung aus engen Kurven und schnellen Passagen. In der Mercedes-Arena ist es besonders knifflig, weil bereits die erste Kurve beeinflusst, wie man durch den gesamten ersten Sektor bis zur fünften Kurve kommt. Danach folgen einige schnelle Passagen und die Schikane, über die man richtig schön drüberballern kann. Das sieht im Fernsehen gut aus und macht auch im Auto viel Spaß. Dazu ist die Schikane schwieriger zu fahren, weil man sie wirklich perfekt treffen muss. Genau das liebe ich an der DTM: Wir fahren häufig andere Streckenvarianten als in vielen weiteren Rennserien.

Wie erklärst du dir deine starke Saison?

Die Antwort ist für mich relativ einfach: Ich sitze endlich in einem Auto, in dem ich mich wie zu Hause fühle. Ich wollte in meiner gesamten Karriere unbedingt DTM fahren und wusste, dass die ersten Jahre intensiv werden würden. SSR Performance und Abt Sportsline haben mir damals die Möglichkeit gegeben, wofür ich sehr dankbar bin. Mir war aber auch klar, dass es als Aston-Martin-Werksfahrer in einem Lamborghini schwierig sein würde, auf Augenhöhe mit jemandem wie Mirko Bortolotti zu fahren. Aber ich bin ein Mensch, der Herausforderungen liebt. Ich habe meinen Namen und meinen Ruf aufs Spiel gesetzt, weil ich mir unbedingt meinen Kindheitstraum von der DTM erfüllen wollte.

Warum ist das Vertrauen ins Fahrzeug so entscheidend?

Als Rennfahrer muss vieles instinktiv passieren. Sobald man im Auto zu viel darüber nachdenkt, was in der nächsten Kurve passieren könnte, wird man automatisch langsamer und hält ein wenig zurück. Den Aston Martin kenne ich in- und auswendig. Genau dieses Vertrauen braucht man in der DTM, weil das Feld unglaublich eng zusammenliegt. Man muss die entscheidenden ein oder zwei Zehntelsekunden herausquetschen. Im Qualifying muss man teilweise über das Limit gehen und genau wissen, wie das Fahrzeug dann reagiert. Ohne dieses Gefühl hat man in der DTM keine Chance.

Was denkst du über Kritiker, die dich vor der Saison eher als Entertainer und weniger als Siegfahrer gesehen haben?

Im Endeffekt ist mir das egal. Wenn man die Meinungen von außen nicht ertragen kann und keinen Umgang damit findet, braucht man gar nicht erst anzufangen. Das ist das Schöne am Sport: Im Profibereich spielt sich sehr viel im Kopf ab. Entscheidend ist, dass man selbst an sich glaubt. Ich habe in den vergangenen Jahren auch außerhalb der DTM einige große Rennen gewonnen, zum Beispiel die 24 Stunden von Spa. Aber natürlich macht mir diese DTM-Saison besonders viel Spaß. Jetzt kann ich zeigen, dass ich zu den Top-Fahrern gehöre.

Du gehörst zu den markantesten Charakteren der DTM. Warst du schon immer so?

Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der viele Rennfahrer starke Persönlichkeiten waren. Mein Vater gehörte genauso dazu wie Roberto Ravaglia, Johnny Cecotto oder Nicola Larini. Auch die Actionfilme der 1980er- und 1990er-Jahre lebten von prägnanten Charakteren. Wahrscheinlich bin ich eine Mischung aus all diesen Typen. Ich bin glücklich, dass ich bei Aston Martin genauso sein darf, wie ich bin. Gleichzeitig freue ich mich, dass meine Art bei vielen Fans gut ankommt.

Was erwartest du für die Schlussphase im Titelkampf?

Maro Engel hat sich einen kleinen Vorsprung erarbeitet und ist in diesem Jahr unglaublich konstant. Wer nach dem Nürburgring noch vorne dabei ist, wird wahrscheinlich bis zum Schluss um den Titel kämpfen. Ich gehe davon aus, dass beim Finale mindestens drei oder vier Fahrer Chancen auf die Meisterschaft haben werden. Gleichzeitig bin ich davon überzeugt, dass wir auf dem Nürburgring wieder vorne mitfahren können.

Dein Vater Kurt weiß, wie man einen DTM-Titel gewinnt. Wie verfolgt er die Saison?

Mein Vater freut sich über meine guten Rennen wie kaum ein anderer. Er war zu seiner Zeit ebenfalls ein Publikumsliebling in der DTM, als Typ aber etwas introvertierter. Typisch skandinavisch eben. Wir tauschen uns über viele Dinge aus, auch wenn der Motorsport damals komplett anders war als heute. Ich freue mich sehr, dass er am Nürburgring erstmals in dieser DTM-Saison vor Ort sein wird. Mein großes Ziel ist, beim Finale in Hockenheim um den Titel zu kämpfen und ihn auch dort als Zuschauer dabeizuhaben.