Samstag, 26. September 2026

Euro Moto Superbike: Reiterberger auf Pole und Entsetzen bei Ducati

Markus Reiterberger fährt am Hockenheimring auf Pole
Foto: Jens Hawrda

Der frischgebackene Langstrecken-Weltmeister legt beim EURO MOTO Superbike-Finale in Hockenheim gleich nach: Markus Reiterberger startet von der Pole Position in die beiden Sonntagsrennen. Der BMW-Pilot aus Obing setzte sich in der Superpole 2 mit 1:24,198 Minuten an die Spitze und verwies Marcel Schrötter (BMW) um 0,144 Sekunden auf Platz zwei. Titelverteidiger Lukas Tulovic (Ducati) erwischte es dagegen kalt: Disqualifikation.

Für Schrötter ist die zweite Startposition mehr als nur eine gute Ausgangslage. Der BMW-Fahrer hält damit seine Titelchance am Leben. 34,5 Punkte liegt er hinter Tulovic, der seinen Vorsprung allerdings erst einmal ins Ziel bringen muss.

Der Ducati-Fahrer stürzte in der Superpole 2, schaffte es anschließend aber noch aus eigener Kraft zurück an die Box, um mit der Panigale V4R nach einem Reifenwechsel nochmals durchzustarten. Mehr als Startplatz sechs war nach dem Zwischenfall nicht drin. Nach der Session erfolgte die Disqualifikation. Tulovic hatte die Ducati 106 Umdrehungen pro Minute über dem zulässigen Drehzallimit bewegt. Erlaubt sind maximal 15.600/min. Eine Toleranz wird nicht eingeräumt.

Das Ergebnis der Superpole 2 wurde Tulovic demzufolge gestrichen und er wurde ans Ende des Superpole 2-Feldes gesetzt. Der Baden-Württemberger startet somit von Platz neun.

Tulos Vorsprung in der Meisterschaft ist sehr komfortabel, aber jetzt ist ein Druck entstanden, dem das Nervenkostüm des 26-Jährigen standhalten muss. Der Titel liegt nicht mehr auf dem Silbertablett.

Nur Tulovic, Schrötter, Jan-Ole Jähnig (BMW) und Milan Merckelbagh (BMW) sind bisher in allen Rennen ins Ziel gekommen und haben auch gepunktet. Jähnig steht dieses Jahr zum zweiten Mal in der ersten Startreihe und kämpft um den ersten Podiumsplatz in der Saison. Merckelbagh hat hingegen wenig Freude an seiner Position. Der Niederländer startet vom vorletzten Platz neben Tulovic.

Florian Alt nimmt als einziger Honda-Fahrer im Feld den vierten Startplatz ein. Nach den Nürburgring-Rennen war der dritte Performance-Checkpoint der Saison erreicht. Für Honda wurde nach der Analyse der Daten die Verwendung eines Kit-Nockenwellensets freigegeben, um in Hockenheim konkurrenzfähig zu sein. Teamchef Jens Holzhauer verzichtete auf das Angebot: „In der Kürze war das nicht umsetzbar.“

Hannes Soomer (BMW), Leon Orgis (BMW) und Balint Kovács (Ducati) hatten sich über die Superpole 1 für den Kampf um die besten Startplätze qualifiziert. Sie stehen geschlossen in der dritten Reihe.

Vielversprechend verläuft die Zusammenarbeit zwischen BCC-Teamchef Andreas Gerlich und Gastfahrer Martin Vugrinec (BMW). Aus der kurzzeitigen Affäre könnte 2027 eine permanente Verbindung entstehen. Die ersten Gespräche haben stattgefunden.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Euro Moto Sportbike: Bijman siegt und vertagt die Titelentscheidung

Ruben Bijman (Team Freudenberg Paligo Racing) 
Foto: Jens Hawrda

Ruben Bijman (Freudenberg Paligo Racing) hält den Titelkampf in der EURO MOTO Sportbike bis zum letzten Rennen der Saison offen. Der Niederländer gewann am Samstag das erste Rennen in Hockenheim vor seinem Teamkollegen und Meisterschaftsleader Stepan Zuda. Tobias Kitzbichler komplettierte das Podium. Vor dem großen Finale am Sonntag trennen Zuda und Bijman noch 23 Punkte.

Dabei erwischte zunächst Zuda den besseren Start. Von Position zwei zog der Tscheche an Polesetter Bijman vorbei und bog als Führender in die erste Kurve ein. Auch Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) zog mit und setzte sich zunächst auf Rang zwei. Doch Bijman sortierte sich schnell wieder direkt hinter Zuda ein. Die beiden Titelanwärter legten vorne eine hohe Pace vor und zogen das Feld langsam auseinander.

Bijman dreht auf

Für Bijman war der erste Teil des Rennens anders als erwartet. Sein Plan war es, schnell vorn weg zu fahren. Jedoch hatte Zuda etwas dagegen und hielt den Niederländer auf. „Der erste Teil des Rennens war nicht einfach, da Zuda sehr stark performte. Aber ab der Rennmitte konnte weiter an meiner Pace festhalten und erlangte in führungliegend meinen Rhythmus zurück. Das Bike ist im Moment richtig stark und ich fühle mich einfach nur richtig gut darauf“, sagte Bijman.

Im letzten Renndrittel drehte der Niederländer noch einmal den Hahn auf. Zuda blieb dran, musste mit Blick auf die Meisterschaft aber auch das Risiko im Auge behalten. Nach 13 Runden gewann Bijman mit 1,512 Sekunden Vorsprung und feierte seinen vierten Saisonsieg. Mit 1:31,717 Minuten fuhr er außerdem die schnellste Rennrunde.

Zuda nimmt wichtige Punkte mit

Zuda hatte zunächst versucht, das Rennen von vorne zu kontrollieren. Als die Reifen nachließen, wollte er jedoch nicht alles auf eine Karte setzen. „Ich wollte von Anfang an vorne bleiben und schauen, ob ich die Pace halten kann. Als die Reifen nachließen, wurde mir das Risiko irgendwann zu groß. Danach ging es darum, meine Pace zu halten und keinen unnötigen Fehler zu machen. Natürlich habe ich trotzdem gehofft, dass Ruben vielleicht noch einen Fehler macht“, erklärte Zuda. Mit Rang zwei zeigte sich der Tscheche zufrieden. Den Podestplatz widmete er seinem verstorbenen besten Freund Troy Beinlich. Vor dem letzten Saisonrennen am Sonntag führt Zuda die Meisterschaft nun mit 23 Punkten Vorsprung auf Bijman an.

Kitzbichler kämpft mit losem Visier

Kitzbichler hielt sich auf Rang drei und musste sich dabei nicht nur gegen Tom Kuil (RT Motorsports) wehren. Starker Wind und ein loses Visier machten ihm das Leben zusätzlich schwer. „Es war durch den Wind ein schwieriges Rennen. Mein Visier ist nicht richtig eingerastet gewesen, weshalb er offen stand. Dadurch konnte ich teilweise kaum richtig sehen. In der letzten Runde habe ich noch einmal alles gegeben und sogar meine beste Zeit gefahren. Ich bin sehr glücklich über den dritten Platz“, sagte der Österreicher.

Mit 1:31,724 Minuten gelang ihm tatsächlich in der letzten Runde seine persönliche Bestzeit. Kuil folgte knapp dahinter auf Rang vier. Daniel Mogeda (RT Motorsports Honda) brachte die Honda CBR600RR bei ihrem Testeinsatz auf Platz fünf ins Ziel.

Turbulenzen im Feld

Weiter hinten gab es mehrere Ausfälle. Jay-Jay den Hoed (Team SWPN) stürzte in Runde sechs und musste das Rennen aufgeben. Der Niederländer wurde anschließend im Medical Center untersucht und vorerst für unfit erklärt. Ob er am Sonntag wieder starten kann, ist damit zunächst offen.

In Runde neun kamen Maksymilian Palmowski (SP Race Project) und Kyano Schoo (Team SWPN) vor der Osttribüne zu Fall. Für beide war das Rennen ebenfalls beendet. Für das niederländische SWPN Team um Frank Brouwer hieß es Doppelausfall.

Rick Kooistra (SRTD Pearle Gebben) erhielt nach einem Frühstart zunächst eine Long Lap Penalty. Diese ignorierte er jedoch, weshalb er eine Durchfahrtsstrafe angezeigt bekam. Nachdem auch diese nicht absolviert wurde, bekam er die schwarze Flagge und wurde disqualifiziert.

Damit fällt die Entscheidung um den Sportbike Titel tatsächlich erst im allerletzten Rennen der Saison. 23 Punkte trennen Zuda und Bijman vor dem Finale am Sonntag, das um 12:20 Uhr ausgetragen wird und auch live im Stream verfolgt werden kann.

EURO MOTO Sportbike, Rennen 1

  1. Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
  2. Stepan ZUDA (#23/CZE), Triumph Daytona 660
  3. Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS660
  4. Tom KUIL (#55/NLD), Triumph Daytona 660
  5. Daniel MOGEDA (#G88/ESP), Honda CBR600RR
  6. Kiyano VEIJER (#53/NLD), Triumph Daytona 660
  7. Julian VAN KALKEREN (#34/NLD), Triumph Daytona 660
  8. Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
  9. Ty HENRIKSEN (#46/DNK), Aprilia RS660
  10. Micky WINKLER (#86/DEU), Aprilia RS660
  11. Luis RAMMERSTORFER (#13/AUT), Triumph Daytona 660
  12. Magnus KRISTOFFERSEN (#30/DNK), Aprilia RS660

  • DNF: Kyano SCHOO (#G26/NLD), Yamaha YZF R7
  • DNF: Maksymilian PALMOWSKI (#95/POL), Aprilia RS660
  • DNF: Alexander WEIZEL (#22/DEU), Aprilia RS660
  • DNF: Jay Jay DEN HOED (#44/NLD), Yamaha YZF R7
  • DNF: Lucas SØRENSEN (#18/DNK), Aprilia RS660
  • DQ: Rick KOOISTRA (#20/NLD), Triumph Daytona 660

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Euro Moto Supersport: Geiger steht schon mit einem Bein auf dem Podium

Dirk Geiger, Yamaha #60
Foto: Jens Hawrda

Er hat es wieder getan, obwohl er das erste Zeittraining ausgelassen hatte. Dirk Geiger steht im EURO MOTO Supersport-Finale in Hockenheim auf der Pole Position. Luca Göttlicher hatte es ihm gleichgetan. Die Begründung: „Zu kalt.“ Geiger wie auch Göttlicher konnten sich das Fehlen leisten. Als es im zweiten Qualifying um die Startplätze ging, waren sie zur Stelle und fuhren die schnellsten Rundenzeiten. Zwischen den beiden Spitzenreitern des Teilnehmerfeldes lagen knapp 25 Zehntelsekunden. Daniel Blin folgte mit einem Abstand von einer guten halbe Sekunde.

Für Geiger (Team Apreco-Yamaha) geht es heute allerdings um weit mehr als um den nächsten Sieg. Der 24-Jährige kann bereits im ersten Supersport-Rennen des Hockenheim-Finales den Titel klarmachen. Zwischen dem Favoriten und seinem einzig verbliebenen Rivalen Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) liegen in der Gesamtwertung 27 Punkte. Wenn sich Geiger keinen groben Patzer leistet und die Technik hält, hat der Mannheimer den Pokal heute im Kasten. Blin hofft dagegen, dass sich das Blatt noch zu seinen Gunsten wendet.

Während bei dem 24-jährigen Geiger die Gewissheit herrscht, dass er 2027 mit Yamaha in die Superbike-Klasse aufsteigt, ist die Lage bei Luca Göttlicher (LJ Racing) noch unübersichtlich und der 19-Jährige ist unentschlossen. Einerseits will er mit MV Agusta weitermachen, andererseits steht er unter Beobachtung bei Ducati-Teams. „Ich möchte dort fahren, wo der Weg in Richtung Weltmeisterschaft eingeschlagen wird“, setzt Göttlicher die Prioritäten – und zuvor noch am liebsten den ersten Saisonsieg nach Hause fahren.

Für Lennox Lehmann (Team Apreco-Yamaha) ging es nach der Führung im ersten Qualifying zurück auf Platz 5. Sein Optimismus wurde auch noch durch den schnelleren Luca de Vleeschauwer (Team SWPN) eingebremst.

Teamchef Thomas Eder betätigt sich in Hockenheim als Gastfahrer. Für ihn ist an diesem Wochenende nicht nur die EURO MOTO Supersport-Saison zu Ende. Die beiden Rennen auf der Ducati Panigale V2 sind auch ein ganz persönliches Finale für Eder. Der Bayer sperrt sein Team zu. Die Tschechen Peter und Filip Feigl sowie Jorke Erwig gehen bereits in die Spur, um 2027 woanders andocken zu können.

Die Gastfahrer Maximilian Kofler (Ducati) und Max Enderlein (MV Agusta) stehen auf den Startplätzen 6 und 12. Der Österreicher war schon auf den Nürburgring mitgefahren. Der Sachse gab dagegen nach zwei Jahren Abstinenz sein Comeback im Rennsport und in der völlig abgeschirmten Box wurde ständig geschraubt. Im freien Training war der dreifache Supersport-Meister gestürzt.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Euro Moto Sportbike: Bijman holt Pole und erhöht den Druck auf Zuda

Ruben Bijaman, Triumph Daytona 660 #17
Foto: Jens Hawrda

Ruben Bijman (Freudenberg Paligo Racing) macht beim Saisonfinale der EURO MOTO Sportbike am Hockenheimring genau dort weiter, wo er am Nürburgring aufgehört hat. Der Niederländer sicherte sich mit 1:31,228 Minuten die Pole Position für das erste Rennen am Samstagnachmittag um 15:55 Uhr. Direkt neben ihm startet Meisterschaftsleader Stepan Zuda. Für Spannung im Titelkampf ist damit gesorgt.

Bijman hatte bereits am Freitag mit der Bestzeit in den freien Trainings und Rang eins im ersten Qualifying vorgelegt. Im zweiten Qualifying am Samstag steigerte er sich noch einmal auf 1:31,228 Minuten. Zuda folgte mit 1:31,794 Minuten auf Rang zwei. Daniel Mogeda blieb mit seiner Zeit von 1:31,982 Minuten aus Q1 auf Position drei. Nur fünf Tausendstelsekunden dahinter landete Tobias Kitzbichler mit 1:31,987 Minuten auf Startplatz vier.

Bijman will die Pace hochhalten

Nach seinem Doppelsieg am Nürburgring liegt Bijman vor dem Finale noch 28 Punkte hinter Zuda und kann angreifen. Auf dem Motorrad fühlt er sich derzeit stark und auch im Kopf stimmt für ihn alles.

„Ich fühle mich einfach gut und stark auf dem Bike. Im Moment läuft alles und ich bin frei im Kopf. Ich kann mich voll aufs Fahren konzentrieren“, sagt Bijman. In den Rennen möchte er die Pace so hoch halten, dass seine Gegner entscheiden müssen, wie viel Risiko sie mitgehen wollen. Das gilt vor allem für Zuda.

Für Stepan Zuda (Freudenberg Paligo Racing) ist die Situation schwieriger. Er führt die Meisterschaft an, kann sich im Titelkampf aber kaum einen Fehler erlauben. Während seine Verfolger alles auf eine Karte setzen können, muss er genau abwägen, welches Risiko er mitgeht.

Mogeda stellt Honda in die erste Reihe

Daniel Mogeda (RT Motorsports) sorgte mit Startplatz drei für eine weitere starke Vorstellung. Der Gaststarter fährt an diesem Wochenende erstmals die Honda CBR600RR. Seine 1:31,982 Minuten aus Q1 reichten direkt für die erste Startreihe.

Eigentlich geht es für RT Motorsports an diesem Wochenende vor allem darum, Erfahrungen mit der Honda zu sammeln. Nach den bisherigen Zeiten ist für Mogeda aber auch sportlich einiges drin.

Kitzbichler stürzt erneut

Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) möchte seine starke Debütsaison unbedingt mit einem guten Ergebnis abschließen und macht sich dabei vielleicht etwas zu viel Druck. Bereits am Freitag kam er zu Sturz.

In der letzten Minute des zweiten Qualifyings erwischte es den Österreicher erneut. Anschließend musste er zur Kontrolle ins Medical Center. Seine 1:31,987 Minuten reichten dennoch für Startplatz vier. Nur fünf Tausendstelsekunden fehlten auf Mogeda.

Siebdrath kämpft sich zurück

Auch Mika Siebdrath (Freudenberg Paligo Racing) stürzte in der ersten Hälfte des zweiten Qualifyings. Er konnte seine Triumph selbst zurück an die Box bringen, wo die Crew das Motorrad wieder fit machte.

Siebdrath ging noch einmal auf die Strecke und steigerte sich auf 1:32,493 Minuten. Damit startet er von Position sieben.

Vor ihm stehen Tom Kuil (RT Motorsports) auf Rang fünf und Kiyano Veijer (Dutch Talent Racing) auf Rang sechs. Dahinter folgen Gaststarter Kyano Schoo (Team SWPN), Alexander Weizel (Weizel Racing Team) und Ty Henriksen (Nordic Vikings). Luis Rammerstorfer, der an diesem Wochenende kurzfristig für RT Motorsports fährt, startet von Position 16.

Um 15:55 Uhr wird es ernst. Bijman hat mit der Pole vorgelegt, während Zuda direkt neben ihm nicht nur das Rennen, sondern auch den Titel im Blick behalten muss.

EURO MOTO Sportbike, Ergebnis Qualifyings

  1. Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
  2. Stepan ZUDA (#23/CZE), Triumph Daytona 660
  3. Daniel MOGEDA (#G88/ESP), Honda CBR600RR
  4. Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS660
  5. Tom KUIL (#55/NLD), Triumph Daytona 660
  6. Kiyano VEIJER (#53/NLD), Triumph Daytona 660
  7. Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
  8. Kyano SCHOO (#G26/NLD), Yamaha YZF R7
  9. Alexander WEIZEL (#22/DEU), Aprilia RS660
  10. Ty HENRIKSEN (#46/DNK), Aprilia RS660
  11. Julian VAN KALKEREN (#34/NLD), Triumph Daytona 660
  12. Jay Jay DEN HOED (#44/NLD), Yamaha YZF R7
  13. Rick KOOISTRA (#20/NLD), Triumph Daytona 660
  14. Maksymilian PALMOWSKI (#95/POL), Aprilia RS660
  15. Micky WINKLER (#86/DEU), Aprilia RS660
  16. Luis RAMMERSTORFER (#13/AUT), Triumph Daytona 660
  17. Magnus KRISTOFFERSEN (#30/DNK), Aprilia RS660
  18. Lucas SØRENSEN (#18/DNK), Aprilia RS660

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Euro Moto Sportbike: RT Motorsports testet Honda in Hockenheim

Daniel Mogeda und RT Motorsports sammeln beim Saisonfinale in Hockenheim die ersten   
Kilometer auf der Honda CBR600RR in der EURO MOTO Sportbike-Klasse.
Foto: Michael Praschak

Beim Saisonfinale der EURO MOTO Sportbike am Hockenheimring gibt es in der Box von RT Motorsports gleich mehrere Neuheiten. Mit Gaststarter Daniel Mogeda bringt das Team an diesem Wochenende erstmals eine Honda CBR600RR in der Sportbike Klasse an den Start. Für Teammanager Rob Vennegoor ist der Einsatz vor allem eines: ein Test mit Blick in die Zukunft.

Die Verbindung zu Honda ist nicht ganz neu. Vennegoor steht bereits seit dem vergangenen Jahr mit dem Hersteller in Kontakt. Für 2027 möchte er mit RT Motorsports gerne wieder den Weg in die Weltmeisterschaft einschlagen. Ob das tatsächlich klappt und ob Honda dabei eine Rolle spielen wird, ist aktuell noch offen. Gleichzeitig will Vennegoor weiterhin in der EURO MOTO an den Start gehen. Auch hier könnte Honda eine Option sein.

Erst testen, dann vielleicht aufs Podium

In Hockenheim geht es deshalb zunächst darum, Erfahrungen mit der CBR600RR zu sammeln und das Motorrad unter Rennbedingungen kennenzulernen. Nach den ersten freien Trainings darf der Blick aber durchaus schon ein kleines Stück weiter nach vorne gehen. „Das Ziel für dieses Wochenende ist eigentlich erst einmal nur, das Motorrad zu testen und Erfahrungen zu sammeln. Nach den ersten freien Trainings sieht es aber gar nicht schlecht aus und vielleicht haben wir sogar eine Chance auf das Podium. Wenn die Möglichkeit da ist, warum sollten wir sie nicht mitnehmen?“, sagt Vennegoor.

Mit dem 21-Jährigen Daniel Mogeda hat RT Motorsports für den Test einen Fahrer an Bord, der die Sportbike-Klasse bereits aus der Weltmeisterschaft kennt. Dort war der Spanier auf einer Kawasaki in der Supersport 300-Klasse erfolgreich unterwegs. Entsprechend groß ist für ihn die Umstellung auf die Honda. „Die Honda fährt sich ganz anders als die Kawasaki. Ich muss meinen Fahrstil neu anpassen und mich erst auf das Motorrad einstellen. Aber sie läuft gut und lässt sich gut fahren“, beschreibt Mogeda seine ersten Eindrücke.

Damit steht für RT Motorsports an diesem Wochenende zunächst das Sammeln von Daten und Erfahrungen im Vordergrund. Was daraus für 2027 wird, ist noch völlig offen. 

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann