Sonntag, 27. September 2015

DTM: Audi-Pilot Molina feiert ersten DTM-Sieg

erster DTM-Sieg für Miguel Molina
Foto: Audi-Motorsport
In seinem 67. DTM-Rennen hat es endlich geklappt: Der Katalane Miguel Molina feierte auf dem Nürburgring seinen ersten Sieg in der DTM. Für Audi war es im 16. Saisonrennen der achte Erfolg. 69.000 Zuschauer sahen in der Eifel zwei turbulente DTM-Rennen, bei denen es vor allem im Mittelfeld hoch herging.

Miguel Molina bekam davon am Sonntag allerdings nicht viel mit: Nachdem er sich mit dem Teufel Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Abt Sportsline am Vormittag bereits souverän den ersten Startplatz gesichert hatte, fuhr er der Konkurrenz im Rennen am Nachmittag vom Start weg auf und davon und als ungefährdeter Sieger über die Ziellinie.

Mit 7,5 Sekunden Rückstand überquerte Mercedes-Benz-Pilot Paul Di Resta in der Eifel als Zweiter die Ziellinie – für den DTM-Champion von 2010 das beste Saisonergebnis. Das Podium am Nürburgring komplettierte BMW-Mann Bruno Spengler als Dritter. Hinter Tom Blomqvist auf Platz vier kam Pascal Wehrlein als Fünfter ins Ziel, der damit seine Führung in der DTM-Fahrerwertung weiter ausbauen konnte.

Seine direkten Konkurrenten im Kampf um die Krone, Edoardo Mortara und Mattias Ekström, holten am Sonntag keine Punkte. Ekström wurde Elfter; Mortara schied nach einer Kollision mit Timo Glock in der 28. Runde aus.

Miguel Molina:

„Was für ein fantastischer Tag“, jubelte Molina nach dem Sieg. „Ich habe so lange auf diesen Moment gewartet und hoffe, dass das nur der Anfang war. Mein RS 5 DTM war heute einfach perfekt. Danke an Audi und vor allem an meine Mechaniker, die nach dem Unfall gestern fantastisch gearbeitet haben.“
 
Paul Di Resta:
„Nach diesem Ergebnis gehen wir optimistisch zum Finale nach Hockenheim.“
 
Bruno Spengler:
"Das war ein tolles Rennen. Mich freut es vor allem für meine BMW Team MTEK Mechaniker, dass ich heute als Dritter Punkte sammeln konnte. Nach meinem Unfall gestern war mein Auto stark beschädigt. Aber meine Jungs haben einen super Job gemacht und das Auto bis zum Rennen heute wieder repariert. Der BMW Bank M4 DTM hat sich fantastisch angefühlt und war in allen Phasen auf der Strecke sehr stark. Ich bin super-happy mit meinem Podestplatz. Jetzt freue ich mich auf das Saisonfinale in Hockenheim in drei Wochen.“
 
Ergebnis Rennen 2 (Top-Five):
 
1. Miguel Molina (Audi RS5 DTM),
2. Paul Di Resta (Mercedes-AMG C63 DTM),
3. Bruno Spengler (BMW M4 DTM),
4. Tom Blomqvist (BMW M4 DTM),
5. Pascal Wehrlein (Mercedes-AMG C63 DTM).
 
Meisterschaftsstand Fahrerwertung (Top-Five):
 
1. Pascal Wehrlein     165 Pkt.
2. Edoardo Mortara    128 Pkt.
3. Mattias Ekström     127 Pkt.
4. Bruno Spengler      119 Pkt.
5. Jamie Green          107 Pkt.

Superbike*IDM: Nur noch vier Punkte zwischen Tatu Lauslehto und Jan Bühn


Souveräner Sieg für Kevin Wahr
Foto: Superbike*IDM
Supersport 600 Rennen 1: Kevin Wahr siegt souverän

Zum Finale auf dem Hockenheimring kehrte der Supersport-WM-Pilot Kevin Wahr an seine alte Wirkungsstätte zurück. Für sein M-Power Motorsport-Team war es hingegen der erste Ausflug in die SUPERBIKE*IDM. Im Qualifying sicherte sich der deutsche Supersport-Meister von 2013 die Pole-Position und nutzte diese gnadenlos aus. Bereits in der ersten Runde konnte er einen Abstand auf seine Verfolger herausfahren.

Der Blick richtete sich auf die Truppe, die sich dahinter tummelte. Jan Bühn (Team Räth-Romero-Yamaha) kam als Zweiter zurück, dicht gefolgt von Christian von Gunten (Kawasaki Schnock Team Motorex), der mit einem Bombenstart zwei Plätze gutmachte und Marco Nekvasil (LSG Racing). Tatu Lauslehto (Team Suzuki Stoneline-Mayer) hielt sich an Position acht. Der Gesamtführende in der Meisterschaft wusste, dass mehr drin sein musste, um seine Führung gegenüber Rivale Jan Bühn zu behaupten.
Jan Bühn
Foto: Superbike*IDM
Während sich Wahr absetzte, rückten Bühn und seine Verfolger immer weiter zusammen. Jasha Huber (Kawasaki Schnock Team Motorex) hielt zuerst noch mit, fiel dann jedoch zurück. Stattdessen gesellten sich Supersport-WM-Pilot Dominic Schmitter (BCC-Racing Team), Gaststarter Lukas Tulovic (Freudenberg Racing Team), Superstock 600-EM-Pilot Bryan Schouten (MVR-Racing) und Tatu Lauslehto dazu. Wäre das Rennen jetzt zu Ende gewesen, hätte Lauslehto in der Meisterschaft nur noch einen Punkt Vorsprung auf Bühn gehabt. Denn viele Gaststarter lagen zwischen den beiden. Es blieb aber nicht bei der Reihenfolge.

In der fünften Runde ging Nekvasil an von Gunten vorbei und schnappte sich drei Runden später auch Bühn. Der erst 15-jährige Lukas Tulovic schlüpfte mit durch und war nun an dritter Stelle liegend sogar auf Podiumskurs. Aber auch bei dieser Rangfolge sollte es nicht bleiben. Von hinten attackierten Schmitter und Schouten, beide gingen in der achten Runde an Bühn vorbei. Der war nun mittlerweile auf die sechste Position abgerutscht. Nur noch von Gunten lag zwischen dem Lokalmatador und seinem Erzrivalen Lauslehto. In der elften Runde ging Lauslehto an von Gunten vorbei und nahm Kurs auf Bühn. Der Abstand schrumpfte dahin. Zwei Runden später fiel Tulovic an Position drei liegend zurück. Schmitter lieferte sich sogleich einen spannenden Zweikampf mit Nekvasil um Platz zwei. In der vorletzten Runde zog Schmitter an Nekvasil vorbei.

Auch Lauslehto ging an Bühn vorbei. Es folgte ein ständiges Hin und Her zwischen den Meisteranwärtern. Schließlich war es Jan Bühn, der als Sechster und mit einem Minimalabstand von knapp zwei Zehnteln vor Lauslehto ins Ziel kam. Kevin Wahr siegte mit einem Vorsprung von fast zehn Sekunden vor Schmitter, Nekvasil, Schouten und Tulovic.
Für die Punkte in der Meisterschaft heißt das: Nekvasil kassiert 25, Bühn 20 und Lauslehto 16 Punkte. Es steht also morgen tatsächlich das große Finale an. Lauslehto geht mit vier Punkten Vorsprung auf Bühn ins Rennen.
 
Kevin Wahr:
"Ich freue mich riesig, dass ich dieses Wochenende hier bin. In der SUPERBIKE*IDM ist es familiärer und entspannter. Trotzdem ist das Niveau sehr hoch. Ich will mich bei meinem Team bedanken, das alles so kurzfristig auf die Beine gestellt hat.“

Dominic Schmitter:
„Ich habe mir ziemlich Druck gemacht, weil man von einem WM-Piloten doch eine hohe Erwartungshaltung hat. Der Fight mit Marco war super – für diese Zweikämpfe fährt man Motorrad. Ein großes Dankeschön an mein Team, das mich hier gratis fahren lässt.“

Marco Nekvasil:
„Die Umstellung von der Langstrecken-WM vergangene Woche war nicht so einfach. Im Moment kämpfen wir außerdem mit Fahrwerksproblemen. Trotzdem hat der Zweikampf mit Dominic Spaß gemacht. Ich bin sehr froh, dass ich nächstes Jahr mit Van Zon-Remeha-BMW und LSG Racing komplett in die SUPERBIKE*IDM zurückkehre. Wir haben große Ziele in der Superstock 1000-Klasse.“

SuperNaked: Kjel Karthin besiegt Ralf Waldmann
 
Es war ein Duell auf Augenhöhe, das sich die SuperNaked-Piloten Kjel Karthin (Team KARTHIN MSB Suzuki) und Ralf Waldmann (Triple M by Barni / Ducati Frankfurt) auf dem Hockenheimring lieferten. „Fast jede Runde“ hätten sie sich gegenseitig überholt, berichteten die beiden nach dem Rennen übereinstimmend. „Wenn da noch Michael Galinski dabei gewesen wäre, hätten wir uns einen sauberen Dreikampf gegeben“, sagte Karthin lachend.

Der Champion hatte gut lachen. Schließlich war er es, der am Ende die Nase vorn hatte. Vier Hundertstel kam er vor Ralf Waldmann ins Ziel und bestätigte damit nochmals den Verdienst seines deutschen Meistertitels, den er sich bereits in Assen sichern konnte. Ralf Waldmann zeigte sich mit dem Rennen zufrieden. „In Schleiz war unser Auftritt ja noch etwas schlapp. Das sah jetzt schon wesentlich besser aus. Ich habe auf jeden Fall Spaß“, sagte Waldmann.

DTM: Qualifying Rennen zwei geht an Miguel Molina

Miguel Molina (Audi) holt Pole für Rennen 2 am Nürburgring
Foto: Audi-Motorsport
„Magic“ Molina setzte sich gleich zu Beginn des Zeittrainings an die Spitze des Feldes und steigerte sich mit seinem zweiten frischen Reifensatz noch einmal deutlich: Mit seiner Zeit von 1.21,732 Minuten distanzierte er BMW-Pilot Tom Blomqvist um mehr als zwei Zehntelsekunden auf Platz zwei. „Das war eine perfekte Runde“, sagte Molina nach der insgesamt fünften Pole-Position seiner DTM-Karriere. „Ich habe keinen einzigen Fehler gemacht, das ist angesichts der Leistungsdichte in der DTM entscheidend. Mein Auto war super – die Mechaniker haben nach dem Unfall gestern einen tollen Job gemacht.“

Tom Blomqvist (GB) hat nach seinem ersten DTM-Sieg in Oschersleben (DE) das nächste Ausrufezeichen gesetzt: Der Rookie vom BMW Team RBM fuhr im Qualifying für den 16. Lauf der Saison auf dem Nürburgring (DE) die zweitschnellste Zeit und geht damit in seinem BMW M4 DTM aus der ersten Startreihe ins Rennen. Seine persönliche Bestzeit von 1:21,939 Minuten war 0,207 Sekunden langsamer als die Pole-Zeit von Miguel Molina.
Tom Blomqvist in Reihe eins für Rennen 2
Foto: Jens Hawrda
„Das war ein gutes Qualifying. Ich bin mit meiner Runde sehr zufrieden. Mehr wäre nicht drin gewesen. Danke an meine Jungs vom BMW Team RBM, die mir wieder einmal ein perfektes Auto gegeben haben. Aus der ersten Reihe zu starten, macht das Leben natürlich zunächst einmal einfacher. Jetzt hoffe ich darauf, einen ähnlichen Erfolg feiern zu können wie in Oschersleben.“ sagte Tom Blomqvist nach dem Qualifying.

Die zweite Reihe teilen sich Jamie Green, vor dem zweiten Rennen in der Eifel Vierter in der Fahrerwertung, und Paul Di Resta, der als bester Mercedes-Benz-Fahrer als Vierter in das Rennen geht. Von den Titelkandidaten hat Pascal Wehrlein mit Startplatz neun die beste Ausgagapostion, Mattias Ekström und Edoardo Mortara starten von Platz 17 bzw. 20.
 
Ergebnis Qualifying Rennen 2:
 
1. Miguel Molina (Audi RS5 DTM),
2. Tom Blomqvist (BMW M4 DTM),
3. Jamie Green (Audi RS5 DTM),
4. Paul Di Resta (Mercedes-AMG C 63 DTM),
5. Bruno Spengler (BMW M4 DTM).

Samstag, 26. September 2015

DTM: Stimmen der Mercedes-Piloten zum 15. Rennen

Pascal Wehrlein baut Tabellenführung aus
Foto: Jens Hawrda
Pascal Wehrlein (20 Jahre, Deutschland) 3. Platz:
Team: gooix/Original-Teile Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: gooix Mercedes-AMG C 63 DTM
„Ich bin froh, dass ich diesen dritten Platz nach Hause gebracht habe. Ganz glücklich bin ich nach dem Rennverlauf allerdings nicht. Wenn man auf Platz eins in die erste Kurve einbiegt und dann ziemlich überraschend einen Schlag abbekommt, ist das natürlich nicht ideal. Aber ich habe mir die Szene noch einmal angesehen. Maxime hat absolut fair gehandelt. Es gab eine Lücke und die hat er genutzt. Aber ich habe noch wichtige Punkte geholt und einen weiteren Podestplatz erzielt. So gesehen ist das Ergebnis in Ordnung.“
 
Gary Paffett (34 Jahre, England) 4. Platz:
Team: EURONICS/BWT Mercedes-AMG (Mercedes-
AMG DTM Team ART)
Fahrzeug: EURONICS Mercedes-AMG C 63 DTM
„Das war wieder ein spannendes Rennen und hat viel Spaß gemacht. Startplatz 14 war viel schlechter als wir uns erhofft hatten. Das Qualifying begann gut, aber dann hatte ich etwas Verkehr auf meinem zweiten Run und konnte nicht das Maximum aus dem Auto herausholen. Wir wussten aber, dass es schnell war. Auf der ersten Runde konnte ich mich dann aus allem Ärger heraushalten. Ich machte bis zur roten Flagge fünf Plätze gut. Das war klasse. Nach dem Re-Start arbeitete ich mich weiter nach vorne. Mein Ziel war es erneut, mich aus Schwierigkeiten herauszuhalten. Es war viel los und ich konnte den Zwischenfällen ausweichen, Plätze gutmachen und Platz vier einfahren. Von Startplatz 14 ist das ein unglaubliches Ergebnis.“
 
Maximilian Götz (29 Jahre, Deutschland) 5. Platz:
Team: PETRONAS Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team Mücke)
Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„So langsam ist der Knoten geplatzt. Ein sehr guter Tag. Platz sechs im Qualifying, Platz fünf im Rennen: damit bin ich sehr zufrieden. Ich lag sogar schon auf Platz vier, musste dann aber etwas zurückstecken, da meine Reifen ein bisschen nachließen. So ist Gary mit DRS an mir vorbeigekommen. Mit Platz fünf bin ich aber sehr happy. Vielen Dank ans Team. Super Arbeit. Das ist wirklich traumhaft. Morgen versuchen wir, es zu wiederholen.“
 
Lucas Auer (21 Jahre, Österreich) 6. Platz:
Team: EURONICS/BWT Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team ART)
Fahrzeug: BWT Mercedes-AMG C 63 DTM
„Mit Platz sechs muss ich am Ende zufrieden sein. Ich bin mit gebrauchten Reifen losgefahren, weil wir glaubten, dass dies mit Blick auf morgen die beste Strategie für uns war. Mein Start war im ersten Moment nicht schlecht. Ich bin dann aber in Wheelspin reingekommen und verlor dadurch zwei Plätze. Diese wollte ich wieder gutmachen und spät außen bremsen. Das hat leider nicht funktioniert. Danach hatte ich noch einige harte Zweikämpfe.“
 
Robert Wickens (26 Jahre, Kanada) 8. Platz:
Team: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG C 63 DTM
„Ein verrücktes Rennen. Ich freue mich, nach langer Zeit endlich wieder gepunktet zu haben. Aber ich denke, es wäre heute mehr drin gewesen. Ich bin von P13 gestartet und lag nach dem Start schon in den Punkterängen. Leider habe ich danach einige Schäden an meinem Auto davon getragen. Das hat mich am Ende wohl weitere Punkte gekostet.“
 
Paul Di Resta (29 Jahre, Schottland) 12. Platz:
Team: SILBERPFEIL Energy Mercedes-A
MG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„Ein harter Tag nach einem vielversprechenden Beginn gestern. Ich habe leider einen Fehler im Qualifying gemacht. Das nehme ich ganz klar auf meine Kappe. Das Team hat großartig gearbeitet, um mein Auto für das Rennen fertig zu bekommen. Darin sind wir mit einem starken Auto Zwölfter geworden. Hoffentlich können wir morgen dort weitermachen, wo wir gestern an der Spitze aufgehört haben.“
 
Christian Vietoris (26 Jahre, Deutschland) 15. Platz:
Team: gooix/Original-Teile Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: Original-Teile Mercedes-AMG C 63 DTM
„Ein schwieriges Wochenende, schwerer als erwartet. Am Freitag hat es eigentlich ganz gut angefangen. Aber heute lief es nicht. Ich hatte im Qualifying ein Problem und habe auf der Geraden Zeit verloren. Da wir vor dem Rennen nichts verändern durften, war das natürlich noch genauso. Entsprechend gilt es jetzt, den Fehler über Nacht zu beheben und dann neu anzugreifen.“
 
Daniel Juncadella (24 Jahre, Spanien) 17. Platz:
Team: PETRONAS Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team Mücke)
Fahrzeug: PETRONAS Mercedes-AMG C 63 DTM
„Das war leider ein Rennen zum Vergessen. Ich hatte einen guten Start, wurde dann aber in Kurve vier von hinten gedreht. Dadurch war mein Rennen eigentlich zu Ende. Mein Auto war zu stark beschädigt, um ein besseres Ergebnis einzufahren.“

Reaktionen der BMW-Piloten auf das 15.Rennen

Maxime Martin
Foto: BMW-Motorsport
Maxime Martin (BMW Team RMG, 1. Platz):
„Ich bin sehr glücklich über meinen zweiten DTM-Sieg. Das BMW Team RMG hat einen super Job gemacht und mir ein perfektes Auto zur Verfügung gestellt. Dennoch war es kein einfaches Rennen. Ich hatte nicht den besten Start, konnte mich aber in der ersten Kurve behaupten und absetzen. Gegen Ende bekam ich allerdings Probleme mit den Reifen. Ich musste kämpfen, denn die Konkurrenten haben aufgeholt. Aber heute hat alles gepasst, und ich konnte nach dem Rennen in Moskau im vergangenen Jahr endlich wieder ganz oben auf dem Treppchen stehen.“
 
Marco Wittmann (BMW Team RMG, 7. Platz):
„Das war ein sehr turbulentes und aufregendes Rennen. Es gab viele Zweikämpfe, Berührungen und Unfälle. Am Start bin ich etwas zurückgefallen, habe dann aber innerhalb einer Runde sechs Plätze gutgemacht. Letztlich können wir mit dem Rennausgang zufrieden sein. Maxime Martin hat bei unserem Heimspiel gewonnen. Herzlichen Glückwunsch an ihn und die Mannschaft. Ich bin Siebter geworden. Das ist ein gutes Teamergebnis. Jetzt müssen wir schauen, dass ich morgen im Qualifying weiter vorn stehe, um wieder voll angreifen zu können. Insgesamt hat es heute großen Spaß gemacht.“
 
António Félix da Costa (BMW Team Schnitzer, 9. Platz):
„Das Rennen hat riesig Spaß gemacht. Nach dem Qualifying war genau das unser Ziel: ein tolles Rennen zu fahren. Von Startplatz 20 Punkte mitzunehmen, dass ist wirklich nicht schlecht. Für morgen sollten wir uns Maxime Martin als Vorbild nehmen, und es noch besser machen.“
 
Timo Glock (BMW Team MTEK, 16. Platz):
„Ich denke, die Fans haben ein interessantes Rennen gesehen. Am Morgen hatten wir ein schwieriges Qualifying. Kompliment an mein Team, das Auto war wirklich super. Aber mir ist es nicht gelungen, eine richtig gute Runde hinzubekommen. Vom 18. Platz ist es dann natürlich nicht einfach. Nach dem Abbruch haben die Jungs einen kühlen Kopf bewahrt und sehr gut gearbeitet. Als das Rennen dann wieder losging, war das Auto okay, aber ich konnte einfach nicht attackieren. Jetzt müssen wir uns ansehen, woran es lag und dann morgen im zweiten Qualifying wieder angreifen.“
 
Augusto Farfus (BMW Team RBM, 18. Platz):
„Ich musste die Box ansteuern, weil meine Tür nach dem Re-Start noch offen war. Das war natürlich nicht ideal. Wir hätten heute definitiv Punkte sammeln können. Aber so etwas passiert eben im Motorsport. Zumindest haben wir es durchgezogen und konnten uns anschauen, wie sich das Auto auf der Strecke verhält. Dadurch haben wir wichtige Informationen für morgen gesammelt.“
 
Tom Blomqvist (BMW Team RBM, DNF):
„Mein Start war nicht besonders gut, dennoch konnte ich mich für die erste und zweite Kurve in eine gute Ausgangposition bringen. Allerdings wurde ich dann mehrfach von anderen Fahrzeugen getroffen und erst in Jamie Green und dann in Daniel Juncadella geschoben. Danach war die Front meines Fahrzeugs so stark beschädigt, dass ich vorzeitig aufgeben musste. Das Auto war unfahrbar.“
 
Bruno Spengler (BMW Team MTEK, DNF):
„Ich bin natürlich sehr enttäuscht, dass mich der Zwischenfall mit Edoardo Mortara das Rennen gekostet hat. Ich war schon in der Kurve, deshalb konnte ich ihn nicht mehr durchfahren lassen. Wäre ich nicht in dieser Position gewesen, hätte er die Kurve gar nicht mehr bekommen. Mein Auto wurde bei der Kollision stark beschädigt, so dass nichts mehr ging. Später gab es noch weitere Berührungen, aber das hatte dann schon keine großen Auswirkungen mehr. Insgesamt war unsere Performance nicht gut genug. Morgen müssen wir das definitiv besser machen. Das Rennen heute war ein Chaos.“