Montag, 1. Juni 2026

Zusammenfassung ADAC Race-Weekend Oschersleben

Großartiger Motorsport bei wechselhaftem Wetter in Oschersleben


An diesem Wochenende fand das ADAC Racing Weekend in der Motorsport Arena Oschersleben unter wechselhaften Wetterbedingungen statt.

Am Samstag eröffnete die Porsche Sprint Challenge GT3 & GT4 das Rennwochenende mit dem ersten freien Training, gefolgt vom NATC (Norddeutscher ADAC Touren-wagen Cup).

Im Infield der Arena fand parallel ein Car Meet statt, das knapp 100 Fahrzeuge aus der Region zur Teilnahme an der Fahrzeugausstellung lockte.Hier konnten die Motorsportbegeisterten ihren Sound am Stand der Lautstärkemessung testen lassen und ihre Fahrzeuge beim Show&Shine Wettbewerb bewerten lassen.

Am Nachmittag startete das erste Rennen des Wochenendes bei bestem Wetter.

Nach einem spannenden Finale der STT (Spezial Tourenwagen Trophy) ging der Sieg an Peter Terting und Thomas Frank auf dem Porsche GT4 RS.

Es folgte die neu etablierte Rennserie von GEDLICH Racing – die GT Summer Series. Hier fuhr Thomas Westarp mit seinem Audi R8 LMS GT3 auf den ersten Platz.

Abgerundet wurde der Samstag vom ersten Sprintrennen des NATC, bei dem Franjo Kovac sich mit seinem Mercedes AMG behaupten konnte.

Der Sonntag begann mit den Qualifikationen der STT und des NATC. Danach folgten die restlichen sechs Rennen des Wochenendes.

In der Porsche Sprint Challenge GT3 konnte sich im ersten Rennen Jan Antoszweski den Sieg sichern. In der Porsche Sprint Challenge GT4 ging der erste Platz an Rasmus Vendelbo, was ihm ebenfalls im zweiten Rennen am frühen Nachmittag gelang.

Einsetzender Regen machte den Fahrern im anschließenden Rennen der GT Summer Series zu schaffen. Dennoch konnte sich Thomas Westarp den anderen elf Teilnehmern gegenüber beweisen und fuhr erneut einen Sieg ein.

Auch das zweite Rennen der STT wurde als „Wet Race“ deklariert. Hier konnte sich Kyam Potez mit dem Mercedes AMG GT4 durchsetzen.

Bei strahlendem Sonnenschein startete das zweite und letzte Porsche-Rennen. In der GT3 Challenge konnte sich Joel Hohmann auf dem Siegertreppchen einfinden.

Im Anschluss stand das zweite NATC Sprintrennen auf der Agenda, welches bei starkem Regenfall stattgefunden hat. Holger Redlich konnte sich trotz allem den ersten Platz sichern.

Abgeschlossen wurde das ADAC Racing Weekend mit dem dritten Rennen der GT Summer Series, welches fast eine Stunde andauerte. Hier wurde bei unveränderten Wetterbedingungen Thomas Westarp zum letzten Sieger des Wochenendes gekrönt.


Superbike: Sieg für Markus Reiterberger und Tulo ist zurück

Podium Rennen 2 der Superbike
Foto: Michael Praschak

Lukas Tulovic war wieder da. Nicht ganz vorn, aber auf dem Podest. Den zweiten EURO MOTO Superbike-Lauf in Brünn gewann Markus Reiterberger. Der vierfache Champion zeigte eine Glanzleistung. Dritter wurde Marcel Schrötter.

Markus Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon BMW) und Marcel Schrötter (GERT56 by RS Speedbikes) setzten sich nach drei Runden vom Feld ab. Twan Smits (Apreco Yamaha) überholte Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion). Leon Orgis (ORM Racing) rutschte wie schon im ersten Lauf übers Vorderrad aus der Verfolgergruppe.

Dann kam Tulovic (Triple M Ducati Racing Frankfurt) ins Spiel. Vor dem Start hatte er sich in Geheimniskrämerei geübt, was die Ursache dafür war, dass er das ganze Wochenende nicht an der Spitze hatte mithalten können. Nur soviel: Das Team habe vor dem zweiten Lauf den Fehler gefunden und ein defektes Teil an der Ducati Panigale V4R ausgetauscht. Die Karten wirklich aufdecken, wollte der Titelverteidiger nicht.

Vom zehnten Startplatz stürmte Tulovic jetzt aufs Podium. Auf der letzten Rille presste er sich an Schrötter vorbei und am Ende schien es auch für Reiterberger noch eng zu werden. Doch der Bayer erwies sich als harter Hund. Tulo schwächelte in der letzten Runde kurz und Reiti nutzte seinen Vorteil aus, um die Ziellinie auf der BMW M 1000 RR um 0,775 Sekunden früher als Tulo auf seiner roten Diva zu erreichen. Es war sein erster Sieg in der Klasse seit dem Hockenheim-Finale 2022. „Das erste Rennen hat mir schwer im Magen gelegen“, meinte er im Rückblick, „jetzt habe ich meinen altbewährten Reifen genommen und es hat gepasst.“ Auch für seinen 50 Mann starken Fanclub, der nach Brünn gekommen war, hatte sich der Ausflug absolut gelohnt. Reiti wurde entsprechend gefeiert.

Für Tulovic war der zweite Platz wie ein Sieg. „Wir hatten am Wochenende Probleme von A bis Z. Ich bin stolz, dass wir das alles so gut umdrehen konnten.“ Schrötter haderte mit zwei Punkten auf dem Automotodrom, hat sich mit den zwei Podiumsplätzen – den ersten Lauf hatte er gewonnen – in eine hervorragende Ausgangsposition für die nächste Veranstaltung in Most in vier Wochen gebracht. In der Gesamtwertung hat ihn das Ergebnis von Brünn nach vorn gespült. Zu Spitzenreiter Tulovic fehlen ihm nur fünf Punkte.

Im Verlaufe des Rennens gerieten Lorenzo Zanetti (Triple M Ducati Racing Frankfurt) und Florian Alt aneinander. Privatfahrer Kevin Orgis (ORM Racing) überholte in der letzten Runde Twan Smits, den einzigen Yamaha-Fahrer im ganzen Feld.

EURO MOTO Superbike, 2. Lauf (Top-Ten)

1. Markus REITERBERGER (DEU/BMW)

2. Lukas TULOVIC (DEU/Ducati)

3. Marcel SCHRÖTTER (DEU/BMW)

4. Kevin ORGIS (DEU/BMW)

5. Twan SMITS (NLD/Yamaha)

6. Florian ALT (DEU/Honda)

7. Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati)

8. Soma GÖRBE (HUN/BMW)

9. Jan MOHR (AUT/BMW)

10.Jan-Ole JÄHNIG (DEU/BMW)


Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Supersport: Fünf Hundertstelsekunden retten Daniel Blin

Vier Rennen, vier Siege: Daniel Blin hat seine Bilanz nach den Supersport-Rennen
in Brünn weiter in die Höhe getrieben.
Foto: Michael Praschak

Daniel Blin und der vierte Sieg in Folge. Was der polnische Ducati-Fahrer in der EURO MOTO Supersport abliefert, ist einsame Spitze. Sein angereister Fan-Club feierte ihn in Brünn frenetisch. Die Yamaha-Fraktion mit Dirk Geiger und Lennox Lehmann beißt sich die Zähne am Führenden aus.

„Obwohl es ein schweres Wochenende war, an dem wir viel probiert und wir uns im Kreis gedreht haben, war es ein geiles Rennen“, fasste Dirk Geiger den zweiten Lauf in der EURO MOTO Supersport in Brünn zusammen. Für einen Jubelschrei reichte es nicht. Der Apreco-Yamaha-Fahrer verpasste den Sieg um 0,051 Sekunden. Somit hat Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) auch das vierte Saisonrennen gewonnen. Dem 24-jährigen Polen, der 2025 als Gesamt-Dritter abgeschlossen hatte, geht die hiesige Erfolgsbilanz runter wie Öl. „Letztes Jahr wäre das noch komplett unmöglich gewesen.“

Blins Ducati Panigale V2 rannte den Verfolgern auf den Geraden förmlich weg. In den letzten drei Runden waren der Pole sowie die beiden Deutschen Dirk Geiger und Lennox Lehmann die verbliebenen Podestanwärter – so wie in allen bisherigen Rennen der Saison.

Geiger streckte die Hand zum Sieg aus, als er an Blin vorbeizog und der Pole nicht mehr attackieren konnte. Doch die Windschattenspiele endeten zum Schluss doch wieder zugunsten des Ducati-Fahrers, wenn auch nur mit 0,051 Sekunden Vorsprung. Aber alles war wie immer: Blin siegte vor Geiger und Lehmann. Wobei Letzterer niemals gedacht hätte, dass das angeschlagene Tempo über das ganze Rennen anhalten würde. Der Dresdner hat jetzt vier Podiumsplätze in vier Rennen erbeutet. Es war ihm jedoch deutlich anzusehen, dass ihm P3 auf Dauer nicht behagt. Nach seinem schwierigen letzten Jahr, als er nicht ein einziges Mal aufs Siegerpodest durfte, hat er jetzt wieder seine helle Freude daran gefunden, aber eben nicht auf P3.

Der Schweizer Marcel Brenner hatte zu Beginn des Rennens mit seinem Teamkollegen Daniel Blin eine Ducati-Doppelspitze gebildet, konnte sich aber nicht lange in der Nähe des Vierfach-Siegers halten. Auf den letzten Metern wurde er auch noch vom besten Honda-Fahrer im Feld, Marvin Siebdrath, geknackt. Der Sachse von MCA Racing bestätigte mit dem vierten Platz sein Ergebnis vom Vortag. Teamkollege Julius Ahrenkiel-Frellsen schluckte fast gleichzeitig den munter kämpfenden Luca Göttlicher auf der einzigen MV Agusta im Feld. „Lucky Luc“ hatte in Brünn seinen Saison-Einstand gegeben und der F3 800RR ordentlich Leben eingehaucht.

Null Punkte gab es für Freddie Heinrich (Kawasaki Weber). Der Sachsen-Turbo war im Training gestürzt. Die Verletzungen hielten sich in Grenzen: leichte Gehirnerschütterung und etwas Rückenschmerzen. Das Motorrad war hingegen schwer verwundet und bis zum ersten Lauf nicht einsatzbereit. In der Summe aller Komponenten entschied das Team, auch den zweiten Lauf nicht zu bestreiten. Freddie Heinrich wird in vier Wochen im tschechischen Most in bester Verfassung zurückkommen.

EURO MOTO Supersport, 2. Lauf (Top-Ten)

1. Daniel BLIN (POL/Ducati)

2. Dirk GEIGER (DEU/Yamaha)

3. Lennox LEHMANN (DEU/Yamaha)

4. Marvin SIEBDRATH (DEU/Honda)

5. Marcel BRENNER (CHE/Ducati)

6. Julius AHRENKIEL-FRELLSEN (DNK/Honda)

7. Luca GÖTTLICHER (DEU/MV Agusta)

8. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL/Yamaha)

9. Filip NOVOTNÝ (CZE/Ducati)

10.Filip FEIGL (CZE/Yamaha)


Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek