Dienstag, 11. August 2026

ADAC GT4 Germany startet auf dem Nürburgring in die heiße Saisonphase

  • Fahrzeuge von fünf Marken in den Top Sechs der Gesamtwertung
  • Lokalmatador Jan Philipp Springob will nächsten Laufsieg
  • SPORT1 bringt Sonntagsrennen ins Free-TV

Foto: Jens Hawrda

Am kommenden Wochenende (14. bis 16. August) geht die ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring in die zweite Saisonhälfte. Gefahren wird auf der bei den Piloten stets beliebten flüssigen Sprintstrecke mit Kurzanbindung. Bei noch drei ausstehenden Events werden in der Eifel erste Weichen in Richtung Titelentscheidung gestellt. Für den Nürburgring ergibt sich zudem eine ganz spezielle Konstellation, denn Fahrzeuge von fünf unterschiedlichen Marken liegen aussichtsreich in der Gesamtwertung. All das verspricht Hochspannung pur. Wie üblich startet die Serie im Rahmenprogramm der DTM, was volle Zuschauerränge garantiert. Tickets für den Nürburgring gibt es ab 49 Euro unter dtm.com. SPORT1 überträgt das Sonntagsrennen von 15:00 bis 16:30 Uhr live im Free-TV und das Samstagsrennen ab 15:05 Uhr im Livestream auf SPORT1.de. Auch ServusTV On zeigt die Rennen im Stream. Auf Joyn und dem ADAC Motorsport-Kanal youtube.com/adacmotorsports werden zusätzlich die Qualifyings am Samstag ab 9:00 Uhr live übertragen.

Als Tabellenführer reisen Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) in die Eifel. Die BMW M4 GT4-Piloten haben 101 Punkte gesammelt. Doch ihr Vorsprung ist klein. Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) liegen im Porsche 718 Cayman GT4 lediglich einen Zähler zurück. Zehn Punkte Rückstand auf die Spitze haben Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM), die im Aston Martin Vantage AMR GT4 zuletzt in Oschersleben ihren zweiten Saisonsieg feiern konnten. „Der Nürburgring ist mein Heimspiel und somit immer etwas ganz Besonderes. Ich erwarte am Wochenende über einhundert Gäste. Somit möchte ich natürlich gute Ergebnisse liefern“, blickt Springob voraus. „Das große Ziel in diesem Jahr ist der Titel, insofern möchten wir in beiden Rennen um die Siege kämpfen. Das Layout des Nürburgrings sollte unserem Aston Martin entgegenkommen. Im Idealfall holen wir am Nürburgring und danach am Sachsenring so viele Punkte, dass wir mit einem Vorsprung zum Finale nach Hockenheim fahren.“

Ebenfalls noch aussichtsreich im Titelrennen befinden sich Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport), die in einem weiteren Porsche 17 Punkte Rückstand aufweisen. „Ich freue mich sehr auf den Nürburgring, der neben Hockenheim meine Heimstrecke ist. Dort war ich schon als Kind regelmäßig, um meinen Vater anzufeuern. Letztes Jahr hatte ich schließlich die Ehre, selbst auf dem Nürburgring Rennen fahren zu dürfen. Insbesondere die AMG-Arena und die Schikane auf der Gegengeraden mag ich“, erklärt Schreyer. „Nach einem schwierigen Wochenende in Oschersleben wollen wir nun wieder um die Siege mitfahren. Wir sind guter Dinge, das erreichen zu können.“

Einen weiteren Zähler zurück liegen Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT). Die beiden Youngster konnten im Toyota GR Supra GT4 das Sonntagsrennen in Oschersleben für sich entscheiden und treten somit hochmotiviert in der Eifel an. Für den Toyota stellt der Nürburgring zudem die Heimstrecke dar. Das Fahrzeug wurde in der europäischen Zentrale von Toyota Racing in Köln-Marsdorf entwickelt. Auf dem Nürburgring feierte das Modell im Jahre 2022 seinen Debütsieg in der ADAC GT4 Germany.

Nur wenige Kilometer entfernt vom Nürburgring hat Prosport Racing seinen Teamsitz. Der Rennstall aus Wiesemscheid setzt in der ADAC GT4 Germany einen Mercedes-AMG GT4 ein, der von Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim) pilotiert wird. Das Duo ist auf Tabellenrang sechs ebenfalls noch vielversprechend im Titelrennen platziert. Mit BMW, Porsche, Aston Martin, Toyota und Mercedes-AMG befinden sich somit Fahrzeuge von fünf unterschiedlichen Herstellern in den Top Sechs der Gesamtwertung. Somit können sich die Zuschauer auf ein buntes und abwechslungsreiches Rennwochenende einstellen. Zudem setzt Razoon - more than Racing noch ein drittes Fahrzeug ein. Dabei handelt es sich um einen Porsche, der von Rückkehrer Damon Surzyshyn (49/CAN) und Jack James (20/GBR) pilotiert wird. Den Platz von James an der Seite von Hamish Forrest (17/GBR) übernimmt Neueinsteiger Gregor Schneider (48/GER).