Mittwoch, 12. August 2026

Euro Moto Superbike: Geiger schwenkt um und will die Belohnung

Die ersten Tests sind vollzogen und Dirk Geiger hat seine Team Apreco-Chefin Corine Brandhorst sprachlos gemacht. Er steigt in der EURO MOTO-Saison 2027 in die Superbike-Klasse auf. Der momentane Titelfavorit aus der Supersport-Kategorie tritt dann als zweiter Yamaha R1-Fahrer neben Twan Smits an.

Corine Brandhorst ist noch immer überrascht: „In meinem Drei- bis Fünfjahresplan für die Weiterentwicklung des Teams war es immer vorgesehen, irgendwann mit zwei Motorrädern in der Superbike-Klasse anzutreten. Was allerdings nicht Teil meines Plans war, war der Aufstieg von Dirk Geiger. Er und Lennox Lehmann haben sich als sehr starkes Team erwiesen und ich hätte beide gerne auch 2027 wiederzusammen in der Supersport-Klasse gesehen. Für 2028 ist der Schritt in die World Supersport-WM geplant.“

Offensichtlich bestand von mehreren Fahrern Interesse, die nächsten zwei Jahre an der Seite von Twan zu verbringen. Brandhorst erszählt: „Gemeinsam mit Yamaha haben wir eine Shortlist mit drei Fahrern erstellt, die ich anschließend mit meinem Team und unseren Fahrern besprochen habe. Als ich mich mit Dirk zusammensetzte, fragte er mich am Ende unseres Gesprächs: ‚Warum zieht ihr mich eigentlich nicht in Betracht?‘ Für einen Moment war ich sprachlos, denn Dirk hatte zuvor nie Interesse an der Superbike-Klasse gezeigt und war immer vollständig darauf fokussiert, in die World Supersport aufzusteigen.“

In den vergangenen Monaten hat Geiger die R1 GYTR mehrfach getestet und zusätzlich an zwei Läufen zur FIM Endurance World Championship teilgenommen. Yamaha jetzt einen Entwicklungsplan für beide Fahrer erarbeitet. Brandhorst umreißt das Ziel ganz klar: „Wir wollen innerhalb der kommenden zwei Jahre den EURO MOTO Superbike-Titel ins Team Apreco und zu Yamaha holen.

Auch die Belohnung für den Fahrer, der diesen Titel holt, ist klar: Sobald der Titel wieder bei Yamaha ist, ist der nächste Schritt in seiner Karriere bereits gesichert.“

Dirk Geiger erklärt seinen Wechsel so: „Seit ich Twan während der Wintertests und beim ersten Rennwochenende am Sachsenring auf der R1 gesehen habe, war ich extrem beeindruckt von diesem Motorrad. Und sind wir ehrlich: Sie ist aktuell definitiv eines der coolsten Bikes im gesamten Feld!“

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek