Donnerstag, 21. Mai 2026

Superbike: Marcel Schrötter will das „perfekte“ Ergebnis

Vor fast 20 Jahren bestritt Marcel Schrötter sein erstes Rennen in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft. 2008 holte er in der Achtelliterklasse den ersten Titel. Jetzt hat der mittlerweile 33-Jährige den Gesamtsieg in der IDM-Nachfolge-Serie EURO MOTO im Visier. Sein Ziel ist es, „die rote Maschine“ zu schlagen.

Die erste Duftmarke ist gesetzt: ein Podiumsplatz auf der BMW M 1000 RR beim EURO MOTO Auftakt auf dem Sachsenring. Doch Schrötter will mehr. Der Neuzugang vom Team GERT56 by RS Speedbikes sagt: „Ich freue mich sehr über den zweiten Platz im ersten Rennen. Besonders, da das Podium für mich etwas überraschend kam, nachdem ich aus der dritten Reihe starten musste. Und weil ich keine Erfahrungen mit den Reifen über die Distanz hatte.“ Für den Bayern war es das fast perfekte Rennen. Denn er weiß auch: „Natürlich ist es nur wirklich perfekt, wenn man als Sieger ganz oben auf dem Podium steht. Aber ich muss auch sagen, dass die Ducati mit Lukas Tulovic ganz vorne momentan in einer eigenen Liga fährt. Am Sachsenring konnten wir einfach nichts dagegen ausrichten. Daher war der zweite Platz das maximal Mögliche, aber das sollte nicht der Standard für den Rest der EURO MOTO-Saison sein. Das Ziel ist ganz klar, die rote Maschine zu schlagen.“

Wie schwer Schrötter dafür ackert und ausprobiert, zeigte der zweite Lauf: „Aufgrund der Erfahrungen aus dem ersten Rennen hatten wir einige technische Änderungen vorgenommen. Leider hat die Wahl eines anderen Vorderreifens nicht den erhofften Schub gebracht. Diese Entscheidung hat die Vorteile, die ich im ersten Rennen gegenüber meinen direkten Konkurrenten hatte, zunichte gemacht. Generell hatte ich mehr Schwierigkeiten, meine Linie zu halten und meine Schaltpunkte richtig zu treffen. Es war ein bisschen schade, denn ich hatte die Pace und die Power für einen zweiten Podiumsplatz. Letztendlich ist es, wie es ist, da wir diese Entscheidung als Team getroffen haben und ich als Fahrer das letzte Wort hatte. Der vierte Platz ist immer noch keine Katastrophe, vielmehr haben wir eine gute Schadensbegrenzung betrieben. Noch wichtiger ist, dass die Informationen, die wir sammeln konnten, uns beim nächsten Mal in Brünn definitiv sehr helfen werden.“ Denn vom 29. bis zum 31. Mai 2026 heißt es im tschechischen Autodrom: Auf ein Neues!

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Dienstag, 19. Mai 2026

Strandausflug zu Pfingsten: Das ADAC GT Masters in Zandvoort

  • Das ADAC GT Masters gastiert zum zwölften Mal im niederländischen Zandvoort
  • Zuwachs in den Dünen: Pure Rxcing tritt als Gaststarter mit dem Porsche 911 GT3 R an
  • Alle Rennen live auf Joyn, ServusTV On und Youtube sowie sonntags auf Sport1 im TV

FK Performance Motorsport hat bereits zwei Siege in Zandvoort erzielt
Foto: ADAC-Motorsport

Zweite Saisonstation in die niederländischen Dünen: Über das Pfingstwochenende (22. bis 24. Mai) gastiert das ADAC GT Masters auf der legendären Formel-1-Rennstrecke in Zandvoort. Im Rahmen der DTM bestreitet die GT3-Nachwuchsliga des ADAC ihr zweites Saisonevent. Tickets sind unter dtm.com ab 49 Euro erhältlich. Die Rennen starten am Samstag und Sonntag jeweils um 15:10 Uhr, der zweite Lauf wird live auf Sport1 im Free TV übertragen, die gesamte Liveaction gibt es im Stream auf Joyn, ServusTV ON und youtube.com/adacmotorsports zu sehen.

Gaststarter Pure Rxcing in Zandvoort

In Zandvoort wird Pure Rxcing mit einem Porsche 911 GT3 R als Gaststarter an Bord sein. Pilotiert wird das Auto mit der Startnummer 9 von Aliaksandr Malykhin (38/GBR) und Alexey Nesov (22). Das litauische Team Pure Rxcing wurde 2022 durch Teamchef Edgar Kochanovskij gegründet und ist seither international erfolgreich. Pilot Alex Malykhin hält dem Team von Beginn an die Treue. Er tritt in der Saison 2026 auch in einer anderen Rennserie gemeinsam mit Teamkollege Alexey Nesov an. „Wir freuen uns sehr auf den Gaststart im ADAC GT Masters“, erklärt Teamchef Kochanovskij. „Die Leistungsdichte der Meisterschaft ist sehr hoch und es wäre vermessen, mit zu hohen Erwartungen an den Start zu gehen. Wir möchten die Serie gerne kennenlernen und ein Gaststart in Zandvoort erschien uns dazu die perfekte Gelegenheit.“

Wetter, Sand und Grip: Die Herausforderungen in Zandvoort

Mit hohen Erwartungen reist Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) an die Nordsee. Nach einem Sieg und einem weiteren Podiumsplatz beim Saisonauftakt am Red Bull Ring führt der 21-Jährige mit seinem Teamkollegen Felix Hirsiger (27/CHE) im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 die Fahrermeisterschaft an und hat zudem äußerst gute Erinnerungen an Zandvoort im Gepäck. „Dort habe ich vergangenes Jahr meinen ersten Rennsieg im ADAC GT Masters gefeiert. Das war etwas ganz Besonderes“, erinnert sich Zulauf zurück, der sich 2025 auch die Pole-Position auf dieser Strecke sicherte.

Zur Herausforderung wird Jahr für Jahr die Nähe zum Strand und die damit verbundenen Wetterkapriolen. „In der ersten Session des Wochenendes liegt immer extrem viel Sand auf der Strecke durch die Dünen rundherum. Die Gripverhältnisse sind schwierig einzuschätzen, weil das Wetter sehr schnell umschlägt und von Wind und Regen über Sonne und Wärme alles innerhalb kürzester Zeit passieren kann“, erläutert Zulauf.

Die Favoriten in Zandvoort

Das ADAC GT Masters wird zum insgesamt zwölften Mal in Zandvoort an den Start gehen. Die mit Abstand erfolgreichsten Marken der Vergangenheit waren Audi mit fünf und Lamborghini mit drei Siegen. Diese Statistik würde Simon Connor Primm (21/Großschirna) gerne erweitern. Mit seinem Team HGL Racing, das 2026 im ADAC GT Masters debütiert, zeigte er beim Saisonauftakt starke Ergebnisse im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 und hat aus der abgelaufenen Saison auch schon einen Sieg in Zandvoort auf der Habenseite: „Es sind natürlich schöne Erinnerungen und ein gutes Gefühl, an diese Strecke zurückzukehren“, verrät Primm. „Die Atmosphäre direkt am Meer ist einzigartig und generell ist es ein spektakulärer Kurs. Unser Ziel ist es, erneut in die Top-5 zu fahren, aber über mehr beschweren wir uns selbstverständlich nicht.“

Besonders eindrucksvoll und beliebt ist der 4,259 km lange Kurs durch seine Steilkurven. Die „Hugenholtzbocht“ (Kurve 3) und die „Arie Luyendykbocht“ - die letzte Kurve vor der Start-Ziel-Geraden - haben eine Neigung von 32 Prozent. Die erste Kurve, die legendäre „Tarzanbocht“ ist für spektakuläre Überholmanöver bekannt. Als wirkliche Old-School-Strecke erlaubt Zandvoort durch die Kiesbetten direkt neben dem Kurs keine Fehler und der Fahrer steht noch mehr im Fokus als gewöhnlich.

Tim Zimmermann (29/Langenargen) ist der dienstälteste Pilot des ADAC GT Masters und wurde vergangenes Jahr Vizechampion. Der BMW-Pilot blickt auf einen Sieg sowie zwei Podiumsplatzierungen auf dem Dünenkurs zurück und auch sein Team FK Performance Motorsport hat bereits zwei Erfolge in der Bilanz. „Ich gehe ohne Erwartungen nach Zandvoort, da viele Faktoren eine Rolle spielen“, so Zimmermann. „Für mich ist es die Rennstrecke mit dem größten Charakter. Ich mag sie sehr und sie liegt mir auch. In den vergangenen Jahren hat es immer gut gepasst.“


24h-Nürburgring-Sieger Engel über Lackaustausch in der DTM und die "kleine Nordschleife" Zandvoort

Maro Engel kommt als DTM-Tabellenführer nach Zandvoort
Foto: ADAC-Motorsport

Maro Engel (Monaco) ist traumhaft in die Motorsportsaison 2026 gestartet. Nach einem Sieg und einem dritten Platz beim DTM-Auftakt am Red Bull Ring jubelte der Mercedes-AMG-Pilot vergangenes Wochenende auch über den Gesamtsieg des ADAC Ravenol 24h Nürburgring. Diese Erfolgsserie möchte Engel beim anstehenden DTM-Stopp in Zandvoort (22. bis 24. Mai) ausbauen. Vor dem Rennwochenende an der niederländischen Nordsee spricht der DTM-Tabellenführer über seine besondere Beziehung zur DTM, den Geparden auf seinem Mercedes-AMG GT3 und die Vorfreude auf den Dünenkurs.

Maro, du feierst dieses Jahr Jubiläum und bestreitest deine zehnte DTM-Saison. Welche Bedeutung hat die DTM für dich?

Die DTM steht für mich für absoluten Spitzensport. Es geht eng zu, Tür an Tür, Rad an Rad, ab und an mit ein bisschen Lackaustausch - und genau das macht es so spannend. Die DTM ist eine unglaublich harte Serie, von der ich schon als Kind Fan war. Zu Events wie dem Norisring kommen über 100.000 Zuschauer, die genau diesen Motorsport sehen wollen. Für mich ist die DTM kein Sprungbrett, sondern eine Serie, in der man angekommen ist und sich mit den besten GT-Profis der Welt misst. Genau darin liegt der Reiz. In meine zehnte Saison zu gehen, macht mich stolz und ich freue mich nach wie vor auf jedes bevorstehende Rennen.

Wie blickt man als Tabellenführer mit einigen Tagen Abstand auf das DTM-Auftaktwochenende?

Der Sieg auf dem Red Bull Ring war ein gelungener Saisonstart und eine Bestätigung für die harte Arbeit, die wir im Winter investiert haben. Bei den Testfahrten ging es vor allem darum, die neuen Reifen schnell zu verstehen. Dass wir das direkt in ein so starkes Wochenende am Red Bull Ring umsetzen konnten, fühlt sich sehr gut an. Mein letzter Sieg war auch schon eine Weile her – das hat den Moment umso schöner gemacht und ich habe ihn einfach genossen. Den Abend haben ich gemeinsam mit meiner Frau beim Konzert von Umberto Tozzi ausklingen lassen, was das perfekte Ende für einen sehr schönen Tag war.

Nächster Stopp der DTM ist Zandvoort – was verbindest du mit dem niederländischen Dünenkurs?

Vor allem ganz besondere Erinnerungen an meinen Sieg in der Saison 2023. Das war ein fantastisches Wochenende – tolles Wetter, ein starkes Qualifying und ein sehr gutes Rennen. Für mich war es der erste Sieg in der GT3-Ära der DTM. Wenn du in der DTM auf dem Podium stehst, hast du schon einen sehr guten Job gemacht. Wenn du ganz oben stehst, sind das ganz besondere Momente, auf die man mit Stolz zurückblickt.

War die Macht den Circuit Zandvoort so besonders?

Zandvoort ist für mich eine der schönsten Strecken im Kalender. Sie wird nicht umsonst oft als "kleine Nordschleife" bezeichnet: Es geht bergauf und bergab mit einer Mischung aus schnellen und langsamen Kurven. Die Strecke ist in die Natur eingebettet und jede Runde macht einfach Spaß. Die beiden Steilkurven haben die Strecke noch spektakulärer gemacht. Dazu ist die Atmosphäre dort immer besonders.

Allein seit 2024 stehen 13 Podiumsplätze in deiner DTM-Bilanz. Woher kommt diese Konstanz und wie wichtig ist sie im Titelkampf?

Konstanz ist in der DTM extrem wichtig und entscheidend, wenn du den Titel holen willst. Darauf legen wir als Mercedes-AMG Team Ravenol auch großen Wert. Wir hinterfragen uns nach jeder Session, nach jedem Einsatz und versuchen, uns ständig zu verbessern. Wenn man konsequent das Maximum herausholt, folgen auch die Ergebnisse.

Dein Mercedes-AMG GT3 fällt mit seinem Design sofort ins Auge. Wie ist die Idee entstanden?

Das Design finde ich richtig cool. Der Gepard ist das schnellste Landtier der Welt, passt damit perfekt zum Rennsport und verleiht dem Auto einen besonders prägnanten Look. Die Idee kam tatsächlich von meinem Vater, der in seinem Berufsleben als Designer tätig war, als er mich bei einem Rennen am Norisring besucht hat. In einem Gespräch mit den beiden Verantwortlichen von Ravenol nahm das Ganze dann konkrete Formen an. Mir gefällt es super und ich freue mich darauf, bei den nächsten DTM-Rennen mit dem Gepard wieder auf die Jagd nach weiteren Siegen zu gehen.



Montag, 18. Mai 2026

DTM in Zandvoort: Sand, Steilkurven und ein Heimspiel für Vermeulen an Pfingsten

  • Rasante Pfingsten: DTM zu Gast an der Nordseeküste bei Amsterdam
  • Maro Engel fährt als Spitzenreiter zum zweiten Saisonstopp in die Niederlande
  • Lokalmatador Thierry Vermeulen setzt auf Unterstützung der heimischen Fans

Thierry Vermeulen tritt in einem Ferrari 296 GT3 Evo an
Foto: ADAC-Motorsport

Salzige Meeresbrise statt alpiner Höhenluft: Nach dem Auftakt in Spielberg in Österreich geht es für die DTM am Pfingstwochenende (22. bis 24. Mai) zum zweiten Saisonstopp an die niederländische Nordseeküste. Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) reist als Spitzenreiter nach Zandvoort – und kommt nach seinem Sieg beim ADAC Ravenol 24h Nürburgring am vergangenen Wochenende mit Rückenwind an den Formel-1-Kurs. Gespannt blicken die Fans auf Lokalmatador Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing), der bei seinem Heimspiel im Ferrari 296 GT3 Evo starke Resultate abliefern will. Tickets für das Rennwochenende in Zandvoort gibt es ab 49 Euro unter dtm.com. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. ProSieben zeigt die Rennen live im Free-TV und überträgt am Samstag und Sonntag ab 13 Uhr aus Zandvoort. Im kostenlosen Stream sind die beiden Meisterschaftsläufe bei Joyn, ran.de, ServusTV On und dem YouTube-Kanal der DTM zu sehen.

Keyfacts, Circuit Zandvoort, Zandvoort, Saisonrennen 3 und 4 von 16

  • Streckenlänge: 4.259 Meter
  • Layout: 14 Kurven (zehn Rechts-, vier Linkskurven), im Uhrzeigersinn befahren
  • Sieger 2025, Rennen 1: Ayhancan Güven (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R)
  • Sieger 2025, Rennen 2: René Rast (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 Evo)

Mercedes-AMG mit Doppelspitze nach Zandvoort

Der DTM-Auftakt in Österreich stand für Engel und seinen Markenkollegen Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf) unter einem guten Stern: Die Mercedes-AMG-Piloten überzeugten in beiden Rennen mit Podiumsplätzen, Engel konnte zudem den Sonntagslauf für sich entscheiden und möchte diese Serie in den Niederlanden fortsetzen. „Mein Sieg 2023 in Zandvoort war mein erster Erfolg in der GT3-Ära der DTM. Wenn du ganz oben stehst, sind das ganz besondere Momente, auf die man mit Stolz zurückblickt und die man gern wiederholen möchte”, sagt der Routinier.

Hinter dem Mercedes-AMG-Duo lauert mit Marco Wittmann (Fürth) von BMW-Team Schubert Motorsport ein Zandvoort-Experte, der dort bereits zwei DTM-Läufe gewonnen hat. „Zandvoort ist einfach eine coole Strecke mit der tollen Kulisse in den Dünen und dem besonderen Strand-Feeling”, erklärt der BMW-Pilot. „Ich fahre dort sehr gern. BMW war in Zandvoort immer stark, der Kurs liegt uns und wir wollen an das gute Event in Spielberg anknüpfen.” Auch Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) überzeugte bei seinem ersten DTM-Einsatz im Aston Martin Vantage GT3 mit viel Speed und Kampfgeist. Diesen Schwung möchte der selbst ernannte „Dünen-Däne” an die Nordseeküste mitnehmen.

Heimspiel für Ferrari-Pilot Vermeulen

Der in Venlo geborene Lokalmatador Vermeulen freut sich auf viele Freunde und Fans bei seinem Heimspiel. Doch die technisch schwierige Strecke hat ihre Herausforderungen, wie der 23-Jährige weiß: „Zandvoort hat einen echten Old-School-Charakter. Die Strecke ist sehr wellig, hat viele Kuppen, große Höhenunterschiede und Kiesbetten statt Asphalt-Auslaufzonen. Man muss vor allem im Qualifying sehr präzise fahren, denn Fehler werden nicht verziehen. In den Banking-Kurven kann man verschiedene Linien wählen, hier rechne ich mit spektakulären Duellen. Ich kann es kaum erwarten, in Zandvoort an den Start zu gehen, und hoffe, dass mich und meinen Ferrari zahlreiche Fans in der Box besuchen.”

Volles Rahmenprogramm angeführt vom ADAC GT Masters

Auf dem Dünenkurs erleben die Fans neben der DTM weitere attraktive Rahmenserien. Für das ADAC GT Masters ist Zandvoort der zweite Saisonstopp, der Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland geht in den Niederlanden dagegen schon zum vierten Mal an den Start. Da auch der Porsche Carrera Cup Benelux auf der 4,259 Kilometer langen Strecke antritt, sehen die Zuschauer doppelte Markenpokal-Power. Die Nachwuchsserie Formula Regional European Championship ist nach Spielberg zum zweiten Mal auf der DTM-Plattform zu sehen und liefert mit den einheitlichen F3-Fahrzeugen spannenden Formelsport.

 

Freitag, 15. Mai 2026

Vorschau ADAC Racing Weekend in Oschersleben

Foto: Jens Hawrda

Die Motorsport Arena Oschersleben empfängt vom 30. bis 31. Mai das ADAC Racing Weekend. 10 Rennen werden am Wochenende geboten. Von Tourenwagen bis hin zu GT3 und GT4 Fahrzeugen ist alles dabei.

Volle Fahrerfelder und spannende Rennszenen sind garantiert und werden bei den Besuchern für Begeisterung sorgen.

Mit dabei ist die Porsche Sprint Challenge mit modernen GT3 und GT4 Fahrzeugen. Der Porsche Sports Cup bietet unter anderem Nachwuchspiloten die Möglichkeit, ihre ersten GT-Erfahrungen zu sammeln.

Die STT – Spezial Tourenwagen Trophy – ist ebenfalls fester Bestandteil des ADAC Racing Weekends. Verschiedene Klassen für Tourenwagen und GT-Fahrzeuge bieten in dieser Serie eine enorme Bandbreite an Rennwagen.

Neu mit dabei: Die GT Summer Series by GEDLICH Racing, die am Wochenende ganze drei Rennen austragen wird. GT3, GT4 sowie Klassen für Einzelmodelle wie den Lamborghini Super Trofeo, Ferrari Challenge, Porsche Cup und McLaren Trophy sind für die heiße neue Rennserie zugelassen.

Heiß her geht es auch beim NATC, dem Norddeutschen ADAC Tourenwagen Cup, der am Samstag und Sonntag jeweils ein Sprint-Rennen und ein Endurance-Rennen abliefert.

Das ADAC Racing Weekend verspricht ein actionreiches Wochenende für alle Motorsportfans. Der Zutritt zum Fahrerlager ist inklusive.

Donnerstag, 14. Mai 2026

Euro Moto Sportbike: Meisterschaftsstand

Meisterschaftsstand nach 2 von 14 Rennen (Top-Five)

Stephan Zuda, Triumph Daytona 600 #23
Foto: Jens Hawrda


1. Stephan Zuda, Triumph Daytona 600, 
    Team Freudenberg RORA-PALIGO Racing         50 Punkte
2. Tobias Kitzbichler, Aprilia RS 660, 
    Team ViVa by Peuker & Streeb                            36 Punkte
3. Jacob Rosenthaler, Triumph Daytona 600, 
    Team RT Motorsports                                           33 Punkte
4. Ruben Bijman, Triumph Daytona 600, 
    Team Freudenberg RORA-PALIGO Racing          29 Punkte
5. Mika Siebdrath, Triumph Daytona 600, 
    Team Freudenberg RORA-PALIGO Racing          21 Punkte 



Euro Moto Supersport: Meisterschaftsstand

 Meisterschaftsstand nach 2 von 14 Rennen (Top-Five)

Daniel Blien, Ducati Panigale V2 #26
Foto: Jens Hawrda

  1. Daniel Blien, Ducati Panigale V2, Team Automarket AF Racing               50 Punkte
  2. Dirk Geiger, Yamaha YZF-R9, Team Apreco Yamaha                              40 Punkte
  3. Lennox Lehmann, Yamaha YZF-R), Team Apreco Yamaha                     32 Punkte
  4. Marcel Brenner, Ducati Panigale V2, Team Automarket AF Racing         23 Punkte
  5. Luca De Vleeschauwer, Yamaha YZF-R9, Team SWPN                          23 Punkte   

Euro Moto Superbike Meisterschaftsstand

Meisterschaftsstand der nach 2 von 14 Rennen (Top-Five)

Lukas Tulovic, Ducati Panigale V4
Foto: Jens Hawrda

  1. Lukas Tulovic, Ducati Panigale, Team Triple M Ducati Frankfurt       50 Punkte
  2. Marcel Schrötter, BMW M 100 RR, Team GERT56                           33 Punkte
  3. Twan Smits, Yamaha YZF-R1, Team Apreco-Yamaha                      30 Punkte  
  4. Hannes Soomer, BMW M 1000 RR, Team Masteroil-Alpha              29 Punkte
  5. Markus Reiterberger, BMW M 1000 RR, Team Masteroil-Alpha       26 Punkte 

Mittwoch, 13. Mai 2026

ADAC WildCard Challenge 2026: Jetzt Platz im Finale der Euro Moto sichern

  • Projekt zur Unterstützung talentierter Motorradrennfahrer. 
  • Übernahme von sämtlichen relevanten Kosten für qualifizierte Piloten. 
  • Teilnahme bei Euro Moto Saisonfinale in Hockenheim.

Foto: Jens Hawrda

ie ADAC WildCard Challenge geht 2026 in die nächste Runde und bietet ambitionierten Motorradrennfahrern die Möglichkeit, sich einen kostenlosen Startplatz im Finale der Euro Moto vom 27. bis 29. September 2026 am Hockenheimring zu ergattern. Die Challenge ist als Sprungbrett aus dem lizenzfreien in den lizenzierten Motorradsport konzipiert und richtet sich an Teilnehmer von Breitensport Motorradrennserien.

Wer sich für die Challenge anmeldet und in seiner jeweiligen Serie unter den besten Drei platziert ist, qualifiziert sich für einen der begehrten kostenlosen Startplätze in der Klasse Pro Superstock 1000 und profitiert zusätzlich von weiteren Vorteilen. Teilnahmeberechtigt sind Piloten, die aktuell in der German Moto Masters GMM 1000, der Internationalen Bike Promotion Meisterschaft SBK Open oder im Speer Regio Cup Moto 1000 an den Start gehen. Euro Moto Permanentstarter sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Für die qualifizierten Fahrer der ADAC WildCard Challenge 2026 werden sämtliche relevanten Kosten übernommen. Dazu zählen mögliche Lizenzgebühren, das Nenngeld sowie ein Boxenplatz. Abhängig von der Platzierung stellt Pirelli zusätzlich Reifenkontingente zur Verfügung.

Der Stichtag für die Challenge ist der 17. August 2026. Er wurde so festgelegt, dass in allen teilnehmenden Serien mindestens vier von fünf Veranstaltungen absolviert sind und damit eine aussagekräftige sportliche Bewertung möglich ist. Qualifizieren können sich nur Fahrer, die auf den Strecken Hockenheim, Most und Oschersleben maximal 110 Prozent der jeweiligen Euro Moto beziehungsweise IDM Vergleichszeit erreichen.

Die Anmeldung zur Challenge erfolgt bis zum 30. August 2026 über Udo Mark (umark@17-gmbh.de).

ADAC WildCard Challenge – Förderung

(für alle Fahrer, die die Teilnahmevoraussetzungen erfüllen und zum Stichtag 17.08.2026 in ihrer Klasse unter den Top 3 liegen)

Platz 1: 

Übernahme der Kosten für die B-Lizenz (sofern noch nicht vorhanden), Übernahme des Nenngelds für das Euro Moto-Finale, Bereitstellung von 6 Reifen und Boxenplatz

Platz 2: 

Übernahme der Kosten für die B-Lizenz (sofern noch nicht vorhanden), Übernahme des Nenngelds für das Euro Moto-Finale, Bereitstellung von 3 Reifen und Boxenplatz

Platz 3: 

Übernahme der Kosten für die B-Lizenz (sofern noch nicht vorhanden), Übernahme des Nenngelds für das Euro Moto-Finale und Boxenplatz

Ansprechpartner

Fabian Schuster

Leiter Motorsport Motorrad und Motorradkoordination

Tel.: +49 (0)89 7676 4451 | Mobil: +49 (0)171 555 51 90

fabian.schuster@adac.de

Udo Mark (im Auftrag des ADAC)

ADAC Motorradsport

Tel.: +49 7723 9295 901 | Mobil: +49 176 2713 1363

umark@17-gmbh.de


Quelle: adac-motorsport.de

Dienstag, 12. Mai 2026

Kein leichtes Rennwochenende für das Masteroil-alpha-Van Zon-BMW-Team am Sachsenring

Milan Merckelbagh #55 und Jan Mohr # 5
Foto: Jens Hawrda

Die Euro-Moto-Fahrer – die bis zum letzten Jahr unter dem Namen IDM antraten – mussten lange warten, bis die Punktejagd in Deutschlands höchster Motorradrennserie endlich wieder aufgenommen wurde. Das Team des belgischen Teammanagers Werner Daemen hat erneut ein starkes Quartett in der Superbike-Klasse für sein Masteroil-alpha-Van Zon-BMW-Team versammelt: Markus Reiterberger (GER), Hannes Soomer (EST), Jan Mohr (AUT) und Milan Merckelbagh (NED). Letztes Wochenende fand das erste Duell auf der GP-Strecke am Sachsenring statt.

Markus Reiterberger
Foto: Jens Hawrda

Markus Reiterberger ist ein erfahrener Veteran der Euro Moto Serie. Er hat die Vorgängerserie, die IDM, bereits viermal als Meister beendet, und auch in diesem Jahr gehört der Bayer erneut zu den potenziellen Titelanwärtern. Auf dem Sachsenring musste sich der BMW-Fahrer jedoch zunächst wieder orientieren. "Ich war in den letzten Jahren mehr als einmal Gast am Sachsenring", sagte er, "aber das letzte Mal, dass ich hier tatsächlich gefahren bin, war vor 13 Jahren." Am Freitag machte anhaltender Nieselschlag das Leben für die Fahrer noch schwerer, und selbst der sonst so stabile Reiterberger rutschte während der zweiten freien Trainingseinheit aus und musste am Samstag in Superpole 1 eine zusätzliche Runde absolvieren, bevor er sich im letzten Rennen, Superpole 2, den dritten Startplatz sicherte. "Um ehrlich zu sein, habe ich mich noch nicht ganz an das Serienmotorrad gewöhnt", gab der BMW-Fahrer zu, der bis heute einer der Top-Fahrer der Langstrecken-Weltmeisterschaft ist. "Deshalb sind die zusätzlichen 15 Minuten Übung sehr nützlich."

Nach einem eher mittelmäßigen Start in das erste Rennen musste Reiterberger richtig loslegen. "Ich habe schließlich meinen Rhythmus gefunden, trotz des härteren Vorderrads." Sein Teamkollege Hannes Soomer erwies sich beim Überholen als harter Nuss. In den Doppel-Linkskurven konnte der Bayern jedoch letztlich den Esten überholen und als Dritter ins Ziel kommen. Reiterberger fand keinen Weg an seinem bayerischen Landsmann Marcel Schrötter vorbei. "Die Reifen waren in der zweiten Rennhälfte ziemlich rutschig", fügte Reiterberger hinzu. "Ein Podiumsplatz ist Schadensbegrenzung, also ist alles in Ordnung. Wir müssen weiterarbeiten; Ich fühle mich immer noch nicht zu 100 Prozent wohl, also haben wir noch viel Potenzial. Wir arbeiten Schritt für Schritt voran."

Doch dieser Plan ging beim zweiten Sachsenring-Rennen nicht auf. Während der Start etwas ähnlich verlief wie in der Morgensession, musste Markus Reiterberger gegen Ende des Rennens einen deutlichen Rückschlag hinnehmen. "Es gibt Tage, an denen man verliert", war seine nüchterne Analyse. "Die Ducati war sofort weg, aber mein Start war okay. Ich steckte wieder lange hinter Hannes Soomer fest; Er bremst einfach sehr stark. Ich war wahrscheinlich der Einzige, der sich vorne für einen SC2-Reifen entschieden hat, da mein Vorderreifen im Training schon schnell abgenutzt war. Ich konnte nicht so fahren, wie ich wollte, und es hat schlecht gepumpt. Aber es ist, wie es ist. Entweder muss das Fahrrad besser zu mir passen, oder ich muss mich besser anpassen."

Hannes Soomer
Foto: Jens Hawrda

Hannes Soomer hatte seinen Vertrag mit dem Masteroil-alpha-Van Zon-BMW-Team frühzeitig verlängert, aber er hätte fast das erste verpflichtende Euro Moto Superbike-Fahrermeeting auf dem Sachsenring verpasst. Er blieb jedoch von der Geldstrafe von 100 Euro verschont, die für das Überlassen verhängt worden wäre. "Ich kam etwa 30 Sekunden vor Beginn am Sachsenring an." Er reiste von seinem Heimatland Estland über Helsinki nach Deutschland. In der finnischen Hauptstadt verpasste er jedoch seinen Anschlussflug und musste über einen Umweg nach Sachsen gelangen. Auch er nimmt an der Langstrecken-Weltmeisterschaft neben der Euro Moto Serie im Auftrag des Herstellers BMW teil. "Aber man kann die Motorräder nicht wirklich vergleichen", enthüllt er, "man muss jedes Mal neu justieren. Aber mein Euro Moto Bike ist definitiv schneller als letztes Jahr." Nachdem er in der regnerischen ersten Freitagsübung die schnellste Zeit gefahren hatte, sicherte er sich den zweiten Startplatz in der Superpole 2, direkt hinter dem Pole-Setter und langjährigen Rivalen Lukas Tulovic.

Nach dem vierten Platz im ersten Rennen war der Este nicht wirklich in Feierlaune. Über die gesamte Strecke hatte er mit Marcel Schrötter und seinem Teamkollegen Markus Reiterberger um einen Podiumsplatz gekämpft, scheiterte aber letztlich am Ende. "Alles war perfekt", beschreibt er den Start des Rennens, "aber zwei Runden vor dem Ziel war mein Hinterreifen kaputt." Für das Nachmittagsrennen forderte er sofort seine Rivalen heraus. "Alles wird wieder auf die Probe gestellt", versprach er, "das Setup, die Abstimmung und mich selbst."

Sein Erfolg im zweiten Rennen bestätigte ihm. "Es war das Gegenteil von Rennen 1", erklärte er, nachdem er den Pokal für den dritten Platz bei der Podiumszeremonie entgegengenommen hatte. "Da mein Reifen am Ende von Rennen 1 ziemlich abgenutzt war, habe ich mir etwas für Rennen 2 aufgehoben. Deshalb war ich am Ende immer noch schnell. Vielleicht war ich ein bisschen zu vorsichtig. Twan Smits war mir zu weit voraus. Aber ich bin zufrieden mit dem Podium. Außerdem ist heute Muttertag und meine Mutter ist hier am Sachsenring. Also habe ich jetzt doch ein Geschenk für sie."

Jan Mohr ist nach einer zweijährigen Pause wieder beim Masteroil-alpha-Van Zon-BMW Team und will dort seine frühere Form wiederfinden. "Nach den Testsitzungen fühle ich mich gut vorbereitet", versicherte er. "Zuerst in Valencia und dann in Oschersleben – das lief sehr gut. Außerdem mag ich den Sachsenring; Ich fahre gerne gegen den Uhrzeigersinn. Natürlich wird es nicht einfach. Mit der Rückkehr von Markus Reiterberger und der Ankunft von Marcel Schrötter hat sich das Niveau der Serie erneut verbessert. Aber das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Mit diesen beiden schnellen Fahrern ist das ohnehin schon starke Fahrerfeld noch stärker geworden." Die Rennen auf dem Sachsenring starteten dann von Platz 12 für den Österreicher.

Im ersten Rennen erwischte er von Anfang an einen guten Start und arbeitete sich in die Top Ten vor. "Ich konnte auch die Gruppe vor mir mit Florian Alt und Toni Finsterbusch aufholen", berichtete der Österreicher. "Mein Start hätte besser laufen können. Es war schwierig, das richtige Setup zu finden, da sich die Bedingungen veränderten. Ich hatte besonders Probleme mit dem Vorderreifen und musste ab der fünften oder sechsten Runde an manchen Stellen früher bremsen und hatte viel Bewegung auf dem Motorrad. Aber ich bin ziemlich zufrieden." Danach gab es auch Lob vom Teamchef Daemen. "Er hat sich gut geschlagen. In den letzten Runden war er so schnell wie die Top-Fahrer."

Werner Daemen hätte dieses Lob nach dem zweiten Rennen wiederholen können. Denn während die Zeiten in der Verfolgergruppe sanken, konnte Jan Mohr sein Tempo bis zum Schluss halten. Der Österreicher hatte jedoch Schwierigkeiten gegen den Ungarn Soma Görbe. "Ich war nicht wirklich in Schlagweite", sagte Mohr, nachdem er als Zwölfter die Ziellinie überquert hatte. "Also konnte ich ihn nicht wirklich angreifen. Was das Gefühl angeht – und leider auch in Bezug auf die Probleme – war es ähnlich wie heute Morgen. Aber eines bin ich mir sicher: Ich liege nicht weit daneben."

Milan Merckelbagh ist zwar ein weiteres Jahr älter, aber in seinem zweiten Jahr beim Masteroil-alpha-Van Zon-BMW-Team ist er erneut das jüngste Mitglied. Allerdings hat er jetzt noch ein Jahr mehr Erfahrung. Der Niederländer hält unbeirrt an seinem ehrgeizigen Ziel fest, eines Tages einer der besten Fahrer der Euro Moto zu werden. "Ich trainiere gern im Regen", erklärte er am Freitag, aber wie seine Teamkollegen war er glücklich über die trockenen Bedingungen am Samstag. "Ich fühle mich im Team zu Hause", versicherte er. "Ich kenne jeden, und die Atmosphäre ist großartig. Mein Ziel, unter den Top 8 und schließlich unter den Top 5 zu kommen, ist nicht leichter geworden. Es ist definitiv härter als letztes Jahr. Und ich muss dringend weiter an meinem Qualifying arbeiten, weil ich im Rennen meistens besser bin."

Die Rennen am Sonntag starteten von Platz 14 auf der Startaufstellung, eine Position, die ihn nicht gerade glücklich machte. "Ich hatte Probleme mit dem Motorrad in Superpole, was sich auch in den Rundenzeiten widerspiegelte. Es ist wirklich schade, dass es nicht nach meinem Willen gelaufen ist", kommentierte er. Er wollte auch nach dem ersten Rennen nicht viel sagen. Der ehrgeizige Merckelbagh belegte den 15. Platz und war damit nicht zufrieden. "Frag mich nach Rennen 2 nochmal", bat er, "vielleicht läuft es dort besser." Doch der Wunsch des jungen Niederländers erfüllte sich nicht. Obwohl er am Ziel um einen Platz auf Platz 14 vorrückte, war der BMW-Fahrer nicht in Feierlaune. "Ja, es war besser", sagte er. "Aber einfach nicht gut genug", schloss er. "Ich bin definitiv nicht zufrieden. Es war ähnlich wie heute Morgen, und ich hatte vor allem Probleme, wenn ich in die Kurven einbog."

Nach dem Stopp am Sachsenring geht die Fahrt direkt zur nächsten Grand-Prix-Strecke im Euro-Moto-Kalender: Brünn, Tschechische Republik. Am letzten Maiwochenende setzt das Masteroil-alpha-Van Zon-BMW-Team seine Suche nach Punkten fort.

Quelle: www.bmwracingteam.eu

Montag, 11. Mai 2026

Superbike: Lukas Tulovic mit Ducati-Doppelsieg und brillante Underdogs

Lukas Tulovic holt am Sachsenring einen Doppelsieg
Foto: Jens Hawrda

Rundenrekord, Pole Position, Doppelsieg, Meisterschaftsführung. All das hat Lukas Tulovic beim EURO MOTO-Auftakt auf dem Sachsenring geschafft. Mehr geht nicht. Die Konkurrenz hatte es geahnt und gefürchtet. Nicht weniger spektakulär jedoch war die Vorstellung von Underdog Kevin Orgis, der sich im zweiten Superbike-Lauf mit keinem Geringeren als dem vierfachen Champion Markus Reiterberger anlegte.

Twan Smits, Yamaha R1 #85
Foto: Jens Hawrda

Normalerweise gibt Lukas Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) mit der Ducati Gas und fährt auf und davon. Aber auch im zweiten Superbike-Rennen erwischte der 25-jährige Titelverteidiger nicht den besten Start. Twan Smits (Team Apreco Yamaha) gelang er dagegen erneut hervorragend, nur dass Tulo seine Pole Position diesmal auch durch die erste Kurve rettete und dem Niederländer jegliche Überholaktionen von Beginn an verwehrte.

Hannes Soomer, BMW M 1000 RR #38
Foto: Jens Hawrda

Hannes Soomer und Markus Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon BMW) folgten dahinter im Doppelpack. Kevin Orgis (ORM Racing Team) machte Druck auf Marcel Schrötter (GERT56 by RS Speedbikes). Orgis war die Attraktion schlechthin. Den 26-jährigen Arnsdorfer hatte überhaupt niemand auf dem Zettel und es war eine Sternstunde für den Sachsen, als er gegen Ende des Rennes sogar Dritter war und Koryphäen wie die ehemaligen WM-Fahrer Schrötter und Reiterberger bezwungen hatte – wenn auch kurzfristig. Aber es war wie bei David gegen Goliath: Orgis zeigte beim Heimrennen keine Angst vor großen Namen und lieferte mit einem lupenreinen Überholmanöver von Markus Reiterberger den Beweis, dass auch ein privates Familienteam zeitweilig mit den Werksmannschaften mithalten kann, wenn alles passt.

Lukas Tulovic fuhr sieben Sekunden weiter vorne einem Doppelsieg auf der brandneuen Ducati Panigale V4R entgegen, lutschte vor der Siegerehrung doppeldeutig ein Nimm 2-Bonbon mit Ducati-Aufschrift auf der Tüte, lachte im Kreis und schmetterte: „Das habe ich alles meinem Team zu verdanken“, in die Runde. Superbike-Rookie Schrötter schätzte mit seiner jahrelangen MotoGP- und Supersport-WM-Erfahrung ein, dass Tulo aus eigener Kraft wohl nicht zu bezwingen ist.

Als Zweiter ließ sich der einzige Yamaha-Fahrer im ganzen Feld nach 18 Runden über 3,671 km feiern: Twan Smits. Der Niederländer verlor nicht viele Worte und stammelte nur: „Das ist unglaublich.“ Fakt ist: Der bisherige Underdog und Supersport-Vizemeister von 2023 hat seine Duftmarke jetzt auch in der Superbike-Klasse hinterlassen. Hannes Soomer kam nach mehreren Positionswechseln als Dritter ins Ziel und auch Marcel Schrötter ließ sich nicht auf Dauer von Kevin Orgis abspeisen. Dieser jedoch hielt Altmeister Reiterberger bis zum Schluss in Schach.

Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) verlor schon in der ersten Runde Plätze. Das Honda-Team hatte das Set-up der Fireblade komplett umgeworfen. Im Vergleich zum ersten Lauf machte Alt eine Position gut und wurde diesmal Siebter. Der 30-Jährige befand sich lange in illustrer Gesellschaft. Mit Jan-Ole Jähnig, Leon Orgis, Soma Görbe und Jan Mohr hing er wie am Schnürchen zusammen, um am Ende doch wieder auseinanderzubrechen.

Nicht am Start war Patrick „Pax“ Hobelsberger. Er ist seit einer Woche körperlich angeschlagen, wollte das Wochenende aber trotzdem durchziehen. Nichts ging. Am Sonntag mittag reiste er vorzeitig ab.


EURO MOTO Superbike, 2. Lauf (Top-Ten) 

1. Lukas TULOVIC (DEU/Ducati)

2. Twan SMITS (NLD/Yamaha)

3. Hannes SOOMER (EST/BMW)

4. Marcel SCHRÖTTER (DEU/BMW)

5. Kevin ORGIS (DEU/BMW)

6. Markus REITERBERGER (DEU/BMW)

7. Florian ALT (DEU/Honda)

8. Toni FINSTERBUSCH (DEU/BMW)

9. Leon ORGIS (DEU/BMW)

10.Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati)


Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Sportbike Rennen 2: Zuda mit Doppelsieg am Sachsenring

Stephan Zuda holt Doppelsieg am Sachsenring
Foto: Jens Hawrda

Stepan Zuda (Freudenberg RoRa-Paligo Racing) beendet den Saisonauftakt der EURO MOTO Sportbike auf dem Sachsenring als Doppelsieger. Der Tscheche setzte sich im zweiten Rennen nach einem intensiven und engen Zweikampf gegen Jakob Rosenthaler (RT Motorsports) durch. Damit verlässt er das erste Rennwochenende der Saison mit der maximalen Punkteausbeute von 50 Zählern und reist als Meisterschaftsführender nach Brünn.

Zuda erwischte einen perfekten Start und sprang direkt von Platz drei an die Spitze des Feldes. Der Triumph-Pilot versuchte zwar, sich von seinen Verfolgern abzusetzen, doch Rosenthaler blieb ihm dicht auf den Fersen. Bereits im ersten Rennen am Samstag lieferten sich die beiden spannende Duelle, die sich auch im zweiten Lauf fortsetzten.

Immer wieder wechselte die Führung zwischen den beiden Fahrern. Bis zur letzten Runde blieb das Rennen völlig offen. In der vorletzten Kurve nach dem Wasserfall-Gefälle kam Zuda schließlich besser heraus, schlupfte an Rosenthaler vorbei und verteidigte die Spitze bis zur Ziellinie. „Dieses Rennen war noch tougher als gestern“, erklärte der Triumph-Sieger nach dem Rennen. „Mein Team hat super gearbeitet. Das Motorrad hat sich heute nochmal besser angefühlt als gestern. Dadurch konnte ich den Speed konstant hochhalten, auch wenn die Reifen am Ende komplett am Limit waren.“

Rosenthaler erneut ganz nah dran

Jakob Rosenthaler musste sich trotz einer erneut starken Leistung mit Rang zwei zufriedengeben. Der Österreicher hatte bereits am Samstag zunächst als Erster die Ziellinie überquert, war nach einer Strafe der Rennleitung allerdings noch auf Platz vier zurückversetzt worden. Auch im zweiten Rennen zeigte Rosenthaler, dass er in dieser Saison zu den absoluten Spitzenfahrern gehört.„Die Anfangsphase war extrem schnell“, erklärte der RT-Motorsports-Pilot. „Mir war relativ früh klar, dass die Hinterreifen das auf Dauer nicht mitmachen würden. Am Ende hatten Stepan und ich enorme Reifenprobleme, aber er hatte in der entscheidenden Situation einfach etwas mehr Schwung.“ Das nächste Duell der beiden lässt nicht lange auf sich warten: Bereits in drei Wochen geht es wieder in Brünn an den Start. 

Kitzbichler erneut auf dem Podium

Auch Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) stand erneut auf dem Podium. Der 16-Jährige fuhr nach Platz zwei am Samstag diesmal auf Rang drei und überzeugte erneut mit starker Pace und cleverem Reifenmanagement.

Zur Rennmitte musste der Österreicher allerdings etwas Tempo herausnehmen, da die langen Linkskurven die Reifen stark beanspruchten. Ruben Bijman (Freudenberg RoRa-Paligo Racing) zog zunächst an ihm vorbei. Kitzbichler blieb an ihm dran und nutzte die letzte Runde, um sich den dritten Platz zurückzuholen. Bijman wurde schließlich Vierter.

Mika Siebdrath bestätigte ebenfalls seine starke Form und fuhr nach Platz sechs am Samstag diesmal auf Rang fünf. Hinter ihm folgte Teamkollege Luis Rammerstorfer (beide Freudenberg RoRa-Paligo Racing) auf Rang sechs.

Oliver Svendsen (ERC) kämpfte sich erneut von Startplatz zwölf nach vorne und belegte Rang sieben. Dem Dänen fehlt mit seiner neuen Kawasaki ZX-6R aktuell noch etwas Pace für den Anschluss an die Spitzengruppe.

Julian van Kalkeren (SRTD Pearl Gebben) wurde Achter vor Micky Winkler (WSC Racing) und Sasha De Vits (ERC).

Für kurzfristige Action sorgte Tom Kuil (RT Motorsports). Der Niederländer erwischte einen starken Start und schob sich von Platz sieben zunächst auf Rang zwei nach vorne. Allerdings wurde dem Triumph-Piloten ein Frühstart angelastet, weshalb die Rennleitung zwei Long-Lap-Penalties verhängte. Am Ende wurde Kuil Zwölfter hinter Alexander Weizel (Weizel Racing) auf Rang elf.

Weiter geht es für die EURO MOTO Sportbike vom 29. bis 31. Mai in Brünn. Dort gastiert die Serie erstmals. 


EURO MOTO Sportbike, Race 2 (Top-Ten)

  1. Stepan ZUDA (#23/CZE), Triumph Daytona 660
  2. Jakob ROSENTHALER (#78/AUT), Triumph Daytona 660
  3. Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS 660
  4. Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
  5. Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
  6. Luis RAMMERSTORFER (#13/AUT), Triumph Daytona 660
  7. Oliver SVENDSEN (#69/DNK), Kawasaki Ninja ZX-6R
  8. Julian VAN KALKEREN (#34/NLD), Triumph Daytona 660
  9. Micky WINKLER (#86/DEU), Aprilia RS 660
  10. Sasha DE VITS (#19/BEL), Kawasaki Ninja ZX-6R


Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann

Supersport Rennen 2: Blin-Doppelsieg beendet Geigers Wunschgedanken

Daniel Blin, Ducati Panigale V2 #26 siegt auch in Rennen 2
Foto: Jens Hawrda

Daniel Blin, Dirk Geiger, Lennox Lehmann. Einmal Ducati und zweimal Yamaha. Es war die gleiche Podiumsbelegung wie gestern, aber bevor es soweit war, kam im heutigen zweiten EURO MOTO Supersport-Lauf wieder einmal der alte Spruch zum Tragen: „Nichts ist entschieden, bevor die schwarz-weiß-karierte Flagge gefallen ist.“

Luca de Vleeschauwer (Team SWPN), der im ersten Sachsenring-Lauf Vierter geworden war, versagte am Start komplett und fuhr dem Feld hinterher. An der Spitze gab es eine Yamaha-Doppelführung mit Dirk Geiger und Lehmann (beide Team Apreco). Auftaktsieger Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) sah auf der Ducati Panigale V2 nicht lange zu, machte Druck und versetzte Lehmann einen Platz nach hinten.

Geiger dagegen schien sich endgültig aus dem Staub machen zu wollen, aber in der vorletzten Runde kam alles anders. Der R9-Fahrer büßte mit einem Schag anderthalb Sekunden ein. Irgendetwas stimmte nicht. Die bis dahin makellose Vorstellung von Geiger wurde zum Alptraum. Geiger rutschte, rutschte und rutschte. Der Reifen an der Yamaha war am Ende. Blin war zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle, überholte den Deutschen und sicherte sich die maximal mögliche Punktzahl des Wochenendes. Der damit Meisterschafts-Führende aus Polen holte zugleich den zweiten Tagessieg für Ducati. Nur wenige Stunden zuvor hatte Lukas Tulovic in der Superbike-Klasse auf der Ducati Panigale V4R gewonnen.

Dirk Geiger, Yamaha R9 #60 muss mit einen stark abbauenden Vorderreifen
Daniel Blin ziehen lassen und sich wieder mit Platz 2 begnügen
Foto: Jens Hawrda

„Eigentlich hatte ich versucht, den Reifen zu schonen. Ich wusste, dass es gegen Ende des Rennens kritisch werden könnte“, hob Geiger im Ziel fragend die Schultern, „aber dann kam der Drop wie aus dem Nichts. Jetzt nehme ich zwei zweite Plätze mit nach Hause. Nächstes Mal heißt es: Attacke!“

Was sonst noch passierte: Luca de Vleeschauwer schaffte es, sich bis auf den sechsten Platz nach vorn zu arbeiten. Er durfte nicht darüber nachdenken, was gewesen wäre, wenn der Start geklappt hätte. Lorenzo Fellon gewann das interne Kawasaki-Duell mit Freddie Heinrich.


EURO MOTO Supersport, 2. Lauf (Top-Ten)

1. Daniel BLIN (POL/Ducati)

2. Dirk GEIGER (DEU/Yamaha)

3. Lennox LEHMANN (DEU/Yamaha)

4. Marcel BRENNER (CHE/Ducati)

5. Marvin SIEBDRATH (DEU/Honda)

6. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL/Yamaha)

7. Filip NOVOTNÝ (CZE/Ducati)

8. Filip FEIGL (CZE/Yamaha)

9. Lorenzo FELLON (FRA/Kawasaki)

10.Freddie HEINRICH (DEU/Kawasaki)


Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Superbike Rennen 1: Lukas Tulovic siegt, Marcel Schrötter auf dem Podium

Lukas Tulovic feiert mit den Streckenposten
Foto: Jens Hawrda

Lukas „Tulo“ Tulovic träumte von einem Start-Ziel-Sieg mit der nagelneuen Ducati. So der Plan. Im Training hatte der 25-jährige Titelverteidiger auf dem Sachsenring bereits den vor zwei Jahren aufgestellten Streckenrekord geknackt. Twan Smits machte ihm auf der einzigen Yamaha im Feld einen Strich dazwischen. Dass Tulo am Ende gewann, war keine Überraschung, der zweite Platz von Superbike-Rookie Marcel Schrötter vor dem vierfachen Champion Markus Reiterberger umso mehr. Die Beiden hatten im Trio mit Hannes Soomer um die zwei verbleibenden Podiumsplatzierungen gekämpft.

Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) fuhr ab der zweiten Runde ein einsames Rennen an der Spitze. Dass er den zu Beginn stürmischen Twan Smits in der zweiten Runde kassierte, war zu erwarten. Tulo galt nach seiner Vorstellung im Qualifying als gesetzt für den Sieg. Die Titelverteidigung ist bei dem starken Ducati-Paket die große Maßgabe. Ein anderes Ergebnis als ein Sieg zum Saisonauftakt wäre eine Enttäuschung gewesen. Dass es sich um einen Vorsprung von 4,8 Sekunden handeln würde, war vorher allerdings weder klar gewesen, aber auch nicht ausgeschlossen worden.

Markus Reiterberger #28 und Marcel Schrötter #23 kämpfen um Platz 2
mit dem besseren Ende für Marcel Schrötter
Foto: Jens Hawrda

Bei der Siegerehrung wurde vor Freude geschrien, geweint und gelacht. Das Team GERT56 by RS Speedbikes lag sich in den Armen und die Tränen liefen ungebremst. Vier Monate nach dem plötzlichen Tod des Teamchefs Karsten „KW“ Wolf fuhr ausgerechnet Rookie Marcel Schrötter aufs Podium. Das wäre ganz nach dem Geschmack von „KW“ gewesen, der große Hoffnungen in den Ex-WM-Piloten gesetzt hatte. Dass Schrötter so auftrumpfen würde, damit hatte jedoch keiner gerechnet. Noch vor dem ersten Rennen sagte der 33-jährige BMW-Fahrer: „Jedes Mal, wenn ich auf dem Motorrad sitze, entdecke ich etwas Neues. Die kurzen Trainingszeiten reichen aber nicht aus, um irgendein Verhältnis dazu aufzubauen. Das richtige Gefühl für das Motorrad habe ich noch nicht und der Level in den Top-9 ist hoch. Deshalb schmeckt es mir nicht, vom siebten Platz aus zu starten.“ Nach seiner Triumph-Fahrt war der Bayer wie ausgewechselt. „Ich hatte keine Ahnung, was in meinem ersten Superbike-Rennen passieren wird, auch mit den Reifen. Mein Platz ist ein Geschenk an „KW“. Das Team und das Motorrad funktionieren. Und der neue „Kutscher“ hat seinen Teil dazu getan.

Dabei hatte er sich rundenlang mit Hannes Soomer und Markus Reiterberger gebattelt (beide Masteroil Alpha Van Zon BMW). Der Este wurde lange als Anwärter für den zweiten Platz gehandelt. Reiterberger kam trotz mehrerer Anläufe auch nicht an seinem Teamkollegen vorbei, erst am Schluss, als Schrötter durchschlupfte. „Wir haben noch viel Potential“, lässt Reiti, der noch längst nicht in Topform ist, als Ankündigung jedoch schon einmal wissen.

Der anfangs Führende Twan Smits (Team Apreco) fand sich am Ende hinter Kevin Orgis wieder, der aus dem sächsischen Familien-Team ORM Racing stammt. Und wo blieb Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion), der Meister von 2023, der damals Honda wieder in die Schlagzeilen brachte? Er hatte es geahnt oder besser befürchtet: P8. „Wir haben derzeit nicht die schärfste Feuerklinge im Feld“, hatte er angekündigt. „Wir befinden uns zwar auf einem so hohen Niveau wie noch nie, aber BMW hat ein neues Chassis, Ducati ein ganz neues Motorrad und Yamaha drei Concession Parts. Wir müssen schauen, wie wir das geregelt kriegen.“ Das derzeitige Basismotorrad bei Honda stammt aus dem Jahr 2020 und erhielt bisher diverse Updates. Ein wirklich neues Modell wird es 2027 geben.

Einen Dämpfer gab es für Jan-Ole Jähnig (GERT56 by RS Speedbikes). Er konnte es nicht abwarten, dass die neue Saison beginnt und praktizierte einen Frühstart. Die doppelte Long-Lap-Strafe kostete ihn etwa sechs Sekunden.


EURO MOTO SUPERBIKE, 1. Lauf (Top-Ten)

1. Lukas TULOVIC (DEU/Ducati)

2. Marcel SCHRÖTTER (DEU/BMW)

3. Markus REITERBERGER (DEU/BMW)

4. Hannes SOOMER (DEU/BMW)

5. Kevin ORGIS (DEU/BMW)

6. Twan SMITS (NLD/Yamaha)

7. Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati)

8. Florian ALT (DEU/Honda)

9. Toni FINSTERBUSCH (DEU/BMW)

10.Jan MOHR (AUT/BMW)


Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Samstag, 9. Mai 2026

Supersport: Blin trickst Geiger in der letzten Kurve aus

Supersportpodium vom Samstag
Foto: Jens Hawrda

Ein Ducati-Fahrer aus Polen holte den Hammer heraus. Daniel Blin ist der erste Sieger in der neuen EURO MOTO Supersport. Mit einer glänzenden Idee in der letzten Kurve auf dem Sachsenring gewann er das Samstags-Rennen mit 0,040 Sekunden Vorsprung vor Yamaha-Neuzugang Dirk Geiger. Dahinter ging es sogar noch enger zu.

Geiger hatte im Qualifying ein deutliches Statement gesetzt und sich die Pole geholt. Und das alles in einem neuen Team und mit einem neuen Motorrad. Die Yamaha YZF-R6 ist Geschichte. Es lebe die Nachfolgerin R9. Dreizylinder statt Vierzylinder. Völlig überraschend rauschte aber Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) am hessischen Tornado vorbei.

Dahinter bauten sich Luca de Vleeschauwer (Team SWPN), Lennox Lehmann (Team Apreco), Marcel Brenner (Automarket AF Racing Team), Marvin Siebdrath und Julius Ahrenkiel-Frellsen (beide MCA Racing) auf. Letzterer ist 18 Jahre alt und ein MCA-Eigengewächs. Der Däne fuhr 2023 schon für das Team im Northern Talent Cup. Am Freitag bekam das Projekt einen Dämpfer. Weil er bei den widrigen Wetterbedingungen im Training das Regenlicht nicht eingeschaltet hatte, ging es für ihn zur Strafe drei Plätze zurück in der Startaufstellung. Was ihn letztlich nicht daran hinderte, seinen Einstand in der Supersport-Klasse mit dem siebten Platz zu geben.

An der Spitze hielt sich Blin hartnäckig, obwohl sich der Reifen an der linken Flanke zu erhitzen begann. Das sah nicht gut aus. Er malte schwarze Striche auf den Asphalt und die Top 4 rückten wieder dichter zusammen. Geiger biss sich an Blin fest, der sich wieder gefangen hatte. Lehmann kehrte zu alter Stärke zurück und battelte sich mit de Vleeschauwer.

In der drittletzten Runde wurde es deutlich: Geiger hatte definitiv noch nicht alles gezeigt. In der vorletzten Runde war die Mini-Lücke zum Polen weg und Geiger hatte seine Überholaktion akkurat vorbereitet. Obwohl Blin mit den Reifen fertig war, war das noch nicht das Ende. Er wusste zwar, dass Geiger in der letzten Kurve innen dichtmachen würde, aber er wagte den Versuch. Blin holte Schwung, nahm ihn mit und die Kurve und schnappte Geiger den Sieg hauchdünn vor der Nase weg. Blin hat im Winter wahnsinnig an seiner Fitness gearbeitet und hat die nötige Power für solche Aktionen.

Geiger war leicht überrumpelt: „Wir haben mehr gestruggelt als erwartet und ich habe Daniel die Tür zu früh zugemacht. Er war schlau, aber morgen passiert so etwas nicht mehr.“

Noch knapper ging es zwischen Lennox Lehmann und Luca de Vleeschauwer zu. Der Vorderreifen des Dresdners war am Limit: „2024 war es genauso, aber wir haben es über die Linie gebracht.“ Vorteil gegenüber dem Belgier im Ziel: 0,012 Sekunden.

EURO MOTO Supersport, Rennen 1 (Top-Ten):

1. Daniel BLIN (POL/Ducati)

2. Dirk GEIGER (DEU/Yamaha)

3. Lennox LEHMANN (DEU/Yamaha)

4. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL/Yamaha)

5. Marvin SIEBDRATH (DEU/Honda)

6. Marcel BRENNER (CHE/Ducati)

7. Julius AHRENKIEL-FRELLSEN (DEN/Honda)

8. Filip NOVOTNÝ (CZE/Ducati)

9. Filip FEIGL (CZE/Yamaha)

10.Freddie HEINRICH (DEU/Kawasaki)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Sportbike: Zuda erbt Sieg nach Strafe gegen Rosenthaler

Podium der Sportbikeklasse am Samstag
Foto: Jens Hawrda

Die „jungen Wilden“ der EURO MOTO Sportbike-Klasse hielten bereits im ersten Saisonrennen genau das, was sie im Qualifying versprochen hatten. Harte Zweikämpfe, ständige Positionswechsel und eine Entscheidung erst nach Rennende sorgten auf dem Sachsenring für jede Menge Spannung. Zwar überquerte Jakob Rosenthaler (RT Motorsports) als Erster die Ziellinie, den Sieg erbte am Ende jedoch ein anderer.

Strafe sorgt nach Rennende für Wendung

Rosenthaler gehörte von Beginn an zur Spitzengruppe und lieferte sich über das gesamte Rennen intensive Duelle mit Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb), sowie Stepan Zuda und Ruben Bijman (beide Freudenberg RORA-PALIGO Racing). Besonders in Runde zehn wurde es eng: In der letzten Kurve vor Start-Ziel kam es zwischen Rosenthaler und Zuda zu einem harten Zweikampf, bei dem Zuda weit über die Kerbs gedrängt wurde und kurz die Kontrolle über sein Motorrad verlor. Der Pole fing seine Triumph allerdings noch rechtzeitig ab und mischte weiter im Kampf um den Sieg.

Auf der Strecke setzte sich schließlich Rosenthaler durch und sah zunächst als Sieger die Zielflagge. Nach dem Rennen folgte jedoch die Wendung: Die Rennleitung verhängte gegen den Österreicher eine Ersatzstrafe für eine Long-Lap-Penalty, die aufrgund des späten Rennverlaufs nicht mehr hätte absolviert werden können. Stattdessen erhielt Rosenthaler eine Drei-Sekunden-Strafe, wodurch  er nachträglich auf Rang vier zurückfiel. Damit erbte Stepan Zuda den ersten Sieg der neuen EURO MOTO Sportbike-Klasse und kassierte die ersten 25 Punkte der Saison. „Das war ein total verrücktes und schnelles Rennen mit vielen Kontakten und Reifenmanagement“, sagte der Pole-Setter anschließend bei der Siegerehrung. „Es hat richtig Spaß gemacht. Natürlich ist das Ende überraschend, aber ich wäre auch mit Platz zwei zufrieden gewesen.“

Auf Rang zwei landete Tobias Kitzbichler. Der 17-jährige Österreicher, der im vergangenen Jahr noch im Northern Talent Cup unterwegs war, überzeugte bei seinem ersten Sportbike-Rennen mit starker Pace und cleveren Zweikämpfen. Immer wieder führte der Aprilia-Pilot die Spitzengruppe an.„Es ist schon ein anderer Fahrstil als im Northern Talent Cup“, erklärte Kitzbichler. „Aber es gelingt mir überraschend gut, mich schnell anzupassen. Gegen Rennende hatte ich allerdings Probleme mit den Reifen und konnte nicht mehr richtig attackieren.“ Der Aprilia-Pilot und sein Team ViVa by Peuker & Streeb kassieren damit  die ersten 20 Punkte. 

Svendsen kämpft sich nach vorne

Ruben Bijman, der von der Pole Position gestartet war, komplettierte schließlich das Podium. Der Niederländer konnte sich in der Anfangsphase nicht entscheidend absetzen und verlor zwischenzeitlich den Anschluss an die Spitzengruppe. „Der Beginn war extrem hart“, sagte der Freudenberg-Pilot. „Dadurch konnte ich mich nicht freifahren und musste später viel aufholen. Das hat Reifen gekostet und am Ende war einfach kein Grip mehr da.“ Durch die Strafe gegen Rosenthaler rückte Bijman nachträglich noch auf Rang drei vor.

Eine starke Aufholjagd zeigte außerdem Oliver Svendsen (ERC). Der Däne und Supersport-300-Champion von 2024 kämpfte sich nach Startplatz zwölf mit seiner neuen Kawasaki Schritt für Schritt bis auf Rang fünf nach vorne. Den Anschluss an die Spitzengruppe konnte er allerdings nicht mehr herstellen.

Hinter ihm folgte Mika Siebdrath (Freudenberg RORA-PALIGO Racing) auf Platz sechs. Dahinter kamen Tom Kuil (RT Motorsports), Micky Winkler (WSC Racing), Luis Rammerstorfer (Freudenberg RoRa-Paligo Racing) und Julian van Kalkeren (SRTD Pearl Gebben) ins Ziel.

Das zweite Rennen der EURO MOTO Sportbike startet am Sonntag um 15:20 Uhr. Dann wird sich zeigen, ob Zuda erneut vorne mitmischt oder ob Rosenthaler, Bijman oder Svendsen zurückschlagen können. Der Lauf wird kostenlos im Livestream auf EURO MOTO übertragen.

EURO MOTO Sportbike, Race 1 (Top-Ten)

  1. Stepan ZUDA (#23/POL), Triumph Daytona 660
  2. Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS 660
  3. Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
  4. Jakob ROSENTHALER (#78/AUT), Triumph Daytona 660
  5. Oliver SVENDSEN (#69/DNK), Kawasaki Ninja ZX-6R
  6. Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
  7. Tom KUIL (#55/NLD), Triumph Daytona 660
  8. Micky WINKLER (#86/DEU), Aprilia RS 660
  9. Luis RAMMERSTORFER (#13/AUT), Triumph Daytona 660
  10. Julian VAN KALKEREN (#34/NLD), Triumph Daytona 660


Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Superbike: Tulo top und Reiti braucht „noch a bissl"

Markus Reiterberger muss sich erst an die unbekannte Strecke gewöhnen
Foto: Jens Hawrda

Alle „Reiti“-Fans müssen jetzt stark sein. Der vierfache Superbike-Meister Markus Reiterberger startet auf dem Sachsenring nicht von der Pole in die beiden EURO MOTO Superbike-Rennen auf dem Sachsenring. Titelverteidiger Lukas Tulovic hat wieder zugeschlagen. Und auch Reitis Teamkollege Hannes Soomer war in der Superpole-Entscheidung schneller.

Die Konkurrenz ächzt. Lukas Tulovic und die neue Ducati Panigale Panigale V4R scheinen wie schon im letzten Jahr ein Dream-Team zu sein. Das 2026er-Motorrad erhielt im Vergleich zum Vorgängermodell umfassende technische Updates, unter anderem die knapp dreieinhalb Kilogramm leichtere „Hollow Symmetrical“-Zweiarmschwinge, größere Winglets und ein neues Getriebe. Der Leerlauf befindet sich nicht wie gehabt zwischen dem ersten und zweiten Gang, sondern wie in der MotoGP unterhalb des ersten Gangs. Weil das Superbike nach dem EURO MOTO-Reglement mindestens 175 Kilogramm auf die Waage bringen muss, wurden an das „neue Baby“ im Team Triple M Racing Ducati Frankfurt Zusatzgewichte angebracht.

In der Superpole wurden die Karten zwischen Tulovic und dem mit Spannung erwarteten Rückkehrer Markus Reiterberger zum ersten Mal überhaupt gelegt. Beide waren noch nie gegeneinander gefahren. In der Zeitenliste trennen die Beiden 0,445 Sekunden. Fast eine halbe Sekunde, doch wieviel sagt das aus? „Ich mache mir keine Gedanken darum“, sagt Reiterberger klipp und klar. „Vor der Saison habe ich einen dreitägigen Test verpasst. Ich konnte wegen meiner Erkältung nicht mit nach Valencia fahren und lag richtig flach. Ich war nur zwei Tage in Oschersleben zum Testen und bin jeweils fünf Turns gefahren.“

Nach 13 Jahren gibt Reiterberger im Team Masteroil Alpha Van Zon BMW gleichzeitig sein Comeback am Sachsenring. Er kann sich vage an die Strecke erinnern. Die BMW dagegen kennt er genau. „Ja, ich kenne die M 1000 RR“, bestätigt der 32-Jährige, räumt aber ein „trotzdem ist wieder alles anders. Das Team ist von Öhlins-Fahrwerk auf ZF umgestiegen, es gibt alte und neue Leute. Es ist nicht schlechter als bisher, nur anders. Ich habe noch kein Basis-Set-up und wäre fast aus der Superpole 1 geflogen. Ich kann an nichts mäkeln, sondern muss erst an meiner eigenen Baustelle arbeiten. „Ich brauch noch a bissl.“ Spätestens beim nächsten EURO MOTO-Event in Brünn am letzten Mai-Wochenende sollte alles fluppen. Der Grand-Prix-Kurs in Tschechien sagt Reiterberger von allen Veranstaltungsorten der Serie am meisten zu.

Weitere Konkurrenz lauert in der eigenen Team-Mannschaft in Form von Hannes Soomer. Der Este hat Feuer unterm Hintern. Ihm gelangen im vergangenen Jahr zwei Siege und auf dem Sachsenring steht er am Start direkt neben Tulovic.

Aus der zweiten Reihe gehen Honda-Aushängeschild Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) und Twan Smits (Team Apreco), der einzige Yamaha-Fahrer, ins Rennen. Smits war wie Toni Finsterbusch (GERT56 by RS Speedbikes) und Markus Reiterberger mit dem Umweg über die Superpole 1 in die Superpole 2 gekommen, in der die Startplätze unter den neun schnellsten Fahrern ausgemacht werden.


Superpole 1:

1. Twan SMITS (NLD/Yamaha), 

2. Toni FINSTERBUSCH (DEU/BMW), 

3. Markus REITERBERGER (DEU/BMW), 

4. Kevin ORGIS (DEU/BMW), 

5. Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati), 

6. Jan MOHR (AUT/BMW), 

7. Leon ORGIS (DEU/BMW), 

8. Milan MERCKELBAGH (NLD/BMW), 

9. Marco FETZ (DEU/BMW), 

10. Christoph BEINLICH (DEU/BMW), 

11. Patrick HOBELSBERGER (DEU/Honda).


Superpole 2:

1. Lukas TULOVIC (DEU/Ducati), 

2. Hannes SOOMER (EST/BMW), 

3. Markus REITERBERGER (DEU/BMW), 

4. Florian ALT (DEU/Honda), 

5. Twan SMITS (NLD/Yamaha), 

6. Toni FINSTERBUSCH (DEU/BMW), 

7. Marcel SCHRÖTTER (DEU/BMW), 

8. Jan-Ole JÄHNIG (DEU/BMW), 

9. Soma GÖRBE (DEU/BMW).


Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek