Samstag, 3. Oktober 2026

Mega-Finale in Hockenheim: Live-Konzerte, NFL-Action und Festival-Feeling bei der DTM

  • Konzert-Highlight: Dick Brave auf der DTM Powerstage
  • Football-Feeling: New England Patriots bringen Legendary Tour zur DTM
  • Klassiker on Air: Radiostation Rock FM sendet direkt aus der Fan Zone

Bei der Track Safari geht es in Bussen auf den Hockenheimring
Foto: ADAC-Motorsport

Fulminanter Showdown im Motodrom: Der Hockenheimring wird vom 9. bis 11. Oktober zur großen Bühne für Motorsport, Musik und Entertainment. Während auf dem Traditionskurs um den DTM-Titel gekämpft wird, erwartet die Besucher neben der Strecke ein volles Programm mit Live-Musik, Party und Unterhaltung für die ganze Familie. Von Rock’n’Roll mit Sasha als Dick Brave auf der „DTM Powerstage presented by Pirelli“ über Live-Radio mir Rock FM aus der DTM Fan Zone und den Cupra Run and Rave bis zur Legendary Tour der New England Patriots: Beim Saisonfinale sorgen zahlreiche Attraktionen für Festival-Feeling in Hockenheim. Tickets für das DTM-Wochenende gibt es ab 49 Euro unter dtm.com. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.

Dick Brave rockt die „DTM Powerstage presented by Pirelli“

Am Samstagabend wird die DTM Powerstage zur großen Open-Air-Bühne. Dick Brave, der Meister des modernen Rock’n’Rolls, heizt dem Publikum mit seiner Band ein. Bereits am Dekra Lausitzring hatte Dick Brave für Stimmung gesorgt und stellte anschließend fest: „Motorsport und Musik passen gut zusammen. Beide haben viel Feuer und Power.“ Eröffnet wird das Live-Spektakel von The Stereolines, eine der spannendsten neuen Bands Deutschlands. Die vier Musiker aus Stuttgart haben im vergangenen Jahr den Deutschen Rock & Pop Preis gewonnen und überzeugen mit eingängigen Melodien, pulsierenden Beats und markanten Basslines. Der Zugang zur „DTM Powerstage presented by Pirelli“ ist für alle DTM-Ticketinhaber kostenlos.

New England Patriots bringen NFL-Feeling nach Hockenheim

American Football trifft DTM: Die New England Patriots machen mit ihrer Legendary Tour Station beim Saisonfinale in Hockenheim. Der sechsmalige Super-Bowl-Champion und Partner der DTM bringt dafür seinen Championship-Container in die DTM Fan Zone. Dort können die Besucher bei der Quarterback Challenge ihre Wurfkünste testen, Erinnerungsfotos in der Patriots-Fotobox machen oder beim Cornhole auf einem Stück Kunstrasen aus dem Gillette Stadium antreten. Auch Patriots-Maskottchen Pat Patriot ist mit dabei und sorgt für Game-Day-Atmosphäre im Motodrom.

Rock-Radio aus der DTM Fan Zone

Rock im Motodrom gibt es bereits ab Freitag: Die Radiostation Rock FM sorgt am finalen DTM-Wochenende für Stimmung auf dem Hockenheimring. Dafür verlegt der Sender am Freitagnachmittag sein Studio in die DTM Fan Zone und sendet mit „Rockenende“-Moderatorin Astrid Jacoby live von der Rennstrecke. Neben der Musik erhalten die Hörer dabei auch Einblicke hinter die Kulissen der DTM.

Run and Rave mit Cupra

Sport und Musik verbindet Cupra am Freitagabend beim Run and Rave. Teams, Fahrer, Fans und weitere Mitglieder des DTM-Kosmos gehen gemeinsam auf eine lockere Laufrunde um den 4,574 Kilometer langen Hockenheimring. Angeführt wird die Laufgruppe vom neuen Cupra Raval, den ein Live-DJ mit elektronischer Tanzmusik bespielt. Ein Anmeldung für die limitierten Teilnehmerplätze ist hier möglich: https://app.guestoo.de/public/event/17a7e4e6-b653-4600-a2fd-f352163a6e8c/frame

Track Invasion: Fans feiern mit Fahrern auf der Strecke

Der 16. und finale DTM-Lauf startet am Sonntag um 16:30 Uhr und ist der Schlusspunkt des Rennwochenendes auf dem Hockenheimring. Nach dem Schwenken der Zielflagge gehört der Kurs den Fans: Sobald die Titelentscheidung gefallen ist, öffnet die DTM die Tore an der Südtribüne und der Haupttribüne für die Track Invasion.

Volles Programm in der DTM Fan Zone, letzte Track Safari des Jahres

Zahlreiche Attraktionen erwarten die Besucher in der DTM Fan Zone. Europas größtes mobiles Bällebad, ein Action-Parcours, die Reaction Wall und eine Hüpfburg sorgen vor allem bei Familien für Spaß und beste Unterhaltung. Gleichzeitig kommen die Besucher den Teams und Fahrern besonders nah: Beim Pitwalk am Samstag und Sonntag ist die Boxengasse geöffnet, zudem haben alle Ticketinhaber freien Zugang zum Fahrerlager. Ein weiteres Highlight wartet bereits am Freitagnachmittag mit der letzten Track Safari der Saison. Dabei umrunden die Fans in Bussen die Strecke, während die DTM-Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit an ihnen vorbeiziehen.


Freitag, 2. Oktober 2026

Euro Moto Hockenheim: Ein weiterer Sieger-Pokal beim Finale 2026 für das Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW

Der Hockenheimring war für die Euro Moto und auch für das Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW die letzte Station der Saison 2026. Teamchef Werner Daemen war direkt nach seinem Erfolg inklusive WM-Titel beim Langstrecken-Finale Bol d’Or an die ehemalige Formel1-Strecke gereist und hatte für die Klasse Superbike Markus Reiterberger (D), Hannes Soomer (EST), Jan Mohr (A) und Milan Merckelbagh (NL) im Gepäck.

Markus Reiterberger
Foto: Jens Hawrda

Markus Reiterberger

Markus Reiterberger kam mit reichlich Rückenwind und noch mehr Selbstvertrauen zum letzten Rennen der Saison angereist. Eine Woche zuvor hatte der Bayer vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW gemeinsam mit seinen Kollegen den Titel in der Langstrecken-Weltmeisterschaft EWC geholt. Trotz Schlafentzug und Meisterfeier kam Reiterberger gut erholt in Hockenheim an und steigerte sich mit jeder Trainings-Session. In der Superpole passte dann alles perfekt zusammen und mit einer 1.24,198 min lag der BMW-Pilot am Ende uneinholbar an der Spitze. Die letzte Pole-Position ging an Reiterberger und seine Crew. «Ehrlich gesagt, war diese Rundenzeit für mich im Vorfeld nicht vorstellbar», verriet er. «Ich hatte eher mit einer 1.24 Mitte gerechnet. Aber wir haben viel an der Geometrie des Motorrads gearbeitet und das in die richtige Richtung. Wir haben von Freitag auf Samstag wirklich große Fortschritte gemacht und dann hat es in der einen Runden alles gepasst. Ich denke, auch eine 1.23 min wäre möglich, aber da muss dann wirklich alles perfekt sein. Natürlich bin ich auch gut drauf. Der WM-Titel und jetzt die ganzen Leute hier vor Ort. Auch mein Fan-Club ist da, da ist schon alles toll.»

Im ersten Rennen zeigte sich Reiterberger dann von seiner besten Seiten. Er plante seinen Angriff akribisch, setzte sich mit einem gepflegten Überholmanöver an die Spitze und fuhr nach Brünn seinen zweiten Sieg der zu Ende gehenden Saison ein. «Die Pole und der Sieg, das war schon fast perfekt.»

Das zweite Rennen war dann eher eine Show für die Galerie. Reiterberger bot einen perfekten Start, führte das Feld an…und rauschte in der Parabolika ins Kiesbett. Er wühlte sich durch den Kies wieder zurück auf die Strecke und hetzte dem Feld mit 18 Sekunden Rückstand hinterher. Mit Top-Zeiten, die auch locker für einen Spitzenplatz gereicht hätten, kämpfte sich der BMW-Pilot Runde um Runde wieder zurück ins Geschehen. Platz 10 seine Ausbeute. «Ich wollte direkt am Anfang wegfahren», so Reiterbergers Plan. «Dann habe ich einfach zu hart und zu spät gebremst und hatte dann die Wahl zwischen Kiesbett und Reifenstapel. Ich habe mich fürs Kiesbett entschieden. Ja stimmt, das ist Scheiße gelaufen. Aber ich bin in der letzten Woche und hier über 1000 Runden gefahren, da kann einem auch mal ein Fehler passieren. Es tut mir für mein Team leid. Es hätte noch ein Sieg werden können.»

«Abgesehen davon war es wirklich ein tolles, aber auch sehr anstrengendes Wochenende hier auf dem Hockenheimring», verriet er im Anschluss. «Es ist echt ein Wahnsinn, wie viele Leute da waren und mich unterstützt haben. Die Emotionen waren diese Woche sehr intensiv. Erst der WM-Titel in der Langstrecken-WM, dann der geile Empfang in meiner Gemeinde in Obing, dann so viele Leute, die mir auch hier am Hockenheimring gratuliert haben und mit mir reden wollten, oder mir ihre Anerkennung kundgetan haben. Da war schon echt viel los. Ich freu mich sehr, dass wir es letztendlich auch in der Euro Moto mit Platz 3 noch aufs Gesamt-Podium geschafft haben. Mein Team ist echt das Beste und ich danke ihnen, dass sie nie aufgegeben haben und wir immer irgendwas finden konnten, was mir geholfen hat. Das weiß ich sehr zu schätzen. Und jetzt wird erst einmal ordentlich angestoßen.»

Hannes Soomer

Hannes Soomer hatte wegen seiner anhaltenden Schulter- und Handgelenk-Probleme, die von seinem Trainingssturz aus der EWC im japanischen Suzuka herrühren, noch zu tun, gut über die Runden zu kommen. Der Este vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW musste den Umweg über die Superpole 1 nehmen, die er allerdings mit Bravour und der Bestzeit absolvierte. Gerne hätte er in der direkt im Anschluss stattfindenden Superpole 2 nochmals nachgelegt, doch da hatte er sein Pulver schon verschossen und musste sich am Ende mit Startplatz 8 begnügen. «Die Superpole 1 war echt super», bestätigte er. «Für die Superpole 2 hatte ich zwar einen neuen Hinterreifen, war aber mit dem alten Vorderreifen unterwegs. Wir hatten keinen Reifen-Sticker mehr übrig. Meine Schulter ist leider immer noch zu schwach. Aber das kriege ich bis Ende des Jahres mit dem entsprechenden Training auf jeden Fall wieder hin.»

Der erste Lauf ging für den Esten nur bis zur ersten Kurve. «Dann habe ich einen Schlag rechts hinten am Heck gespürt und bin zu Boden gegangen», berichtete er, nach dem allzu kurzen Rennen. «Ich habe den anderen Fahrer nicht sehen können und war außen.» Sein Konkurrent war nach dem Start auf der Innenbahn und touchierte Soomer und musste dabei ebenfalls zu Boden. Das Glück war auch im zweiten Lauf nicht auf der Seite des Esten und er mühte sich tapfer, die 18 Runden voranzukommen. «Nach dem Sturz hatten meine Mechaniker ordentlich zu tun, um das Motorrad rechtzeitig für das zweite Rennen hinzubiegen. Am neuen Tank befanden sich allerdings keine Grip-Patches. Das war dann für mich ein großer Unterschied und mit meinem Arm konnte ich das nicht kompensieren. Ich musste viel kämpfen und mir eine andere Position auf dem Motorrad suchen. Das hat sich dann natürlich auch auf meine Rundenzeiten niedergeschlagen.»

Mit einem unverschuldeten Sturz und einem neunten Platz endete die Saison so gar nicht nach dem Geschmack des ehrgeizigen Esten. «Ich fahre jetzt nach Hause und werde in den nächsten Wochen meine Verletzung auskurieren, damit das endlich mal erledigt ist.»

Jan Mohr
Foto: Jens Hawrda

Jan Mohr

Jan Mohr war bei dem Rennen in Hockenheim nicht nur beim letzten Lauf der Saison dabei, auch persönlich war es der letzte Einsatz für den Österreicher, der sich in Zukunft anderen Dingen widmen wird. In der Superpole 1 war er in einer mehr als flotten Runde erst auf den zweiten Platz gestürmt, wurde aber in den letzten Minuten noch von zwei Gegnern kassiert. Vierter Platz hieß gleichzeitig, dass es für den Fahrer vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW keine nächste Chance in der Superpole 2 geben würde. «Schade», meinte er, «nochmal die Superpole 2 zu fahren, wäre ein schöner Abschluss gewesen. Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden, aber leider hat es mal wieder nicht gereicht. Die schnelle Runde bin ich einmal gefahren, aber zwei, drei Zehntel langsamer, das kriege ich schon hin. Das verspricht am Sonntag ein schnelles Rennen.»

Der Österreicher sollte recht behalten. Während für so manchen Kollegen das Tempo zu schnell war und der eine oder andere im Kiesbett landete, zog Mohr sein Ding unbeirrt durch, ließ sich von den Turbulenzen in seinem Umfeld nicht aus der Ruhe bringen und durfte sich mit Platz 6, quasi als persönliches Abschiedsgeschenk, über die beste Platzierung der Saison freuen. Fast hätte es auch im zweiten Lauf nochmals mit einem Top-Ten-Ergebnis geklappt, aber da hatte sein Teamkollege Markus Reiterberger was dagegen. Der war zu Beginn des Rennens durchs Kiesbett gerattert und hatte das Feld von hinten aufrollen müssen. «Plötzlich habe ich wieder plus 0 auf meiner Boxenanzeige gesehen», beschreibt Mohr, «und dachte noch, wer ist denn da jetzt.» Es war Reiterberger, der sich mit Zeiten wie die Spitze zurückgekämpft hatte. «Zwei Runden konnte ich ihn noch hinter mir halten», so Mohr grinsend, «aber in der letzten Runde war nichts mehr zu machen und ich wurde dann Elfter.» In der Sachskurve durfte er sich gemeinsam mit seinen Kollegen vor der vollbesetzten Tribüne dann noch ein letztes Mal ordentlich feiern lassen.

Milan Merckelbagh

Milan Merckelbagh war wie auch sein Teamkollege Markus Reiterberger in der Woche zuvor beim Langstrecken-Rennen Bol d’Or in Frankreich am Start gewesen, und war nach dem Training auf dem Hockenheimring nach Startplatz 15 nicht allerbester Stimmung. Gerne hätte er zum Ende der Saison noch ein positives Zeichen gesetzt. Somit blieben dem Niederländer vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW noch die zwei Rennen am Sonntag, um das Finale am Hockenheimring gut über die Runde zu bringen.

Im ersten Rennen ging der Plan erst einmal nicht auf. Schon nach der ersten Runde rollte der Niederländer enttäuscht in die Box. «Ich hatte leider ein Problem mit dem Motorrad», erklärte er im Anschluss. «In der Aufwärmrunde war noch alles okay. Dann funktionierte die Launch-Control nicht und meine Kupplung ist verbrannt.» Besonders wurmte es den Niederländer, der während der Saison ein Ausbund an Zuverlässigkeit war und als einer von drei Piloten im ganzen Feld bei allen Rennen gepunktet hatte, dass seine bis dahin weiße Weste nun nicht mehr ganz so weiß war. Wirklich besser lief es für dem BMW-Piloten auch im zweiten Rennen nicht. Sein einziger Trost: Immerhin konnte er die Saison mit dem 13. Platz und damit mit einer Zielankunft beenden. «Ich hatte ein Problem mit den Bremsen», schilderte er, «und musste mehr als einmal geradeaus.»

Nur allzu verständlich, dass es dem ehrgeizigen Niederländer, der auch in der Endabrechnung 13.geworden war, ordentlich die Laune verdorben hatte.


Mittwoch, 30. September 2026

ADAC Racing Weekend geht 2027 mit acht Terminen an den Start

  • Rennen in Deutschland, Belgien und Österreich. Attraktive Strecken bieten Rahmen für tollen Motorsport. 
  • F4 Germany und Truck-Serie erstmals beim ADAC Racing Weekend dabei.

GT Summer Series 2026 Oschersleben
Foto: Jens Hawrda

Der Kalender für das ADAC Racing Weekend 2027 steht: Acht Rennwochenenden in Deutschland, Belgien und Österreich bilden in der siebten Saison die Bühne für abwechslungsreichen Amateur- und Semiprofi-Rennsport. Saisonstart ist vom 14. bis 16. Mai auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg, das Finale wird vom 15. bis 17. Oktober traditionell auf dem Nürburgring abgehalten wird. Alle Rennwochenenden werden wieder live auf dem youtube.com/adacmotorsports übertragen. 

Nach dem Saisonauftakt in Hockenheim zieht das ADAC Racing Weekend weiter nach Oschersleben, wo in der dortigen Motorsport Arena vom 25. bis 27. Juni um Siege und Platzierungen gekämpft wird. Vom 16. bis 18. Juli finden sich die Teams und Fahrer auf dem Nürburgring ein, bevor vom 30. Juli bis 1. August der erste Auslandsauftritt zum Red Bull Ring nach Österreich führt. Es folgen zwei weitere Gastspiele im Ausland: vom 27. bis 29. August im belgischen Spa-Francorchamps und vom 3. bis 5. September auf dem Salzburgring in Österreich. Vom 1. bis 3. Oktober geht die Reise noch einmal nach Hockenheim, bevor es auf die Zielgerade in Richtung Saisonfinale geht. 

2027 überzeugt das Programm des ADAC Racing Weekend erneut mit motorsportlicher Vielfalt. Als Kernserien werden der Porsche Sprint Challenge Deutschland, die Spezial Tourenwagen Trophy (STT), der ADAC Tourenwagen Junior Cup und die GT Summer Series einen Großteil ihrer Rennen im Rahmen von ADAC Racing Weekends bestreiten. Neu hinzu kommen unter anderem die F4 Germany und TGP-Meisterschaft für Trucks, außerdem wird die britische Formel-Nachwuchsserie GB3 wieder einen Auftritt im Rahmen des ADAC Racing Weekend absolvieren. Eine Übersicht, welche Rennserie an welchem Wochenende dabei ist, folgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Kalender 2027    (Änderung vorbehalten)

Datum         Event

14.–16. Mai                 Hockenheimring Baden-Württemberg

25.–27. Juni                 Motorsport Arena Oschersleben

16.–18. Juli                 Nürburgring

30. Juli – 01. August        Red Bull Ring (A)

27.–29. August         Spa-Francorchamps (B)

3.–5. September         Salzburgring (A)

1.–3. Oktober                 Hockenheimring Baden-Württemberg

15.–17. Oktober         Nürburgring

Quelle: adac-motorsport.de


Nächster Halt: DTM-Finale in Hockenheim

Foto: Jens Hawrda


Sechskampf um die DTM-Krone im badischen Motodrom: Vom 9. bis 11. Oktober entscheidet sich auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg, wer neuer Champion wird. Beim letzten Rennwochenende des Jahres kämpfen sechs Titelkandidaten um die entscheidenden Punkte. Die Fans dürfen sich auf einen packenden Showdown mit Spannung bis zur letzten Runde freuen. Abseits der Rennstrecke erleben die Fans nach dem Samstagrennen ein musikalisches Highlight: Dick Brave gibt auf der „DTM Powerstage presented by Pirelli“ Vollgas.

In der besten Position reist Thomas Preining nach Hockenheim. Der Porsche-Werkspilot führt die Tabelle mit 23 Punkten Vorsprung an und will beim Finale seinen zweiten DTM-Titel klarmachen. Hinter ihm lauern Maro Engel und Marco Wittmann. Auch Lucas Auer, Matteo Cairoli und Nicki Thiim haben bei maximal noch 56 zu vergebenden Punkten rechnerisch Chancen auf den Gesamtsieg, müssen dafür aber eine Galavorstellung hinlegen.

Auch in vier Rahmenserien fallen in Hockenheim die Titelentscheidungen. Im ADAC GT Masters, der ADAC GT4 Germany, dem BMW M2 Cup und dem Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland werden ebenfalls die neuen Champions gekrönt. Damit erleben die Zuschauer an allen drei Veranstaltungstagen ein volles Programm mit packenden Rennen.

Auch abseits der Titelkämpfe verspricht das Wochenende beste Unterhaltung. Am Samstagabend bringt Dick Brave die Fans auf der "DTM Powerstage presented by Pirelli" in Stimmung. Adrenalin verspricht auch die letzte Track Safari des Jahres: Am Freitag geht es für die Teilnehmer in Bussen auf den Hockenheimring, während die DTM-Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit dicht vorbeiziehen. So erleben die Fans die rund 600 PS starken Rennfahrzeuge aus einer ganz besonderen Perspektive.

Quelle: dtm.com


Dienstag, 29. September 2026

Sechs Fahrer, ein Titel: Showdown um die DTM-Krone

  • Spitzenreiter Preining reist mit 23 Punkten Vorsprung zum Saisonfinale
  • Engel und Wittmann liegen als erste Verfolger nur einen Punkt auseinander
  • Auer, Cairoli und Thiim lauern auf ihre Titelchance

Sechs Fahrer, sechs Titelträume – doch nur einer kann Champion werden. Beim großen Saisonfinale auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg (9. bis 11. Oktober) fällt die Entscheidung im Kampf um die DTM-Krone 2026. Maximal 56 Punkte sind im badischen Motodrom noch zu holen. Mit der besten Ausgangslage reist Thomas Preining (A/Manthey) nach Hockenheim. Der Porsche-Werkspilot führt die Fahrerwertung mit 197 Punkten an und möchte nach 2023 zum zweiten Mal DTM-Champion werden. Sein schärfster Verfolger Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol) liegt 23 Zähler zurück, nur einen weiteren Punkt dahinter folgt der zweimalige Titelträger Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport). Auch Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing) und Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) dürfen sich noch Hoffnungen auf den Gesamtsieg machen.

Thomas Preining reist mit 23 Punkten Vorspring zum Finale am Hockenheimring
Foto: Jens Hawrda

Krönt Preining seinen Höhenflug?

Pünktlich zur entscheidenden Phase der Saison präsentiert sich Preining in Meisterform. Sechsmal in Folge stand der Österreicher zuletzt auf dem Podium – das gelang in der GT3-Ära der DTM zuvor niemandem. An den vergangenen drei Rennwochenenden sammelte Preining starke 127 seiner insgesamt 197 Punkte und eroberte auf dem Sachsenring die Tabellenführung. Diesen Lauf möchte der 28-Jährige beim Finale fortsetzen und sich zum zweiten Mal nach 2023 die DTM-Krone aufsetzen. „Über 20 Punkte Vorsprung klingt komfortabel. Aber wie schnell der weg sein kann, habe ich ja selbst erlebt, als ich kürzlich so einen großen Rückstand aufholen konnte. Wir sind bestmöglich vorbereitet, ich gehe mit einem super Gefühl ins Finale“, sagt Preining. Dass der Hockenheimring dem Porsche-Werkspiloten liegt, hat er bereits mehrfach bewiesen: Drei DTM-Siege feierte Preining bisher im badischen Motodrom.

Macht Engel seine Jubiläumssaison zum Meisterjahr?

Engel erlebte einen völlig anderen Saisonverlauf als Preining. Nach einer starken ersten Jahreshälfte führte der Mercedes-AMG-Pilot die Meisterschaft lange an. Zuletzt lief es für den sonst so konstanten Engel jedoch nicht nach Plan, auf dem Sachsenring musste er die Tabellenführung an Preining abgeben. Mit 23 Punkten Rückstand ist für den Wahlmonegassen beim Finale aber weiterhin alles möglich. „Für mich ist es etwas Besonderes, das dritte Jahr in Folge in Hockenheim um den DTM-Titel zu kämpfen“, betont Engel. „Die Vorfreude ist riesig und ich bin gespannt, wie die Rennen laufen.“ Der Tabellenzweite bestreitet in diesem Jahr bereits seine zehnte DTM-Saison und zählt damit zu den erfahrensten Piloten im Starterfeld. Genau diese Routine möchte Engel in Hockenheim ausspielen und seine Jubiläumssaison mit dem ersten DTM-Titel seiner Karriere krönen.

Holt Wittmann DTM-Titel Nummer drei?

Wittmann reist mit breiter Brust nach Hockenheim. In der zweiten Saisonhälfte drehte der BMW-Pilot mächtig auf und arbeitete sich eindrucksvoll zurück in den Titelkampf. Nach starken Auftritten mit zwei Siegen und mehreren Podiumsplätzen beträgt sein Rückstand vor dem Finale nur noch 24 Zähler. Am Nürburgring feierte der 36-Jährige seinen 20. DTM-Erfolg und legte auf dem Sachsenring direkt den nächsten Sieg nach. „Ich gehe als Jäger ins Finale und habe nichts zu verlieren. Hockenheim war für mich immer schon ein gutes Pflaster, die Strecke macht großen Spaß“, erzählt Wittmann, der auf dem Traditionskurs bei Mannheim schon viermal ein DTM-Rennen gewinnen konnte. 2014 feierte der Fürther im Motodrom seinen ersten DTM-Sieg überhaupt, im selben Jahr holte er auch seinen ersten Meistertitel. Zwei Jahre später folgte Titel Nummer zwei. Zehn Jahre später kann Wittmann seine Sammlung um eine dritte DTM-Trophäe erweitern.

Auer, Cairoli und Thiim lauern auf ihre Chance

Auch hinter dem Spitzentrio ist der Titelkampf noch nicht entschieden. Auer geht mit 152 Punkten und einem Rückstand von 45 Zählern auf Preining als Gesamtvierter ins Finale. Zwei Punkte dahinter folgt Cairoli. Der Ferrari-Pilot ist der einzige Fahrer, der in dieser Saison bereits drei DTM-Rennen gewinnen konnte. Als Tabellensechster komplettiert Thiim mit 147 Punkten den Kreis der Titelanwärter. Für das Trio ist die Ausgangslage klar: Auer, Cairoli und Thiim brauchen in Hockenheim eine Galavorstellung und müssen gleichzeitig auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen.

Fahrerwertung nach 14 von 16 Meisterschaftsläufen

1. Thomas Preining (A/Manthey), 197 Punkte

2. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), 174 Punkte

3. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), 173 Punkte

4. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), 152 Punkte

5. Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing), 150 Punkte

6. Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing), 147 Punkte

Montag, 28. September 2026

ADAC richtet ab 2027 die IDM aus

IDM wird unter dem Dach des ADAC neu ausgerichtet

Foto: Jens Hawrda

Der ADAC e.V. richtet ab der Saison 2027 die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) aus. Das höchste deutsche Prädikat im Motorrad-Rundstreckensport ging 2026 unter dem Namen Euro Moto an den Start und kehrt ab der kommenden Saison zu seinem traditionellen Namen IDM zurück. Der ADAC übernimmt die Plattform von der Motor Presse, die sich als Promoter der IDM auf eigenen Wunsch zurückzieht. Pirelli bleibt auch zukünftig exklusiver Reifenpartner der IDM.

Unter dem Dach des ADAC wird die IDM neu ausgerichtet. Im Mittelpunkt stehen die gezielte Nachwuchsförderung, klare sportliche und organisatorische Strukturen sowie der Ausbau zu einer familienfreundlichen Motorsportplattform. Die Serie soll jungen Talenten als zentrale Entwicklungsplattform und Sprungbrett in den internationalen Motorradsport dienen.

„Wir wollen den Motorradsport auf der Rundstrecke in Deutschland nachhaltig stärken und den Nachwuchs gezielt fördern – mit dem klaren Ziel, in den kommenden Jahren international wieder präsenter zu sein. In den vergangenen Jahren haben wir durchgängige Förderprogramme für den Nachwuchs aufgebaut und veranstalten mit dem sehr erfolgreichen Motorrad Grand Prix auf dem Sachsenring eine der größten Sportveranstaltungen des Landes. Mit der IDM übernehmen wir nun Verantwortung für die gesamte Spitze des deutschen Motorrad-Rundstreckensports und wollen den bestehenden Teilnehmern wie auch Nachwuchstalenten neue Perspektiven eröffnen. Unser Dank gilt der Motor Presse für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren“, sagt ADAC Sportpräsident Dr. Gerd Ennser.

Verlässliche Regeln und bessere Einstiegsmöglichkeiten

Das sportliche Konzept sieht die Superbike-Klasse unverändert als Top-Kategorie vor. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Sportbike-Klasse, die als Nachwuchsplattform gestärkt werden soll. Zusammen mit der Supersport-Klasse bilden sie die drei vorgesehenen Prädikatsklassen der IDM. Klare, nachvollziehbare und beständige technische Reglements sollen den Wettbewerb transparenter machen und den Teams mehr Planungssicherheit geben.

Ein verlässlicher Faktor im Technikpaket sind die Reifen von Pirelli. Auch unter dem Dach des ADAC bleibt Pirelli zukünftig der Reifenpartner der IDM und rüstet die drei Prädikatsklassen exklusiv aus.

Mehr Nähe zu den Fans

Auch abseits der Rennstrecke soll die IDM neue Impulse erhalten. Mittelfristig ist ein Ausbau der Fan-Aktivitäten im Fahrerlager geplant. Damit soll die Meisterschaft motorsportbegeisterte und Familien gleichermaßen stärker ansprechen.

Der Kalender für 2027 umfasst sieben Veranstaltungen zwischen Mai und September. Geplant sind Rennen in der Motorsport Arena Oschersleben, in Brünn und Most in Tschechien, auf dem DEKRA Lausitzring, in Assen in den Niederlanden sowie auf dem Nürburgring und in Hockenheim.

Termine IDM 2027 (Änderungen vorbehalten)

14. – 16. Mai Motorsport Arena Oschersleben

28. – 30. Mai Brünn/CZ (TBC)

25. – 27. Juni Most/CZ (TBC)

23. – 25. Juli DEKRA Lausitzring

13. – 15. August Assen/NL

3. – 5. September Nürburgring

24. – 26. September    Hockenheim

DTM: Maro Engel als Oschersleben-Sieger bestätigt

  • Berufung des TGI Team by GRT abgewiesen
  • Engel vor Preining und Wittmann als Sieger in Oschersleben gewertet

Maro Engel behält seinen Sieg von Oschersleben
Foto: Jens Hawrda

Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol) bleibt Sieger des zehnten Wertungslaufs der DTM in der Motorsport Arena Oschersleben. Das Berufungsgericht des Deutschen Motorsport Bund (DMSB) hat am Freitag in Frankfurt die Berufung des TGI Team by GRT gegen die Disqualifikation von Mirko Bortolotti (I) abgewiesen. Damit bleibt die Entscheidung der Sportkommissare vom 13. August bestehen und Mercedes-AMG-Fahrer Engel wurde als Sieger bestätigt.

Bortolotti hatte im Sonntagsrennen in Oschersleben als Erster die Zielflagge gesehen, wurde allerdings nachträglich disqualifiziert, da ein Radlager seines Lamborghini Temerario GT3 nicht der DTM-Homologation entsprach. Gegen die Disqualifikation hatte das TGI Team by GRT Berufung eingelegt.

Das Ergebnis des zweiten Oschersleben-Rennens bleibt damit unverändert. Maro Engel behält den Sieg, Thomas Preining (A/Manthey) belegt Platz zwei. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport) wird als Dritter gewertet.

Vor dem Saisonfinale auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg (9. bis 11. Oktober) führt Preining die DTM mit 197 Punkten an. Engel folgt mit 174 Zählern und 23 Punkten Rückstand auf Rang zwei, Wittmann liegt mit 173 Punkten einen weiteren Zähler dahinter. Insgesamt sechs Fahrer von vier Marken kämpfen in Hockenheim noch um den DTM-Titel.

Euro Moto Superbike: Schrötter holt den Sieg im letzten Saisonrennen

GERT56-Doppelspitze zum Schluss. Marcel Schrötter fährt vor Jan-Ole Jähnig
zum zweiten Saisonsieg.
Foto: Dino Eisele

Die EURO MOTO Superbike Ära endete beim Fuchs-Silkolene-Hockenheim-Finale mit einem Sieg von Vizemeister Marcel Schrötter (BMW). Zweiter wurde sein GERT56-Teamkollege Jan-Ole Jähnig. Florian Alt (Honda) verabschiedete sich als Dritter in den Winter. Der Viertplatzierte Lukas Tulovic (Ducati) hatte sich im ersten Lauf des Tages bereits den Meistertitel gesichert.

Schon vor dem Rennen stand fest: Egal, wie das Ergebnis aussieht, in der Reihenfolge bei den Erstplatzierten in der Gesamtwertung würde sich nichts mehr ändern. An den Positionen von Tulovic, Schrötter und Markus Reiterberger gab es nichts zu rütteln. Freie Fahrt war angesagt. Einfach Gas geben und sehen, was zum Schluss noch geht. Tulovic wünschte sich, einfach nur noch einmal Spaß zu haben. Den hat er bekommen.

Die drei BMW-Fahrer Markus Reiterberger, Marcel Schrötter und Jan-Ole Jähnig legten aus der ersten Startreihe heraus ordentlich vor. Reiterberger rauschte am Ende der Parabolica ins Kiesbett, wühlte sich aber wieder heraus und fand mit 18 Sekunden Rückstand den Weg zurück auf die Strecke. Den erhofften Doppelsieg musste er sich danach abschminken. Am Ende der ersten Runde führte Jähnig, der mit dem Pirelli SC2 als einziger einen härteren Reifen fuhr als der Rest, das Feld an.

Meister Tulovic hatte den Rechenschieber aus dem Kopf genommen und sich nach drei Runden vom neunten Startplatz auf die fünfte Position nach vorn gearbeitet. Vor ihm schnupperte Toni Finsterbusch (BMW) am Hinterrad von Florian Alt. An der Spitze passte kein Blatt zwischen dem weiterhin Führenden Jähnig und Schrötter.

Es war noch nicht Halbzeit, da hatte Reiterberger bei seiner Aufholjagd bereits den Teamkollegen Milan Merckelbagh aufgeschnupft. Der vierfache Meister landete nach 18 Runden trotz Cross-Einlage sogar noch in den Top Ten.

Als Finsterbuschs Motorrad kurzfristig streikte, verlor der Sachse wertvolle Meter und beendete das Rennen schließlich vorzeitig. Tulovic erbte seinen Platz und wurde dadurch Vierter. Alt verteidigte seinen dritten Platz vor dem aufsässigen Tulovic bis ins Ziel. Es war ein lebhaftes Abschiedsrennen mit der aktuellen Honda. Nächstes Jahr kommt ein neues Modell.

Und wie ging das Duell an der Spitze aus? Schrötter zockte Jähnig in der letzten Runde ab. Dieser hatte es geahnt, „aber ich wusste nicht, an welcher Stelle er angreift.“ Es dürfte aber ganz im Sinne des im Winter verstorbenen Teamchefs Karsten „KW“ Wolf gewesen sein, dass eine GERT56-Doppelspitze das Ende der Saison besiegelt.

Finsterbusch hat sich nach dem Rennen aus dem Team verabschiedet. Er wollte nach all den Jahren kein großes Tam-Tam um seine Person, dabei hätte er es wirklich verdient. Der 33-jährige BMW-Fahrer aus Leipzig holte mit dem Team den Le Mans-Sieg in der Langstrecken-WM 2020. Jetzt ist die Luft raus.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Euro Moto Supersport: Dirk Geiher ist endlich am Ziel

Supersport-Meister Dirk Geiger 
Foto: Michael Praschak

Dirk Geiger ist der Meister in der EURO MOTO Supersport. Im zweiten Lauf des Fuchs Silkolene-Hockenheim-Finales machte der Baden-Württemberger engültig Nägel mit Köpfen. Er hat so viele Punkte, dass keine Rechnungen mehr offen sind. Der Titel ist dem 24-jährigen Yamaha-Fahrer vom Team Apreco sicher.

Das letzte Rennen der Saison war eine Geiger-Galavorstellung vor heimischer Kulisse. Schon nach zwei Runden hatte sich der Titelfavorit vom Feld um 2,8 Sekunden abgesetzt, schaltete den Verwaltungsmodus ein und fuhr seinem achten Saisonsieg entgegen. Geiger hatte ein Ur-Vertrauen in die Yamaha YZF-R9 und packte in die Bremse wie kein anderer. Nach 15 Runden über 3,692 Kilometer war sein Traum zur Wirklichkeit geworden: Geiger ist der Supersport-Meister 2026.

Mit dem Titel in der Tasche schmeckt der bereits angekündigte Ausfstieg in die Superbike-Klasse noch besser. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, war der ansonsten redefreudige Dominator überwältigt. Geiger bedankte sich auch für die vielen Kämpfe mit seinem zuletzt einzigen Titelrivalen Daniel Blin (Ducati): „Zu Beginn der Saison hat er mich mächtig herausgefordert.“ Der Pole hatte die ersten vier Rennen vor Geiger gewonnen.

Blin wurde im letzten Supersport-Rennen des Jahres Zweiter und ist Vizemeister. Am Anfang musste er einen sehr beherzten Angriff von Luca Göttlicher (LJ Racing) verkraften, konnte jedoch kontern. Beim nächsten Angriff von Lucky Luc hatte Blin den Braten jedoch rechtzeitig gerochen und machte die Tür zu. Zusammen mit Lennox Lehmann (Yamaha) und Luca de Vleeschauwer (Yamaha) bildete sich eine interessante Vierergruppe.

Schließlich konnte sich Blin aus den Fängen von Göttlicher lösen, der in der elften Runde von Lennox Lehmann konsequent geschnupft wurde. Lehmann peilte am Ende auch noch Blin an, biss aber auf Granit. Lehmann hatte wieder ein Abonnement für den dritten Platz gebucht – zum achten Mal in dieser Saison. Der Dresdner war hoch erfreut, das Ergebnis aus eigener Kraft erreicht zu haben. Im Samstagsrennen hatte er es aufgrund des Sturzes von Göttlicher geerbt.

Dieser wiederum hat mit 19 Jahren eine glänzende Saisonvorstellung abgeliefert auf einem Motorrad, das als exotischer Farbtupfer im Feld in Kombination mit Göttlicher zu ungeahnter Form auflief. Der Bayer holte auf der MV Agusta drei Podiumsplätze.

Auch in der Gesamtwertung spiegelt sich das Ergebnis des Finallaufs wieder: Geiger hat den Titel vor Blin, Lehmann und Göttlicher gewonnen.

Luca de Vleeschauwer bemühte sich den Anschluss in der ersten Gruppe zu halten. Stattdessen vergrößerte sich die entstandene Lücke, wobei Gastfahrer Maximilian Kofler (Ducati) in der letzten Runde bis ans Hinterrad aufrückte. Aber es gab keine Veränderungen mehr.

Zuvor hatte sich Filip Feigl (Yamaha) an Freddie Heinrich (Kawasaki) vorbeigepresst und damit den siebten Rang ergattert. Bester Honda-Fahrer wurde Marvin Siebdrath auf dem neunten Platz. Exakt in den Top Ten brachte Max Enderlein bei seinem Comeback die MV Agusta ins Ziel. Ob er nächstes Jahr weitermacht? „Vielleicht.“

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Sonntag, 27. September 2026

Euro Moto Sportbike: Zuda holt den Titel, Bijman den Doppelsieg

Geschafft: Stepan Zuda krönt seine starke Saison in Hockenheim und ist der
erste Sportbike-Champion 2026 in der EURO MOTO.
Foto: Michael Praschak

Stepan Zuda ist der neue Champion der EURO MOTO Sportbike. Im letzten Rennen der Saison reichte dem Tschechen Rang drei, um den Titel endgültig einzutüten. Den Sieg holte sich erneut Ruben Bijman vor Gaststarter Daniel Mogeda. Gerade einmal 0,004 Sekunden trennten Mogeda und Zuda im Ziel. Tobias Kitzbichler wurde Vierter und sicherte sich damit Rang drei in der Gesamtwertung.

Zuda (Freudenberg Paligo Racing) erwischte zunächst den besten Start, wusste aber genau, dass er an diesem Sonntag nicht mit dem Kopf durch die Wand musste. Während Bijman (Freudenberg RORA PALIGO Racing) die Spitze übernahm und sofort die Pace hochhielt, fuhr der Meisterschaftsführende zunächst zurückhaltender. Für Bijman war die Ausgangslage einfacher. Er hatte nichts zu verlieren und musste All-in gehen. Zuda dagegen musste vor allem ins Ziel kommen.

Hinter Bijman mischten zunächst Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) und Daniel Mogeda (RT Motorsports Honda) kräftig mit. Das Feld lag eng zusammen und Zuda fiel zwischenzeitlich bis auf Rang sechs zurück. Zur Rennmitte fand er jedoch wieder seinen Rhythmus. „Am Anfang des Rennens habe ich erst einmal geschaut, wie sich die Gruppe verhält und wollte nichts überstürzen. Nach und nach habe ich meinen Rhythmus gefunden, konnte meine Pace wieder aufnehmen und mich schließlich aus der Gruppe lösen. Danach hat sich das Rennen für mich fast wie ein Märchen angefühlt“, erklärte Zuda.

Bijman macht den Doppelsieg perfekt

Vorne ließ Bijman nichts mehr anbrennen. Der Niederländer bestimmte das Tempo und gewann nach 13 Runden mit 2,506 Sekunden Vorsprung. Nach seinem Sieg am Samstag machte er damit den Doppelsieg in Hockenheim perfekt.

Gerade in der zweiten Saisonhälfte zeigte Bijman eine starke Form und machte auch beim Finale fahrerisch noch einmal den Unterschied. Für den Titel reichte es am Ende trotzdem nicht. „Vor allem nach der Sommerpause habe ich meinen Flow gefunden und konnte zeigen, was möglich ist. Stepan hat aber einen großartigen Job gemacht und über die gesamte Saison kaum Fehler gemacht. Ich bin sehr glücklich für diese Saison und freue mich jetzt schon auf das nächste Jahr“, sagte Bijman.

Die schnellste Runde des Rennens ging allerdings an den neuen Champion. Zuda fuhr in Runde acht eine 1:31,441 Minuten. Bijmans schnellste Runde lag bei 1:31,546 Minuten.

Fotofinish um Platz zwei

Hinter Bijman wurde es auf den letzten Metern noch einmal richtig eng. Mogeda schnappte sich Zuda kurz vor dem Ziel und rettete Rang zwei mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,004 Sekunden über die Linie. Für den Spanier war es der gelungene Abschluss seines Testwochenendes auf der Honda CBR600RR. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Wochenende und mit dem Test auf der Honda. Es hat viel Spaß gemacht, hier zu fahren und Erfahrungen mit dem Motorrad zu sammeln. Ich bedanke mich bei meinem Team mich für die Möglichkeit, hier fahren zu dürfen“, sagte Mogeda.

Kitzbichler verpasste nach seinem Podium am Samstag als Vierter diesmal knapp die Top Drei. Dafür beendet der Österreicher eine starke Saison als Dritter der Gesamtwertung.

Mika Siebdrath (Freudenberg Paligo Racing) hatte bei seinem ersten Rennwochenende auf dem Hockenheimring einen schwierigeren Sonntag. Nach den ersten Runden konnte er die Pace der Spitzengruppe nicht mehr mitgehen und beendete das Rennen schließlich auf Rang sieben.

Zuda krönt seine Saison

Für Zuda war Platz drei am Ende mehr als genug. Nach einer Saison, in der er zwischenzeitlich auch mit einer Handverletzung zu kämpfen hatte, krönte er sich in Hockenheim zum EURO MOTO Sportbike Champion 2026. „Die gesamte Saison war großartig. Auch meine Handverletzung hat uns nicht davon abgehalten stetig wirklich stark zu sein. Ich blicke sehr dankbar auf dieses Jahr zurück und möchte mich bei allen bedanken, die mich auf diesem Weg unterstützt haben.“

Damit endet die Sportbike Saison 2026 mit Zuda als Champion, Bijman als seinem stärksten Verfolger und Kitzbichler auf Gesamtrang drei.

EURO MOTO Sportbike, Race 2

  1. Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
  2. Daniel MOGEDA (#G88/ESP), Honda CBR600RR
  3. Stepan ZUDA (#23/CZE), Triumph Daytona 660
  4. Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS660
  5. Kiyano VEIJER (#53/NLD), Triumph Daytona 660
  6. Tom KUIL (#55/NLD), Triumph Daytona 660
  7. Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
  8. Julian VAN KALKEREN (#34/NLD), Triumph Daytona 660
  9. Ty HENRIKSEN (#46/DNK), Aprilia RS660
  10. Kyano SCHOO (#G26/NLD), Yamaha YZF R7
  11. Alexander WEIZEL (#22/DEU), Aprilia RS660
  12. Micky WINKLER (#86/DEU), Aprilia RS660
  13. Rick KOOISTRA (#20/NLD), Triumph Daytona 660
  14. Maksymilian PALMOWSKI (#95/POL), Aprilia RS660
  15. Luis RAMMERSTORFER (#13/AUT), Triumph Daytona 660
  16. Magnus KRISTOFFERSEN (#30/DNK), Aprilia RS660
  17. Lucas SØRENSEN (#18/DNK), Aprilia RS660

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Euro Moto Superbike: 0,5 Punkte machen Tulovic zum Champion

Gold auf dem Helm, Gold auf dem T-Shirt. Das Team Triple M Racing Ducati Frankfurt
hatte alle Zutaten für die Titelverteidigung vorbereitet.
Foto: Michael Praschak

Es ist vollbracht. Anders als erwartet hat Lukas Tulovic auf der Ducati Panigale V4R den Titel in der Fuchs Silkolene EURO MOTO Superbike verteidigt. Der Baden-Württemberger fuhr im ersten Rennen beim großen Finale in Hockenheim nichts aufs Podium, sondern wurde Fünfter. Die Pokale räumten andere ab: Markus Reiterberger (BMW) gewann vor Marcel Schrötter (BMW) und Florian Alt (Honda).

Schrötter kam blendend am Start weg und übernahm die Führung im Rennen. Der Rookie mit WM-Erfahrung vom Team GERT56 war der einzige Rivale, der Tulovic den Titel noch hätte streitig machen können. Mehr als die Spitze zu übernehmen, konnte er aber nicht machen. Alles andere hing von der Ducati mit der Nummer „1“ ab. Eines war klar: Fährt Tulo von der neunten Startposition aus aufs Podest, ist der Kuchen gegessen und er ist vorzeitig Meister. Es kam ganz anders.

Nach zwei Runden hatten sich Schrötter, Reiterberger, Jan-Ole Jähnig (BMW), Florian Alt, Toni Finsterbusch (BMW), Leon Orgis (BMW) und Tulovic nacheinander aufgereiht. Nur wenig später sprengte Alt das BMW-Trio und zeigte sich auf der dritten Position. Mit seiner Honda Fireblade war er noch schneller als Training. Es war ziemlich klar, dass er die rote Honda mit der Startnummer “66“ mit allen Ehren und einem Podiumsplatz in den Ruhestand schicken will. Im nächsten Jahr gibt es neues Modell.

Zu diesem Zeitpunkt fehlten bereits vier Fahrer. Kevin Orgis (BMW) und Hannes Soomer (BMW) waren in der Startphase gestürzt. Milan Merckelbagh (BMW) und Balint Kovács (Ducati) kamen aus den nachfolgenden Runden nicht zurück. Tulovic dagegen blieb sitzen. Und das war an diesem Nachmittag vielleicht seine wichtigste Leistung.

Der erwartete Express-Durchlauf von Tulovic blieb stecken. Ein kleines, aber feines Top-Feld zeigte die Qualität der verblieben Fahrer, die sich nicht so einfach bezwingen ließen. Und nicht zuletzt hatte der Titelverteididiger den Rechenschieber im Kopf und er musste das bestehende Risiko etwaiger Auseinandersetzungen kontrollieren.

Aus eigener Kraft ging es irgendwann nicht mehr nach von, aber die Stürze von Martin Vugrinec (BMW) und Toni Finsterbusch erwiesen sich doch als Vorteil. Finsterbusch hatte es im Kampf mit Florian Alt übertrieben und war mit einem Vorderradrutscher von der Strecke geschlittert. Er konnte weiterfahren, kehrte aber erst hinter Tulovic ins Feld zurück.

Dem alten und neuen Meister reichte der fünfte Platz, um zum zweiten Mal Internationaler Deutscher Superbike-Meister zu werden. Er war sitzengeblieben. Das vorletzte Rennen einer verrückten Saison brachte also die Entscheidung. Schrötter kann ihn in der Gesamtwertung nicht mehr einholen. Nach der Zieldurchfahrt gab es für Tulovic kein Halten mehr. Die Tränen unter dem Helm ließen sich nicht zurückhalten. Er sagte: „Das Gefühl ist einfach unbeschreiblich.“

Schrötter wurde am Ende von Reiterberger besiegt, der das Wochenende als eines der besten in der Saison bezeichnete. Zunächst hatte er nicht geglaubt, an Schrötter vorbeizukommen. „Marcel war stark. Ich dachte, ich habe gegen ihn keine Chance. Es tut mir leid, dass ich mit meinem Sieg jetzt die Tür für Marcel zugeschlagen habe, was den Titelkampf betrifft, aber wir sind Rennfahrer und wollen gewinnen.“

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Euro Moto Supersport: Geiger siegt und ist der Meistershaft nah

Dirk Geiger hat die Meisterschachaft fast in der Tasche
Foto: Jens Hawrda

Bei Dirk Geiger passt eigentlich alles. Pole Position und Sieg im ersten Rennen der EURO MOTO Supersport in Hockenheim. Ihn trennen jetzt 32 Punkte von seinem Verfolger Daniel Blin. Rein rechnerisch könnte der Yamaha-Fahrer den Meistertitel bereits feiern. Macht er aber noch nicht.

Der Grund sitzt in Oschersleben. Ein Protest aus dem dortigen Rennen ist noch nicht endgültig geklärt. Sollte Blin (Ducati) seine aberkannten Punkte in der Berufung zurückbekommen, wäre Geigers aktueller Vorsprung plötzlich zu klein. Also verschiebt der 24-Jährige die Meisterfeier lieber noch. Erst sollen alle Zweifel beseitigt sein, bevor es in den Party-Modus geht.

Sportlich ließ Geiger heute keine Fragen offen. Der Mannheimer war nicht zu bremsen und fuhr einen ungefährdeten Sieg ein. 3,769 Sekunden betrug sein Vorsprung auf Blin im Ziel. „Der Speed von Dirk war heute auf einem komplett anderen Level“, musste sein einzig verbliebener Titelrivale anerkennen.

Geiger weiß allerdings auch, wem er das zu verdanken hat. Nach dem Rennen bedankte sich der Yamaha-YZF-R9-Fahrer brav bei seinem Apreco-Team und bei Yamaha Deutschland. Morgen soll auf seiner Heimstrecke der nächste Sieg folgen – und damit möglichst auch der endgültige Haken hinter der Meisterschaft.

Hinter Geiger ging es deutlich turbulenter zu. Blin, Luca de Vleeschauwer (Yamaha), Luca Göttlicher (MV Agusta) und Lennox Lehmann (Yamaha) bildeten zunächst die Verfolgergruppe. Als „Lucky Luc“ auf Rang drei vorgerückt war, bekam de Vleeschauwer bei einem Überholversuch allerdings eine harte, aber herzliche Abfuhr.

Im letzten Renndrittel verschoben sich die Verhältnisse. De Vleeschauwer und Lehmann fielen zurück, während sich Göttlicher an einem Manöver gegen Blin versuchte. Der Mut des 19-jährigen MV Agusta-Fahrers war zu groß. Er stürzte, stand wieder, fuhr weiter und kam noch als Neunter ins Ziel. Das Intermezzo brachte Lehmann auf den dritten Platz.

Weiter hinten gab es ebenfalls reichlich Action. Freddie Heinrich, einziger Kawasaki-Fahrer im Feld, hatte sich nach harten Kämpfen aus den Klauen von Max Stauffer (Yamaha) und den Honda-Teamkollegen Julius Caesar Rörig und Julius Ahrenkiel-Frellsen befreit und wurde Siebter.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Samstag, 26. September 2026

Euro Moto Superbike: Reiterberger auf Pole und Entsetzen bei Ducati

Markus Reiterberger fährt am Hockenheimring auf Pole
Foto: Jens Hawrda

Der frischgebackene Langstrecken-Weltmeister legt beim EURO MOTO Superbike-Finale in Hockenheim gleich nach: Markus Reiterberger startet von der Pole Position in die beiden Sonntagsrennen. Der BMW-Pilot aus Obing setzte sich in der Superpole 2 mit 1:24,198 Minuten an die Spitze und verwies Marcel Schrötter (BMW) um 0,144 Sekunden auf Platz zwei. Titelverteidiger Lukas Tulovic (Ducati) erwischte es dagegen kalt: Disqualifikation.

Für Schrötter ist die zweite Startposition mehr als nur eine gute Ausgangslage. Der BMW-Fahrer hält damit seine Titelchance am Leben. 34,5 Punkte liegt er hinter Tulovic, der seinen Vorsprung allerdings erst einmal ins Ziel bringen muss.

Der Ducati-Fahrer stürzte in der Superpole 2, schaffte es anschließend aber noch aus eigener Kraft zurück an die Box, um mit der Panigale V4R nach einem Reifenwechsel nochmals durchzustarten. Mehr als Startplatz sechs war nach dem Zwischenfall nicht drin. Nach der Session erfolgte die Disqualifikation. Tulovic hatte die Ducati 106 Umdrehungen pro Minute über dem zulässigen Drehzallimit bewegt. Erlaubt sind maximal 15.600/min. Eine Toleranz wird nicht eingeräumt.

Das Ergebnis der Superpole 2 wurde Tulovic demzufolge gestrichen und er wurde ans Ende des Superpole 2-Feldes gesetzt. Der Baden-Württemberger startet somit von Platz neun.

Tulos Vorsprung in der Meisterschaft ist sehr komfortabel, aber jetzt ist ein Druck entstanden, dem das Nervenkostüm des 26-Jährigen standhalten muss. Der Titel liegt nicht mehr auf dem Silbertablett.

Nur Tulovic, Schrötter, Jan-Ole Jähnig (BMW) und Milan Merckelbagh (BMW) sind bisher in allen Rennen ins Ziel gekommen und haben auch gepunktet. Jähnig steht dieses Jahr zum zweiten Mal in der ersten Startreihe und kämpft um den ersten Podiumsplatz in der Saison. Merckelbagh hat hingegen wenig Freude an seiner Position. Der Niederländer startet vom vorletzten Platz neben Tulovic.

Florian Alt nimmt als einziger Honda-Fahrer im Feld den vierten Startplatz ein. Nach den Nürburgring-Rennen war der dritte Performance-Checkpoint der Saison erreicht. Für Honda wurde nach der Analyse der Daten die Verwendung eines Kit-Nockenwellensets freigegeben, um in Hockenheim konkurrenzfähig zu sein. Teamchef Jens Holzhauer verzichtete auf das Angebot: „In der Kürze war das nicht umsetzbar.“

Hannes Soomer (BMW), Leon Orgis (BMW) und Balint Kovács (Ducati) hatten sich über die Superpole 1 für den Kampf um die besten Startplätze qualifiziert. Sie stehen geschlossen in der dritten Reihe.

Vielversprechend verläuft die Zusammenarbeit zwischen BCC-Teamchef Andreas Gerlich und Gastfahrer Martin Vugrinec (BMW). Aus der kurzzeitigen Affäre könnte 2027 eine permanente Verbindung entstehen. Die ersten Gespräche haben stattgefunden.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Euro Moto Sportbike: Bijman siegt und vertagt die Titelentscheidung

Ruben Bijman (Team Freudenberg Paligo Racing) 
Foto: Jens Hawrda

Ruben Bijman (Freudenberg Paligo Racing) hält den Titelkampf in der EURO MOTO Sportbike bis zum letzten Rennen der Saison offen. Der Niederländer gewann am Samstag das erste Rennen in Hockenheim vor seinem Teamkollegen und Meisterschaftsleader Stepan Zuda. Tobias Kitzbichler komplettierte das Podium. Vor dem großen Finale am Sonntag trennen Zuda und Bijman noch 23 Punkte.

Dabei erwischte zunächst Zuda den besseren Start. Von Position zwei zog der Tscheche an Polesetter Bijman vorbei und bog als Führender in die erste Kurve ein. Auch Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) zog mit und setzte sich zunächst auf Rang zwei. Doch Bijman sortierte sich schnell wieder direkt hinter Zuda ein. Die beiden Titelanwärter legten vorne eine hohe Pace vor und zogen das Feld langsam auseinander.

Bijman dreht auf

Für Bijman war der erste Teil des Rennens anders als erwartet. Sein Plan war es, schnell vorn weg zu fahren. Jedoch hatte Zuda etwas dagegen und hielt den Niederländer auf. „Der erste Teil des Rennens war nicht einfach, da Zuda sehr stark performte. Aber ab der Rennmitte konnte weiter an meiner Pace festhalten und erlangte in führungliegend meinen Rhythmus zurück. Das Bike ist im Moment richtig stark und ich fühle mich einfach nur richtig gut darauf“, sagte Bijman.

Im letzten Renndrittel drehte der Niederländer noch einmal den Hahn auf. Zuda blieb dran, musste mit Blick auf die Meisterschaft aber auch das Risiko im Auge behalten. Nach 13 Runden gewann Bijman mit 1,512 Sekunden Vorsprung und feierte seinen vierten Saisonsieg. Mit 1:31,717 Minuten fuhr er außerdem die schnellste Rennrunde.

Zuda nimmt wichtige Punkte mit

Zuda hatte zunächst versucht, das Rennen von vorne zu kontrollieren. Als die Reifen nachließen, wollte er jedoch nicht alles auf eine Karte setzen. „Ich wollte von Anfang an vorne bleiben und schauen, ob ich die Pace halten kann. Als die Reifen nachließen, wurde mir das Risiko irgendwann zu groß. Danach ging es darum, meine Pace zu halten und keinen unnötigen Fehler zu machen. Natürlich habe ich trotzdem gehofft, dass Ruben vielleicht noch einen Fehler macht“, erklärte Zuda. Mit Rang zwei zeigte sich der Tscheche zufrieden. Den Podestplatz widmete er seinem verstorbenen besten Freund Troy Beinlich. Vor dem letzten Saisonrennen am Sonntag führt Zuda die Meisterschaft nun mit 23 Punkten Vorsprung auf Bijman an.

Kitzbichler kämpft mit losem Visier

Kitzbichler hielt sich auf Rang drei und musste sich dabei nicht nur gegen Tom Kuil (RT Motorsports) wehren. Starker Wind und ein loses Visier machten ihm das Leben zusätzlich schwer. „Es war durch den Wind ein schwieriges Rennen. Mein Visier ist nicht richtig eingerastet gewesen, weshalb er offen stand. Dadurch konnte ich teilweise kaum richtig sehen. In der letzten Runde habe ich noch einmal alles gegeben und sogar meine beste Zeit gefahren. Ich bin sehr glücklich über den dritten Platz“, sagte der Österreicher.

Mit 1:31,724 Minuten gelang ihm tatsächlich in der letzten Runde seine persönliche Bestzeit. Kuil folgte knapp dahinter auf Rang vier. Daniel Mogeda (RT Motorsports Honda) brachte die Honda CBR600RR bei ihrem Testeinsatz auf Platz fünf ins Ziel.

Turbulenzen im Feld

Weiter hinten gab es mehrere Ausfälle. Jay-Jay den Hoed (Team SWPN) stürzte in Runde sechs und musste das Rennen aufgeben. Der Niederländer wurde anschließend im Medical Center untersucht und vorerst für unfit erklärt. Ob er am Sonntag wieder starten kann, ist damit zunächst offen.

In Runde neun kamen Maksymilian Palmowski (SP Race Project) und Kyano Schoo (Team SWPN) vor der Osttribüne zu Fall. Für beide war das Rennen ebenfalls beendet. Für das niederländische SWPN Team um Frank Brouwer hieß es Doppelausfall.

Rick Kooistra (SRTD Pearle Gebben) erhielt nach einem Frühstart zunächst eine Long Lap Penalty. Diese ignorierte er jedoch, weshalb er eine Durchfahrtsstrafe angezeigt bekam. Nachdem auch diese nicht absolviert wurde, bekam er die schwarze Flagge und wurde disqualifiziert.

Damit fällt die Entscheidung um den Sportbike Titel tatsächlich erst im allerletzten Rennen der Saison. 23 Punkte trennen Zuda und Bijman vor dem Finale am Sonntag, das um 12:20 Uhr ausgetragen wird und auch live im Stream verfolgt werden kann.

EURO MOTO Sportbike, Rennen 1

  1. Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
  2. Stepan ZUDA (#23/CZE), Triumph Daytona 660
  3. Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS660
  4. Tom KUIL (#55/NLD), Triumph Daytona 660
  5. Daniel MOGEDA (#G88/ESP), Honda CBR600RR
  6. Kiyano VEIJER (#53/NLD), Triumph Daytona 660
  7. Julian VAN KALKEREN (#34/NLD), Triumph Daytona 660
  8. Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
  9. Ty HENRIKSEN (#46/DNK), Aprilia RS660
  10. Micky WINKLER (#86/DEU), Aprilia RS660
  11. Luis RAMMERSTORFER (#13/AUT), Triumph Daytona 660
  12. Magnus KRISTOFFERSEN (#30/DNK), Aprilia RS660

  • DNF: Kyano SCHOO (#G26/NLD), Yamaha YZF R7
  • DNF: Maksymilian PALMOWSKI (#95/POL), Aprilia RS660
  • DNF: Alexander WEIZEL (#22/DEU), Aprilia RS660
  • DNF: Jay Jay DEN HOED (#44/NLD), Yamaha YZF R7
  • DNF: Lucas SØRENSEN (#18/DNK), Aprilia RS660
  • DQ: Rick KOOISTRA (#20/NLD), Triumph Daytona 660

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Euro Moto Supersport: Geiger steht schon mit einem Bein auf dem Podium

Dirk Geiger, Yamaha #60
Foto: Jens Hawrda

Er hat es wieder getan, obwohl er das erste Zeittraining ausgelassen hatte. Dirk Geiger steht im EURO MOTO Supersport-Finale in Hockenheim auf der Pole Position. Luca Göttlicher hatte es ihm gleichgetan. Die Begründung: „Zu kalt.“ Geiger wie auch Göttlicher konnten sich das Fehlen leisten. Als es im zweiten Qualifying um die Startplätze ging, waren sie zur Stelle und fuhren die schnellsten Rundenzeiten. Zwischen den beiden Spitzenreitern des Teilnehmerfeldes lagen knapp 25 Zehntelsekunden. Daniel Blin folgte mit einem Abstand von einer guten halbe Sekunde.

Für Geiger (Team Apreco-Yamaha) geht es heute allerdings um weit mehr als um den nächsten Sieg. Der 24-Jährige kann bereits im ersten Supersport-Rennen des Hockenheim-Finales den Titel klarmachen. Zwischen dem Favoriten und seinem einzig verbliebenen Rivalen Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) liegen in der Gesamtwertung 27 Punkte. Wenn sich Geiger keinen groben Patzer leistet und die Technik hält, hat der Mannheimer den Pokal heute im Kasten. Blin hofft dagegen, dass sich das Blatt noch zu seinen Gunsten wendet.

Während bei dem 24-jährigen Geiger die Gewissheit herrscht, dass er 2027 mit Yamaha in die Superbike-Klasse aufsteigt, ist die Lage bei Luca Göttlicher (LJ Racing) noch unübersichtlich und der 19-Jährige ist unentschlossen. Einerseits will er mit MV Agusta weitermachen, andererseits steht er unter Beobachtung bei Ducati-Teams. „Ich möchte dort fahren, wo der Weg in Richtung Weltmeisterschaft eingeschlagen wird“, setzt Göttlicher die Prioritäten – und zuvor noch am liebsten den ersten Saisonsieg nach Hause fahren.

Für Lennox Lehmann (Team Apreco-Yamaha) ging es nach der Führung im ersten Qualifying zurück auf Platz 5. Sein Optimismus wurde auch noch durch den schnelleren Luca de Vleeschauwer (Team SWPN) eingebremst.

Teamchef Thomas Eder betätigt sich in Hockenheim als Gastfahrer. Für ihn ist an diesem Wochenende nicht nur die EURO MOTO Supersport-Saison zu Ende. Die beiden Rennen auf der Ducati Panigale V2 sind auch ein ganz persönliches Finale für Eder. Der Bayer sperrt sein Team zu. Die Tschechen Peter und Filip Feigl sowie Jorke Erwig gehen bereits in die Spur, um 2027 woanders andocken zu können.

Die Gastfahrer Maximilian Kofler (Ducati) und Max Enderlein (MV Agusta) stehen auf den Startplätzen 6 und 12. Der Österreicher war schon auf den Nürburgring mitgefahren. Der Sachse gab dagegen nach zwei Jahren Abstinenz sein Comeback im Rennsport und in der völlig abgeschirmten Box wurde ständig geschraubt. Im freien Training war der dreifache Supersport-Meister gestürzt.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Euro Moto Sportbike: Bijman holt Pole und erhöht den Druck auf Zuda

Ruben Bijaman, Triumph Daytona 660 #17
Foto: Jens Hawrda

Ruben Bijman (Freudenberg Paligo Racing) macht beim Saisonfinale der EURO MOTO Sportbike am Hockenheimring genau dort weiter, wo er am Nürburgring aufgehört hat. Der Niederländer sicherte sich mit 1:31,228 Minuten die Pole Position für das erste Rennen am Samstagnachmittag um 15:55 Uhr. Direkt neben ihm startet Meisterschaftsleader Stepan Zuda. Für Spannung im Titelkampf ist damit gesorgt.

Bijman hatte bereits am Freitag mit der Bestzeit in den freien Trainings und Rang eins im ersten Qualifying vorgelegt. Im zweiten Qualifying am Samstag steigerte er sich noch einmal auf 1:31,228 Minuten. Zuda folgte mit 1:31,794 Minuten auf Rang zwei. Daniel Mogeda blieb mit seiner Zeit von 1:31,982 Minuten aus Q1 auf Position drei. Nur fünf Tausendstelsekunden dahinter landete Tobias Kitzbichler mit 1:31,987 Minuten auf Startplatz vier.

Bijman will die Pace hochhalten

Nach seinem Doppelsieg am Nürburgring liegt Bijman vor dem Finale noch 28 Punkte hinter Zuda und kann angreifen. Auf dem Motorrad fühlt er sich derzeit stark und auch im Kopf stimmt für ihn alles.

„Ich fühle mich einfach gut und stark auf dem Bike. Im Moment läuft alles und ich bin frei im Kopf. Ich kann mich voll aufs Fahren konzentrieren“, sagt Bijman. In den Rennen möchte er die Pace so hoch halten, dass seine Gegner entscheiden müssen, wie viel Risiko sie mitgehen wollen. Das gilt vor allem für Zuda.

Für Stepan Zuda (Freudenberg Paligo Racing) ist die Situation schwieriger. Er führt die Meisterschaft an, kann sich im Titelkampf aber kaum einen Fehler erlauben. Während seine Verfolger alles auf eine Karte setzen können, muss er genau abwägen, welches Risiko er mitgeht.

Mogeda stellt Honda in die erste Reihe

Daniel Mogeda (RT Motorsports) sorgte mit Startplatz drei für eine weitere starke Vorstellung. Der Gaststarter fährt an diesem Wochenende erstmals die Honda CBR600RR. Seine 1:31,982 Minuten aus Q1 reichten direkt für die erste Startreihe.

Eigentlich geht es für RT Motorsports an diesem Wochenende vor allem darum, Erfahrungen mit der Honda zu sammeln. Nach den bisherigen Zeiten ist für Mogeda aber auch sportlich einiges drin.

Kitzbichler stürzt erneut

Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) möchte seine starke Debütsaison unbedingt mit einem guten Ergebnis abschließen und macht sich dabei vielleicht etwas zu viel Druck. Bereits am Freitag kam er zu Sturz.

In der letzten Minute des zweiten Qualifyings erwischte es den Österreicher erneut. Anschließend musste er zur Kontrolle ins Medical Center. Seine 1:31,987 Minuten reichten dennoch für Startplatz vier. Nur fünf Tausendstelsekunden fehlten auf Mogeda.

Siebdrath kämpft sich zurück

Auch Mika Siebdrath (Freudenberg Paligo Racing) stürzte in der ersten Hälfte des zweiten Qualifyings. Er konnte seine Triumph selbst zurück an die Box bringen, wo die Crew das Motorrad wieder fit machte.

Siebdrath ging noch einmal auf die Strecke und steigerte sich auf 1:32,493 Minuten. Damit startet er von Position sieben.

Vor ihm stehen Tom Kuil (RT Motorsports) auf Rang fünf und Kiyano Veijer (Dutch Talent Racing) auf Rang sechs. Dahinter folgen Gaststarter Kyano Schoo (Team SWPN), Alexander Weizel (Weizel Racing Team) und Ty Henriksen (Nordic Vikings). Luis Rammerstorfer, der an diesem Wochenende kurzfristig für RT Motorsports fährt, startet von Position 16.

Um 15:55 Uhr wird es ernst. Bijman hat mit der Pole vorgelegt, während Zuda direkt neben ihm nicht nur das Rennen, sondern auch den Titel im Blick behalten muss.

EURO MOTO Sportbike, Ergebnis Qualifyings

  1. Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
  2. Stepan ZUDA (#23/CZE), Triumph Daytona 660
  3. Daniel MOGEDA (#G88/ESP), Honda CBR600RR
  4. Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS660
  5. Tom KUIL (#55/NLD), Triumph Daytona 660
  6. Kiyano VEIJER (#53/NLD), Triumph Daytona 660
  7. Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
  8. Kyano SCHOO (#G26/NLD), Yamaha YZF R7
  9. Alexander WEIZEL (#22/DEU), Aprilia RS660
  10. Ty HENRIKSEN (#46/DNK), Aprilia RS660
  11. Julian VAN KALKEREN (#34/NLD), Triumph Daytona 660
  12. Jay Jay DEN HOED (#44/NLD), Yamaha YZF R7
  13. Rick KOOISTRA (#20/NLD), Triumph Daytona 660
  14. Maksymilian PALMOWSKI (#95/POL), Aprilia RS660
  15. Micky WINKLER (#86/DEU), Aprilia RS660
  16. Luis RAMMERSTORFER (#13/AUT), Triumph Daytona 660
  17. Magnus KRISTOFFERSEN (#30/DNK), Aprilia RS660
  18. Lucas SØRENSEN (#18/DNK), Aprilia RS660

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Euro Moto Sportbike: RT Motorsports testet Honda in Hockenheim

Daniel Mogeda und RT Motorsports sammeln beim Saisonfinale in Hockenheim die ersten   
Kilometer auf der Honda CBR600RR in der EURO MOTO Sportbike-Klasse.
Foto: Michael Praschak

Beim Saisonfinale der EURO MOTO Sportbike am Hockenheimring gibt es in der Box von RT Motorsports gleich mehrere Neuheiten. Mit Gaststarter Daniel Mogeda bringt das Team an diesem Wochenende erstmals eine Honda CBR600RR in der Sportbike Klasse an den Start. Für Teammanager Rob Vennegoor ist der Einsatz vor allem eines: ein Test mit Blick in die Zukunft.

Die Verbindung zu Honda ist nicht ganz neu. Vennegoor steht bereits seit dem vergangenen Jahr mit dem Hersteller in Kontakt. Für 2027 möchte er mit RT Motorsports gerne wieder den Weg in die Weltmeisterschaft einschlagen. Ob das tatsächlich klappt und ob Honda dabei eine Rolle spielen wird, ist aktuell noch offen. Gleichzeitig will Vennegoor weiterhin in der EURO MOTO an den Start gehen. Auch hier könnte Honda eine Option sein.

Erst testen, dann vielleicht aufs Podium

In Hockenheim geht es deshalb zunächst darum, Erfahrungen mit der CBR600RR zu sammeln und das Motorrad unter Rennbedingungen kennenzulernen. Nach den ersten freien Trainings darf der Blick aber durchaus schon ein kleines Stück weiter nach vorne gehen. „Das Ziel für dieses Wochenende ist eigentlich erst einmal nur, das Motorrad zu testen und Erfahrungen zu sammeln. Nach den ersten freien Trainings sieht es aber gar nicht schlecht aus und vielleicht haben wir sogar eine Chance auf das Podium. Wenn die Möglichkeit da ist, warum sollten wir sie nicht mitnehmen?“, sagt Vennegoor.

Mit dem 21-Jährigen Daniel Mogeda hat RT Motorsports für den Test einen Fahrer an Bord, der die Sportbike-Klasse bereits aus der Weltmeisterschaft kennt. Dort war der Spanier auf einer Kawasaki in der Supersport 300-Klasse erfolgreich unterwegs. Entsprechend groß ist für ihn die Umstellung auf die Honda. „Die Honda fährt sich ganz anders als die Kawasaki. Ich muss meinen Fahrstil neu anpassen und mich erst auf das Motorrad einstellen. Aber sie läuft gut und lässt sich gut fahren“, beschreibt Mogeda seine ersten Eindrücke.

Damit steht für RT Motorsports an diesem Wochenende zunächst das Sammeln von Daten und Erfahrungen im Vordergrund. Was daraus für 2027 wird, ist noch völlig offen. 

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann