Dienstag, 11. Mai 2021

Die Deutsche GT-Meisterschaft startet in die Saison 2021

  •  NITRO sendet am Samstag und Sonntag live ab 16 Uhr
  •  TVNOW überträgt die Rennen im Online-Livestream
  •  Vorjahresmeister Engelhart und Ammermüller: von Teamkollegen zu Konkurrenten


„Start your engines“: Das ADAC GT Masters startet am Wochenende (14. bis 16. Mai) in der Motorsport Arena Oschersleben in die Saison 2021 und geht erstmals als Internationale Deutsche GT-Meisterschaft an den Start. Ein Feld von rund 30 Supersportwagen verspricht packende Rennen auf der anspruchsvollen Strecke bei Magdeburg. Beide Rennen werden am Samstag und Sonntag live ab 16 Uhr vom neuen TV-Partner NITRO im Free-TV übertragen. Im Livestream sind die Rennen kostenlos bei TVNOW und auf adac.de/motorsport zu sehen.

Keyfacts, Motorsport Arena Oschersleben, Saisonrennen 1 und 2 von 14

Streckenlänge: 3.667 Meter

Layout: 14 Kurven (sieben Rechts-, sieben Linkskurven), im Uhrzeigersinn befahren

Sieger 2020, Rennen 1: Michael Ammermüller/Christian Engelhart (SSR Performance, Porsche 911 GT3 R)

Sieger 2020, Rennen 2: Philip Ellis/Raffaele Marciello (Knaus-Team HTP-Winward-Mercedes-AMG GT3 Evo)

Die Favoriten

Schon beim Vorsaisontest in Oschersleben begeisterte das ADAC GT Masters mit enormer Leistungsdichte: Rund 20 Fahrzeuge lagen dabei in nur einer Sekunde und gaben einen Vorgeschmack auf ein spannendes erstes Rennwochenende. Der Kurs in Sachsen-Anhalt steht zudem für abwechslungsreiche Rennen: Mit Audi, BMW, Corvette, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche siegten in den vergangenen fünf Jahren in der Motorsport Arena sechs verschiedene Marken. Siegkandidaten gibt es daher beim Auftaktwochenende viele. Gute Chancen darf sich unter anderem Titelverteidiger Christian Engelhart (34/Starnberg) ausrechnen, dessen neuer Teamkollege beim Küs Team Bernhard, Thomas Preining (22/A), im Porsche 911 GT3 R beim Vorsaisontest die absolute Bestzeit fuhr. Mit vier Siegen in Oschersleben ist Engelhart auch der erfolgreichste der aktuellen Piloten auf dem Kurs. Aus dem diesjährigen Fahrerfeld haben 16 Fahrer bereits einen Laufsieg in Oschersleben eingefahren – darunter auch Engelharts letztjähriger Co-Champion Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster), der mit dem Porsche-Team SSR Performance seinen Titel verteidigen will.

Die Neuheiten

Erstmals erhält das ADAC GT Masters vom Deutschen Motorsport Bund (DMSB) in dieser Saison das Prädikat Internationale Deutsche GT-Meisterschaft, das höchste vom DMSB im Automobil-Rundstreckensport vergebene Prädikat. Eine Weltpremiere im Automobilsport feiert die Penalty-Lap, mit der Fahrer in den Rennen für kleinere Vergehen bestraft werden. Eine Aufwertung erfährt das Zeittraining, in dem im vergangenen Jahr bis zu 30 Fahrzeuge in einer Sekunde lagen: Erstmals werden für die Top Drei Punkte vergeben. Der ADAC setzt sich zusammen mit dem neuen Partner BWT für mehr Nachhaltigkeit an den Rennstrecken der Deutschen GT-Meisterschaft ein. Getreu der Botschaft „Change the world, sip by sip“ wird das Fahrerlager bei der langfristigen Partnerschaft ab diesem Jahr zu einer „Bottle Free Zone“.

Die Rennen im TV und Livestream

Der neue TV-Partner NITRO berichtet ausführlich aus Oschersleben. Jeweils ab 16.00 Uhr überträgt der Sender am Samstag und Sonntag im Free-TV live von der Strecke. Neben der Übertragung der beiden Rennen runden eine Vorberichterstattung und eine Rennanalyse sowie Highlights das Programm ab. Die beiden Zeittrainings und die Rennen gibt es zudem im Livestream auf adac.de/motorsport sowie im kostenlosen Free-Bereich bei TVNOW.

Die Strecke

Bereits zum 17. Mal tritt das ADAC GT Masters am Wochenende in der Motorsport Arena Oschersleben an. Seit der Premierensaison der Rennserie ist die 3,667 Kilometer lange Strecke, die rund 40 Kilometer westlich von Magdeburg liegt, fester Bestandteil des Saisonkalenders. Oschersleben ist traditioneller Auftaktort der neuen Saison, schon zwölf Mal startete das ADAC GT Masters dort in das Jahr. Neben dem ADAC GT Masters starten am ersten Rennwochenende auch die ADAC GT4 Germany, die ADAC TCR Germany sowie der Porsche Carrera Cup Deutschland.

Aufgrund der aktuellen pandemischen Lage sind am ersten Saisonwochenende keine Zuschauer zugelassen. Fans, die bereits Tickets im Online-Vorverkauf gekauft haben, können diese in Karten für eine andere ADAC GT Masters-Veranstaltung umtauschen oder zurückgeben. In ADAC-Geschäftsstellen oder Eventim-Vorverkaufsstellen gekaufte Tickets können dort zurückgegeben werden.

Der Lokalmatador

Oschersleben ist das Heimspiel von ADAC GT4 Germany-Aufsteiger Hugo Sasse, der aus dem rund 40 Kilometer von der Rennstrecke entfernten Aschersleben kommt. Der 17 Jahre alte Förderpilot der ADAC Stiftung Sport ist der jüngste Pilot im Feld und startet in einem Lamborghini Huracán GT3 Evo von T3 Motorsport.

Stimmen vor dem Rennwochenende

Christian Engelhart (Küs Team Bernhard, Porsche 911 GT3 R): „Der Vorsaisontest lief für uns gut, wir haben ihn mit der Bestzeit abgeschlossen. Oschersleben war schon immer ein gutes Pflaster für mich. Ich habe dort schon viele Erfolge gefeiert und vergangenes Jahr dort den Titel im ADAC GT Masters gewonnen, deshalb reise ich immer sehr gerne an die Strecke. Der Kurs macht sehr viel Spaß. Er hat viele lange Kurven, in denen es vor allem auf eine gute Balance ankommt. Das Auto darf nicht zu sehr untersteuern. Wir rechnen uns mit dem Porsche gute Chancen aus.“

Maro Engel (Mercedes-AMG Team Toksport WRT, Mercedes-AMG GT3 Evo): „Der Vorsaisontest hat gezeigt, dass es wieder wahnsinnig eng zugeht. Die Saison wird wieder heiß umkämpft. Das Level im Starterfeld ist wahrscheinlich noch stärker, es sind einige Topautos und -fahrer dazugekommen. Wir freuen uns, dass es losgeht. Wir sind ein sehr gut eingespieltes Team und wollen diesen Vorteil gut nutzen.“

Callaway Competition setzt im ADAC GT Masters auf zwei Rennsieger

  •  Marvin Kirchhöfer kehrt zum schwäbischen Rennstall zurück
  •  Zweite Saison für Jeffrey Schmidt in der Corvette C7 GT3-R
  •  Callaway startet seit der Serienpremiere 2007 im ADAC GT Masters

Die Corvette C7 GT3-R bekommt für 2021 ein neues Design
Bild: Siegerdesigns

Knapp eine Woche vor dem Saisonauftakt des ADAC GT Masters hat Callaway Competition das Fahreraufgebot bekannt gegeben: Marvin Kirchhöfer (27/Leipzig) und der Schweizer Jeffrey Schmidt (27) teilen sich in dieser Saison die Corvette C7 GT3-R des Rennstalls aus Baden-Württemberg. Seine Premiere feiert das neu zusammengestellte Duo in der kommenden Woche (14.–16. Mai) beim Saisonauftakt der Deutschen GT-Meisterschaft in Oschersleben. Der neue TV-Partner NITRO überträgt beide Rennen live und in voller Länge.

„Wir freuen uns sehr, dass sich unter den aktuellen Umständen die Chance ergab, Marvin für eine Rückkehr zu gewinnen. Wir konnten schnell eine Einigung erzielen“, sagt Teamgründer und Geschäftsführer Ernst Wöhr, der die Corvette in neuem Design an den Start schicken wird. Teamchef Mike Gramke ist für die neue Saison optimistisch: „Marvin ist ein schneller und sehr professionell eingestellter Fahrer. Ich freue mich sehr, dass wir wieder zusammenarbeiten und gemeinsam mit Jeffrey eine starke Fahrerpaarung präsentieren können.“

Kirchhöfer startete bereits 2018 und 2019 für Callaway Competition und gewann in dieser Zeit mit dem dienstältesten Rennstall im ADAC GT Masters insgesamt sechs Rennen. 2018 wurde er Dritter der Gesamtwertung. Nach einer Saison Pause kehrt der Sachse nun in das ADAC GT Masters und damit auch zur mit 34 Rennsiegen, zwei Fahrer- und zwei Teamtiteln erfolgreichsten Mannschaft der Serienhistorie zurück. „Natürlich bin ich gespannt, wie die bevorstehende Saison nach einem Jahr Pause laufen wird“, sagt Kirchhöfer. „Callaway Competition ist super eingespielt und hat in meinen beiden Saisons immer einen guten Job gemacht. Das Team und das Auto waren immer konkurrenzfähig und für Podestplatzierungen gut, was auch dieses Jahr unser Ziel sein sollte.“

Jeffrey Schmidt will in dieser Saison auf seine im Vorjahr mit dem bulligen V8-Sportwagen gemachten Erfahrungen aufbauen und an den Sieg auf dem Sachsenring anknüpfen. „Marvin und ich waren bereits 2012 im ADAC Formel Masters schon einmal Teamkollegen und kennen uns schon seit dem Kartsport“, so der Schweizer. „Wir kommen auch abseits der Rennstrecke sehr gut miteinander aus, was die Arbeit um einiges leichter macht. Marvin ist ein schneller Teamkollege und wir können uns gegenseitig gut pushen. Ich denke, dass wir eine sehr starke Fahrerpaarung sind und dementsprechend hoch sind meine Ziele. Ich will wieder aufs Podest und das nicht nur einmal.“

Donnerstag, 6. Mai 2021

DTM-Test in der Lausitz: Arjun Maini überrascht mit Vormittagsbestzeit

  •  Drei Marken unter den Top Fünf
  •  US-Amerikaner Gore fährt die meisten Runden
  •  DTM Trophy: Schweizer Mauron Schnellster vor Stéphane Kox
  •  Vorbereitung für den Auftakt in Monza: DTM-Testfahrten enden am Abend

Fuhr die meisten Runden: Dev Gore (Audi R8 LMS) Team Rosberg
Foto: dtm.com

Arjun Maini sorgte am dritten Tag der offiziellen Testfahrten der DTM auf dem DEKRA Lausitzring für eine kleine Überraschung. Der Inder erzielte am Vormittag im Mercedes-AMG GT3 aus dem am Nürburgring ansässigen Mercedes-AMG Team GetSpeed in 1:43,228 Minuten die Bestzeit. Zweitschnellster (1:43,234) war der erst 19 Jahre alte Red Bull-Pilot Liam Lawson (NZL) im Ferrari 488 GT3 vor Maximilian Götz (GER, 1:43,345), der im Mercedes-AMG des Haupt Racing Teams am Dienstag und Mittwoch die Tagesbestzeit markiert hatte.

Bei nicht durchgehend trockenen Witterungsbedingungen auf dem 4,570 km langen Lausitzring waren mit Vincent Abril (MON, HRT-Mercedes-AMG) und Kelvin van der Linde (RSA, ABT-Audi) auf den Plätzen vier und fünf drei Marken unter den besten Fünf vertreten. Der fleißigste Fahrer war am Vormittag der US-Amerikaner Dev Gore im Audi R8 LMS von Team Rosberg, der 35 Runden zurücklegte, zwei Umläufe mehr als van der Linde.

„Wir haben eine gute Lernkurve“, zeigte sich Arjun Maini nach seiner Vormittagsbestzeit zufrieden. „Mein Team GetSpeed passt unsere Mercedes-AMG immer mehr an meinen Fahrstil an, das hilft mir sehr. Wir sind auf unser Programm fokussiert. Wo wir wirklich stehen, werden wir beim Auftakt in Monza sehen.“

In der Nachwuchsserie DTM Trophy war der Schweizer Lucas Mauron im Audi R8 LMS von Heide-Motorsport in 1:54,156 Minuten der Schnellste am Donnerstagvormittag. Auf einem beachtlichen zweiten Rang landete die Niederländerin Stéphane Kox (1:54,311) im Toyota GR Supra GT von Ring-Racing, gefolgt vom Finnen Matias Salonen im CVPG-Mercedes-AMG (1:54,772).

Die dreitägigen offiziellen Testfahrten von DTM und DTM Trophy auf dem DEKRA Lausitzring enden am Donnerstagabend. Saisonauftakt ist vom 18. bis 20. Juni im italienischen Monza.

DTM-Test in der Lausitz: Götz, Albon und Lawson geben das Tempo vor

  •    Fahrer aus sieben Nationen auf den ersten sieben Plätzen
  •    Ex-Champion Mike Rockenfeller am Mittwoch der Fleißigste
  •    DTM Trophy: Titelverteidiger Tim Heinemann Schnellster
  •    Offizielle Testfahrten enden am Donnerstagabend 

Alex Albon (THA), Ferrari, AlphaTauri AF Corse © DTM 

Maximilian Götz war wie schon am Dienstag auch am zweiten Tag der offiziellen DTM-Testfahrten der Schnellste. Im Mercedes-AMG GT3 des Haupt Racing Teams umrundete der DTM-Rückkehrer den 4,570 km langen DEKRA Lausitzring in 1:43,645 Minuten. Die Top Drei komplettierten bei kühlen, aber weitgehend idealen Witterungsbedingungen die Red Bull-Piloten Alexander Albon (THA, 1:45,468) und Liam Lawson (NZL, 1:43,651) in ihren Ferrari 488 GT3 Evo von AF Corse die Top 3. Der fleißigste Profi des Tages war Ex-Champion Mike Rockenfeller. Im Audi R8 LMS von ABT Sportsline drehte der gebürtige Neuwieder insgesamt 91 Runden, 44 am Vormittag und 47 am Nachmittag.

Einen ersten Vorgeschmack auf die Saison, die vom 18. bis 20. Juni in Monza beginnt, lieferten die spektakulären Startübungen am Nachmittag. In dichtgestaffelter Formation jagte das buntgemischte Feld – viele Teams überraschten beim Test in der Lausitz mit farbenfrohen Designs – um den Kurs südlich von Cottbus, einhergehend mit einer markanten Soundkulisse der Acht- und Zehnzylinder-Motoren.

Erneut Tagesschnellster: Maximilian Götz (GER),
Mercedes-AMG, Mercedes-AMG Team HRT © DTM

Bunt wie das Starterfeld waren auch die Fahrer auf den ersten sieben Plätzen gemischt, denn sieben Nationen waren vertreten. Neben Deutschland, Thailand und Neuseeland waren dies die Schweiz (Philip Ellis, Mercedes-AMG Team WINWARD), Österreich (Lucas Auer, Mercedes-AMG Team WINWARD), Monaco (Vincent Abril, Mercedes-AMG Team HRT) und Indien (Arjun Maini, Mercedes-AMG Team GetSpeed). Die Top Ten komplettierten Rockenfeller, Vizemeister Nico Müller (Audi, Team Rosberg) und Zweifach-Champion Gary Paffett (GBR, Mercedes-AMG Team Mücke).

„Wieder ein sehr guter Testtag mit der schnellsten Zeit. Wir haben unser Programm durchgezogen, das Auto fühlt sich wirklich gut an. Wir sortieren uns aus, machen Boxenstopptrainings, Qualifikations-Simulationen, Long-Runs: Das muss ja alles auch mal getestet werden“, so der zweimalige Tagesschnellste Maximilian Götz. „Heute sind wir wirklich viel gefahren. Am letzten Testtag wollen wir unsere Boxenstopps weiter optimieren.“

Kuriosität in der DTM Trophy: Titelverteidiger Tim Heinemann mit Doppelführung

In der Nachwuchsserie DTM Trophy, die am Mittwoch ebenfalls zwei Testsessions auf dem DEKRA Lausitzring absolvierte, führte Titelverteidiger Tim Heinemann (GER) in der Tageswertung die Zeitenliste an, und das kurioserweise gleich zweimal: Mit seinem Einsatzfahrzeug für die Saison, dem Aston Martin Vantage GT, eingesetzt von PROsport Racing, fuhr er eine Zeit von 1:54,199 Minuten. Zudem drehte der 23-Jährige aus Fichtenberg einige Runden mit dem Porsche Cayman Pro4 des Teams vom Nürburgring und unterbot mit 1:54,030 Minuten sogar seine eigene Bestzeit. Hinter Heinemann folgte Michael Schrey (GER, Hofor Racing by Bonk Motorsport), der im BMW M4 GT am Dienstag Tagesschnellster gewesen war. Den arbeitsreichsten Tag hatte der Finne Mattias Salonen. Im Mercedes-AMG GT des Teams CV Performance Group drehte er mit 35 Runden am Vor- und 41 Runden am Nachmittag insgesamt 76 Runden, was einer Distanz von 347,32 Kilometern entspricht.

Am Donnerstag werden die letzten DTM-Testfahren vor dem Saisonauftakt (18.-20. Juni) in Monza mit jeweils zwei weiteren Durchgängen für die DTM und die DTM Trophy abgeschlossen.

Mittwoch, 5. Mai 2021

DTM-Test in der Lausitz: Alexander Albon im Ferrari Schnellster am Mittwochvormittag

  •  Zwei Red-Bull-Ferrari-Fahrer unter den ersten Drei
  •  Zweitschnellster Maximilian Götz (HRT-Mercedes) mit den meisten Runden
  • DTM Trophy: Bestzeit für William Tregurtha (CV Performance Group-Mercedes)

Alexander Albon  (THA), Ferrari, AlphaTauri AF Corse © DTM 

Mit einer Zeit von 1:43,468 Minuten beendete Red-Bull-Fahrer Alexander Albon (THA) im AlphaTauri-Ferrari des Teams AF Corse den DTM-Test am Mittwochvormittag auf dem DEKRA Lausitzring auf Platz eins. Auch sein Teamkollege Liam Lawson war nahezu gleichschnell: Der Neuseeländer war Drittschnellster, unmittelbar hinter Maximilian Götz (GER, Mercedes-AMG Team HRT), der Tagesschnellste vom Dienstag.

Bei zwar niedrigen Temperaturen, aber trockenen Bedingungen wurde viel gefahren: Zehn der insgesamt 15 Fahrer, die in der Vormittagssession zum Einsatz kamen, absolvierten mehr als 30 Runden auf der 4,570 Kilometer langen Streckenvariante des DEKRA Lausitzrings. Fleißigster Fahrer war dabei einmal mehr Maximilian Götz, der es auf 46 Umläufe schaffte.

Nico Müller (SUI); Audi, Team Rosberg © DTM 

Im Test der DTM Trophy fuhr der Brite William Tregurtha im Mercedes-AMG GT des Teams CV Performance Group mit 1:54,944 Minuten die Bestzeit. Mit dem Schweizer Lucas Mauron (Audi, Heide-Motorsport) und dem Deutschen Michael Schrey (BMW, Hofor Racing by Bonk Motorsport) auf den Plätzen zwei und drei gab es drei Fahrer aus drei unterschiedlichen Nationen und mit drei verschiedenen Marken auf den vorderen Positionen.

Am Nachmittag wird der Testbetrieb fortgesetzt mit je einer Session für die DTM und für die DTM Trophy, der offizielle DTM-Test endet am Donnerstagabend.

Maximilian Götz Schnellster am ersten DTM-Testtag in der Lausitz

  •  Wechselnde Witterungsbedingungen am ersten von drei Testtagen
  •  DTM-Rückkehrer Götz führt Mercedes-Quintett an
  •  Ferrari-Fahrer Albon und Cassidy in den Top Ten
  •  BMW-Pilot Philipp Stahlschmidt Tagesschnellster der DTM Trophy  

Die beiden Schnellsten des ersten DTM-Testtages in der Lausitz:
Daniel Juncadella und Maximilian Götz  © DTM 

Ein farbenfrohes Bild lieferte die DTM am ersten von drei Testtagen auf dem DEKRA Lausitzring. Die meisten DTM-Rennwagen präsentierten sich bereits in ihrem finalen Design mit vielen auffälligen Akzentfarben, die den Rennwagen einen hohen Erkennungswert verliehen. Tagesschnellster auf der 4,570 Kilometer langen Strecke zwischen Dresden und Berlin war Maximilian Götz, der es am späten Nachmittag im Mercedes-AMG GT3 des Haupt Racing Teams auf 1:43,840 Minuten schaffte. Götz führte am ersten Testtag ein Quintett von Mercedes-Fahrern auf den ersten fünf Positionen an. Ihm folgten seine Markenkollegen Daniel Juncadella (ESP, Gruppe M), Philip Ellis (SUI, WINWARD), Lucas Auer (AUT, WINWARD) und Arjun Maini (IND, GetSpeed). Ellis war am Vormittag die bis dahin schnellste Zeit gefahren, die Rundenzeiten aus den ersten zwei Stunden waren jedoch nur bedingt aussagekräftig, da bereits früh der Regen einsetzte. Am Nachmittag konnten die DTM-Fahrer ihre Runden weitestgehend im Trockenen absolvieren.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Am Nachmittag haben wir uns nach dem Regen am Vormittag auf eine Basisabstimmung im Trockenen konzentriert und sind dann zum Schluss mit neuen Reifen eine Qualirunde gefahren, die für P1 gereicht hat“, sagte Götz, der zuletzt 2016 eine komplette Saison in der DTM fuhr. Mit insgesamt 94 absolvierten Runden am Dienstag, 49 am Vormittag und 45 am Nachmittag, war Götz auch der produktivste Fahrer des ersten von drei Testtagen.

Marco Wittmann (GER), BMW, Walkenhorst Motorsport © DTM

Mit Alexander Albon (THA) und Nick Cassidy (NZL) auf den Positionen sechs und sieben schafften es auch zwei der drei Red Bull-Fahrer des AF-Corse-Ferrari-Teams unter die ersten Zehn. Dahinter folgte der Südafrikaner Kelvin van der Linde im Audi R8 LMS des Teams ABT Sportsline. Schnellster BMW-Fahrer war der zweimalige DTM-Champion Marco Wittmann (GER, Walkenhorst Motorsport) auf Rang elf.

Neben Abstimmungsarbeiten für das Qualifying und Tests mit Regenreifen am Vormittag absolvierten die Teams ausgiebige Longruns im Rahmen der unterschiedlichen Testprogramme. Mit dem ersten von insgesamt drei Testtagen der DTM auf dem DEKRA Lausitzring wurde die entscheidende Phase in der Vorbereitung auf den Saisonstart (18.-20. Juni in Monza) eingeläutet.

Auch für die Fahrer und Teams der Nachwuchsserie DTM Trophy gab es am Dienstag zwei Testdurchgänge zu je zwei Stunden. Philipp Stahlschmidt (GER) im BMW M4 GT von Hofor Racing by Bonk Motorsport war mit einer Zeit von 1:53,837 Minuten der schnellste Mann aus der DTM Trophy. Sein Teamkollege Michael Schrey hatte am Vormittag die Zeitenliste angeführt und belegte mit dieser Zeit in der Tageswertung Rang zwei, gefolgt von Moritz Löhner. Der 22-Jährige aus Bamberg gewann im vergangenen Jahr den Titel in der DTM-Esports-Series und durfte nun als Belohnung im Mercedes-AMG GT des Teams CV Performance Group erstmals reale Rennluft schnuppern. Dabei schlug er sich mehr als beachtlich. „Jetzt würde ich mich freuen, wenn sich eine Chance im realen Rennsport auftut“, kommentierte er.

Am Mittwoch wird der Testbetrieb auf dem DEKRA Lausitzring fortgesetzt, einmal mehr mit je zwei Sessions zu zwei Stunden für DTM und DTM Trophy.

Dienstag, 4. Mai 2021

Testauftakt in der Lausitz: Schweizer DTM-Rookie Ellis setzt bei gemischter Witterung erste Bestzeit

  • Vor der Regenschauer: Ellis vor Juncadella und Rockenfeller
  • Offizielle Testfahrten auf dem DEKRA Lausitzring bis Donnerstag  

Schnellster am Vormittag: Philip Ellis (SUI), Mercedes, Mercedes-AMG Team WINWARD
© DTM

Der Schweizer Philip Ellis sorgte am Dienstagvormittag für die erste Bestzeit bei den dreitägigen Testfahrten der DTM auf dem DEKRA Lausitzring. Im Mercedes-AMG GT3 des Teams WINWARD umrundete der DTM-Einsteiger die 4,570 Kilometer lange Rennstrecke südlich von Cottbus in 1:45,816 Minuten. Auf Rang zwei folgte sein spanischer Markenkollege Daniel Juncadella (GruppeM, 1:46,209), Drittschnellster war Ex-Meister Mike Rockenfeller (GER, 1:46,319) im Audi R8 LMS von ABT Sportsline.

Schnellster Ferrari-Pilot war Red-Bull-Formel-1-Fahrer Alex Albon (THA, 1:48,961) als Sechster, Timo Glock (GER, ROWE Racing) war mit 1:50,163 auf Rang neun der bestplatzierte BMW-Pilot. Allerdings hatten die Rundenzeiten kaum Aussagekraft, da die Zeiten-Jagd bereits nach wenigen Runden durch Regen eingebremst wurde und sich die Fahrer auf Tests unter nassen Streckenbedingungen konzentrierten. Immerhin drehte DTM-Rückkehrer Maximilian Götz (GER, Mercedes-AMG Team HRT) 49 Runden und war damit der eifrigste Pilot des Vormittags, gefolgt von seinem Teamkollegen Vincent Abril (MON) mit 46 Umrundungen.

Timo Glock (GER), BMW, ROWE Racing © DTM

Schnellster in der Nachwuchsserie DTM Trophy war Michael Schrey (GER, 1:55,440) im BMW M4 GT von Hofor Racing by Bonk Motorsport, gefolgt von DTM-Esports-Champion Moritz Löhner (GER, 1:55,818) im Mercedes-AMG GT (CV Performance Group) und dem Dänen Patrik Matthiesen (1:56,020) im Aston Martin Vantage GT von PROsport Racing.

Die Testfahrten werden am Nachmittag fortgesetzt und enden am Donnerstagabend. 


Montag, 3. Mai 2021

Zeiten-Jagd in der Lausitz: letzter offizieller Test der DTM 2021 vor dem Saisonstart

  • Drei Tage intensive Testarbeit: Internationales Starterfeld fast vollständig im Einsatz
  • Ferrari erstmals mit allen drei Fahrern – Flörsch freut sich auf ihr neues Rennauto
  • DTM Trophy steht großem Bruder in Nichts nach: Erstmals mit drei Rennfahrerinnen
  • Nächste DTM-Station: Die ersten beiden Saisonrennen in Monza im Juni  

Sophia Flörsch (Audi, ABT Sportsline) © DTM

Der Countdown zum Saisonstart der DTM 2021 im Juni in Monza läuft: Beim letzten offiziellen Vorsaison-Test von Dienstag bis Donnerstag auf dem DEKRA Lausitzring werden nahezu alle 20 Piloten des internationalen Starterfeldes ihre Runden drehen.

Das Ferrari-Team AF Corse ist erstmals mit allen drei Red Bull-Piloten beim Test dabei. Nick Cassidy (NZL) erlebt seine Premiere als DTM-Fahrer. Der Neuseeländer wird sich das Cockpit des AlphaTauri-Ferrari 488 GT3 Evo mit Formel-1-Fahrer Alex Albon (THA) teilen, während Jungstar Liam Lawson (NZL) die gesamte Saison bestreitet. „Die DTM ist eine gewaltige Meisterschaft. Ich freue mich darauf, unter diesen großen Fahrernamen und großartigen Herstellern dabei zu sein“, so der 19-Jährige, der den 4,570 Kilometer langen Lausitzring bereits aus früheren Formel-4-Zeiten kennt.

Mike Rockenfeller und Vincent Abril: 15 Jahre DTM gegen einen GT-erfahrenen DTM-Rookie

„Ich brauche definitiv noch mehr Runden“, unterstreicht Mike Rockenfeller (GER, ABT Sportsline). Der Champion von 2013 startet in seine 15. DTM-Saison. „Es ist spannend, gerade auf Grund  der Änderungen im technischen Reglement. Ich glaube, dass die DTM ein tolles Jahr hinlegen wird.“ Der zweimalige Champion Marco Wittmann (GER, Walkenhorst Motorsport) sieht das ähnlich: „Durch die verschiedenen Fahrzeugkonzepte wird es auf verschiedenen Strecken unterschiedliche Favoriten geben. Prognosen sind daher umso schwieriger.“ Beim ersten offiziellen Test, Anfang April in Hockenheim, war Wittmann mit 246 Runden der emsigste Fahrer. „Neues Team und ein anderes Fahrzeug – wir müssen das Limit erst entdecken.“

Vincent Abril (Mercedes-AMG Team HRT) ist ein erfahrener GT-Pilot, in der DTM aber ein unbeschriebens Blatt. Umso mehr staunten auch die Medien, als der Monegasse in Hockenheim in der Zeitentabelle meist weit oben auftauchte. „Ich bin schon in vielen Rennserien gestartet, aber die DTM wird ein Highlight, ganz sicher. Als Kind habe ich mir die DTM-Rennen schon immer im Fernsehen angeschaut und war fasziniert, wie eng es in den Rennen zuging.“ Für Abril ist es seit 2012 das erste Mal, bei dem er sich das Cockpit nicht teilen muss. „Das wird interessant. Erstmals muss ich keine Kompromisse eingehen und kann mich ganz allein auf mich konzentrieren.“

Sein Markenkollege Lucas Auer (AUT, Mercedes-AMG Team WINWARD) war in Hockenheim der Schnellste. „Das Wort Test sagt alles. Es gibt überall noch Verbesserungspotenzial, daher sind die Testtage für mich extrem wichtig“, so der fünfmalige DTM-Sieger. „Mein Team, das sind Vollprofis mit riesiger GT-Erfahrung, dazu kommt meine DTM-Erfahrung. Wir haben einen sehr guten Austausch, deshalb bin ich von unserer Kombination überzeugt.“

ABT-Audi-Pilotin Sophia Flörsch muss sich zügeln

Sophia Flörsch (GER), die erste Rennfahrerin in der DTM seit 2012, freut sich auf ihr neues Auto, nachdem sie in Hockenheim noch mit einem Testträger unterwegs war. „Wenn der neue R8 gut marschiert, wird er meine große Liebe“, sagt die 20-Jährige, die einen Audi R8 LMS von ABT Sportsline steuern wird. „Im Vergleich zur Formel 3 muss ich meine Aggressivität an Gas und Lenkrad zügeln“, hat sie aus dem ersten Test mitgenommen. „Auch Fahrhilfen wie ABS und Traktionskontrolle sind für mich noch ungewohnt.“

Der ehemalige Grand-Prix-Pilot Timo Glock (ROWE Racing) wird am Lausitzring erstmals einen BMW steuern, der mit dem Space-Drive-System von Schaeffler Paravan ausgestattet ist, also ohne mechanische Lenksäule auskommt. Auch im Mercedes des zweimaligen Champions Gary Paffett (GBR, Mercedes-AMG Team Mücke) ist das elektronische Lenksystem verbaut.

Glock und Wittmann werden nur am Dienstag und Mittwoch testen, weil ihre beiden BMW-Teams dann vorzeitig zum Renneinsatz an den Nürburgring reisen. Gleiches gilt auch für Gary Paffett und DTM-Vizemeister Nico Müller (SUI, Team Rosberg), die in Monaco gefordert sind. Glocks Teamkollege Sheldon van der Linde greift in der Lausitz nicht ins Lankrad, ebenso wie der Belgier Esteban Muth, der erst vor wenigen Tagen mit T3 Motorsport in die DTM eingestiegen ist. Der Lamborghini Huracán ist jedoch noch nicht einsatzbereit.

Test als Standortbestimmung – weil niemand Schnellster, aber auch nicht Letzter sein will

Die Teams müssen in den sechs Testsessions auch Hausaufgaben für die DTM-Dachorganisation ITR erledigen. Dabei geht es um die passende Mischung des neuen Reifenpartners Michelin sowie um das Evaluieren weiterer Fahrzeugdaten für die sogenannte „Balance of Performance“, kurz BoP, die für eine leistungsgerechte Chancengleichheit der unterschiedlichen Fahrzeugkonzepte von Audi, BMW und Mercedes-AMG sowie den Neueinsteigern Ferrari, Lamborghini und McLaren sorgen soll. Weil einerseits niemand der Schnellste sein will, aber auch auf keinen Fall am Ende der Zeitenliste auftauchen möchte, dürfte dieser zweite offizielle DTM-Test durchaus eine ernst zu nehmende Standortbestimmung werden.

Beim dreitägigen Test auf dem Lausitzring, südlich von Cottbus gelegen, ist auch die DTM Trophy mit von der Partie. In sechs getrennt von der DTM angesetzten Testsessions geht es auch für die Teams aus dieser erfolgreichen Nachwuchsserie um die optimale Vorbereitung für den Auftakt in Monza. Insgesamt sind 21 FahrerInnen für die Saison eingeschrieben. Während Tim Heinemann (GER) zur Titelverteidigung in den Aston Martin Vantage von PROsport Racing wechselt, stellen sich in der DTM Trophy drei Rennfahrerinnen dem Wettbewerb: Sophie Hofmann (GER, Heide-Motorsport) im Audi R8 LMS, Laura Kraihamer (AUT, True Racing) im KTM X-Bow und Stephane Kox (NDL, Ring-Racing) im Toyota GR Supra.