Sonntag, 31. Mai 2026

Sportbike: Rosenthaler siegt mit Plan und Bestzeit

Jakob Rosenthaler (RT Motorsports Racing) hat auch das zweite Rennen der EURO MOTO Sportbike auf dem Automotodrom Brno gewonnen. Der Österreicher setzte sich am Sonntagmittag nach einem spektakulären Neun-Runden-Krimi gegen Ruben Bijman und Stepan Zuda (beide Freudenberg RORA-PALIGO Racing) durch. Lediglich 0,369 Sekunden trennten die drei Erstplatzierten im Ziel voneinander.

Dabei begann das Rennen alles andere als vorhersehbar. Polesetter Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) kam zunächst nicht optimal vom Start weg, machte den verlorenen Boden jedoch bereits in den ersten Kurven wieder gut und setzte sich sogar kurzzeitig vom Feld ab. Lange hielt der Vorsprung allerdings nicht. Bereits ab der dritten Runde übernahm Ruben Bijman die Führung und eröffnete damit einen Schlagabtausch, der sich bis zur Zielflagge hinziehen sollte.

An der Spitze formierte sich eine siebenköpfige Führungsgruppe mit Bijman, Kitzbichler, Rosenthaler, dem Gaststarter Daniel Tureček, Zuda, Julian van Kalkeren und Mika Siebdrath. Die Positionen wechselten durchgehend, während die Fahrer Rad an Rad um jeden Meter kämpften. Dahinter klaffte bereits eine deutliche Lücke. Maksymilian Palmowski (SP Race Project) führte zunächst die Verfolgergruppe an, zwischenzeitlich übernahm auch Kiyano Veijer (Dutch Talent Racing) dort die Führung.

Rosenthaler wartet geduldig auf seine Chance

Während vorne ununterbrochen attackiert wurde, verfolgte Jakob Rosenthaler einen anderen Plan. Der Sieger des Vortages hielt sich zunächst bewusst zurück und beobachtete das Geschehen aus den vorderen Positionen. In der letzten Runde entwickelte sich ein Dreikampf um den Sieg. Rosenthaler verteidigte die Führung mit einer fehlerfreien Runde, während Bijman auf den letzten Metern noch einmal alles versuchte, aber schließlich das Nachsehen hatte. Doppelsieg für Rosenthaler. „Das zweite Rennen heute war ganz anders als gestern. Es gab unheimlich viele Überholmanöver in der Spitzengruppe. Ich habe mich in der ersten Rennhälfte eher zurückgehalten und versucht, die Reifen zu schonen. Mir war klar, dass das am Ende ein entscheidender Vorteil sein könnte”, berichtet der Österreicher nach dem Rennen. In der letzten Runde ließ er schließlich “den Hammer richtig fallen”, wie er selbst sagte und gewann den Lauf mit seiner schnellsten Rennrunde des gesamten Wochenendes. “Ich war in der letzten Runde fast eine Sekunde schneller als in der Vorrunde”, so Rosenthaler und fügt hinzu: “Das Ende ist genauso ausgegangen, wie ich es mir erhofft und geplant hatte.” Er fährt mit 50 weiteren Zählern auf dem Kontostand sowie mit 83 Punkten als Führender in der Gesamtwertung nach Hause.

Zuda beißt Zähne zusammen, Siebdrath feiert

Hinter den beiden sicherte sich Stepan Zuda als Dritter einen weiteren Podestplatz. „Für mich war das ganze Wochenende sehr schwierig. Ich habe noch immer mit den Folgen meiner Handverletzung vom Weltmeisterschaftswochenende zu kämpfen. Die Verletzung schränkt mich beim Fahren deutlich ein. Deshalb bin ich mit Platz drei wirklich sehr zufrieden“, erklärte der Tscheche.

Knapp hinter dem Podium sorgte Mika Siebdrath (Freudenberg RORA-PALIGO Racing) für ein persönliches Highlight. Der Freudenberg-Pilot fuhr auf Rang vier und erzielte damit sein bislang bestes Ergebnis in der EURO MOTO Sportbike.

Julian van Kalkeren (Pearle Gebben Racing)  komplettierte die Top 5. Der Niederländer hatte mit einem starken Start lange Anschluss an die Spitzengruppe gehalten, musste im Verlauf des Rennens jedoch abreißen lassen. 

Kitzbichler rettet sich

Tobias Kitzbichler rettete nach seinem Zwischenfall in der vorletzten Runde noch Rang sechs ins Ziel. Seine Aprilia begann sich aufzuschaukeln, weshalb der Österreicher weit ging und einen Sturz gerade noch verhindern konnte. Daniel Tureček (Rohac & Fejta Motoracing Team powered by Eder Racing) wurde dabei mit nach außen getragen und landete schließlich im Kiesbett. Für den Lokalmatador war das Rennen damit vorzeitig beendet, während Kitzbichler zwar weiterfahren konnte, den Anschluss an die Spitzengruppe jedoch verlor.

Für Tom Kuil (RT Motorsports Racing) war das Rennen bereits früh beendet. Der Niederländer landete in der dritten Runde in der vorletzten Kurve im Kiesbett und musste das Rennen vorzeitig aufgeben.

EURO MOTO Sportbike, Race 2 (Top-Ten)

  1. Jakob ROSENTHALER (#78/AUT), Triumph Daytona 660
  2. Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
  3. Stepan ZUDA (#23/CZE), Triumph Daytona 660
  4. Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
  5. Julian VAN KALKEREN (#34/NLD), Triumph Daytona 660
  6. Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS660
  7. Maksymilian PALMOWSKI (#95/POL), Aprilia RS660
  8. Kiyano VEIJER (#53/NLD), Triumph Daytona 660
  9. Luis RAMMERSTORFER (#13/AUT), Triumph Daytona 660
  10. Max STAUFFER (#27/AUS), Yamaha YZF-R7

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Superbike: Premieren-Sieg für "Rookie" Schrötter

Marcel Schrötter siegt im ersten rennen in Brno
Foto: Jens Hawrda

Es ist vollbracht. Marcel Schrötter hat dem BMW-Team GERT56 by RS Speedbikes den ersten Sieg in der neuen EURO MOTO Superbike beschert. Und wo immer der im Januar verstorbene Teamchef Karsten Wolf jetzt ist, er wird jubeln, mit der Verpflichtung des ehemaligen Supersport- und Moto2-WM-Piloten noch einen Glücksgriff eingefädelt zu haben. Dahinter verdrängte Honda-Fahrer Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) auf den letzten Metern den vierfachen Champion Markus Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon BMW) vom zweiten Platz.

Nach dem Qualifying war klar gewesen: Den Reifen wird im Rennen eine zentrale Rolle zugeteilt. Reiterberger schaute nach rechts und nach links und meinte in der Startaufstellung vor dem ersten Rennen auf dem Automotodrom in Brünn: „Ich habe die gleichen genommen wie die meisten Fahrer und hoffe, das ist richtig.“

Marcel Schrötter machte die Sache sogar leicht nervös. Er war zwar der einzige, der in der Superole eine 1:56 er Zeit gefahren war und somit auf der Pole Position stand, aber die Reifen waren in seiner bisherigen Karriere nie ein besonders großes Thema gewesen.

Was alle zusätzlich anheizte: Was macht Lukas Tulovic (Triple M Ducati Racing Frankfurt), der nur auf dem zehnten Startplatz stand? In der Superbike Pre-Pole am Freitag hatte den Titelverteidiger und Auftakt-Doppelsieger ein Rutscher aus dem Konzept gebracht, in der Superpole am Samstag ein kleiner Regenschauer. Und wie Teamchef Matthias Moser wissen ließ: „Probleme mit der Front.“ Tulo war sichtlich gereizt. Mosers Hoffnung, dass er auch von P10 nach vorne fährt, erfüllte sich jedoch nicht. Auf den Geraden ließ er der extremen Ducati-Power zwar freien Lauf, aber sonst konnte Tulo nicht mithalten. Es war das krasse Gegenteil vom Saisonauftakt auf dem Sachsenring. Dort hatte der Ducati-Treiber alles in Grund und Boden gefahren. Nun war er zeitweise sogar fast eine Sekunde langsamer als Teamkollege Lorenzo Zanetti und nach 13 Runden im Automotodrom Brünn auch hinter dem Italiener im Ziel.

Der lange führende Markus Reiterberger und Marcel Schrötter schienen den Sieg unter sich ausmachen zu wollen. Für Podestanwärter Twan Smits, den einzigen Yamaha-Fahrer im Feld, war es ruckartig nach hinten gegangen. Florian Alt hatte sich auf der Honda Fireblade nach einem mittelprächtigen Start auf dem dritten Platz gefangen. Dass er noch Zweiter hinter dem späteren Sieger Marcel Schrötter werden sollte, war fast unglaublich. Aber Reiti ging zweimal zu weit. Beim ersten Mal blieb das folgenlos, beim zweiten Mal war Schrötter zur Stelle und neuer Spitzenreiter. Als Schrötter den Sieger-Champagner auf den Podium köpfte, war das ein ganz besonderer Moment.

Reiterberger war in den letzten zwei Runden wie auf rohen Eiern gefahren. „Ich habe den Hinterreifen verwalten wollen, aber dass die Front so einbricht, damit habe ich nicht gerechnet“, schüttelte er mit dem Kopf. Genauso schlimm: „Dann habe ich mich auch noch verschaltet und bin in den Neutralgang gekommen.“ Damit war der Weg für Florian Alt auf den zweiten Platz frei. Der gebürtige Gummersbacher hat der geballten BMW-Armada an der Spitze wieder einen richtig fetten Strich durch die Rechnung gemacht, nachdem der Saisonauftakt für das Honda-Team noch sehr harzig verlaufen war.

Was sonst noch passiert ist: Leon Orgis (ORM Racing), der das Rennen von P4 in Angriff genommen hatte, wollte zu schnell zu viel und stürzte in der dritten Runde auf P6 aus dem Geschehen. Milan Merckelbagh (Masteroil Alpha Van Zon BMW) kassierte eine doppelte LongLap-Strafe wegen Frühstarts. Marco Fetz (MF-Racing powered by Jung) stellte seine BMW nach sechs Runden in der Box ab.

EURO MOTO Superbike, 1. Rennen (Top-Ten)

1. Marcel SCHRÖTTER (DEU/BMW)

2. Florian ALT (DEU/Honda)

3. Markus REITERBERGER (DEU/BMW)

4. Kevin ORGIS (DEU/BMW)

5. Toni FINSTERBUSCH (DEU/BMW)

6. Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati)

7. Lukas TULOVIC (DEU/Ducati)

8. Twan SMITS (NLD/Yamaha)

9. Soma GÖRBE (HUN/BMW)

10.Jan MOHR (AUT/BMW)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Samstag, 30. Mai 2026

Supersport: Daniel Blin behält die weiße Weste an

Daniel Blin siegt weiter
Foto: Jens Hawrda

Daniel Blin macht weiter, wo er am Sachsenring aufgehört hat – mit einem Sieg in der EURO MOTO Supersport beim zweiten Saison-Event auf dem Automotodrom in Brünn. Das komplette Podium war nach dem ersten Lauf in der Klasse in Tschechien identisch mit der Belegung vom Sachsenring. Und doch war alles anders.

Die Ducati-Teamkollegen Marcel Brenner und Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) machten zu Beginn gemeinsame Sache. Der Schweizer fiel zurück. Beim Versuch, neben Lennox Lehmann (Team Apreco Yamaha) in eine Kurve zu stechen, landete Brenner im Kies und er kam nicht mehr zurück.

Blin hatte einen minimalen Vorsprung. Hinter ihm legten sich Dirk Geiger (Team Apreco Yamaha) und Lehmann miteinander an. Es bestand die Gefahr, dass Blin aufgrund des Gerangels einen Nutzen zieht und davonfahren kann. Doch es war schon zu spät. Nach den insgesamt 11 Rennrunden hatte sich der Vorsprung des polnischen Ducati-Fahrers im Ziel auf 3,327 Sekunden aufgebaut. Der 24-Jährige hat die Meisterschaft momentan fest im Griff: drei Rennen, drei Siege, 75 Punkte. Mehr geht nicht. Sein Fanclub war angereist und sang bei der Siegerehrung textsicher und lautstark die Nationalhymne mit. Blin kündigte an, das Ergebnis morgen im zweiten Rennen wiederholen zu wollen.

Da die Strecke von Brünn der gleiche Reifenfresser wie der Sachsenring ist, war sich Geiger im Klaren darüber, dass er mit dem schwarzen Gold haushalten muss, wenn er über die Runden kommen wollte. „Deshalb habe ich am Anfang Piano gemacht.“ Zum Schluss ging trotzdem nichts mehr. Der Vorderreifen war total am Ende. Kollege Lehmann hatte die Front schon zu Beginn schwer beansprucht. Er konnte in den letzten Runden selbst Geiger nicht mehr auf die Pelle rücken.

Mit Respektabstand nach vorn kämpften Lorenzo Fellon (Kawasaki Weber Racing), Marvin Siebdrath (MCA Racing) und Luca Göttlicher (LJ Racing) um die Positionen vier bis sechs. Der mit Moto3-WM-Erfahrung behaftete Franzose zog zum Schluss den Kürzeren. Honda-Neuling Siebdrath holte sein bis dato bestes Saisonergebnis und „Lucky Luc“ Göttlicher hatte sich unter erschwerten Bedingungen nach vorne gekämpft. Seine verletzte Schulter ist noch nicht völlig auskuriert. Dass sein erstes Rennen mit der MV Agusta überhaupt auf dem fünften Platz endete, war bemerkenswert.

Lokalmatador Patrik Sedlak (Sedlak Motorsport) war als Gastfahrer am Start, sah mit der Triumph aber nicht das Ziel. Filip Novotný (SP race project) und Luca de Vleeschauwer (Team SWPN) kamen sich in der neunten Runde ins Gehege und stürzten.

EURO MOTO Supersport, 1. Rennen (Top-Ten)

1. Daniel BLIN (POL/Ducati)

2. Dirk GEIGER (DEU/Yamaha)

3. Lennox LEHMANN (DEU/Yamaha)

4. Marvin SIEBDRATH (DEU/Honda)

5. Luca GÖTTLICHER (DEU/MV Agusta)

6. Lorenzo FELLON (FRA/Kawasaki)

7. Julius AHRENKIEL-FRELLSEN (DNK/Honda)

8. Filip FEIGL (CZE/Yamaha)

9. Marvin KREIMES (DEU/Ducati)

10.Jindrich ŠKOPEK (CZE/Yamaha)


Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Sportbike: Rosenthaler bremst sich stark zum Sieg

Jacob Rosenthaler siegt in Rennen 1 in Brno
Foto: Jens Hawrda

Jakob Rosenthaler (RT Motorsports Racing) hat das erste Rennen der EURO MOTO Sportbike auf dem Automotodrom Brno gewonnen. Nach einem intensiven Neun-Runden-Sprint setzte sich der Österreicher am Samstagnachmittag in einem packenden Dreikampf gegen Ruben Bijman (Freudenberg RORA-PALIGO Racing) und Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) durch und feierte damit seinen ersten Saisonsieg.

Bereits unmittelbar nach dem Start entwickelte sich an der Spitze ein hochklassiger Schlagabtausch. Pole-Setter Tobias Kitzbichler mischte von Beginn an vorne mit, während Jakob Rosenthaler und Ruben Bijman keinen Zentimeter kampflos hergaben. Das Trio bestimmte das Tempo und setzte sich früh vom restlichen Feld ab.

Befreiunggschlag für Rosenthaler

Bis zur Rennmitte wechselten die Positionen mehrfach. Besonders Rosenthaler überzeugte dabei in den harten Bremszonen des 5,4 Kilometer langen Grand-Prix-Kurses. Immer wieder konnte der Triumph-Pilot dort entscheidende Meter gutmachen und seine Konkurrenten unter Druck setzen. Im letzten Renndrittel gelang es ihm schließlich, die Kontrolle über das Rennen zu übernehmen und den Grundstein für seinen Sieg zu legen.

Für Rosenthaler war der Erfolg gleichzeitig ein Befreiungsschlag. Beim Saisonauftakt auf dem Sachsenring hatte er zwar als Erster die Ziellinie überquert, war anschließend jedoch aufgrund einer Strafe um drei Positionen zurückversetzt worden. Umso größer war die Erleichterung nun auf dem Podium.

„Das ist ein richtig schönes Gefühl, endlich als Sieger auf dem Podium zu stehen. Nach dem Sachsenring war das natürlich eine bittere Enttäuschung. Ich hatte auch heute während des Rennens einige Probleme und es war nicht einfach, alles zu kontrollieren. Umso glücklicher bin ich, dass es jetzt geklappt hat“, sagte der 20-Jährige nach seinem Triumph.

Hinter dem Sieger entwickelte sich ein dramatischer Kampf um Rang zwei. Bijman und Kitzbichler lieferten sich bis zur Ziellinie ein Duell auf Messers Schneide. Am Ende trennten die beiden lediglich 0,027 Sekunden. Bijman rettete Platz zwei ins Ziel und komplettierte den Triumph-Doppelsieg. „Das war heute ein wirklich hartes Rennen. Ich habe ein paar Fehler gemacht, die mich Zeit gekostet haben. Mein Plan hat eigentlich perfekt funktioniert, bis mich Tobias in der letzten Runde noch einmal überholt hat. Zum Glück hatte ich in der letzten Kurve etwas mehr Schwung und konnte kontern. Dass es am Ende nur 27 Tausendstel sind, zeigt, wie eng es war“, erklärte der Niederländer.

Auch Tobias Kitzbichler durfte mit seinem Wochenende bislang zufrieden sein. Der 17-jährige Österreicher hatte bereits in den Trainings und im Qualifying seine starke Form unter Beweis gestellt und war von der Pole Position ins Rennen gestartet. Allerdings musste der Aprilia-Pilot während des gesamten Rennens mit Problemen kämpfen. „Das war schwierig. Schon relativ früh wollte das Vorderrad immer wieder einknicken. Ich hatte kaum Gefühl für die Front und musste permanent am Limit fahren“, berichtete Kitzbichler. Trotzdem hielt er den Anschluss an die Spitze und fuhr in den Schlussrunden sogar noch seine persönliche Bestzeit. Am Ende fehlten ihm lediglich wenige Zentimeter zu Platz zwei.

Zuda gewinnt Verfolgerduell vor Tureček und Siebdrath

Hinter dem Spitzentrio entbrannte ein weiterer sehenswerter Kampf um Rang vier. Stepan Zuda (Freudenberg RORA-PALIGO Racing), Gaststarter Daniel Tureček (Rohac & Fejta Motoracing Team powered by Eder Racing) und Mika Siebdrath (Freudenberg RORA-PALIGO Racing) bildeten über weite Strecken des Rennens eine eigene Verfolgergruppe. Zeitweise konnten sie den Rückstand auf die Spitze verkürzen, mussten die drei Führenden jedoch immer wieder ziehen lassen.

Am Ende setzte sich Zuda durch und führte die Gruppe als Vierter ins Ziel. Nur 1,3 Sekunden dahinter folgte Lokalmatador Daniel Tureček auf Rang fünf. Für den Tschechen, der vor dem Wochenende von einem erfüllten Traum gesprochen hatte, war es vor heimischem Publikum ein starkes Ergebnis. Mika Siebdrath komplettierte die Gruppe als Sechster.

Dahinter klaffte bereits eine größere Lücke. Kiyano Veijer (Dutch Talent Racing) belegte mit mehr als sechs Sekunden Rückstand auf Siebdrath den siebten Platz vor Tom Kuil (RT Motorsports Racing) und Julian van Kalkeren (SRTD Pearle Gebben Racing). Micky Winkler (WSC-Racing Team) rundete die Top 10 ab und erzielte damit sein bislang bestes Ergebnis in der EURO MOTO Sportbike.

Für einen Ausfall sorgte lediglich Maksymilian Palmowski (SP Race Project). Der Pole stürzte bereits früh im Rennen und wurde als einziger Fahrer nicht gewertet.

Weiter geht es bereits am Sonntag. Um 12:20 Uhr startet die EURO MOTO Sportbike in ihren zweiten Lauf des Wochenendes. Das Rennen wird wie gewohnt live und kostenlos unter euromoto.racing/live übertragen.


EURO MOTO Sportbike, Race 1 (Top-Ten)

  1. Jakob ROSENTHALER (#78/AUT), Triumph Daytona 660
  2. Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
  3. Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS660
  4. Stepan ZUDA (#23/CZE), Triumph Daytona 660
  5. Daniel TUREČEK (#24/CZE), Aprilia RS660
  6. Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
  7. Kiyano VEIJER (#53/NLD), Triumph Daytona 660
  8. Tom KUIL (#55/NLD), Triumph Daytona 660
  9. Julian VAN KALKEREN (#34/NLD), Triumph Daytona 660
  10. Micky WINKLER (#86/DEU), Aprilia RS660


Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann

Superbike: Schrötter auf Pole, Tulovic nur Zehnter

Marcel Schrötter holt die Pole in Brno
Foto: Jens Hawrda

Das Tiefstapeln zum Saisonbeginn war wohl nur ein Ablenkungsmanöver, um nicht zu sehr im Mittelpunkt zu stehen. Jetzt ist es mit der Ruhe um Marcel Schrötter vorbei. Der Neuzugang in der EURO MOTO Superbike hat die GERT56-BMW im tschechischen Brünn auf die Pole Position gestellt. Dominator Lukas Tulovic strauchelte.

Holger Homfeldt, einer der Köpfe des deutschen Teams grinste: „Naja, er hatte in der Superpole die richtigen Reifen und wenn er bei GERT56 fährt musste er auch eine 56er Zeit haben. Ist doch klar, oder?“ Ex-WM-Fahrer Schrötter hatte der Konkurrenz mit 1:56.965 min eine Rundenzeit im Automotodrom vorgelegt, an der sie zu knabbern hatte. Florian Alt (Honda) blieb knapp eine halbe Sekunde zurück, Markus Reiterberger (BMW) neun Zehntel.

Die Orgis-Brüder Leon und Orgis traten beide in der Q2 an. Leon hatte das gestern über das Superpole Pre Practice im Direkteinzug geschafft. Kevin zog am heutigen Samstag im Q1 nach, in dem sich die schnellsten drei Fahrer noch für die Q2 qualifizieren. Er war der zweite. Twan Smits, Lorenzo Zanetti, ein wieder genesener und zwischendurch sogar führender Patrick Hobelsberger und auch Milan Merckelbagh machten weitere Plätze in den ersten drei Startreihen unter sich aus. Der Niederländer war im Q1 sogar gestürzt.

Wo aber blieb Lukas Tulovic, der Überflieger auf der roten Ducati? Die Antwort: vierte Startreihe. Der Titelverteidiger und Doppelsieger vom Sachsenring kämpfte am Freitag mit dem Einlenkverhalten des Motorrads und gestern Abend gab es eine Krisensitzung. Erst am heutigen Samstag wurde das Problem behoben. „Dass er in Q1, als es leicht nieselte, nicht mit den Reifen gepokert hatte, ist der Grund, warum er nicht in die Q2 gekommen ist“, sagt sein Teamchef Marc Moser. Und legt gleich nach: „Für mich besteht trotzdem kein Zweifel daran, dass Lukas morgen um den Sieg mitfährt.“

EURO MOTO Superbike, Qualifying (Top-Ten)

1. Marcel SCHRÖTTER (DEU/BMW)

2. Florian ALT (DEU/Honda)

3. Markus REITERBERGER (DEU/BMW)

4. Leon ORGIS (DEU/BMW)

5. Twan SMITS (NLD/Yamaha)

6. Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati)

7. Patrick HOBELSBERGER (DEU/Honda)

8. Kevin ORGIS (DEU/BMW)

9. Milan MERCKELBAGH (NLD/BMW)

10.Lukas TULOVIC (DEU/Ducati)


Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Supersport: Blin bekommt Konkurrenz aus dem eigenen Stall

Daniel Blin holt sich die Pole
Foto: Jens Hawrda

Drei Nationen, zwei Motorräder, zwei Teams in der ersten Startreihe. In der EURO MOTO Supersport geht die Post ab. Das Qualifying hatte es bis zur letzten Minute in sich. Das erste Rennen im tschechischen Brünn findet noch heute um 16:35 Uhr statt. Wer nicht vor Ort ist, kann die unter euromoto.racing/live mitfiebern.

Im Knapp die Hälfte des Fahrerfelds hatte ihre Position im zweiten Qualifying auf dem Automotodrom Brünn verbessern können. Daniel Blin, Dirk Geiger und Marcel Brenner gehörten nicht dazu. Sie waren schneller und hatten ihre Bestmarke schon in Q1 gesetzt. Blin (Automarket AF Racing Team) zog wie erwartet am Kabel und sichert sich wie schon zum Saisonauftakt auf dem Sachsenring die Pole Position. Der 24-jährige Ducati-Fahrer aus Polen war im vergangenen Jahr Gesamt-Dritter in der Supersport-Gesamtwertung hinter Dirk Geiger und Andreas Kofler, der in die Weltmeisterschaft aufgestiegen ist. Theoretisch steht ihm zum Titelgewinn nur Dirk Geiger im Weg, doch der Yamaha-Newcomer denkt nicht im Traum daran, ihm Platz zu machen.

Daniel Blin ist für Brenner in Reichweite

Ganz im Gegenteil: Wir haben von gestern auf heute noch ein bisschen was gefunden, was die Front am Motorrad beeinflusst. Technisch habe ich keine Ahnung, das machen alles die Mechaniker, aber ich habe jetzt vorne viel mehr Gefühl “, sagt Geiger (Team Apreco Yamaha), der seine Wünsche präzise angemeldet hat.

Für Blin kommt langsam auch Konkurrenz aus dem eigenen Haus dazu. Teamkollege Marcel Brenner sagt: „Ich hatte vor der Saison nur anderthalb Testtage und den Sachsenring kannte ich auch nicht. Aber inzwischen haben wir einen Riesenschritt gemacht. Ich komme richtig gut um die Kurven und immer näher in die Reichweite von Daniel. Wir sind im Training gemeinsam auf die Strecke gefahren und ich konnte locker an ihm dranbleiben. Vielleicht sollte ich jetzt nicht zu viel überlegen, sondern einfach nur fahren.“

Sensationell schlug sich Luca Göttlicher (LJ Racing). Wegen seiner Schulterverletzung hatte er beim ersten Event gefehlt. Nun qualifizierte er sich mit der MV Agusta F3 800 RR auf Anhieb für die zweite Startreihe. Mit Göttlicher hat sich der Marken-Exote nach einer Durststrecke einen echten Joker an Land gezogen. Der 19-Jährige hat selbst Großes vor und angekündigt: „Wenn die Rakete hochgeht, dann richtig.“ Der fünfte Startplatz war geplant, der sechste ist es geworden. Da ist noch Luft nach oben. Lorenzo Fellon aus Frankreich sorgte dafür, dass auch eine Kawasaki in den Top Ten steht.

EURO MOTO Supersport, Qualifying (Top-Ten)

1. Daniel BLIN (PL/Ducati)

2. Dirk GEIGER (DEU/Yamaha)

3. Marcel BRENNER (CHE/Ducati)

4. Lennox LEHMANN (DEU/Yamaha)

5. Marvin SIEBDRATH (DEU/Honda)

6. Luca GÖTTLICHER (DEU/MV Agusta)

7. Filip NOVOTNÝ (CZE/Ducati)

8. Lorenzo FELLON (FRA/Kawasaki)

9. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL/Yamaha)

10.Julius AHRENKIEL-FRELLSEN (DNK/Honda)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Sportbike: Tobias Kitzbichler schnappt sich Pole in Brünn

Tobias Kitzbichler
Foto: Jens Hawrda

Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) startet beim zweiten Saisonwochenende der EURO MOTO Sportbike in Brünn von der Pole Position. Der Österreicher setzte bereits im ersten Qualifying am Samstagmorgen eine Fabelzeit von 2:07,381 Minuten und blieb damit auch nach dem zweiten Zeittraining an der Spitze der kombinierten Wertung.

Auf dem traditionsreichen Automotodrom Brno entwickelte sich ein enges Qualifying, in dem die Spitze dicht zusammenrückte. Jakob Rosenthaler (RT Motorsports) legte im zweiten Qualifying noch einmal nach und verkürzte den Rückstand auf lediglich 0,226 Sekunden. Mit einer Runde in 2:07,607 Minuten sicherte sich der Österreicher Startplatz zwei für das erste Rennen am Samstagnachmittag.

Komplettiert wird die erste Startreihe von Ruben Bijman (Freudenberg RORA-PALIGO Racing). Der Niederländer und seine Teamkollegen verzichteten aufgrund der noch leicht feuchten Streckenbedingungen auf schnelle Runden im ersten Qualifying und setzten alles auf das zweite Zeittraining. Der Plan ging auf. Der routinierte Niederländer mit WM-Erfahrung lieferte ab und verpasste mit einer Zeit von 2:08,003 Minuten Platz zwei um lediglich 0,396 Sekunden.

Ein Team, zweite Startreihe

Auch die zweite Startreihe verspricht Hochspannung. Lokalmatador Stepan Zuda (Freudenberg RORA-PALIGO Racing) qualifizierte sich mit einer Zeit von 2:08,013 Minuten auf Rang vier. Der Tscheche war damit nur um Haaresbreite langsamer als sein Teamkollege Bijman und zählt vor heimischem Publikum erneut zu den Favoriten. Neben ihm stehen Teamkollege Luis Rammerstorfer und Mika Siebdrath. Allerdings muss Siebdrath eine bereits am Freitag ausgesprochene Strafe der Rennleitung absitzen. Wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse wird er für das erste Rennen um drei Startplätze zurückversetzt und startet damit nur von Position neun. Sein Plan, sich mit einer Topplatzierung im Qualifying etwas Luft für die Strafe zu verschaffen, ist damit nur teilweise aufgegangen. Nun wird entscheidend sein, wie viele Positionen der Sachse bereits in den ersten Rennmetern wieder gutmachen kann.

Trotzdem unterstrich Freudenberg RORA-PALIGO Racing eindrucksvoll seine Stärke. Gleich vier Fahrer des Teams platzierten sich unter den ersten sechs der Qualifyingwertung und setzten damit ein deutliches Zeichen auf dem 5,4 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs.

Aus der dritten Startreihe gehen Tom Kuil (RT Motorsports Racing), der tschechische Gaststarter Daniel Tureček (Rohac & Fejta Motoracing Team powered by Eder Racing) und Maksymilian Palmowski (SP Race Project) ins Rennen. Dahinter folgen Julian van Kalkeren, Rick Kooistra (beiden SRTD Pearle Gebben) und Max Stauffer (Team Apreco – Yamaha) auf den Positionen zehn bis zwölf.

Erstes Rennen im Livestream am Samstag

Für die Sportbike-Klasse beginnt der Kampf um die ersten Punkte bereits am Samstagnachmittag. Um 15:45 Uhr startet das erste Rennen des Wochenendes über die Distanz von neun Runden. Das zweite Rennen folgt am Sonntag um 12:20 Uhr. Beide Läufe werden live auf euromoto.racing/live übertragen.

EURO MOTO Sportbike, Ergebnis Qualifying (Top-Ten)

  1. Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS660
  2. Jakob ROSENTHALER (#78/AUT), Triumph Daytona 660
  3. Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
  4. Stepan ZUDA (#23/CZE), Triumph Daytona 660
  5. Luis RAMMERSTORFER (#13/AUT), Triumph Daytona 660
  6. Tom KUIL (#55/NLD), Triumph Daytona 660
  7. Daniel TUREČEK (#G24/CZE), Aprilia RS660
  8. Maksymilian PALMOWSKI (#95/POL), Aprilia RS660
  9. Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
  10. Julian VAN KALKEREN (#34/NLD), Triumph Daytona 660

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Superbike: Hannes Soomer „Ich bin dann mal weg“

Hannes Soomer fehlt in Brno
Foto: Jens Hawrda

Einer fehlt in der EURO MOTO Superbike in Brünn: Hannes Soomer (Masteroil Alpha Van Zon BMW). Der Este ist nach zwei Rennen Gesamt-Vierter in der Meisterschaft. Trotzdem lässt er die derzeit in Tschechien stattfindende zweite Veranstaltung sausen. Stattdessen ersetzt er in der FIM Superbike Worldchampionship den verletzten BMW-Werksfahrer Danilo Petrucci, der nach einem Highsider ausfällt.

In der Superbike-WM wird bereits die sechste Saison-Runde ausgetragen. Schauplatz ist das MotorLand Aragón in Spanien. BMW-Werksfahrer Danilo Petrucci hatte sich zuletzt bei seinem Sturz im tschechischen Most einen Steißbeinbruch zugezogen. Seine Genesung steht für das Team im Vordergrund.

Für Soomer hat der Vertretungseinsatz Konsequenzen. Sein Fehlen in Brünn wird ihn in der EURO MOTO Superbike-Wertung schwer zurückwerfen. Dass er ansonsten Titelchancen gehabt hätte, bezweifelt der 28-Jährige allerdings. In der EURO MOTO sei es derzeit extrem schwer, ein Rennen zu gewinnen. Aber in Most vom 26. bis 28. Juni ist er wieder dabei. Sein Einsatz bei der Superbike-WM im MotorLand Aragón war schon fast nach einem zuvor absolvierten Test in Misano in trockenen Tüchern gewesen.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek 


Superbike: Was ist das Geheimnis von Twan Smits auf Yamaha?

Twan Smits, Yamaha #95
Foto: Jens Hawrda

Den letzten Fahrertitel in der Superbike-Klasse für Yamaha holte der ehemalige MotoGP-Pilot Jonas Folger in der Saison 2020 auf einer YZF-R1. Seitdem hat die Marke nur spärlichen Podiumskontakt. Twan Smits ist in der EURO MOTO Superbike aktuell dabei, die Lage zu ändern. Zwei absolvierte Rennen, ein Podiumsplatz. Der Niederländer bringt frisches Leben in die Historie – und das liegt nicht nur an den Concession Parts.

Concession Parts sind genau definierte Teile, die ein Hersteller bringen darf, wenn er in der Meisterschaft zu weit zurückliegt, weil die Konstruktion des Serienmotorrads nicht für Spitzenresultate reicht. Yamaha hat für 2026 fünf Optionen und nimmt alle in Anspruch. Das betrifft die Bremse, das Motortuning, die im Vergleich zum Vorjahr anders konstruierte Schwingenlänge, die Gabelbrücke und den größeren Tank. Statt des 17-Liter-Serientanks wird ein 22-Liter-Tank verwendet. Die Auswahl ist vom Feinsten und hat WM-Reife.

Wim Vermeulen sieht darin jedoch nicht das größte Geheimnis, das hinter den deutlich verbesserten Ergebnissen steckt. Der Marketing Manager von Yamaha Motor Europe verweist vielmehr explizit auf Twan Smits, den 22-jährigen Fahrer vom Team Apreco, der nicht zuletzt aus Kostengründen die einzige Yamaha im ganzen EURO MOTO-Superbikefeld an den Start bringt. „Sein Anteil an der Entwicklung liegt bei 80 Prozent“, rechnet Vermeulen. „Twan hat seinen Fahrstil umgestellt. Vor einem Jahr war er noch wie ein Supersportler unterwegs. Jetzt fährt er wirklich wie ein Superbiker. Was dazu kommt, ist, dass er hervorragend mit den Pirelli-Reifen arbeiten kann.“

Smits Steigerung hat so eingeschlagen, dass er nach dem Ende der EURO MOTO-Saison noch die Superbike-WM-Rennen in Estoril und Jerez bestreiten wird. Vermeulen: „Falls sich einer unserer WM-Top-Fahrer bis dahin verletzen sollte, wird er schon vorher als Ersatzfahrer eingesetzt.“

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Superbike: Florian Alt und die Honda glänzen in der Sonne

Florian Alt
Foto: Jens Hawrda

Florian Alt ist zurück. Nach dem durchwachsenen Saisonauftakt auf dem Sachsenring befindet sich der Honda-Fahrer beim zweiten Saison-Event in Brünn in Topform: Bestzeit im Superpole Pre Practice.

„Die Honda fühlt sich besser an als auf dem Sachsenring. Hier in Brünn haben wir mehr Stop-and-Go-Phasen. Der Kurs kommt dem Motorradaufbau entgegen. Bremsen und Beschleunigen – das mag die Honda und das mag ich“, wirkt Alt (Holzhauer Racing Promotion) nach dem ersten Kräftemessen des Wochenendes erleichtert. Mit zarten 29 Hundertstelsekunden Vorsprung ist er auf der CBR 1000 RR-R im Superpole Pre Practice der Schnellste gewesen. Der Abstand zum folgenden Markus Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon BMW) beträgt zwar nur einen Hauch, doch der ist entscheidend. „Ob es am Wochenende fürs Podium reicht, kann ich nicht sagen“, stapelt Alt auf dem Autodrom Brünn lieber tief. Fakt ist, dass dem Honda-Team der sommerliche Temperaturanflug zugute kommt. Im Moment werden für den Rennsonntag um die 26 Grad Celsius vorausgesagt. „Jedes Grad nach oben hilft uns weiter. Wir werden dadurch zwar nicht schneller“, begründet Alt, „aber die Honda mag es heiß und die anderen werden langsamer.“

EURO MOTO-Superbiker Markus Reiterberger hatte sich nach seinem morgendlichen Höhenflug persönlich mehr erhofft, „denn wir haben innerhalb eines Tages in Sachen Fahrwerk und Geometrie an der BMW einen riesigen Schritt nach vorn gemacht. Dass ich heute früh 1:57,147 min gefahren bin, hat mich selbst überrascht. Am Nachmittag hatte ich wenig Grip, da war es draußen zu heiß. Wenn ich mir was wünschen könnte für das Wochenende, wäre es ein Feeling wie heute früh und weniger Probleme, wenn es warm wird. Denn dann wird es beim Beschleunigen schwer.“ Reiterberger war auch nicht besonders amüsiert, dass die Konkurrenz reihenweise seinen Windschatten für die erreichten Zeiten genutzt hatte. Damit war er jedoch nicht alleine.

Den Kracher schlechthin lieferte Leon Orgis (ORM Racing). Diesmal war es der jüngere der Orgis-Brüder, der das volle Risiko einging. Zunächst schien es unrealistisch, die private BMW unter die Top 6 zu bringen. Denn heute qualifizierten sich im Superpole Pre Practice in haargenau 30 Minuten die schnellsten sechs Fahrer direkt für die Superpole 2, in der morgen die vordersten Startpositionen ausgefahren werden. Dazu kommen die drei schnellsten Fahrer aus dem verbliebenen Feld. Sie werden in der Superpole 1 ermittelt. Leon Orgis fuhr in der heutigen Session allerdings direkt in die Superpole 2. Drittschnellste Zeit. Der Sachse schrie seine Freude unter dem Helm heraus in die Box. Vater René flog auf Wolke Sieben. Vor drei Wochen hatte Sohn Kevin knapp das erste Podium verpasst. Heute war Leon auf der Überholspur.

Dass Orgis in die Top 6 raste, sorgte für Krisenstimmung bei Ducati. Denn dadurch rutschte Lukas Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) aus der Spitzengruppe und muss morgen in der Superpole 1 unter die ersten Drei kommen, um die Chance auf einen Startplatz in der ersten Reihe zu wahren. Teamkollege Lorenzo Zanetti schaffte sofort den Sprung in die Superpole 2. Marcel Schrötter (GERT56) und Twan Smits (Team Apreco) können sich auch vorerst zurücklehnen. Das heißt auch: Alle in der EURO MOTO Superbike vertretenen Motorrad-Marken haben mindestens einen Fahrer in den Top 6. Wie es weitergeht entscheidet sich morgen ab 12:50 Uhr. Es wird auf jeden Fall spannend.

Superpole Pre Practice (Top-Ten)

1. Florian ALT (Honda/DEU)

2. Markus REITERBERGER (BMW/DEU)

3. Leon ORGIS (BMW/DEU),

4. Twan SMITS (Yamaha/NLD),

5. Marcel SCHRÖTTER (BMW/DEU),

6. Lorenzo ZANETTI (Ducati/ITA)

7. Lukas TULOVIC (Ducati/DEU)

8. Jan MOHR (BMW/AUT)

9. Patrick HOBELSBERGER (Honda/DEU)

10. Soma GÖRBE (BMW/HUN)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Sportbike: Siebdrath hält Freudenberg-Team auf Trab

Schnell ist er ohne Zweifel. Das hat Mika Siebdrath (Freudenberg Rora-PaligoRacing) bereits beim Saisonauftakt der EURO MOTO auf dem Sachsenring bewiesen. Der 17-Jährige mischte bei seinem Debüt in der Sportbike-Klasse auf Anhieb vorne mit und etablierte sich direkt in der Spitzengruppe. Auch in Brünn gehört der Sachse wieder zu den schnellsten Fahrern. Allerdings hielt er sein Team heute und am Donnerstag ziemlich auf Trab.

Schon beim offiziellen Testtag am Donnerstag sorgte der Freudenberg-Pilot für zusätzliche Arbeit in der Box. Nach einem Sturz wurde seine Maschine stark beschädigt, so dass das Team auf das Ersatzmotorrad wechseln musste. Doch damit nicht genug: Auch am Freitag landete Siebdrath erneut im Kiesbett. Diesmal blieb es bei einem harmlosen Vorderradrutscher, größere Schäden entstanden nicht.

Zusätzlich kassierte der Wildenfelsener noch eine Strafe der Rennleitung. Wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse wird er im ersten Rennen um drei Startplätze zurückversetzt. Beeindrucken lässt sich der junge Sachse davon allerdings nicht. „Das nehnme ich alles auf meine Kappe, das steht außer Frage. Aber ich weiß auch, wie ich damit umgehen muss. Beim Start bin ich normalerweise stark und die Strecke liegt mir richtig gut. Sie ist schön flüssig und macht einfach Spaß. Deshalb bin ich überzeugt, dass ich trotzdem direkt vorne mitfahren kann“, sagt Mika Siebdrath. Tatsächlich fühlt sich der Freudenberg-Pilot auf dem traditionsreichen Automotodrom Brno sichtlich wohl. Das zeigt nach den ersten beiden Freien Trainings am Freitag auch das Ergebnis: Platz fünf.

Trotz der Stürze und der Strafversetzung blickt er optimistisch auf das Qualifying am Samstag. Sein Ziel ist klar: ein Platz in der ersten Startreihe. „Ich bin zuversichtlich, dass ich das morgen hinbekomme“, erklärt der Sachse. Gleichzeitig weiß Siebdrath aber auch, woran er arbeiten muss. Das Tempo stimmt, nur den Eifer muss er etwas zügeln. „Ich darf nur nicht wieder übertreiben wie heute“, sagt er und lacht verschmitzt.

Das Potenzial für eine Spitzenplatzierung ist zweifelsfrei vorhanden. Wenn der Freudenberg-Pilot seine Geschwindigkeit mit etwas mehr Gelassenheit kombiniert, könnten seine turbulenten Trainingstage in Brünn noch zu einem gelungenen Wochenendresultat führen. 

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Freitag, 29. Mai 2026

Sportbike: WM-Start für Svendsen, ERC-Team fehlt in Brünn

Oliver Svendsen vor dem ersten Start im neuen ERC Team beim Saisonauftakt
der EURO MOTO auf dem Sachsenring. An diesem Wochenende tritt er in der WM an.
Foto: Dino Eisele

Während sich die Fahrer der EURO MOTO an diesem Wochenende auf dem Automotodrom Brno dem nächsten Kräftemessen der Saison stellen, wird ein bekanntes Gesicht im Sportbike-Feld fehlen. Oliver Svendsen, IDM-Meister von 2024 und Vizemeister von 2025, tritt zeitgleich bei der FIM Sportbike World Championship im spanischen Aragon an.

Für den Dänen eröffnet sich damit eine Chance, auf die er seit Jahren hinarbeitet und hofft. Nach mehreren erfolgreichen Saisons in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft möchte der 22-Jährige den nächsten Schritt in Richtung Weltmeisterschaft gehen. In Aragon wird Svendsen als Ersatzfahrer für das Werksteam Kove Moto auf einer Kove 450RR an den Start gehen. „Das ist genau der nächste Schritt, den ich machen will und der mein Ziel ist. Ich freue mich sehr über diese Chance und das Wochenende und werde mein Bestes geben, das Team bei ihren Zielen zu unterstützen“, sagt Svendsen. Möglich wird der Einsatz durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Lokalmatador Beñat Fernández und dem Deutschen Phillip Tonn. Gemeinsam mit Daniel Mogeda verstärkt Svendsen deshalb das Aufgebot von Kove Moto beim dritten Saisonlauf der Weltmeisterschaft. Wie lange die beiden Stammfahrer ausfallen und ob der Däne in Zukunft weitere Einsätze für das Team absolvieren wird, ist offen.

Team ERC fehlt nach Saisonauftakt

Zum Saisonauftakt der EURO MOTO auf dem Sachsenring war Svendsen erstmals für sein neues Team ERC angetreten. Gemeinsam mit Teamchef Lothar Kraus, der bereits im Vorjahr als sein Crew Chief tätig war, wechselte er auf eine Kawasaki ZX-6R 636. Mit den Plätzen fünf und sieben sammelte der Däne dabei solide Punkte für die Meisterschaft.

Auf die Fans der EURO MOTO müssen Svendsen und sein Team allerdings noch etwas warten. ERC hat seine Teilnahme sowohl für Brünn als auch für Most zurückgezogen. Damit werden neben Svendsen auch seine Teamkollegen Sasha de Vits und Jules Bercot an den beiden kommenden Veranstaltungen nicht teilnehmen. Die Rückkehr des Teams wird frühestens beim nächsten deutschen Lauf der EURO MOTO in Oschersleben erwartet.

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann

ADAC Racing Weekend: GT Summer Series gibt Debüt

GT Summer Series kommt nach Oschersleben
Foto: Jens Hawrda


Jan Antoszewski möchte weiße Weste in der Porsche Sprint Challenge GT3 behalten. Viele Sieganwärter in der Spezial Tourenwagen Trophy. NATC bestreitet in Oschersleben zwei Sprints.

Die Motorsport Arena Oschersleben ist am kommenden Wochenende (30. – 31. Mai) Schauplatz des zweiten ADAC Racing Weekend 2026. Mit dabei sind folgende Rennserien: die Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3, die Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4, die Spezial Tourenwagen Trophy (STT), die GT Summer Series und der Norddeutsche ADAC Börde Tourenwagen Cup (NATC). Auch aus Oschersleben wird es wieder einen kostenlosen Livestream geben. Er geht am Samstag um 11:10 Uhr auf Sendung, kurz bevor das erste Qualifying der STT ausgetragen wird. Einen Tag später beginnt die Live-Übertragung bereits um 10:15 Uhr, kurz vor dem Start ins erste Rennen der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 und Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4.

Die beiden Serien des Porsche Sports Cup Deutschland haben ihren Saisonauftakt Anfang Mai in Hockenheim erlebt. In der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 war Jan Antoszewski (Porsche 911 GT3 Cup (992)) zweimal nicht zu schlagen. Er gewann Lauf eins vor Joel Hohmann (Porsche 911 GT3 Cup (992)), im zweiten Durchgang wurde der in Heat eins noch drittplatzierte Mads K. Ljungberg (Porsche 911 GT3 Cup (992)) auf Rang zwei notiert. Position drei eroberte mit Josef Hrdlicka (Porsche 911 GT3 Cup (992)) der beste ProAm-Pilot. In der ProAm-Wertung werden die Fahrer zusammengefasst, die im Jahr 1996 oder früher geboren sind und höchstens die FIA-Einstufung Bronze haben. In Oschersleben wird Hrdlicka mit Michal Perel (Porsche 911 GT3 Cup (992)) einen weiteren Rivalen im Kampf um den Sieg in der ProAm-Klasse haben.

Auch in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 starten ProAm-Piloten und sie konnten beim Saisonauftakt ebenfalls überzeugen. Mit Daniel Reiter auf Rang zwei und Adrian Wolf (beide Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) auf Position drei schafften sogar zwei ProAm-Vertreter den Sprung auf das Podium des ersten Laufs. Einzig Nikodem Sobczyk (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) konnte sich vor den beiden platzieren. Ein Rennen später siegte Rasmus Vendelbo vor Luka Wlömer (beide Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) und Sobczyk. 

In der STT war Thomas Westarp (Audi R8 GT3 Evo II) in Hockenheim in beiden Durchgängen nicht zu bezwingen. Das möchte das Duo Peter Terting / Thomas Frank (beide Porsche GT4 RS) in der Magdeburger Börde am liebsten nachmachen, nachdem es beim Auftakt bereits zwei Top-Sechs-Platzierungen erreicht hat. Doch auch die beiden Schweden Jonathan Engström und Holm Kjell, die sich einen Mercedes-AMG GT4 teilen und die Paarung Christian Klien / Alex Lambertz (beide Lotus Emira GT4) sollte man auf der Rechnung haben. Der Österreicher Klien ist ehemaliger Formel-1-Pilot und möchte nun in der STT seine Spuren hinterlassen.

Die GT Summer Series wurde erst in diesem Jahr ins Leben gerufen und hat ihr erstes Rennwochenende ebenfalls bereits hinter sich. Für Oschersleben haben sich Teams und Fahrer mit GT3-, GT4- und Cup-2-Fahrzeugen für die beiden 30-Minuten-Sprints und den 50-minütigen Endurance-Lauf angekündigt, wobei in der Klasse Cup 2 Porsche 911 GT3 Cup (992.1) zugelassen sind. In dieser Kategorie führen Marco Reinbold / Paul Hochberger (beide Porsche 992 GT3 Cup), die sich nun auch die Gesamt-Tabellenspitze angeln wollen. Aktuell werden sie noch auf Rang zwei hinter Thomas Westarp (Audi R8 LMS GT3 Evo II) notiert. Westarp belegt gleichzeitig auch Position eins im GT3-AM-Klassement, während die beste GT4-AM-Paarung zurzeit Bernd Schaible / Tobias Erdmann (beide Audi R8 LMS GT4) heißt.

Der NATC bereichert das ADAC Racing Weekend mit zwei Sprints, für die unter anderem auch Schaible / Erdmann (beide Audi R8 GT4) gemeldet haben. Erdmann konnte 2026 bereits einen Sprint für sich entscheiden, was im Verlaufe der bisherigen Saison auch Ralf Iwan (BMW E36 M3), Daniel Nadelstumpf (Renault Clio 4 Cup) sowie gleich dreimal Mike Janser (Porsche 992 Cup) gelungen ist. In dem NATC-Feld vieler unterschiedlicher Fahrzeuge sticht unter anderem ein Opel Manta hervor, der von Hans-Heinrich Ernst eingesetzt wird.

Los geht es in der Motorsport Arena am Samstag um 9:00 Uhr mit dem freien Training der GT Summer Series. Der erste NATC-Sprint beendet den Samstag mit seiner planmäßigen Zielankunft um 17:25 Uhr. Auch das Programm am Sonntag beginnt wieder um 9:00 Uhr, dieses Mal mit dem zweiten Qualifying der STT. Das Endurance-Rennen der GT Summer Series schließt den Sonntag und damit auch das zweite ADAC Racing Weekend im Jahr 2026 um 16:45 Uhr ab.

Quelle: adac-motorsport.de

Superbike: Prima Klima bei GERT56

Die GERT56-Crew tankt demnächst eFuel 98: Holger Homfeldt, Johannes Bornemann,
Ronny Schlieder, Toni Finsterbusch, Jan-Ole Jähnig, Marcel Schrötter.
Foto: GERT56

Volle Leistung, weniger CO2-Neuemissionen: Das EURO MOTO Superbike-Team GERT56 setzt auf eFuels und entscheidet sich damit für eine nachhaltigere Motorsport-Zukunft.

Innovation trifft auf Verantwortung. Am heutigen Donnerstag präsentiert GERT56 in der EURO MOTO Superbike den neuen Treibstoff Racing eFuel 98 im Rahmen des Testtags im tschechischen Brünn, bevor hier am Freitag offiziell die zweite Veranstaltung auf dem EURO MOTO-Terminkalender beginnt. Am Rennwochenende in Most, das Ende Juni stattfindet, geht es mit Racing eFuel 98 verbindlich im Rennbetrieb los.

Von der Superbike-WM in die EURO MOTO

„Motorsport und Nachhaltigkeit müssen für uns kein Widerspruch sein. Wir freuen uns sehr, mit der eFuel GmbH eine der führenden Firmen für synthetische Kraftstoffe für unser Projekt gewonnen zu haben. Durch ihre Erfolge in der World Superbike mit BMW Motorrad Motorsport konnte die Leistungsfähigkeit des Treibstoffs bereits auf großer Bühne unter Beweis gestellt werden. Wir sind stolz darauf, das nun exklusiv auch in der EURO MOTO tun zu können. Gleichzeitig freuen wir uns über die Unterstützung unseres Hauptsponsors DenkerWulf bei unserer Nachhaltigkeitskampagne“, heißt es aus der GERT56-Teamleitung, die seit Jahresbeginn aus Ronny Schlieder, Holger Homfeldt, Toni Finsterbusch und Johannes Bornemann besteht.

„Das Projekt ist für uns ein bewusster Schritt. Kein Experiment. Kein Symbol. Sondern gelebte Verantwortung im Wettbewerb“, so DenkerWulf Vorstandsvorsitzender Torsten Levsen. GERT56-Hauptsponsor DenkerWulf zählt zu den führenden Windparkentwicklern in Deutschland – die Wurzeln der ersten Projekte reichen bis in das Jahr 1991 zurück. Mit der Erfahrung von über 945 errichteten Windenergieanlagen und einer installierten Leistung von über 2,1 GW entwickeln 300 Mitarbeitende an mehreren Standorten Lösungen rund um die Windenergie an Land.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Donnerstag, 28. Mai 2026

Starke Fortschritte bleiben für TGI Team by GRT beim DTM in Zandvoort unbelohnt

  • TGI Team by GRT schließt die entscheidende Lücke zum neuen Lamborghini Temerario GT3
  • Mirko Bortolotti und Maximilian Paul sicherten sich am zweiten Rennwochenende drei Punkteplätze
  • Gottfried Grasser: "Die Entscheidungen dieses Wochenendes bedürfen einer Klärung"



TGI Team by GRT zeigte mit dem neuen Lamborghini Temerario GT3 beim zweiten Lauf der DTM 2026 in Zandvoort vom 22. bis 24. Mai eine beeindruckende Wende. Nach einem herausfordernden Debüt im Red Bull Ring erzielten die Lamborghini-Werksfahrer Mirko Bortolotti und Maximilian Paul drei Punkteplätze unter heißen Bedingungen in den Niederlanden vor 39.500 Zuschauern. Der Italiener zeigte am Sonntag mit einer starken Leistung sein Tempo und startete bis in die letzten Runden an der Spitze des Feldes. In beiden Rennen wurde er jedoch durch Strafen benachteiligt, was ihm bessere Ergebnisse kostete.

Ab Freitag zeigte das von Lamborghini Squadra Corse unterstützte Team bereits deutliche Verbesserungen im Vergleich zum Auftaktwochenende vor einem Monat. Obwohl das Team vorher keine Gelegenheit hatte, mit dem Lamborghini Temerario GT3 auf dem 4,259 Kilometer langen Circuit Zandvoort zu testen, belegten Mirko Bortolotti und Maximilian Paul im ersten Training die Plätze acht und elf. In der zweiten Session schaffte es der DTM-Meister 2024 sogar, Vierter zu werden.

In der ersten Qualifikationssession am Samstag konnten Maximilian Paul und Mirko Bortolotti ihre Leistung aus dem Training zunächst nicht wiederholen und sicherten sich die Startplätze 15 und 17 in einem Feld von 21 GT3-Fahrzeugen. Das Rennen über eine Distanz von 55 Minuten plus einer Runde führte jedoch zu den 13. und 14. Plätzen, was auf einen Schritt in die richtige Richtung hindeutete. Während des Rennens holte Mirko Bortolotti fünf Plätze auf – kein anderer Fahrer gewann weitere Positionen. Die TGI Team by GRT Boxencrew leistete ihren Beitrag, indem sie den Reifenwechsel in beeindruckenden 6,87 Sekunden abschloss. Der 36-Jährige überquerte die Ziellinie auf Platz 12, doch eine überraschende 5-Sekunden-Strafe wegen eines Vorfalls in der Boxengasse warf ihn auf Platz 14 zurück. Maximilian Paul erzielte mit Platz 13 sein erstes Punkteergebnis der aktuellen Saison.

Mirko Bortolotti sicherte sich eine vielversprechende Startposition für das zweite Rennen, indem er sich auf Platz vier qualifizierte. Auch Maximilian Paul zeigte eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vortag. Der 26-jährige Deutsche war fast eine halbe Sekunde schneller als im Qualifying am Samstag. Im Rennen hielt Mirko Bortolotti bis zur zweiten Boxenstoppphase, eine Viertelstunde vor Ziel, mit der führenden Gruppe in Kontakt. Auf dem fünften Platz trat während des Boxenstopps eine ähnliche Situation wie beim ersten Rennen auf. Ein Konkurrent wurde von seiner Boxencrew freigelassen und traf die rechte Seite von Mirko Bortolotti. Infolgedessen erhielt der Italiener jedoch eine Strafrunde, die ihn auf Platz elf zurückwarf. In den verbleibenden drei Minuten kämpfte er sich wieder auf Platz neun vor. Für Maximilian Paul endete das Rennen in Runde 19 nach einer Kollision vorzeitig.

Das TGI Team by GRT wird am kommenden Wochenende für die zweite Runde der GT World Challenge Europe Powered by AWS Endurance Cup wieder in den Einsatz kommen. Mirko Bortolotti, Maximilian Paul und Franck Perera werden in einem dreistündigen Rennen auf dem Autodromo Nazionale Monza mit dem Lamborghini Temerario GT3 antreten. In der DTM findet das dritte von acht Rennwochenenden im diesjährigen Kalender vom 19. bis 21. Juni am Lausitzring statt.

Stimmen zum Rennwochenende

Mirko Bortolotti: "Uns wurde die Stärke verwehrtR-Ergebnisse an beiden Tagen, basierend auf unserer Meinung nach fragwürdigen Entscheidungen der Stewards. Zweimal in der Überholspur wegen unsicherer Freifahrten getroffen zu werden und dann infolgedessen Strafen zu erhalten, ist schwer zu verstehen und birgt das Risiko, einen gefährlichen Präzedenzfall zu schaffen. Positiv ist, dass wir leistungstechnisch in die richtige Richtung gehen und weiterhin solide Fortschritte machen."

Maximilian Paul: "Zuallererst freue ich mich, dass wir als Team mit Lamborghini solche Fortschritte gemacht haben. Unser Auto ist endlich in einer Position, in der wir mithalten und ganz vorne stehen können, wie Mirko gezeigt hat. Entschuldigung an das Team für den Kontakt in meinem zweiten Rennen, der bedeutete, dass wir nicht ins Ziel kommen konnten. Die Stimmung ist trotzdem gut. Ich bin einfach stolz, Teil dieses Teams zu sein, und es macht unglaublich viel Spaß. Ich werde weiter an meinem eigenen Spiel arbeiten und gemeinsam sorgen wir dafür, dass wir ein wirklich großartiges Auto auf die Strecke bringen und erfolgreich sind."

Gottfried Grasser, Teamchef: "Insgesamt war das Wochenende sehr positiv. Wir hatten vor der Veranstaltung in Zandvoort nicht getestet, und es hat am Wochenende eine Weile gedauert, bis wir das richtige Gleichgewicht mit dem neuen Setup gefunden haben. Wir sehen jetzt, dass wir uns auf dem richtigen Weg bewegen, und freuen uns, die Lücke geschlossen zu haben. Die Zusammenarbeit zwischen Lamborghini Squadra Corse, den Teams und der Rennserie verdient hier besondere Erwähnung. Der Dialog war sehr konstruktiv und wir sind optimistisch hinsichtlich der bevorstehenden Ereignisse. Die Rennen in Zandvoort waren jedoch turbulent für uns. Wir sind mit den Entscheidungen der Rennleitung bezüglich Vorfällen in der Boxengasse nicht einverstanden. Bis jetzt hatte ein Auto auf der Überholspur immer Vorrang, und zu unserer Überraschung wurde das diesmal ganz anders gehandhabt. Ich denke, die Entscheidungen von diesem Wochenende bedürfen einer Klarstellung, sonst wird es bei den Boxenstopps in Zukunft nur noch Chaos geben. Betrachtet man das große Ganze, ist das für uns im Moment jedoch zweitrangig. Unser Fokus liegt darauf, mit dem neuen Auto zu arbeiten, und wir werden unser Bestes geben, um bald den nächsten Schritt zu machen. Vielen Dank an das gesamte Team für ihren unermüdlichen Einsatz. Wir werden weiter dranbleiben und freuen uns auf die kommenden Rennen."

Quelle: grasser-racing.com


Superbike: Reiti mit doppelter Rückendeckung in Brünn

Nur ein einziger Podiumsplatz in zwei Rennen ist nicht nach dem Geschmack des vierfachen Superbike-Champions Markus „Reiti“ Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon BMW). Nach dem Saisonauftakt auf dem Sachsenring greift er am kommenden Wochenende bei der EURO MOTO-Runde in Brünn schon unter ganz anderen Voraussetzungen an. Ein Test und eine Gesellschaft machen viel aus.

Im Paket rund um die BMW M 1000 RR und die Pirelli-Reifen steckt für den 32-Jährigen aus Obing zwar noch etwas Arbeit. Aber genau deshalb war der Bayer vor einer Woche auf der Strecke testen, auf der es ab morgen um Bestzeiten geht. Das 5,403 km lange Autodrom Brno in den Nordosten Tschechiens ist vom 29. bis 31. Mai Ort des Geschehens für den zweiten Saison-Event.

Wiederholung aus dem Jahr 2018?

„An die Rennstrecke habe ich richtig gute Erinnerungen. Hier habe ich 2018 die Pole Position in der Superstock 1000-Klasse geholt und bin im gleichen Jahr Europameister gewonnen“, sagt Reiterberger und zieht eine positive Bilanz der letzten Tage. „Beim Test in der letzten Woche bin ich mit der EURO MOTO-BMW genauso schnell gefahren wie mit dem Motorrad aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Das stimmt mich zuversichtlich für die beiden Superbike-Rennen am Sonntag. Ich verstehe jetzt langsam wie das Motorrad zu fahren ist. Natürlich möchte ich in Brünn um Siege kämpfen, aber auch dort wird Lukas Tulovic mit der Ducati schwer zu schlagen sein.“

Tulo hatte auf dem Sachsenring dominiert und beide Läufe am Sonntag gewonnen. Aber Reiterberger will sich nicht lumpen lassen und weiß auch eine starke Truppe hinter sich. Sein Fanclub reist mit über 50 Leuten an sein und wird für die entsprechende Motivation sorgen.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Mittwoch, 27. Mai 2026

Supersport: Ist der Auswärtserfolg ein Schub für Kawasaki?

Lorenzo Fellon, Kawasaki ZX-6R #20
Foto: Jens Hawrda

Lorenzo Fellon ist der einzige Franzose im Fahrerfeld der EURO MOTO Supersport. Als Pfingstausflug zog es den 21-Jährigen von Kawasaki Weber für drei Tage in die MotoJunior FIM World Championship. Fellon fuhr aus Podium. Im Gegensatz dazu führt Freddie Heinrich die teaminterne Wertung in der EURO MOTO an.

Lorenzo Fellon ist neu in der EURO MOTO, aber kein Unbekannter: Ex-Teilnehmer am Red Bull MotoGP Rookies Cup, Moto3-Junior-WM, drei Jahre in der Moto3-WM. Sein Vater war der frühere Manager von MotoGP-Fahrer Johann Zarco.

Mit 21 Jahren hat Fellon jr. bereits viel gesehen. Zu Kawasaki Weber kam er durch Valentin Debise, der 2021 für das Team antrat. Debise sorgte vor fünf Jahren für die beste Kawasaki-Bilanz seit zehn Jahren. In der Supersport-Klasse raste er sechs Mal aufs Treppchen, drei Mal als Erster. Kawasaki war wieder an der Front. Debise hat jetzt in den Verhandlungen zwischen Teamchef Emil Weber und Lorenzo Fellon vermittelt.

Dass Fellon zu Pfingsten in Barcelona einen dritten Platz in der Stocksport-EM absahnte, sollte für einen ersten Höhenflug in der EURO MOTO am kommenden Wochenende in Brünn wie gemacht sein. Kommt auf der tschechischen Rennstrecke sein groer Auftritt? Denn der Einstand des Franzosen verlief auf dem Sachsenring harzig: P11 im ersten Lauf und eine Disqualifikation im zweiten Rennen. Null Punkte statt P7, weil seine Kawasaki 2,5 Kilogramm zu leicht war.

Teamkollege Freddie Heinrich kam deutlich besser in Schwung. Northern Talent Cup, Red Bull Rookies Cup und der Pro Superstock 1000 Cup haben Erfahrungen hinterlassen.

„Langfristig ist das Ziel, dass Lorenzo und Freddie in der Supersport-Klasse kontinuierlich in die Top 10 fahren“, setzt Teamchef Emil Weber Prioritäten. „Lorenzo war bei den Testfahrten schneller. Auf dem Sachsenring waren beide auf Augenhöhe.“ Vom 21-jährigen Sachsen ist Weber bereits schwer begeistert. Er hat das Ziel auf der Kawasaki Ninja ZX-6R nämlich auf Anhieb geschafft und ist nach zwei Rennen Gesamt-Neunter.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Superbike: Pax Hobelsberger ist wieder im Betriebsmodus

Patrick Hobelsberger, Honda CBR 1000 RR-R #52
Foto: Jens Hawrda

Der Saisonauftakt auf dem Sachsenring war für den EURO MOTO-Superbiker Patrick Hobelsberger ein einziges Desaster. Er reiste vorzeitig ab. In Brünn soll es am kommenden Wochenende besser laufen.

Ein hochroter Kopf wechselte sich ab mit vornehmer Blässe. Patrick „Pax“ Hobelsberger hatte schon besser ausgesehen. Beim Saisonauftakt auf dem Sachsenring vor drei Wochen hatte den Superbike-Dritten des Jahres 2023 ein fetter Infekt völlig aus der Spur geworfen. Hobelsberger war deshalb weit weg davon, auf seiner Lieblingsstrecke auch nur annähernd zu punkten. Vor zwei Jahren hatte er im deutschen Motorrad-Mekka noch einen Sieg davongetragen. Doch nun wurde der 29-Jährige im ersten Lauf Letzter. Schon in der Superpole war er völlig untergegangen. Was war los?

„In der Woche vor dem Sachsenring Auftakt waren wir in Brünn beim Testen, sind aber einen Tag früher als geplant abgereist. Von einem Tag auf den anderen bin ich krank geworden. In der Woche vor dem Saisonauftakt wurde es kaum besser und ich hatte immer noch mit Fieber, Erkältung und teils Schwindel zu kämpfen“, berichtet Hobelsberger. In Sachsen startete der Bayer mit dem Basis-Setup an der Honda CBR 1000 RR-R in die ersten Trainings. „Das Motorrad funktionierte super“, stellte er fest, „aber ich nicht.“ Hobelsberger fühlte sich wie vom Bus überrollt. Bei seinen Tests auf dem Pannoniaring hatte er kurz zuvor den aufgestellten Rundenrekord von 2024 um drei Zehntel unterboten. Er steht jetzt bei 1:49, 4min. An solche Höchstleistungen war auf dem Sachsenring im Traum nicht zu denken. Stattdessen ging es für Pax nur bergab. Nach dem ersten Rennen zog er den Stecker und fuhr nach Hause.

Brünn soll die Wende bringen. Ganz fit ist Hobelsberger noch immer nicht und mit seinem Rennmotorrad ist er auch nicht mehr gefahren. Das muss aber nichts heißen.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

ADAC GT Masters: Das Fahrerlager-Radar aus Zandvoort

Ein Megastar im Fahrerlager, Besuch von alten Bekannten und Erfolge abseits der Strecke. Das Fahrerlagerradar vom Circuit Zandvoort.

Foto: ADAC-Motorsport

Star-Streamer „Monte“ besucht das ADAC GT Masters

Ein Top-Star war am Samstag zu Besuch in der Box von Max Reis: Der Pilot des Haupt Racing Teams hatte „MontanaBlack“ eingeladen, einen der bekanntesten deutschen Streamer. Mehrere Millionen Fans begeistert er täglich auf Twitch und Youtube. Auf Twitch streamte er den Besuch des Paddocks, der Startaufstellung und weitere Einblicke hinter die Kulissen für seine rund sechs Millionen Follower. „Ich habe gesehen, dass er in Amsterdam ist, ihn direkt eingeladen und ihm ein Ticket organisiert. Ich habe mich sehr gefreut, als er sich dann ganz spontan entschieden hat, tatsächlich zu kommen“, erzählte Reis. Nach einer Erkundungstour mit Reis‘ Vater Ralph, besuchte er Max Reis in der Startaufstellung und beobachtete schließlich das Rennen aus der Box. „Er fand es richtig cool, weil er bis dahin gar keine richtige Vorstellung hatte, wie es im Motorsport hinter den Kulissen abgeht. Auch die Zuschauer im Stream waren begeistert. Das Feedback war sehr positiv und viele haben sich gewünscht, dass er sowas in der Art nochmals zeigt.“

Nachträgliches Geburtstagsgeschenk

Am Mittwoch vor dem Rennwochenende in Zandvoort feierte Felix Hirsiger seinen 28. Geburtstag. Das wohl schönste Geschenk machte sich der Schweizer ein paar Tage später selbst. Gemeinsam mit Teamkollege Finn Zulauf gewann Hirsiger den zweiten Lauf in Zandvoort. Damit bauten die beiden Piloten vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport ihre Tabellenführung weiter aus.

Alte Bekannte im Fahrerlager

Zwei ehemalige niederländische Top-Piloten des ADAC GT Masters statteten dem Circuit Zandvoort am Wochenende einen Besuch ab – mit unterschiedlichen Beweggründen. Jaap van Lagen, der im ADAC GT Masters zweimal in Zandvoort gewonnen hat, startet mittlerweile im Porsche Carrera Cup Benelux, der im Rahmenprogramm am Start war. Sein Landsmann Indy Dontje bestritt insgesamt 56 Rennen im ADAC GT Masters und wurde 2019 gemeinsam mit Maximilian Götz Dritter der Gesamtwertung. Er besuchte den Circuit Zandvoort gemeinsam mit seiner Familie und präsentierte seine große Leidenschaft – zur großen Begeisterung von Sohn Bobby.

Jugend auf dem Vormarsch

Im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters auf dem Circuit Zandvoort standen Storm Gjerdrum und Fabian Rauer als Drittplatzierte auf dem Podium. Mit einem Alter von 18 Jahren, vier Monaten und 26 Tagen sind sie das drittjüngste Fahrerduo der Serien-Geschichte, das den Sprung aufs Podest geschafft hat. Spitzenreiter dieser Statistik sind Martin Matzke und Jiri Skula. Sie waren bei ihrem Debütpodium in Hockenheim 2007 17 Jahre, fünf Monate und 13 Tage alt.

Besonderer Gast auf dem Podium

Am Samstag überreichte Markus Winkelhock die Pokale an die Zweitplatzierten, Sandro und Juliano Holzem von Schubert Motorsport. Winkelhock kennt das Gefühl wie kein anderer. Er selbst nahm von 2011 bis 2022 an 120 Rennen des ADAC GT Masters teil und stand sechs Mal auf dem Podium.

Quelle: adac-motorsport.de


Dienstag, 26. Mai 2026

Emil Frey Racing glänzt in Zandvoort mit erstem Sieg für Matteo Cairoli und Heimpodium für Thierry Vermeulen

#69 Thierry Vermeulen (NLD / Ferrari 296 GT3 Evo / Emil Frey Racing)
Foto: ADAC-Motorsport

Beim zweiten DTM-Saisonevent auf dem Circuit Zandvoort verzeichnete Emil Frey Racing ein erfolgreiches Wochenende: Matteo Cairoli fuhr in seinem erst dritten DTM-Rennen nach eindrucksvoller Pole Position einen souveränen Start-Ziel-Sieg ein und wurde zudem zum Driver of the Day gekürt – ein beeindruckendes Statement des Italieners in der noch jungen Saison. Im Mittelpunkt stand dabei auch Thierry Vermeulen, der vor heimischem Publikum sein erstes DTM-Podium in Zandvoort feierte und am Sonntag erneut stark auftrumpfte – ein Fehler beim Boxenstopp und eine andere Reifenstrategie kostete ihn jedoch am Ende einen möglichen Sieg.

Unterstützt von BWT und Windhager auf dem Nummer 14 Ferrari von Matteo Cairoli sowie Red Bull und Verstappen.com am #69 Ferrari von Thierry Vermeulen erlebte Emil Frey Racing beim Heimspiel des jungen Niederländers auf dem Circuit Zandvoort ein starkes DTM-Wochenende mit einem Sieg, einem Podium und starken Auftritten beider Fahrer.

Rennen 1 – Samstag, 23. Mai 2026

Ein perfekter Start ins Wochenende: Matteo Cairoli sicherte sich eindrucksvoll seine erste Pole Position in der DTM, während Thierry Vermeulen die erste Startreihe für Emil Frey Racing mit Platz zwei komplettierte.

Beim Start blieb Matteo Cairoli vorne und kontrollierte das Feld. Thierry Vermeulen musste zunächst den Mercedes von Lucas Auer ziehen lassen, stabilisierte sich jedoch auf Rang drei und kontrollierte das Rennen in der Folge. Dank eines komfortablen Vorsprungs konnte er seine Position auch nach dem Pflichtboxenstopp verteidigen.

Einmal mehr glänzte das Team in der Boxengasse: Mit einer Standzeit von 6,110 Sekunden gelang beim Stopp von Vermeulen der schnellste Boxenstopp des Tages.

An der Spitze kontrollierte Matteo Cairoli das Rennen souverän. Bis zu seinem Boxenstopp hatte er sich bereits einen signifikanten Vorsprung erarbeitet. Der Italiener liess sich den Sieg nicht mehr nehmen und überquerte in seinem dritten DTM-Rennen erstmals als Sieger die Ziellinie.

Thierry Vermeulen komplettierte das starke Teamergebnis mit Platz drei und feierte vor heimischem Publikum sein erstes DTM-Podium. Matteo Cairoli wurde zusätzlich verdient zum Driver of the Day gewählt.

Rennen 2 – Sonntag, 24. Mai 2026

Nach viel Verkehr im Qualifying erzielte Matteo Cairoli die sechstschnellste Zeit. Thierry Vermeulen wiederholte seine starke Leistung vom Vortag und sicherte sich erneut den zweiten Startplatz. Der Sieger vom Samstag ging im heutigen Rennen mit einem sogenannten Success Ballast von 20 kg Extragewicht an den Start, was sich auf die Performance spürbar auswirkte. 

Beim Start verloren allerdings beide Emil Frey Racing Ferrari an Boden: Matteo Cairoli fiel auf Platz 8 zurück, Thierry Vermeulen musste Lucas Engstler im #130 Lamborghini passieren lassen. Den ersten von zwei Boxenstopps absolvierte die #14 in Runde 9 – und während viele Teams Fehler machten, gewann die Mannschaft dank einer Standzeit von 6,3 Sekunden drei Positionen im Rennen. 

Thierry Vermeulen blieb länger draussen, erbte die Führung und kam gemeinsam mit den Top-3-Platzierten an die Box. Ein kurzer Zwischenfall nach einem Unsafe Release des Manthey-Porsches von Thomas Preining sorgte für eine Schrecksekunde in der Boxengasse, doch der Niederländer blieb cool und behielt die Nase vorne, um Platz 3 zu behaupten. 

Das Safety Car kam kurz in Runde 17 auf die Strecke, um Teile aufzusammeln – und beim Restart machte Thierry Vermeulen alles richtig: Erst überholte er den #130 Lamborghini und kletterte auf Rang 2, kurz darauf schnappte er sich auch noch die Führung vom #3 BMW von Kelvin van der Linde. Ab diesem Moment war der #69-Pilot der fliegende Holländer und fuhr in seiner eigenen Welt: Nach zwei Runden hatte er sich bereits um 2,2 Sekunden abgesetzt und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Doch beim Stopp schlich sich ein Fehler ein – das Auto wurde zu früh herabgelassen und musste erneut aufgebockt werden, wertvolle Sekunden blieben so auf der Strecke.

Während Thierry Vermeulen den mittleren Stint absolut dominierte, konnte er im dritten Stint mit gebrauchten Reifen nicht mehr angreifen und musste die Konkurrenz ziehen lassen. Er kam schliesslich als Fünfter ins Ziel; Matteo Cairoli nahm mit Platz 11 ebenfalls noch wichtige Punkte mit.

Stimmen zum Rennwochenende

Matteo Cairoli (Italien)

„Der Sieg am Samstag war ein unglaubliches Gefühl! Trotz meines Vorsprungs war in den letzten Runden höchste Konzentration gefordert, da die Reifen ziemlich stark abgebaut hatten. Seit vielen Jahren war es immer mein Ziel, ein Rennen in der DTM zu gewinnen, und jetzt bin in natürlich umso glücklicher über diesen Sieg. Am Sonntag hingegen erlebten wir ein sehr kompliziertes Rennen. Mit dem Extragewicht war es natürlich schwierig. Aber trotzdem hatte ich heute mehr Balanceprobleme als im gestrigen Rennen. Ich denke ich habe am Sonntag das Maximum rausgeholt.”

Thierry Vermeulen (Niederlande)

„Allgemein war es ein wirklich schönes Wochenende hier in Zandvoort mit den ganzen Fans und es ist immer schön, auf dieser besonderen Strecke mein Heimrennen zu feiern. Ich hatte zwei starke Qualifyings und dann das Podium am Samstag war natürlich super. Am Sonntag hatten wir eine super Pace, die wir so nicht ganz erwartete hatten, aber machten dann einen Fehler und es war schmerzhaft zuzusehen, wie das Podium in die Ferne driftete. Aber dennoch gaben wir 100 Prozent und ich bin sehr stolz auf jeden Einzelnen im Team und ich kann es kaum erwarten, wo wir bei den nächste Rennen stehen.”

Quelle: emilfreyracing.com