Es geht wieder los. Die EURO MOTO fährt in die nächste Runde. Im niederländischen Assen wird dieses Wochenende (14. bis 16. August) der fünfte von sieben Saison-Events ausgetragen. Jeweils zwei Rennen in drei Prädikatsklassen stehen auf dem Programm. Drei Cups runden die Agenda ab.
Der offizielle Name der Strecke ist TT Circuit Assen. Die Buchstaben TT stehen für Tourist Trophy und sind von den berühmten TT-Rennen auf der Isle of Man abgeleitet. Die Strecke wurde speziell für Motorradrennen konzipiert, hat zwölf Rechts- und sechs Linkskurven. Eine spektakuläre Kurve befindet sich vor Start-Ziel. Dazu kommt eine 1.-Gang-Kurve. Eine Runde misst 4,555 Kilometer.
In der EURO MOTO Superbike sind 15 Runden pro Rennen angesetzt. Lukas Tulovic (Ducati) führt die Wertung mit 166,5 Punkten an. Marcel Schrötter (BMW) folgt mit 122 Punkten. Markus Reiterberger (BMW) hat 105, Florian Alt (Honda) 87 und Twan Smits (Yamaha) 81 Zähler. Damit sind in den Top 5 alle Motorradmarken vertreten.
Nach dem Massencrash vor zwei Wochen in Oschersleben sind alle darin verwickelten Fahrer wieder am Start. Obwohl er sich an der Hand verletzt hat, ist auch Twan Smits am Start. Der einzige Yamaha-Fahrer im Feld will sein Heimrennen nicht verpassen. Viel Physiotherapie hat die Beweglichkeit in der Hand verbessert. An der Strecke wird er von medizinischem Personal betreut.
Siegchancen rechnet sich Markus Reiterberger aus. Bei seinem letzten Auftritt auf dem TT Circuit im Jahr 2022 gewann er beide Rennen. Der Bayer sagt: „Ich freue mich auf Assen, die Strecke liegt mir gut. Nach dem verheerenden Crash in Oschersleben hat das Team beim Aufbau eines komplett neuen Bikes ganze Arbeit geleistet und auch mit dem Set up sind wir einen Schritt weiter gekommen. Ich denke, dass wir in Assen sogar noch stärker sein können. Der Sieg ist das ganz klare Ziel. Vorbereitet habe ich mich die letzten zwei Tage mit dem Fällen von Borkenkäfer-befallenen Bäumen, das war echt ein hartes Workout.“
In der Supersport-Klasse gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Daniel Blin (Ducati) und Dirk Geiger (Yamaha). Beide trennt nur ein einziger Punkt. Wird es Geiger schaffen, nächstes Jahr als Meister in die höhere Klasse aufzusteigen? Gestern wurde bekanntgegeben, dass der 24-Jährige nach dem Saisonende 2026 in die EURO MOTO Superbike wechselt. Konkurrenz auf der Supersport-Yamaha lauert auch in Form des eigenen Teamkollegen Lennox Lehmann. Der Dresdner hat dieses Jahr noch kein Rennen gewonnen, stand aber bisher immer auf dem Podium. Das haben weder Geiger noch Blin geschafft. Im Windschatten hat sich Luca Göttlicher angesaugt (MV Agusta), der nach zwei Podiumsplatzierungen noch lange nicht fertig ist.
In der EURO MOTO Sportbike gewann Štěpán Zuda auf der Triumph Daytona 660 die letzten drei Rennen und ist seinen Verfolgern in der Gesamtwertung um 44 Punkte enteilt. Jakob Rosenthaler (Triumph) und Tobias Kitzbichler (Aprilia) haben das Titelthema jedoch nicht abgehakt. Zumal immer neue Teenager an der Spitze mitreden. In Most erhielt der 17-jährige Mika Siebdrath erstmals einen Pokal.
EURO MOTO – das ist ein Kampf um Tausendstelsekunden. Die Rennen auf dem TT Circuit sind ein Fest aus Geschwindigkeit und Begeisterung in Verbindung mit den Fans.
Der ADAC Junior Cup, der Kawasaki ZX4-RR Cup sowie der Pro Superstock Cup sorgen zusätzlich für eine Unterhaltung, die jede Minute wert ist. In allen Tickets fürs Wochenende ist der Fahrerlagereintritt und der Zugang zum Fan-Walk enthalten. EURO MOTO in Assen – das ist nicht nur Rennsport auf der Strecke, sondern auch zum Anfassen.
Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek