Montag, 3. August 2015

Superbike Schleiz: Forès und Reiterberger teilen sich die Siege

Rennen 1:
 
Das Schleizer Dreieck steht bei Markus Reiterberger (Van Zon-Remeha-BMW) hoch im Kurs. Wenn er sich irgendwo den Sieg nicht nehmen lassen will, dann hier, auf seiner Lieblingsstrecke. Auf dem Buchhübel positionierte sich der Obinger Fanclub, ein ganzer Bus voll war aus dem Heimatdorf Reiterbergers angereist.

Der Start von der Pole-Position gelang Reiterberger, dennoch konnte sich Xavi Forés (3C-Racing Team) an ihm vorbeiquetschen. Reiterberger hob es gleich in der ersten Runde bei einem angedeuteten Highsider aus dem Sattel, er hielt sich aber auf dem Motorrad.
Forès vor Reiterberger
Foto:Jens Hawrda
Fortan legten sich die beiden wie schon bei den vorangegangenen Rennen miteinander an. Cameron Beaubier, Ersatzmann im Team Yamaha MGM, setzte sich auf dem dritten Platz fest und überzeugte nach den Trainings nun auch im Rennen. Doch in der vierten Runde stürzte er und musste an die Box.

Nach einer notdürftigen Reparatur sah er das Feld nur noch von hinten. Auf Platz drei rückte Lorenzo Lanzi (3C-Racing Team) auf, der nach der Hälfte des Rennens aber bereits sieben Sekunden Rückstand zur Spitze hatte. Mit weiteren neun Sekunden Abstand folgte Kev Coghlan (Team Yamaha MGM). Um zu Lanzi aufzuschließen, musste er zunächst an vier Superstock 1000-Fahrern vorbeigehen, die zwischen ihm und dem Italiener lagen. Von hinten wurde Matej Smrz (Wilbers-BMW-Racing Team) Coghlan gefährlich. Gegen Ende des Rennens konnte der Tscheche vorbeiziehen.

Auch vorne gab es zwei Runden vor Schluss einen Wechsel: Reiterberger ging an Forés vorbei. Die beiden fuhren Rad an Rad. Es kam immer wieder zu Berührungen. In der letzten Schikane vor der Start-Ziel-Geraden bremste Forés extrem spät, vermasselte Reiterberger die Ideallinie, zog vorbei und fuhr mit einem Vorsprung von 0,077 Sekunden seinen zweiten Saisonsieg nach Hause.

Hinter Forés und Reiterberger wurde Lanzi Dritter. Vierter wurde Smrz vor Coghlan. Forés war dennoch nicht zum Feiern zumute. Der Spanier verlor mit Dani Rivas und Bernat Martínez, die zwei Wochen zuvor im Rahmen der MotoAmerica tödlich verunglückten, gute Freunde. Ihnen widmete er seinen Sieg.
 
Xavi Forés:
„Ich hatte das Gefühl, dass Markus besser in seinen Rhythmus gefunden hatte. Aber ich gab alles, um zu gewinnen. Ich musste gewinnen, für Dani und Bernat. Heute waren wir zu dritt auf dem Motorrad.“
 
Ergebnis Rennen 1 Schleiz (Top-Five):
 
1. Xavi Forès (Ducati),
2. Markus Reiterberger (BMW),
3. Lorenzo Lanzi (Ducati),
4. Matej Smrz (BMW),
5. Kev Coghlan (Yamaha).
 
 
Rennen 2:
 
Im zweiten Rennen hatte Reiterberger keine Lust mehr zu taktieren. Jetzt sollte der Sieg her. Energisch startete er los und führte das Feld hoch zum Buchhübel an. Forés und Lanzi waren ihm dicht auf den Fersen.

Doch schon in der zweiten Runde übernahm Forés das Kommando, dem Duo folgten Lanzi, Beaubier und Smrz. Coghlan stürzte an sechster Stelle liegend und musste verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden. In der siebten Runde ging Reiterberger wieder an Forés vorbei. Auch Lanzi ließ sich dieses Mal nicht abschütteln und blieb an der Spitze dran. Dahinter kam Beaubier immer näher an ihn heran.
Reiterberger vor Forès
Foto: Jens Hawrda
Im letzten Renndrittel machte Reiterberger ernst. Fünf Runden vor Schluss hatte er seinen Vorsprung auf 2,490 Sekunden ausgebaut. Beaubier hatte sich an Jezek vorbeigedrängelt und Dominik Vincon schied mit technischem Defekt aus. Zu diesem Zeitpunkt sah es so aus als hätte sich Forés mit Platz zwei abgefunden,da sich Reiterberger klar vom Spanier absetzen konnte. Reiterberger baute seinen Vorsprung auf seinem spanischen Rivalen kontinuierlich aus und siegte mit 7,161 Sekunden Vorsprung. Zweiter wurde Xavi Forés vor Lanzi, Beaubier und Smrz.
 
Markus Reiterberger:
„Ich hatte keine Lust mehr auf Spielchen. Ich habe die Taktik von Xavi nicht mehr mitgemacht und habe einfach von Anfang bis Ende Vollgas gegeben. Ziel war der Doppelsieg. Aber der zweite Sieg war wichtiger und ein super Abschluss des Tages.“

Ergebnis Rennen 2 Schleiz (Top-Five):

1. Markus Reiterberger (BMW),
2. Xavi Forès (Ducati),
3. Lorenzo Lanzi (Ducati),
4. Cameron Beaubier (Yamaha),
5. Matej Smrz (BMW).

Meisterschaftsstand (Top-Five):

1. Markus Reiterberger  285 Pkt.
2. Xavi Forès  230 Pkt.
3. Lorenzo Lanzi  176 Pkt.
4. Jan Halbich  104 Pkt.
5. Max Neukirchner  101 Pkt.



Nachgefragt bei … Mattias Ekström

Mit seinem ersten Sieg in Spielberg hat Mattias Ekström die Tabellenführung in der DTM erobert. Der Audi-Pilot im Kurzinterview.

Mattias Ekström
Foto: Audi-Motorsport
Seit eineinhalb Jahrzehnten starten Sie in den Farben von Red Bull. Warum hat es erst jetzt mit dem ersten Sieg auf Ihrer „Heimstrecke“ geklappt?

„Es ist wirklich seltsam, dass es hier so lange gedauert hat. Irgendwie hat es der Renngott hier nie gut mit mir gemeint: Mal habe ich im Qualifying keine perfekte Runde geschafft, mal ist im Rennen etwas vorgefallen, einmal bin ich sogar in der Boxeneinfahrt rausgerutscht. Ich habe mich hier schon immer wohlgefühlt, aber nie alles auf den Punkt gebracht. Vielleicht habe ich mir auch zu viel Druck gemacht. Das war dieses Jahr anders – vielleicht war es also ein Sieg der Gelassenheit.“
 
Wie groß war die Freude, nach knapp dreieinhalb Jahren wieder eine Pole-Position zu holen?

„Es war ja am Sonntag eigentlich kein richtiges Qualifying, sondern mehr ein Longrun bei Regen, der mal stärker und mal schwächer war. Diese gemischten Bedingungen liegen mir einfach, es macht riesigen Spaß, dann mit dem RS 5 DTM ans Limit zu gehen. Ich habe Runde für Runde verschiedene Linien ausprobiert und dann in den letzten Minuten alles auf eine Karte gesetzt.“
 
Nach dem Wochenende folgen Testfahrten in Spielberg und am nächsten Wochenende der Rallycross-WM-Lauf in Kanada. Mögen Sie Stress?

„Das ist doch kein Stress, sondern aktive Erholung. Ich genieße es, wenn ich viel zu tun habe. Hier in Spielberg war meine Lebensgefährtin Heidi dabei – einmal ohne unsere beiden Kinder, also fast wie ein kleiner Romantikurlaub. Das ist gut für die Seele und gibt mir viel Gelassenheit. Und so lässt sich offenbar einiges erreichen.“

Sonntag, 2. August 2015

Ekström siegt und übernimmt Tabellenführung

  • Ekström übernimmt nach Sieg Tabellenführung
  • Ekström und Paffett mit tollem Zweikampf an der Spitze
  • unsportlicher Zwischenfall in der letzten Runde
Mattias Ekström zeigte im Sonntagsrennen seine ganze Klasse
Foto: Audi-Motorsport
Überragend – nur so lässt sich die Leistung von Mattias Ekström im Sonntagsrennen auf dem Red Bull Ring zusammenfassen. Unter schwierigsten Bedingungen im strömenden Regen erkämpfte sich der Audi-Pilot nach 34 Runden den Sieg. Für den Schweden, der in Spielberg zuvor noch nie auf Podium stand, lief der Sonntag wie am Schnürchen. Zunächst sicherte sich Ekström in der letzten Runde des Qualifyings die Pole-Position, fuhr im Rennen die schnellste Rennrunde und verteidigte die Führung nach einem packenden Fight mit Gary Paffett. „Ich musste volles Risiko gehen. Ein tolles Duell, ein toller Sieg“, freute sich Ekström, der nach seinem Sieg auch die Führung in der Gesamtwertung übernommen hat. Hinter Paffett komplettierte der Samstagssieger Edoardo Mortara das Podium. So faszinierend der Kampf an der Spitze auch war, das große Thema nach dem Fallen der Zielflagge war ein ganz anderes: Ein Funkspruch an den Audi-Piloten Timo Scheider, der schwere Folgen für den „DTM-Halbzeit-Champion“ Pascal Wehrlein und seinen Markenkollegen Robert Wickens hatte. Das fünfte DTM-Rennwochenende im österreichischen Spielberg besuchten 52.000 Zuschauer.

 
Eine Szene in der letzten Rennrunde sorgte für Aufregung: Als Robert Wickens den hinter ihm fahrenden Timo Scheider im Audi blockte und Pascal Wehrlein auf diese Weise an beiden auf den sechsten Rang vorbeizog, war die Enttäuschung in der Audi-Box groß. „Timo, schieb ihn raus!“ Eine Anweisung, die deutlich über den Teamfunk zu hören war. Scheider reagierte umgehend und fuhr Wickens ins Heck. Der kleine Kontakt sorgte für eine fatale Kettenreaktion. Der Kanadier rutschte durch die Berührung in den vor ihm fahrenden Wehrlein - beide drehten sich und landeten im Kiesbett. „Das war einfach unfair. Ich verteidige unsere Position und er haut uns beide raus“, ärgerte sich Wickens. „Das war einfach nur eine dreckige Aktion“, sagte ein enttäuschter Wehrlein. Timo Scheider verteidigte seine Aktion: „Ich habe keine Ansage gehört. Robert hat so stark gebremst, dass ich in ihn reingefahren bin. Das war halt Racing auf der Kampflinie. Da passiert so etwas“.
 
Audi Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich schilderte die Geschehnisse in der Audi-Box zum Zeitpunkt des Funkspruchs wie folgt: „Nach der Aktion von Mercedes habe ich mich so sehr geärgert und gerufen: ‚Schieb ihn raus’. Das war aus den Emotionen heraus und dafür möchte ich mich bei Mercedes entschuldigen. Ich wusste nicht das zu dem Zeitpunkt der Funk offen war.“ Ulrich Fritz, der DTM-Teamchef bei Mercedes-AMG DTM: „Es gehören immer zwei dazu. Einer der den Befehl – der für jeden klar zu hören war - gibt, und einer, der ihn ausführt. Das Ganze hatte mit fairem Rennsport nichts zu tun. So etwas wollen wir in der DTM nicht sehen. Das Überholmanöver zuvor hingegen war hart, aber fair.“
Mattias Ekström feiert seinen überragenden Sieg
Foto: Audi-Motorsport
So kontrovers diese Szene auch war – so schön war das Duell an der Spitze. Die langjährigen Weggefährten und Freunde Ekström und Paffett boten über 34 Runden einen tollen Zweikampf. Nachdem das Rennen aufgrund der widrigen Bedingungen hinter dem Safety-Car gestartet wurde, hatten die 24 DTM-Fahrer nach der fünften Runde freie Bahn. Ekström sprintete umgehend davon, legte nach einer Runde bereits 2,6 Sekunden zwischen sich und seinen Markenkollegen Mike Rockenfeller. Als Paffett nach neun Runden an Rockenfeller vorbeizog, hatte Ekström seinen Vorsprung bereits verdoppelt. Paffett arbeitete sich langsam heran, wurde durch die Boxenstopps aber wieder zurückgeworfen. Ekströms Team machte dort einen besseren Job, so dass der Schwede mit 7,6 Sekunden Vorsprung in die 20. Runde ging. Statt die Spitzenposition anzugreifen, sah es zu diesem Zeitpunkt eher danach aus, als ob Paffett seinen Platz gegen den auf Platz drei vorgefahrenen Mortara verteidigen müsste. Der Spanier leistete sich jedoch einen kleinen Ausritt und der Brite gab im Gegenzug mächtig Gas. Bis zu sieben Zehntelsekunden machte er pro Runde auf den Spitzenreiter gut. „Ich dachte, ich krieg ihn noch“, sagte Paffett. Doch näher als auf zwei Sekunden ließ Ekström den Briten nicht herankommen. „Ich bin volle Lotte gefahren, ohne jedoch das letzte Risiko einzugehen. Dieser Kerl hinter mir hat aber alles auf eine Karte gesetzt. Als er auf zwei Sekunden herangekommen war, musste ich dann auch alles riskieren.“ Die Folge: Ekström setzte prompt die schnellste Rennrunde und hielt seinen Kontrahenten bis ins Ziel auf Distanz. „Ein tolles Rennen. Wir haben uns gegenseitig gepusht“, sagte Paffett, der dem Sieger nach der Zieldurchfahrt glücklich in die Arme fiel.
 
Ebenso erfreut war Mortara, der vor Rockenfeller auf Platz drei fuhr: „Der Sieg am Samstag und heute Platz drei – ein super Wochenende für mich.“ In der Gesamtwertung ist er mit 98 Punkten nun erster Verfolger vom neuen Spitzenreiter Ekström, der 111 Punkte gesammelt hat. Wehrlein rutscht nach seinem unverschuldeten Aus auf den dritten Platz und bleibt bei 94 Punkten. Inwieweit das Ergebnis, insbesondere der sechste Platz von Timo Scheider Bestand haben wird, ist jedoch noch unklar. Der Vorfall in der letzten Runde wird von den Sportkommissaren untersucht.
 
Vor dem kommenden DTM-Rennwochenende in Moskau, vom 28. bis zum 30. August, sind also noch ein paar Fragen ungeklärt. Zu diesen zählt auch die nach dem Leistungsvermögen von BMW. Die Piloten des Herstellers aus München fuhren nach dem Höhenflug beim vergangenen Rennen in Zandvoort der Musik hinterher und klassierten am Sonntag keinen Fahrer in den Punkten. Motorsportdirektor Jens Marquardt zur mageren Ausbeute in Spielberg: „Das war natürlich nicht das Resultat, das wir uns erhofft hatten. Aber ich davon überzeugt, dass bereits in Moskau wieder alles komplett anders laufen wird.“

Ergebnis Sonntagsrennen Spielberg (Top-Five):

1. Mattias Ekström (Audi RS5 DTM),
2. Gary Paffett (Mercedes C63 DTM),
3. Edoardo Mortara (Audi RS5 DTM),
4. Mike Rockenfeller (Audi RS5 DTM),
5. Nico Müller (Audi RS5 DTM).

Meisterschaftsstand (Fahrerwertung Top-Five):

1. Mattias Ekström 111 Pkt.
2. Edoardo Mortara  98 Pkt.
3. Pascal Wehrlein   94 Pkt.
4. Jamie Green         81 Pkt.
5. Gary Paffett          61 Pkt.

Qualifying Für Rennen am Sonntag: Audi sichert sich erste Startreihe

Auf regennasser Strecke hat sich Audi auch für das zweite Rennen der DTM auf dem Red Bull Ring in Spielberg (Österreich) die komplette erste Startreihe gesichert und insgesamt eine starke Leistung gezeigt.
 
Regen sorgte am Vormittag für einen vorzeitigen Abbruch des Aufwärmtrainings. Auch im Zeittraining herrschten schwierige Bedingungen, mit denen zwei DTM-Champions am besten zurechtkamen: Mattias Ekström und Mike Rockenfeller.
Ekström (l.) u. Rockenfeller holen Startreihe eins für Audi
Foto: Audi-Motorsport
Beide lösten sich immer wieder an der Spitze ab, ehe sich Mattias Ekström im Red Bull Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Abt Sportsline mit seiner letzten Runde den besten Startplatz sicherte – zum ersten Mal seit dem Auftakt der DTM 2012 auf dem Hockenheimring und zum 20. Mal in seiner DTM-Karriere.
 
Hinter ihnen in der Startaufstellung stehen gleich drei Mercedes-AMG C 63 DTM, angeführt von Gary Paffett auf Rang drei. Der Führende der Fahrerwertung, Pascal Wehrlein, geht von Startplatz vier aus in das Sonntagsrennen. Robert Wickens und Edoardo Mortara – der das Rennen am Samstag gewonnen hat – teilen sich die dritte Startreihe. Bei BMW lief der Kampf um die besten Startplätze alles andere als optimal: Bestplatzierter BMW M4 DTM in der Startaufstellung ist Martin Tomczyk auf Platz 14. Das zweite Qualifying in Spielberg fand unter erschwerten Bedingungen statt. Zuvor hatte es ohne Unterbrechung stark geregnet und erst kurz vor Beginn der Session aufgehört. Auch wenn die Ideallinie in den 20 Minuten abtrocknete war die Bestzeit am Sonntag über 17 Sekunden langsamer als am Samstag.
 
„Die Bedingungen waren sehr schwierig“, sagte Ekström. „Es stand viel Wasser auf der Strecke. Vielleicht hat es mir am Ende ein wenig geholfen, dass wir hier schon einmal ausgiebig im Regen getestet haben.“
 
 

Samstag, 1. August 2015

Fünfter Saisonsieg für Audi in der DTM

  • Edoardo Mortara feiert souveränen Erfolg auf dem Red Bull Ring
  • Großes Pech für Jamie Green
  • mit Aufholjagd von Platz neun auf fünf
  • Audi bei Halbzeit bester Hersteller der DTM 2015
nach Pole holt Mortara auch den Sieg
Foto: Audi-Motorsport
Edoardo Mortara hat das Samstagsrennen beim DTM-Gastspiel in Spielberg gewonnen. Der Italiener aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline holte nach Bestzeiten in beiden freien Trainingssitzungen mit deutlichem Vorsprung den besten Startplatz und siegte mit seinem Castrol EDGE Audi RS 5 DTM im Rennen souverän. Für Mortara war es der dritte Erfolg in der DTM, für Audi der 72. „Wenn ich vorne bin, kann ich das Rennen kontrollieren“, hatte Mortara schon nach dem Zeittraining angekündigt.
 
Ab Runde zwei war das der Fall: Der Italiener konnte sich sukzessive von seinen Verfolgern absetzen und zeitweise mehr als drei Sekunden Vorsprung herausfahren. „Mein Auto war heute einfach perfekt“, sagte Mortara nach der Zieldurchfahrt.
Mortara holt souveränen Start-Ziel-Sieg
Foto: Audi-Motorsport
Mortara profitierte allerdings vom Pech Jamie Greens, der nach dem Start von Platz zwei sofort in Führung ging. Es sah so aus als ob Green wohl um den Sieg fahren würde. Es kam  jedoch anders, schon in Runde zwei musste Green mit Schaltungsdefekt an die Box und das Rennen aufgeben.
 
Hinter Edoardo Mortara sahen die beiden Mercedes-Benz-Piloten Pascal Wehrlein und Paul Di Resta auf den Positionen zwei und drei die Zielflagge. Hinter dem viertplatzierten Christian Vietoris  eroberte Mattias Ekström seinen fünften Rang erst in der letzten Runde von Augusto Farfus, der am Ende als Sechster ins Ziel kam. Mit seinem zweiten Platz übernimmt Wehrlein die Führung in der Fahrerwertung von Jamie Green und geht als ‚Halbzeit-Champion’ in die zweite Saisonhälfte. Green, neben Pole-Sitter Mortara von Platz zwei aus in das Rennen gestartet, hatte nach dem Start die Führung übernommen, musste das Rennen nach technischen Problemen aber nach drei Runden vorzeitig beenden.

Ergebnis Samstagsrennen Spielberg (Top-Five):

1. Edoardo Mortara (Audi RS5 DTM),
2. Pascal Wehrlein (Mercedes C63 DTM),
3. Paul di Resta (Mercedes C63 DTM),
4. Christian Vietoris (Mercedes C63 DTM),
5. Mattias Ekström (Audi RS5 DTM).