Donnerstag, 24. September 2015

DTM: Stimmen der BMW-Piloten vor dem Rennen am Nürburgring

Marco Wittmann
Foto: Jens Hawrda
Marco Wittmann (Startnummer 1, BMW Team RMG):
„Mittlerweile ist die Eifel fast so etwas wie meine zweite Heimat geworden. Mein Team ist in unmittelbarer Nähe des Nürburgrings beheimatet. Deshalb war unser Sieg im vergangenen Jahr auch sehr emotional. An diesen Erfolg möchten wir natürlich gerne anknüpfen. In Oschersleben war unsere Performance gut, und ich hoffe, dass wir darauf aufbauen und am Nürburgring weit vorn stehen können.“
 
Maxime Martin (Startnummer 36, BMW Team RMG):
„Es ist immer wieder ein tolles Erlebnis, die enthusiastischen Fans am Nürburgring zu treffen. Die Strecke hat eine lange Historie, das macht sie einzigartig. Das Rennen ist das Heimspiel für mein Team. Ich freue mich sehr darauf, zum zweiten Mal mit dem DTM-Auto in der Eifel an den Start zu gehen.“
Martin Tomczyk
Foto: Jens Hawrda
Martin Tomczyk (Startnummer 77, BMW Team Schnitzer):
„Ich stand am Nürburgring schon einige Male auf dem Podium und habe dort auch schon gewonnen. Das ist natürlich auch einer der Gründe, warum der Nürburgring für mich persönlich zu den schönsten Strecken zählt. Ich hoffe darauf, dass wir dort konkurrenzfähig sind. Es ist schwierig einzuschätzen, wo wir stehen werden. Das können wir tatsächlich erst vor Ort sagen und dann unsere Ziele genau definieren.“
 
António Félix da Costa (Startnummer 13, BMW Team Schnitzer): 
„Der Nürburgring ist eine meiner absoluten Lieblingsstrecken. Schon im vergangenen Jahr waren wir dort recht schnell. Deshalb bin ich zuversichtlich, was die nächsten beiden Rennen betrifft. Unser Auto wird zwar etwas schwerer sein als zuletzt in Oschersleben, aber das werden wir hoffentlich ausgleichen können. Wenn uns das gelingt, können wir auch um Punkte kämpfen.“
 
Augusto Farfus (Startnummer 18, BMW Team RBM):
„Ich denke, dass wir auf dem Nürburgring gute Chancen haben, wichtige Punkte zu machen. Ich möchte mich auf jeden Fall in der Fahrerwertung weiter nach vorn kämpfen. Das halte ich durchaus für möglich, denn zuletzt war die Performance unseres Auto sehr gut.“
 
Tom Blomquvist
Foto: BMW-Motorsport
Tom Blomqvist (Startnummer 31, BMW Team RBM):
„Mein erster DTM-Sieg in Oschersleben gibt mir natürlich einen zusätzlichen Motivationsschub. Dennoch müssen wir erst einmal sehen, wie gut der Nürburgring in diesem Jahr zu unserem Gesamtpaket passt. In allen Wertungen es so kurz vor Saisonende für BMW um viel. Deshalb müssen wir umso härter um mögliche Punkte kämpfen. Dazu bin ich bereit.“
 
Bruno Spengler (Startnummer 7, BMW Team MTEK):
„Die Strecke gefällt mir sehr. Ich habe dort schon ein paar Siege geholt. Trotzdem ist es schwierig zu sagen, wie es für uns laufen wird, weil wir mehr Gewicht im Auto haben werden. Dennoch werden wir natürlich unser Bestes geben und versuchen, viele Punkte für BMW zu holen.“
 
Timo Glock (Startnummer 16, BMW Team MTEK):
„Oschersleben war für BMW ein großartiges Wochenende. Vielleicht können wir den Schwung aus der Motorsport Arena mit in die Eifel nehmen. Ich freue ich mich auf das Rennwochenende auf dem Nürburgring und hoffe, dass es ähnlich gut laufen wird wie zuletzt.“

DTM: Stimmen der Mercedes-Piloten vor dem Rennen am Nürburgring

Gary Paffett
Foto: Jens Hawrda
Gary Paffett (34 Jahre, England):
Team: EURONICS/BWT Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team ART)
Fahrzeug: EURONICS Mercedes-AMG C 63 DTM
„Oschersleben war hart. Im Qualifying lagen wir beide Male im Mittelfeld, aber in den Rennen wurden wir dann in Zwischenfälle verwickelt. Deshalb sammelten wir keine Punkte. Auch als Marke waren wir nicht so gut, wie wir es hätten sein können. Aber die Performance-Gewichte haben BMW natürlich sehr geholfen. Am Nürburgring sieht alles viel ausgeglichener aus. Deswegen erwarten wir einen engen Wettbewerb. Ich war dort in der Vergangenheit schon erfolgreich und der Nürburgring ist eine Strecke, auf der wir konkurrenzfähig sein sollten. Ich freue mich darauf, hoffentlich in beiden Rennen zu punkten und vielleicht auf dem Podium zu stehen.“

Paul Di Resta (29 Jahre, Schottland):
Team: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„Die Pause war erneut kurz, aber ich freue mich darauf, wieder ins Auto steigen zu können. Unsere Performance in Oschersleben war stark. Als Marke werden wir hart daran arbeiten, um unseren Vorsprung in der Meisterschaft über das Wochenende zu behalten und um in einer guten Position für die letzten beiden Rennen in Hockenheim zu sein. Natürlich werden die Gewichte wieder eine Rolle spielen. Am vergangenen Rennwochenende haben wir gesehen, dass sie BMW sehr geholfen haben. Wie wir den Nürburgring kennen, wird das Wetter im Verlauf des Wochenendes auch sicher wieder einige Überraschungen für uns parat halten. Aber wir sind auf alles gut vorbereitet. Zudem ist unser Auto in diesem Jahr stark im Nassen.“

Robert Wickens (26 Jahre, Kanada):
Team: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG C 63 DTM
„Der Nürburgring war stets eine gute Strecke für mich. Ich habe bislang in jedem DTM-Rennen hier gepunktet. Deswegen bin ich optimistisch, dass ich hier endlich ein gutes Wochenende erleben werde. Die vergangenen Rennen waren eine Katastrophe und ich freue mich darauf, das Pech abzuschütteln.“
Christian Vietoris
Foto: Jens Hawrda
Christian Vietoris (26 Jahre, Deutschland):
Team: gooix/Original-Teile Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: Original-Teile Mercedes-AMG C 63 DTM
„Nach zwei schweren Wochenenden ohne Punkte steht mit dem Nürburgring mein Heimrennen vor der Tür. Darauf freue ich mich natürlich besonders. Durch meine Familie und Freunde bekomme ich viel Unterstützung am Wochenende und reise dementsprechend mit einem guten Gefühl an. Es wird mit Sicherheit etwas Besonderes. Die Wetterprognosen stehen im Moment gut, was für die Eifel eher unüblich ist. Die Strecke ist sehr herausfordernd. Es gibt viele Kurven im ersten und zweiten Sektor. Hier geht es vor allem darum, das richtige Setup zu treffen. Daran haben wir die letzten beiden Wochen viel gearbeitet. Ich bin mir daher sicher, dass wir ein Auto haben, das gut zur Strecke passt.“

Daniel Juncadella (24 Jahre, Spanien):
Team: PETRONAS Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team Mücke)
Fahrzeug: PETRONAS Mercedes-AMG C 63 DTM
„Ich freue mich sehr auf das Wochenende. Der Nürburgring ist eine meiner Lieblingsstrecken. Letztes Jahr konnte ich mit dem fünften Platz mein zweitbestes Ergebnis in der DTM einfahren. Auch in der Formel 3 war ich hier oft erfolgreich. Mein großes Ziel für das Wochenende ist ganz klar ein Podiumsplatz. Unser Auto ist stark auf dem Kurs und ich bin gut für das Rennen vorbereitet. Beides stimmt mich sehr zuversichtlich.“
Lucas Auer
Foto: Jens Hawrda
Lucas Auer (21 Jahre, Österreich):
Team: EURONICS/BWT Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team ART)
Fahrzeug: BWT Mercedes-AMG C 63 DTM
„Meine volle Konzentration gilt dem Nürburgring. Ich trainiere viel und freue mich sehr auf das bevorstehende Wochenende. Letztes Jahr konnte ich dort in der Formel 3 ein Rennen gewinnen und verbinde somit ein gutes Gefühl mit der Strecke. Sie ist sehr besonders und technisch anspruchsvoll. Ich bin gespannt, wie sich die Strecke im DTM-Auto anfühlt.“

Maximilian Götz (29 Jahre, Deutschland):
Team: PETRONAS Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team Mücke)
Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„Am Ende der Saison geht es nun Schlag auf Schlag mit jeweils nur einem oder zwei Wochenenden dazwischen. Seit dem letzten Rennen habe ich einige Tage mit Freunden verbracht und war mit meiner Freundin auf zwei Hochzeiten eingeladen. Sonst habe ich trainiert und ein bisschen abgeschaltet, um für die letzten Rennen weiterhin top vorbereitet zu sein. Nun freue ich mich aber wieder darauf, im Auto zu sitzen. Ich mag den Nürburgring sehr. Ich bin auf der Strecke schon oft unterwegs gewesen und kenne sozusagen jeden Grashalm. Einige Erfolge konnte ich dort auch schon einfahren. In der DTM bedeutet jede Strecke aber trotzdem immer wieder einen Neustart für mich. Wir werden versuchen, eine gute Balance zu finden und die Sektorenzeiten zu einem guten Ergebnis zusammen zu bringen. Das ist uns in Oschersleben leider nicht ganz gelungen. Das Potenzial ist aber da.“

Pascal Wehrlein (20 Jahre, Deutschland):
Team: gooix/Original-Teile Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: gooix Mercedes-AMG C 63 DTM
„Am vergangenen Wochenende war ich in Singapur beim Formel 1-Rennen. Wenn man die anderen Fahrer auf der Strecke sieht, reizt es einen umso mehr, wieder selbst zu fahren. Daher kann ich es kaum erwarten, wieder am Steuer zu sitzen. Wichtig ist, dass wir ein perfektes Wochenende zusammenbekommen. Dann sind wir sicher in der Lage, um vordere Positionen und auch Siege mitzufahren, was uns unserem großen Ziel einen Schritt näher bringen würde. Aber das wird nicht einfach und vor uns liegt noch viel Arbeit. Die Strecke in der Eifel ist auch eine ganz andere als in Oschersleben. Daher ist es auch schwer vorhersagbar, wer am Wochenende konkurrenzfähig ist. Ich gehe davon aus, dass es ein enger Kampf zwischen allen drei Marken wird.“

​DTM: „Rocky“ peilt Nürburgring-Erfolge an

Audi-Pilot Mike Rockenfeller ist überzeugt, am kommenden Wochenende bei der DTM auf dem Nürburgring gute Erfolgschancen zu haben.
Mike Rockenfeller will am Nürburgring ganz vorn fahren
Foto: Audi-Motorsport
„Mein Ziel ist, ganz nach vorn zu fahren und zu gewinnen“, sagte der DTM-Champion des Jahres 2013 am Mittwoch bei einer Audi-Telefon-Pressekonferenz. „Wir durften Gewicht ausladen und begegnen Mercedes an diesem Wochenende wieder auf Augenhöhe. Die Strecke am Nürburgring liegt mir und ich hatte dort stets Ergebnisse – auch im vergangenen Jahr, als ich Zweiter wurde und bester Audi-Fahrer war. Wir werden das Wochenende mit einer ähnlichen Abstimmung beginnen wie in Moskau – und da habe ich gewonnen.“

Für Rockenfeller und sein Audi Sport Team Phoenix ist der Event in der Eifel ein „Heimspiel“. „Das ist schon etwas Besonderes“, so Rockenfeller. „Aber es gibt im Motorsport keinen Heimvorteil. Es werden viele Fans, Freunde und Familienangehörige da sein. Abgesehen davon gehe ich das Wochenende an wie jedes andere. Mattias (Ekström) hilft es im Titelkampf am meisten, wenn möglichst viele Audi vorn dabei sind – und ich möchte ganz vorn sein.“

Eine Besonderheit ist die Tatsache, dass es am Samstag vor dem ersten Zeittraining dieses Mal kein Freies Training gibt. „Das wird interessant“, glaubt Rockenfeller. „Man geht mit einem neuen Reifensatz auf die erste Zeitrunde, ohne am selben Tag einen Meter gefahren zu sein. Ich bin gespannt, wie sich das anfühlt.“

Zwischen den DTM-Rennen in Oschersleben und auf dem Nürburgring machte „Rocky“ einen Abstecher zur IAA nach Frankfurt. „Dort hat mich besonders beeindruckt, wie groß die Autobegeisterung der Menschen ist. Spannend war, den neuen Audi A4 erstmals live zu sehen und auch in der Stadt Probe zu fahren. Natürlich habe ich auch viele Autogramme gegeben.“

DTM: BMW Teams zu Gast auf dem legendären Nürburgring

Für die Saisonrennen 15 und 16 macht die DTM am kommenden Wochenende am Nürburgring (DE) Station. Es ist das letzte Kräftemessen in der spannenden Serie, ehe am 17./18. Oktober das große Finale in Hockenheim (DE) auf dem Programm steht. Die BMW Teams reisen nach zuletzt starken Auftritten in Oschersleben (DE) mit viel Selbstvertrauen in die Eifel. Zudem tritt BMW erstmals in dieser Saison als Führender der Herstellerwertung an.
Foto: Jens Hawrda
Vor allem das BMW Team MTEK und das BMW Team RBM hatten mit jeweils einem Doppelsieg am Samstag und Sonntag in der „Motorsport Arena Oschersleben“ glänzen können. Auch DTM-Rookie Tom Blomqvist (GB) dürfte den Auftritt in der „Magdeburger Börde“ so schnell nicht vergessen, schließlich feierte er seinen ersten DTM-Triumph für das BMW Team RBM.
 
Obwohl sie nun mit deutlich mehr Performancegewicht in ihren BMW M4 DTM antreten müssen, wollen die acht BMW Piloten auch auf der 3,629 Kilometer Sprintstrecke des Nürburgrings Punkte ins Visier nehmen. Seit 1984 gehört dieser Kurs zum festen Bestandteil des DTM-Kalenders. Einige Rennen bestritten BMW Piloten in den 1980er und 1990er Jahren auf der über 20 Kilometer langen Nordschleife. Insgesamt stehen bis dato zehn DTM-Siege für BMW Motorsport auf dem Nürburgring zu Buche.
 
Im vergangenen Jahr feierte Marco Wittmann (DE) auf seinem Weg zum DTM-Fahrertitel von der Poleposition einen souveränen Start-Ziel-Sieg und bescherte seinem BMW Team RMG den ersten Heimerfolg in der Eifel. Der 25-Jährige drehte in 1:23,175 Minuten außerdem die schnellste Rennrunde und hält damit den aktuellen Streckenrekord in einem DTM-Auto.


Kurzstatistik Nürburgring:
Länge: 3,629 km
Sieger 2014: Marco Wittmann, BMW
Pole-Zeit 2014: 1:20.516 Minuten (Marco Wittmann, BMW)

Superbike*IDM: Showdown auf dem Hockenheimring (Teil 2)

Foto: Jens Hawrda
SuperNaked: Erneuter Gaststart von Ralf Waldmann

Der Meister der Klasse SuperNaked steht bereits vor dem Finale fest: Kjel Karthin (Team KARTHIN MSB Suzuki) wird als erster Champion der neu geschaffenen Klasse in die Geschichte der SUPERBIKE*IDM eingehen. Der 26-jährige Duisburger führte auf seiner Suzuki GSR750 seit Saisonbeginn das Gesamtklassement an. Die Titelentscheidung fiel bei der Rennveranstaltung im niederländischen Assen dementsprechend vorzeitig. Nichtsdestotrotz wird Karthin beim Finale in Hockenheim nochmals auf Sieg fahren und sich einen Kampf mit seinem Verfolger Uwe Reichmann (Völpker NRT 48) liefern. Karthins Lieblingsgegner Michael Galinski (Team Yamaha MGM) kann aufgrund eines Oberarmbruchs nicht starten. Stattdessen steht Ralf Waldmann nach seinem Gaststart in Schleiz auch auf dem Hockenheimring wieder am Grid. Der 20-fache Grand Prix-Sieger und zweifache Vizeweltmeister wird auf einer Ducati Monster 821, aufgebaut von Ducati Frankfurt, ins Renngeschehen der SuperNaked-Klasse eingreifen.

Moto3: Keine Geschenke

Um jeden Meter und um jede Hundertstelsekunde haben die Moto3-Youngsters in dieser Saison gekämpft. Unter den Nachwuchshoffnungen Nordeuropas tat sich besonders Jonas Geitner (Freudenberg Racing Team) hervor. Der 19-Jährige dominierte die Rennen der Moto3 GP-Wertungsklasse und fuhr bereits im niederländischen Assen zum Titel. Sein größter Widersacher Ernst Dubbink (Ernst Dubbink Eveno racing) hielt von Rennen zu Rennen stärker dagegen und verwies Geitner in Assen auf Platz zwei. Bei den Moto3 Standard-Fahrern gelang es vor allem Tim Georgi (Freudenberg Racing Team), an die schnellsten GP-Fahrer heranzukommen. Georgis Teamkollege Matthias Meggle, Philipp Freitag (F. Koch Rennsport & Hannes Allwardt) und Walid Soppe (Ernst Dubbink Eveno racing) bissen sich wiederum an Georgi die Zähne aus. Beim Finale auf dem Hockenheimring steht nun auch Georgi als deutscher Meister der Standardklasse fest. Offen ist der Vizemeister, wobei Matthias Meggle mit 16 Punkten Vorsprung auf Philipp Freitag die besten Karten hat. Wer die jungen Talente in dieser Saison beobachtet hat, weiß, dass sie sich nichts schenken – und schon gar nicht beim großen Finale.
Foto: Jens Hawrda
Sidecar: Mit Minimalvorsprung nach Hockenheim

Dass der neue Champion der Sidecar-Klasse so schnell feststehen würde, hatte wohl kaum jemand vermutet. Bis zuletzt waren es vier Teams, die sich allesamt berechtigte Hoffnungen auf den deutschen Meistertitel 2015 machen konnten. Im Jahresendspurt blieb dann doch einer nach dem anderen auf der Strecke. Mike Roscher und Anna Burkard (RSC Roscher/Burkard) traten in Schleiz aufgrund eines gleichzeitig stattfindenden WM-Laufs nicht an und vergaben so ihre Titelchancen. Uwe Gürck und Manfred Wechselberger (Polizeisportverein Wels Gürck Racing) entschieden sich gegen den WM-Lauf und für Schleiz und bauten mit einem zweiten Platz ihre Führung aus. Ihre ärgsten Konkurrenten Andre Kretzer und Jens Lehnertz (MSC Freier Grund e.V. im ADAC) stürzten auf dem Schleizer Dreieck und mussten aufgrund einer Handverletzung des Fahrers auch das Rennen in Assen ausfallen lassen. Nun lag die Entscheidung zwischen Gürck/Wechselberger und Josef Sattler mit Uwe Neubert (Sattler Motorsport). Als sich Vorjahreschampion Josef Sattler sowohl in Schleiz als auch im Sprintrennen in Assen an die Spitze setzte, schmolz der Vorsprung von Gürck/Wechselberger dahin. Das Sonntagsrennen in Assen über die volle Distanz wurde mit Spannung erwartet. Doch Sattler/Neubert mussten aufgrund eines technischen Defekts kapitulieren und Gürck/Wechselberger vollendeten das Werk, an dem sie seit Saisonbeginn gearbeitet hatten mit der vorzeitigen Entscheidung der Meisterschaft. Spannend bleibt der Kampf um den Vizemeistertitel. Denn Roscher/Burkard haben nur einen halben Punkt mehr auf dem Konto als Sattler/Neubert.