Sonntag, 20. September 2015

BMW-Sieg im Zandvoort-Thriller hält ADAC GT Masters-Titelkampf bis zum Finale offen

  • Vierter Saisonsieg für Dominik Baumann und Jens Klingmann
  • Jaap van Lagen/Tomas Enge verlieren Sieg nach Strafe
  • Tabellenführer Ludwig/Asch bleiben am Sonntag ohne Punkte
  • Weishaupt macht Gentlemen-Doppelsieg perfekt und zieht mit Tabellenführern gleich

Baumann / Klingmann halten Titelentscheidung offen
Foto: ADAC-Motorsport
Die Titelentscheidung im ADAC GT Masters fällt in allen drei Wertungen erst beim Finale in Hockenheim in 14 Tagen. Die Tabellenführer Luca Ludwig (26, Bonn) und Sebastian Asch (29, Ammerbuch/beide Team Zakspeed) hatten im Mercedes-Benz SLS AMG in Zandvoort am Sonntag den ersten Matchball und die Chance, sich bereits den Titel zu sichern, blieben aber ohne Punkte. Dominik Baumann (22, A) und Jens Klingmann (25, Leimen/beide BMW Sports Trophy Team Schubert) wahrten mit dem vierten Saisonsieg im BMW Z4 ihre Titelchance. In einem packenden Rennen fuhren Jaap van Lagen (38, NL)/Tomas Enge (39, CZ/beide Reiter Engineering) im Lamborghini Gallardo als erste über die Ziellinie, wurden aber nachträglich aufgrund eines Regelverstoßes während einer Safety-Car-Phase mit einer Durchfahrtstrafe belegt. Diese wurde in eine 30-Sekunden-Zeitstrafe umgewandelt. Das Lamborghini-Duo wurde so auf Rang 12 gewertet. Albert von Thurn und Taxis (32, Regensburg)/Nick Catsburg (27, NL/beide Reiter Engineering) wurden so im einem weiteren Lamborghini Gallardo Zweite, Rang drei ging an Jordan Lee Pepper (19, ZA)/Nicki Thiim (26, DK/beide C.Abt Racing) im Audi R8. „Natürlich freuen wir uns über den Sieg, auch wenn wir das Rennen nicht auf der Strecke gewonnen haben“, so Baumann. „Ich denke, nach unserer guten Leistung heute haben wir uns den Sieg auch verdient, denn wir haben ihn sicher nicht geschenkt bekommen.“
 
Zwei Lamborghini jagen BMW bis zur vorletzten Runde
 
Ein Dreikampf zwischen Baumann/Klingmann und den beiden Lamborghini von Von Thurn und Taxis/Catsburg und Enge/Van Lagen um die Führung dominierte das Rennen. Zwei Runden vor dem Rennende zog Enge am führenden BMW von Klingmann vorbei und überquerte als erster die Ziellinie. Nach dem Rennen wurde Enge aufgrund eines Vergehens in seiner Safety-Car-Phase, die durch Trümmerteile auf der Strecke ausgelöst wurde, mit einer Strafe belegt. Beim Restart hinter dem Safety-Car hatte Enge unerlaubt verzögert. Die Sportkommissare sahen darin ein gefährliches Manöver und einen Reglementsverstoss und belegten das Lamborghini-Duo nachträglich mit einer Strafe. Als Sieger wurden so Baumann/Klingmann gewertet.
 
„Der nachträgliche Sieg macht den Titelkampf für uns nicht einfacher, denn nun liegen wir noch näher an den Tabellenführern und damit steigt der Druck“, so Baumann. „Mir tut es natürlich natürlich leid für Tomas Enge und Jaap van Lagen, denn sie sind ein gutes Rennen gefahren, aber Regeln sind nun mal Regeln.“
 
Klingmann/Baumann machte der Sieg in Zandvoort zu den engsten Verfolgern der Meisterschaftsführenden Asch/Ludwig. Die erlebten ein schwieriges Rennen und holten nur einen Punkt. Vor dem Finale in Hockenheim in 14 Tagen liegen die Mercedes-Benz-Piloten nun mit 31 Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Bei Finale in Hockenheim werden für die Siege in den beiden Rennen insgesamt noch 50 Punkte an die Sieger vergeben. Auch Porsche-Pilot Klaus Bachler (24, A) hat noch Chancen: Gemeinsam mit Martin Ragginger (27, A/beide GW IT Racing Team Schütz Motorsport) fuhr Bachler im 911 auf Rang fünf und liegt nun sechs Punkte hinter Baumann/Klingmann.

v.Thurn und Taxis/Catsburg auf Rang zwei
Foto: ADAC-Motorsport
Auf Rang zwei wurden die Gaststarter Von Thurn und Taxis und Neuzugang Catsburg gewertet. Da Gaststarter im ADAC GT Masters keine Punkte erhalten, rücken die nachfolgenden Teams bei der Punktevorgabe auf. Platz zwei war von Ex-Champion von Thurn und Taxis auch hart erkämpft. Bis zum Ziel hielt der Adlige eine Kampfgruppe von fünf Supersportwagen, angeführt von den Audi von Jordan Lee Pepper/Nicki Thiim und Marc Basseng (36, Löbau)/Florian Stoll (34, Rickenbach/beide kfzteile24 MS RACING) hinter sich. Zwei weitere R8 fuhren mit Daniel Dobitsch (31,A)/Edward Sandström (36, S/beide kfzteile24 MS RACING) und Stefan Wackerbauer (19, Landshut)/Kelvin van der Linde (19, ZA/beide C.Abt Racing) auf die Ränge sechs und sieben. Hari Proczyk (39, A)/Bernd Schneider (51/D, Bottighofen, CH/beide HP Racing) im Mercedes-Benz SLS AMG und Luca Stolz (20, Brachbach)/Tom Dillmann (26, F/beide Bentley Team HTP) im Bentley Continental und Rahel Frey (29, CH)/Philip Geipel (28, Plauen/beide YACO Racing) im Audi R8 beschlossen die Top-Zehn.
 
Drama um den Gentlemen-Klassensieg

Gleich zwei Führungswechsel gab es in der Schlussphase in der Gentlemen-Wertung. Corvette-Pilot Remo Lips (32, CH/RWT Racing Team) überholte den bis dahin führenden Andreas Weishaupt (42, Ulm/C.Abt Racing) im Audi R8, doch der Schweizer drehte sich in der vorletzten Runde und musste so Weishaupt den Sieg überlassen. Der Titelkampf bei den Gentlemen könnte so vor dem Finale spannender kaum sein: Durch seinen Doppelsieg in Zandvoort zieht Weishaupt mit den Tabellenführern Dominic Jöst (37, Absteinach)/Florian Scholze (42, München/beide MRS GT-Racing) gleich, die das Rennen in Zandvoort nach einem Trainingsunfall auslassen mussten. Lips lauert mit nur neun Punkten Rückstand auf Rang drei.
 
Teamwertung ebenfalls noch spannend

Auch die Wertung des Teams im ADAC GT Masters fällt erst beim Finale in Hockenheim. Vor den letzten beiden Rennen der Saison führt das Team Zakspeed mit 12 Punkten vor dem BMW Sports Trophy Team Schubert. Das GW IT Racing Team Schütz Motorsport hat auf Rang drei mit 38 Punkten Rückstand ebenfalls noch eine rechnerische Titelchance.
 
Ergebnis Rennen 2 (Top-Five):

1. D. Baummann/J. Klingmann (BMW Sports Trophy Team Schubert-BMW Z4 GT3),
2. A. v.Thurn und Taxis/Nick Catsburg (Reiter Engineering-Lamborghini Gallardo R-EX),
3. Jordan Lee Pepper/Nicki Thiim (C.Abt Racing-Audi R8 LMS ultra),
4. Florian Stoll/Marc Basseng (kfzteile24 MS RACING-Audi R8 LMS ultra),
5. M. Ragginger/K. Bachler (GW IT Racing Team Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R).

Samstag, 19. September 2015

Großer Schritt zum Titel: Dritter Saisonsieg für Ludwig/Asch

  • Ludwig/Asch siegen in Zandvoort, Pech für Verfolger im Porsche und BMW
  • Zu kurzer Boxenstopp vereitelt Sieg von Lamborghini
  • Weishaupt siegt auf Audi in der Gentlemen-Klasse

die Sieger vom Samstag Ludwig/Asch
Foto: ADAC-Motorsport
Mercedes-Benz-Fahrer auf dem Weg zum Titel, Pech für Porsche-Piloten und bitteres Rennen für die Lamborghini-Matadore: Der erste Lauf beim ADAC GT Masters in Zandvoort lieferte 60 Minuten Dramatik pur. Die Tabellenführer Sebastian Asch (29, Ammerbuch) und Luca Ludwig (26, Bonn/beide Team Zakspeed) machten in den Niederlanden mit ihrem dritten Saisonsieg einen großen Schritt Richtung zum Titel. Das Mercedes-Benz-Duo fuhr souverän mit einem Vorsprung von 4,6 Sekunden auf den Audi R8 von Florian Stoll (34, Rickenbach)/Marc Basseng (36, Löbau/beide kfzteile24 MS RACING) zum Sieg. Als Dritte schafften Rahel Frey (29, CH)/Philip Geipel (28, Plauen/beide YACO Racing) in einem weiteren Audi zum zweiten Mal in diesem Jahr den Sprung auf das Podium. „Wir mussten punkten und haben das Ziel zu 100% erfüllt, darauf bin ich sehr stolz“, jubelte Ludwig. „Im Qualifying waren wir nicht so stark und ich hätte nicht erwartet, dass wir über die Distanz so gut sind. Aber im Rennen lief es perfekt und wenn man vorn fährt, tut man sich immer leichter.“
 
Schrecksekunde für Tabellenführer vor dem Start
 
Der Weg zum dritten Saisonsieg verlief für Ludwig/Asch nicht ohne Drama. Auf dem Weg in die Startaufstellung stellte Asch einen Defekt an der Antriebswelle fest. In der Startaufstellung lieferten die Mechaniker des Team Zakspeed dann eine Meisterleistung ab und wechselten die Antriebswelle in 20 Minuten. Im Rennen profitierten die Tabellenführer dann von Fehlern von Porsche und Lamborghini. Polesetter Martin Ragginger (27, A/GW IT Racing Team Schütz Motorsport) lag im Porsche in der ersten Rennhälfte vor Tomas Enge (38, CZ/Reiter Engineering) im Lamborghini in Führung. Beim Restart nach einer Safety-Car-Phase aufgrund eines Mauerkontaktes von Corvette-Pilot Diego Alessi (43, I/Callaway Competition) berührten sich Ragginger und Enge im Kampf um die Führung in der ersten Kurve. Der Lamborghini übernahm die Spitze, während der Porsche im Kiesbett landete. Ragginger konnte die Fahrt zwar fortsetzen, kam aber gemeinsam mit Titelkontrahent Klaus Bachler (24, A) außerhalb der Punkteränge auf Rang elf ins Ziel.
 
Lange konnten sich Enge und Teamkollege Jaap van Lagen (38, NL) allerdings nicht über die Spitze freuen. Aufgrund eines zu kurzen Pflichtboxenstopps wurde Van Lagen mit einer Stop-and-go-Strafe belegt und verlor die Führung. Ludwig erbte so in der zweiten Rennhälfte die Spitze und stellte den Sieg sicher. Mit dem Erfolg in Zandvoort machten Ludwig/Asch einen großen Schritt Richtung Titel, denn auch die Tabellendritten Dominik Baumann (22, A)/Jens Klingmann (25, Leimen/beide BMW Sports Trophy Team Schubert) hatten wenig Glück und holten als Zehnte nur einen Punkt. Die Tabellenführer vergrößerten drei Rennen vor dem Saisonende ihren Vorsprung von 23 auf 48 Punkte. Insgesamt werden an die Sieger in den noch ausstehenden drei Rennen 75 Punkte vergeben.
 
„Wir haben heute einiges an Glück gehabt“, sagt Asch. „Nach dem Schaden an der Antriebswelle auf dem Weg in die Startaufstellung haben weder das Team, nach Teamchef Peter Zakowski daran geglaubt, dass wir im Rennen starten können. Es war für uns als Fahrer nicht einfach bei so viel Trubel vor dem Start Ruhe zu bewahren. Heute ist das Team für mich der Star, die haben das Rennen gewonnen und nicht wir. Ich habe mich darauf konzentriert, die Reifen zu schon, denn dies Rennen wurde auch über den Reifenverschleiß entschieden. Für Klaus Bachler tut es mir leid, er hatte Pech und wir hätten ihn lieber im direkten Duell auf der Strecke geschlagen.“
 
Von einer Vorentscheidung um den Titel möchte Ludwig nach dem Sieg aber wenig wissen. „Morgen steht der BMW von Baumann/Klingmann auf dem ersten Startplatz und hat gute Chancen auf den Sieg. Wir gehen nur als Neunte ins Rennen und vielleicht verlieren wir dann 20 Punkte. Dann ist alles wieder offen.“
 
Mit einem sauberen Rennen fuhren Stoll/Basseng als Zweite ins Ziel. Geipel verdrängt nach einem spannenden Zweikampf in der Schlußphase noch den Bentley Continental von Luca Stolz (19, Brachbach)/Tom Dillmann (26, F/beide Bentley Team HTP) auf Rang vier. In einem weiteren Audi R8 kamen Jordan Lee Pepper (19, ZA)/Nicki Thiim (26, DK/beide C.Abt Racing) als Fünfte vor dem Mercedes-Benz SLS AMG von Hari Proczyk (39, A)/Bernd Schneider (51, D/Bottighofen, CH/beide HP Racing) ins Ziel. Eine starke Aufholjagd zeigten Andreas Wirth (30, Heidelberg) und Daniel Keilwitz (26, Villingen/beide Callaway Competition) in ihrer Corvette. Nach einem Ausrutscher im Qualifying musste das Duo aus der letzten Reihe starten und arbeitete sich bis auf Rang sieben nach vorn. Daniel Dobitsch (31, A)/Edward Sandström (36, S/beide kfzteile24 MS RACING) wurden im Audi R8 Achte vor Andreas Weishaupt (42, Ulm), der gemeinsam mit Christer Jöns (28, Ingelheim/beide C.Abt Racing) zum Sieg in der Gentlemen-Wertung fuhr. Remo Lips (32, CH/Callaway Competition) belegte in seiner Corvette Rang zwei in der Gentlemen-Wertung und auf die Tabellenführer Dominic Jöst (37, Absteinach)/Florian Scholze (42, München/beide MRS GT-Racing) auf, die nach einem Unfall in Training im Rennen nicht starten konnten.
 
BMW will am Sonntag angreifen
 
Im zweiten Lauf am Sonntag wollen Baumann/Klingmann ihre letzte Chance auf den Titel wahren. Das BMW-Duo startet vor Jöns im Audi aus der ersten Startreihe. Die zweite Reihe teilen sich Nick Catsburg im Lamborghini Gallardo vor Basseng im Audi. Tabellenführer Ludwig geht von Position neun ins Rennen, Verfolger Bachler startet als Sechster. SPORT1 überträgt den zweiten Lauf aus Zandvoort am Sonntag live ab 13:00 Uhr.

das Podium vom Samstag
Foto: ADAC-Motorsport
 
Ergebnis Rennen 1 (Top-Five):

 1. Sebastian Asch/Luca Ludwig (Team Zakspeed-Mercedes-Benz SLS AMG GT3),
 2. Florian Stoll/Marc Basseng (kfzteile24 MS RACING-Audi R8 LMS ultra),
 3. Rahel Frey/Philip Geipel (YACO Racing-Audi R8 LMS ultra),
 4. Luca Stolz/Tom Dillmann (Bentley Team HTP-Bentley Continental GT3),
 5. Jordan Lee Pepper/Nicki Thiim (C.Abt Racing-Audi R8 LMS ultra),

Verfolger greifen an: Zandvoort-Pole Position für Porsche und BMW

  • Verfolger erhöhen im Titelkampf Druck auf Tabellenführer Asch/Ludwig
  • Österreicher Ragginger und Baumann holen erste Startplätze in Zandvoort
  • Catsburg entscheidet Qualifying-Duell der Niederländer im Lamborghini für sich
 
Die Spannung im Titelkampf des ADAC GT Masters steigt: Die Verfolger im Porsche und BMW erhöhen beim vorletzten Rennwochenende der Saison in Zandvoort/Niederlande den Druck auf die Tabellenführer Sebastian Asch (29, Ammerbuch) und Luca Ludwig (26, Bonn/beide Team Zakspeed) im Mercedes-Benz SLS AMG. Im Qualifying in Zandvoort fuhren die Titelkontrahenten des Mercedes-Benz-Duos auf die ersten Startplätze. Die Pole Position für das Rennen am Samstag holte sich Martin Ragginger (27, A), der im Porsche 911 den Tabellenzweiten Klaus Bachler (24, A/beide GW IT Racing Team Schütz Motorsport) unterstützt. Am Sonntag starten die Tabellendritten Jens Klingmann (25, Leimen)/Dominik Baumann (22, A/beide BMW Sports Trophy Team Schubert) im BMW Z4 vom besten Startplatz. „Die kühleren Witterungsbedingungen helfen uns hier. Wenn es so bleibt, haben wir gute Chancen die Pole in einen Sieg umzumünzen“, sagt Ragginger. Ludwig/Asch gehen von den Startplätzen drei und neun in die beiden Rennen auf dem ehemaligen Formel-1-Kurs in den Nordseedünen. SPORT1 überträgt beide Rennen am Samstag und Sonntag ab 13:00 live und in voller Länge.
Pole am Samstag für Martin Ragginger
Foto: Jens Hawrda

Qualifying 1 für das Rennen am Samstag

Ragginger schrieb im Qualifying eine beeindruckende Erfolgsgeschichte fort: Der Österreicher sorgte für die sechste Pole Position des gelb-schwarzen Porsche 911 aus dem Team GW IT Racing Schütz Motorsport in der Saison 2015. Zu Beginn des Qualifying setzte sich Tomas Enge (38, CZE/Reiter Engineering) im Lamborghini Gallardo an die Spitze, doch dann griff Ragginger an und unterbot die Bestzeit des Tschechen um 0,209 Sekunden. Aus der zweiten Reihe startet Tabellenführer Asch. Der Mercedes-Benz-Pilot schob sich genau zum Ende des Qualifying von Position fünf auf Rang drei nach vorn und verdrängte die beiden Audi R8 von Rahel Frey (29, CH/YACO Racing) und Florian Stoll (34, Rickenbach/kfzteile24 MS RACING) auf die Startplätze vier und fünf. Fabian Hamprecht (20, Hagen/Bentley Team HTP) sicherte sich im schnellsten Bentley Continental Startplatz sechs.
Pole am Sonntag für Dominik Baumann
Foto: Jens Hawrda

Qualifying 2 für das Rennen am Sonntag

Baumann sorgte im Zeittraining für das Rennen am Sonntag direkt zu Beginn für klare Verhältnisse. Der BMW-Pilot fuhr früh auf die Strecke, setzte auf seiner zweiten Runde die Bestzeit und stellte den Z4 eine Runde später an der Box ab. Die Bestzeit des Österreichers unterbot kein Konkurrent mehr, allerdings musste Baumann noch um den besten Startplatz zittern. Christer Jöns (28, Ingelheim/C.Abt Racing) kam bis auf knappe 0,007 Sekunden an Zeit heran, musste sich aber mit Startplatz zwei begnügen. „Wir waren im Training schon gut dabei und zwei Mal schnellste und konnte den Speed auch im Qualifying abrufen“, freute sich Baumann. „An der Spitze ist es in beiden Rennen gut gemischt. Es wird sehr spannend und die Pole ist noch keine Garantie auf den Sieg.“ Im Duell der Niederländer setzte sich ADAC GT Masters-Neuzugang Nick Catsburg (27, NL) im Lamborghini durch und fuhr auf Startplatz drei, sein Markenkollege und ADAC GT Masters-Vizechampion Jaap van Lagen (38, NL/beide Reiter Engineering) geht hinter Marc Basseng (36, Löbau/kfzteile24 MS RACING) im Audi R8 als Fünfter ins Rennen. Bachler startet im Porsche 911 als Sechster, Tabellenführer Ludwig von Rang neun.
 
Die Tabellenführer Asch und Ludwig lassen sich von der Leistung ihrer Verfolger nicht nervös machen. „Wir setzen auf das Rennen und werden über die Distanz angreifen“, verspricht Asch.
 
Ergebnis Qualifying 1 für das Rennen am Samstag (Top-Five):

 1. Martin Ragginger (GW IT Racing Team Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R), 
 2. Tomas Enge (Reiter Engineering-Lamborghini Gallardo R-EX), 
 3. Sebastian Asch (Team Zakspeed-Mercedes-Benz SLS AMG GT3), 
 4. Rahel Frey (YACO Racing-Audi R8 LMS ultra), 
 5. Florian Stoll (kfzteile24 MS RACING-Audi R8 LMS ultra),
 
Ergebnis Qualifying 2 für das Rennen am Sonntag (Top-Five):

 1. Dominik Baumann (BMW Sports Trophy Team Schubert-BMW Z4 GT3), 
 2. Christer Jöns (C.Abt Racing-Audi R8 LMS ultra), 
 3. Nick Catsburg (Reiter Engineering-Lamborghini Gallardo R-EX), 
 4. Marc Basseng (kfzteile24 MS RACING-Audi R8 LMS ultra), 
 5. Jaap van Lagen (Reiter Engineering-Lamborghini Gallardo R-EX), . 

Donnerstag, 17. September 2015

BMW präsentiert den BMW M6 GT3

der neue BMW M6 GT3
Foto: BMW-Motorsport
BMW hat im GT-Rennsport die Weichen für die Zukunft gestellt: Auf der 66. Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main (DE) wurde der neu entwickelte BMW M6 GT3 einem breiten Fachpublikum präsentiert. Die Motorsportversion des BMW M6 Coupé wird ab der Saison 2016 weltweit in vielen Meisterschaften und bei renommierten Rennveranstaltungen von zahlreichen privaten Teams im Rahmen der BMW Sports Trophy eingesetzt.
 
Foto: BMW-Motorsport
In die Entwicklung des BMW M6 GT3 flossen sämtliche Erfahrungen ein, die BMW Motorsport seit 2010 mit dem erfolgreichen Vorgängermodell BMW Z4 GT3 gemacht hatte. So werden beim neuen GT3-Rennwagen zahlreiche Verbesserungen erreicht, insbesondere in den Bereichen Fahrbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Ein Beispiel dafür ist der Einsatz des Serienmotors mit M TwinPower Turbotechnologie, der mehr Leistung und ein höheres Drehmoment liefert. Mit der zur Mitte orientierten Positionierung des Fahrersitzes und dem langen Radstand bietet der BMW M6 GT3 ein im Rennsport einzigartiges Fahrgefühl. Der Nettopreis für das Fahrzeug liegt bei 379.000,00 Euro.
 
Foto: BMW-Motorsport
„Das BMW M6 Coupé Serienmodell bot die perfekte Basis für die Entwicklung des neuen GT-Sportwagens für den Kundensport“, sagte BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. „Das Herz des BMW M6 GT3, der Motor, wird praktisch unverändert aus der Serie übernommen. Darüber hinaus setzt das Fahrzeug neue Maßstäbe bei der Sicherheit mit einer komplett neu konstruierten Front, einem großen Abstand zwischen Karosserie und Sicherheitskäfig sowie der zurückversetzten und in Richtung Fahrzeugmitte orientierten Position des Fahrersitzes. Mit dem BMW M6 GT3 können sich unsere Kundenteams auf pure Rennsport-Technologie freuen. In den BMW M6 GT3 flossen viele Erkenntnisse aus dem Werkssport ein, bei gleichzeitiger Kostenoptimierung. Der BMW M6 GT3 ist der wirtschaftlichste GT-Sportwagen von BMW aller Zeiten: mit deutlich geringeren Einsatzkosten gegenüber dem Vorgänger BMW Z4 GT3 sowie erhöhten Laufzeiten kostenintensiver Bauteile – und das bei gesteigerter Performance. Nicht zu vergessen das Design: Mit seiner athletischen Silhouette ist der BMW M6 GT3 ein echter Blickfang. Mit diesem Top-Modell ist unsere Produktpalette im Kundensport auch für die Zukunft exzellent aufgestellt.“
 
Foto: BMW-Motorsport
Der BMW M6 GT3 wiegt unter 1.300 Kilogramm. Auch das Transaxle-Antriebskonzept, das sequenzielle Sechs-Gang-Renngetriebe und die im BMW Windkanal aerodynamisch optimierte Karosserie machen klar, dass BMW Motorsport 2016 einen echten Racer an den Start schickt. Für seine Einsätze bei Langstreckenrennen wird der BMW M6 GT3 auch in Sachen Zuverlässigkeit, Effizienz und Wartungsfreundlichkeit auf Höchstleistung getrimmt. Der längere Radstand verspricht im Vergleich zum BMW Z4 GT3 zudem ein deutlich verbessertes Handling. Aber nicht nur das Fahrzeug, sondern auch der Service über die Support-Ingenieure von BMW Motorsport und die Vor-Ort-Ersatzteilversorgung runden das Angebot beim BMW M6 GT3 ab.
Foto: BMW-Motorsport
Bereits vor dem 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife (DE) hatten BMW Motorsport Kunden aus aller Welt im Mai 2015 bei einem „Closed Room“-Event im BMW M Testcenter Nürburg (DE) erstmals einen exklusiven Blick auf den BMW M6 GT3 werfen können und bekamen das Fahrzeug von Fahrern und Ingenieuren im Detail vorgestellt. Auf der traditionellen M Night am Freitag vor dem Langstreckenklassiker in der „Grünen Hölle“ wurde der GT-Sportler dann erstmals den Fans des stärksten Buchstabens der Welt vorgestellt.
 
Foto: BMW-Motorsport
Auch die Kundenteams in Nordamerika konnten sich bereits ein erstes Bild vom BMW M6 GT3 machen. Anlässlich des Rennens der United SportsCar Championship (USCC) in Watkins Glen (US) Ende Juni hatte der Rennwagen seinen ersten öffentlichen Auftritt auf der anderen Seite des Atlantiks. Beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps (BE) zeigte sich der BMW M6 GT3 im Rahmen des wichtigsten GT-Rennens der Welt sowohl Teams und Fahrern als auch den Fans. Auf der IAA war das Auto nun erstmals im BMW Motorsport Renn-Design zu sehen.
 
Über das gesamte Jahr 2015 hinweg wurde der BMW M6 GT3 auf unterschiedlichen Rennstrecken einem umfangreichen Testprogramm unterzogen. Erfahrene BMW Werksfahrer legten am Steuer des neuen Herausforderers für den GT- und Langstreckensport viele wertvolle Kilometer zurück. Die Profis absolvierten wichtige Basisarbeiten am Set-up des BMW M6 GT3. Aktuell erhält das neue Aushängeschild für den Kundensport den letzten Feinschliff, ehe es im kommenden Jahr sein Renndebüt geben wird.

ADAC GT Masters in Zandvoort: Vorentscheidung in den Nordseedünen

  • Titelkampf zwischen Mercedes-Benz, Porsche und BMW spitzt sich zu
  • ADAC GT Masters beim „Zandvoort Masters Weekend“ mit Formel-3-Masters
  • Freier Eintritt zu den Naturtribünen in Zandvoort
Foto: Jens Hawrda
Der Titelkampf im ADAC GT Masters geht vor malerischer Kulisse in die vorletzte Runde: In Zandvoort in den Niederlanden (18. bis 20 September) startet die „Liga der Supersportwagen“ zum „Halbfinale“, dem vorletzten Rennwochenende der Saison. Vier Rennen vor dem Saisonende spitzt sich der Titelkampf zu: Luca Ludwig (26, Bonn) und Sebastian Asch (29, Ammerbuch/beide Team Zakspeed), Tabellenführer im Mercedes-Benz SLS AMG, gerieten zuletzt unter Druck, da Verfolger Klaus Bachler (24, A/GW IT Racing Team Schütz Motorsport) seinen Rückstand im Porsche 911 rasant verkürzte. Als Tabellendritte lauern Dominik Baumann (22, A)/Jens Klingmann (25, Leimen/beide BMW Sports Trophy Team Schubert) im BMW Z4 auf ihre Chancen. Für viel Spannung sorgen zwei Niederländer: Vorjahres-Doppelsieger Jaap van Lagen (38, NL) startet im Lamborghini Gallardo mit Tomas Enge (38, CZ) und hat ebenso den Heimsieg im Visier, wie 24h-Spa-Sieger Nick Catsburg (27, NL), der mit Albert von Thurn und Taxis (32, Regensburg/alle Reiter Engineering) ebenfalls in einem Lamborghini startet. SPORT1 überträgt beide Rennen aus Zandvoort am Samstag und Sonntag live ab 13:00 Uhr. Der Eintritt zu den Naturtribünen ist beim „Zandvoort Masters Weekend“ mit ADAC GT Masters und der 25. Ausgabe des Formel-3-Masters frei.

Tabellenführer haben ersten Matchball zum Titelgewinn
Ludwig/Asch haben in Zandvoort den ersten Matchball im Titelkampf. Rechnerisch haben die Mercedes-Benz-Piloten bereits in den Niederlanden die Chancen, den Titel vorzeitig für sich zu entscheiden. Es eigener Kraft ist der Titelgewinn an der Nordseeküste allerdings kaum möglich, denn um vor dem Finale uneinholbar an der Spitze zu liegen, müssten Asch/Ludwig ihren Vorsprung um weitere 28 Zähler ausbauen. „Nichts ist unmöglich“, sagt Ludwig. „Die Chance den Titel vorzeitig zu holen, ist ebenso groß wie die Chance, dass Klaus Bachler seinen Rückstand weiter reduziert. Wir müssen in Zandvoort attackieren und können uns nicht auf unserem Punktepolster ausruhen.“ Zuletzt büßten die Tabellenführer einen Teil ihres Vorsprungs ein, in Zandvoort wollen die Rennfahrersöhne wieder angreifen. „Wir müssen hart arbeiten, denn zuletzt am Sachsenring hat die Performance nicht gestimmt, wir waren nicht schnell genug. In Zandvoort ist der Porsche stark einzuschätzen, wir müssen mindestens unseren Vorsprung in der Tabelle halten.“

Porsche gelang 2014 ein Doppelsieg in Zandvoort
Verfolger Bachler im Porsche will zusammen mit Martin Ragginger (27, A) den Titelkampf bis zum Finale in Hockenheim offen halten. Im vergangenen Jahr erlebte sein Porsche-Team GW IT Racing Schütz Motorsport in den Niederlanden ein perfektes Wochenende und gewann beide Rennen. „Ich hoffe natürlich, dass wir das tolle Ergebnis aus dem vergangenen Jahr nun wiederholen können“, so der Österreicher. „Die Strecke sollte unserem Porsche liegen, dazu wird es sicherlich etwas kühler sein und auch etwas Regen ist an der See immer möglich - alles Dinge, die uns entgegenkommen. Es bleibt nicht nur im Titelkampf spannend, denn Audi, BMW und auch Bentley waren zuletzt sehr schnell.“

Ihre Chance im Titelkampf wollen auch Baumann/Klingmann im BMW Z4 wahren. In Zandvoort entscheidet sich, ob die beiden Tabellendritten beim Finale am ersten Oktoberwochenende noch intakte Titelchancen haben. Die BMW-Piloten sind das einzige Duo, dem bisher drei Saisonsiege gelangen. Die Naturrennstrecke in den Nordseedünen ist zudem auf den kompakten Z4 zugeschnitten, 2012 feierte BMW dort den ersten von bisher elf Laufsiegen in der „Liga der Supersportwagen“.

Corvette in der Saison 2015 noch sieglos
Zu den Favoriten auf den Sieg zählen auch Audi und Bentley. Den R8 gelang ein starker Start in die zweite Saisonhälfte: Audi gewann zuletzt drei von vier Rennen und bei Bentley verhinderte zuletzt nur Pech möglich weitere Podestplätze. Laufsiege sind im ADAC GT Masters so hart umkämpft wie kaum zuvor. Insgesamt neun Fahrerpaarungen feierten in den bisherigen zwölf Rennen Laufsiege. Noch ohne Saisonsieg ist in diesem Jahr Corvette. An fünf von sechs Rennwochenende schafften Andreas Wirth (30, Heidelberg)/Daniel Keilwitz (26, Villingen/beide Callaway Competition) in dieser Saison den Sprung auf das Podium, in Zandvoort will Keilwitz seinen Laufsieg von 2012 wiederholen und will endlich in der Mitte des Podests stehen.

Nissan-Duo will Gentlemen-Spitze behaupten
Ein hartes Duell ist auch in der Gentlemen-Wertung zu erwarten. Corvette-Pilot Remo Lips (32, CH/Callaway Competition) pausierte am Sachsenring und verlor so die Tabellenführung an Dominic Jöst (36, Absteinach)/Florian Scholze (42, München/beide MRS GT-Racing) im Nissan GT-R. In den Niederlanden ist Lips wieder zurück und will die Tabellenspitze zurück erobern.

Zandvoort: rauer Asphalt und Sand fordert die Reifen
Die ehemalige Formel-1-Strecke an der Nordseeküste stellt auch die Reifen von ADAC GT Masters-Exklusivreifenpartner Pirelli vor neue Herausforderungen. „Zandvoort ist einzigartig, nicht nur durch die Lage in den Nordseedünen“, erklärt Anna Playford, Pirelli Trackside Engineer. „Es weht immer Sand auf die Strecke, das sorgt für ein sich stetig verändert Grip-Niveau. Die Strecke ist von ihrem Asphalt und auch vom Layout sehr anspruchsvoll für die Reifen, dazu gibt es dort überhöhte Kurven und viele Höhenunterschiede.“