Freitag, 10. September 2021

Lamborghini-Doppelspitze zum Auftakt am DEKRA Lausitzring

  •  Franck Perera fährt vor Markenkollege Mirko Bortolotti Bestzeit
  •  Mercedes-AMG-Pilot und Tabellenzweiter Maximilian Buhk auf Rang drei
  •  Fahrer freuen sich auf Fans im Fahrerlager

Schnellster: Lamborghini-Pilot Franck Perera
Foto: ADAC-Motorsport

Lamborghini bestimmt zum Auftakt der Deutschen GT-Meisterschaft auf dem Lausitzring das Tempo: Gleich zwei Huracán GT3 des GRT Grasser Racing Team lagen im ersten Training an der Spitze. Franck Perera (37/F) setzte sich mit der Bestzeit in den Schlusssekunden der Sitzung mit knappem Vorsprung von 0,1 Sekunden auf Teamkollege Mirko Bortolotti (31/I) an die Spitze des Feldes. Die beiden Rennen vom Lausitzring werden am Samstag ab 16 Uhr und am Sonntag ab 12 Uhr live bei NITRO im Free-TV übertragen. Im Livestream sind sie kostenlos und ohne Registrierung bei TVNOW.de und auf adac.de/motorsport zu sehen.

Nachdem Anfangs Porsche und Mercedes-AMG in der einstündigen Sitzung vorn lagen, schlugen in der Schlussphase die Lamborghini des GRT Grasser Racing Team zu. Zuerst übernahm Mirko Bortolotti mit 1.22,811 Minuten die Spitzenposition, doch mit dem Fallen der Flagge verdrängte ihn Teamkollege Franck Perera im Schwesterauto von Platz eins. Der Franzose, der sich den Huracán GT3 R mit Rolf Ineichen (42/CH) teilt, war mit 1.22,659 Minuten noch einmal 0,152 Sekunden schneller.

„Ich bin zufrieden“, so der Franzose. „Wir haben gestern beim Test einen guten Job gemacht. Das war wichtig, denn wir hatten eine lange Pause, aber wir sind gut wieder hineingekommen. Das Auto hat sich bei jedem Stint verbessert, aber das Wochenende ist noch lang. Ich mag den Lausitzring und das Auto ist hier auch immer gut. Die Zeitenabstände werden wieder sehr eng sein, es wird auf jede Hundertstelsekunde ankommen.“

Hinter Bortolotti und Partner Albert Costa Balboa (31/E) fuhren die Mercedes-AMG-Werksfahrer Maximilian Buhk (28/Hamburg) und Raffaele Marciello (26/I, beide Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR) mit 1.22,878 Minuten auf Rang drei. Auf Platz vier folgten Joel Eriksson (23/S) und Julien Andlauer (22/F), die erstmals einen Porsche 911 GT3 R des Küs Team Bernhard pilotieren. Rang fünf ging an Charles Weerts (20/B) und Dries Vanthoor (22/B, beide Team WRT) im besten Audi R8 LMS vor den Tabellenführern Mathieu Jaminet (26/F) und Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster, beide SSR Performance) in einem weiteren Porsche.

Vorfreude auf Fans

Erstmals seit dem Saisonfinale 2019 sind an diesem Wochenende beim ADAC GT Masters wieder Zuschauer im Fahrerlager erlaubt. Die Freude der Piloten ist groß. „Es ist super, dass die Fans wieder hautnah dabei sein können“, sagt Marvin Kirchhöfer (27/Luzern, Callaway Competition). „Mit dem Support der Zuschauer kann man als Fahrer das Event noch mehr genießen.“ Ex-Meister und Audi-Werksfahrer Christopher Mies (31/Düsseldorf, Montaplast by Land-Motorsport) ergänzt: „Die Rennwochenenden haben sich ohne Zuschauer oft angefühlt wie Testfahrten, das war echt ein merkwürdiges Gefühl. Daher ist es toll, dass sie wieder zurück sind.“ Auch für Ex-Formel-1-Pilot Markus Winkelhock (41/Zdiměřice, Car Collection Motorsport) gehören Fans einfach zum ADAC GT Masters dazu: „Endlich kehrt der Alltag in den Motorsport zurück. Wir leben von den Fans und man ist einfach extra motiviert, wenn sie dabei sind.“

Neue, alte Gesichter im Starterfeld

Zwei Piloten, die bereits über Erfahrung im ADAC GT Masters verfügen, geben an diesem Wochenende ihr Comeback in der Rennserie: Formel-E-Pilot Joel Eriksson und Porsche Young Professional Julien Andlauer teilen sich auf dem Lausitzring den „Elfer“ mit der Startnummer 74 des Küs Team Bernhard. Jannes Fittje (22/Langenhain), der das Fahrzeug bisher fuhr, startet beim dritten Saisonlauf im Porsche des Team Joos Sportwagentechnik. Dort trifft er mit Lokalmatador David Jahn (30/Leipzig) auf einen alten Bekannten. Das Duo teilte sich bereits 2020 ein Fahrzeug.

DTM-Starterfeld in Assen wächst auf 21 Fahrzeuge

 Mirko Bortolotti steuert dritten Lamborghini von T3 Motorsport

  •     DTM-Premiere des 31 Jahre alten Lamborghini-Werksfahrers
  •     Dritter Gaststart von Ex-Formel-1-Pilot Christian Klien im McLaren
  •     Sechste Station der DTM 2021 in der Niederlanden

Dritter Lamborghini von T3 Motorsport für Mirko Bortolotti (ITA) in Assen © DTM


Lamborghini-Werksfahrer Mirko Bortolotti debütiert beim sechsten Saisonlauf vom 17. bis 19. September im niederländischen Assen in der DTM. Der 31-jährige Italiener wird als Gaststarter einen Lamborghini aus dem Dresdner Team T3 Motorsport pilotieren. Damit präsentiert sich die DTM in Assen mit 21 GT-Rennwagen und somit dem zweitgrößten Starterfeld der Saison. Neben Bortolotti wird Ex-Formel-1-Pilot Christian Klien (AUT) seinen dritten Gaststart im McLaren absolvieren.

„Ich freue mich sehr, dass ich mit T3 Motorsport mein Debüt beim nächsten DTM-Rennwochenende feiern werde. Ich möchte mich beim Team und auch bei Lamborghini bedanken, dass ich diese Möglichkeit bekomme und sie mir vertrauen“, erklärt Mirko Bortolotti vor seinem Debüt. „Die DTM verfolge ich, seitdem ich ein kleines Kind war. Für mich wird ein Traum wahr, dass ich die Möglichkeit habe dort zu starten. Unsere Ambition als Marke ist, dass wir an der Spitze der DTM kämpfen werden.“

Auch auf Seiten der DTM-Organisation ITR ist die Freude groß. „Mirko Bortolotti zählt zu den schnellsten und erfahrensten GT-Piloten und ist ein absoluter Weltklassepilot“, sagt Frederic Elsner, Director Event & Operations der ITR. „Wir freuen uns sehr auf seine DTM-Premiere und danken T3 Motorsport für ihr Engagement, diesen Top-Piloten in die DTM zu holen.“

Der in Wien lebende 31-Jährige, der ausgezeichnet Deutsch spricht, wurde 2017 Meister in der Blancpain GT Series, der heutigen GT World Challenge Europe, und gewann 2018 sowie 2019 das 24-Stunden-Rennen von Daytona in der GTD-Klasse. Dazu kommen neben früheren Erfolgen im Formel-Rennsport inklusive Formel-1-Testfahrten auch einige Siege im ADAC GT Masters. Seit 2015 ist Bortolotti als Werksfahrer zudem in die Entwicklung des Lamborghini Huracán GT3 Evo eingebunden.

T3 Motorsport hatte zuletzt am Red Bull Ring bereits einen dritten Lamborghini für den 21-Jahre alten Dresdner Maximilian Paul eingesetzt. In Assen werden neben Bortolotti die beiden Stammfahrer Esteban Muth (BEL) und Esmee Hawkey (GBR) für den Rennstall aus Dresden an den Start gehen. Der erst 19-jährige Muth mit Platz fünf und die 23-jährige Hawkey mit Rang elf erzielten jeweils am Nürburgring ihre bislang besten Saisonergebnisse.

„Wir freuen uns sehr, dass Mirko Bortolotti in Assen für uns fahren wird“, sagt Jens Feucht, Teamchef von T3 Motorsport. „Mit seiner langjährigen Erfahrung im Huracán wird er uns als Team bei der weiteren Entwicklungsarbeit sicherlich weiterhelfen. Zudem bin ich mir sicher, dass auch unsere beiden Stammpiloten Esmee Hawkey und Esteban Muth viel von ihm lernen können und wir als Team dadurch einen weiteren Schritt nach vorne machen können.“

Der TT-Circuit von Assen ist die sechste DTM-Station vor dem entscheidenden Double-Header mit Hockenheim (01.-03. Oktober) und dem Finale am Norisring (08.-10. Oktober). Tickets für Assen inklusive der mit einer Länge von 1,1 Kilometern längsten zusammenhängenden Tribüne Europas sind online im DTM-Ticket-Shop (tickets.dtm.com) und via DTM-Ticket-Hotline (01806 991166) erhältlich. Neben der DTM als Top-Event präsentiert Assen mit weiteren sechs Rennserien das größte Rahmenprogramm der Saison.

Mittwoch, 8. September 2021

Vollgaswochen der ADAC TCR Germany beginnen auf dem DEKRA Lausitzring

  • Spannender Dreikampf an der Tabellenspitze mit Fahrzeugen von drei Marken
  • Fans können die ADAC TCR Germany wieder im Fahrerlager besuchen

Foto: Jens Hawrda

Die Sommerpause in der ADAC TCR Germany ist beendet. Mit echten Vollgaswochen geht es in der spektakulären Tourenwagen-Serie nun Schlag auf Schlag. Drei Veranstaltungen innerhalb der nächsten vier Wochenenden versprechen viel Action. Den Auftakt bildet der Auftritt vom 10. bis 12. September auf dem DEKRA Lausitzring in Brandenburg. Dort sind erstmals seit 2019 auch wieder Zuschauer im Fahrerlager willkommen. Sowohl die beiden Qualifikationen als auch die beiden Rennen der ADAC TCR Germany werden im kostenlosen Livestream auf TVNOW.de und auf adac.de/motorsport übertragen. Tickets inklusive Zugang zum Fahrerlager sind online im Vorverkauf unter adac.de/tickets für ADAC-Mitglieder bereits ab 22,50 Euro erhältlich.

An der Spitze des Feldes hat sich nach bislang zwei absolvierten Rennwochenenden ein spannender Dreikampf um den Titel mit Fahrzeugen von drei unterschiedlichen Marken herauskristallisiert. Mit zwei Laufsiegen beim Saisonauftakt in Oschersleben und 118 gesammelten Meisterschaftspunkten führt Hyundai i30 N TCR-Pilot Luca Engstler (21, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) die Tabelle an. Platz zwei belegt mit 99 Zählern Eric Scalvini (26, ITA, Wimmer Werk Motorsport) im Cupra Leon Competición TCR vor Dominik Fugel (24, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen), der im Honda Civic TCR auf 94 Punkte kommt.

„Auf dem Lausitzring möchte ich meinen Punkte-Vorsprung natürlich weiter vergrößern. Das wird jedoch eine große Herausforderung, denn in der ADAC TCR Germany sind einige richtig starke Piloten mit dabei. Aber egal wie die Vorzeichen stehen, meine Einstellung ist es immer, einen Sieg herauszufahren“, stellt Engstler klar. Der 21-Jährige hat bislang noch kein TCR-Rennen auf dem Lausitzring absolviert. 2015 und 2016 war er dort jedoch in der ADAC Formel 4 am Start. „Mit dem Hyundai fuhr ich letztes Jahr aber einen Test auf dem Lausitzring. Ich habe mich im Simulator auf das anstehende Rennwochenende vorbereitet und auch Daten sowie Videos studiert. Dem Hyundai sollte der Lausitzring ganz gut liegen. Das passt.“

Für den Tabellendritten Dominik Fugel ist der Lausitzring neben dem Sachsenring eines von zwei Heimspielen im diesjährigen Kalender. „Da freut es mich natürlich umso mehr, dass am Wochenende wieder Zuschauer im Fahrerlager erlaubt sind. Einige Bekannte wollen auf jeden Fall vorbei kommen und mich anfeuern“, blickt Fugel voraus. Für ihn ist der Lausitzring ein sehr erfolgreiches Pflaster. Bei den beiden Auftritten 2020 hat er dort jeweils das Sonntagsrennen gewonnen.

„Ein Sieg auf dem Lausitzring ist auch in diesem Jahr das Ziel“, so Fugel, der 2021 bislang in allen Rennen der ADAC TCR Germany auf dem Podium stand. „Insbesondere die engen Kurven kommen dem Honda sehr entgegen. Wir fahren einigermaßen zuversichtlich in die Lausitz. Wie stark wir wirklich sein können, werden aber erst die freien Trainings am Freitag zeigen.“

Auch für Albert Legutko (21, POL, Albert Legutko Racing) ist der Lausitzring das diesjährige Heimevent. Der Honda Civic TCR-Pilot wohnt in Berlin und hat somit eine sehr kurze Anreise an die Strecke in Brandenburg. „Ich freue mich darauf, auf dem Lausitzring etwas an Heimatmosphäre zu spüren. Einige Personen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis werden mich vor Ort unterstützen. Der Lausitzring ist insgesamt eine imposante Anlage. Das Banking in der letzten Kurve und die beiden breiten Geraden sind beeindruckend. Es macht Spaß, dort zu fahren“, erläutert Legutko, der auch in der Honda Junior Challenge punktberechtigt ist. Dem Berliner kommt das Layout des Lausitzrings sehr entgegen. Beim Auftritt im Herbst 2020 konnte er dort mit Platz drei und vier sein bestes Rennwochenende in der ADAC TCR Germany absolvieren. „Nach einem schwierigen Saisonstart 2021 wollen wir am Lausitzring wieder zu alter Stärke zurückfinden und in einen guten Rhythmus kommen. Das vordere Mittelfeld beziehungsweise die Top Fünf sind am Wochenende das ausgemachte Ziel. Wir haben auch schon bewiesen, dass wir auf das Podium in der ADAC TCR Germany fahren können. Vielleicht gelingt uns das am Lausitzring erneut.“

Neben den Rennwagen von Hyundai, Honda und Cupra sorgen auch der Audi RS3 LMS TCR, der VW Golf GTI TCR und der Opel Astra TCR für Markenvielfalt auf dem Lausitzring. Einen Gaststart gibt Neuzugang Christopher Röhner (23, Mülsen, Honda ADAC Sachsen) in einem Honda Civic FK7 TCR.


Die Tourenwagen Classics starten bei der Deutschen GT-Meisterschaft

  • Starterfeld mit Roland Asch, Peter und Stefan Mücke sowie Harald Grohs
  • Rennwagen aus der goldenen Ära des Tourenwagen-Sports

Peter Mücke
Foto: Jens Hawrda

Asch, Mücke, Grohs, von Bayern – Rennfahrernamen, die die Herzen der deutschen Motorsportfans höherschlagen lassen. Am kommenden Wochenende (10.–12. September) begeistern die Rennasse im Rahmenprogramm der Deutschen GT-Meisterschaft auf dem DEKRA Lausitzring bei den Tourenwagen Classics – und dies in den populären Fahrzeugen der 1970er-, 80er- und 90er-Jahre. Die klassischen Tourenwagen faszinieren nicht nur auf, sondern auch neben der Strecke: Fans haben am Lausitzring wieder Zugang zum Fahrerlager und können die legendären Fahrzeuge aus nächster Nähe in Augenschein nehmen.

Die Motorsportfamilie Mücke ist am Wochenende gleich mit zwei Mitgliedern vertreten: ADAC GT Masters-Rennsieger Stefan Mücke (39, Berlin) setzt auf einen Ford Sierra RS 500 Cosworth, der vom familieneigenen Team BWT Mücke Motorsport Classic eingesetzt wird. „Ich freue mich sehr auf das Wochenende“, sagt Mücke. „Ich kenne das ADAC GT Masters gut, es ist ein tolles Umfeld. Toll, dass auch wieder Zuschauer vor Ort sein werden. Der Sierra ist das Original-Meisterauto der BTCC 1988 und hat in der Saison neun von 13 Rennen gewonnen. Mit 500 PS ist er eine echte ‚Waffe‘. Durch die verhältnismäßig schmalen Reifen und die H-Schaltung ist er nicht einfach zu fahren.“ Mit einem spektakulären Zakspeed-Ford Capri Turbo der Gruppe 5 wird auch Vater Peter Mücke (74, Berlin) die Fans in der Lausitz begeistern.

Ein absoluter Publikumsliebling ist auch Roland Asch (70, Ammerbuch). Der Schwabe, der 2011 und 2012 schon im ADAC GT Masters angetreten ist, fährt einen Mercedes 190E 2,5-16 Evo 2, mit dem er bereits Mitte der 1990er-Jahre in der DTM für Furore gesorgt hat. Weitere große Namen im Starterfeld der Tourenwagen Classics sind Harald Grohs (77, Essen) und Leopold von Bayern (78, München), die in den 1970er- und 80er-Jahren in der DRM Aufsehen erregt haben. Sie pilotieren einen BMW M3 E30 und einen BMW 320i E36. Mit einem Alpina BMW M3 E30 geht der ehemalige DTM-Rennsieger und Gewinner der 24 Stunden vom Nürburgring Peter Oberndorfer (65, München) an den Start. Zu den Fahrzeug-Highlights im rund 30 Tourenwagen starken Feld zählen zudem ein BMW M1 aus der legendären Procar-Serie, ein BMW 3.0 CSL sowie Autos aus der ADAC Supertourenwagen-Meisterschaft der späten 1990er-Jahre wie Audi A4 oder Opel Vectra.



Montag, 6. September 2021

Halbzeitmeister gesucht: Die Deutsche GT-Meisterschaft startet auf dem DEKRA Lausitzring

  • Hochspannung an der Tabellenspitze: Sechs Marken auf den ersten sechs Plätzen
  • Pitwalk, Autogrammstunde, Open Pit Lane und eBay-Box: Fans zurück im Fahrerlager
  • Asch, Mücke und Grohs: Tourenwagen Classics begeistern im Rahmenprogramm


   Der Leipziger Marvin Kirchhöfer startet mit der einzigen Corvette C7 GT3-R im Feld
Foto: ADAC-Motorsport

In der Deutschen GT-Meisterschaft beginnt am kommenden Wochenende (10.–12. September) der heiße Herbst: Auf dem DEKRA Lausitzring werden nicht nur die Halbzeitmeister gekürt, für Teams und Fahrer gilt es auch, sich im engen Titelkampf in Stellung zu bringen. Die Ausgangslage auf der kürzesten Strecke im Kalender ist denkbar spannend: Die Top Sechs in der Meisterschaft mit Supersportwagen von sechs Marken liegen gerade einmal 15 Zähler voneinander getrennt. Fans können das ADAC GT Masters wieder hautnah erleben und haben erstmals seit 2019 wieder Zugang zum Fahrerlager, zum Pitwalk und zur Autogrammstunde. Die beiden Rennen werden am Samstag ab 16 Uhr und am Sonntag ab 12 Uhr live bei NITRO im Free-TV übertragen. Im Livestream sind sie kostenlos und ohne Registrierung bei TVNOW.de und auf adac.de/motorsport zu sehen.

Die Favoriten

Zu den Favoriten im knapp 30 Supersportwagen starken Feld zählen Titelverteidiger Michael Ammermüller und Porsche-Werksfahrer Mathieu Jaminet, die im SSR-Porsche 911 GT3 R als einzige in dieser Saison bereits zwei Rennen gewonnen haben und an der Tabellenspitze liegen. Engste Verfolger sind die Mercedes-AMG-Piloten Maximilian Buhk (28/Hamburg) und Raffaele Marciello (26/I, beide Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR) im Mercedes-AMG und das Audi-Duo Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (32/Düsseldorf, beide Montaplast by Land-Motorsport). Beide Teams reisen mit großen Hoffnungen in die Lausitz, teilten doch die Sportwagen mit dem Stern und den vier Ringen die Siege bei den vier Rennen im vergangenen Jahr auf dem Lausitzring unter sich auf. Seit zwei Jahren ist Lamborghini ohne Sieg im ADAC GT Masters, das wollen die Tabellenvierten Mirko Bortolotti (31/I) und Albert Costa Balboa (31/E, beide GRT Grasser Racing Team) nun ändern. Nur 14 Punkte hinter der Spitze liegen Jeffrey Schmidt (27/CH) und Marvin Kirchhöfer (27/Luzern, beide Callaway Competition) mit der einzigen Corvette C7 GT3-R im Feld, das Markensextett an der Tabellenspitze komplettieren Nick Yelloly (30/GB) und Jesse Krohn (31/FIN, beide Schubert Motorsport) die im BMW M6 bei allen bisherigen Rennwochenenden den Sprung auf das Podium schafften.

Die Lokalmatadore

Für mehrere Fahrer und Teams ist der Lausitzring die Hausstrecke. Die kürzeste Anreise haben Lamborghini-Junior Maximilian Paul (21) und sein Rennstall T3 Motorsport, die nur knapp 65 Kilometer von Dresden fahren müssen. Ebenfalls einen Huracán GT3 Evo pilotiert Mike David Ortmann (21, GRT Grasser Racing Team), dessen Heimatort Ahrensfelde in Brandenburg vor den Toren Berlins liegt. Der gebürtige Leipziger Marvin Kirchhöfer und der Wahlleipziger David Jahn (30, Team Joos Sportwagentechnik) kommen ebenfalls aus dem Einzugsgebiet der Rennstrecke.

Die Fans

Am Lausitzring-Wochenende dürfen erstmals seit dem Saisonfinale 2019 Fans nicht nur auf die Tribünen, sondern auch in das Fahrerlager. Neben der „Meet the Drivers“-Autogrammstunde gibt es am Samstag und Sonntag auch wieder den beliebten Pitwalk sowie am Samstagabend eine Open Pitlane, bei der die Fans in der Boxengasse den Teams über die Schultern blicken können und „PS on Air – Der Ravenol ADAC GT Masters-Talk“ live verfolgen können. Ganz neu ist die eBay Box: Die Besucher können das Renngeschehen auch aus der eBay Box in der Boxengasse verfolgen. Von dort wird am Sonntag ab 11.30 Uhr eine neue Folge von „ADAC GT Masters Backstage“ gesendet. Premiere feiert auf dem Lausitzring auch der 8,5 Meter hohe eBay-Tower, von dem die Fans aus dem Infield die Rennaction verfolgen können. Tickets gibt es online im Vorverkauf unter adac.de/motorsport. Das Tagesticket kostet für ADAC Mitglieder ab 22,50, das Wochenendticket ab 36 Euro. (Nicht-Mitglieder 25 Euro und 40 Euro). Für Familien gibt es ein besonderes Angebot: Für Kinder bis einschließlich zwölf Jahre ist der Eintritt in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen frei.

Das Rahmenprogramm

Das Rennwochenende in der Lausitz lässt die Herzen der Motorsportfans höherschlagen. Neben der hart umkämpften ADAC TCR Germany treten dort auch die abwechslungsreichen GT-Sportwagen des GTC Race an. Bei den Tourenwagen Classics können sich die Fans auf legendäre Fahrzeuge wie Ford Sierra RS 500 Cosworth, BMW M3 E30, Mercedes 190E 2,5-16 , Audi A4 quattro STW oder Opel Vectra STW freuen. Als Piloten mit dabei sind Sebastian Asch, Stefan Mücke und Harald Grohs.

Stimmen vor dem Rennwochenende

Michael Ammermüller (SSR Performance, Porsche 911 GT3 R): 

„Wir gehen vorsichtig optimistisch an den Lausitzring. Wir erwarten, dass die Konkurrenz hier sehr stark sein wird. Unser vorrangiges Ziel bleibt weiterhin, in beiden Rennen möglichst viele Punkte zu sichern, um unsere Tabellenposition zu verteidigen. Wir freuen uns sehr, wieder vor Fans zu fahren. Die Zuschauer dürfen sich sicher auf ein sehr spannendes Rennen mit engem Rennausgang freuen. Der Lausitzring ist immer wieder für eine Überraschung gut.“

Marvin Kirchhöfer (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R): 

„Für uns wird das Wochenende nicht einfach, da der Lausitzring wenige Geraden hat, auf denen wir die Power unserer Corvette ausspielen können. Aber wir gehen das Wochenende wie jedes andere an und wollen uns möglichst gut im Qualifying platzieren, um dann in den Rennen das bestmögliche Ergebnis einzufahren. Die Strecke hat sehr viele Bodenwellen, daher kommt es auf ein gutes Set-up an. Wichtig ist, dass man im letzten Sektor viel Schwung auf die Start-Ziel-Gerade holt, da diese die beste Überholmöglichkeit ist. Es ist toll, dass wieder Fans vor Ort sind. Dadurch sind wir natürlich noch motivierter.”

Ricardo Feller (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS GT3): 

„Auf den Lausitzring freue ich mich nach der seit Zandvoort relativ langen Pause sehr. Unser Audi R8 LMS sollte gut zu dieser Piste passen. Entscheidend für den Erfolg in den weitgehend langsamen Kurven ist das optimale Reifenmanagement. Unser Ziel sind zwei Top-Fünf-Platzierungen.”