Donnerstag, 27. August 2015

Stimmen der Mercedes-Piloten vor dem Rennen in Moskau

Foto: Jens Hawrda
Gary Paffett (34 Jahre, England):

„Die Strecke in Moskau ist ganz anders als die, auf denen wir zuletzt gefahren sind. Sie ist sehr flach und besteht aus vielen langsamen und mittelschnellen Kurven. Der Kurs ist technisch sehr anspruchsvoll und wir waren dort nicht besonders erfolgreich in der Vergangenheit. Die Pace der Mercedes und ganz besonders meines Autos war an den letzten Wochenenden sehr stark und ermutigend. Demnach reisen wir zuversichtlich nach Moskau und wollen wieder eine starke Performance zeigen, um an der Spitze des Feldes mitzumischen. Nach den Plätzen zwei und drei in der ersten Saisonhälfte möchte ich in der zweiten Hälfte versuchen, mehr Podestplätze zu erzielen und ganz oben auf dem Podium zu stehen. Wir müssen weiter Erfahrungen für ART aufbauen. Sie sind noch immer ein neues Team, aber sie leisten sehr gute Arbeit.“

Paul Di Resta (29 Jahre, Schottland):

„Ich hatte nach dem erfolgreichen Spielberg-Wochenende eine entspannte Sommerpause. Wir waren in Edinburgh und haben Familie und Freunde besucht, was wirklich schön war. Vor allem mit dem Gefühl zu wissen, dass das Auto in dieser Saison so wettbewerbsfähig ist. Ich freue mich sehr, in Moskau wieder ans Steuer zu dürfen. Das kommende Wochenende ist wichtig für uns und ich hoffe, dass wir in Russland wieder so gute Resultate wie in den letzten Rennen einfahren können.“
# 6 Mercedes-Pilot Robert Wickens
Foto: Jens Hawrda
Robert Wickens (26 Jahre, Kanada):

„Ich freue mich auf Moskau. Die Strecke hat uns in der Vergangenheit nicht ganz gelegen. Aber ich glaube, dass jeder bei Mercedes hart daran arbeitet. Wir sind voll darauf konzentriert, unsere Ergebnisse, die wir in den letzten Rennen dort erzielt haben, zu verbessern. Unser Auto ist in diesem Jahr viel besser als 2013 und 2014. Somit hoffe ich, dass wir an diesem Wochenende den Spieß umdrehen und an beiden Tagen eine gute Punkteausbeute mitnehmen können. Persönlich möchte ich einfach nur das Rennen beenden. Ich bin seit vier Rennen nicht mehr ins Ziel gekommen. Meistens aufgrund von Dingen, die außerhalb meiner Kontrolle lagen.“

Christian Vietoris (26 Jahre, Deutschland):

„Es wird Zeit, dass es nun wieder losgeht. Die Pause war relativ lang. Moskau ist natürlich eine anspruchsvolle Strecke. Dadurch liegt ein besonderes Rennwochenende vor uns und wir sind gespannt, was uns erwartet. Die letzten zwei Jahre haben wir deutliche Schritte in die richtige Richtung gemacht. Wir haben ein starkes Auto und ich freue mich sehr, dass es nun weiter geht.“
Daniel Juncadella
Foto: DTM-Media
Daniel Juncadella (24 Jahre, Spanien):

„Ich habe die freie Zeit genutzt, um an einem Ironman in Budapest teilzunehmen und bin dort Dritter geworden. Es war schön, endlich mal wieder auf einem Podium zu stehen. Jetzt hoffe ich, dass ich dies bald auch in der DTM schaffe. Die letzten beiden Jahre lief es für mich in Moskau nicht gut, aber ich bin zuversichtlich, dass sich das am kommenden Wochenende ändern wird.“

Lucas Auer (20 Jahre, Österreich):

„Ich kenne die Strecke in Moskau durch meinen Einsatz in der Formel 3 im letzten Jahr. Ich freue mich auf das Wochenende, da es mal etwas anderes ist. Die Strecke hat das Potential, coole Rennen zu bieten. Es gibt lange Geraden, speziell vor der letzten Kurve, aber auch technisch anspruchsvolle Passagen. Mercedes und ich werden uns jedenfalls gut auf die Gegebenheiten vorbereiten. Dass ich in Spielberg im zweiten Rennen vor heimischen Publikum noch so ein gutes Ergebnis erzielen konnte, gibt natürlich noch einen zusätzlichen Motivationsschub für das kommende Rennwochenende.“

Maximilian Götz (29 Jahre, Deutschland):

„Ich bin nach dem letzten Rennwochenende einige Tage mit meinem Wohnmobil und meiner Freundin im Allgäu und am Tegernsee gewesen. Das war sehr entspannend. Natürlich habe ich die Sommerpause aber auch genutzt, um viel zu trainieren und mich auf die kommenden Rennen vorzubereiten. Moskau wird für mich auf jeden Fall spannend und eine große Herausforderung. Ich war noch nie an der Strecke und kenne diese bisher nur aus dem Fernsehen. Im letzten Rennen bin ich zum ersten Mal in die Punkte gefahren. Von Punkten will ich aber für das kommende Wochenende noch nicht reden. Ich weiß nicht, was auf mich zukommt und lasse mich überraschen. Aber manchmal ist es ja so, dass diese Überraschungen ganz positiv ausfallen und man auf einer Strecke, die neu für einen ist, gut aussieht. Darauf hoffe ich natürlich. Wichtig wird jedenfalls sein, dass wir im Team ein gutes Basis-Setup finden und dann werde ich ganz locker an die Aufgabe herangehen.“

Pascal Wehrlein (20 Jahre, Deutschland):

„Ich freue mich, nach meinem Urlaub endlich wieder ins Auto zu steigen. Meine Ausgangslage in der Meisterschaft ist sehr vielversprechend. Dass macht die Vorfreude auf die zweite Saisonhälfte natürlich noch größer. Die Vorkommnisse in Spielberg habe ich gut verarbeitet und ich hoffe, dass ich die negativen Erlebnisse in positive Kraft für die nächsten Rennen umwandeln kann.“

Mittwoch, 26. August 2015

Harte Strafen im Funkspruchskandal gegen Audi

Das DMSB Sportgericht in Frankfurt hat in seiner heutigen Verhandlung harte Strafen gegen Audi und alle Beteiligten des Funkspruchskandals von Spielberg verhängt.
Timo Scheider für Moskau gesperrt
Foto: Jens Hawrda
Die Richter sahen es als erwiesen an, dass Dr. Wolfgang Ullrich in seiner Funktion als Audi-Motorsportchef in der letzten Runde des DTM-Rennens in Spielberg per Funk eine Aufforderung an Audi-Pilot Timo Scheider gesendet hat, einen anderen Fahrer in eine Kollision zu verwickeln. Da ein solches Verhalten dem Ansehen des Motorsports in der Öffentlichkeit massiv schadet, musste die Strafe entsprechend hart ausfallen.

Dr. Wolfgang Ullrich wurde bis Saisonende der Zutritt zur Boxengasse und zum Teamfunk verboten. Der betroffene Fahrer Timo Scheider, der ja bereits für das besagte Rennen in Spielberg nachträglich disqualifiziert wurde, ist für das Rennen in Moskau gesperrt worden. Dem Team Audi wurden alle im zweiten Renn von Spielberg erzielten 62 Meisterschaftspunkte aberkannt, zusätzlich muss Audi eine Rekordgeldstrafe von 200.000 Euro zahlen.

Unsere persönliche Meinung zum Urteil
Aus unserer Sicht ist es richtig das das Sportgericht hier hart durchgegriffen hat und drastische Strafen ausspricht. Nicht ganz nachvollziehen können wir allerdings die Aberkennung der 62 Meisterschaftspunkte gegen Audi. Was können Ekström, Mortara, Rockenfeller und Müller für das Versagen von zwei Leuten. Das riecht etwas nach Sippenhaft. Wir hätten es richtiger gefunden, wenn das Sportgericht statt dieser Punkteaberkennung gegen Audi das Rennergebnis eine Runde vor dem Vorfall als Endergebnis gewertet hätte. Damit hätten die o.g. Audi-Piloten für Ihre sportliche Leistung noch Punkte erhalten und auch Pascal Wehrlein und Robert Wickens hätten Punkte erhalten. So wie jetzt der Stand ist wurde das unsportliche Verhalten zwar bestraft die eventuell fehlenden Punkte im Titelkampf sind für Pascal Wehrlein trotzdem verloren. In diesem Punkt haben wir das Urteil des Sportgerichtes nicht verstanden.

Modern, kurvenreich und anspruchsvoll - die DTM gastiert in Moskau

Die Jagd auf den alten Hasen der DTM, Mattias Ekström, ist eröffnet. Auf dem hochmodernen Grand-Prix-Kurs in Moskau geht der Kampf um die DTM-Krone 2015 in die nächste Runde. Zwischen dem 28. und 30. August werden auf dem Raceway im Westen der russischen Landeshauptstadt die Saison-Läufe elf und zwölf ausgetragen. Die 3,931 Kilometer lange Strecke stellt die 24 DTM-Piloten vor immense Herausforderungen – das kurvenreiche Layout fordert alles ab. Der im Jahr 2012 eröffnete Kurs wird zum dritten Mal in Folge Schauplatz von packenden Duellen in der populärsten Tourenwagenserie der Welt. Stets mit am Start: Audi-Pilot Mattias Ekström. Der Schwede wird sich als Führender der Gesamtwertung den entschlossenen Attacken seiner Konkurrenten erwehren müssen. Neben dem faszinierenden Wettstreit zwischen Audi, BMW und Mercedes-Benz werden die Besucher des Raceways durch ein spektakuläres Rahmenprogramm voll auf ihre Kosten kommen.
Foto: DTM-Media
„Zum jetzigen Zeitpunkt bedeutet es nichts, wenn man in der Meisterschaft führt. Entscheidend ist der Punktestand nach dem letzten Rennen“, sagt Ekström, der wild entschlossen ist, seine Position zu verteidigen. Moskau ist für den Schweden bisher ein gutes Pflaster. In den beiden bisherigen Rennen der DTM landete er jeweils auf dem Podium – 2013 wurde Ekström Zweiter, 2014 Dritter. Wenngleich sich die Verhältnisse vor den beiden Rennen auf dem Raceway für den 37-Jährigen deutlich erschwert haben – im wörtlichen Sinn: Durch die bisherigen Erfolge hat sein Auto mächtig Zusatzgewicht an Bord und wird mit 1137,5 Kilogramm das schwerste Fahrzeug im Feld sein. Dass er dennoch ein Kandidat auf den Sieg sein kann, bewies Ekström in Spielberg. Auch dort war er der Schwerste, holte am Sonntag den Sieg, schraubte sein Punktekonto auf 111 Zähler nach oben und übernahm die Führung in der Fahrerwertung. Ihm auf den Fersen ist Markenkollege Edoardo Mortara (98 Punkte), der in Österreich einen extrem starken Eindruck hinterließ: „Ich bin mitten drin im Titelkampf. Da will ich auch bleiben.“ Ebenso wie Pascal Wehrlein. Der Mercedes-Benz-Pilot liegt mit 94 Punkten auf dem dritten Gesamtrang und wird in den beiden Qualifyings und Rennen alles geben, um den Abstand zu verringern. Die bisherige Bilanz spricht jedoch nicht unbedingt für den jungen Deutschen – Mercedes-Benz blieb auf dem Raceway bisher ein Podiumsplatz verwehrt. Christian Vietoris ist dennoch optimistisch: „Wir haben in diesem Jahr ein konkurrenzfähiges Auto auf allen Strecken. Wir wollen um den Sieg mitfahren.“

Deutlich besser stehen die Vorzeichen für die BMW-Fahrer. Nicht auszuschließen, das die Münchener ähnlich furios auftreten, wie beim vierten Rennwochenende in Zandvoort. Damals holten sie nach eher verkorksten sechs Saisonrennen einen siebenfachen und einen fünffachen Sieg. Nach dem enttäuschenden Abschneiden in Spielberg fahren die Münchener nun mit einem beträchtlichen Gewichtsvorteil nach Russland. Das Layout der Strecke scheint dem Hersteller ebenfalls in die Karten zu spielen. Im Vorjahr feierten Maxime Martin und Bruno Spengler einen Doppelsieg, Marco Wittmann wurde Vierter. Das neue DTM-Format, das zwei Rennen pro Wochenende vorsieht, hält den vermeintlich abgeschlagenen BMW alle Möglichkeiten im Titelkampf offen. „Mit Blick auf den Red Bull Ring kann es eigentlich nur besser werden“, sagt Spengler, der mit 52 Punkten der bestplatzierte BMW-Pilot in der Gesamtwertung ist.

Am letzten August-Wochenende wird aus aller Theorie dann Praxis. So dürfen sich die Zuschauer am Samstag, 29. August, auf das Qualifying um 12:00 Uhr und das anschließende 40-minütige Rennen um 15:30 Uhr freuen. Einen Tag später geben die Piloten ab 15:10 Uhr im zweiten Lauf des Wochenendes Vollgas, das Qualifying zu diesem 60-minütigen Rennen beginnt um 12:25 Uhr (Alle Angaben in MESZ, Moskau hat aktuell +1 Stunde gegenüber Mitteleuropa).

Bevor die DTM-Fahrer aber am Sonntag alles aus ihren Boliden herausholen, wird den Zuschauern vor Ort ein besonderes Spektakel geboten. Vor dem Qualifying wird der Russe Alexey Kolesnikov auf seiner Yamaha atemberaubende Stunts in luftiger Höhe präsentieren. Der 31-Jährige ist Russlands erfolgreichster Motocross Freestyler und zählt zu den besten Fahrern der Welt. Autogrammstunden, ein öffentlicher Pitwalk, der Auftritt der Band „The Time Machine“ und zwei Rennen der Porsche Sport Challenge Russland bieten außerdem beste Unterhaltung auf und neben der Strecke.

Stimmen aus dem BMW-Lager vor dem Rennwochenende in Moskau

Marco Wittman
Foto: Jens Hawrda
Marco Wittmann (Startnummer 1, BMW Team RMG):
„Ich denke, Moskau sollte uns liegen. Dort hat mein Teamkollege Maxime Martin im vergangenen Jahr seinen ersten Sieg feiern können. Von daher hoffe ich, dass wir auf dem Moscow Raceway eine bessere Performance zeigen können, als das zuletzt in Spielberg der Fall war. Mit etwas leichteren Autos sollte auf jeden Fall mehr drin sein. Daher freue ich mich schon sehr auf Moskau.“
Maxime Martin, kann er den Sieg vom Vorjahr wiederholen
Foto: BMW-Motorsport
Maxime Martin (Startnummer 36, BMW Team RMG):
„An Moskau habe ich selbstverständlich großartige Erinnerungen. Das ist die Strecke, auf der ich im vergangenen Jahr gewonnen habe und wo ich mein bisher bestes Rennen in der DTM gefahren bin. Der Kurs sollte unserem Auto also liegen. Da wir im vergangenen Jahr dort konkurrenzfähig waren, denke ich, dass wir optimistisch nach Moskau reisen können.“

Martin Tomczyk (Startnummer 77, BMW Team Schnitzer):
„Moskau fühlt sich für uns alle wie eine andere Welt an. Aber die Strecke liegt uns und die Fans sind großartig. Wir freuen uns auf Moskau. Allerdings hat die DTM in diesem Jahr mehrfach gezeigt, wie schwer es ist, die eigene Performance auf egal welcher Strecke vorherzusagen. Dennoch reisen wir mit der Hoffnung nach Russland, dort konkurrenzfähig zu sein.“

António Félix da Costa (Startnummer 13, BMW Team Schnitzer): 
„Für mich ist es in diesem Jahr bereits das zweite Mal, dass ich nach Moskau komme, nachdem ich dort bereits im Juni mit der FIA Formula E Championship gefahren bin. Damals allerdings auf einem Stadtkurs. Ich mag aber auch den Moscow Raceway. Im vergangenen Jahr hat er BMW gut gelegen. Hoffentlich können wir aus dem lernen, was Maxime und Bruno 2014 dort erreicht haben, und alle einen Schritt nach vorn machen. Ich möchte dort Punkte holen. Ich denke, das ist im Moment das Wichtigste: konstant in die Punkte zu fahren. Das ist mir bisher nicht gelungen, deshalb ist das mein Ziel für Moskau.“
Augusto Farfus
Foto: Jens Hawrda
Augusto Farfus (Startnummer 18, BMW Team RBM):
„Es schmerzt schon, dass wir in Spielberg kein besseres Ergebnis erzielen konnten. Während des Tests im Anschluss an das Rennwochenende haben wir versucht, das Auto weiter zu verbessern. Moskau ist eine sehr flüssig zu fahrende Strecke. Allerdings ist es dort alles andere als einfach zu überholen. Wenn wir unser Paket ans Arbeiten kriegen und im Qualifying wieder vorne mitmischen, können wir auch im Rennen gut abschneiden.“

Tom Blomqvist (Startnummer 31, BMW Team RBM):
„Ich kenne die Strecke in Moskau, da ich dort bereits in der Formel 3 gefahren bin. Ich mag den Kurs, aber so, wie die Saison für mich bisher läuft, wird jedes Rennwochenende in der DTM zu einer neuen Herausforderung. Ich bin noch mitten im Lernprozess. Dass Maxime dort im vergangenen Jahr gewonnen hat, stimmt mich dennoch zuversichtlich, auch wenn wir 2015 noch nicht allzu viele Erfolgserlebnisse hatten. Aber warten wir mal ab, welche Überraschung Moskau für uns bereithält.“

Bruno Spengler (Startnummer 7, BMW Team MTEK):
„Der Moscow Raceway ist eine sehr schöne Strecke. 2014 hat unser Auto dort sehr gut funktioniert, und ich stand auf dem Podium. Dieses Jahr läuft es für uns nicht so, wie wir uns das gewünscht hätten. Auch Strecken, auf denen wir bisher immer gute Ergebnisse erzielt haben, machen uns Probleme. Dennoch bin ich sicher, dass wir trotz des enttäuschenden Wochenendes in Spielberg gestärkt nach Moskau reisen werden. Denn im anschließenden Test hatte wir genug Zeit, unsere Fehler zu analysieren.“
Timo Glock
Foto: BMW-Motorsport
Timo Glock (Startnummer 16, BMW Team MTEK):
„Moskau ist die Strecke im Kalender mit der längsten Anreise. Es macht Spaß, dort zu fahren. Im vergangenen Jahr hatten wir eine gute Pace. Leider traten aber im Rennen Probleme mit dem Benzindruck auf. Wir müssen erst einmal abwarten, wie sich die neue Gewichtsverteilung nach Spielberg bei der Konkurrenz auswirkt. Vielleicht hilft uns das dabei, im Rennen wieder um eine Top-5-Platzierung kämpfen zu können.“

Dienstag, 25. August 2015

Europareise der DTM strebt mit dem Gastspiel in Moskau ihrem Schlusspunkt entgegen

Nach einer vierwöchigen Sommerpause nimmt die DTM beim Gastspiel in Moskau (RU) wieder Fahrt auf. Vom 28. bis 30. August treten die BMW Teams auf dem „Moscow Raceway“ in Aktion. Zum dritten Mal in dieser Saison macht die Tourenwagenserie außerhalb Deutschlands Station. Die Läufe elf und zwölf, die vor den Toren der russischen Hauptstadt ausgetragen werden, bilden nach Zandvoort (NL) und Spielberg (AT) den Abschluss der Europatournee der DTM.
Foto:Jens Hawrda
Wie im vergangenen Jahr wird der „Moscow Raceway“ auf einer Länge von 3,931 Kilometern befahren. Diese Variante des hochmodernen Kurses im Nordwesten Moskaus bietet eine interessante Mischung aus schnellen und langsamen Kurven sowie einer langen Geraden. 2013 war der „Moscow Raceway“ erstmals Bestandteil des DTM-Kalenders. Augusto Farfus (BR) fuhr bei der Russland-Premiere der Tourenwagenserie auf der 2,555 Kilometer langen Kurzanbindung des Kurses als Dritter auf das Podium. Beim zweiten Moskau-Gastspiel im vergangenen Jahr konnte Maxime Martin (BE) seinen ersten DTM-Sieg feiern. Bruno Spengler (CA) machte als Zweitplatzierter den 16. Doppelsieg für BMW perfekt. Mit seinem Erfolg hat Martin Geschichte geschrieben und als erster Belgier in der Tourenwagenserie triumphiert. Auch aufgrund dieses Erfolgs wurde er am Ende der Saison mit dem Titel „Rookie des Jahres“ ausgezeichnet.

Drei Fahrer von BMW Motorsport sind verspätet in die Sommerpause gestartet. Farfus, Rookie Tom Blomqvist (GB) und der amtierende DTM-Champion Marco Wittmann (DE) absolvierten im Anschluss an das Rennwochenende in Spielberg, das zugleich die Saisonhalbzeit in der Tourenwagenserie markierte, einen zweitägigen Test. Auch die anderen Hersteller waren auf dem „Red Bull Ring“ (AT) im Einsatz. Die BMW Fahrer spulten ein umfangreiches Testprogramm ab. Das Hauptaugenmerk der Ingenieure lag in Spielberg auf der Arbeit am Set-up des BMW M4 DTM.

BMW Motorsport hat die Entscheidung und Urteilsbegründung des DMSB Berufungsgerichts zum Ausschluss Tom Blomqvists vom zweiten Rennen auf dem Norisring (DE) zur Kenntnis genommen, verzichtet auf eine Berufung und blickt nun nach vorne.