Samstag, 15. August 2015

Audi-Dreifachsieg im Regenthriller auf dem Nürburgring

  • Debütsieg von Nicki Thiim und Jordan Lee Pepper bei Wetterkapriolen
  • Erster Saisonsieg für Audi und C.Abt Racing
  • Neuzugang Alexander Mattschull siegt in der Gentlemen-Wertung auf Mercedes
Nicki Thiim und Jordan Lee Pepper siegen im  Samstagsrennen am Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport
Zwei Regenschauer und eine Safety-Car-Phase waren auf dem Nürburgring die Zutaten ein spektakuläres Rennen des ADAC GT Masters. Bei wechselhafter Witterung meldete sich die „Liga der Supersportwagen“ mit einem furiosen Rennen aus der Sommerpause zurück. Jordan Lee Pepper (19, ZA) und Nicki Thiim (26, DK/beide C.Abt Racing) hatten im Audi R8 bei schwierigen Bedingungen, zwei Regenschauern und zwischenzeitlich abtrocknender Strecke die beste Strategie und fuhren zum ersten Saisonsieg. „Das Team hat uns bei einsetzendem Regen genau zum richtigen Zeitpunkt an die Box geholt“, sagte Thiim. „Wir haben als eines der ersten Teams gestoppt, das hat uns dann weit nach vorn gebracht.“ In einem taktisch klugen Rennen eroberte Daniel Dobitsch (31,A)/Edward Sandström (36, S/beide kfzteile24 MS RACING), im Mai Sieger des ADAC Zurich 24-Stunden Rennen, in einem weiteren Audi ihre erste gemeinsame Podestplatzierung. Rahel Frey (29, CH)/Philip Geipel (28, Plauen/beide YACO Racing) vertrauten im gesamten Rennen auf Slick-Reifen und komplettierten mit der mutigen Taktik einen Dreifachsieg von Audi.

Ragginger vergibt Siegchance durch späten Reifenwechsel

Das berüchtigte und unberechenbare Eifelwetter sorgte einmal mehr für Hochspannung im ADAC GT Masters. Martin Ragginger (27, A/GW IT Racing Team Schütz Motorsport) setzte sich im Porsche 911 nach dem Start von der Pole Position aus in Führung vor Clemens Schmid (24 A/Bentley Team HTP) im Bentley Continental und Frey im Audi. Ein Regenschauer nach neun Minuten Renndauer eröffnete dann eine Taktik- und Regenpoker. Auf der nassen Strecke blieb Ragginger lange auf Slicks und hoffte auf bessere Bedingungen.
 
Doch der Poker von Ragginger ging nicht auf. Zwar übernahm der Porsche-Pilot bis zum Wechsel auf Klaus Bachler (24, A) die Spitze, doch nach dem Fahrerwechsel trumpften Thiim und Pepper auf. Das Audi-Duo agiert in der ersten Rennhälfte taktisch geschickt und wechselte als eines der ersten Teams auf Regenreifen. Das brachte Thiim nach dem Fahrerwechsel die Führung ein. Die baute der Däne kontinuierlich aus und fuhr mit einem komfortablen Vorsprung von 15,6 Sekunden zum ersten Sieg im ADAC GT Masters. Dobitsch/Sandström eroberten vier Runden vor Rennende noch Rang zwei von Tabellenführer Luca Ludwig (26, Bonn), der gemeinsam mit Sebastian Asch (29, Ammerbuch/beide Team Zakspeed) im Mercedes-Benz- Vierter wurde.

Thiim/Pepper (C.Abt Racing Team)
Foto: ADAC-Motorsport
„Es wurde auch langsam Zeit für den ersten Sieg. Die Saison für C.Abt Racing im ADAC GT Masters war in diesem Jahr schwierig, daher ist es für alle großartig hier zu gewinnen“, jubelte Thiim. „Es fühlt sich unglaublich an, hier zu siegen“, freute sich Pepper. „Die erste Saisonhälfte war für alle sehr charakterbildend. Das war genau ein Rennen, wie wir es gebraucht haben. Unsere Strategie war goldrichtig, wir konnten gut nach vorn fahren.“

Erstes Podium für Rahel Frey im ADAC GT Masters

Eine starke Leistung zeigten Frey/Geipel. Das Audi-Duo verzichtete während zwei Regenschauern im Rennen auf einen Reifenwechsel, setzte auf Slicks und fuhr mit dieser mutigen Strategie auf Rang drei.
 
Die heimlichen Sieger am Samstag waren die Tabellenführer Ludwig/Asch. Nach Wertungsausschluss im Qualifying aufgrund von Untergewicht ihres Flügeltürers mussten die Mercedes-Benz-Piloten von hinten starten und fuhren in den Wetterkapriolen zwischenzeitlich bis auf Rang zwei nach vorn. Am Ende belegten die Tabellenführer als Vierte im neunten Rennen in Folge eine Position in den Top-Vier, während der Tabellenzweite Bachler Pech hatte. Der Porsche-Pilot wurde unverschuldet Opfer eines Kontakts zwischen der Corvette von Daniel Keilwitz (26, Villingen/Callaway Competition) und dem Bentley von Fabian Hamprecht (20, Hagen/Bentley Team HTP) und musste seinen beschädigten 911 abstellen.
 
Stefan Wackerbauer (19, Landshut)/Kelvin van der Linde (19, ZA/beide C.Abt Racing) sorgten auf Rang fünf für vier Audi R8 in den Top-Fünf. Hari Proczyk (39, A)/Bernd Schneider (51, Bottighofen, CH/beide HP Racing) beendeten das Rennen im Mercedes-Benz SLS AMG vor ihren Markenkollegen Nico Bastian (25, Frankfurt)/Stef Dusseldorp (25, NL/beide ROWE Racing) als Sechste. Die BMW Z4 von Dominik Baumann (22, A)/Jens Klingmann (25, Leimen/ und Claudia Hürtgen (43, Aachen)/Uwe Alzen (47, Betzdorf/alle BMW Sports Trophy Team Schubert) lagen in der zweiten Rennhälfte in den Top-Fünf und belegten nach Kontakten mit Geipel die Ränge acht und neun. Diego Alessi (43,I)/Patrick Assenheimer (23, Heilbronn/beide Callaway Competition) brachten ihre Corvette auf Rang zehn ins Ziel.

Mattschull gewinnt Gentlemen-Wertung beim ADAC GT Masters-Debüt

Einen erfolgreichen Einstand im ADAC GT Masters feierte Alexander Mattschull (43, Friedrichsdorf) und CarCollection Motorsport. Mit Unterstützung von Ex-DTM-Pilot Renger van der Zande (29, NL) fuhr Mattschull im Mercedes-Benz SLS AMG bei seinem Debüt zum Klassensieg. Marc Gassner (24, Kempen/MRS GT-Racing) belegte im Nissan GT-R Rang zwei und stand erstmals seit dem Saisonstart in Oschersleben wieder auf dem Gentlemen-Podium. Jakub Knoll (24, CZ/Senkyr Motorsport) fuhr im BMW Z4 GT3 auf Rang drei während Tabellenführer Remo Lips (32, CH/RWT RacingTeam) in seiner Corvette mit Slicks von der nassen Strecke in die Reifenstapel rutschte und dadurch zur Rennmitte eine Safety-Car-Phase auslöste.
Renger v.d. Zande (l.) u. Alexander Mattschull siegen in Gentlemen Wertung
Foto: ADAC-Motorsport

Zweite Chance für Bachler und Porsche am Sonntag

Ragginger/Bachler haben im Porsche 911 am Sonntag eine zweite Chance Punkte auf die Tabellenführer Ludwig/Asch aufzuholen. Bachler startet von der Pole und teilt sich die erste Startreihe mit Audi-Pilot Geipel. Samstagssieger Thiim startet als Dritter vor Hamprecht im Bentley.
 
Podium vom Samstagsrennen
Foto: ADAC-Motorsport
Ergebnis Rennen 1 (Top-Five):
 
 1. Jordan Lee Pepper/Nicki Thiim (C.Abt Racing-Audi R8 LMS ultra),
 2. Daniel Dobitsch/Edward Sandström (kfzteile24 MS RACING-Audi R8 LMS ultra),
 3. Rahel Frey/Philip Geipel (YACO Racing-Audi R8 LMS ultra),
 4. Sebastian Asch/Luca Ludwig (Team Zakspeed-Audi R8 LMS ultra),
 5. Stefan Wackerbauer/Kelvin van der Linde (C.Abt Racing-Audi R8 LMS ultra).

Asch/Ludwig nachtäglich von Qualifikation ausgeschlossen

Freitag gegen 20.40 Uhr erklärte die Rennleitung das der SLS AMG GT 3 des Team Zakspeed bei der Abnahme am Abend zu wenig gewogen hat. Laut Reglement hätte er 1335 Kg wiegen müssen, er wog bei Abnahme jedoch nur 1331,5 Kg, hatte also 3.5 Kg Untergewicht.
Asch/Ludwig, gewogen und zu leicht befunden
Foto: Jens Hawrda
Das verstößt gegen Artikel 26.15 des GT Masters-Reglements. Als Folge wurden Sebastian Asch und Luca Ludwig für Samstag und auch für das Rennen am Sonntag an das Ende des Feldes versetzt, verlieren also Ihre am Freitag herausgefahrenen Startpositionen.

Freitag, 14. August 2015

Doppel-Pole für Porsche-Duo Bachler/Ragginger auf dem Nürburgring

  • Tabellenzweite im Porsche mit optimaler Ausgangslage in der Eifel
  • Ralf Schumacher, Bruno Spengler und Maxi Götz zu Gast beim ADAC GT Masters
  • Rallye-Action mit dem ADAC Opel Rallye Junior Team im Rahmenprogramm
Bachler/Ragginger, GW IT Racing Team Schütz Motorsport holen Doppelpole am Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport
Verfolger Klaus Bachler (24, A/GW IT Racing Team Schütz Motorsport) greift beim Start in die zweite Saisonhälfte des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring an: Im Porsche 911 sicherte sich der Tabellenzweite und engste Verfolger der Tabellenführer Luca Ludwig (26, Bonn)/Sebastian Asch (29, Ammerbuch) die Pole Position für das Rennen am Sonntag. Sein Teamkollege Martin Ragginger (27, A) machte die Ausgangslage für das Porsche-Duo mit der Pole Position für den Lauf am Samstag perfekt. „Ich bin sehr glücklich über unser Ergebnis, das ist die beste Ausgangsposition, die man haben kann“, jubelte Klaus Bachler. „Wir sind glücklich, aber gilt es auch darum, die beiden ersten Startplätze im Rennen auch umzusetzen.“
Bachler / Ragginger geben am Nürburgring das Tempo vor
Foto: ADAC-Motorsport

Qualifying 1 für das Rennen am Samstag:

Die Pole Position für das erste Rennen nach der Sommerpause war hart umkämpft: Corvette, Audi, Nissan, Mercedes-Benz und Porsche wechselten sich im Qualifying an der Spitze ab. In den finalen Minuten lieferte sich Porsche-Pilot Ragginger mit Tabellenführer Asch einen harten Zweikampf um die Pole Position. Ragginger behielt in dem Duell die Oberhand und sicherte sich mit knappen 0,034 Sekunden Vorsprung vor Asch den ersten Startplatz. Ragginger: „Das Qualifying ist perfekt gelaufen, unser Porsche war sehr heute gut. Wenn wir im Rennen keine Fehler machen, sollte es hoffentlich zum Sieg reichen.“
 
Zwei Bentley Continental GT3 besetzen die zweite Startreihe: Clemens Schmid (24, A) startet als Dritter vor seinem Teamkollegen Luca Stolz (19, Brachbach/beide Bentley Team HTP). Diego Alessi (43, I/Callaway Competition) geht in einer Corvette als Fünfter vor Rahel Frey (29, CH/YACO Racing) ins Rennen. Die Schweizerin fuhr im Audi R8 zu ihrem bisher besten Qualifyingergebnis im ADAC GT Masters.
 
Ergebnis Qualifying 1 für das Rennen am Samstag (Top Five):

1. Martin Ragginger (GW IT Racing Team Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R),  
2. Sebastian Asch (Team Zakspeed-Mercedes-Benz SLS AMG GT3), 
3. Clemens Schmid (Bentley Team HTP-Bentley Continental GT3),
4. Luca Stolz (Bentley Team HTP-Bentley Continental GT3), 
5. Diego Alessi (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3),
 
 
Qualifying 2 für das Rennen am Sonntag:

Für einen Überraschung sorgte Philip Geipel (28, Plauen/YACO Racing): Im Audi R8 setzte sich der Sachse im Qualifying für das Rennen am Sonntag schon frühzeitig an die Spitze und sah lange wie der sichere Gewinner des Qualifying aus. Doch drei Minuten vor dem Ende unterbot Bachler die Zeit des Audi-Piloten nochmals um 0,197 Sekunden und machte damit die Doppel-Pole für die Porsche-Mannschaft GW IT Racing Team Schütz Motorsport perfekt.
 
Geipel startet erstmals aus der ersten Reihe, dahinter folgt ein weiterer Audi R8 mit Nicki Thiim (26, DK/C.Abt Racing) sowie Fabian Hamprecht (20, Hagen/Bentley Team HTP) im Bentley Continental. Die dritte Startreihe am Sonntag ist orange, die beiden Audi R8 von kfzteile24 MS RACING starten mit Marc Basseng (36, Löbau) und Edward Sandström (36, S) von den Positionen fünf und sechs. Tabellenführer Ludwig geht am Sonntags als Achter ins Rennen.
 
Ergebnis Qualifying 2 für das Rennen am Sonntag (Top Five):

1. Klaus Bachler (GW IT Racing Team Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R), 
2. Philip Geipel (YACO Racing-Audi R8 LMS ultra), 
3. Nicki Thiim (C.Abt Racing-Audi R8 LMS ultra), 
4. Fabian Hamprecht (Bentley Team HTP-Bentley Continental GT3), 
5. Marc Basseng (kfzteile24 MS RACING-Audi R8 LMS ultra),
 
 
Schumacher, Spengler und Götz zu Gast beim ADAC GT Masters
 
Das ADAC GT Masters erwartet zum Start in die zweite Saisonhälfte auf dem Nürburgring auch einige Motorsport-Stars. Der ehemalige Formel-1- und DTM-Pilot Ralf Schumacher kommt am Samstag in die Eifel, am Samstag und Sonntag ist auch Ex-DTM-Champion Bruno Spengler beim ADAC GT Masters und wird auch an der „Meet the Drivers“ Autogrammstunde am Samstagnachmittag teilnehmen. Am Sonntag ist Maximilian Götz, ADAC GT Masters-Champion von 2012 und DTM-Pilot im Team von Mercedes-Benz zu Gast bei der „Liga der Supersportwagen“.
 

Rallye-Action mit dem ADAC Opel Rallye Junior Team beim ADAC GT Masters
 
Das ADAC Opel Rallye Junior Team stimmt die Fans auf dem Nürburgring auf die ADAC Rallye Deutschland am kommenden Wochenende ein. Auf dem Weg zum deutschen Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft machen der Rallye-Junior-Europameister Emil Bergkvist aus Schweden und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Marian Griebel Station am Nürburgring mit ihren Opel ADAM R2. Die beiden Opel-Werksfahrer stehen beim Pit-Walk (11:05 Uhr) für Autogramme zur Verfügung und präsentieren den Fans während der Startaufstellung des ADAC GT Masters in der Mercedes-Arena eine Kostprobe ihres Könnens.

Tabellenführer Luca Ludwig vor Heimspiel: „Lebe meinen Traum“

  • Heimrennen auf dem Nürburgring für Luca Ludwig aus Bonn
  • Interview mit dem ADAC GT Masters-Tabellenführer
Luca Ludwig
Foto: Jens Hawrda
Als Tabellenführer zum Heimspiel: Beim Start in die zweite Saisonhälfte des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring (14. bis 16. August) kann Luca Ludwig (26, Bonn) im eigenen Bett schlafen. Gemeinsam mit Sebastian Asch (29, Ammerbuch) erlebte der Sohn von Tourenwagenlegende Klaus Ludwig im Mercedes-Benz SLS AMG eine traumhafte erste Saisonhälfte. Im Interview spricht der zweifache Saisonsieger über sein Heimrennen, das Erfolgsgeheimnis des Mercedes-Duos und über die zweite Saisonhälfte.

Zum Start in die zweite Saisonhälfte liegen Sie souverän an der Tabellenspitze. So etwas lässt sich nicht planen, mit welchen Erwartungen seid ihr in die Saison gestartet? 

Luca Ludwig: „Ich habe auch vor der Saison fest an unsere Siegchance geglaubt. Aber mit solchen Ergebnissen wie in den ersten acht Rennen kann man natürlich nicht rechnen. Jetzt wissen wir, was möglich ist, und sind wahnsinnig motiviert, so weiter zu machen.

Euer Punktevorsprung an der Tabellenspitze ist komfortabel, aber es sind immer noch acht Rennen zu fahren. Denkt man da schon an den Titel?

„Ja, ich denke immer an Titel. Schon von meinem ersten Rennen an war das mein Ziel. Ich denke, alle Fahrer, die an der Spitze fahren, haben dies im Hinterkopf. Durch die Erfolge in dieser Saison hat sich meine Einstellung geändert – und mich zusätzlich motiviert. Ich lebe derzeit meinen Traum und hoffe, dass wir weiter so erfolgreich sein können.“
Asch und Ludwig harmonieren perfekt
Foto: Jens Hawrda
Sie starten in diesem Jahr erstmals gemeinsam mit Sebastian Asch, die Kombination scheint perfekt zu passen. Was ist euer Erfolgsgeheimnis?

„Wir harmonieren einfach sehr gut und haben dieselbe Einstellung. Es ist ein großes Miteinander, so etwas habe ich vorher noch nie erlebt. Das ist keine Ego-Show, sondern Teamwork. Das macht uns letztlich so stark.“

Was war dein persönliches Highlight in dieser Saison?

„Der erste Sieg mit dem Team Zakspeed, Sebastian und dem Mercedes-Benz SLS AMG. Ich hab lange drauf warten müssen, wieder ganz oben auf dem Podest zu stehen. Unser Rennen im Regen von Spa-Francorchamps war toll und auch zuletzt am Lausitzring war einfach alles perfekt.“

Der Sieg in Spa war das Ende einer sehr langen Durststrecke im ADAC GT Masters. Beginnt man da nicht, an sich an selbst zu zweifeln?

„Ja, natürlich hatte ich Zweifel. Aber während dieser Zeit hat einfach das Paket nicht gepasst. Es gibt halt viele Faktoren und da kommt dann eines zum anderen. Jetzt haben wir ein Paket, mit dem wir siegen können. Es wird immer viel auf einzelne Fahrer geschaut, aber das Paket muss stimmen. Ich bin einfach froh, dass ich in diesem Jahr wieder an alte Erfolge anknüpfen kann. Vielleicht braucht man auch die Rückschläge, um wieder zurück an die Spitze zu finden.“

Das Rennen am Nürburgring ist ein Heimspiel für Sie und das Team Zakspeed. Was erwartet ihr von eurem Heimrennen?

„Im vergangenen Jahr waren wir dort erfolgreich, haben dort unsere erste Pole Position erobert und den Sieg nur knapp verpasst. Am Nürburgring wird es erfahrungsgemäß sehr eng, trotzdem wollen wir auch dort vorn mitfahren. Wir hatten zwar jetzt eine längere Sommerpause und müssen erst wieder in unseren Rhythmus finden. Aber das wird uns sicher schnell wieder gelingen.“

Vier ADAC GT Masters-Wochenenden stehen noch aus, welches wird am Schwierigsten für euch?

„Die Rennen am Sachsenring am letzten Wochenende im August werden sicherlich nicht einfach. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass andere Autos dort schneller unterwegs sind. Es hängt aber von vielen Faktoren ab. Ich erwarte aber, dass wir überall konkurrenzfähig sind.“

Wen sehen Sie als härtesten Konkurrenten im Titelkampf?

„Wir schauen in erster Linie auf uns. Wir sind in einer Situation, in der wir nicht auf Andere schauen müssen. Wenn wir unsere Performance so weiter bringen wie bisher, sind wir sicherlich schwer zu schlagen.“

Donnerstag, 13. August 2015

CarCollection und ROWE Racing mit Mercedes-Benz beim ADAC GT Masters auf dem Nürburgring

  • Debüt von CarCollection Motorsport im ADAC GT Masters
  • ROWE Racing kehrt für Heimrennen auf dem Nürburgring zurück
  • Insgesamt vier Mercedes-Flügeltürer in der Eifel am Start
ROWE-Racing wird am Nürburgring starten
Foto: ADAC-Motorsport
Premiere und Comeback für zwei Mercedes-Benz-Teams beim ADAC GT Masters auf dem Nürburgring (14. bis 16. August): Beim Start in die zweite Saisonhälfte nimmt CarCollection Motorsport erstmals mit einem Mercedes-Benz SLS AMG an der "Liga der Supersportwagen" teil. Einen Gasteinsatz absolviert ROWE Racing, die ebenfalls auf einen Flügeltürer-Mercedes setzen und bereits im vergangenen Jahr im ADAC GT Masters am Start waren. Für CarCollection tritt in der Eifel der ehemalige DTM-Pilot Renger van der Zande (29, NL) gemeinsam mit Alexander Mattschull (43, Friedrichsdorf) an. Im SLS AMG von ROWE Racing feiert Stef Dusseldorp (25, NL) zusammen mit Nico Bastian (25, Frankfurt) seinen Einstand im ADAC GT Masters.

 CarCollection stellt sich am Nürburgring erstmals der Konkurrenz im ADAC GT Masters. Mit Van der Zande vertraut die Mannschaft um Teamchef Peter Schmidt auf einen Piloten, der bereits im vergangenen Jahr auf dem Nürburgring glänzte und bei seinem bisher einzigen ADAC GT Masters-Einsatz gemeinsam mit dem jetzigen DTM-Piloten Maximilian Götz auf das Podium fuhr. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Mattschull kämpft der Niederländer um Platzierungen in der Gentlemen-Wertung. "Wir planen in der Zukunft unser Engagement im GT3-Bereich auszubauen und sehen unseren Start im ADAC GT Masters als Test, um Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln", sagt CarCollection Motorsport-Teammanager Denis Ferlemann zu dem Gastspiel.

 Ein Heimspiel sind die beiden Rennen in der Eifel für ROWE Racing aus Worms. Neben Bastian, der bereits im vergangenen Jahr zum ADAC GT Masters-Fahreraufgebot der Mercedes-Benz-Mannschaft zählt, absolviert Dusseldorp sein Debüt in der "Liga der Supersportwagen". "An das ADAC GT Masters haben wir aus dem vergangenen Jahr sehr gute Erinnerungen, besonders bei unserem 'Heimrennen' auf dem Nürburgring, das wir uns auch dieses Jahr nicht entgehen lassen wollen", sagt Hans-Peter Naundorf, Teamchef von ROWE Racing. "Außerdem haben wir im ADAC GT Masters noch eine kleine Rechnung offen: Wir konnten 2014 in der Serie kein Podium einfahren - es wäre daher toll, wenn wir das am kommenden Wochenende als Quereinsteiger ändern könnten".

 Beim ADAC GT Masters am Nürburgring sind neben CarCollection und ROWE Racing mit den Tabellenführern vom Team Zakspeed und HP Racing insgesamt vier Teams mit dem Mercedes-Benz SLS AMG am Start.