Mittwoch, 29. Juli 2015

Stimmen der BMW-Piloten vor dem fünften Rennwochenende 2015 in Spielberg

Marco Wittmann (Startnummer 1, BMW Team RMG):
„Spielberg verbinde ich immer mit guten Erinnerungen. In den vergangenen beiden DTM-Rennen konnte ich dort den ersten bzw. den zweiten Platz feiern. Das lässt sich schon fast nicht mehr toppen. Außerdem habe ich auf dem Red Bull Ring vor wenigen Wochen meinen Formel-1-Test absolviert. Deshalb ist die Vorfreude auf das Rennwochenende in Spielberg besonders groß. Natürlich hoffe ich, dass wir in Österreich wieder erfolgreich sind.“
 
Maxime Martin (Startnummer 36, BMW Team RMG):
„Spielberg ist eine vollkommen andere Strecke als der Kurs in Zandvoort. Letztes Jahr waren wir dort sehr stark. Wie es in dieser Saison aussehen wird, müssen wir zunächst abwarten. Ob wir um die Spitzenplätze kämpfen können, hängt von einigen Faktoren ab, vor allem natürlich von unserem Auto. Ich glaube, dass unser Gesamtpaket für Spielberg stimmt, und wir werden natürlich alles versuchen, um wieder auf das Podium zu kommen.“
Martin Tomczyk in Spielberg immer vorn dabei
Foto: Jens Hawrda
Martin Tomczyk (Startnummer 77, BMW Team Schnitzer):
„Der Red Bull Ring ist eine sensationelle Rennstrecke, die wunderschön in die Natur eingebettet ist. Es gibt fantastische Bergauf- und Bergabpassagen, schnelle, langgezogene Kurven, aber auch lange Geraden, die Überholmanöver möglich machen. Ich freue mich schon sehr darauf, denn beim Spielberg-Rennen 2011 konnte ich dort auf Anhieb gewinnen und war auch sonst immer vorne dabei. Deswegen hoffe ich, dass es auch in diesem Jahr ähnlich gut läuft.“
 
António Félix da Costa (Startnummer 13, BMW Team Schnitzer):
„Spielberg ist die Heimstrecke für Red Bull – und ich habe den Bullen ja direkt auf meinem Auto. Ich werde in Österreich wieder mein Bestes geben und bin nach meinem ersten DTM-Sieg in Zandvoort top-motiviert. Ich mag den Red Bull Ring mit seinen Highspeed-Passagen. Jeder Rennfahrer liebt diese Art von Kurven. Der Kurs ist also ziemlich perfekt für uns.“
Augusto Farfus hofft in Spielberg auf gute Platzierung
Foto: Jens Hawrda
Augusto Farfus (Startnummer 18, BMW Team RBM):
„In Zandvoort lief es zuletzt sehr gut für uns. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die anderen Autos mit Zusatzgewichten beladen waren. Aber natürlich waren diese Erfolge und die gewonnenen Punkte gut für unsere Motivation und den Teamspirit. Jetzt reisen wir nach Spielberg. Die Strecke passt gut zu unserem BMW M4 DTM. Deshalb freue ich mich bereits sehr darauf und denke, dass wir durchaus auf eine Spitzenplatzierung hoffen können.“
 
Tom Blomqvist (Startnummer 31, BMW Team RBM):
„Ich bin optimistisch, dass es in Spielberg gut für uns laufen wird, nachdem wir in Zandvoort solch ein fantastisches Ergebnis erzielen konnten. Das gibt natürlich Aufwind für das nächste DTM-Wochenende. Der Red Bull Ring gehört zu den Strecken, auf denen ich sehr gerne fahre. In der Vergangenheit konnte BMW dort immer überzeugen. Ich hoffe, dass wir auch in diesem Jahr gute Ergebnisse holen können.“
 
Bruno Spengler (Startnummer 7, BMW Team MTEK):
„Es freut mich, dass es jetzt Schlag auf Schlag geht. Direkt nach den 24 Stunden von Spa-Francorchamps geht es in Spielberg weiter. Die Strecke ist sensationell, die Landschaft traumhaft schön und die Stimmung außergewöhnlich. Die Fans sind sehr motorsportbegeistert. Was unsere Leistung betrifft, müssen wir jetzt erst einmal abwarten. Wir werden Zusatzgewichte erhalten, während die anderen einige Kilos ausladen dürfen. Deshalb könnte es für uns etwas schwieriger werden. Aber wir lassen uns überraschen, werden unser Bestes geben und versuchen, uns weiter zu verbessern.“
Timo Glock in Spielberg bisher zwei mal auf dem Podium
Foto: Jens Hawrda
Timo Glock (Startnummer 16, BMW Team MTEK):
„Die bisherigen Rennen in Spielberg liefen immer recht gut für mich. Zweimal habe ich es dort bereits auf das Podium geschafft. Die Strecke liegt unserem BMW M4 DTM. Natürlich wird es schwierig, solch einen Erfolg zu wiederholen, vor allem, weil wir jetzt Gewicht zuladen müssen, während die anderen etwas abgeben können. Dadurch werden die Karten neu gemischt. Dennoch freue ich mich bereits sehr auf das Wochenende auf dem Red Bull Ring. Die Atmosphäre dort ist einfach fantastisch.“

Dienstag, 28. Juli 2015

DTM-Action in den Bergen: BMW Motorsport vor Gastspiel in Österreich

Nach dem erfolgreichen Wochenende in Zandvoort (NL) mit einem Siebenfachsieg am Samstag und einem Fünffachtriumph im Sonntagsrennen macht BMW Motorsport vom 31. Juli bis zum 2. August in Spielberg (AT) Station. Der „Red Bull Ring“ ist Austragungsort der DTM-Saisonrennen neun und zehn sowie Schauplatz für das zweite Gastspiel der Serie in der aktuellen Saison außerhalb Deutschlands.
Kann BMW die Erfolge von Zandvoort in Spielberg wiederholen ?
Foto: Jens Hawrda
Auch auf der 4,326 Kilometer langen Strecke in der Steiermark war den BMW Teams in den vergangenen beiden Jahren jeweils Historisches gelungen: Nach dem Dreifachsieg 2013 konnten sie in der vergangenen Saison noch einmal einen Gang höher schalten und den ersten Vierfachtriumph für BMW seit 22 Jahren feiern. Neben Sieger Marco Wittmann (DE) machten Augusto Farfus (BR), Timo Glock (DE) und Martin Tomczyk (DE), der am Samstag in Spielberg sein 150. DTM-Rennen bestreitet, auf den weiteren Plätzen das starke Gesamtergebnis perfekt.
 
In Spielberg treffen Tradition und Moderne aufeinander. Bereits seit 1969 – damals noch unter dem Namen Österreichring – werden dort Rennen ausgetragen. Nur ein Jahr nach der Eröffnung trat 1970 die Formel 1 zum ersten Mal auf diesem Kurs an. Das aktuelle Streckenlayout stammt aus der Feder von Rennstreckendesigner Hermann Tilke (DE). Die DTM fuhr bereits in den Jahren 2001 bis 2003 auf dem damaligen „A1-Ring“ und kehrte 2011 nach Spielberg zurück. Die Zuschauer am „Red Bull Ring“ sind motorsportbegeistert: In der vergangenen Saison verfolgten im Verlauf des Wochenendes 47.500 Fans die Action auf der Strecke.
 
Vier BMW DTM-Piloten waren schon am vergangenen Wochenende wieder im Renneinsatz. Timo Glock (DE) und Bruno Spengler (CA) standen im Mittelpunkt eines ganz besonderen Projekts: Erstmals teilten sie sich mit dem beinamputierten Alessandro Zanardi (IT) das Cockpit. Für diese außergewöhnliche Premiere hatten die Ingenieure von BMW Motorsport den BMW Z4 GT3 mit innovativen technischen Lösungen modifiziert. Ein technisches Problem in der letzten Rennstunde zwang das Trio jedoch zur vorzeitigen Aufgabe. Farfus und Maxime Martin (BE) schieden beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps (BE) jedoch gemeinsam mit Dirk Werner (DE) in Führung liegend aus. Dennoch hatte BMW Motorsport beim Klassiker in den Ardennen Grund zum Jubeln: BMW Werksfahrer Lucas Luhr (DE), Markus Palttala (FI) und Nick Catsburg (NL) sorgten im BMW Z4 GT3 vom BMW Sports Trophy Team Marc VDS für den 22. Gesamtsieg von BMW auf dem „Circuit de Spa-Francorchamps“.
 
Statistik Spielberg:
 
Länge:                              4,326 km
Sieger 2014:                    Marco Wittmann, BMW
Pole-Zeit 2014:                1:25,175 Minuten (Robert Wickens, Mercedes)
DTM-Debüt:                     2011

Montag, 27. Juli 2015

Nico Müller bester DTM-Pilot in Spa - Sieg für BMW

Sieg in Spa  für Marc VDS mit Catsburg, Luhr, Palttala
Foto: BMW-Motorsport
BMW hat seine Erfolgsgeschichte in Spa-Francorchamps (BE) fortgeschrieben: 50 Jahre nach dem ersten Sieg beim 24-Stunden-Klassiker sorgten Nick Catsburg (NL), Lucas Luhr (DE) und Markus Palttala (FI) vom BMW Sports Trophy Team Marc VDS für den 22. Gesamterfolg der Marke bei diesem Rennen. Nach 536 Runden auf dem „Circuit de Spa-Francorchamps“ sah der BMW Z4 GT3 mit der Startnummer 46 bei der 67. Auflage des Marathons in den Ardennen trotz einer Durchfahrtsstrafe auf dem ersten Platz die Ziellinie. Damit hat das Fahrzeug bei seinem letzten großen Auftritt eines der bedeutendsten Langstreckenrennen der Welt für sich entschieden.
 
Lange sprach jedoch vieles dafür, dass das Schwesterauto der Sieger ganz oben auf das Podest fahren würde. Denn Maxime Martin, Augusto Farfus und Dirk Werner spulten einen souveränen Auftritt herunter und führten das Feld lange Zeit an. Am Sonntagvormittag ereilte das Auto dann in Front liegend das Aus in Form eines Motorschadens – ein technischer Defekt war die Ursache.
 
„Über weite Strecken sah es für uns sehr gut aus. Die Pace hat gestimmt. Im Morgengrauen haben wir dann angefangen zu pushen, um den Abstand auf den Zweitplatzierten auszubauen. Alles lief nach Plan. Doch dann kam das überraschende Aus“, sagte Farfus.

Auch für alle DTM-Piloten, die beim belgischen Langstrecken-Klassiker am 25. und 26. Juli mitmischten,  sah es lange ebenfalls nach einem äußerst erfolgreichen Wochenende aus.  Doch das Schicksal machte einigen von ihnen einen Strich durch die Rechnung. So war, wie beim 24h-Rennen am Nürburgring, einmal mehr Nico Müller der bestplatzierte DTM-Fahrer. Der Schweizer belegte zusammen mit Frank Stippler und Stephane Ortelli im Audi R8 LMS den zweiten Platz.
 
Eine starke Vorstellung bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt bei einem 24-Stunden-Rennen boten Alessandro Zanardi (IT), Timo Glock (DE) und Bruno Spengler (CA). Bereits im Warm-up vor dem Rennen hatte Spengler bei starkem Regen im #9 BMW Z4 GT3 von ROAL Motorsport die Bestzeit erreicht. In der Nacht fuhr das Fahrzeug zeitweise auf Rang fünf. Zanardi, Glock und Spengler standen in Spa-Francorchamps im Mittelpunkt eines ganz besonderen Motorsport-Projekts: Erstmals teilte sich der beinamputierte Zanardi das Cockpit mit anderen Piloten. Für diese außergewöhnliche Premiere hatten die Ingenieure von BMW Motorsport den BMW Z4 GT3 mit innovativen technischen Lösungen modifiziert.

Eine Stunde vor Schluss des Rennens fuhr das Trio in den Top-10, bevor Glock das Auto in der 500. Runde aufgrund eines technischen Problems neben der Strecke abstellen musste.
 
Großes Pech hatte auch Mercedes-Benz-Pilot Daniel Juncadella. Der hatte mit Nico Bastian und Stef Dusseldrop besonders in der chaotischen Anfangsphase die Übersicht behalten und nach sechs Stunden sogar die Führung inne.  Am Sonntagmorgen fiel der Mercedes SLS AMG GT3 (Team Rowe) zwar etwas zurück, lag jedoch weiter in Schlagdistanz zum Podium.  Doch 45 Minuten vor dem Rennende schlug das Schicksal unbarmherzig zu – eine defekte Lichtmaschine bedeutete den Ausfall für Juncadella und seine Kollegen.
 
Auch für den zweitplatzierten Nico Müller verlief das Rennen nicht ohne Probleme. Dennoch sprang nach Fallen der Zielflagge der zweite Rang heraus.
 
„Es war ein hartes Rennen. Wir hatten zu Beginn ein paar Probleme. Als die Safety-Cars das Feld aufgeteilt haben, verloren wir viel Zeit. Davon haben wir uns nicht mehr erholt". Es war mein erstes 24-Stunden-Rennen in Spa. Es hat viel Spaß gemacht, Teil dieses Projekts mit dem neuen Audi R8 LMS zu sein. Das Doppelpodium war eine schöne Leistung der ganzen Mannschaft. Alle können stolz auf dieses Ergebnis sein.“, sagte Nico Müller, der mit Stippler und Ortelli (Team WRT) vor dem Audi mit der Startnummer 5 (Nicki Thiem/Christian Mamerow/Christopher Mies) ins Ziel kam.

DTM-Markenkollege Mike Rockenfeller kam im Phoenix-Audi noch auf den fünften Rang, obwohl er mit seinen Teamkollegen Andre Lotterer und Marcel Fässler nach der falschen Reifenwahl zu Beginn das Rennens zwischenzeitlich außerhalt der Top-30 unterwegs war.

Halbzeit in der DTM: Audi stärkste Marke

Der Red Bull Ring im österreichischen Spielberg ist am ersten August-Wochenende Schauplatz der beiden nächsten DTM-Rennen. Audi kommt mit einer Doppelspitze in der Fahrerwertung und als führender Hersteller in die Steiermark.

Mit dem neunten Saisonrennen endet am Samstag die erste Halbzeit der DTM 2015, in der Audi bisher die stärkste Marke war: Vier Siege gehen auf das Konto des Audi RS 5 DTM, viermal Startplatz eins und vier schnellste Rennrunden. Dazu die Führung in der Hersteller-Meisterschaft mit 48 Punkten Vorsprung und die Positionen eins, zwei und vier in der Fahrer-Meisterschaft mit Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM/81 Punkte), Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM/76 Punkte) und Edoardo Mortara (Castrol EDGE Audi RS 5 DTM/58 Punkte).

„Wir sind in Hockenheim und auf dem Lausitzring mit vier Siegen in Folge perfekt in die Saison gestartet“, sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „Dafür haben wir die Quittung in Form von Performance-Gewichten erhalten, die uns am Norisring und in Zandvoort das Leben im wahrsten Sinne des Wortes schwer gemacht haben. Unser Ziel für Spielberg ist die Rückkehr aufs Podium.“
 
Aufgrund der extremen Leistungsdichte in der DTM haben die erfolgsbedingten Performance-Gewichte einen großen Einfluss auf die Ergebnisse – ganz besonders im Zeittraining. Im Vorjahr trennten die Top Sechs der Startaufstellung in Spielberg ganze 0,091 Sekunden. „Die Gewichtsunterschiede sind dieses Mal etwas geringer als zuletzt in Zandvoort, aber die BMW-Rennwagen sind im Mittel noch immer rund zehn Kilogramm leichter als unsere Autos“, so Dieter Gass. „Nach unseren Hochrechnungen macht das am Red Bull Ring fast zwei Zehntelsekunden pro Runde aus“, so Dieter Gass.

Mattias Ekström am Red-Bull-Ring das schwerste Auto im Feld
Foto: Jens Hawrda
Das schwerste Auto im Feld hat Mattias Ekström, der sich mit einem vierten Platz am Norisring und einem siebten Platz in Zandvoort bis auf fünf Punkte an Tabellenführer Jamie Green heranpirschen konnte. „Für unseren Partner Red Bull wäre es natürlich toll, wenn ich ausgerechnet am Red Bull Ring die Führung übernehmen könnte“, sagt der Schwede, der in Spielberg noch eine Rechnung offen hat: Es ist die einzige aktuelle DTM-Strecke, auf der er noch nicht auf dem Podium stand. „Es wird also höchste Zeit, zumal der Red Bull Ring für mich ein Heimspiel ist. Ich lebe inzwischen in Österreich und habe neben den Rennen schon viele Events am Red Bull Ring besucht.“
kommt als Tabellenführer nach Spielberg: Jamie Green
Foto: Jens Hawrda
 Auch Jamie Green kommt mit einer offenen Rechnung nach Spielberg. Im vergangenen Jahr kämpfte er in der Spitzengruppe, handelte sich dann jedoch eine Durchfahrtstrafe ein, weil er eine Runde zu spät zur Box kam. „Das war natürlich ärgerlich“, erinnert sich Green. „Aber es hat mir gezeigt, dass wir auf dem Red Bull Ring schnell sein können. Allerdings habe ich mir abgewöhnt, Prognosen abzugeben – das ist in der DTM einfach nicht möglich.“
Als einziger der acht aktuellen Audi-Piloten stand bisher Edoardo Motrara in Spielberg auf dem Siegerpodest – und zwar ganz oben: Der Italiener feierte 2012 auf dem Red Bull Ring seinen ersten DTM-Sieg. Mit 23 Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze rechnet auch er sich weiter Titelchancen aus. „Ein Sieg und ich bin wieder im Rennen“, sagt Mortara.

Der 4,326 Kilometer lange Red Bull Ring gilt als eine der anspruchsvollsten und vielfältigsten DTM-Rennstrecken. Die schnellste Kurve wird mit 230 km/h durchfahren, die langsamste mit 60 km/h. Dazu geht es bergauf und bergab mit einer maximalen Steigung von 12 Prozent und einem maximalen Gefälle von 9,3 Prozent. Den DTM-Streckenrekord im Rennen hält Audi-Pilot Mike Rockenfeller im Schaeffler Audi RS 5 DTM mit einer Rundenzeit von 1.25,266 Minuten.
 
Auch in Spielberg geht es zweimal um Punkte: Rennen eins startet am Samstag um 18.23 Uhr (ab ca. 18.20 Uhr live im „Ersten“), der zweite Durchgang beginnt am Sonntag um 15.18 Uhr (ab 15 Uhr live im „Ersten“). Unter www.dtm.com/live, www.sportschau.de und www.bild.de gibt es zusätzliche Livestreams.
 
Im Rahmenprogramm absolviert der Audi Sport TT Cup zwei weitere Läufe mit den Skistars Felix Neureuther, Marcel Hirscher und Aksel Lund Svindal als prominente Gaststarter. Auch Ex-DTM-Pilotin Rahel Frey gibt ein Gastspiel. Tickets für das Spielberg-Wochenende sind unter www.audi-motorsport.com erhältlich.

Vorfreude auf die SUPERBIKE*IDM am Schleizer Dreieck

Mit der SUPERBIKE*IDM auf dem Schleizer Dreieck steht vom 31. Juli bis 02. August die Lieblingsveranstaltung vieler Fahrer und Fans an. Zwischen Buchhübel und Seng stellen die Piloten ihren Mut unter Beweis.

Schleiz ist für viele Fans und Fahrer einer der Höhepunkte des Jahres
Foto: Jens Hawrda
So sieht Vorfreude aus. Wer sich in den vergangenen Wochen mit den SUPERBIKE*IDM Fahrern über den Stopp auf dem Schleizer Dreieck unterhalten hat, blickte in strahlende Augen. Das Gros schwärmte von der Atmosphäre der Naturrennstrecke, der Begeisterung der Zuschauer, dem Motorradsportfieber, das in Thüringen ungebrochen ist. Für viele Fahrer ist Schleiz das Highlight der SUPERBIKE*IDM Saison. Anstrengend sei der Kurs und mutig müsse man sein, meinen viele Piloten. 3.805 Meter gilt es pro Runde zurückzulegen, 14 Kurven sind zu bewältigen. Zwischen dem Buchhübel, der höchsten Stelle der Strecke und der Seng, dem tiefsten Punkt, liegen 44 Meter Höhenunterschied. Vertreten sind alle Klassen der SUPERBIKE*IDM: Superbike, Superstock 1000, Supersport 600, SuperNaked, Moto3 Standard, Moto3 GP und Sidecar. Mit dabei sind auch die Fahrer der Supportklassen Yamaha R6-Dunlop-Cup, Suzuki GSX-R 750 Challenge, Suzuki Gladius Trophy und IG Königsklasse.
 
Superbike: Reiterberger bekommt neue Konkurrenz
Man könnte fast von Heimvorteil sprechen. Zwar fährt Markus Reiterberger nach Schleiz um die 375 Kilometer, dennoch liegt keine Rennstrecke im Kalender der SUPERBIKE*IDM näher an der Heimat des Obingers. „Für mich ist Schleiz meine Heimstrecke und die schönste Veranstaltung im Jahr. Mein Fanclub und meine Kumpels begleiten mich“, sagt der 21-Jährige vom Team Van Zon-Remeha-BMW. Seine Lieblingsstelle sei die Kuppe, die zur Stadt runterführt. „Da hebst Du im sechsten Gang fast ab, das ist genial“, schwärmt er. Der unangefochtene Spitzenreiter will auf dem Schleizer Dreieck am liebsten einen Doppelsieg holen, was ihm in dieser Saison bereits dreimal gelang. Den Rundenrekord hält im Moment Xavi Forés vom 3C-Racing Team. Er liegt bei 1:24.403 Minuten, der Spanier stellte ihn im vergangenen Jahr auf. Forés konnte sich zuletzt auf dem Hungaroring gegen Reiterberger behaupten und seinen ersten Saisonsieg einfahren. Konkurrenz bekommen die beiden Favoriten aus den eigenen Reihen. Reiterbergers Teamkollege Bastien Mackels und Forés‘ Teamkollege Lorenzo Lanzi wollen um die Spitze mitkämpfen. Das Team Yamaha MGM wartet nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Max Neukirchner und Damian Cudlin mit zwei Stars aus der internationalen Superbike-Szene auf: Kev Coghlan und Cameron Beaubier sind auf Yamaha in der Superstock 1000-WM respektive MotoAmerica vorne mit dabei und springen in Schleiz als Ersatzfahrer ein.
 
Superstock 1000: Gines oder Stamm?
Roman Stamm ist dran an Mathieu Gines. Und das seit Saisonbeginn. Doch nur selten schaffte es der Schweizer vom Kawasaki Schnock Team Motorex bislang, an dem schnellen Franzosen vom Team Langenscheidt Racing by Fast Bike Service auch vorbeizukommen. Das soll sich in Schleiz ändern. Hier hat Stamm einiges an Erfahrung voraus und die ist auf der anspruchsvollen Naturrennstrecke, die zum Testen nicht zur Verfügung steht, elementar. Auf dem Schleizer Dreieck hat der Schweizer im vergangenen Jahr zweimal die Rennen der Klasse Supersport 600 gewonnen. Er ist hochmotiviert, seinen Doppelsieg in der Klasse Superstock 1000 zu wiederholen und in dem Zuge Gines die Führung abzuknöpfen. Der Franzose ist das erste Jahr in der SUPERBIKE*IDM unterwegs und fängt was Erfahrung auf dem Schleizer Dreieck betrifft, bei null an. Gegenwind bekommen sie von Marvin Fritz (Bayer-Bikerbox Racing), Dominik Vincon (BMW Stilgenbauer) und Lukas Trautmann (Freudenberg Racing Team). Alle drei waren bereits im vergangenen Jahr auf dem Schleizer Dreieck erfolgreich.
 
Supersport 600: Von Gunten kehrt zurück
Christian von Gunten unterstrich sein Können Ende Mai auf dem Lausitzring mit dem ersten Saisonsieg in der Klasse Supersport 600. Als der Schweizer vom Team Kawasaki Schnock Team Motorex auf dem Nürburgring auf Wiederholung drängte, stürzte er und brach sich das Schlüsselbein. Jetzt kehrt von Gunten hochmotiviert zurück und will sich mit Tatu Lauslehto (Team Suzuki Stoneline-Mayer), Jan Bühn (Team Räth-Romero-Yamaha), Christian Stange (HPC-Power Suzuki Racing) und seinem Teamkollegen Jasha Huber anlegen. Das Gesamtklassement führt Lauslehto mit 28 Punkten Vorsprung auf Bühn an, gefolgt von Stange und Huber. Als einzige Frau im Feld überzeugt Sarah Heide (Team Suzuki Laux ADAC Sachsen) durch ihre konstanten Leistungen. Die 27-Jährige liegt derzeit an Platz fünf der Gesamtwertung. Christian von Gunten fiel aufgrund seiner Verletzung auf Platz sechs zurück.
 
SuperNaked ohne Michael Galinski
Michael Galinski, Chef von Team Yamaha MGM, wird sich in Schleiz voll und ganz auf seine beiden neuen Fahrer konzentrieren. Die SuperNaked-Klasse muss also ohne den Routinier auskommen. „Ich muss mich um Cameron und Kev kümmern, damit sie sich schnell bei uns zurechtfinden. Da kann ich mir leider nicht die Zeit nehmen, selbst zu fahren, auch wenn es mir richtig Spaß macht“, sagt Galinski. Der aktuelle Tabellenführer Kjel Karthin, der in Galinski einen ebenbürtigen Rivalen gefunden hat, wird sich in Schleiz also mit Udo Reichmann (Völpker NRT 48) und Frank Behrje messen und sicherlich auch wieder mit den Supersport 600-Fahrern anlegen.
 
Moto3: Freitag ist an Meggle dran
Die Favoriten der Moto3-Klasse sind längst ausgemacht. Jonas Geitner (Freudenberg Racing Team) führt mit vier Siegen aus vier Rennen die Moto3 GP-Wertung an, in der Klasse Moto3 Standard fährt sein Teamkollege Tim Georgi der Konkurrenz davon. Das war auch am Sachsenring nicht anders, wo die Nachwuchshoffnungen zuletzt im Rahmen des Deutschland-Grand Prix ihr viertes Saisonrennen austrugen. Spannend wird es besonders in der Moto3 Standard-Wertung: Dort liefern sich Matthias Meggle (Freudenberg Racing Team) und Philipp Freitag (F. Koch Rennsport & Hannes Allwardt) einen ehrgeizigen Kampf um Platz zwei. In einer knappen Entscheidung setzte sich Freitag auf dem Sachsenring zum ersten Mal in dieser Saison gegen Meggle durch und kam 0,059 Sekunden vor ihm ins Ziel. Zweite und dritte Plätze reichen Meggle aber nicht. Sein Ziel ist es, endlich ganz oben zu stehen. Auf dem Schleizer Dreieck fühlt sich Meggle wohl, da will er seine Chance nutzen. „Schleiz liegt mir. Das ist eine richtige Mutstrecke und einzigartig. Die Atmosphäre mit den vielen Zuschauern und den Feldern ringsherum ist toll“, sagt Meggle, der am 29. Juli seinen fünfzehnten Geburtstag feiert. Vielleicht macht er sich selbst ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk und holt in Schleiz den ersten Saisonsieg.
 
Sidecar: Gürck/Wechselberger verzichten wegen Schleiz auf WM-Start in Assen
Uwe Gürck und Manfred Wechselberger wägten lange ab, ob sie in Schleiz starten sollten. Denn die Spitzenreiter der Sidecar-Klasse der SUPERBIKE*IDM sind auch erfolgreich in der Seitenwagen-WM unterwegs. Zeitgleich mit dem Rennwochenende in Schleiz geht es auf dem TT Circuit Assen um Punkte in der Weltmeisterschaft. Schließlich hat sich das Team für den Start auf dem Schleizer Dreieck entschieden. Es darf mit spektakulären Fights gerechnet werden. Denn mindestens die ersten vier Teams der Klasse Sidecar fahren absolut auf Augenhöhe. Neben André Kretzer und Jens Lehnertz ist auch das Mixed-Team Mike Roscher und Anna Burkard (ebenfalls Starter in der Sidecar-WM) vorne mit von der Partie. Auf dem Hungaroring dominierte der amtierende Meister Josef Sattler mit Beifahrer Uwe Neubert die Trainings-Sessions durchwegs und fuhr im Rennen einen Sieg und einen vierten Platz ein. Der Titel ist in dieser Saison noch für alle vier Teams möglich.