Sonntag, 26. Juli 2015

Timo Scheider und Maximilian Götz beim „ZDF Fernsehgarten“

Eine Woche vor dem DTM-Lauf im österreichischen Spielberg bestritten Timo Scheider (Audi) und Maximilian Götz (Mercedes) ein außergewöhnliches Rennen:
Timo Scheider (Audi) siegt bei einem etwas anderen Rennen im ZDF-Fernsehgarten
Foto: Audi-Motorsport
Bei herrlichem Wetter und vor vollen Zuschauerrängen im „ZDF Fernsehgarten“ drehte der zweimalige DTM-Champion in einem Audi RS 5 DTM drei Runden über das Studio-Gelände gegen seinen DTM-Konkurrenten Maximilian Götz. Der Clou: Beide DTM-Piloten hatten prominente Beifahrer, die während der rasanten Fahrt so viele hart gekochte Eier wie möglich schälen mussten. In Scheiders Audi RS 5 DTM, der anlässlich der ersten Teilnahme von Audi Sport in der DTM vor 25 Jahren eine Sonderlackierung bekam, nahm Schlagersängerin Linda Hesse Platz. Nach dem launigen Rennen hatten alle Grund zur Freude: Der Audi-Werksfahrer überquerte als Erster die Ziellinie, mehr geschälte Eier präsentierte die Konkurrenz.

Neun DTM-Piloten starten bei den 24h von Spa-Francorchamps

Neun DTM-Piloten nehmen dieses Wochenende am 24h-Rennen im belgischen Spa-Francorchamps teil. Besonders beachtet wird dabei der BMW Z4 GT3 von Roal Motorsport. Zum ersten Mal werden sich im Motorsport ein körperlich beeinträchtigter Fahrer und zwei unbeeinträchtigte Piloten einen Wagen teilen. Die DTM-Piloten Timo Glock und Bruno Spengler starten gemeinsam gemeinsam mit dem beidseitig beinamputierten Alessandro Zanardi (siehe unseren Beitrag vom Freitag hier im Blog).
Nico Müller startet im Audi R8 LMS
Foto: DTM-Media
Ebenfalls an den Start geht DTM-Fahrer Nico Müller. Der Audi Pilot ist spätestens nach seinem Sieg beim 24h-Rennen am Nürburgring  auf den Langstrecken-Geschmack gekommen und wird sich den Audi R8 LMS (Audi Sport WRT Team) mit Stéphane Ortelli und Frank Stippler teilen. Der Wagen mit der Startnummer 2 gilt als aussichtsreicher Kandidat für den Sieg. Doch auch sein Markenkollege Mike Rockenfeller kann um den Titel ein Wörtchen mitreden. Im Phoenix-Audi mit der Startnummer 6 sitzen gleich drei Le-Mans-Sieger am Steuer – Rockenfeller, Marcel Fässler und Andre Lotterer. Die Phalanx der Audi-Piloten, die am Wochenende auf DTM-Abwegen unterwegs sind, komplettieren Edoardo Mortara und Adrien Tambay, die im R8 LMS für das Team Sainteloc an den Start gehen.
Augusto Farfus startet mit Maxime Martin für das Marc VDS Team
Foto: DTM-Media
Die größte Konkurrenz der Ingolstädter dürfte aus dem BMW-Lager kommen. Allen voran das Marc VDS Team. Das verpasste auf dem Nürburgring den fest anvisierten ersten Platz und hat somit noch eine Rechnung offen. Um diese zu begleichen, kämpfen Augusto Farfus und Maxime Martin gemeinsam mit Dirk Werner um möglichst schnelle Rundenzeiten. 
Maxime Martin mit Heimvorteil ?
Foto: DTM-Media
Martin: „Dieses Rennen ist jedes Jahr aufs Neue etwas ganz Besonderes für mich. Es ist sozusagen mein Heimspiel, da ich nur dieses eine Rennen in Belgien fahre. Mein Vater hat dort vier Mal gewonnen, deshalb ist es schon beinahe so etwas wie eine Familienveranstaltung. Ich möchte dort unbedingt einmal gewinnen.“
Daniel Juncadella startet im Mercedes-Benz SLS AMG GT3
Foto: DTM-Media
Beim letzten großen 24h-Rennen des Jahres soll endlich der lang ersehnte Gesamtsieg gelingen. Auf diesen kann sich der einzige DTM-Mercedes-Benz-Pilot im Feld weniger Hoffnungen machen: Daniel Juncadella genießt im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 mit Indy Dontje und Nicolai Sylvest (Team Astana by Rowe) nur Außenseiterchancen. 

Zahlen und Fakten zur GT Masters-Halbzeit (Teil 2)

Alt und jung: 
Schneider ist nicht nur der schnellste Pilot, sondern mit 50 Jahren auch der älteste Fahrer im Feld. Jüngster Pilot ist der Südafrikaner Jordan Lee Pepper aus dem Audi-Team von Christian Abt mit 18 Jahren.

Klaus Bachler bester Rookie zur Halbzeit der Meisterschaft
Foto: ADAC-Motorsport
Bester Rookie:
Klaus Bachler (23, A/GW IT Racing Team Schütz Motorsport) ist nicht nur engster Verfolger der Tabellenführer Asch/Ludwig, sondern als Tabellenzweiter auch erfolgreichster Neueinsteiger in der „Liga der Supersportwagen.“ Der Österreicher schaffte das seltene Kunststück, in Oschersleben im Porsche 911 sein Debütrennen im ADAC GT Masters zu gewinnen.
 
Top-Debüt:
Als erstem Hersteller in der Geschichte der Serie gelang Bentley gleich beim ADAC GT Masters-Debüt der erste Sieg. In Oschersleben fuhr das Power-Coupé aus England gleich zwei Mal auf den ersten Startplatz und siegte im zweiten Lauf.
Lamborghini gleichauf mit Corvette: Auf dem Red Bull Ring feierte Lamborghini einen Doppelsieg. Die Modelle Gallardo R-EX und Huracán GT3 siegten dort bei ihrem Debütwochenende und sorgten für die Lamborghini-Sieg Nr. 22 und 23 im ADAC GT Masters. Damit zog Lamborghini wieder mit Corvette als erfolgreichste Marke in der „Liga der Supersportwagen“ gleich.
 
Die meiste Erfahrung:
Der Tabellenführer Asch ist auch der dienstälteste, aktive Fahrer im ADAC GT Masters. Bisher hat der Champion von 2012 exakt 99 Rennen hinter sich. Beim Start in die zweite Saisonhälfte auf dem Nürburgring folgt Rennstart Nr. 100.
 
Spannung pur:
Den engsten Zieleinlauf gab es im ersten Rennen in Oschersleben. Klaus Bachler und Christian Engelhart (28, Kösching) siegten im Porsche 911 knappe 0,6 Sekunden vor Asch/Ludwig im Mercedes-Benz SLS AMG.
 
Umkämpfte Pole Position:
Acht Qualifyings, acht verschiedene Pole-Setter: Keinem Fahrer gelang es in diesem Jahr zwei Mal vom besten Startplatz aus in Rennen zu gehen. Am erfolgreichsten im Qualifying waren Mercedes-Benz-Piloten, die in drei Rennen von der Pole starteten. Vielfalt herrscht auch beiden schnellsten Rennrunden. Acht verschiedene Fahrer fuhren bisher in acht unterschiedlichen Supersportwagen die jeweils schnellste Rennrunde.
 
Heiß und kalt:
26 Grad betrug der Temperaturunterschied zwischen den Rennen in Spa-Francorchamps und dem Lausitzring. Nach kühlen 12 Grad und Regen in Belgien wurde das Wochenende in der Lausitz mit Spitzenwerten von 38 Grad zum bisher heißesten Wochenende in der Geschichte der „Liga der Supersportwagen.“
 
Schneller Gentlemen:
Gentlemen-Tabellenführer Remo Lips (32, CH/RWT Racing Team) gelangen bisher in der Klassenwertung die meisten Siege. Drei Mal stand der Corvette-Pilot aus der Schweiz ganz oben aus dem Podest. Insgesamt gelang sechs Gentlemen-Fahrern in diesem Jahr mit Corvette, Nissan, BMW und Audi bereits ein Klassenerfolg.
 
Was bringt die zweite Saisonhälfte?
Auf der Sprintstrecke des Nürburgrings startet das ADAC GT Masters vom 14. bis 16. August in die zweite Saisonhälfte. Weiter geht es vom 28. bis 30. August auf dem Sachsenring, bevor das „Halbfinale“, das vorletzte Rennwochenende der Saison, vom 18. bis 20. September in Zandvoort in den Niederlanden ausgetragen wird. Das Finale findet vom 2. bis 4. Oktober in Hockenheim statt. Tickets zu allen Rennen inklusive Zugang zum Fahrerlager gibt es im Vorverkauf bereits ab 20 Euro. Fernsehpartner SPORT1 zeigte alle Rennen live und in voller Länge samstags und sonntags ab 13:00 Uhr.

Samstag, 25. Juli 2015

Zahlen und Fakten zur GT Masters-Halbzeit (Teil 1)

Sommerpause und Halbzeit im ADAC GT Masters. Nach vier spannenden Rennwochenenden rüstet sich die „Liga der Supersportwagen“ für die zweite Saisonhälfte, die vom 14. bis 16. August auf dem Nürburgring beginnt. Die ersten acht Rennen haben bereits viel Spannung und Action produziert. Highlights, Zahlen und Fakten aus der ersten Saisonhälfte.

Wirth/Keilwitz sammelten bisher die meisten Führungskilometer
Foto: Jens Hawrda
Führungsarbeit:
Andreas Wirth (30, Heidelberg)/Daniel Keilwitz (25, Villingen/beide Callaway Competition) sind in ihrer Corvette noch ohne ersten Saisonsieg, sammelten aber bisher die meisten Führungskilometer. Insgesamt 88 Runden über 342 Kilometer lagen die Corvette-Piloten bisher an der Spitze, das entspricht einem Viertel der bisherigen Gesamtrenndistanz. Auf dem Nürburgring haben Wirth/Keilwitz die nächste Gelegenheit auf den ersten Saisonsieg. Die Chancen stehen dafür nicht schlecht, mit fünf Siegen ist Wirth dort der erfolgreichste Pilot im ADAC GT Masters.
 
Vielfalt:
Sechs Fahrerpaarungen mit sechs verschiedenen Supersportwagen gelang in den ersten acht Rennen ein Sieg. Sebastian Asch (29, Ammerbuch)/Luca Ludwig (26, Bonn/beide Team Zakspeed) im Mercedes-Benz im Dominik Baumann (22, A)/Jens Klingmann (24, Leimen/beide BMW Sports Trophy Team Schubert) im BMW sind bisher die einzigen zweifachen Laufsieger.

Buntes Feld: 
51 Fahrer aus 13 Nationen starteten in diesem Jahr bereits im ADAC GT Masters.
 
Pokalsammler:
Die Tabellenführer Asch/Ludwig sammelten bisher die meisten Pokale. Sechs Mal in acht Rennen stand das Zakspeed-Duo bisher auf dem Podium. Mercedes-Benz-Piloten gelangen mit neun Top-Drei-Platzierungen die meisten Podestplätze in der ersten „Halbzeit“. Bis auf Nissan schafften bisher Fahrer von allen im Feld vertretenen Marken den Sprung auf das Treppchen, die Japaner fuhren dafür bereits drei Siege in der Gentlemen-Wertung ein.
 
Punktehamster:
Ludwig/Asch zeigten bisher auch eine eindruckende Konstanz: Alle Rennen beendeten die Tabellenführer in den Top-Vier und sammelten so in der ersten Saisonhälfte 146 Punkte, mehr als alle „Halbzeitchampions“ zuvor.
 
Abwechslung:
Insgesamt wechselte in den bisherigen acht Rennen 19 Mal die Führung. Alle im Feld vertretenen neun Marken schnupperten damit in der ersten Saisonhälfte Führungsluft.
 
Der Schnellste:
Schnellster Mann im ADAC GT Masters ist Diego Alessi (43, I/Callaway Competition). Der Champion von 2013 wurde im Qualifying in Spa-Francorchamps in seiner Corvette mit 272 km/h gestoppt, dem höchsten bisher gemessenen Topspeed im ADAC GT Masters.
 
Schnellste Runde:
Neuer Rekordhalter für die schnellste jemals im ADAC GT Masters gefahrene Qualifyingrunde ist Bernd Schneider (50, Bottinghofen, CH/HP Racing). Der Mercedes-Benz-Pilot fuhr in Spa-Francorchamps eine Runde mit einem Durchschnittstempo von 182 km/h.

Freitag, 24. Juli 2015

BMW Teams in Spa mit zwei besonderen Fahrzeug-Designs – Zanardi, Glock und Spengler starten in „Michel Vaillant“-Farben

Glock, Spengler, Zanardi (v.l.) das "Dream-Team" von BMW
Foto: BMW-Motorsport
Zwei der BMW Z4 GT3, die am 25. und 26. Juli 2015 bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps (BE) an den Start gehen werden, sind wegen ihrer außergewöhnlichen Designs besondere Blickfänge für die Fans. Allen voran gilt dies für das Fahrzeug des BMW „Dream Teams“ mit Alessandro Zanardi (IT), Timo Glock (DE) und Bruno Spengler (CA). Es wird als Hommage an die legendäre belgische Comic-Reihe um den Rennfahrer „Michel Vaillant“ im Cartoon-Stil beklebt sein. Außerdem macht einer der drei BMW Z4 GT3, die das BMW Sports Trophy Team Marc VDS bei seinem Heimspiel einsetzen wird, durch sein Design auf die „Belgian Foundation against Cancer“ aufmerksam, eine Wohltätigkeits-Organisation, für die sich das belgische Team engagiert.
 
„Natürlich geht es für uns in jedem Rennen in erster Linie darum, durch sportlichen Erfolg auf uns aufmerksam zu machen – und wir sind davon überzeugt, für die 24 Stunden von Spa-Francorchamps in diesem Punkt sehr gut aufgestellt zu sein“, sagt BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. „Wenn wir aber darüber hinaus noch die Möglichkeit haben, den Fans mit besonderen Fahrzeug-Designs eine zusätzliche Freude zu machen, nehmen wir diese sehr gerne wahr. Die Geschichten des Comic-Helden ‚Michel Vaillant’ sind weit über die Grenzen Belgiens hinaus bekannt. Ich finde, dass dieses Design ausgezeichnet zu unserem außergewöhnlichen Projekt mit Alex Zanardi, Timo Glock und Bruno Spengler passt. Dass sich darüber hinaus das BMW Sports Trophy Team Marc VDS mit seinem speziellen Design für wohltätige Zwecke engagiert, freut mich sehr.“

BMW Z4 GT3 im "Michel Vaillant"-Design
Bild: Mercedes-Motorsport
Auf der Motorhaube des BMW Z4 GT3 von Zanardi, Glock und Spengler werden gezeichnete Porträts der drei BMW Fahrer zu sehen sein, auf den Seiten ist der Schriftzug „Vrooaaw“ zu lesen. Das Fahrzeug ist damit eine Reminiszenz an „Michel Vaillant“, dessen fiktive Rennfahrer-Abenteuer seit 1957 weltweit eine große Fangemeinde haben. Die Reihe erschien im Comic-Magazin „Tintin“ und steht in der Tradition der berühmten „Tim & Struppi“-Geschichten. Bis heute werden neue „Michel Vaillant“-Abenteuer veröffentlicht.
 
„Ich glaube, es gibt kaum einen Rennfahrer, der in seiner Jugend nicht die ‚Michel Vaillant’-Geschichten gelesen oder gesehen und dabei von der eigenen großen Rennsport-Karriere geträumt hat“, sagt Glock. „In der Jugend braucht man Helden, und ‚Michel Vaillant’ war so ein Held“, ergänzt Spengler. „Ich bin sehr stolz, mit diesem Design in Spa zu starten.“
 
Mit Boxhandschuhen auf dem Chassis geht der besondere BMW Z4 GT3 vom BMW Sports Trophy Team Marc VDS an den Start. Unter dem Motto „Marc VDS & Friends Racing Against Cancer“ greifen einige belgische Rennsportlegenden ins Lenkrad des Fahrzeugs. Zum Einsatz kommen Eric van de Poele (BE), der 1987 im BMW M3 den DTM-Titel gewonnen hat, Jean-Michel Martin (BE), mehrfacher Sieger der 24 Stunden von Spa und Vater von BMW DTM-Fahrer Maxime Martin (BE), Marc Duez (BE), ebenfalls BMW Sieger bei den 24 Stunden von Spa, und Pascal Witmeur (BE), ein langjähriger Freund vom Marc VDS Racing Team. Das Quartett wird nicht das komplette Rennen bestreiten, sondern jeweils 24 Minuten fahren, um auf den Kampf gegen Krebs aufmerksam zu machen und gleichzeitig so viele Spendengelder wie möglich zu generieren.
 
„Wir fahren nicht das gesamte Rennen, weil wir die Einsatzkosten des Fahrzeugs so gering wie möglich halten wollen“, erklärt Teamchef Bas Leinders (BE). „Das gibt uns die Möglichkeit, mehr Geld zu Gunsten der Belgian Foundation against Cancer zusammenzubringen. Denn darum geht es uns schließlich bei diesem Projekt.“
 
Neben den beiden Design-Fahrzeugen, die markante Farbtupfer im Starterfeld des Langstrecken-Klassikers sein werden, geht BMW Motorsport mit einem großen Aufgebot von neun weiteren BMW Z4 GT3 ins Rennen.