Montag, 4. Mai 2015

DTM Hockenheim: Stimmen der Audi-Piloten

Edoardo Mortara,Tabellenführer nach Hockenheim
Foto: Jens Hawrda
Edoardo Mortara (Castrol EDGE Audi RS 5 DTM #48)

„Ich bin definitiv einer der glücklichsten Menschen im Fahrerlager von Hockenheim. Ich glaube, alle Zuschauer haben gesehen, wir hart umkämpft die DTM ist. Jetzt als Tabellenführer zum nächsten Rennen zu kommen – übrigens zum ersten Mal in meiner DTM-Karriere –, macht mich schon ein bisschen stolz. Auch wenn ich natürlich weiß, dass es nach zwei von 18 Rennen nur eine kleine Momentaufnahme ist. Ich bin auch deshalb so erleichtert, weil ich nach den für mich sehr holprigen Testfahrten vor der Saison kein besonders gutes Gefühl hatte. Umso schöner, dass das Auftaktwochenende mit zwei Bestzeiten im Freien Training, einem vierten Platz und einem Podium so reibungslos und erfolgreich verlaufen ist.“

Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM #5)

„Wenn man seinen 20. Sieg in einer Rennserie feiert, dann denkt man natürlich auch an frühere Siege zurück. Zwei fallen mir dabei sofort ein: der erste überhaupt im Herbst 2002 in Zandvoort. Er war auch deshalb so besonders, weil mein damaliger Teamkollege Laurent Aiello dadurch vorzeitig Meister geworden ist. Ich glaube, die Emotionen in den Minuten und Stunden danach werden wir alle nicht vergessen. Der zweite Sieg, an den ich mich sehr gut erinnere, ist der in Brünn im Jahr 2004. Ich habe damit den ersten meiner beiden Meistertitel klargemacht und auf der anschließenden Siegerparty so manchen guten Vorsatz über Bord geworfen. Eine neue Saison mit einem Sieg zu beginnen, ist natürlich ein Traumstart. Wie wichtig er ist, werden wir im Laufe der nächsten Monate sehen.“
Jamie Green, Sieg am Samstag
Foto: Audi-Motorsport
Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM #53)

„Mit meinem ersten Sieg für Audi in die Saison zu starten, ist einfach nur großartig. Aber das war natürlich nur der erste Schritt. Das Jahr ist noch lang und es kann noch viel passieren. Das hat man am Sonntag gesehen: Ich wurde im Qualifying auf meiner schnellen Runde geblockt und musste weit hinten starten. Ich habe mich zwar im Rennen in die Top Ten vorgekämpft, konnte das Tempo aber mit zunehmendem Regen nicht halten. Das ist ärgerlich. Aber wozu wir in der Lage sind, wenn alles gut läuft, haben wir gestern gezeigt. Das ist eine gute Motivation für die nächsten Rennen.“
Mike Rockenfeller
Foto: Audi-Motorsport
Mike Rockenfeller (Schaeffler Audi RS 5 DTM #99)

„Alle waren gespannt, wie sich die DTM mit dem neuen Format anfühlt. Jetzt haben wir das erste Wochenende erlebt. Aus Fahrersicht kann ich sagen: Es macht viel Spaß, weil wir mehr im Auto sitzen als früher. Und es bleibt keine Zeit zum Hadern, wenn man ein schlechtes Qualifying-Ergebnis haben sollte: Das Rennen startet nur kurze Zeit später und am nächsten Tag werden die Karten noch einmal komplett neu gemischt. Eine Pole-Position sowie ein fünfter und ein sechster Platz in den beiden Rennen sind jetzt nicht überragend, aber eine gute Basis, um darauf aufzubauen. Bis wir über eine heißere Phase im Titelkampf reden, fließt noch viel Wasser den Rhein hinunter.“
Nico Müller
Foto: Audi-Motorsport
Nico Müller (Audi Financial Services Audi RS 5 DTM #51)

„Nach meinem ersten Sieg als Audi-Werksfahrer auf der Nordschleife, der auch der erste für den neuen Audi R8 LMS war, ist mir am Samstag mit Platz sechs auch ein guter Einstand in die DTM-Saison 2015 gelungen. Am Sonntag hatten wir in Hockenheim ebenfalls eine gute Pace, aber strategisch keine glückliche Hand. Unterm Strich bin ich überzeugt, mit meinem Team und mit dem RS 5 DTM ein starkes Paket zu haben und entsprechend zuversichtlich, mein selbst gestecktes Saisonziel zu erreichen: Podiumsplätze. Bevor es in der DTM auf dem Lausitzring weitergeht, steht noch das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring auf dem Programm. Auch dort ist das Podium mein Ziel.“
Timo Scheider
Foto: Audi-Motorsport
Timo Scheider (AUTO TEST Audi RS 5 DTM #10)

„Audi ist schnell! Das ist die Überschrift, die für mich über den Saisonauftakt 2015 gehört. Für mich persönlich waren es zwei Tage mit Höhen und Tiefen: Erst das kurze Rennen am Samstag, das für mich nur eine Runde gedauert hat. Bei dem Kontakt mit einem anderen Auto ist das Lenkrad gegen mein Handgelenk geschlagen. Zum Glück ist es nur eine Prellung und es ist nichts gebrochen. Natürlich tut das immer noch ziemlich weh – aber wenn man im Auto sitzt und voller Adrenalin ist, merkt man davon nichts. Im Rennen am Sonntag sind wir ein bisschen zu spät zum Wechsel auf Regenreifen an die Box gekommen und haben deshalb einige Positionen verloren. Aber wir nehmen mit: Wir sind im Trockenen und im Nassen schnell – das stimmt mich positiv für die nächsten Rennen.“

Adrien Tambay (Playboy Audi RS 5 DTM #27)

„Null Punkte auf dem Konto, aber um viele Erfahrungen reicher – so lautet mein persönliches Fazit des ersten Rennwochenendes 2015. Das neue Format der DTM hat seine Premiere erlebt und ich bin mir sicher, es wird den Fans immer mehr gefallen. Sie erleben viermal volle Action ohne Ruhepause: zwei Qualifyings und zwei Rennen. Für uns Fahrer und alle Techniker bedeutet es eine Menge Umstellungen, die uns aber auf Anhieb gut gelungen sind: Es herrschte trotz des komplett geänderten Zeitplans absolute Ruhe und Routine im Team.“

Miguel Molina (Teufel Audi RS 5 DTM #17)

„Wenn man auf die Ergebnisse schaut, ist das Wochenende in Hockenheim natürlich nicht wirklich erfolgreich für mich gewesen. Aber so seltsam es klingt: Ich reise dennoch mit vielen guten Erfahrungen ab. Die wichtigste: Wir haben den Speed, um an der Spitze mitzufahren. Das haben die Positionen im Qualifying deutlich gezeigt. Es bedeutet, dass Audi Sport und mein Team im Winter sehr gut gearbeitet haben. Und die zweite wichtige Erkenntnis: Mit unserem RS 5 DTM lässt sich perfekt arbeiten. Das Auto reagiert auf alle Veränderungen, was uns die Abstimmung auf die unterschiedlichen Verhältnisse erleichtert. Wir haben noch 16 Rennen, in denen wir von diesen Vorteilen profitieren werden.“

Erstes SUPERBIKE*IDM-Wochenende mit Überraschungen auf dem Podium (Teil 1)

Das Wetter spielte mit. Bei optimalen Bedingungen war der Saisonauftakt der SUPERBIKE*IDM am Lausitzring ein voller Erfolg. 14.100 Zuschauer verfolgten die Rennen der Motorräder und Sidecars. Zum ersten Mal konnten Motorradbegeisterte die Läufe auch von zu Hause aus anschauen: Am Sonntag wurden alle Rennen der SUPERBIKE*IDM per Livestream übertragen. „Wir haben ein gelungenes Rennwochenende hinter uns und auch der Livestream wurde sehr positiv aufgenommen“, sagt Josef Meier vom Promoter MotorEvents HMP.
Markus Reiterberger, volle Punktzahl am Lausitzring
Foto: Media SUPERBIKE*IDM/N.Schneider
Maximalausbeute für Reiterberger in der Klasse Superbike

Zu schlagen war Markus Reiterberger (Van Zon-Remeha-BMW, BMW S 1000 RR) am Wochenende weder im ersten noch im zweiten Rennen. Der Bayer dominierte die Läufe jeweils vor Max Neukirchner (Team Yamaha MGM, Yamaha YZF-R1M). Im zweiten Rennen konnte Neukirchner, in diesem Jahr mit neuem Team und neuem Motorrad unterwegs, besser mit Reiterberger mithalten, hatte aber noch Probleme am Kurvenaus- und -eingang. „Reiti hat das echt super gemacht. Ich wollte es nicht übertreiben und den zweiten Platz lieber sicher heimbringen“, sagte Neukirchner. Während das Duo vorne Gas gab, folgte mit etwa fünf Sekunden Abstand zunächst Neukirchners Teamkollege Damian Cudlin. In der zehnten Runde musste sich der Australier dann von Titelverteidiger Xavi Forés (3C-Racing Team, Ducati 1199 Panigale R) geschlagen geben. Der Spanier holte wie schon im ersten Rennen den dritten Platz, hatte aber nach wie vor Abstimmungsprobleme mit dem neuen Motorrad. „Wir wollten es dieses Wochenende auf das Podium schaffen, das hat geklappt. Deshalb bin ich sehr zufrieden“, sagte Forés. Markus Reiterberger freut sich indes über seinen Doppelsieg beim Saisonauftakt. „Ich bin erleichtert. Das Motorrad ist perfekt, die Pace um 6/10 pro Runde höher als im vergangenen Jahr. Aber ich denke, dass es noch schneller geht“, sagte Reiterberger.

 
Podium Superbike
Foto: Media SUPERBIKE*IDM/N.Schneider
Meisterschaftsstand (Top-Five):
1. Markus Reiterberger BMW S 1000 RR Pirelli 50 Pkt.
2. Max Neukirchner Yamaha R1 M Pirelli 40 Pkt.
3. Xavi Forés Ducati 1199 Panigale R 32 Pkt.
4. Lorenzo Lanzi Ducati 1199 Panigale R Pirelli 24 Pkt.
5. Matej Smrz BMW S 1000 RR Pirelli 21 Pkt.

Starke Piloten im Superstock 1000-Feld

Gleich in der ersten Runde des zweiten Superstock 1000-Rennens stürzte der Favorit und Gewinner des ersten Laufs Lukas Trautmann (Yamaha, Freudenberg Racing Team). Und auch der im ersten Rennen drittplatzierte Marvin Fritz (Bayer-Bikerbox Racing) fiel in der dritten Runde aus. Die Karten wurden dadurch neu gemischt. Mathieu Gines (Langenscheidt Racing by Fast Bike Service, Yamaha YZF-R1M), der im ersten Rennen auf den zweiten Platz fuhr, lieferte sich mit Roman Stamm (Kawasaki Schnock Team Motorex, Kawasaki ZX-10R) einen Kampf um die Führung. Gines lag lange Zeit vorne, erst in der letzten Runde schlüpfte Stamm an ihm vorbei und fuhr den Sieg nach Hause. Auf dem dritten Platz landete Danny de Boer (SWPN, Yamaha). Stamm freute sich über seinen knappen Sieg. „Ich dachte mir die ganze Zeit, dass ich irgendwie an Gines vorbeikommen müsste. Dann habe ich bis zum Schluss gewartet, gepokert und der Plan ist aufgegangen“, sagte er. Gines konnte im Nachhinein nur den Kopf schütteln. „Das ist verrückt. Es ist so schwer, so lange zu führen und dann den Sieg abzugeben“, sagte der Franzose.

 
Meisterschaftsstand (Top-Five):
1. Mathieu Gines Yamaha YZF R1M Dunlop 40 Pkt.
2. Roman Stamm Kawasaki ZX-10R Pirelli 38 Pkt.
3. Danny de Boer Yamaha Yamaha Pirelli 27 Pkt.
4. Lukas Trautmann Yamaha YZF-R1M  25 Pkt.
5. Stefan Kerschbaumer Yamaha YZF-R1m Pirelli 20 Pkt.

Fight um die Spitze in der Klasse Supersport 600

Jan Bühn und Tatu Lauslehto heißen nach dem ersten Rennwochenende die diesjährigen Favoriten in der Klasse Supersport 600. In beiden Rennläufen startete Tatu Lauslehto (Team Suzuki Stoneline-Mayer, Suzuki GSX-R 600) von der Pole-Position. Im ersten Rennen hatte der Finne jedoch massive Probleme mit dem Hinterreifen und kam so als Zweiter hinter Bühn ins Ziel. Im zweiten Rennen legte Lauslehto einen perfekten Start hin und fuhr dieses Mal mit einer härteren Reifenmischung das Rennen konstant zu Ende. Jan Bühn arbeitete sich nach einem verpatzten Start von Rang fünf auf Rang zwei vor und blieb bis zur vorletzten Runde dicht an Lauslehto dran. Dann stürzte der 24-Jährige und schied aus dem Rennen aus. Auf Platz zwei rückte Christian von Gunten nach, gefolgt von Sarah Heide (Team Suzuki Laux ADAC Sachsen, Suzuki), die das Rennen als Dritte und damit beste Deutsche zu Ende fuhr. Heide stand zuletzt nach ihrem Sieg auf dem Sachsenring 2011 auf dem Podium. „Ich muss das erst einmal realisieren“, sagte die 26-Jährige. „Wir haben den Winter durchtrainiert und uns bestens auf die Saison vorbereitet. Das hat sich jetzt ausgezahlt. Das Rennen hat richtig Spaß gemacht.“



Meisterschaftsstand (Top-Five):
1. Tatu Lauslehto Suzuki GSX-R 600 Pirelli 45 Pkt.
2. Christian von Gunten Kawasaki ZX-6R Pirelli 33 Pkt.
3. Jan Bühn Yamaha YZF-R6 Pirelli 25 Pkt.
4. Jasha Huber Kawasaki ZX-6R Pirelli 24 Pkt.
5. Christian Stange Suzuki GSX-R 600 Pirelli 22 Pkt.


Sonntag, 3. Mai 2015

DTM: Grandioses Rennen von Ekström und Paffett

Mattias Ekström siegt im Sonntagsrennen in Hockenheim
Foto: Jens Hawrda
Im Sonntagsrennen in Hockenheim war Mattias Ekström (Audi) nicht zu schlagen, er fuhr ein überlegenes Rennen an der Spitze des Feldes. Von Platz zwei in das Rennen gestartet konnte der Schwede in Runde vier die Führung übernehmen die er nur kurzzeitig nach dem Boxenstopp abgeben musste. Nachdem er Platz eins zurückgewonnen hatte, setzte er sich mit Erfahrung und Routine deutlich von der Konkurrenz ab und gewann nach 35 Runden souverän. Markenkollege Edoardo Mortara kam mit 7,3 Sekunden Rückstand als Zweiter ins Ziel. Ein großartiges Rennen fuhr Gary Paffett (Mercedes-Benz). Vom vorletzten Startplatz fuhr der Brite bei schwierigen Wetterbedingungen bis auf Position drei.

Podium zweites Rennen Hockenheim
Foto: Audi-Motorsport
Ergebnis zweites Rennen (Top-Five):
 
1. Mattias Ekström Audi RS 5 DTM 2015,
2. Edoardo Mortara Audi RS 5 DTM 2015,
3. Gary Paffett Mercedes C 63 DTM,
4. Martin Tomczyk BMW
5. Marco Wittmann BMW
 
Meisterschaftsstand nach zwei Rennen (Fahrerwertung):
 
1. Edoardo Mortara   30 Pkt.
2. Mattias Ekström    25 Pkt.
3. Jamie Green         25 Pkt.
4. Pascal Wehrlein    22 Pkt.
5. Mike Rockenfeller 18 Pkt.

Start-Ziel-Sieg für Jamie Green in einem turbulenten Rennen

Nervenstark und unheimlich schnell: Jamie Green (Audi) dominierte das erste Rennen am Hockenheimring und fuhr in beeindruckender Manier einen Start-Ziel-Sieg heraus. In einem turbulenten Lauf ließ der Audi-Pilot zu keiner Zeit Zweifel an seinem Sieg aufkommen. Mercedes-Benz-Pilot Pascal Wehrlein, von Platz zwei gestartet, behauptete diesen Rang nach spannendem Duell mit Markenkollege Paul di Resta, der Dritter wurde.
Podium erstes Rennen der Saison 2015
Foto: DTM-Media
Der 40-minütige erste Lauf der DTM-Saison 2015 bot Renn-Action pur. Allein acht Fahrer mussten der harten Gangart auf der Strecke Tribut zollen und schieden aus. Von der ersten Runde an wurde um jede Position mit harten Bandagen gekämpft. Die schillernde Ausnahme: Sieger Jamie Green. „Ich bin gar nicht überrascht, dass es heute so gut geklappt hat. Mein Team ist dasselbe, wie in der letzten Saison“, sagte Green. „Auch da war ich schon schnell, hatte aber viel Pech. Das war heute eben nicht so.“ Der Pole-Mann erwischte einen Superstart und hatte sich bereits nach der ersten Kurve einen deutlichen Abstand zum Rest des Feldes verschafft. Auch zwei Safetycar-Phasen zur Mitte des Rennens brachten den Briten nicht aus der Ruhe. Kurz nach den Re-Starts hatte der Brite den alten Abstand wieder hergestellt und passierte nach 26 Runden als souveräner Sieger die Ziellinie. „Alles ist gut. Ich liebe es Rennen zu fahren. Das neue Reglement gibt mir dazu die Möglichkeit.“

Start des Rennens, Jamie Green geht sofort in Führung
Foto: DTM-Media
Eng und verbissen wurde hingegen der Kampf um den zweiten Rang geführt. Paul Di Resta katapultierte sich beim Start von Platz fünf auf drei und stürmte nach drei Runden auch an Pascal Wehrlein vorbei, der vom zweiten Platz ins Rennen gestartet war. „Das war wirklich ein sehr guter Start. Ich hatte gleich Kontakt zu Pascal und konnte ihn dann ja auch überholen. Leider haben am Ende meine Bremsen stark nachgelassen“, sagte Di Resta, der sich letztlich nicht gegen den Deutschen behaupten konnte. Drei Runden vor dem Ende schlug Wehrlein in der Spitzkehre zurück, überholte seinen Markenkollegen und hielt den zweiten Rang bis zur Zielfahne. „Gegen Ende des Rennens waren meine Reifen noch gut. Ich wusste, dass ich schnell bin und habe diesen Vorteil genutzt“, sagte Wehrlein. Unterm Strich waren beide Mercedes-Benz-Fahrer mit ihren Platzierungen mehr als zufrieden. Di Resta: „Wir haben über den Winter viel gearbeitet und viel optimiert. Aber, man weiß ja trotzdem nie genau, wo man wirklich steht. Es ist schon eine echte Erleichterung zu sehen, was mit unseren Autos wieder möglich ist.“
 
Alles andere als zufrieden dürfte BMW mit dem ersten Renntag am Hockenheimring sein. Geschlossen beendeten die Münchener das erste Rennen auf den Plätzen sieben bis elf. Bester Fahrer wurde der Maxime Martin. Der Belgier konnte vom elften Startplatz bis auf Rang sieben vorfahren.. Für Aufregung und Ärger sorgte zudem Martin Tomczyk. Der Rosenheimer drehte sich mit seinem BMW M4 DTM in der Spitzkehre und beförderte damit nicht nur sich selbst, sondern auch die Merdes-Benz-Fahrer Lucas Auer und Garry Paffett aus dem Rennen. Letzterer machte sich nach seinem Ausfall Luft: „Das war eine absolut unnötige Aktion von Martin.“
 
Viel Pech für Augusto Farfus: Nachdem der Brasilianer im Qualifying einen hervorragenden dritten Startplatz herausfuhr, fand er sich in der Startaufstellung zum Auftaktrennen dennoch in der letzten Reihe wieder. In seinem Tank befand sich am Ende der Zeitenjagd weniger als die vorgeschriebene Mindestspritmenge von 500 Gramm, was zu seiner Rückversetzung führte. Im Rennen gab sich Farfus dann kämpferisch und arbeitete sich bis auf den zehnten Rang vor.
 
Der hoffnungsvoll gestartete Audi-Pilot Mattias Ekström musste nach einer Kollision mit seinem Markenkollegen Adrien Tambay zum unplanmäßigen Reifenwechsel an die Box und beendete das Rennen außerhalb der Punkte auf dem zwölften Platz. Nach einem Dreher von Antonio Félix da Costa in der ersten Runde war das Rennen bereits früh für Robert Wickens und Timo Scheider gelaufen. Scheider klagte über Schmerzen im Handgelenk, ließ sich vom Arzt untersuchen und gab dann Entwarnung: „Es tut schon sehr weh, aber gebrochen ist wohl nichts. Das morgige Rennen dürfte nicht in Gefahr sein.“
 
Alles in allem hat das erste Rennen der DTM-Saison 2015 das gehalten, was sich Fans und Veranstalter vom neuen Reglement versprochen haben. Ob Jamie Greens Dominanz Bestand haben wird, zeigt der Sonntag. Um 13.43 Uhr kämpfen die Fahrer im zweiten Rennen des Wochenendes erneut um Punkte.

Rennergebnis 1. Rennen (Top-Five):

1. Jamie Green Audi RS 5 DTM 2015,
2. Pascal Wehrlein Mercedes C 63 DTM,
3. Paul die Resta Mercedes C 63 DTM,
4. Edoardo Mortara Audi RS 5 DTM 2015,
5. Mike Rockenfeller Audi RS 5 DTM 2015.

Donnerstag, 30. April 2015

Auftakt der SUPERBIKE*IDM: Gespannte Vorfreude am Lausitzring

Neue Teams, neue Motorräder, neue Klassen – die SUPERBIKE*IDM startet mit Veränderungen in die Saison 2015. Nach dem dreitägigen Auftakttraining stehen für die Fahrer am Wochenende auf dem Lausitzring die ersten Rennen auf dem Programm. Doch nicht alle Piloten haben sich beim Training in die Karten schauen lassen.

Foto: Jens Hawrda
Etwa 90 Prozent der Fahrer haben die Gelegenheit genutzt und sich beim Auftakttraining am Lausitzring für die Saison vorbereitet. Am Montag und Mittwoch herrschten auf der Rennstrecke optimale Bedingungen. Den verregneten Dienstag nutzten einige Teams, um an ihrem Regen-Set-up zu feilen. Nach dem Training am morgigen Freitag werden am Wochenende auf dem Lausitzring insgesamt 13 Rennen in elf Klassen, darunter auch die spektakulären Sidecars, ausgefahren. „Die Teams haben sich teilweise neu formiert. Yamaha hat ein schönes Motorrad an den Start gebracht, das im Moment noch keiner richtig einschätzen kann. Wir erwarten spannende Kämpfe ums Podium“, sagt Josef Hofmann vom Veranstalter MotorEvents HMP.

Reiterberger und Neukirchner unter 1:39 Minuten
Für Markus Reiterberger und sein Team Van Zon-Remeha-BMW verlief das Auftakttraining im internationalen Teilnehmerfeld erfolgreich. Mit 1:38.687 Minuten war der 21-Jährige offiziell Trainingsschnellster. „Wir konnten mit dem neuen Motorrad viel ausprobieren. Mein Team und das Fahrwerk sind richtig gut, auch mit der Elektronik komme ich bestens zurecht. Deshalb glaube ich, dass wir am Wochenende an der Spitze dabei sind.“ Lediglich der Sachse Max Neukirchner, der seit dieser Saison für das Team Yamaha MGM antritt, unterschritt auf seiner Yamaha YZF-R1M ebenfalls die 1:39-Marke und zeigte, dass er auch mit neuem Team und Motorrad vorne dabei sein wird.

Forés und Lanzi trainieren inkognito
Für die Rennläufe lässt sich anhand der bisherigen Trainingsergebnisse dennoch wenig vorhersagen. Denn sowohl der spanische Titelverteidiger Xavi Forés vom Ducati 3C-Racing Team als auch dessen Teamkollege Lorenzo Lanzi aus Italien waren während des gesamten Auftakttrainings ohne Transponder unterwegs. Die tatsächlichen Kraftverhältnisse zeigen sich spätestens in den Trainings-Sessions am Freitag mit Transponderpflicht. Ein erstes „kleines Finale“ der Superbike- und Superstock 1000-Fahrer steht bereits am Samstag um 15:45 Uhr an: Nach dem Qualifying fahren die besten neun in der zehnminütigen Superpole die endgültige Aufstellung für die ersten drei Startreihen der Rennläufe am Sonntag aus.

Trautmann von null auf hundert in der Klasse Superstock 1000
Nach seinem triumphalen Auftritt im Yamaha R6-Dunlop-Cup des vergangenen Jahres, startet Lukas Trautmann erstmals in der Klasse Superstock 1000 für das Freudenberg Racing Team. Dass der 19-Jährige Österreicher auch hier vorne mitfahren kann, bewies er im Auftakttraining. Mit seiner Yamaha YZF-R1M setzte er sich in allen Trainings an die Spitze und erzielte eine Rundenbestzeit von 1:40.685 Minuten. Der Schweizer Roman Stamm lag mit 1:40.928 Minuten nur knapp hinter Trautmann.

Zwei Favoriten in neuer SuperNaked-Serie
Erstmals gehen bei der SUPERBIKE*IDM auch Naked Bikes an den Start. In der neuen Klasse SuperNaked startet unter anderen Kjel Karthin, der Vorjahres-Champion der Suzuki GSX-R 750 Challenge. Mit der Unterstützung von Suzuki Deutschland tritt er mit einer Suzuki GSR750 an. Dass er kein leichtes Spiel haben wird, beweisen die Ergebnisse des Auftakttrainings auf dem Lausitzring: Den 26-Jährigen trennen lediglich 57 Hundertstel von seinem prominenten Konkurrenten Michael Galinski auf der Yamaha MT-09. Neben dem kernigen Sound der Naked-Maschinen darf am Rennwochenende also auch ein hart umkämpfter Sieg in der neuen Klasse erwartet werden.

Internationaler Nachwuchs fährt um den Moto3-Sieg
Der Nachwuchs wird sich am Rennwochenende in den Klassen Moto3 und ADAC Junior Cup powered by KTM beweisen. Die Moto3-Klasse unterteilt sich in zwei Kategorien: die Moto3 Standard mit identischen Honda NSF250-Motorrädern und die Moto3 GP, in der die Fahrer mit getunten Hondas und Motorrädern anderer Hersteller antreten. Im Auftakttraining stach vor allem Tim Georgi vom Freudenberg Racing Team heraus. Nach seinem Durchmarsch im ADAC Junior Cup des vergangenen Jahres, hat der Berliner auf dem Lausitzring auch in der Moto3 die besten Trainingszeiten seiner Klasse herausgefahren. Viel erwartet wird auch von seinem Teamkollegen Matthias Meggle, der ebenfalls im letztjährigen ADAC Junior Cup auffiel. „In den Nachwuchsklassen starten einige Talente, von denen wir noch viel hören werden“, sagt Hofmann von MotorEvents HMP.