Beim zweiten DTM-Saisonevent auf dem Circuit Zandvoort verzeichnete Emil Frey Racing ein erfolgreiches Wochenende: Matteo Cairoli fuhr in seinem erst dritten DTM-Rennen nach eindrucksvoller Pole Position einen souveränen Start-Ziel-Sieg ein und wurde zudem zum Driver of the Day gekürt – ein beeindruckendes Statement des Italieners in der noch jungen Saison. Im Mittelpunkt stand dabei auch Thierry Vermeulen, der vor heimischem Publikum sein erstes DTM-Podium in Zandvoort feierte und am Sonntag erneut stark auftrumpfte – ein Fehler beim Boxenstopp und eine andere Reifenstrategie kostete ihn jedoch am Ende einen möglichen Sieg.
Unterstützt von BWT und Windhager auf dem Nummer 14 Ferrari von Matteo Cairoli sowie Red Bull und Verstappen.com am #69 Ferrari von Thierry Vermeulen erlebte Emil Frey Racing beim Heimspiel des jungen Niederländers auf dem Circuit Zandvoort ein starkes DTM-Wochenende mit einem Sieg, einem Podium und starken Auftritten beider Fahrer.
Rennen 1 – Samstag, 23. Mai 2026
Ein perfekter Start ins Wochenende: Matteo Cairoli sicherte sich eindrucksvoll seine erste Pole Position in der DTM, während Thierry Vermeulen die erste Startreihe für Emil Frey Racing mit Platz zwei komplettierte.
Beim Start blieb Matteo Cairoli vorne und kontrollierte das Feld. Thierry Vermeulen musste zunächst den Mercedes von Lucas Auer ziehen lassen, stabilisierte sich jedoch auf Rang drei und kontrollierte das Rennen in der Folge. Dank eines komfortablen Vorsprungs konnte er seine Position auch nach dem Pflichtboxenstopp verteidigen.
Einmal mehr glänzte das Team in der Boxengasse: Mit einer Standzeit von 6,110 Sekunden gelang beim Stopp von Vermeulen der schnellste Boxenstopp des Tages.
An der Spitze kontrollierte Matteo Cairoli das Rennen souverän. Bis zu seinem Boxenstopp hatte er sich bereits einen signifikanten Vorsprung erarbeitet. Der Italiener liess sich den Sieg nicht mehr nehmen und überquerte in seinem dritten DTM-Rennen erstmals als Sieger die Ziellinie.
Thierry Vermeulen komplettierte das starke Teamergebnis mit Platz drei und feierte vor heimischem Publikum sein erstes DTM-Podium. Matteo Cairoli wurde zusätzlich verdient zum Driver of the Day gewählt.
Rennen 2 – Sonntag, 24. Mai 2026
Nach viel Verkehr im Qualifying erzielte Matteo Cairoli die sechstschnellste Zeit. Thierry Vermeulen wiederholte seine starke Leistung vom Vortag und sicherte sich erneut den zweiten Startplatz. Der Sieger vom Samstag ging im heutigen Rennen mit einem sogenannten Success Ballast von 20 kg Extragewicht an den Start, was sich auf die Performance spürbar auswirkte.
Beim Start verloren allerdings beide Emil Frey Racing Ferrari an Boden: Matteo Cairoli fiel auf Platz 8 zurück, Thierry Vermeulen musste Lucas Engstler im #130 Lamborghini passieren lassen. Den ersten von zwei Boxenstopps absolvierte die #14 in Runde 9 – und während viele Teams Fehler machten, gewann die Mannschaft dank einer Standzeit von 6,3 Sekunden drei Positionen im Rennen.
Thierry Vermeulen blieb länger draussen, erbte die Führung und kam gemeinsam mit den Top-3-Platzierten an die Box. Ein kurzer Zwischenfall nach einem Unsafe Release des Manthey-Porsches von Thomas Preining sorgte für eine Schrecksekunde in der Boxengasse, doch der Niederländer blieb cool und behielt die Nase vorne, um Platz 3 zu behaupten.
Das Safety Car kam kurz in Runde 17 auf die Strecke, um Teile aufzusammeln – und beim Restart machte Thierry Vermeulen alles richtig: Erst überholte er den #130 Lamborghini und kletterte auf Rang 2, kurz darauf schnappte er sich auch noch die Führung vom #3 BMW von Kelvin van der Linde. Ab diesem Moment war der #69-Pilot der fliegende Holländer und fuhr in seiner eigenen Welt: Nach zwei Runden hatte er sich bereits um 2,2 Sekunden abgesetzt und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Doch beim Stopp schlich sich ein Fehler ein – das Auto wurde zu früh herabgelassen und musste erneut aufgebockt werden, wertvolle Sekunden blieben so auf der Strecke.
Während Thierry Vermeulen den mittleren Stint absolut dominierte, konnte er im dritten Stint mit gebrauchten Reifen nicht mehr angreifen und musste die Konkurrenz ziehen lassen. Er kam schliesslich als Fünfter ins Ziel; Matteo Cairoli nahm mit Platz 11 ebenfalls noch wichtige Punkte mit.
Stimmen zum Rennwochenende
Matteo Cairoli (Italien)
„Der Sieg am Samstag war ein unglaubliches Gefühl! Trotz meines Vorsprungs war in den letzten Runden höchste Konzentration gefordert, da die Reifen ziemlich stark abgebaut hatten. Seit vielen Jahren war es immer mein Ziel, ein Rennen in der DTM zu gewinnen, und jetzt bin in natürlich umso glücklicher über diesen Sieg. Am Sonntag hingegen erlebten wir ein sehr kompliziertes Rennen. Mit dem Extragewicht war es natürlich schwierig. Aber trotzdem hatte ich heute mehr Balanceprobleme als im gestrigen Rennen. Ich denke ich habe am Sonntag das Maximum rausgeholt.”
Thierry Vermeulen (Niederlande)
„Allgemein war es ein wirklich schönes Wochenende hier in Zandvoort mit den ganzen Fans und es ist immer schön, auf dieser besonderen Strecke mein Heimrennen zu feiern. Ich hatte zwei starke Qualifyings und dann das Podium am Samstag war natürlich super. Am Sonntag hatten wir eine super Pace, die wir so nicht ganz erwartete hatten, aber machten dann einen Fehler und es war schmerzhaft zuzusehen, wie das Podium in die Ferne driftete. Aber dennoch gaben wir 100 Prozent und ich bin sehr stolz auf jeden Einzelnen im Team und ich kann es kaum erwarten, wo wir bei den nächste Rennen stehen.”
Quelle: emilfreyracing.com