Montag, 11. Mai 2026

Supersport Rennen 2: Blin-Doppelsieg beendet Geigers Wunschgedanken

Daniel Blin, Ducati Panigale V2 #26 siegt auch in Rennen 2
Foto: Jens Hawrda

Daniel Blin, Dirk Geiger, Lennox Lehmann. Einmal Ducati und zweimal Yamaha. Es war die gleiche Podiumsbelegung wie gestern, aber bevor es soweit war, kam im heutigen zweiten EURO MOTO Supersport-Lauf wieder einmal der alte Spruch zum Tragen: „Nichts ist entschieden, bevor die schwarz-weiß-karierte Flagge gefallen ist.“

Luca de Vleeschauwer (Team SWPN), der im ersten Sachsenring-Lauf Vierter geworden war, versagte am Start komplett und fuhr dem Feld hinterher. An der Spitze gab es eine Yamaha-Doppelführung mit Dirk Geiger und Lehmann (beide Team Apreco). Auftaktsieger Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) sah auf der Ducati Panigale V2 nicht lange zu, machte Druck und versetzte Lehmann einen Platz nach hinten.

Geiger dagegen schien sich endgültig aus dem Staub machen zu wollen, aber in der vorletzten Runde kam alles anders. Der R9-Fahrer büßte mit einem Schag anderthalb Sekunden ein. Irgendetwas stimmte nicht. Die bis dahin makellose Vorstellung von Geiger wurde zum Alptraum. Geiger rutschte, rutschte und rutschte. Der Reifen an der Yamaha war am Ende. Blin war zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle, überholte den Deutschen und sicherte sich die maximal mögliche Punktzahl des Wochenendes. Der damit Meisterschafts-Führende aus Polen holte zugleich den zweiten Tagessieg für Ducati. Nur wenige Stunden zuvor hatte Lukas Tulovic in der Superbike-Klasse auf der Ducati Panigale V4R gewonnen.

Dirk Geiger, Yamaha R9 #60 muss mit einen stark abbauenden Vorderreifen
Daniel Blin ziehen lassen und sich wieder mit Platz 2 begnügen
Foto: Jens Hawrda

„Eigentlich hatte ich versucht, den Reifen zu schonen. Ich wusste, dass es gegen Ende des Rennens kritisch werden könnte“, hob Geiger im Ziel fragend die Schultern, „aber dann kam der Drop wie aus dem Nichts. Jetzt nehme ich zwei zweite Plätze mit nach Hause. Nächstes Mal heißt es: Attacke!“

Was sonst noch passierte: Luca de Vleeschauwer schaffte es, sich bis auf den sechsten Platz nach vorn zu arbeiten. Er durfte nicht darüber nachdenken, was gewesen wäre, wenn der Start geklappt hätte. Lorenzo Fellon gewann das interne Kawasaki-Duell mit Freddie Heinrich.


EURO MOTO Supersport, 2. Lauf (Top-Ten)

1. Daniel BLIN (POL/Ducati)

2. Dirk GEIGER (DEU/Yamaha)

3. Lennox LEHMANN (DEU/Yamaha)

4. Marcel BRENNER (CHE/Ducati)

5. Marvin SIEBDRATH (DEU/Honda)

6. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL/Yamaha)

7. Filip NOVOTNÝ (CZE/Ducati)

8. Filip FEIGL (CZE/Yamaha)

9. Lorenzo FELLON (FRA/Kawasaki)

10.Freddie HEINRICH (DEU/Kawasaki)


Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek