Samstag, 9. Mai 2026

Sportbike: Bijman holt erste EURO MOTO Pole

Ruben Bijman holt erste Pole der neuen Saison
Foto: Jens Hawrda

Die „jungen Wilden“ der EURO MOTO Sportbike-Klasse sind am Samstag auf dem Sachsenring in ihre neue Saison gestartet. Schon in den beiden Auftakt-Qualifyings wurde klar: In dieser Klasse wird es 2026 richtig eng. Die erste Pole Position der neuen Ära fiel erst in der letzten Runde des zweiten Qualifyings am Mittag.

Mit Ruben Bijman (Freudenberg RORA-PALIGO Racing) hat sich der erste Pole-Setter der EURO MOTO Sportbike eingeschrieben. Der Niederländer wechselte zur Saison 2026 aus der IDM Supersport in die Sportbike-Klasse und zeigte sich am Freitag bei kühlen und nassen Bedingungen zunächst noch vorsichtig. Am Samstag drehte der 22-Jährige dann auf. Im ersten Qualifying reichte es zunächst zu Rang drei, im zweiten Zeittraining gelang ihm in seiner letzten fliegenden Runde mit einer Zeit von 1:28,738 Minuten der entscheidende Sprung an die Spitze.

„Ich wusste, dass wir schnell sein können und habe schon erwartet, dass wir vorne mitfahren“, sagte Bijman anschließend im Parc Fermé. „Aber die erste Pole Position des Jahres zu holen, ist natürlich super.“

Lange sah es allerdings danach aus, dass Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) die Nase vorn hat. Der Österreicher, der im vergangenen Jahr im Northern Talent Cup erfolgreich unterwegs war, führte große Teile des zweiten Qualifyings an und setzte mit 1:28,759 Minuten eine starke Zeit. Am Ende fehlten ihm lediglich 0,021 Sekunden auf Bijman. Entsprechend zufrieden zeigte sich der 17-Jährige trotzdem: „Ich bin mehr als happy mit den Qualifyings. Ich habe schon gedacht, dass wir vorne mitfahren können, aber dass die Rundenzeiten so gut werden, hat mich selbst positiv überrascht“, so Kitzbichler.

Den dritten Platz in der ersten Startreihe sicherte sich mit Stepan Zuda ebenfalls ein Fahrer aus dem Freudenberg-Lager. Der Pole war im vergangenen Jahr wie Bijman ebenfalls in der IDM Supersport unterwegs und hatte das erste Qualifying sogar für sich entschieden trotz vorzeitigem Abbruch aufgrund technischer Probleme. Im zweiten Zeittraining konnte er sich zwar mit einer Rundenzeit von 1:28.867 Minuten noch leicht verbessern. Für die erneut schnellste Zeit reichte es aber nichtm mehr.

Mit Platz vier eröffnet Jakob Rosenthaler (RT Motorsports) die zweite Startreihe. Der Österreicher überzeugte bislang sowohl bei den nassen Trainings am Freitag als auch in den Qualifyings mit konstant schnellen Zeiten. Dahinter sorgte der Deutsche Micky Winkler (WSC-Racing) für eine kleine Überraschung. Der ehemalige IDM Supersport-300-Pilot, der in den letzten Jahren seine Motorsport-Karriere weniger aktiv betreiben konnte, fuhr auf Rang fünf.

Mika Siebdrath startet von Platz sechs. Der jüngere Bruder des ehemaligen Supersport-300-Meisters Marvin Siebdrath, tritt damit nun ebenfalls in der Nachwuchsklasse an. Direkt dahinter folgt mit Alexander Weizel ein weiterer deutscher Fahrer. Die Top 10 komplettieren Luis Rammerstorfer (Freudenberg RoRa-Paligo Racing), Kiyano Veijer (Dutch Talent Racing) und Tom Kuil (RT Motorsports).

Noch nicht ganz rund läuft es dagegen für Oliver Svendsen (ERC). Der Däne zählt vor der Saison zu den Titelkandidaten, muss sich aktuell aber noch an seine neue Kawasaki Ninja ZX-6R gewöhnen. Der Supersport-300-Champion von 2024 startet von Position zwölf.

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann