Freitag, 24. Januar 2014

Audi benennt Fahrerteams für die DTM


In 101 Tagen beginnt auf dem Hockenheimring die neue DTM-Saison; nun stehen die Audi-Fahrerteams: Mike Rockenfeller startet im Audi RS 5 DTM als Titelverteidiger und bekommt mit Timo Scheider einen neuen Teamkollegen. Alle drei Audi-Teams wurden für das Projekt Titelverteidigung neu aufgestellt.

Timo Scheider und Mike Rockenfeller fahren 2014 im Team Audi Sport Team Phoenix
Foto: Audi-Motorsport
 
Vom Jäger zum Gejagten: Erstmals in seiner Karriere geht Mike Rockenfeller (D/30) in der DTM mit der Startnummer „1“ des amtierenden Champions an den Start. Und auch sein neuer Teamkollege im Audi Sport Team Phoenix weiß, wie man die begehrteste Krone im internationalen Tourenwagen-Sport gewinnt: Timo Scheider (D/35), DTM-Champion der Jahre 2008 und 2009, wechselt nach sieben Jahren im Audi Sport Team Abt Sportsline in das Team von Ernst Moser.

„Ich hatte eine tolle Zeit bei den Äbten und verlasse die Truppe mit einem weinenden Auge“, sagt Scheider. „Auf der anderen Seite freue ich mich darauf, für das Team zu fahren, das in den vergangenen drei Jahren zweimal den Meister in der DTM gestellt hat. Noch dazu kenne ich die Mannschaft aus meiner Zeit vor Audi sehr gut.“

Timo Scheider tauscht sein Cockpit mit Miguel Molina (E/24), der nach zwei Jahren bei Phoenix in jenes Team zurückkehrt, mit dem er in der DTM bisher seine größten Erfolge feierte: zum Audi Sport Team Abt Sportsline. 2010 war der Spanier in seiner ersten DTM-Saison „Rookie of the year“. 2011 holte er im Team von Hans-Jürgen Abt zweimal den besten Startplatz und sein erstes Podiumsresultat in der DTM.

Mit Edoardo Mortara (I/F/27) erhält das Audi Sport Team Abt Sportsline einen weiteren starken Fahrer, der 2012 im ersten Jahr des aktuellen DTM-Reglements zwei Siege einfuhr und nach einer für ihn enttäuschenden Saison 2013 darauf brennt, in der DTM wieder um Siege zu kämpfen. Der zweimalige DTM-Champion Mattias Ekström (S/35), der 2014 seine insgesamt 14. DTM-Saison bei der Mannschaft aus dem Allgäu bestreitet, und Youngster Adrien Tambay (F/22) komplettieren das erfolgreichste Audi-DTM-Team der Geschichte.

Mit einer durchweg neuen Fahrerkonstellation und einer Kombination aus Routine und Jugend nimmt das Audi Sport Team Rosberg die DTM-Saison 2014 in Angriff: Neue Speerspitze der Mannschaft von Ex-Formel-1-Weltmeister Keke Rosberg und Teamchef Arno Zensen ist Jamie Green (GB/31). Das Cockpit von Filipe Albuquerque (P/28), der in das Le-Mans-Programm von Audi wechselt, übernimmt Audi-Neuverpflichtung Nico Müller (CH/21).

„Wir haben uns im Winter nicht nur unseren RS 5 DTM ganz genau angesehen und nach Optimierungspotenzial gesucht, sondern auch mit unseren drei Teams und den Fahrern die verschiedensten Optionen durchgespielt, um uns möglichst stark aufzustellen“, sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „Nach ausgiebigen Gesprächen sind alle Beteiligten der Meinung, dass wir die beste Lösung gefunden haben. Auf der einen Seite setzen wir auf Kontinuität, indem wir sieben unserer bisherigen Piloten auch 2014 in der DTM am Start haben werden. Auf der anderen Seite denken wir, dass Veränderung manchmal ganz gut tut. Deshalb sind wir überzeugt, dass wir mit unserer modifizierten Aufstellung für die neue Saison gut gerüstet sind.“

Genauso sieht es auch Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich: „Audi steht bei den Fahrern schon immer für Kontinuität, aber auch konsequente Nachwuchsarbeit. Deshalb ist es schön, dass es uns gelungen ist, alle unsere bisherigen DTM-Fahrer bei Audi zu halten – inklusive unserer drei DTM-Champions. Mit Nico Müller haben wir einen vielversprechenden Youngster neu in der Mannschaft, der sicher auch den einen oder anderen Fan aus der Schweiz zur DTM locken wird. Und wir sind schon sehr gespannt, wie sich Timo (Scheider), Edoardo (Mortara), Miguel (Molina) und Jamie (Green) in ihre neuen Teams integrieren werden.“
 
 

 

Donnerstag, 23. Januar 2014

DTM: Vitaly Petrov testet für Mercedes


Fährt Vitaly Petrov 2014 einen DTM Mercedes ?
Foto: Mercedes-Motorsport
Der frühere Formel 1-Fahrer Vitaly Petrov (29, Russland) absolvierte am heutigen Donnerstag auf der Rennstrecke im portugiesischen Portimao seinen ersten DTM-Test in einem DTM Mercedes AMG C-Coupé. Der Test findet genau 100 Tage vor dem Auftakt der neuen DTM-Saison in Hockenheim (4. Mai) statt.

Bereits im vergangenen Jahr sammelte der 29-jährige Russe erste Erfahrungen im Umfeld der international populärsten Tourenwagenserie: Petrov fuhr im Sommer 2013 sowohl beim Moscow City Race rund um den Roten Platz als auch beim DTM-Debüt auf dem Moscow Raceway ein Mercedes-Benz DTM-Renntaxi.

Petrov wurde in der Saison 2009 Vizemeister in der GP2 und stieg im Jahr darauf mit dem Renault F1 Team in die Formel 1 auf. Dort startete er zwischen 2010 und 2012 bei 57 Grands Prix für Renault, Lotus Renault GP und Caterham. In seinen drei Formel 1-Jahren erzielte Petrov insgesamt 64 WM-Punkte. Beim Saisonauftakt in Australien 2011 stand er als Dritter auf dem Podium.

Vitaly Petrov:

„Ich freue mich sehr und bin wirklich dankbar dafür, dass Mercedes-Benz mir diese Testfahrt in einem DTM-Auto ermöglicht. Dieser Test ist eine tolle Gelegenheit, wieder ein leistungsstarkes Rennauto zu fahren. Einen ersten Vorgeschmack bekam ich bereits im vergangenen Jahr, als ich beim Moscow City Racing Event und am DTM-Rennwochenende auf dem Moscow Raceway für Mercedes-Benz ein DTM-Renntaxi fahren durfte. Ich bin vorher noch nie ein solches Auto gefahren und die Demorunden haben mir viel Spaß gemacht. Besonders beeindruckt hat mich, wie gut das DTM Mercedes AMG C-Coupé in den Kurven liegt. Die DTM ist auf einem Top-Level und eine der stärksten Tourenwagenserien der Welt.“

Vitaly Petrov beim DTM-Test für Mercedes in Portimao
Foto: Mercedes-Motorsport
Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef:

 „Russland ist ein sehr wichtiger Markt für die DTM und Mercedes-Benz. Nach der erfolgreichen DTM-Premiere auf dem Moscow Raceway im vergangenen Jahr ist das Interesse an der DTM in Russland stark gestiegen. In diesem Zuge zeigte auch Vitaly Interesse, einmal unser DTM Mercedes AMG C-Coupé testen zu wollen. Diesen Wunsch erfüllen wir ihm heute gerne.“

DTM 2014 startet mit sieben ehemaligen Champions





Mattias Ekström Meister 2004/2007                                   Bruno Spengler Meister 2012                                           Martin Tomczyk Meister 2011
Foto:Jens Hawrda                                                              Foto: Jens Hawrda                                                            Foto:Jens Hawrda

Passend zum Jubiläum „30 Jahre DTM“ sorgt die populärste internationale Tourenwagenserie in der Saison 2014 auch für einen neuen Meilenstein. Nie zuvor in der Geschichte der 1984 ins Leben gerufenen Serie waren in einer Saison gleich sieben Champions unterwegs. Die bisherige Bestmarke stammt aus dem Jahr 1996, als insgesamt sechs frühere Meister am Start waren.

„Die glorreichen Sieben“ für 2014 macht der Brite Paul Di Resta komplett, der nach seinem Titelgewinn 2010 und drei Jahren in der Formel 1 bei Mercedes-Benz in die DTM zurückkehrt. In den Reihen der Stuttgarter ist er neben Landsmann Gary Paffett (Champion 2005) der zweite Titelträger. Ebenfalls zwei ehemalige Champions schickt BMW ins Rennen; Martin Tomczyk (2011) und Bruno Spengler (2012) starten in diesem Jahr sogar bei Schnitzer im gleichen Team. Audi hat neben dem aktuellen Titelverteidiger Mike Rockenfeller die beiden zweimaligen Champions Mattias Ekström (2004 und 2007) und Timo  Scheider (2008 und 2009) im Aufgebot für 2014.

„Die Rekordzahl an Champions in der DTM unterstreicht die hohe Wertschätzung, die unsere Serie in Fahrerkreisen genießt. Die Anziehungskraft der DTM steigt von Jahr zu Jahr. Die Fahrer fühlen sich bei uns bestens aufgehoben, weil sie wissen, dass sie ihr Cockpit - im Gegensatz zu anderen Rennserien inklusive der Formel 1 - allein ihrer Leistung verdanken und für ihre Arbeit auch angemessen entlohnt werden“, sagt Hans Werner Aufrecht, Vorstandsvorsitzender des DTM-Rechteinhabers und -vermarkters ITR e.V.



     Gary Paffett Meister 2005                                           Mike Rockenfeller Meister 2013                                        Timo Scheider Meister 2008/2009
    Foto: Jens Hawrda                                                      Foto: Jens Hawrda                                                             Foto: Jens Hawrda

Bislang war 1996 das Rekordjahr in der Geschichte der DTM, als insgesamt sechs Champions am Start waren. Seinerzeit fuhren Volker Strycek, der erste DTM-Champion von 1984, Kurt Thiim (1986), Klaus Ludwig (1988, 1992 und 1994), Hans-Joachim Stuck (1990), Nicola Larini (1993) und Bernd Schneider (1995, 2000, 2001, 2003 und 2005) um den ITC-Titel. Fünf Meister - neben Volker Strycek, Kurt Thiim und Klaus Ludwig noch Eric van de Poele (1987) und Roberto Ravaglia (1989) - traten 1990 an. Auch 2013 waren in Person von Mattias Ekström, Gary Paffett, Timo Scheider, Martin Tomczyk und Bruno Spengler fünf Champions auf der Strecke.
Paul Di Resta Meister 2010
Foto: Mercedes Motorsport
In diesem Jahr werden die „glorreichen Sieben“ erstmals beim Saisonstart am 4. Mai auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg um Punkte kämpfen. Es folgen die Rennen in der etropolis Motorsport Arena Oschersleben (18. Mai), auf dem Hungaroring vor den Toren von Budapest (1. Juni), auf dem Norisring in Nürnberg (29. Juni) und dem Moskau Raceway (13. Juli). Die zweite Saisonhälfte beginnt auf dem Red Bull Ring in Spielberg (3. August). Es folgen die Rennen auf dem Nürburgring (17. August) und dem Lausitzring (14.
September). Das Comeback in China steigt auf einem eigens für die DTM entworfenen Stadtkurs in der Millionen-Metropole Guangzhou (28. September), bevor die Saison traditionell in Hockenheim (19. Oktober) ausklingt.

Mittwoch, 22. Januar 2014

Paul Di Resta zurück im Mercedes-Benz DTM-Cockpit

Mercedes-Benz startet mit zwei ehemaligen DTM-Champions in die neue DTM-Saison 2014. Neben dem DTM-Meister des Jahres 2005, Gary Paffett (32, Großbritannien, EURONICS Mercedes AMG C-Coupé), fährt auch der DTM-Champion von 2010, Paul Di Resta (27, Schottland), in der kommenden Saison ein DTM Mercedes AMG C-Coupé. Der Schotte verstärkt damit den Fahrerkader von Mercedes-Benz zum 120-jährigen Motorsport-Jubiläum von Daimler in diesem Jahr.
 
Paul di Resta ist zurück in der DTM
Foto: Mercedes-Motorsport
Di Resta ging bereits zwischen 2007 und 2010 für die Marke mit dem Stern in der international populärsten Tourenwagenserie an den Start. Dabei erzielte er in 42 Rennen sechs Siege, sechs Pole Positions und sieben schnellste Rennrunden. Nach seinem Titelgewinn in der DTM beim Saisonfinale in Schanghai 2010 wechselte Di Resta in die Formel 1. Dort bestritt der Schotte von 2011 bis 2013 58 Grands Prix für Sahara Force India-Mercedes und fuhr darin 121 WM-Punkte ein.

Di Resta und Mercedes-Benz blicken auf eine langjährige Zusammenarbeit zurück. Bereits im Jahr 2000 siegte der Schotte in der McLaren Mercedes Champions of the Future Kartserie. Vier Jahre später wurde er Mercedes-Benz Junior und wechselte 2005 in die Formel 3 Euroserie, die er in seiner zweiten Saison mit dem Mercedes-Benz Formel 3-Motor vor dem heute vierfachen Formel 1-Weltmeister Sebastian Vettel gewann.

In der kommenden DTM-Saison ist Di Resta neben seinem Mercedes-Benz Markenkollegen Gary Paffett einer von bislang sieben bestätigten DTM-Champions im DTM-Fahrerfeld 2014. Als Vorbereitung auf den DTM-Saisonauftakt vom 3.-4. Mai 2014 in Hockenheim nimmt Di Resta bereits an diesem Dienstag bei Testfahrten im portugiesischen Portimao am Steuer eines DTM Mercedes AMG C-Coupés Platz. Ob Mercedes in diesem Jahr acht oder wieder nur sechs Fahrzeuge in der DTM einsetzt ist nach wie vor noch nicht klar.

Paul Di Resta:

„Es tut richtig gut, wieder in der DTM zu sein und viele bekannte Gesichter wieder zu sehen. Die DTM ist eine hervorragende Rennserie mit drei starken Premium-Marken, einer sehr hohen Wettbewerbsdichte und einem ausgeglichenen Fahrerfeld. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der gesamten Mercedes-Benz DTM-Mannschaft, mit der ich nun wieder auf Titeljagd gehen möchte. Seit meinem letzten DTM-Rennen in Schanghai 2010 hat sich viel verändert – es gibt neue Autos, ein neues Reglement und einen dritten Hersteller, aber eines ist unverändert geblieben: Mein großer Hunger auf Erfolge. Bei Mercedes-Benz steht mir ein Auto zur Verfügung, mit dem ich um Siege und den Titel kämpfen kann. Mir ist aber klar, dass dies nicht einfach werden wird. Meine Konkurrenten haben bereits zwei Jahre Erfahrung mit der neuen Fahrzeuggeneration, aber ich werde beginnend mit dem heutigen ersten Test mit Volldampf daran arbeiten, um schon beim Saisonstart Anfang Mai in Hockenheim siegfähig zu sein.“

Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef:

„Paul Di Resta gehört seit vielen Jahren zur Mercedes-Benz Familie und wir freuen uns sehr, dass er in dieser Saison zu uns zurückkehrt und unseren DTM-Kader weiter verstärkt. Paul hat in den vergangenen Jahren in der Formel 1 viel dazu gelernt und gemeinsam mit Gary Paffett haben wir zwei erfahrene Piloten in unserer Mannschaft, die bereits den DTM-Titel mit Mercedes-Benz gewonnen haben. Ihr Wissen werden die Beiden nicht nur auf der Strecke umsetzen, sondern auch abseits davon an unsere Mercedes-Junioren weitergeben können.“

Dienstag, 21. Januar 2014

Alessandro Zanardi kehrt mit BMW Motorsport ins Cockpit zurück

Zanardi startet für ROAL Motorsport in der Blancpain GT Sprint Series

Allesandro Zanardi ist zurück im Cockpit
Foto: Jens Hawrda
Die Legende kehrt zurück: Alessandro Zanardi (IT) wird in der Saison 2014 wieder regelmäßig im Cockpit sitzen und für BMW Motorsport um Erfolge auf der Rennstrecke kämpfen. Zanardi tritt in der Blancpain GT Sprint Series in einem für seine Bedürfnisse umgebauten BMW Z4 GT3 an, der vom Team ROAL Motorsport eingesetzt wird. 

Der 47-Jährige verlor bei einem schweren Rennunfall 2001 beide Beine, feierte aber trotz seiner Behinderung ein Comeback im Motorsport. Mit BMW trat er unter anderem in der FIA World Touring Car Championship (WTCC) an und stand dort vier Mal ganz oben auf dem Treppchen. Nachdem er 2012 bei den Paralympics in London (GB) zwei Goldmedaillen auf dem Handbike gewonnen und im selben Jahr eine Testfahrt im BMW M3 DTM absolviert hat, bestreitet er nun zum ersten Mal seit 2009 wieder eine komplette Rennsport-Saison für BMW.

Allesando Zanardi mit seinem Handbike beim DTM - Finale in Hockenheim 2012
Foto: Jens Hawrda
„Alex is back! Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich freue, dass einer der größten Helden der BMW Motorsport Geschichte ins Cockpit eines unserer Rennfahrzeuge zurückkehrt“, sagt BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. „Alex ist menschlich und sportlich ein Vorbild für jeden von uns, und ich bin sicher, dass er auch die neue Herausforderung in der Blancpain GT Sprint Series so angehen wird, wie wir es von ihm gewohnt sind. Man spürt förmlich, wie sehr er den Wettkampf auf vier Rädern vermisst hat. Der Umbau des BMW Z4 GT3 ist für unsere Ingenieure eine Herausforderung. Aber wir haben bereits 2012 bei der Anpassung des BMW M3 DTM wertvolle Erfahrungen gesammelt, die uns nun helfen. Einem erfolgreichen Comeback von Alex steht aus unserer Sicht nichts im Wege.“ 

Zanardi selbst kann es kaum erwarten, wieder in den Motorsport zurückzukehren: „Im Herzen bin ich auch nach meinem Abschied 2009 immer ein Rennfahrer geblieben“, sagt er. „Bei meiner Fahrt im BMW M3 DTM Ende 2012 habe ich sofort wieder das alte Kribbeln gespürt und seitdem mit dem Gedanken gespielt, noch einmal in den Rennsport zurückzukehren. Gemeinsam mit BMW haben wir verschiedene Möglichkeiten geprüft. Dass das nun mit meinen alten Freunden von ROAL Motorsport klappt, freut mich umso mehr. Vielen Dank an BMW Motorsport für diese einmalige Chance.“

Allesando Zanardi 2009 im BMW bei der FIA Touring Car Championship in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda
Zanardi startete schon bei seinem ersten Comeback 2003 für das Team des ehemaligen BMW DTM-Champions Roberto Ravaglia (IT) in der FIA European Touring Car Championship (ETCC). Damals wurde ein BMW 320i für seine speziellen Bedürfnisse – Zanardi gibt mit der Hand Gas – umgebaut. Ab 2005 war der ChampCar-Meister der Jahre 1997 und 1998 erfolgreich in der WTCC am Start und feierte vier Triumphe in Oschersleben (DE), Istanbul (TU) und Brünn (CZ, zwei Siege). Nach der Saison 2009 ging die gemeinsame Zeit von Zanardi und ROAL Motorsport vorerst zu Ende.

„Alex und ich haben gemeinsam so viel im Motorsport erlebt. Deshalb habe ich natürlich keinen Moment gezögert, als sich die Möglichkeit ergeben hat, ihn 2014 wieder für ROAL Motorsport ins Rennen zu schicken“, sagt Ravaglia. „Die Sprintrennen in der Blancpain GT Sprint Series sind wie geschaffen für Alex. Wir werden alles daran setzen, ihm ein starkes Fahrzeug zu bieten, mit dem er an seine alten Leistungen und Erfolge anknüpfen kann.“ 

Im Rahmen der Blancpain GT Series werden ab der Saison 2014 sowohl Langstrecken- als auch Sprintrennen absolviert. Zanardi fährt bei sechs der sieben Sprintrennen über jeweils eine Stunde einen der beiden von ROAL Motorsport eingesetzten BMW Z4 GT3. 


Rennkalender Blancpain GT Sprint Series 2014. 

21. April 2014                 Nogaro (FR)

18. Mai 2014                  Brands Hatch (GB)

6. Juli 2014                     Zandvoort (NL)

24. August 2014            Bratislava (SK)

5. September 2014        Portimão (PT)

19. Oktober 2014           Zolder (BE)

2. November 2014         Baku (AZ)