Dienstag, 26. Mai 2026

Euro Moto Brünn: Volle Fahrt voraus für die Lokalhelden

Wenn die neue EURO MOTO am letzten Mai-Wochenende auf den Grand-Prix-Kurs im tschechischen Brünn einbiegt, steht ein Lokalmatador im Fokus: Štěpán Zuda. Der 20-Jährige reist nach seinem spektakulären Doppelsieg beim Saisonauftakt auf dem Sachsenring als einer der Titelfavoriten in der EURO MOTO Sportbike an.

Die Entscheidungen auf dem Sachsenring hatten in einem Herzschlag-Finale geendet. Besonders dramatisch verlief der erste Lauf: Nach einem heftigen Kontakt mit einem Konkurrenten kam Zuda beinahe zu Fall, fing seine Maschine jedoch sensationell ab und kämpfte weiter um den Sieg. Die Rennleitung ahndete die riskante Aktion seines Gegners im Nachgang, bestrafte den Gegner und erklärte Zuda zum Sieger. Im zweiten Lauf wiederholte der einzige Tscheche im Feld das Ergebnis aus eigener Kraft mit mehr Schwung. Der aus Liberec stammende Rennfahrer geht auf einer Triumph Daytona 660 für das deutsche Freudenberg RORA-PALIGO Racing Team an den Start. Nach seinem Auftakterfolg gilt er inzwischen als heißer Titelkandidat in der kleinsten EURO MOTO-Klasse.

Schon eine Woche nach dem Doppelsieg hätte Štěpán Zuda fast den nächsten Meilenstein feiern können. Sein Team ermöglichte ihm den Start in der Sportbike-Weltmeisterschaft in Most. Doch ein Sturz in der Superpole endete mit einer Handverletzung. Bis zu den EURO MOTO-Läufen bei seinem Heimspiel in Brünn ist der 20-Jährige wieder fit.

Auch in der größeren EURO MOTO Supersport sind die tschechischen Farben stark vertreten. Insgesamt vier Fahrer gehen dort an den Start. Filip Novotný stammt direkt aus Brünn. Der 18-Jährige war schon im Alter von zwei Jahren mit seinem Vater bei den WM-Rennen vor den Toren der Stadt. Der Durchbruch in seiner eigenen Karriere gelang ihm vor drei Jahren im Northern Talent Cup. Aktuell ist der Ducati-Fahrer Gesamt-Siebter in der neuen EURO MOTO Supersport. Beim Saisonauftakt auf dem Sachsenring gelangen ihm zwei Top 10-Platzierungen.

Zum tschechischen Quartett gehören außerdem die Yamaha-Fahrer Filip Feigl, Petr Feigl und Jindřich Škopek. Letzterer zählt mit gerade einmal 17 Jahren zu den jüngsten Fahrern im gesamten Feld.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

 

DTM – Stars and Stories vom Circuit Zandvoort

Sonne, volle Tribünen und jede Menge Geschichten abseits der Strecke: Rund um das DTM-Wochenende in Zandvoort war auf und neben dem Dünenkurs einiges geboten. Gaming-Star MontanaBlack schaute bei der DTM vorbei. Der ehemalige Rennrad-Profi Fabian Wegmann schickte das Feld in den ersten Lauf, bereits vor den Rennen liefen die DTM-Stars beim BWT Best Water Run für den guten Zweck. Dazu überzeugte Lokalmatador Thierry Vermeulen bei seinem Heimspiel mit einem Podiumsplatz sowie einer Box voller Fans.

Lokalmatador Thierry Vermeulen stand im Mittelpunkt des Publikumintersses in Zandvoort
Foto: ADAC-Motorsport

MontanaBlack macht Boxenstopp in Zandvoort

Prominenter Besuch im Fahrerlager: Gaming-Star MontanaBlack – besser bekannt als „Monte“ – radelte zum DTM-Stopp nach Zandvoort. Der Streamer, der auf Twitch und YouTube mehrere Millionen Follower begeistert, ist einer der bekanntesten Internetstars Deutschlands. In Zandvoort zog es ihn zu Max Reis, der im ADAC GT Masters für das Haupt Racing Team an den Start geht. MontanaBlack streamte den Besuch bei der DTM für seine knapp sechs Millionen Follower live auf Twitch und zeigte sich begeistert: „Was für eine Hammer-Stimmung! Ich war schon mal in Zandvoort und finde es hier immer super. In Kombination mit der DTM ist das natürlich überragend. Besser geht es nicht bei diesem Wetter. Da schmecken Bratwurst und Bier doppelt gut.“

DTM-Stars laufen beim BWT Best Water Run

Am Donnerstagabend drehten sich auf dem Circuit Zandvoort nicht die Räder – dafür schnürten DTM-Piloten, Medienvertreter, Teammitglieder und Organisatoren die Laufschuhe. Beim BWT Best Water Run ging es über die 4,259 Kilometer lange Rennstrecke, DTM-Partner BWT belohnte den Einsatz jedes Läufers mit jeweils sechs Euro. Die gesammelte Summe geht an die b.waterMISSION, die seit Jahren Brunnenbauprojekte in Afrika unterstützt. Aston-Martin-Pilot Nicki Thiim lief als einer der ersten DTM-Piloten durchs Ziel: „Das war verrückt und bei dem warmen Wetter sehr anstrengend. Gegen Ende ging mir etwas der Sprit aus. Aber die Bedingungen waren toll und für einen guten Zweck zu laufen, lohnt sich immer.“ Ähnlich erging es Luca Engstler: „Nach den anstrengenden letzten Wochen mit dem 24-Stunden-Rennen am Nürburgring war meine Pace nicht berauschend, aber im Rennwagen sieht das wieder anders aus. Es ist toll, dass so viele Läufer bei dem Charity-Run mitgemacht haben.“

Ex-Radprofi Wegmann weist DTM-Fahrern den Weg

Fabian Wegmann, dreimaliger Deutscher Meister im Straßenrennen, war in Zandvoort zum ersten Mal zu Gast bei der DTM und zeigte sich von der Atmosphäre beeindruckt. „Die ersten Eindrücke sind mega, vor allem bei diesem Traumwetter. Als ehemaliger Radprofi liebe ich die Geschwindigkeit, auch wenn ich im Gegensatz zu den DTM-Fahrern, die natürlich deutlich schneller sind, ordentlich strampeln musste“, sagte der Zweirad-Experte. Anschließend griff er selbst ins Geschehen ein: Mit dem Schild „Drivers start your engines“ schickte er das Feld in den ersten Lauf. Wegmann ist sportlicher Leiter der A.S.O. Germany, die gemeinsam mit dem ADAC Radsportevents wie die ADAC Cyclassics Hamburg veranstalten.

Sebastian Wheldon auf den Spuren von Vater Dan

Zum attraktiven Rahmenprogramm der DTM zählten zwei Läufe der FIA Formula Regional European Championship. Einer der stärksten Fahrer war Sebastian Wheldon, der den Samstagslauf gewinnen konnte. Dem 17-Jährigen liegt das Rennfahren im Blut: Sein Vater Dan Wheldon war einer der erfolgreichsten Piloten seiner Generation. Der Brite gewann 2005 die IndyCar Series sowie das legendäre Indianapolis 500 in den Jahren 2005 und 2011. Bei einem tragischen Unfall kam Dan Wheldon 2011 ums Leben. Sein Sohn führt das Erbe fort und zeigte auf dem Formel-1-Kurs in Zandvoort, dass er zu den vielversprechendsten Nachwuchsfahrern gehört.

Dritter auf dem Podium, Erster in den Herzen: Vermeulen begeistert Zandvoort

Thierry Vermeulen hat bei seinen DTM-Heimrennen in Zandvoort doppelt gepunktet: Der Lokalmatador aus Venlo fuhr einen starken dritten Platz ein und freute sich über den riesigen Support der niederländischen Fans. Beim Pitwalk strömten die Zuschauer an seine Box, um ihn und seinen Ferrari zu besuchen. „Es ist einfach mega, hier in Zandvoort mein Heimspiel zu haben“, sagte Vermeulen. „Die Strecke ist ohnehin für jeden Fahrer etwas Besonderes, aber mit all den niederländischen Fans auf den Tribünen fühlt es sich für mich noch einmal extra speziell an. Besonders schön ist es, wie nah die Fans bei uns sind, etwa in der Boxengasse oder beim Pitwalk. Der GT-Sport wächst in den Niederlanden immer weiter und es ist toll, wie die Begeisterung hier Jahr für Jahr größer wird.“

b.waterMISSION auf dem Dünenkurs im Fokus

Im Rahmen der Initiative „Driving Change“ setzen der ADAC und BWT ein starkes Zeichen für nachhaltigen Fortschritt im Motorsport. Die b.waterMISSION stand dabei im Mittelpunkt des DTM-Wochenendes in Zandvoort – ein Brunnenbauprojekt in Afrika für den Zugang zu sicherem und sauberem Trinkwasser. Der BWT Race Lap Award ist unmittelbar damit verknüpft: Für jede im Rahmen der DTM gefahrene Rennrunde spenden BWT und der ADAC vier Euro zur Unterstützung der b.waterMISSION. Jede Runde trägt damit direkt zum Ausbau der globalen Trinkwasserversorgung bei.


Montag, 25. Mai 2026

ADAC GT-Masters: Lamborghini siegt in Zandvoort - Zulauf/Hirsiger bleiben Spitzenreiter

  • Zweiter Saisonerfolg für das Liqui Moly Team Engstler Motorsport in Zandvoort
  • Doppel-Podium für FK Performance durch Zimmermann/Fourie und Gjerdrum/Rauer
  • Leyton Fourie gewinnt „Road-to-DTM“-Wertung in Zandvoort

Finn Zulauf und Felix Hirsiger haben das zweite Rennen in Zandvoort gewonnen
Foto: ADAC-Motorsport

Sieg für die Tabellenführer des ADAC GT Masters in den Niederlanden. Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) haben im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 den zweiten Lauf in Zandvoort gewonnen. Im Ziel lagen sie 7,799 Sekunden vor den Vortagessiegern Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo. Das Podium komplettierten ihre Teamkollegen Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg) im zweiten BMW. „Das war ein perfektes Rennen. Wir hatten absolut nicht mit dem Sieg gerechnet, umso besser fühlt es sich jetzt an“, freute sich Zulauf. Teamkollege Hirsiger ergänzte: „Es war unglaublich schwierig, in der Box zu stehen und Finn zuzusehen, aber er war so ruhig und gefasst und hat das super gemacht. Wir haben das Maximum aus diesem Wochenende herausgeholt und hoffen jetzt, dass es am Lausitzring genauso weitergeht.“ Mit ihrem zweiten Saisonsieg baute das Duo die Tabellenführung weiter aus.

Am Start blieb zunächst Polesetter Kiano Blum (19/AUT/Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3 vorne. Dahinter sortierten sich Fourie und sein Teamkollege Jan Duran (18/ESP) auf den Rängen zwei und drei ein, während Hirsiger sich mit Rang vier begnügen musste. „Am Start war wichtig, nur kalkuliertes Risiko einzugehen und dranzubleiben, um mit der Strategie auf die Autos vor uns zu reagieren“, erklärte Hirsiger. Nach einer Safety Car-Phase entwickelte sich ein Dreikampf zwischen Hirsiger, Duran und Pavel Lefterov (28/BGR/Razoon - more than Racing) im Porsche 911 GT3 R um die dritte Position, bis Hirsiger zum Fahrerwechsel abbog. „Unsere Strategie hat noch besser funktioniert als gedacht“, lachte Zulauf, der durch den frühen Boxenstopp schließlich die Führung übernahm. „Als ich auf die Strecke zurückkam, meinte mein Ingenieur, ich solle Quali-Mode fahren. Das Auto lief wirklich gut und Felix hat mir die Reifen in einem super Zustand überlassen, sonst wäre dieser Sieg nicht möglich gewesen.“

Verlierer der Boxenstopps war der bis zu diesem Zeitpunkt führende Ford Mustang GT3, den Niklas Kalus (20/Duisburg/Haupt Racing Team) von Blum übernommen hatte. Er kam nicht nur als Fünfter zurück auf die Strecke, sondern musste sich direkt auch gegen den BMW von Fabio Rauer (19/Stolberg/FK Performance Motorsport) in einem mehrere Kurven andauernden Duell geschlagen geben. Rauer nutzte den Schwung und überholte kurze Zeit später auch noch den Porsche von Mark Kastelic (18/SLO/ Razoon - more than Racing) sowie seinen Teamkollegen Joseph Ellerine (22/ZAF).

Eine Unterbrechung des Rennens nach einem Zwischenfall veränderte nicht die Top-3, allerdings fiel Ellerine beim Re-Start durch einen Fehler vom vierten Platz bis ans Ende des Feldes zurück. So blieb es bei Platz zwei und drei für FK Performance Motorsport. Fourie/Zimmermann übernahmen mit ihrem zweiten Platz nach dem Sieg am Vortag auch Rang zwei in der Meisterschaft. „Wir haben Zandvoort aus dem letzten Jahr kopiert, nur die Reihenfolge der Ergebnisse geändert. Platz zwei war mit dem Erfolgsballast nach dem Sieg gestern das Maximum für uns“, erklärte Fourie, der auch die „Road-to-DTM“-Wertung in Zandvoort gewann. „Der Reifenabbau ist hier ohnehin recht herausfordernd, mit mehr Gewicht wird das nicht einfacher. Ich bin sehr happy über das Ergebnis und möchte mich beim Team für das tolle Auto bedanken. Die Saison hat etwas schwierig begonnen, aber wir wussten, dass wir hier stark sein würden und haben das bestmöglich ausgenutzt.“

Für Rauer und Storm Gjerdrum, die sich im Rennen von Startplatz neun bis auf Rang drei nach vorne gearbeitet hatten, war es das erste Podium ihrer ADAC GT Masters-Karriere. „Ich bin sehr glücklich. Es war ein gutes, aber sehr ereignisreiches Rennen“, strahlte Rookie Rauer. „Es ist schon in Storms Stint so viel passiert. Nach dem Stopp war das Auto wieder mega. Als der Porsche aus der Box kam, habe ich den Moment direkt genutzt und es hat geklappt. Ich musste schnell reagieren und das war die richtige Entscheidung, sonst hätte es am Ende nochmal richtig eng mit dem Podium werden können.“

Auf dem vierten Rang sortierten sich schließlich Kastelic/Lefterov vor ihren Teamkollegen Leo Pichler (24/AUT)/Colin Bönighausen (21/Isernhagen/beide Razoon - more than Racing) im zweiten Porsche 911 GT3 R ein. Rang sechs ging an die Polesetter Blum/Kalus im bestplatzierten Ford Mustang GT3 vor John Paul Southern (24/USA)/Jonas Karklys (36/LIT/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini. Jamie Day (20/GBR)/Baudouin Detout (25/Frau/beide Comtoyou Racing) sicherten sich im Aston Martin Vantage GT3 Evo Rang acht, die Zwillinge Sandro und Juliano Holzem (21/Polch/beide Schubert Motorsport) wurden im BMW Neunte. Die Top-10 wurden von Tim Hütter (19/AUT)/Ethan Brown (21/SGP/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im dritten Lamborghini komplettiert.

Das dritte Rennwochenende der Saison 2026 findet von 19. bis 21. Juni auf dem Dekra Lausitzring statt.


Van der Linde krönt Achterbahnfahrt mit erstem DTM-Sieg für BMW

  • Südafrikaner gewinnt turbulenten vierten Saisonlauf in Zandvoort
  • Dörr feiert erstes DTM-Podium, Wittmann fährt von 13 auf Platz drei
  • 39.500 Besucher beim DTM-Stopp auf dem niederländischen Formel-1-Kurs

Großer Jubel bei Kelvin van der Linde über seinen Zandvoort-Sieg
Foto: ADAC-Motorsport

Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport) hat in Zandvoort nach einem spektakulären Rennverlauf seinen ersten DTM-Sieg für BMW eingefahren. Der Südafrikaner bewies Kämpferherz und belohnte sich am Sonntag für einen couragierten Auftritt mit dem neunten DTM-Erfolg seiner Karriere. „Der Sieg tut unfassbar gut, ich kann das gar nicht in Worte fassen. Das Rennen war eine emotionale Achterbahnfahrt, aber genau dafür liebe ich die DTM. Nach dem Auftakt in Spielberg haben wir Details verbessert und viel Arbeit in Boxenstopps investiert. Das hat sich ausgezahlt“, freute sich der 29-Jährige. Jubel auch bei Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport): Der McLaren-Pilot belegte Rang zwei und feierte damit den ersten Podiumsplatz für sich und sein Team. Van der Lindes Teamkollege Marco Wittmann (Fürth) zeigte eine fantastische Aufholjagd und sicherte sich mit einer cleveren Strategie Position drei. Den zweiten Auslandsstopp der DTM im niederländischen Zandvoort erlebten 39.500 Zuschauer.

Keyfacts, Circuit Zandvoort, Zandvoort, Saisonrennen 4 von 16

  • Streckenlänge: 4.259 Meter
  • Wetter: 25 Grad, sonnig
  • Pole-Position: Kelvin van der Linde (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 Evo #3), 1:32,831 Minuten
  • Sieger: Kelvin van der Linde (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 Evo #3)
  • Schnellste Rennrunde: Timo Glock (Dörr Motorsport, McLaren 720S GT3 Evo #16), 1:34,493 Minuten

Pole-Setter van der Linde dominierte die erste Rennhälfte und lag nach dem ersten Boxenstopp in Führung. Zu diesem Zeitpunkt folgten Ferrari-Pilot Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing) und Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) im Lamborghini Temerario GT3 auf den Plätzen zwei und drei. Dörr und Wittmann kämpften sich nach einer kurzen Safety-Car-Phase auf die Ränge sieben und neun vor. Aufreger dann in Runde 20: Vermeulen konnte van der Linde überholen, dessen Pirelli-Slicks stärker abgebaut hatten. Folgerichtig absolvierte der BMW-Pilot als erster Fahrer seinen zweiten Boxenstopp – und diese Taktik zahlte sich aus. Mit bereits angewärmten Reifen zog er einige Runden später an Vermeulen vorbei, der mit noch kalten Pneus keine Chance hatte.

Dörr und Wittmann verfolgten dagegen eine andere Taktik. Sie fuhren in Runde 26 als letzte Fahrer zum zweiten Boxenstopp und schoben sich in den finalen Umläufen nach teilweise spektakulären Überholmanövern auf Rang zwei und drei vor. Nach 35 Runden gewann van der Linde vor Dörr und Wittmann. Hinter den Top-Drei überquerte Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) als Vierter die Ziellinie. Der taktisch versierte Routinier setzte ebenfalls auf späte Boxenstopps, konnte acht Positionen gutmachen und übernahm damit wieder die DTM-Tabellenführung. Vermeulen beendete das zweite Rennen vor seinen Fans als Fünfter.

Auf den Positionen sechs und sieben folgten mit Engstler und Marco Mapelli (I/Red Bull Team Abt) zwei Lamborghini Temerario GT3. Bester Porsche-Pilot war Thomas Preining (A) vom Team Manthey als Achter. Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT) steuerte den dritten Lamborghini auf Rang neun, Ricardo Feller (CH) sicherte sich im zweiten Neunelfer von Manthey Platz zehn.

Weitere Stimmen zum Rennen

Ben Dörr: „Den zweiten Platz habe ich nicht wirklich für möglich gehalten. Ich bin unfassbar stolz. Beim ersten Boxenstopp hat leider ein Rad geklemmt, dadurch bin ich mehrere Plätze zurückgefallen und hatte die Hoffnung auf ein Top-Ergebnis eigentlich schon verloren. Aber ich konnte mich mit einem guten Manöver nach dem anderen wieder nach vorne boxen.“

Marco Wittmann: „Eine super Strategie und ein gutes Reifen-Management waren entscheidend für das gute Rennen, das mit vielen Zweikämpfen unglaublich intensiv war. Zu Beginn bin ich reifenschonend gefahren, daher konnte ich nach der Safety-Car-Phase meine Vorderleute überholen. Natürlich fährt man am liebsten souverän an der Spitze, aber diese Duelle auf der Strecke machen einfach großen Spaß.“


Ergebnis, 4. Meisterschaftslauf, Circuit Zandvoort (Top-Five)

1. Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport)

2. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport), +6,377 Sekunden

3. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), +7,046 Sekunden

4. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), +7,510 Sekunden

5. Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing), +11,053 Sekunden


Sonntag, 24. Mai 2026

DTM: Zweite Saison-Pole für Kelvin van der Linde

#3 Kelvin van der Linde (ZAF / BMW M4 GT3 Evo / Schubert Motorsport)
Foto: ADAC-Motorsport

BMW-Pilot Kelvin van der Linde ist im Zeittraining eine Macht. Der Südafrikaner fuhr am Sonntagvormittag beim zweiten Qualifying auf dem Circuit Zandvoort mit 1:32.831 Minuten die schnellste Runde. Damit sicherte sich der 29-Jährige drei Zusatzpunkte und geht bereits zum elften Mal in seiner Karriere von Startplatz eins aus in ein DTM-Rennen.

„Das Auto war auf der Strecke eine echte Waffe. Es ist bereits meine zweite Pole im vierten Qualifying der Saison, das habe ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Aus dem bitteren Ausfall am Samstag haben wir als Team Kraft gezogen, darauf bin ich sehr stolz. Bei den hohen Temperaturen wird es im Rennen vor allem auf das richtige Reifen-Management ankommen“, sagte van der Linde.

Lokalmatador Thierry Vermeulen präsentiert sich bei seinem Heimspiel weiterhin stark und belegte im Ferrari 296 GT3 Evo wie am Samstag Platz zwei. In der zweiten Startreihe folgen zwei Lamborghini Temerario GT3. Luca Engstler erzielte die drittschnellste Zeit, Markenkollege Mirko Bortolotti bestätigte seinen Aufwärtstrend und sicherte sich Rang vier. Ben Dörr steuerte seinen McLaren 720S GT3 Evo auf Platz fünf.

Das zweite Qualifying in Zandvoort fand am Sonntagvormittag bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von 19 Grad Celsius statt. Wie am Vortag gingen die Piloten erst spät auf Zeitenjagd. Drei Minuten vor Schluss übernahm Bortolotti mit seiner Top-Runde die Führung, eine Minute später gelang van der Linde die Bestzeit. Vermeulen und Engstler legten in ihren jeweils vierten Umläufen nach und sicherten sich die Positionen zwei und drei. Die Abstände waren äußerst knapp, die Top-Ten lagen innerhalb von sieben Zehntelsekunden.

Ergebnis Qualifying, 4. Saisonlauf, Circuit Zandvoort (Top-Five)

  1. Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport), 1:32,831 Minuten
  2. Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing), +0,177 Sekunden
  3. Luca Engstler (D/TGI Team by GRT), +0,340 Sekunden
  4. Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT), +0,374 Sekunden
  5. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport), +0,412 Sekunden

Quelle: dtm.com