Samstag, 5. Dezember 2015

DTM Young Driver Test von BMW in Jerez de la Frontera

Im Rahmen des DTM Young Driver Tests in Jerez de la Frontera (ES) bot BMW Motorsport in dieser Woche vier jungen Piloten die Möglichkeit, erstmals mit dem BMW M4 DTM auf die Strecke zu gehen. Die dreitägigen Testfahrten fanden von Dienstag bis Donnerstag statt. Dabei wechselten sich die BMW Motorsport Junioren Jesse Krohn (FI) und Louis Delétraz (CH) sowie BMW Werksfahrer Alexander Sims (GB) und das britische Talent George Russell im Cockpit des BMW M Performance Parts M4 DTM ab.
 
Foto: BMW-Motorsport
Krohn wurde 2014 zum „BMW Motorsport Junior of the Year“ gekürt und war in der Saison 2015 im BMW Z4 GT3 in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (DE) sowie im BMW Z4 GTE in der European Le Mans Series (ELMS) im Einsatz. Delétraz nahm in diesem Jahr am BMW Motorsport Junior Programm teil. Sims ist ebenfalls im GT-Sport aktiv und startete 2015 mit der Ecurie Ecosse in der British GT Championship und der Blancpain Endurance Series. Der erst 17-jährige Russell bestritt in diesem Jahr seine Debütsaison in der Formel-3-Europameisterschaft, die er auf dem sechsten Gesamtrang beendete.
 
Bei Sonne und milden Temperaturen fanden die vier jungen Fahrer gute äußere Bedingungen für ihre ersten Runden im BMW M4 DTM vor. Die Referenzrunden, die beim DTM Young Driver Test zum Vergleich dienen, absolvierte BMW DTM-Werksfahrer Tom Blomqvist (GB).
 
Tom Blomqvist setzte die Referenzzeiten
Foto: BMW-Motorsport
Zudem setzte BMW Motorsport in Jerez das Testprogramm mit dem BMW M6 GT3 fort. Der neu entwickelte GT-Rennwagen wurde dabei von den BMW Werksfahrern Dirk Werner (DE) und Jens Klingmann (DE) pilotiert.

Stimmen zum DTM Young Driver Test in Jerez:
 
Jesse Krohn
Foto: BMW-Motorsport
Jesse Krohn: „Mit dem Test im BMW M4 DTM ist ein Traum für mich wahr geworden. Die DTM ist die Königsklasse im Tourenwagensport, es ist die höchste Kategorie, die man in einem geschlossenen Rennwagen erreichen kann. Es war fantastisch – genau so großartig, wie ich es mir vorgestellt hatte, wenn nicht sogar noch besser. Die Downforce des BMW M4 DTM ist einfach beeindruckend. Man kann die schnellen Kurven mit hohem Tempo anfahren, ohne dass das Auto zu schwimmen beginnt. Es fährt wie auf Schienen. Dieser Test war ein wunderbares Erlebnis für mich und der perfekte Abschluss für meine bisher beste Saison im Rennsport.“
 
Louis Delétraz: „Es war einfach fantastisch, den BMW M4 DTM zu fahren. Ich habe es wirklich genossen. Das Auto hat unheimlich viel Downforce, eine Menge Power, und auch die Bremsen sind beeindruckend. Um ehrlich zu sein, wurden meine Erwartungen sogar noch übertroffen. Ich war überrascht, wie schnell man mit dem Auto in die Kurve gehen kann. Ich freue mich sehr, dass mir BMW Motorsport diese Möglichkeit geboten hat. Es war ein großartiger Jahresabschluss.“
 
Alexander Sims
Foto: BMW-Motorsport
Alexander Sims: „Es war großartig. Ich habe schon viel Gutes über den BMW M4 DTM gehört und es war fantastisch, dass ich es nun selbst erleben konnte. Das Auto hat sehr viel aerodynamische Downforce. Das bedeutet, dass man beim Anbremsen und am Kurveneingang sehr präzise sein muss, was den Bremsdruck und das Einlenken angeht. Das ist anders als im GT-Rennwagen, und ich habe etwas gebraucht, um mich daran zu gewöhnen. Doch am Ende bin ich sehr gut damit zurechtgekommen. Auch die Motorleistung und das Bremsverhalten sind mehr als beeindruckend. Dank der Karbonbremsen bremst das Auto enorm schnell ab. Insgesamt war es ein fantastischer Test.“
 
George Russell:„Es war das erste Mal, dass ich einen richtigen Test mit einem solchen Auto absolviert habe, und es war ein tolles Erlebnis. Es ist sehr gut gelaufen und es hat mir großen Spaß gemacht, mit dem BMW M4 DTM auf die Strecke zu gehen. Ich bin noch nie mit einem geschlossenen Rennwagen gefahren, der so viel Grip bietet. Das war unglaublich, und es war großartig, mit dem Auto ans Limit zu gehen. Ich habe es durch und durch genossen. Es gibt einige Ähnlichkeiten zwischen einem Formel-3- und einem DTM-Auto. Sie haben beide viel Downforce und sehr leistungsstarke Motoren. Von daher habe ich als Formel-3-Pilot nicht lange gebraucht, um mich an das Auto zu gewöhnen. Insgesamt war es eine fantastische Erfahrung, den BMW M4 DTM zu testen.“

Freitag, 4. Dezember 2015

DTM-Termine 2016 stehen fest - Schock für die Fans: ohne Oschersleben

Die ITR hat die Termine für die DTM-Rennwochenenden für das kommende Jahr bekannt gegeben. Für die Fans der Serie ist sicher ein Schock, das das seit Jahren im Programm befindliche Rennen in Oschersleben 2016 nicht geben wird. Damit ist eine für die Fans der Rennserie attraktivste Rennstrecke für 2016  nicht im Kalender. In einem Interview gegenüber dem MDR zeigte sich der Geschäftsführer des Motosport Arena Oschersleben dann auch enttäuscht über diese Entwicklung. Das Interview hier könnt Ihr hier ansehen: (Klick für MDR-Interview)
Foto: Jens Hawrda
In der Pressemitteilung der ITR wird kein Wort darüber verloren, das ein langjährig erfolgreicher Veranstalter im Jahr 2016 nicht mehr dabei ist. Sicher ist verständlich das sich die DTM um Internationalisierung bemüht. Die die Serie tragenden Automobilhersteller wollen Autos verkaufen und das weltweit und nicht nur in Deutschland. Es wird aber auch deutlich, das die Belange der Fans nur eine untergeordnete Rolle in der Überlegungen der Serienbetreiber spielen. Es geht in erster Linie ums Geld denn die DTM-Serie ist und bleibt eine Marketingmaschine zum Verkauf von Fahrzeugen der beteiligten Automobilhersteller. In diesem Zusammenhang könnte man auch die Frage stellen warum denn in Hockenheim an zwei Wochenenden gefahren werden muss, zumal auch noch ein Rennen am Nürburgring gefahren wird, also drei Rennen in einer Region. Auch aus Sicht der immer wieder beschworenen Kostenreduzierung der Serie bleibt der der Schritt nach Budapest fraglich. Für die DTM-Fans im Osten der Republik bleibt nur das Rennen am Lausitzring. Das aber wird sicher ein Knaller aufgrund des gemeinsamen Auftritts mit der ADAC GT-Masters Serie.


Positiv bleibt anzumerken, das es auch 2016 18 Rennen an neun Wochenenden ausgetragen werden. Das bewährte Format, mit zwei vollwertigen Rennen an einem Wochenende, findet nach dem positiven Feedback von Fahrern und Fans auch in der kommenden Saison seine Fortsetzung.
Foto: Jens Hawrda
Der Startschuss fällt wie gewohnt in Hockenheim. Dort beginnt für Audi, BMW und Mercedes-Benz vom 6. bis 8. Mai 2016 die neue DTM-Saison. Auf derselben Rennstrecke werden am 16. Oktober nach dem letzten Rennen auch die Pokale vergeben.

„Es ist uns gelungen, einen ausgewogenen Terminkalender auf die Beine zu stellen, bei dem die DTM-Veranstaltungen gut über die Saison verteilt sind und die Spannung sowohl bei den Zuschauern als auch den Piloten aufrecht erhalten bleibt“, sagt der ITR-Vorsitzende Hans Werner Aufrecht.

Nach den Auftaktrennen in Hockenheim macht die DTM Station in Spielberg (Österreich) und auf dem Lausitzring, wo im Rahmen der DTM-Veranstaltung auch zwei Rennen des ADAC GT Masters ausgetragen werden. Es folgt am letzten Juni-Wochenende mit dem Norisring das einzige Stadtrennen im DTM-Kalender – Jahr für Jahr ein Höhepunkt der Saison. Danach geht es für die Piloten weiter nach Zandvoort (Niederlande), Moskau (Russland) und in die Eifel, an den Nürburgring. Ende September kehrt die DTM nach einem Jahr Pause zurück nach Ungarn: Auf der Formel-1-Rennstrecke unweit der Hauptstadt Budapest trägt die DTM im kommenden Jahr die Saisonrennen 15 und 16 aus. Das Finale findet vom 14. bis 16. Oktober traditionell auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg statt.

Der Ticketvorverkauf startet am Montag, 30. November auf www.dtm.com/tickets. Zudem werden auch auf der Essen Motor Show, die noch bis zum 6. Dezember läuft, Tickets für die Saison 2016 erhältlich sein. Dort ist die DTM in Halle 3 mit einem großen Stand präsent.

Die DTM-Termine 2016 im Überblick:

6. bis 8. Mai - Hockenheim I
20. bis 22. Mai - Spielberg
3. bis 5. Juni - Lausitzring
24. bis 26. Juni - Norisring
15. bis 17. Juli - Zandvoort
19. bis 21. August - Moskau
9. bis 11. September - Nürburgring
23. bis 25. September - Budapest
14. bis 16. Oktober - Hockenheim II

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Offizielles DTM-Jahresbuch 2015 im Handel erhältlich

In der DTM-Saison 2015 jagte ein Höhepunkt den nächsten. Elektrisierende Rennen, packende Zweikämpfe, strahlende Sieger und zerknirschte Verlierer. Jedes Wochenende, jedes der 18 Rennen schrieb seine ganz eigene Geschichte. Das neue Rennformat sorgte für pures Racing und fand sowohl bei Fans, Fahrern und Verantwortlichen großen Anklang. Die 24 Piloten lieferten Motorsport der Extraklasse und boten eine Saison, auf die der Blick zurück stets lohnenswert ist. Das offizielle DTM-Jahrbuch 2015 bietet dazu die perfekte Gelegenheit und ist ab sofort erhältlich.
Foto: DTM-Media
Der triumphale Audi-Auftakt in Hockenheim und am Lausitzring, Mercedes-Benz’ anhaltende Erfolgsserie auf dem Norisring, der Paukenschlag von BMW im niederländischen Zandvoort und der Weg von Pascal Wehrlein zum jüngsten Champion der DTM-Historie – auf 192 Seiten sind diese und viele weitere Geschichten des Jahres 2015 niedergeschrieben. Zahlreiche Bilder erwecken die vergangene Saison zum Leben, informative Statistiken und Porträts liefern einen anschaulichen Überblick. Die hochwertige Qualität macht das Durchblättern zu einem Genuss.
Foto: DTM-Media
Das DTM-Jahrbuch wird bereits ab Mittwoch auch auf der Motor Show in Essen erhältlich sein, wo sich Enthusiasten ihr Exemplar auf Wunsch auch von DTM-Piloten signieren lassen können. Am kommenden Wochenende sind mehrere aktuelle Fahrer zu Gast auf dem DTM-Stand in der Halle 3.
Foto: DTM-Media
Das brandneue Jahrbuch der Saison 2015 ist nicht nur für eingefleischte DTM-Fans ein Highlight. Es ist im DTM-Shop oder im Buchhandel unter der Bestellnummer ISBN 978-3-928540-83-4 erhältlich. Der Preis beträgt € 35.- inkl. Versandkosten.

Das DTM Jahrbuch 2015:
- 192 Seiten
- 450 Farbfotos
- Format 235 x 330mm
- Deutscher Text
- ausführliche Ergebnisse und Statistiken
- gebunden, Hardcover

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Erfolgreicher DTM-Test für die zweite Rennfahrer-Generation der Familien Asch und Ludwig

  • Sebastian Asch und Luca Ludwig tauschten das Cockpit des SLS AMG GT3 gegen das DTM-Meisterfahrzeug von 2015
  • Belohnung für den Gewinn des Meistertitels im ADAC GT Masters 2015
  • Prominente Rennfahrer-Väter Roland Asch und Klaus Ludwig wohnten dem ersten DTM-Test ihrer Söhne in Jerez de la Frontera bei und stiegen selbst noch einmal ins Cockpit
Foto: Mercedes-Motorsport
Historischer Moment bei den Testfahrten in Jerez de la Frontera: Am Montag, 30. November erhielten die ADAC GT Masters-Champions von 2015, Sebastian Asch und Luca Ludwig, auf der südspanischen Strecke zum ersten Mal die Gelegenheit, ein DTM-Auto zu testen. Beide wurden damit für ihre Leistungen im AMG Customer Sports Programm belohnt.

Der Test fand vor den Augen ihrer prominenten Väter Roland Asch und Klaus Ludwig statt, die in den 90er Jahren selbst für Mercedes-Benz in der DTM an den Start gegangen sind. Ludwig gewann 1992 und 1994 zwei seiner drei DTM-Titel für die Marke mit dem Stern. In Jerez kehrten beide Väter für ein paar Runden in das Cockpit eines DTM-Fahrzeugs zurück.
Sebastian Asch und Luca Ludwig gewannen in der Saison 2015 gemeinsam das ADAC GT Masters in einem Mercedes-Benz SLS AMG GT3. Zusammen besitzen sie die Erfahrung aus 76 Starts im Renn-Flügeltürer. Der DTM-Test war eine Belohnung für ihre Leistungen im AMG Customer Sports Programm.
Foto: Mercedes-Motorsport
In dieser Woche erhalten mit Maro Engel, Jazeman Jaafar, Mikkel Jensen, Marvin Kirchhöfer, Kevin Magnussen und Raffaele Marciello sechs weitere Talente im Rahmen des Young Driver Tests (01.-03. Dezember) die Gelegenheit, den Mercedes-AMG C 63 DTM zu testen.

Sebastian Asch:
„Zunächst möchte ich mich bei Mercedes-AMG dafür bedanken, dass ich ihr DTM-Auto testen durfte. Es ist einfach verrückt, wie gut das Auto in den Kurven liegt. Ich saß im Cockpit und konnte nicht mehr aufhören, ständig zu grinsen. Es ist Wahnsinn, wie direkt das Auto reagiert und wie spät man damit bremsen kann. Man braucht jedoch eine gewisse Zeit, um sich an das hohe Abtriebsniveau zu gewöhnen. Der Test hat richtig Laune gemacht. Es war ein schöner Motivationsschub für mich, ein paar Runden mit dem DTM-Meisterauto drehen zu dürfen.“

Luca Ludwig:
„Ich habe in Jerez zum ersten Mal die Gelegenheit erhalten, in einem DTM-Auto zu fahren. Das war für mich eine riesen Ehre und Freude. Auch weckte es Erinnerungen an meine Jugend, in der ich durch meinen Vater viel Zeit in der Mercedes-Benz DTM-Familie verbracht habe. Entsprechend war es für mich ein sehr emotionaler Moment, zum ersten Mal selbst in ein DTM-Auto steigen zu dürfen. Ich bin von Beginn an gut zurechtgekommen. Aber es ist eine ganz andere Welt als ein GT-Rennfahrzeug. Man benötigt einfach eine gewisse Eingewöhnungszeit, bis man am Limit ist. Am Ende hatte ich aber das Gefühl, dass ich wusste, wo sich das Limit des Autos befindet. Insgesamt bin ich mit dem Tag super happy.“

Roland Asch:
„Für mich war dieser Test zusammen mit meinem Sohn das absolute Highlight. Ich bin 1994 zum letzten Mal mit der AMG Mercedes C-Klasse in der DTM gefahren. Seitdem habe ich die DTM immer verfolgt. Nun bin ich das erste Mal wieder in einem aktuellen DTM-Auto gefahren. Das war der absolute Wahnsinn. Es hat mir riesigen Spaß gemacht. Jetzt weiß ich, was die Fahrer heutzutage leisten. Gerade im Grenzbereich ist es nicht einfach, alles herauszuholen. Es ist unglaublich, was Jungs wie Sebastian in so einem Auto alles leisten können.“

Klaus Ludwig:
„Das war ein schönes Erlebnis. Ich habe auf meinen Runden ein Gefühl dafür bekommen, wie sich ein modernes DTM-Auto fährt. Man muss ganz klar den Hut vor den Jungs ziehen, die mit diesem Auto bis an die Grenzen gehen. Es braucht sehr viel Übung und sehr viel Talent, um ein aktuelles DTM-Fahrzeug so am Limit zu bewegen, wie die Jungs das heute machen. Chapeau.“

Dienstag, 1. Dezember 2015

Ekström fährt in der Rallycross-WM auf das Podium

Mattias Ekström holt zum Saisonabschluss Platz 2 in Argentinien
Foto: Audi-Motorsport
Mattias Ekström ist beim letzten Lauf der FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft 2015 auf Rang zwei gefahren. Im argentinischen Rosario musste sich der Schwede im Audi S1 EKS RX quattro seines privaten Teams EKS im Finale der besten sechs Piloten nur seinem Landsmann Robin Larsson geschlagen geben. Für Ekström war es nach dem Sieg bei seinem Heimrennen in Höljes und dem zweiten Platz im britischen Lydden Hill die dritte Podestplatzierung der Saison. In der Fahrerwertung belegt der 37-Jährige den sechsten Gesamtrang. Zusammen mit EKS arbeitet der Teamchef und Fahrer nun fieberhaft an der Planung für die neue Saison, die im April 2016 in Portugal startet.