Donnerstag, 11. Mai 2023

Mercedes-AMG und Porsche bei Testfahrten der ADAC GT4 Germany an der Spitze

  • Mercedes-AMG-Pilot Denis Bulatov mit absoluter Bestzeit
  • Mit Nicolaj Møller Madsen der Champion von 2020 auf Platz zwei
  • Alle fünf Marken im Feld dicht beieinander

Schnellster beim Test in Oschersleben: Denis Bulatov im Mercedes-AMG GT4
Foto: Jens Hawrda

Die ADAC GT4 Germany ist bereit für die Saison 2023. Die Serie absolvierte am Dienstag und Mittwoch in der Motorsport Arena Oschersleben die offiziellen Testtage mit über acht Stunden an Streckenzeit und 14 teilnehmenden Teams. Mercedes-AMG und Porsche belegten die ersten fünf Plätze auf dem Zeitentableau und hinterließen somit den besten Eindruck im Hinblick auf den Saisonstart an gleicher Stelle vom 26. bis 28. Mai im Rahmenprogramm der DTM. Dennoch ist das Feld eng beisammen. Auch die Fahrzeuge von Aston Martin, BMW und Toyota erreichten Top-Zeiten. Eintrittskarten für die DTM und die ADAC GT4 Germany gibt es online unter dtm.com bereits ab 39 Euro. ADAC Mitglieder sparen im Online-Vorverkauf zehn Prozent.

Die absolut schnellste Runde wurde am Mittwochvormittag gedreht. Denis Bulatov (24/Köln, BCMC Motorsport powered by EastSide Motorsport) kam im Mercedes-AMG GT4 auf 1:30,162 Minuten. „Es ist natürlich super, die Testtage der ADAC GT4 Germany an der Spitze zu beenden. Wir hatten eine Qualifikationssimulation durchgeführt und dafür frische Reifen montiert. Das hat offensichtlich gut funktioniert“, strahlte Bulatov, der sich das Fahrzeug mit Marcel Lenerz (25/Ludwigsau) teilt. „Wir haben über die Testtage einige Dinge am Auto ausprobiert und sind in einer sehr guten Form. Beim Saisonstart wollen wir mit um die Plätze auf dem Podium kämpfen. Es wird jedoch nicht einfach, denn die Konkurrenz ist dieses Jahr ist richtig stark.“

Rang zwei der Testfahrten sicherte mit 1:30,274 Minuten der Champion von 2020 Nicolaj Møller Madsen (30/DNK), der im Porsche 718 Cayman GT4 vom Neueinsteiger-Team und Wimmer Werk Motorsport gemeinsam mit Eric Scalvini (28/ITA) startet. „Ich war ein wenig überrascht über Platz zwei, denn in meiner schnellsten Runden hatte ich nicht den Peak der Reifen. Das Auto fühlt sich aber grandios an, wir arbeiten als Team extrem gut zusammen. Über die Testtage haben wir einige unterschiedliche Set-up-Varianten ausprobiert“, erläutert Møller Madsen. „Ich liebe es in der ADAC GT4 Germany zu fahren, denn aufgrund der Wettbewerbssituation ist es für mich die beste GT4-Serie der Welt. Es gibt hier so viele richtig schnelle Autos. Ich freue mich nun auf die Saison. Das Ziel ist ganz klar der Titel.“

Direkt dahinter folgte ein weiterer Porsche auf Rang drei. Jannes Fittje (23/Langenhain), der gemeinsam mit David Jahn (32/Leipzig, beide AVIA W&S Motorsport) fährt, erzielte eine Zeit von 1:30,333 Min. „David hatte im Winter die Idee, 2023 gemeinsam in der ADAC GT4 Germany zu fahren. Ich fand den Vorschlag super, denn die Rennen 2022 waren äußerst spannend“, blickt Fittje zurück. „Jetzt gleich vorne mit dabei zu sein, freut uns sehr. Wir wussten schon im Vorfeld, dass wir ein starkes Paket haben würden und konnten dies während der Testtage nun auch umsetzen. Wir fühlen uns im Team und der Serie wohl. Jetzt gehen wir in die Analyse und schauen, wo wir uns noch verbessern können. Wir sind angetreten, um die Meisterschaft zu gewinnen.“

Die besten drei Rundenzeiten wurden allesamt in der vierten von sechs Sessions am Mittwochvormittag gefahren. Danach begann es in Oschersleben zu regnen, sodass in der fünften Test-Sitzung keine Zeitverbesserungen möglich waren. Die anwendenden Teams nutzten jedoch die Gelegenheit, um ihre Rennwagen für nasse Streckenbedingungen abzustimmen. Auch die letzte Session am Mittwochabend brachte an der Spitze keine Verschiebungen mehr.

Die viertschnellste Testzeit ging mit 1:30,433 Minuten an den Mercedes-AMG GT4 von Jan Philipp Springob (22/Olpe) und Simon Primm (18/Großschirma, beide CV Performance Group). Die Zeit wurde in Session zwei am Dienstag erreicht. Die Top Fünf der Testtage in Oschersleben komplettierte der Porsche von Max Kronberg (36/Berlin) und Hendrik Still (35/Kempenich, beide AVIA W&S Motorsport). Der schnellste BMW war der M4 GT4 von Matias Nuoramo (18/FIN) und Nikolas Pirttilahti (19/FIN, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) mit 1:30,620 Minuten. Die Aston Martin Vantage GT4-Bestzeit ging mit 1:30,644 Minuten an Ben Dörr (18/Butzbach) und Théo Nouet (20/FRA, beide Dörr Motorsport). Der Toyota GR Supra GT4 von Robin Falkenbach (21/Niederkassel) und Cedric Piro (25/Heusweiler, beide Piro Sports) erzielte eine Bestzeit von 1:30,853 Minuten.

Mit Celia Martin (23/FRA), Fabienne Wohlwend (25/LIE) und Jessica Bäckman (25/SWE, alle Prosport Racing) sind 2023 auch drei Damen in der ADAC GT4 Germany am Start. Am schnellsten während der Testtage war die ehemalige ADAC TCR Germany-Pilotin Bäckman mit einer Zeit von 1:31,661 Minuten. „Ich muss mich natürlich noch an das GT4-Auto gewöhnen. Denn der Fahrstil ist komplett anders“, vergleicht die Schwedin. „Ich mag aber die Strecke in Oschersleben, da ich hier letztes Jahr im Tourenwagen gewonnen habe. Insgesamt bin ich mit den Testtagen zufrieden. Im Laufe der Saison möchte ich mich stetig verbessern und zum Ende hin auch um die vorderen Plätze und das Podium kämpfen.“

Die Top Fünf der Testtage von Oschersleben

1. D. Bulatov/M. Lenerz, BCMC Motorsp. pow. by EastSide Motor., Mercedes-AMG GT4, 

2. N. Møller Madsen/E. Scalvini, Wimmer Werk, Porsche 718 Cayman GT4, 

3. D. Jahn/J. Fittje, AVIA W&S Motorsport, Porsche 718 Cayman GT4, 

4. J.P. Springob/Simon Primm, CV Performance Group, Mercedes-AMG GT4, 

5. M. Kronberg/H. Still, AVIA W&S Motorsport, Porsche 718 Cayman GT4.

ADAC GT4 Germany geht mit starkem Feld in die fünfte Saison

  • Vier Champions und drei Damen unter den 58 Piloten
  • SPORT1 überträgt die ADAC GT4 Germany live im Free-TV
  • Initiative für mehr Nachhaltigkeit wird 2023 konsequent fortgesetzt

Foto: Jens Hawrda

Die ADAC GT4 Germany ist startklar für die fünfte Saison: Die Sportwagenserie des ADAC tritt erstmals im Rahmen der DTM zu sechs Events an. Beim offiziellen Vorsaisontest am 9. und 10. Mai bereiten sich die 14 Teams mit Fahrzeugen von Aston Martin, BMW, Mercedes-AMG, Porsche und Toyota fünf Marken auf den Saisonstart vom 26. bis 28. Mai in Oschersleben vor. Insgesamt 29 Fahrzeuge starten in die Saison 2023, bei ausgewählten Rennen wird das Feld zudem durch attraktive Gaststarter ergänzt. Eintrittskarten für die DTM und die ADAC GT4 Germany gibt es online unter dtm.com bereits ab 39 Euro. ADAC Mitglieder sparen im Online-Vorverkauf zehn Prozent.

In der Saison 2023 ist die ADAC GT4 Germany bei einem neuem TV-Partner zu sehen. SPORT1 überträgt die Rennen live im Free-TV. Alle Rennen werden zudem im kostenlosen Livestream auf sport1.de, ServusTV On, adac.de/motorsport und dem neuen ADAC Motorsport-Kanal youtube.com/adacmotorsports gezeigt. In der ADAC GT4 Germany setzt der ADAC auch 2023 seine im vergangenen Jahr gestartete Initiative für mehr Nachhaltigkeit im Motorsport konsequent fort. Im zweiten Jahr in Folge wird der exklusiv von Shell entwickelte Kraftstoff Blue Gasoline 98 GT Masters eingesetzt, der zu rund 50 Prozent aus erneuerbaren Komponenten besteht und einen bedeutenden Anteil zur CO2-Reduktion leistet.

Mit der prestigeträchtigen Startnummer 1 gehen die amtierenden Champions Hugo Sasse (19/Aschersleben) und Mike David Ortmann (23/Ahrensfelde, beide Prosport Racing) in die neue Saison. Im Aston Martin Vantage GT4 wollen sie versuchen, der erste Titelverteidiger der ADAC GT4 Germany zu werden. Ihr Rennstall Prosport Racing bietet 2023 insgesamt vier Fahrzeuge auf – so viele wie kein anderes Team und setzt mit Celia Martin (23/FRA), Fabienne Wohlwend (25/LIE) und Jessica Bäckman (25/SWE) auch auf Frauen-Power. Titelambitionen haben auch Ben Dörr (18/Butzbach) und Théo Nouet (20/FRA, beide Dörr Motorsport) in einem weiteren Aston Martin. Beide wurden in der Vergangenheit bereits Vize-Champion.

Zahlenmäßig am stärksten vertreten in der ADAC GT4 Germany ist wie 2021 und 2022 auch dieses Jahr wieder Porsche. Insgesamt neun 718 Cayman GT4 RS CS wurden eingeschrieben. Neuzugang ist der ehemalige ADAC TCR Germany Rennstall Wimmer Werk Motorsport mit zwei Fahrzeugen. Hier bilden der Champion von 2020 Nicolaj Møller Madsen (30/DNK) und Eric Scalvini (28/ITA, beide Wimmer Werk Motorsport) ein schlagkräftiges Duo. AVIA W&S Motorsport bietet drei Exemplare auf – unter anderem für die früheren ADAC GT Masters-Piloten David Jahn (32/Leipzig) und Jannes Fittje (23/Langenhain). Allied-Racing und Overdrive Racing treten mit jeweils zwei Porsche an.

Das Debüt in der ADAC GT4 Germany gibt 2023 der neue BMW M4 GT4 auf Basis des G82. Gleich drei Neueinsteiger-Teams setzen auf das Modell aus München. Das sind Walkenhorst Motorsport, Project 1 und FK Performance Motorsport, die jeweils zwei Exemplare an den Start rollen. Auch Hofor Racing by Bonk Motorsport setzt zwei BMW ein - in einem sitzt mit Gabriele Piana (36/ITA) der Champion der Saison 2021.

Sechs Mercedes-AMG GT4 werden 2023 in der ADAC GT4 Germany antreten. Neu mit dabei ist das ehemalige DTM-Team BWT Mücke Motorsport mit zwei Fahrzeugen, die von vier schnellen Junioren pilotiert werden. EastSide Motorsport verdoppelt sein Aufgebot auf zwei Mercedes-AMG. Die CV Performance Group bringt wie 2022 wieder zwei Fahrzeuge mit dem Stern im Kühlergrill an den Start. Für Power aus Fernost sorgt der Toyota GR Supra GT4 von Robin Falkenbach (21/Niederkassel) und Cedric Piro (25/Heusweiler, beide Piro Sports).

Sachsenring - Heimrennen für zahlreiche IDM - Piloten

Foto: Jens Hawrda

Am kommenden Wochenende ist es soweit und die Motorsport-Saison auf dem Sachsenring wird mit dem IDM-Auftakt vom 12. bis 14. Mai eröffnet. Mit dabei sind zahlreiche Kadersportler des ADAC Sachsen, die sich auf ein Heimrennen freuen dürfen.

Mit Paul Fröde und Toni Finsterbusch starten gleich zwei Sachsen in der höchsten IDM-Klasse, der IDM Superbike. Fröde, der in Hohenstein-Ernstthal wohnt und geboren ist, freut sich ganz besonders auf sein Heimrennen, wie er bereits im Interview mit dem ADAC Sachsen verriet: „Der Sachsenring ist meine Heimstrecke, deswegen freue ich mich am meisten dort Rennen zu fahren. Das Beste ist, dass ich von meinen heimischen Fans angefeuert werden kann, was nochmal deutlich mehr motiviert.“ Letztes Jahr noch auf Platz 21, will der junge Sachse in dieser Saison unter die Top 10 fahren. Ein Ziel, welches Toni Finsterbusch mit Platz 9 bereits letztes Jahr erreichen konnte. Die Rennen der beiden Sachsen starten am Sonntag um 10:45 Uhr (R1) und 15:25 Uhr (R2).

Als Gaststarter in der IDM-Superbike werden auch Moritz Jenkner aus Hohenstein-Ernstthal und Kevin Orgis auf dem Sachsenring an den Start gehen. Der aus Frankenberg stammende Orgis, startet ab Juni gemeinsam mit Jenkner im Pro Superstock 1000 Cup. Beiden wollen auf dem Sachsenring erste Rennerfahrungen für die neue Saison sammeln und die Chance nutzen, „vor der Haustür ein hochkarätiges Rennen zu fahren“, so Orgis. Sein Bruder Leon Orgis bestreitet am Wochenende bereits sein erstes reguläres Saisonrennen in der IDM-Supersport und wechselt für diese Saison erstmalig in die IDM. Beide Orgis Brüder fuhren zuletzt im Rahmen der Moto2 Europameisterschaft. Die Starts der Supersport-Rennen finden am Sonntag um 11:35 Uhr und um 16:15 Uhr statt.

Mit Marvin Siebdrath, Lennox Lehmann, Dustin Schneider und Albert Prasse gehen gleich vier Fördersportler des ADAC Sachsen in der IDM Supersport 300 an den Start. Zudem wird Lucy Michel, einzige Fördersportlerin des ADAC Sachsen im Bereich Motorradrundstrecke, am kommenden Wochenende auf dem Sachsenring an den Start rollen. Die Nachwuchstalente des sächsischen Regionalclubs dominierten in den vergangen Jahren die 300er Klasse der IDM. Mit den Meisterschaften aus den Jahren 2020 und 2021 von Lennox Lehmann, sowie der Meisterschaft von Marvin Siebdrath in der vergangen Saison, konnte der ADAC Sachsen sein Förderprogramm unter Beweis stellen. Ob der Förderkader auch in dieser Saison eine Meisterschaft einfahren wird, bleibt abzuwarten. Das erste Rennen der IDM-Supersport 300 startet bereits am Samstag um 16:00 Uhr. Der zweite Lauf findet am Sonntag statt. Startzeit ist 12:25 Uhr.

Auch in der Sidecar-WM ist Sachsen durch Lennard Göttlich vertreten. Der Pilot ist in Hohenstein-Ernstthal aufgewachsen und freut sich auf sein Heimrennen vor der eigenen Haustür. Das Ziel für Göttlich und seinen Beifahrer Lucas Krieg, ebenfalls in Hohenstein-Ernstthal geboren, steht fest: das IDM-Podest. Das Sprintrennen am Samstag startet um 15:15 Uhr. Das Hauptrennen am Sonntag startet bereits um 13:45 Uhr. Auch die WM-Läufe der Seitenwaagen werden in diesem Jahr im Rahmen der IDM ausgetragen.

Mittwoch, 10. Mai 2023

Grasser Racing Team mit Lamborghini im ADAC GT Masters

  •  Start mit einem Lamborghini Huracán GT3 Evo2
  •  Debüt für Benjamin Hites aus Chile
  •  Lamborghini-Werksfahrer Marco Mapelli auch 2023 im ADAC GT Masters

Das Grasser Racing Team startet 2023 neben der DTM auch in der ADAC GT-Masters
Foto: Jens Hawrda


Der österreichische Rennstall Grasser Racing startet mit einem brandneuen Lamborghini Huracán GT3 Evo2 im ADAC GT Masters. Somit feiert eines der erfolgreichsten Teams der Seriengeschichte seine Rückkehr und fährt zusätzlich zum DTM-Programm in der beliebten GT3-Serie. Die Mannschaft geht ab dem Saisonauftakt am 10. Juni beim „Festival of Dreams“ in Hockenheim und bei allen weiteren Rennen an den Start. Benjamin Hites aus Chile freut sich auf seine Debütsaison im ADAC GT Masters. Dem Youngster steht der italienische Lamborghini-Werkspilot Marco Mapelli zur Seite. TV-Partner Sport1 bringt die Renn-Action durch die Liveübertragung aller zwölf Saisonläufe in die heimischen Wohnzimmer.


„Die Rückkehr in das ADAC GT Masters ist für uns eine Herzensangelegenheit. Wir haben hier als Team unsere ersten Schritte im GT-Sport gemacht und sind durch alle Höhen und Tiefen gegangen. Als Ausrichter der DTM und des ADAC GT Masters wurden vom ADAC positive Synergien geschaffen, mit denen sich ein Engagement in beiden Serien sehr effizient abbilden lässt“, sagt Gottfried Grasser, Teamchef des Grasser Racing Teams. Der Rennstall aus der Steiermark ist unweit des Red Bull Rings beheimatet und jubelte seit dem Debüt in der Saison 2011 bereits über zwölf Siege sowie 19 Podiumserfolge. Außerdem setzt Grasser mit seinem Rennstall zwei Lamborghini Huracán GT3 Evo2 in der DTM ein.

Hites stellt sich 2023 erstmals der Herausforderung im ADAC GT Masters und blickt voller Vorfreude auf seine neue Aufgabe: „Ich bin sehr glücklich, mit GRT in diesem Jahr in einer weiteren Rennserie anzutreten. Seit ich in Europa fahre, hatte ich das Ziel, mich eines Tages im ADAC GT Masters zu messen. Das Sprintformat ist sehr attraktiv.“ Beim Saisonauftakt der GT World Challenge Europe im italienischen Monza saß der 24-Jährige für das Grasser Racing Team bereits im Cockpit des aktuellen GT3-Boliden von Lamborghini.

Mittwoch, 3. Mai 2023

IDM Superbike Sachsenring: Paul Fröde vorm Heimrennen

Paul Fröde
Foto: © IDM Dino Eisele


Vom 12. bis 14. Mai findet der Auftakt der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft 2023 auf dem Sachsenring statt. Mit dabei ist auch Paul Fröde, der in der höchsten IDM-Klasse an den Start gehen wird. Damit tritt der Sachse bereits zum zweiten Mal in der IDM-Superbike an und startet gleich am Anfang der Saison auf seine Heimstrecke. Zuletzt auf dem Sachsenring fuhr der Kadersportler des ADAC Sachsen im Jahr 2020. Damals startete er in der IDM-SUPERSTOCK 600 und sicherte sich in Hockenheim schlussendlich die Meisterschaft. 2020 pandemiebedingt noch ohne Freunde und Bekannte, kann sich Paul Fröde in diesem Jahr auf die Unterstützung auf der heimischen Traditionstrecke freuen. Was das Rennen auf dem Sachsenring noch besonders macht verrät er im Interview mit dem ADAC Sachsen:

Du bist in deiner zweiten Saison der IDM-Superbike. Dieses Jahr nun der Saison-Auftakt auf dem Sachsenring. Was bedeutet das für dich?

Der Sachsenring ist meine Heimstrecke, deswegen freue Ich mich am meisten dort Rennen zu Fahren. Das Beste ist, dass ich von meinen heimischen Fans angefeuert werden kann, was nochmal deutlich mehr motiviert.

Im letzten Jahr lief es ja nicht ganz wie erwartet. Welche Erwartungen hast du an diese Saison?

Letztes Jahr musste ich auf meiner neuen Honda viel lernen, um richtig mit der 1000er klarzukommen. Dieses Jahr erwarte ich von mir, dass ich das Gelernte gut umsetzen kann und so oft es geht in den Top 10 mitkämpfen kann.

Rennsport im Blut? Erzähl mal: Wie bist du im Straßenrennsport gelandet?

Im Jahr 2009 war ich das erste Mal zu einem Pocketbike Schnupperkurs am Sachsenring. Dort hat das Rennfieber direkt zugeschlagen und ich habe es bis heute nicht mehr losbekommen. Meine Laufbahn ging über Pocketbike, Minibike, danach Moto3 und über die 600er dann zum Superbike.

Aufgewachsen am Sachsenring: Welche Kindheitserinnerungen verbindest du mit der Strecke?

Ich war schon von klein auf jedes Jahr zur MotoGP am Sachsenring, egal ob mit dem Laufrad oder dann später im Rahmenprogramm der MotoGP im ADAC NEC Moto3. Die Rennen am Sachsenring haben mich schon immer fasziniert und ich bin fast immer am Ring wenn irgendwelche Rennen von Zweirädern ausgetragen werden. Sozusagen begleitet mich der Ring schon mein ganzes Leben lang. Ich arbeite auch selbst an Sachsenring in der Indoor Karthalle neben meinem Studium.

Was unterscheidet dein Rennwochenende am Sachsenring von den anderen Rennen in dieser Saison?

Rein von der Vorbereitung ist das Rennwochenende am Sachsenring gleich zu denen an anderen Strecken. Der größte Unterschied für mich ist der, dass sehr viele Freunde, Bekannte und auch Sponsoren vor Ort sein werden und mich auf den Zuschauerrängen anfeuern. Auch hoffe ich, dass allgemein viele Zuschauer zur IDM am Sachsenring da sein werden. Ich bin mir sicher dass die Stimmung am Sachsenring zur IDM einmalig wird!