Montag, 5. Oktober 2026

DTM-Finale im Motodrom: Hockenheim entscheidet über den neuen Champion

  • Der Gejagte: Preining führt mit 23 Punkten Vorsprung und ist Titelfavorit
  • Die schärfsten Verfolger: Engel und Wittmann schalten in den Angriffsmodus
  • Die Show: Sasha als Dick Brave rockt am Samstagabend die DTM Powerstage

Kann Thomas Preining seinen Punktevorsprung am letzten
Rennwochenende in den Meistertitel verwandeln ?
Foto: Jens Hawrda

Letzter Akt im DTM-Titelkampf 2026: Der Hockenheimring Baden-Württemberg ist vom 9. bis 11. Oktober Schauplatz der Meisterschaftsentscheidung. Sechs Fahrer von fünf Herstellern kämpfen auf dem Traditionskurs um die DTM-Krone. Die besten Aussichten hat Spitzenreiter Thomas Preining (A/Manthey). Der Porsche-Werkspilot reist mit 23 Punkten Vorsprung zum Finale und will zum zweiten Mal Champion werden. Ihm auf den Fersen sind Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) und Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport), die bei 56 noch zu vergebenden Zählern ebenfalls gute Titelchancen haben. Vom Gesamtsieg träumen auch Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing) und Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing). Das Trio braucht ein perfektes Wochenende und muss auf Ausrutscher der Konkurrenten hoffen. Die perfekte Einstimmung auf den Showdown liefert am Samstagabend Sasha als Dick Brave.

Tickets für das DTM-Finale in Hockenheim gibt es ab 49 Euro auf dtm.com. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. ProSieben zeigt die Rennen live im Free-TV – Rennstart ist am Samstag um 13:30 und am Sonntag um 16:30 Uhr. Im kostenlosen Livestream sind beide Meisterschaftsläufe bei Joyn, ran.de, ServusTV On und auf dem YouTube-Kanal der DTM zu sehen.

Keyfacts, Hockenheimring, Hockenheim, Saisonrennen 15 und 16 von 16

  • Streckenlänge: 4.574 Meter
  • Layout: 17 Kurven (elf Rechts-, sechs Linkskurven), im Uhrzeigersinn befahren
  • Sieger 2025, Rennen 1: Thomas Preining (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R)
  • Sieger 2025, Rennen 2: Ayhancan Güven (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R)

Engel und Wittmann im Windschatten: Behält Preining die Nerven?

Der 28-jährige Preining präsentierte sich in der zweiten Saisonhälfte meisterlich. Er stand sechsmal in Folge auf dem Podium und startete fünfmal aus der ersten Reihe. Nach dieser starken Serie ist der Österreicher Meisterschaftsfavorit, zumal er in Hockenheim bereits dreimal gewonnen hat. Mit der Favoritenrolle steigt jedoch der Druck – auch bei seinem Team Manthey. Preining gibt sich gelassen: „Wenn man Meister werden will, hat man immer Druck. Aber auf diese Situation haben wir hingearbeitet und können damit umgehen. Entschieden ist noch nichts, auch wenn sich 23 Punkte Vorsprung gut anhören.“

Engel erlebte dagegen einen völlig anderen Saisonverlauf. Nach einer starken ersten Hälfte zeigte der bis dahin souverän auftretende Mercedes-AMG-Fahrer zuletzt Nerven. Zweimal blieb er ohne Punkte und verlor die Tabellenführung. In Hockenheim muss Engel in den Angriffsmodus schalten, will er sein bisher erfolgreiches Jahr mit dem ersten DTM-Titel krönen. „Es ist ein gutes Gefühl, in Hockenheim zum dritten Mal hintereinander am Meisterschaftskampf beteiligt zu sein. Ich mag diese wichtigen Momente und kann mit dem Druck gut umgehen. Unser gesamtes Team ist für das Finale bereit“, versichert Engel.

Seinen dritten DTM-Titel visiert BMW-Pilot Wittmann an. Die Formkurve zeigt steil nach oben: Zwei der vergangenen drei Rennen hat er gewonnen. Das sind beste Voraussetzungen, um den 24-Punkte-Rückstand wettzumachen und Preining auf der Zielgeraden noch abzufangen. „Wir sind in der Jägerposition und haben nichts zu verlieren, sondern können nur gewinnen. Ich muss am Samstag vor Thomas Preining ankommen, dann ist im letzten Rennen am Sonntag einiges drin“, erklärt der 36-Jährige, der in Hockenheim bereits viermal erfolgreich war. Mit Außenseiterchancen gehen Mercedes-AMG-Pilot Auer, Ferrari-Fahrer Cairoli und Thiim im Aston Martin Vantage GT3 ins Finale: Bei Rückständen von 45, 47 und 50 Punkten auf Preining sind sie auf Fehler der Konkurrenz angewiesen.

Teamwertung hart umkämpft, Kalender führt die „Rookie of the Year“-Wertung an

In der Team- und Herstellerwertung werden noch 90 Punkte vergeben. Hochspannung herrscht bei den Teams: Manthey führt mit 20 Zählern Vorsprung vor dem Mercedes-AMG Team Winward Racing. Dahinter folgt auf Platz drei Schubert Motorsport mit 13 Punkten Rückstand. Emil Frey Racing liegt als Vierter ebenfalls noch in Schlagdistanz. Bei den Herstellern hat Tabellenführer Mercedes-AMG mit 68 Zählern ein komfortables Polster. Nur Porsche könnte der Marke mit dem Stern noch gefährlich werden. In der „Rookie of the Year“-Wertung ist Tom Kalender (Hamm/Mercedes-AMG Team Landgraf) Spitzenreiter. Finn Wiebelhaus (Obertshausen/HRT Ford Racing) und Nicolas Baert (B/Comtoyou Racing) belegen die Plätze zwei und drei.

Rock ’n’ Roll mit „Dick Brave“, Track Safari und vier weitere Titelentscheidungen

Die DTM-Ticketinhaber erleben am Samstagabend kostenlos ein hochkarätiges Live-Konzert: Auf der „DTM Powerstage presented by Pirelli“ heizt Sasha als Dick Brave den Besuchern mit Rock ’n’ Roll und Rockabilly ein. Am Freitag haben die Fans letztmals in diesem Jahr die Gelegenheit, bei der Track Safari im Bus gemeinsam mit den DTM-Fahrzeugen den Hockenheimring zu umrunden. Auf der Rennstrecke fallen neben der DTM in vier weiteren Serien die Titelentscheidungen: Das ADAC GT Masters, die ADAC GT4 Germany, der BMW M2 Cup und der Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland ermitteln ihre neuen Champions.