Samstag, 16. Juli 2016

DTM Zandvoort zweites Freies Training

Schnellster im zweiten Freien Training: Gary Paffett
Foto: Jens Hawrda
Die Schnellsten im zweiten Freien Training in Zandvoort waren Gary Paffet (Mercedes) vor Marco Wittmann (BMW) und Daniel Juncadella (Mercedes), auf Platz vier folgt der erste Audi-Pilot mit Mattias Ekström. Insgesamt zeigt sich Mercedes wieder stark, die fünf Fahrer unter die Top-Ten bringen, aber auch BMW hat sich im Vergleich zum ersten Freien Training gesteigert (3 Fahrer in den Top-Ten). Audi bring mit Mattias Ekström und Nico Müller (Platz 8) zwei Piloten in die Top-Ten. Insgesamt ging es wieder sehr eng zu, die ersten achtzehn Fahrer liegen nur maximal eine Sekunde auseinander. Das Qualifying zu Rennen 1 startet um 15.45 Uhr.

Top-Ten zweites Freies Training
Bild: dtm.com
 

Freitag, 15. Juli 2016

DTM Zandvoort: Mercedes dominiert erstes freies Training

Robert Wickens (Mercedes) Schnellster im ersten freien Training in Zandvoort
Foto: Jens Hawrda
Mit Robert Wickens, Daniel Juncadella und Christian Vietoris zeichneten ausschließlich Mercedes-AMG-DTM-Fahrer für die drei Top-Zeiten am Freitagnachmittag verantwortlich. Wickens hatte seine schnellste Runde bereits zur Hälfte der Session gesetzt. Seine Rundenzeit von 1:31.639 Minuten war von der Konkurrenz nicht mehr zu unterbieten und gleichzeitig um gut drei Zehntel schneller als die Bestzeit des Vorjahres
 
Vieles deutet somit darauf hin, dass die bisherige Rekord-Rennrundenzeit von Marco Wittmann (1:32.411 Minuten/2014) nach diesem Wochenende nicht mehr Bestand haben wird – sofern die Wetterlage stabil bleibt. Schon bei den vergangenen Rennwochenenden in Spielberg, am Lausitzring und auf dem Norisring wurden neue Rundenrekorde in den Rennen aufgestellt.

Gleich acht Fahrer knackten am Freitagabend die 1:32-Minuten-Marke – fünf von ihnen saßen in einem Mercedes. Der Zweitschnellste, Daniel Juncadella, benötigte 1:31.738 Minuten, der Drittschnellste, Christian Vietoris, hatte seine beste Runde in 1:31.791 Minuten beendet. Gary Paffett (1:31.894 Minuten) schaffte es auf Platz fünf, Lucas Auer (1:31.962 Minuten) auf Rang sieben.
 
Hinter dem Mercedes-AMG-DTM-Trio setzte Mattias Ekström die viertschnellste Zeit. Einen Tag nach seinem 38. Geburtstag beendete er seine beste Runde nach 1:31.816 Minuten und war damit vor Mike Rockenfeller (1:31.990 Minuten/Platz 8) bester Audi-Fahrer. Als schnellster BMW-Pilot gelang Bruno Spengler kurz vor dem Ende der Session noch der Sprung unter die 1:32-Minuten-Marke. Er belegte nach seiner Zeit von 1:31.937 Minuten den sechsten Rang. Probleme gab es dagegen beim Gesamtführenden Marco Wittmann. Er zeitete lediglich vier Runden und belegte mit einem Rückstand von 1,403 Sekunden den letzten Platz.

Text übernommen von: dtm.com

Corvette-Pilot Gounon: Ich lebe im ADAC GT Masters meinen Traum

  • Newcomer Gounon: Zwei Siege in sechs ADAC GT Masters-Rennen
  • Sohn von Ex-Formel-1-Pilot und Sportwagen-Ass Jean-Marc Gounon
  • Franzose erst in der vierten Saison im Motorsport aktiv
Gounon/Keilwitz (Corvette C7 GT3-R)
Foto: Jens Hawrda
Ein Newcomer aus Frankreich startet im ADAC GT Masters durch: Nach nur sechs Rennen in der "Liga der Supersportwagen" hat Neuzugang Jules Gounon bereits zwei Siege gemeinsam mit Daniel Keilwitz in der neuen Corvette C7 GT3-R auf dem Konto. "Alles gut", entgegnete der Franzose auf dem Sachsenring nach seinem Debütsieg den Gratulanten. "Alles gut" - Das sind bisher die einzigen deutschen Worte, die der Franzose sprechen kann. Und in der Tat: Der Einstieg in das ADAC GT Masters lief für Gounon bisher perfekt.
 
Gounons Familienname verpflichtet: Ebenso wie die Titelverteidiger Luca Ludwig und Sebastian Asch ist er der Spross eines erfolgreichen Rennfahrers. Der Vater des Corvette-Piloten ist Jean-Marc Gounon, ehemals mit Minardi und Simtek in der Formel 1 unterwegs und anschließend unter anderem als Werksfahrer bei Mercedes-Benz und BMW in den 1990er Jahren einer der renommiertesten GT- und Sportwagenfahrer mit zwölf Starts bei den 24 Stunden von Le Mans. Die Motorsportkarriere seines Sohnes zögerte Gounon Senior aber lange heraus. "Ich wollte ihn nicht zu früh ins Cockpit setzen und habe ihm gesagt, dass er erst mit 16 Jahren mit dem Motorsport beginnen darf. Er war aber sehr ungeduldig und saß eines Nachts auf mir im Bett und hat mich gefragt, wann es endlich losgeht. Es war 3.15 Uhr Nachts, ich musste ihm versprechen, das er Kart fahren darf. Diesen Moment werde ich nie vergessen."

In der Folge stieg Gounon in den Kartsport ein und fand über Zwischenstationen in der französischen Formel 4 und Formel Renault sowie dem Porsche Carrera Cup Frankreich den Weg in das ADAC GT Masters. Im März 2016 fand er dann den Weg nach Deutschland: "Mein Vater hat mich mit dem Teamchef von Callaway Competition, Ernst Wöhr, bekannt gemacht. Dort war ein Platz in der neuen Corvette frei. Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl bei der Sache, aber sie wollten mich natürlich erst einmal testen." Gounon überzeugt und erhält den Zuschlag. "Der Deal ist letztendlich ein paar Tage vor dem offiziellen ADAC GT Masters-Test in Oschersleben über die Bühne gegangen", so Gounon. "Viel Zeit zur Eingewöhnung hatte ich also nicht." Verblüffend: Bereits sein drittes Rennen in einem rund 600 PS starken GT3-Rennwagen konnte Gounon für sich entscheiden.

Nach dem Debütsieg auf dem, Sachsenring folgte der zweite Erfolg von Gounon und Keilwitz beim Motorsport Festival auf dem Lausitzring, vor dem nächsten Rennen auf dem Red Bull Ring (22. bis 24. Juli) liegt das Corvette-Duo auf Tabellenrang zwei mit drei Punkten Rückstand auf die Tabellenführer Connor De Phillippi/Christopher Mies. Gounon lässt sich von dem starken Saisonstart nicht irritieren und bleibt bodenständig. "Ich denke von Rennen zu Rennen und versuche, den Blick auf die Gesamtwertung zu vermeiden. Ich komme prima mit der Corvette zurecht. Ich habe ein tolles Team und einen schnellen Teamkollegen - ich lebe im ADAC GT Masters gerade einen Traum. Als ich zum ersten Mal die Starterliste gesehen habe, konnte ich meinen Augen kaum trauen: Winkelhock, Abt, Mies, Sandström, Vanthoor - allesamt meine GT3-Idole. Ich war so aufgeregt. Und jetzt fahre ich tatsächlich gegen diese Jungs auf der Rennstrecke."

Donnerstag, 14. Juli 2016

DTM: Audi und Zandvoort: beste Erinnerungen

  • Schon acht Siege für Audi beim niederländischen DTM-Gastspiel
  • Mattias Ekström DTM-Rekordsieger auf dem Dünenkurs
  • Alle acht Audi-Piloten mit persönlichen Zandvoort-Highlights

Wenn es eine DTM-Veranstaltung gibt, von der alle Audi-Piloten gleichermaßen schwärmen, dann ist es Zandvoort. Der Traditionskurs an der niederländischen Nordseeküste ist seit 2001 fester Bestandteil der DTM und steht am kommenden Wochenende (15.–17. Juli) auf dem Programm.
Foto: Jens Hawrda
Wer die DTM-Piloten nach ihrer Lieblingsstrecke fragt, bekommt fast jedes Mal die Antwort: 

„Zandvoort“ Das 4,307 Kilometer lange Asphaltband in den Dünen bei Amsterdam gilt als Rennstrecke alter Schule, die die Spreu vom Weizen trennt. „Es gibt viele schöne Kurven in tollen Kombinationen, es geht rauf und runter, der Kurs hat einen herrlichen Rhythmus“, chwärmt Mattias Ekström. „Am meisten mag ich die Kurven, in die man sozusagen blind hineinfährt – da brauchst du viel Vertrauen in dein Auto.“

Niemand hat beim niederländischen DTM-Gastspiel häufiger gewonnen als der Schwede aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline. Bereits viermal stand Ekström dort ganz oben auf dem Siegerpodest, zuletzt 2014. Am liebsten denkt der Zandvoort-Rekordsieger an das Rennen im September 2002 zurück: „Damals habe ich in Zandvoort meinen ersten Sieg in der DTM überhaupt geschafft, und mein Teamkollege Laurent Aiello wurde DTM-Champion.“

Auch die anderen Audi-Piloten müssen nicht lange überlegen, wenn sie ihr schönstes Zandvoort-Erlebnis erzählen sollen. „Bei mir war es natürlich mein Titelgewinn im Jahr 2013“, sagt Mike Rockenfeller, der zwei Jahre zuvor in Zandvoort auch seinen ersten Sieg in der DTM feierte. „Ich hoffe, wir können nach dem schwierigen Saisonstart in diesem Jahr an diese Erfolge anknüpfen.“

Edoardo Mortara, mit nur zwei Punkten Rückstand auf Tabellenführer Marco Wittmann (BMW) aktuell bestplatzierter Audi-Pilot, ist ebenfalls ein großer Fan des Dünenkurses. Sein bisher bester Moment? „Mein Sieg 2012.“

Timo Scheider verbindet mit Zandvoort seine erste Pole-Position in der DTM in der Saison 2003. Jamie Green gewann 2004 in Zandvoort das Sonntagsrennen der damaligen Formel-3-Euroserie und sicherte sich damit vorzeitig den Meistertitel.

Adrien Tambay denkt genau wie Edoardo Mortara gern an 2012 zurück: „Es war mein erstes Jahr in der DTM, und ich habe in Zandvoort mit Platz fünf meine ersten DTM-Punkte geholt – unter schwierigen Bedingungen, denn es begann im Rennen plötzlich zu regnen.“

Miguel Molinas persönliches Zandvoort-Highlight stammt ebenfalls aus seiner Premierensaison in der DTM. „2010 habe ich in Zandvoort erstmals den Sprung in das damalige Einzelzeitfahren der besten vier geschafft, erstmals um ein Podium gekämpft und mit Platz fünf mein bis dahin bestes Ergebnis in der DTM erzielt.“

Auch Nico Müller kämpfte 2014 in seiner ersten DTM-Saison in Zandvoort auf Anhieb um ein Podium. „Leider kam dann ein Safety-Car zum falschen Zeitpunkt für mich und hat alles zunichtegemacht.“ Müller ist einer der Hauptdarsteller der laufenden DTM-Saison und hat am Norisring zuletzt seinen ersten Sieg gefeiert. „Wenn man einmal ganz oben auf dem Podium steht, wird man definitiv süchtig nach mehr“, sagt der Youngster aus der Schweiz. „Von mir aus kann es gleich in Zandvoort so weitergehen.“

Dem kann sich Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport, nur anschließen: „Im vergangenen Jahr sind wir in Zandvoort – auch aufgrund der Performance-Gewichte – hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben. Es wäre schön, zu alter Stärke zurückzufinden. Wir haben dort schon acht Rennen gewonnen und kommen immer wieder gerne nach Zandvoort. Das ist eine ‚echte‘ Rennstrecke, die wenig Fehler verzeiht. Der Kurs ist anspruchsvoll für die Fahrer und für die Reifen. Das Überholen ist nicht einfach, daher ist das Qualifying extrem wichtig.“

Erster Superbike-Doppelsieg für Marvin Fritz in Zolder/Belgien

Yamaha-Pilot Marvin Fritz (Neckarzimmern) feierte in Zolder/Belgien
einen Doppelsieg in der Superbike-Klasse
Foto: Hermann Rüger
Bei der vierten Veranstaltung zur Superbike*IDM feierte Marvin Fritz aus Neckarzimmern seinen ersten Doppelsieg in der hubraumstarken Superbike-Klasse. Der Yamaha-Pilot startet für den ADAC Pfalz aus Neustadt im Bayer-Bikerbox-Langenscheidt Team und war auf der 4 km langen Rennstrecke in Zolder/Belgien der überragende Fahrer. Bei der Superpole für die Startaufstellung war der Franzose Mathieu Gines (BMW) nur um 0,057 Sekunden schneller als Marvin Fritz, der 2014 Deutscher Meister in der Supersport-Klasse war. Im ersten Lauf der Superbike-Klasse führte Marvin Fritz bis auf zwei Runden und siegte nach 17 Runden mit nur 0,292 Sekunden vor Gines. Im zweiten Rennen war es erneut ein packender Zweikampf bis zur 13. Runde. Da stürzte Gines und der 23-jährige Yamaha-Pilot konnte seinen dritten Saisonsieg überlegen mit 15,323 Sekunden vor dem Tschechen Jan Halbich (Honda) und dem Belgier Bastien Mackels (BMW) feiern. Mathieu Gines konnte noch weiterfahren und kam als Vierter ins Ziel. Mit seinem Doppelerfolg übernahm Marvin Fritz nach 7 von 15 Läufen mit 140 Punkten auch erstmals die Führung in der Superbike-Klasse vor dem Franzosen Gines, der 138 Zähler hat. Beide Fahrer gewannen bisher drei Saisonrennen. Weitere Informationen über die Superbike*IDM gibt es unter www.Superbike-IDM.de bzw. über Marvin Fritz unter www.Marvin-Fritz7.com. 

Text : Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof